DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa09143821 (FILE) - The UEFA logo on display after the meeting of the UEFA Executive Committee at the UEFA headquarters in Nyon, Switzerland, 07 December 2017 (re-issued on 18 April 2020). The UEFA released a statement on 18 April 2021 condemning a proposal to form a breakaway European super league after learning that a few English, Spanish and Italian clubs are planning to announce the creation of such a league.  EPA/LAURENT GILLIERON *** Local Caption *** 55997737

Die UEFA ist nicht sehr glücklich über die «Super-League»-Pläne. Bild: keystone

Barça, Real, Liverpool und Co. lancieren eine europäische Superliga – die UEFA tobt



Um was geht's?

Zwölf europäische Fussball-Spitzenklubs wollen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine europäische Superliga in Konkurrenz zur UEFA-Champions League gründen. Die Saison solle «so bald wie möglich» starten, heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der Vereine unter der Leitung von Real Madrids Präsident Florentino Perez.

Wer sind die Vereine?

Zu den Gründungsmitgliedern gehören sechs Vereine aus der englischen Premier League, drei aus Spanien und zwei aus Italien. Teams aus Deutschland und Frankreich? Bislang Fehlanzeige.

Drei weitere Vereine sollen ab der ersten Stunde dabei sein, fünf zusätzliche Klubs können sich für die Spiele der Liga qualifizieren.

Die Gründungsvereine sollen «eine einmalige Zahlung von rund 3.5 Milliarden Euro» als Startkapital erhalten, «um Investitionspläne in die Infrastruktur zu unterstützen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auszugleichen», heisst es weiter. Die Vereine wollen auch Solidaritätszahlungen leisten.

Wie soll gespielt werden?

Die Gruppenspiele sollen ab August unter der Woche stattfinden. Es sind zwei Zehner-Gruppen geplant, der Sieger soll dann über K.o.-Spiele ermittelt werden. Die je drei besten Teams kämen automatisch ins Viertelfinale, die Vierten und Fünften beider Gruppen sollen im K.o.-Modus in Hin- und Rückspielen überkreuz die letzten zwei Teilnehmer an der Runde der letzten Acht ausspielen.

Was wollen die Klubs?

«Wir werden dem Fussball auf jedem Level helfen und ihn zu seinem rechtmässigen Platz in der Welt bringen. Fussball ist der einzige globale Sport auf der Welt mit mehr als vier Milliarden Fans und unsere Verantwortung als grosse Klubs ist es, auf deren Begehrlichkeiten zu reagieren», wird Real-Boss Florentino Perez zitiert, der Vorsitzender sein soll. Die Teams kündigten Gespräche mit der UEFA und dem Weltverband FIFA an.

Was sagt die UEFA dazu?

Die UEFA wertete die Idee einer eigenen Liga als «zynisches Projekt» und warnte die Klubs davor, eine solche zu gründen. Den Vereinen werde es in diesem Fall untersagt sein, an anderen Wettbewerben auf nationaler, europäischer oder weltweiter Ebene teilzunehmen, und ihren Spielern könnte die Möglichkeit verweigert werden, ihre Nationalmannschaften zu vertreten.

Die Ankündigung der Liga kommt unmittelbar vor der bevorstehenden Exekutivsitzung der Europäischen Fussball-Union am Montag. Da will die UEFA die Aufstockung der Königsklasse von 32 auf 36 Teilnehmer und die Einführung eines neuen Modus beschliessen. Dieser soll von der Saison 2024/25 an gelten.

Und die Fans?

Scharfe Kritik gab es auch vom europäischen Fan-Netzwerk Football Supporters Europe (FSE). «Dieser geschlossene Wettbewerb wird der letzte Nagel im Sarg des europäischen Fussballs sein und alles zerstören, was ihn so beliebt und erfolgreich gemacht hat», heisst es in einer Erklärung. «Diese Pläne sind von Grund auf illegitim, unverantwortlich und gegen jeglichen Wettbewerb. Mehr noch, sie werden ausschliesslich aus Gier vorangetrieben.» Auch der britische Premierminister Boris Johnson und der französische Präsident Emmanuel Macron kritisierten bereits zuvor die Pläne einer Superliga.

Um was geht es wirklich?

Nun, die Gründung einer Superliga war in den vergangenen Jahren immer dann ins Gespräch gebracht worden, wenn es um die Verteilung der TV-Gelder im Europacup ging. (sda/belga/afp/reu/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

GC, Basel und? Diese Klubs wurden schon Schweizer Meister

1 / 17
GC, Basel und? Diese Klubs wurden schon Schweizer Meister
quelle: keystone / paolo foschini
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die 21 schönsten Champions-League-Tore

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Sie können es einfach nicht besser

Nach der Klatsche der Nationalmannschaft gegen Italien dreht die Fussballschweiz am Rad. Dabei ist die Niederlage nichts anderes als ein Realitätscheck und ein Beweis für mangelnde Qualität in der Mannschaft.

Die deutliche 0:3-Niederlage der Schweizer Nationalmannschaft gegen Italien wirft hohe Wellen. Allenthalben wird der Rücktritt von Vladimir Petkovic gefordert, der Einsatz und Siegeswille der Spieler wird in Frage gestellt und die unsäglichen Diskussionen ums Singen der Hymne, das mit der fussballerischen Leistung auf dem Rasen rein gar nichts zu tun hat, flammen wieder auf.

Die Niederlage gegen Italien hat ihren Ursprung nicht in protzigen Autos oder blondierten Haaren, sondern in mangelnder …

Artikel lesen
Link zum Artikel