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L'attaquant lausannois Joel Vermin, gauche, lutte pour le puck avec le gardien Fribourgeois Reto Berra, droite, lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le Lausanne Hockey Club, LHC, et le HC Fribourg-Gotteron le mardi 18 fevrier 2020 a la patinoire de la vaudoise arena de Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Joël Vermin hat in Lausanne noch einen Vertrag bis 2022. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Hollywood in Lausanne – muss Joël Vermin gehen?

Kommt mit Joël Vermin einer der besten und bestbezahlten Schweizer Stürmer auf den Markt? Die brisanten Gerüchte wollen und wollen einfach nicht verstummen. Auf der Spurensuche nach der Wahrheit.



Was tun, wenn mehrere Quellen verblüffend ähnliche Informationen melden? Im richtigen Leben legen wir den Mantel des Schweigens darüber. Aber im Eishockey, in einer der führenden Branchen der Unterhaltungsindustrie, gehört es sich für den gewissenhaften, fleissigen Chronisten, der Sache nachzugehen. Was gar nicht so einfach ist.

Das Gerücht ist folgendes: In Lausanne sei es zu einem so heftigen Streit zwischen Ersatz-Torhüter Luca Boltshauser (27, Vertrag bis 2021) und Nationalstürmer Joël Vermin (28, Vertrag bis 2022) gekommen, dass der Kabinenfrieden wahrscheinlich nicht mehr zu retten sei.

Wahr oder einfach nur dummes Gerede? Eishockey ist ein Sport der rauen Kerle. Da fliegen halt schon mal die Fetzen. Trotzdem: Die Frage geht an Thierry Meyer, den Kommunikationsdirektor des HC Lausanne. Wie es sich bei Anfragen über den Röstigraben hinüber gehört, in der Landessprache. In meinem holprigen, bescheidenen Schulfranzösisch.

Lausanne's goaltender Luca Boltshauser waits, during the Champions Hockey League game between Lausanne HC and Yunost Minsk, at the ice stadium Yverdon, in Yverdon-Las-Bains, Switzerland, Friday, September 6, 2019. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Luca Boltshauser. Bild: KEYSTONE

Bonjour Monsieur Meyer

On vient me dire qu'il y avait certaines perturbations atmosphériques dans les casiers de Lausanne – pour le dire diplomatiquement. Surtout entre Luca Boltshauser et Joël Vermin. Par conséquent, il est très probable que le HC Lausanne se séparera des joueurs

Que dit-il le directeur de la communication du HC Lausanne de ces informations?

Merci pour votre avis.

Les Salutations les meilleurs de la Suisse alémanique ensoleillée

Klaus Zaugg

Die Antwort hilft auf der Suche nach der verborgenen Kabinen-Wahrheit auch nicht viel weiter.

Bonjour Monsieur Zaugg

Nous ne faisons aucun commentaire.

Meilleures salutations,
Thierry Meyer

Kein Kommentar also. Die «Allzweckwaffe» aller Kommunikationsgeneräle. Kein Dementi. Aber auch keine Bestätigung. Sollen wir nun die ganze Geschichte vergessen? Nein, das wäre doch zu schade. Und nach ungefähr 20 Telefonaten ins In- und Ausland, längeren und kürzeren und in mehreren Fremdsprachen und alle unter dem siebenfachen Siegel der Verschwiegenheit sagt einer: «Ihre Information ist richtig. Es ist zwischen Luca Boltshauser und Joël Vermin zum Eklat gekommen. Warum, ist unerheblich. Ich denke, dass die Sache für Vermin Konsequenzen haben wird.» Und zwei, die es zu schätzen wissen, dass ihr Name nicht erwähnt wird, ergänzen: «Wir beobachten die Entwicklung in Lausanne aufmerksam …»

Aha. Also doch. Weitere zwei Gewährsleute bestätigen die Information. Gemeldet wird nun auch, dass diskret neben Joël Vermin weitere Spieler (Tyler Moy, Etienne Froidevaux) «angeboten» worden sind. Die Frage ist aber: Wenn es denn tatsächlich zwischen Luca Boltshauser und Joël Vermin zu einem Eklat gekommen sein sollte – warum kommt dann der bessere, teurere und wichtigere Spieler mit dem länger laufenden Vertrag (Vermin) auf den Markt?

Wieder viele Telefonate. Bis einer, der sich im Fuchsbau des HC Lausanne sehr, sehr gut auskennt und dessen Name meiner Vergessenheit anheimgefallen ist, erklärt: «Wenn es zu einem Konflikt kommt, dann ist es manchmal zur Wiederherstellung des Friedens in der Kabine besser, nicht den vermeintlich schwächeren, sondern den stärkeren Spieler zu opfern.»

Ein Sturm im Wasserglas oder das Geschirr in der Kabine zerschlagen? Joël Vermin, WM-Silberheld von 2018, gehört zu den komplettesten und teuersten Stürmern mit Schweizer Pass (letzte Saison 25 Punkte in 47 Spielen). Niemand weiss, ob und unter welchen Voraussetzungen die neue Saison beginnen wird. Sogar Titanen wie der SC Bern und der EV Zug haben einen Einstellungsstopp verordnet. Keine guten Zeiten also, um einen Star mit weiterlaufendem Vertrag und hohem sechsstelligen Jahressalär von der Lohnliste zu bekommen.

Aber immerhin ein wenig Hollywood und ein interessanter Beitrag zum Hockey-Sommertheater 2020. Affaire à suivre.

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33 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
JtotheP
22.07.2020 00:03registriert February 2018
Insiderinfo:
Vermin hat Luca zwei mal eine +4 im Uno gedrückt.
3004
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Zum Kommentar
Zanzibar
21.07.2020 20:55registriert December 2015
Hat er ihm die Frau ausgespannt?
2844
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magnet1c
21.07.2020 21:04registriert May 2018
Hört sich verdächtig nach einer Geschichte mit einer oder der falsvhen Frau an. Lausanne scheint ein gutes Pflaster für etwas Drama zu sein 😎
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Zum Kommentar
33

Eismeister Zaugg

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