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Enttaeuschte Gesichter bei Langnau mit Langnau's Philippe Seydoux, 2.v.l., nach dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und den SCL Tigers am Samstag, den 6. Januar 2018 in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Christian Merz)

Das Glück fand Philippe Seydoux (Zentrum) bei den Tigers nicht. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Absteiger Kloten rüstet auf: Schillerfalter Philippe Seydoux kommt

Klotens neuer Sportchef Felix Hollenstein macht Nägel mit Köpfen: er hat Verteidiger-Schillerfalter Philippe Seydoux (33) für zwei Jahre verpflichtet.



Er ist eines der vergessenen und verkanntengrossen Talente unseres Hockeys. Philippe Seydoux, einst Junior beim SC Bern, später NHL-Draft (2003 Nr. 100 Ottawa) hatte oft das Pech, zum falschen Zeitpunkt beim falschen Team oder Trainer zu sein und immer wieder haben ihn Verletzungen zurückgeworfen.

Tigers Philippe Seydoux laesst den Kopf haengen, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und dem EHC Kloten, am Samstag 3. Maerz 2018 in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Seydoux war oft zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Bild: KEYSTONE

Er hat schon für den SCB, Kloten, Gottéron, Biel, Lausanne, Langenthal und letzte Saison für die SCL Tigers verteidigt. Die Langnauer wollten ihn nicht mehr. Obwohl er in 48 Partien immerhin 9 Punkte produziert hatte. Fast schien es, als sei nun die Karriere zu Ende.

Zum Glück nur fast. Philippe Seydoux wird noch mindestens zwei Jahre weiterspielen. Er hat soeben in Kloten einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Ein guter Transfer für den Absteiger.

Felix Hollenstein an der Medienkonferenz nach ihrem Abstieg, aufgenommen am Donnerstag, 26. April 2018, in Glattfelden.  (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Sportchef Felix Hollenstein holt Seydoux zu sich. Bild: KEYSTONE

Der Nonkonformist

Philippe Seydoux ist auf und neben dem Eis ein Nonkonformist. Mit dem Hang, die spielerischen Fähigkeiten zu überschätzen und zu grossen Risiken einzugehen, hat er sich gar oft den Zorn des Trainers zugezogen. Aber er ist eben ein kreativer Spieler, ein Künstler und an einem guten Abend ist er ein spektakulärer Offensiv-Verteidiger.

Die Swiss League ist die perfekte Liga für ihn. Für Langenthal hat er vorletzte Saison in 35 Qualifikationspartien sage und schreibe 32 Punkte produziert – eine Saison, die ihm den soeben ausgelaufenen Zweijahresvertrag in Langnau eingetragen hat.

Langenthals Marc Kaempf, links, und Philippe Seydoux, jubeln zum 1:0, im Eishockey Cup 1/16 Final Spiel zwischen dem SC Langenthal aus der NLB, und dem SC Bern aus der National League A, am Mittwoch 30. September 2015 in der Schorehalle in Langenthal. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bei Langenthal jubelte Seydoux bei 32 Punkten mit. Bild: KEYSTONE

Keine Frage: diese Leistung wird er auch in Kloten abrufen können. Er macht das Powerplay besser und das Offensivspiel unberechenbarer – ein Offensiv-Verteidiger der oberen Hubraumklasse in der zweithöchsten Liga.

Nun sehen wir die Konturen des neuen Teams beim Absteiger. Gelingt es Felix Hollenstein, noch einen guten Torhüter und zwei erstklassige Ausländer zu verpflichten, dann sind die Klotener dazu in der Lage, die Swiss League zu gewinnen und im nächsten Frühjahr um den Aufstieg zuspielen.

Ajoie hat zwar vorerst die Freigabe von Dominic Nyffeler (er ist der Bruder von Lakers-Schlussmann Melvin Nyffeler) abgelehnt, bzw. mit einer sechsstelligen Ablösesumme blockiert. Aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Dominic Nyffeler möchte aus familiären Gründen wieder heim ins Zürichbiet – und wenn er das in Ajoie dem Präsidenten ehrlich und bestimmt erklärt, wird er eine Freigabe erhalten. Aber es braucht das persönliche Gespräch. Sein Agent kann das nicht regeln.

Drum sind die Klotener in der Nati B: Die besten Jubelbilder der Rapperswil-Jona Lakers

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