Sport
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***SPERRFRIST DI, 15.01.2019, 10:15 UHR*** DER SCHWEIZER HEIMATSCHUTZ ZEICHNET DIE STADT LANGENTHAL (BE) MIT DEM WAKKERPREIS 2019 AUS. DAZU STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Exterior shot of the municipal theatre of Langenthal, in the Canton of Bern, Switzerland, on September 17, 2018. Built between 1914 and 1916, the Langenthal municipal theatre figures in the inventory of buildings worthy of protection.  (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Aussenaufnahme des Stadttheaters Langenthal, am 17. September 2018 in Langenthal, Kanton Bern. Das in den Jahren 1914 bis 1916 erbaute Stadttheater Langenthal figuriert im Inventar schuetzenswerter Bauten. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Das Stadttheater in Langenthal: Eishockey ist hier nicht sonderlich beliebt. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Langenthal – eine Stadt will kein Hockey und die «Klubgeneräle» merken es nicht

Der SC Langenthal, Titelverteidiger in der Swiss League, hat an der Urne die schwerste Niederlage seit dem Wiederaufstieg von 2002 erlitten. Eishockey hat in Langenthal keine Zukunft mehr.



Zwei Ortschaften im Kanton Bern. Zwei Hockey-Geschichten auf zwei völlig verschiedenen Hockeywelten.

In Langnau, einer der finanziell schwächeren Gemeinden im Kanton Bern (rund 10'000 Einwohner) bewilligt das Stimmvolk im Sommer 2011 mit mehr als 70 Prozent Ja-Stimmen einen Kredit in der Höhe von 15 Millionen für die Sanierung des Stadions.

In Langenthal, einer der finanzstärksten Gemeinden im Kanton Bern (rund 16'000 Einwohner) hat es das Stimmvolk soeben abgelehnt, die Eismiete für den Nachwuchs des SC Langenthals im stadteigenen Stadion um 125'000 Franken zu senken (nur 45,43 Prozent Ja-Stimmen). Das Stadtparlament hatte grünes Licht gegeben, aber im Handumdrehen waren die notwendigen Unterschriften gesammelt, um das Geschäft vors Volk zu bringen.

In Langnau gab es eine überwältigende Mehrheit in schwierigsten Zeiten. Zuvor schon hatte damals das Gemeindeparlament einen zinslosen Kredit in der Höhe von 800'000 Franken bewilligt, um die SCL Tigers vor dem Konkurs zu bewahren.

ARCHIVBILD ZUM VERZICHT DES SC LANGENTHALS AUF DIE LIGAQUALIFIKATION, AM FREITAG, 5. APRIL 2019 - Langenthals Spieler den Swiss League Schweizer Meistertitel, nach dem vierten Playoff Finalspiel der Swiss League, zwischen dem SC Langenthal und dem HC La Chaux de Fonds, am Mittwoch 3. April 2019 auf der Eisbahn Schoren in Langenthal. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Trotz sportlichen Erfolgs will die Stadt Langenthal ihren Hockeyklub nicht unterstützen. Bild: KEYSTONE

In Langenthal gab es am Sonntag eine krachende politische Niederlage in Zeiten des allerhöchsten Ruhmes. Nie war der SC Langenthal besser als in den letzten zehn Jahren. Dreimal wurde die Meisterschaft der zweithöchsten Liga gewonnen (2012, 2017, 2019) und nie war der Nachwuchs besser. Er ist von der Liga mehrmals für hohe Qualität prämiert worden und einer (Sven Bärtschi) hat es aus dem Langenthaler Nachwuchs sogar bis in die NHL gebracht.

Wir sehen: Eishockey rockt in Langnau. Eishockey lahmt in Langenthal. Erstaunlicherweise hoffen Langenthals lokalpolitisch naive «Hockeygeneräle» immer noch auf ein neues Stadion. Wenn schon ein Support für den Nachwuchs vor dem Volk keine Gnade findet – wie soll dann die nächste Abstimmung über einen Planungskredit für ein neues Stadion und später über einen Zustupf aus der Steuerkasse für den Stadionbau gewonnen werden?

Der Grund für die Unterschiede zwischen Langnau und Langenthal ist einfach. In Langnau ist Eishockey (Klubgründung 1946) so wichtig, dass es sich kein Politiker leisten kann, gegen die SCL Tigers zu sein. Die SCL Tigers werden auch von den anderen Sportklubs im Dorf akzeptiert. In Langnau ist der Präsident des Hockeyclubs (Peter Jakob) eine Identifikationsfigur von allerhöchster Glaubwürdigkeit.

In Langenthal ist Eishockey (Klubgründung 1946) so unwichtig, dass sich jeder Politiker leisten kann, gegen Eishockey zu sein. Der SC Langenthal weckt bei den anderen Sportvereinen Neid und politisiert wird nach dem Motto: Alles, was für den SCL nicht bewilligt wird, kommt uns vielleicht zu Gute.

ARCHIVBILD ZU DEN MUTATIONEN BEI GC --- GC-Praesident Stephan Anliker, links, und CEO Manuel Huber, rechts, nach der Niederlage beim Fussballspiel der Super League Grasshopper Club Zuerich gegen den FC St. Gallen .im Stadion Letzigrund in Zuerich am Samstag, 14. April 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Das Engagement bei GC hat Stephan Anlikers Stellung in Langenthal nicht gut getan. Bild: KEYSTONE

Eine gewisse lokalpolitische Naivität der Langenthaler Hockeymacher spielt ebenfalls eine Rolle. Der Schöpfer des erfolgreichen SC Langenthal ist der Architekt Stephan Anliker. Er hat zwar inzwischen das Präsidium seinem ehemaligen Geschäftsführer Gian Kämpf überlassen. Aber im Stimmvolk und an den Stammtischen ist der SC Langenthal Anlikers Hockeyfirma. Wenn nun der wichtigste Mann des lokalen Hockeys sein Geld auch in ein marodes Fussballunternehmen in Zürich investiert (Fussball-GC) so ist das sein gutes Recht. Aber will ich dann als Stimmbürgerin oder Stimmbürger Steuergelder für «seinen» Hockeyclub bewilligen? Damit er womöglich noch mehr Geld bei GC «verlochen» kann? Das ist natürlich völlig überzogen, unsachlich und polemisch. Aber so funktioniert lokale Politik. Ausser den Verantwortlichen des SC Langenthal haben das alle kapiert – vor allem die politischen Gegner des Langenthaler Hockeys.

2031 wird das Kultstadion im Schoren so oder so abgerissen. Der Baurechtsvertrag läuft aus und wird nicht mehr erneuert. Ohne neues Stadion gibt es also in Langenthal kein Profi-Eishockey mehr. Oder doch? Es gibt eine Lösung. Aber noch steht der «Dörfligeist» dieser kühnen Lösung im Wege.

15 Kilometer südlich von Langenthal – oder 20 Minuten mit dem Auto oder mit der Eisenbahn – steht in Schwarzenbach bei Huttwil eine Sportanlage mit Hockeystadion, die für ein Team der Swiss League geradezu perfekt wäre. Hier sind bereits Eishockey-Länderspiele ausgetragen worden.

Weg von der Stadionplanung unter städtischer Federführung und mit öffentlicher Finanzierung, hin zu privater Initiative. In Langnau ist ein privater Stadion-Investor für 15 Millionen Franken gefunden worden. Das müsste im ungleich reicheren, wirtschaftlich stärkeren Oberaargau eigentlich auch zu machen sein. Mit einer Investition von weniger als 10 Millionen lässt sich das bereits vorhandene Stadion auf allerhöchsten Standard für die Swiss League ausbauen. Langwierige Einspracheverfahren wie sie bei allen Stadionprojekten in Langenthal programmiert sind, gibt es hier nicht mehr. Abstimmungen, die in Langenthal nicht zu gewinnen sind, braucht es nicht.

Ja, der Besitzer dieser Anlage ist sogar an einem Verkauf interessiert. Mit einer Investition von rund 30 Millionen könnte hier ein Eisportzentrum mit nationaler Ausstrahlung und zwei Eisfeldern entstehen, ähnlich wie in Pruntrut (HC Ajoie). Mehr noch: Langnau, der SCB und Biel könnten hier neben dem SC Langenthal gemeinsam ein Farmteam betreiben. Ein kühnes Projekt, das privat finanziert werden müsste. Aber unmöglich gilt erst, wenn es nicht versucht worden ist.

Das Sportzentrum in Huttwil, aufgenommen am Samstag, 19. Dezember 2015. Am Dienstag informierten die kantonale Polizei- und Militaerdirektion und die Einwohnergemeinde Huttwil gemeinsam, dass im Sportzentrum ein Zentrum fuer bis zu 100 Asylsuchende entsteht. Vorgesehen ist es, um die Ankunft von unbegleiteten minderjaehrigen Asylsuchenden (UMA) besser zu strukturieren. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Das Sportzentrum Huttwil. Hat der SCL hier eine Zukunft? Bild: KEYSTONE

Alles denkbar, alles machbar, alles möglich und eine gewaltige Aufwertung des Eishockeys im Bernbiet. Ein Gegengewicht zur Hockey-Akademie in Zug. Und letztlich auch eine Aufwertung der Region Oberaargau, von der die Lokalpolitiker bei jeder passenden Gelegenheit fabulieren.

Wir leben in Zeiten der Globalisierung. Aber wenn die Globalisierung über die eigene Dorfgrenze hinausgeht, ist es damit bereits vorbei. Die Idee, das Heimstadion um 20 Kilometer zu verlegen, stösst bei den Verantwortlichen des SC Langenthals rundweg auf Ablehnung. Der Grundtenor: Es sei absolut undenkbar, dass dann noch Zuschauerinnen und Zuschauer kämen. Wir können es auch so sagen: Langenthal – eine Stadt will kein Hockey und die «Klubgeneräle» merken es nicht. Wollen es nicht wahrhaben.

Bereits jetzt mobilisiert der SC Langenthal als Titelverteidiger (!) pro Heimspiel im Schnitt bloss 2140 Fans und füllt die altersschwache Arena nicht einmal mehr zu 60 Prozent. Langenthal will halt kein Hockey. Weniger kämen bei einer Verlegung des Standortes wohl kaum. Viel eher wäre es eine Chance, den SC Langenthal auf eine breitere Basis («SC Oberaargau») zu stellen.

Das Stimmvolk mag in Langenthal nicht einmal 125'000 Franken für die Junioren bewilligen. Nach dieser politischen Niederlage ist klar, dass es in Langenthal auch kein neues Stadion geben wird.

Der SC Langenthal hat zwei Möglichkeiten: die Flucht nach vorne, den kühnen Wurf, den Wegzug aus der Stadt, die Hockey nicht haben will – oder der «Rückbau» des Hockeyunternehmens, der Abstieg bis hinunter in die 1. Liga.

In Langenthal sind mittelfristig nicht einmal mehr die infrastrukturellen Voraussetzungen für die MySports League gegeben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Score 11.02.2020 09:12
    Highlight Highlight Ich kann das schon verstehen. Schliesslich ist bekannt das Anliker rund 3 Mio pro Jahr in GC verlocht hat. Klar, der wollte vor allem Fuss in Zürich fassen mit seiner Firma (was er auch geschafft hat). Von daher hat sich das für ihn indirekt wohl gelohnt (auf Kosten des GC und uns Fans, aber das ist eine andere Geschichte).

    Als Langenthaler würde ich aber auch die Rechnung machen, drei mal 3 Mio = 9 Mio, geteilt durch 125'000 ergäbe 72 Jahre Nachwuchsförderung... (und es waren mehr als drei Jahre und mehr als 9 Mio)
    • FaLa02 11.02.2020 11:25
      Highlight Highlight Solche Vergleiche sind schlicht haltlos.
      Anliker ist Unternehmer und zumindest einer jener, welche Geld in Sportklubs investieren.
      Ich als Langenthaler schaue auch auf alle die Beträge welche er über alle
      Jahre in den Klub und den Nachwuchs investiert hat,
      Defizite welche er einfach beglichen hat.... und die Beträge, welche er auch heute noch immer einwirft
      Und zwar nicht nur in den SCL sondern auch in andere Langenthaler Sportklubs.....
    • FaLa02 11.02.2020 11:47
      Highlight Highlight Anliker war und ist in Langenthal eine Reizfigur.., zu der wirst du aber nur wenn du dich öffentlich engagierst und Verantwortung übernimmst..., wer nichts tut wird auch nie aneggen!
      Wer etwas tut wird es nie allen recht machen können!

      Er ist beim SCL aus Sicht der Langenthaler Bevölkerung sowie wohl auch in Zürich aus Sicht der GC Gefolgschaften noch immer ein praktisches vorgeschoben Problem und dient dem einen oder andern doch auch ideal, um seine eigene Sichtweise nicht hinterfragen zu müssen.

      Der SCL muss seinen Weg gehen, ohne all zu sehr auf den Rückhalt der Bevölkerung zu hoffen.
    • kasparino_01 11.02.2020 13:36
      Highlight Highlight Der SCL soll seinen Weg gehen, aber bitte ohne Steuergelder. Es ist nicht an der öffentlichen Hand, Spitzensport- Organisationen zu subventionieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FaLa02 10.02.2020 15:57
    Highlight Highlight Und die Moral von der Geschicht,....... dass man dank dem SCL zumindest wieder einmal über Langenthal spricht........
  • InfulänzerAufInstagähn 10.02.2020 15:31
    Highlight Highlight "In Langenthal sind mittelfristig nicht einmal mehr die infrastrukturellen Voraussetzungen für die MySports League gegeben." - Schaut zur Hirslen vom EHC Bülach.... "Nun, ja..."
  • uhl 10.02.2020 14:18
    Highlight Highlight Wenn sie Eishockey spielen, machen die Jungen nichts dümmeres. Eien überspitzte, etwas veraltete Ansichtsweise das gebe ich zu. Aber ist es nicht so? Zumal bekannt ist, dass in der SCL-Nachwuchsabteilung sehr seriös gearbeitet wurde.
    Aber lieber "Nein" sagen und dann über die Jungen motzen.
  • kasparino_01 10.02.2020 13:12
    Highlight Highlight Erstens: Es handelte sich um 125'000.- welche jährlich an die KEB zugunsten des SCL- Nachwuchses überwiesen werden sollten, nicht wie vielleicht aus dem Artikel gelesen werden kann, um eine einmalige Zahlung. Dies nicht einmal zeitlich limitiert, oder an sonstige Auflagen gebunden.
    Zweitens: Wie schon erwähnt, ist der grösste Teil des Nachwuchses nicht aus Langenthal selber, sondern aus den umliegenden Gemeinden. Diese beteiligen sich null an den Kosten ihrer Kinder
    • FaLa69 10.02.2020 15:04
      Highlight Highlight Diese Zahlungen sind limitiert , bis zum Einzug in eine allfallige neue Arena....es tut sicher vielen Leid, dass dies in der Botschaft nicht prominenter erwähnt wurde......aber auch die Gegner waren darüber infromiert......Anyway wir sprechen über Langenthal....heisst : SCL Vollgas weitermachen und nicht mit einer breiteren Unterstüzung rechnen...es werden bessere Zeiten kommen und sonst geht man zumindest mit wehenden Fahnen unter......
    • Marco Flury 10.02.2020 19:56
      Highlight Highlight Wenn eine Schule in Langenthal renoviert werden sollte, dann verargumentierst Du ein Nein auch damit, dass einige Eltern nicht in Langenthal Steuern zahlen? - Finde ich ein schwaches Argument.

      Zudem: In wiefern wurden die umliegenden Gemeinden denn überhaupt gefragt? Hauptsache mal ablehnen... *kopfschüttel*
    • kasparino_01 11.02.2020 13:35
      Highlight Highlight Für jeden auswärtigen Schüler wird die Stadt von der Wohngemeinde entschädigt.
      Für die Kulturhäuser (Theater, Museum, Bibliothek, etc.) erhält die Stadt von den umliegenden Gemeinden Beiträge.
      Es wäre am SCL, entsprechende Leistungsverträge mit den umliegenden Gemeinden abzuschliessen (so wie es die Musikschule macht), nicht an der Stadt Langenthal.
  • messiah 10.02.2020 10:57
    Highlight Highlight Kein Wunder ist es nicht möglich das Stadion zu füllen. Die Polizei in Langenthal ist eine her unangenhmer Zeitgenosse und verteilte in den letzten Jahren dutzende Stadionverbote, die andernorts nicht mal zur Debatte stehen würden...
  • magnet1c 10.02.2020 10:19
    Highlight Highlight Schade um den SC Langenthal. Die engstirnige und bünzlihafte Gemeinde wird ihren Teil dazu beitragen, dass der SC Langenthal mittelfristig aus der NLB verschwindet oder sogar völlig in dir Bedeutungslosigkeit fällt.
  • cal1ban 10.02.2020 09:12
    Highlight Highlight Ein Argument wurde vergessen, nicht mal die Hälfte der Kinder und Jugendlichen wohnt in Langenthal. Sollen doch Anliker, Trösch und Ammann das Portemonnaie aufmachen.
    • magnet1c 10.02.2020 11:04
      Highlight Highlight Sie beschreiben in etwa den normal Fall eines jeden grösseren Vereins, welcher nicht im hintersten Loch ist.
    • cal1ban 10.02.2020 12:03
      Highlight Highlight Die Stadt Langenthal hat ein strukturelles Budgetdefizit in der Höhe von über Fr. 3 Millionen. Nur rund 50 der 300 Juniorinnen und Junioren sind in Langenthal wohnhaft. Es liegt einfach nicht drin, den Unterstützungsbeitrag zu verdoppeln.
    • maylander 10.02.2020 12:28
      Highlight Highlight Das Argument von cal1ban macht schon Sinn. entweder beteiligen sich auch die anderen Gemeinden an der Verbilligung oder sie stellen gleichwertige Sport oder Kulturangebote den Langenthalern zur Verfügung.

      An den meisten Orten ist zudem das Eis knapp. Curler und Eiskunstläufer sollten auch angemessenen Eiszeit bekommen. Zudem noch Zeit für freien Eislauf und "Chneble". Wenn dann Ein Verein über Gebühr subventioniert wird kann das auf Unverständnis stossen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Finn1 10.02.2020 09:04
    Highlight Highlight Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen mal selber hinfragen. Dies gilt vorallem für die "Trainer" quer durch die Juniorenabteilung. Bsp: am Weekend spielten die U13-Elite gegen die SCB-U13. Resultat: 1-26 für Bern! Die Langenthaler sind nur mit zahlreichen Strafen aufgefallen, und das in dem Alter. Ich kenne einige dieser Junioren und SO schlecht wären die nicht. Aber mit diesen Trainingsmetheden und dieser Spieltaktik kommen dann solche Resultate zustande. Diese Abstimmung ist nicht gegen die Kinder, sondern ein "Schuss" gegen die SCL-Nachwuchs-Verantwortlichen. Ein Bravo dem Stimmvolk
    • Steven86 10.02.2020 12:56
      Highlight Highlight Schon ein wenig kleinkariert diese Denkweise. Im Nachwuchssport geht es auch um den Spass und das die Kinder Sport treiben. Wenn der Club die Konsequenz zieht und wirklich den Trainingsbetrieb in eine anderen Stadt weiterführt, ist das Nein ein Tritt gegen die Jugend.
    • uhl 10.02.2020 14:21
      Highlight Highlight Absolut jeder, der in irgendeiner Weise mit Sport verbunden ist, weiss, dass es in U13-Kategorien nicht um Resultate geht.
      Und es gibt soviele Gründe, die dafür sprechen, da reicht die Zeichenanzahl in diesem Kommentarfeld nicht aus.
    • Hühne Bueber 10.02.2020 14:38
      Highlight Highlight Lieber Finn
      Anstatt hier deinen Frust runterzuschreiben solltest du dich besser bei den Verantwortlichen des SCL melden. Es werden immer Nachwuchstrainer und Betreuer gesucht, die praktisch die ganze Freizeit gegen ein Butterbrot opfern....dein Fachwissen wäre anscheinend gefragt...aber auf der Tribühne oder in der Stadionbeiz kannst du nichts beitragen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Palpatine 10.02.2020 08:53
    Highlight Highlight Ich könnte es ja irgendwie noch verstehen, wenn das Geld für die erwachsenen Profis hätte gesprochen werden sollen. Aber hier geht es um den Nachwuchs! Es fallen mir nicht viele Möglichkeiten ein, um Steuergeld sinnvoller auszugeben, als für den sportlichen Nachwuchs. *Kopfschüttel*
  • Yorik2010 10.02.2020 08:29
    Highlight Highlight Sind die Nein-Sager in Langenthal einfach nur doof oder wissen sie es nicht besser. Wie kann ein einigermassen intelligenter Mensch ein Projekt das in erster Linie den Junioren zugute kommt ablehnen? Dass das Geld wieder in die Stadtkasse zurückgeflossen wäre (Eismiete) haben die Einfaltspinsel nicht geschnallt, nun denn, Dummheit wird irgendwann bestraft!
    • Makatitom 10.02.2020 13:54
      Highlight Highlight Langenthal hatte schon Stadträte der PNOS 😉
  • Töfflifahrer 10.02.2020 08:14
    Highlight Highlight Scheint so als je besser es einer Gemeinde geht, desto grösser der Neid.
    Schade, dass Neid und Missgunst den Jungen mal wieder ein Betätigungsfeld genommen wird.
    Geht in der Oberaargau und stiert nicht lange rum. Echt die machen sich Gedenken wegen mangelnder Zuschauer? Die einzige Chance schein hier ein Umzug zu sein, dort wo man Eishockey will.
    • kasparino_01 11.02.2020 13:41
      Highlight Highlight Die Neid- Debatte hat der SCL lanciert: Er bezahle im Vergleich zu anderen Sportorganisationen zu viel für die Nutzung der Infrastruktur.
      Wer ist jetzt also Neidisch auf wen??
  • Jacques #23 10.02.2020 08:04
    Highlight Highlight Wäre Langenthal autonom, wäre auch das Frauenwahlrecht noch nicht Realität. Kleingeist in höchster Ausprägung.
  • DieserNicknamewirdschonverwendet 10.02.2020 07:49
    Highlight Highlight Gehört Huttwil nicht zum Emmital? Es ist auch ganz schön abgelegen und es kann schon sein, dass dann noch weniger Zuschauer kommen würden
    Die Idee liest sich aber, als wäre sie zumindest prüfenswert:)
    • Hoodoo 10.02.2020 10:55
      Highlight Highlight Emmi? Die produzieren doch Joghurt...?
    • Hoodoo 10.02.2020 11:03
      Highlight Highlight Huttwil gehört zum Oberaargau, das Emmental liegt auf der anderen Seite vom Napf.
      Wobei ich die Nachbargemeinde Dürrenroth schon zum Emmental zählt...
    • DieserNicknamewirdschonverwendet 10.02.2020 11:26
      Highlight Highlight Als ich in Huttwil gearbeitet habe, wurde mir von einem dort wohnhaften Arbeitskollegen gesagt, dass sie zum Emmental gehören. Ich habe extra den dort Einheimischen gefragt, weil ich immer mal wieder Oberaargau sowie Emmental gelesen habe. (sorry, habe es irrtümlich in Mundart geschrieben). Anscheinend wissen nicht mal dort Ansässige genau, ob sie nun zum Emmental oder Oberaargau gehören :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • irgendwie so: 10.02.2020 07:44
    Highlight Highlight Ja, es wird schon so sein, dass der SCL in Langenthal nicht den gleich grossen Rückhalt hat in der Bevölkerung wie der andere SCL in Langnau - liegt das vielleicht auch daran, dass Langenthal schlicht mehr zu bieten hat?

    Ich denke, die neue Eissporthalle ist unumstritten, eine Abstimmung darüber erfolgt bald, wir werden sehen.
    Hinsichtlich des anstehenden Neubaus einer Eissporthalle war die Frage nach der zeitlich unbegrenzten Verdoppelung der Beiträge der Stadt an die Eismiete der Junioren zu viel. Beschränkt auf 3- 5 Jahre oder bis zum Neubau wäre das Resultat wohl anders ausgefallen.
    • FaLa02 10.02.2020 07:59
      Highlight Highlight Genau so war der Beitrag Formuliert.... " bis zum Einzug in die neue Halle = 6-8 Jahre oder halt so lange wie auch die Halle hinaugezögert wird...... seit rund 30 Jahren spricht man nun darüber.......
    • irgendwie so: 10.02.2020 08:11
      Highlight Highlight @FaLa02: Ja, mag sein, dass es so angedacht war - aber leider fehlte so ein Satz in den Abstimmungsvorlagen - und auch wenn, da sind wir uns wohl einig, so richtig erstaunen würde es nicht, ginge es noch einmal 30 Jahre bis die neue Eishalle immer noch nicht da ist....
    • FaLa02 10.02.2020 08:32
      Highlight Highlight Tut mir leid für diesen Formfehler.... man hätte wissen müssen, dass in der CH die Abstimmungsmeinungen primär auf Grund der " das Wichtigste in Kürze" Vorlagebeschreibung, gefällt werden, wer liest schon die ganze Botschaft um sich eine eigene Meinung bilden zu können.....
      Ja da haben sie tatsächlich vergessen das Wichtigste am rechten Ort zu erwähnen.......
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans12 10.02.2020 07:27
    Highlight Highlight Das zeigt einmal mehr, dass Geld welches man nicht hat, oder für welches andere mit ihren Steuern aufkommen, lockerer sitzt. Ein vernünftiger Entscheid.
    • FaLa02 10.02.2020 08:09
      Highlight Highlight Ja Hans12....... für das Stadttheater hat man zig Millionen Steuergelder aufgebraucht, es wir nicht nur annähernd von soviel Kindern und Langenthaler genutzt und es koste auch weiterhin Huntertausende von Steuerfranken jährlich..... in Langenthal herrscht reine Interessenspolitik... Vermutlich von Menschen welche so gestrickt sind wie sie


    • Hans12 10.02.2020 14:02
      Highlight Highlight @FaLa: Das nicht der Punkt. Wenn die Mehrheit Eishockey oder Stadttheater mit Steuergeldern unterstützen möchte, dann muss ich das akzeptieren. Aber leider werden durch komplizierte Konstrukte mit Verlustübernahme Garantien, Zinsgeschenken, Landgeschenken oder Überlassungen, Ertragsversprechen und Ertragsverzichten, Infrastrukturbeteiligungen, Töpfchenlösungen (Bund, Kanton, Gemeinden etc.) solche Projekte dem öffentlichen Diskurs entzogen. Da ist es halt auffällig, dass in Gemeinden mit überdurchschnittlich vielen guten Steuerzahlern die Chancen dafür schlechter stehen.
  • Dr Barista 10.02.2020 07:07
    Highlight Highlight „... ein Eisportzentrum mit nationaler Ausstrahlung...“
    War da in Huttwil nicht mal was in der Art, bis es von sturen Böcken geschlossen wurde?
  • speedy42 10.02.2020 06:54
    Highlight Highlight finde ich echt schade, wenn ich denke,wie letzte saison sich der hc langenthal in die herzen der hockeyfans ganze schweiz gespielt hat, mit einer super leistung und einem genialen torhüter! die idee mit scl tigers , sc bern und ehc biel langenthal als farmteam zu betreiben finde ich klasse, aber wenn in langenthal kein interesse für einen so tollen hockey club da ist um der jugend sinnvolle möglichkeit zu bieten sport zu machen, da sollte der hc langenthal auch den namen wechseln, denn langenthal hat die letzten jahre gute werbung für langenthal gemacht im sport! schade liebe politiker !
    • Blitzableiter 10.02.2020 09:28
      Highlight Highlight Es ist der SC Langenthal.
    • Töfflifahrer 10.02.2020 10:26
      Highlight Highlight Sie haben die Namensänderung bereits teilweise vollzogen :)
  • maylander 10.02.2020 06:49
    Highlight Highlight Den Kantönligeist zur Seite schieben und mit Olten zusammenarbeiten.
    Olten hat das Stadion und Langenthal die sportliche Kompetenz.
    Die Junioren sollten trotzdem unterstützt werden und das Eis kann ja auch von anderen Veteinen/Sportarten genutzt werden.
    • Tavares 10.02.2020 07:28
      Highlight Highlight Langenthal und Olten zusammen arbeiten 😂😂😂
      Ja genau, vorher macht Nordkorea eine offene Grenze zu Südkorea...
    • maylander 10.02.2020 08:02
      Highlight Highlight Da ist die Not noch zu klein. GC Eishockey und der ZSC haben auch fusioniert. GC Hatte viel Geld aber keine Zuschauer und hat den Aufstieg nie geschafft. Der ZSC hatte viele Zuschauer aber kein Geld. Die ZSC Lions sind ja recht erfolgreich geworden.
      Schlussendlich ist die Frage will man so nah beisammen zwei B Klubs oder allenfalls einen Klub im A.
  • bullygoal45 10.02.2020 06:05
    Highlight Highlight Schade um die super Nachwuchsabteilung von Traktor Langenthal. Die wurde schliesslich mehrere Male trotz Zoff im Dorf ausgezeichnet 🏅!
  • Quinn 10.02.2020 06:00
    Highlight Highlight Ich verstehe so manches an diesem Sonntag - und an anderen Abstimmungssonntagen nicht.

    Stadt Bern&Aglo sollte einen eigenen Kanton werden. Bern Land und Bern Stadt denken komplett anders.
    • Curly Turkey 10.02.2020 07:22
      Highlight Highlight Was der zweite Punkt wohl mit einer lokalen Abstimmung in Langenthal zu tun hat?

      Abgesehen davon: Denkst du, das ist in Zürich (Stadtpolitik vornehmlich links, Kanton SVP) anders? Oder in der Waadt mit Lausanne? Machen wir überall zwei Kantone draus, wenn es jemandem nicht passt?
    • Mia_san_mia 10.02.2020 07:38
      Highlight Highlight @Quinn: Das ist auch an anderen Orten so...
    • Beaudin 10.02.2020 11:33
      Highlight Highlight Mia: Da beneide ich die St. Galler für einmal.
  • Couleur 10.02.2020 04:35
    Highlight Highlight Mit den Millionen, die Anliker bei GC versenkt hat, liesse sich wohl schon fast ein Stadion bauen...
    • Töfflifahrer 10.02.2020 10:29
      Highlight Highlight Allerdings kann Anliker sich dort einsetzen wo er will und ist nicht einer von Neid und Missgunst geprägten Gemeinde verpflichtet.
    • kasparino_01 11.02.2020 13:51
      Highlight Highlight Niemand in Langenthal ist neidisch auf Anliker.... weil unbeliebter kann Man (n) fast nicht sein.

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