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MADRID, SPAIN - FEBRUARY 07: Cristiano Ronaldo (R) of Real Madrid CF competes for the ball with Raul Garcia (2ndL) of Atletico de Madrid and his teammate Joao Miranda (L) during the La Liga match between Club Atletico de Madrid and Real Madrid CF at Vicente Calderon Stadium on February 7, 2015 in Madrid, Spain.  (Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images)

Gleich zwei Atletico-Spieler kleben an Cristiano Ronaldos Fersen. Bild: Getty Images Europe

Real Madrid muss den Atletico-Fluch bezwingen – Juventus hofft auf Meisterstratege Pirlo

Die ersten Champions-League-Viertelfinals haben es in sich: Real Madrid will im Stadtrivalen-Duell Atletico in deren Heimstätte endlich die erste Kiste reinhauen, derweil Juventus Turin gegen Monaco die bittere Meisterschaftspleite vergessen machen will.



Es war ein denkwürdiges Endspiel gewesen an diesem 24. Mai 2014 in Lissabon. Das kampfstarke Atletico verteidigte seine 1:0-Führung von Diego Godin mit erbittertem Widerstand, und doch reichte es am Ende nicht zum Champions-League-Pokal. In der 93. Minute erzwang Sergio Ramos mit einem Kopf-Tor die Verlängerung, und letztlich setzte sich das «Weisse Ballett» nach 120 Minuten 4:1 durch.

Seither scheint aber ein Fluch auf Real zu liegen in Partien gegen den Stadtrivalen. In den sechs direkten Vergleichen in dieser Saison (in der Primera Division, im spanischen Cup und im spanischen Supercup) hat Atletico viermal gewonnen und zweimal gab es ein Unentschieden. Am 7. Februar ging Real in der Meisterschaft im Vicente Calderon mit 0:4 unter. Die «Königlichen» haben sich in der jüngeren Vergangenheit oft schwer getan mit der rustikalen Spielweise und dem ausgereiften Defensiv-Konzept von Atletico.

MADRID, SPAIN - AUGUST 19:  Diego Godin of Club Atletico de Madrid heads the ball beside Pepe of Real Madrid during the Supercopa first leg match between Real Madrid and Club Atletico de Madrid at Estadio Santiago Bernabeu on August 19, 2014 in Madrid, Spain.  (Photo by Denis Doyle/Getty Images)

Chef in der Abwehr, Gefahrenherd in der Offensive: Denis Godin (beim Kopfball). Bild: Getty Images Europe

Zu Hause noch kein einziges Tor kassiert

Das Vicente Calderon soll auch heute zur uneinnehmbaren Festung werden. Zuhause ist Atletico stark. In der aktuellen Champions-League-Kampagne hat das Team von Trainer Diego Simeone bei einem Torverhältnis von 11:0 alle seine vier Heimspiele gewonnen.

Wer setzt ich im Madrider-Derby im CL-Viertelfinal durch?

Allerdings kann sich auch die Auswärts-Bilanz von Real sehen lassen. Die Equipe von Carlo Ancelotti entschied in der Fremde sämtliche vier bisherigen Partien in dieser Champions-League-Saison zu ihren Gunsten. In Basel setzte sich Real mit 1:0 durch, zuletzt im Achtelfinal auf Schalke triumphierte man mit 2:0. In beiden Matches liess sich Cristiano Ronaldo als Torschütze feiern. Er steht bei acht Treffern im laufenden Wettbewerb. In der Primera Division markierte er am Wochenende beim 3:0 gegen Eibar per Freistoss sein 38. Saison-Tor.

Das in der Liga um sieben Punkte distanzierte Atletico hat zwar nicht gerade einen Goalgetter vom Kaliber Ronaldos in seinen Reihen, Antoine Griezmann darf jedoch ebenfalls auf eine stolze Treffer-Quote verweisen. Der formstarke Franzose rettete seiner Mannschaft am Samstag mit seinen Saison-Toren Nummer 17 und 18 ein Unentschieden in Malaga. 

Juventus mit missglückter Hauptprobe

Bei Juventus – Monaco stehen sich zwei Teams gegenüber, die nach mehr als zehnjähriger Absenz wieder einmal an einem Champions-League-Halbfinal teilnehmen wollen. Den Italienern war der Vorstoss unter die Top 4 Europas letztmals 2003 gelungen, den Monegassen 2004. Juventus mit dem Schweizer Stephan Lichtsteiner führt die Serie A gegenwärtig souverän an, die Hauptprobe für heute ist den «Bianconeri» aber gründlich misslungen. Am Samstag kassierten die ohne ein paar geschonte Stars angetretenen Turiner eine 0:1-Pleite bei Schlusslicht Parma. Davor hatten sie sechs Pflichtspiele in Serie zu Null gewonnen. Unter diesen Erfolgen war auch das erstaunliche 3:0 in Dortmund, das die lockere Qualifikation für die Champions-League-Viertelfinals bedeutete. 

Juventus' Roberto Pereyra, left, and Fernando Llorente stand next to the ball after Parma's Jose Mauri scored, during a Serie A soccer match between Parma and Juventus, at Parma's Tardini stadium, Italy, Saturday, April 11, 2015. Parma pulled off the biggest surprise of the season Saturday as the crisis-hit club beat runaway leader Juventus 1-0 in Serie A. (AP Photo/Marco Vasini)

Bedrückte Gesichter bei der «Alten Dame» nach der Pleite gegen Parma. Bild: Marco Vasini/AP/KEYSTONE

Bei Juventus hoffen sie heute gegen Monaco auf einen fitten Strategen Andrea Pirlo. Der bald 36-Jährige hatte zuletzt wegen einer Wadenverletzung pausieren müssen. Für Produktivität in der Offensive soll Carlos Tevez sorgen. Der Argentinier ist in dieser Saison glänzend aufgelegt, was er mit sechs Treffern in der Champions League unterstrichen hat.

Seit Arsenal «schauen uns die Gegner anders an»

Einen solchen Torgaranten sucht man in den Reihen von Monaco vergeblich. Beim Klub aus dem Fürstentum verteilen sich die sieben Treffer in dieser Champions-League-Saison auf sieben verschiedene Spieler. In der Torschützenliste der Ligue 1 findet man den besten Vertreter des Tabellendritten Monaco in der Person von Anthony Martial an Position 21 (7 Treffer). Der 19-Jährige traf in den letzten sieben Ernstkämpfen immerhin sechsmal. 

Monaco präsentierte sich in den vergangenen Wochen oft auswärtsstark. In der Champions League siegte das Team des Portugiesen Leonardo Jardim aus einer gesicherten Defensive heraus sowohl in Leverkusen (1:0) als auch im Achtelfinal bei Arsenal (3:1). Jardims Landsmann, Mittelfeldspieler Joao Moutinho, sagt: «Seit wir Arsenal aus dem Wettbewerb geworfen haben, schauen uns die Gegner anders an. Nachdem uns James Rodriguez und Radamel Falcao verlassen hatten, trauten viele Monaco keine Höhenflüge mehr zu. Wir haben die Kritiker eines Besseren belehrt.» (si/twu) 

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