DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Servettes Grejohn Kyei, links, im Kampf um den Ball gegen Basels Eray Coemert, rechts, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem Servette FC im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 18. April 2021. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Servette und Basel könnten Schweizer Vertreter im neuen Wettbewerb sein. Bild: keystone

So viel können die Schweizer Klubs in der neuen Conference League verdienen

Drei Schweizer Klubs starten in der nächsten Saison in der UEFA Conference League. Es ist die dritte Liga Europas und endlich steht auch fest, wie viel Geld es dort zu verdienen gibt. Und das ist gar nicht so wenig, wie befürchtet.

Jakob Weber / CH Media



Noch steht auf dem Dokument, das die UEFA bereits an die Vereine geschickt hat, «confidential». Streng geheim also. Doch es ist nicht davon auszugehen, dass sich an den Prämien, welche die UEFA für die neu gegründete Conference League auszahlen will, noch gross etwas ändert, bis diese auch offiziell so kommuniziert werden.

Der Liga-Zweite, der Liga-Dritte und der Cup-Sieger der Schweiz – aktuell wären das Basel, Servette und Luzern oder St.Gallen – starten alle in der 2. Qualifikationsrunde der Conference League. Und übrigens auch der Liechtensteiner Cupsieger, der FC Vaduz. Dafür gibt es 350'000 Euro Startgeld. Beim Erreichen der 3. Quali-Runde fliessen weitere 550'000 Euro auf das Konto und beim Erreichen der Playoffs noch mal 750'000 Euro. Diese Gelder sind im Schnitt deutlich höher als die 220'000 bis 300'000 Euro, die es für das Überstehen einer Europa-League-Quali-Runde bisher gab.

Ab sofort gibt es in der Europa-League-Qualifikation sogar nur noch 100'000 Euro pro Runde. Das hat einen einfachen Grund: Wer aus der Europa League Qualifikation fliegt, hat mit der Conference League Qualifikation ein Auffangbecken. Wer dort allerdings ausscheidet, spielt in der laufenden Saison nicht mehr international.

Das Beispiel FC Basel

Sollte sich der FC Basel für die Gruppenphase qualifizieren, bekommt er zu den bereits gewonnenen 1,65 Millionen Euro, 2,94 Millionen an Startgeld, rund 1 Million aus dem nach Erfolg in der Vergangenheit gestaffelten Koeffizienten-Pool (das im UEFA-Ranking höchstklassierte Team der Conference League bekommt 1,4 Millionen, das 32. und damit letzte Team nur 45'000; der FCB rangiert immer noch auf Rang 29 aller europäischen Teams). Dazu kommt eine kleine sechsstellige Summe, die aus dem «Marktpool» in Abhängigkeit der nationalen TV-Vermarktung zu den Vereinen fliesst.

Summa summarum kämen für den FC Basel nur für das Erreichen der Gruppenphase knapp 6 Millionen Euro zusammen. Dort gibt es dann für jeden gewonnenen Punkt 166'666 Euro dazu. Für den Gruppensieg und für jedes Erreichen einer weiteren K.o.-Runde fliessen weitere UEFA-Prämien. Die sind allerdings deutlich tiefer als in der Europa League.

epa08588595 Basel players celebrate their 1-0 lead during the UEFA Europa League round of 16, second leg soccer match between FC Basel 1893 and Eintracht Frankfurt at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, 06 August 2020.  EPA/GIAN EHRENZELLER

2019/20 warf Basel Eintracht Frankfurt raus. Bild: keystone

Sollte der FCB erneut und mit der gleichen Punkteausbeute wie 2020 in den Viertelfinal vorstossen, hätte er in der Conference League hochgerechnet 10,7 Millionen Euro verdient. Das wären dann nur rund 1,5 Millionen weniger als in der erfolgreichen Europa League Saison 19/20, die das Team von Marcel Koller bis in den Viertelfinal führte.

Es gibt also für den FCB und die anderen teilnehmenden Teams durchaus gute Gründe, alles dafür zu unternehmen, auch in der Conference League weit zu kommen. Zumal die Schweiz nur durch internationale Erfolge ihrer Teilnehmer in der Fünfjahreswertung der UEFA nach oben klettern kann.

Nur YB hat Chancen auf das ganz grosse Geld

Aktuell hat die Schweiz, weil sie nur auf Rang 19 der UEFA-Wertung liegt, mit YB nur einen Verein, der sich für die Champions League qualifizieren könnte. Doch wie schon im letzten Jahr müssen die Young Boys drei Quali-Runden überstehen. Den Bernern droht erneut, die Schweiz nur in der Europa League zu vertreten oder gar bei zwei Niederlagen in der Qualifikation ebenfalls bis in die Conference League durchgereicht zu werden oder bei drei Niederlagen auch diese zu verpassen.

The Young Boys celebrate after winning the UEFA Champions League group stage group H matchday 6 soccer match between Switzerland's BSC Young Boys Bern and Italy's Juventus Football Club Turin, at the Stade de Suisse in Bern, Switzerland, Wednesday, December 12, 2018. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Young Boys feiern 2018 ihren Sieg in der Champions League gegen Juventus. Bild: KEYSTONE

In dieser Saison gewann YB auf seinem Weg ins Achtelfinale der Europa League rund 11 Millionen Euro. Für die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League gab es zuletzt 15,2 Millionen. Neu sind es 15,6 Millionen. Das ganz grosse Geld und sogar etwas mehr als zuletzt gibt es nur hier zu gewinnen.

Daran hat sich nichts geändert. Doch der Unterschied zwischen Conference League und Europa League ist deutlich kleiner als von Vielen befürchtet. Das dürfte auch die Schweizer Klubs freuen, die sich in diesem neuen Wettbewerb auf internationalem Parkett beweisen und ihr Portemonnaie dadurch auffüllen können.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Logos, wenn Europas Top-Klubs ehrlich wären

1 / 20
Die Logos, wenn Europas Top-Klubs ehrlich wären
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Penalty-Duell gegen Pascal Zuberbühler

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Viel zu lange mussten Sie um Anerkennung kämpfen – ein offener Brief an Vladimir Petkovic

Der Trainer der Schweizer Nati steht vor einem Wechsel in die Ligue 1 in Frankreich. Nach sieben Jahren geht er beim SFV von Bord. Zeit für einen offenen Brief an den Mann, der die Schweiz sieben Jahre lang betreut und in den EM-Viertelfinal geführt hat.

Sehr geehrter Vladimir Petkovic,

Als Sie vor gut zwei Wochen aus St.Petersburg zurück nach Zürich reisten, sind die Schweizer Nati-Fans am Flughafen Kloten gestanden, haben gejubelt, um Autogramme und Selfies gebeten. Menschen haben sich umarmt, gelacht, waren euphorisch, so wie in den Tagen zuvor schon. Alles dank den Auftritten Ihrer Fussballer an dieser EM. Als Chef der Nati haben Sie die Schweiz mitgenommen auf eine besondere Reise. Die Bilder dieser Gesichter voller Emotionen sind …

Artikel lesen
Link zum Artikel