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Sven Leuenberger, Sportchef des SC Bern aeussert sich an einer Medienkonferenz am Montag 16. August 2010 in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Sven Leuenberger mit Sorgenfalten. Bild: KEYSTONE

Nationalverteidiger auf dem Markt

Eismeister Zaugg

Eric Blum verlässt Kloten und bringt das SCB-Management unter Druck

Nationalspieler Eric Blum (27) verlässt Kloten nach vier Jahren definitiv und bringt SCB-Sportchef Sven Leuenberger unter Druck. 



Weil ihm die Kloten Flyers keine Freigabeklausel für einen Auslandtransfer zugestehen, hat Nationalverteidiger Eric Blum seinen Vertrag in Kloten nicht verlängert. Klotens Hoffnung, dass es vielleicht doch gelingen könnte, Blum zu halten, lebte indes weiter. 

Nun bestätigt sein Agent Georges Müller auf Anfrage, dass es definitiv keine Vertragsverlängerung geben wird. «Wo er nächste Saison spielen wird, ist offen. Fest steht nur, dass er nicht für Kloten spielen wird.»

Eishockeyspieler Eric Blum waehrend der Kleiderabgabe von Swiss Olympic am Dienstag, 4. Februar  2014, in Luterbach. Die fuer die Olympischen Winterspiele in Sotschi selektionierten Eishockeyspieler holen heute ihre offzielle Teamkleidung ab. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Das Versteckspiel dauert noch an bei Nationalspieler Eric Blum. Bild: KEYSTONE

Das fehlende Puzzleteil für den SCB?

Bis Ende Saison werden keine Verhandlungen geführt. Klar ist aber, dass Eric Blum der perfekte Transfer für den SC Bern wäre. Erstens von seiner Persönlichkeit und seinem Alter her und zweites ist Blum genau der spielstarke Lauf- und Tempoverteidiger, den der SCB braucht. 

SCB-Sportchef Sven Leuenberger steht damit unter maximalem Druck: Noch ist ihm im Hinblick auf die nächste Saison kein grosser Transfer gelungen. Der einzige namhafte Zuzug ist Luganos Rumpelstürmer Thomas Rüfenacht (29). Ein Ergänzungsstürmer. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. 

Portrait des HC Lugano-Spielers Thomas Ruefenacht, aufgenommen im August 2013 in Lugano, Schweiz. (KEYSTONE/HC Lugano/IJO)

Wie das Aussehen, so die Spielart; Thomas Rüfenacht. Bild: HC LUGANO

Wenn nun Eric Blum zu haben ist und nicht zum SCB wechselt, dann wird die Kritik an SCB-Sportchef Sven Leuenberger und SCB-Manager Marc Lüthi schärfer. Denn: Wenn das grösste Hockeyunternehmen des Landes nicht dazu in der Lage ist, einen Schlüsseltransfer über die Bühne zu bringen, dann hat das Management in einem wichtigen Bereich wiederholt versagt: Der Blum-Transfer kann ja am Ende nicht am Geld scheitern. 

Eric Blum ist ein Thema beim SCB

Die SCB-Führung ist sich bewusst, dass es jetzt Investitionen in die erste Mannschaft braucht. Leuenberger weiss, wie heikel der ganze «Blum-Handel» ist. Er sagt: «Wir machen keine Wasserstandsmeldungen über Transfers.» Räumt aber immerhin ein: Ja, «Eric Blum ist bei uns ein Thema.»

Wenn Eric Blum nicht zum SCB wechselt, dann wird die Suche nach einer Antwort auf die Frage «Wir sind im Selbstverständnis die Nummer 1 - warum gelingen uns trotzdem keine grossen Transfers mehr?» eine schwere SCB-Führungskrise auslösen.

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Eismeister Zaugg

Joe Thornton kann nächste Saison mit Davos spielen – wenn er will

Am Samstag ist NHL-Star Joe Thornton (41) in Davos eingetroffen. Er kann nächste Saison für den HC Davos spielen. Sofern er das wünscht. Er hat den Schweizer Pass und würde keine Ausländerlizenz beanspruchen.

Seit der Saison 2004/05 ist Joe Thornton ein Teil der HCD-Kultur. Er verbrachte damals die verlorene NHL Saison («Lockout») zusammen mit Rick Nash und Niklas Hagmann bei Davos, feierte den Meistertitel und den Spengler Cup-Triumph. In 40 Partien produzierte er 54 Punkte und in den Playoffs schwebte er über dem Eis: 29 Punkte in 14 Partien. Beim zweiten Lockout (2012/13) kehrte er erneut zum HCD zurück (33 Spiele/36 Punkte).

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