Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ambri's player Matt D'Agostini celebrate withj teammate the 2-2 goal against Lausanne's player Stephan Tobias, during the preliminary round game of National League A (NLA) Swiss Championship 2019/20 between HC Ambri Piotta and HC Lausanne at the ice stadium Valascia in Ambri, Switzerland, Saturday, February 15, 2020..(KEYSTONE - ATS/Ti-Press/Alessandro Crinari).

Ambri-Piotta ist finanziell fast immer am Limit – nun rollt die nächste Krise auf die Leventiner zu. bild: keystone

Eismeister Zaugg

50 Millionen Franken Krisen-Bundesgelder – auch für die Hockeyklubs?

Die Hockey-Saison ist für Trainer und Spieler zu Ende. Aber nicht für die Manager. Nun geht es um Politik. Um 50 Millionen Franken Krisenhilfe des Bundes für den Spitzensport.



Die Saison ist auf dem Eis gelaufen. Kein Meister und keine Auf- und Absteiger. Für die Trainer und Spieler beginnen die Ferien. Am Montag wird noch verkündet, ob und wie sich die Kandidaten fürs WM-Team fitzuhalten haben. Obwohl niemand mehr damit rechnet, dass die Eishockey-WM (Start am 8. Mai) in Zürich und Lausanne stattfindet. Das wahrscheinlichste Szenario: Die WM wird, wenn die entsprechenden Gremien im Internationalen Verband zustimmen, einfach um ein Jahr verschoben.

Nun geht es nicht mehr um sportliche, sondern um wirtschaftliche Fragen. Können die Klubs in den kommenden Monaten die Folgen der Virus-Krise verkraften? Gibt es Hilfe aus öffentlichen Kassen?

«Wirtschaftlich ist noch nicht absehbar, wo es für die Klubs hingeht. Es wird ganz, ganz, ganz, ganz hart.»

Denis Vaucher, Ligadirektor

Verbandspräsident Michael Rindlisbacher hatte in seiner rührenden Naivität im Alleingang und ohne Absprache mit den Klubs versucht, einen Fonds für die Klubs zu eröffnen, in dem Bund, Kantone und Gemeinden hätten einzahlen sollten. Und dabei nicht bedacht, dass es dafür gesetzliche Grundlagen mit mindestens zweijähriger Vorlaufszeit braucht.

Nun nehmen die Klubmanager die Sache in die Hand. Der Bundesrat hat ein Paket von 10 Milliarden Franken geschnürt. Mit dem Geld sollen die Folgen der Viruskrise abgefedert werden. 50 Millionen Franken davon sind für den Spitzensport vorgesehen. «Ich gehe davon aus, dass dieses Geld in erster Linie den Fussball- und Hockeyklubs zukommt», sagt SCB-Manager Marc Lüthi, mit Bundesbern gut vernetzt.

Nächste Saison drohen erhebliche Ausfälle

50 Millionen Franken Subventionen? Zuschüsse in die Klubkasse? Nein. Lüthi führt aus, es gehe im Grundsatz um die Möglichkeit, zinslose Kredite für Notfälle zu bekommen. Wenn beispielsweise ein Hockeyunternehmen wegen Liquiditätsengpässen in seiner wirtschaftlichen Existenz bedroht ist. Und in einem solchen Falle müssten die Bücher geöffnet werden.

Der Abbruch der Saison führt diese existenzielle Not nicht herbei. Aber wenn es zu einer Wirtschaftskrise kommt, müssen die Klubs für nächste Saison mit erheblichen Ausfällen im Bereich Saisonkarten und Werbung/Sponsoring rechnen. Das kann zu Liquiditätsengpässen führen.

Hart trifft es jetzt schon den SCB, der mit 16 Beizen im Grossraum Bern den Sport quersubventioniert. Gemäss Marc Lüthi führt die soeben verkündete Beschränkung von 50 Personen pro Beiz zu einem Umsatzrückgang von fast 70 Prozent. Er sollte ausloten, ob es vom Bund auch Krisenhilfe für die Gastronomie gibt.

watson Eishockey auf Instagram

Selfies an den schönsten Stränden von Lombok bis Honolulu, Fotos von Quinoa-Avocado-Salaten und vegane Randen-Lauch-Smoothies – das alles findest du bei uns garantiert nicht. Dafür haben wir die besten Videos, spannendsten News und witzigsten Sprüche rund ums Eishockey.

Folge uns hier auf Instagram.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Coronavirus: Was du wissen musst

«Wie Geburtstag ohne Kuchen»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

27
Bubble Diese Diskussion wurde geschlossen.
27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • BaDWolF 14.03.2020 11:58
    Highlight Highlight Jeder Spieler und Vorstand, Rechteinhaber Gross-Sponsoren etc. mit gehobenem Salär könnte was in die Klubkasse abgeben. Müsste reichen. Erstmal im Gesundheitswesen schauen und kmu und selbstständige etc. die Existenz schützen dünkt mich im Moment viel viel wichtiger.
  • AndOne 14.03.2020 11:06
    Highlight Highlight Ich wäre dafür, dass die Clubs den hochbezahlten Spielern 10% des Lohnes kürzen würden. Die Playout Runden wurden nicht gespielt genau so wie die Playoffs, also haben die Spieler auch nicht 100% der Arbeit geleistet.
    Das gesparte Geld dann für Ihre Angestellten ausgeben.
  • Tikkanen 14.03.2020 08:32
    Highlight Highlight ...ja, tatsächlich erleidet der SCB durch die unsägliche Viren-Krise weitaus am meisten Schaden. Dies, weil in Bern jeder ins Hockey fliessende Rappen hart verdient werden muss, es existiert kein Spendierfreudiger Mäzen wie andernorts. Mit Lüthi am Steuer wird der SCB auch diese schweren Zeiten einigermassen schadenfrei überstehen, dank Lüthis Drähten in die massgebenden Hinterzimmer von Politik und Wirtschaft wird er den Super-Tanker durch die stürmische See führen. Auch charakterlich überzeugt Lüthi, stimmte als einziger für die Hipster und zeigte seine wahre Grösse!!

    Item, Schweizermeister
    • Eiswalzer 14.03.2020 12:08
      Highlight Highlight Jaja Herr Tikkanen, wochenlang hörte man von den CBlern verdächtig wenig diesbezüglich. Und jetzt plötzlich kann es nicht genug sein, Connections spielen lassen.
      Mäzene gleich das Böse schlechthin. Aber Staatsgelder fordern: sofort und für jeden Unternehmenszweig, gelle? BERNER LOGIK🤣🤣🤣🤣
    • Mario 66 14.03.2020 12:08
      Highlight Highlight Steckt hinter tikki womöglich am schluss gar nicht KZ, sondern Marc Lüthi 🤔
  • Der Kritiker 14.03.2020 07:48
    Highlight Highlight krisenhilfe für spitzenverdiener!
  • Scrat 14.03.2020 00:58
    Highlight Highlight Müssen wir wirklich bereits jetzt solche finanziellen Grabenkämpfe aufführen, oder wäre es nicht gescheiter, zuerst dort zu beginnen, wo es wichtig und sinnvoll ist: die Ausbreitung des Virus einzudämmen und gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen? Scheint aber typisch Schweiz zu sein: immer zuerst an Profit zu denken.
  • Pana 14.03.2020 00:21
    Highlight Highlight "Das wahrscheinlichste Szenario: Die WM wird, wenn die entsprechenden Gremien im Internationalen Verband zustimmen, einfach um ein Jahr verschoben."

    Blitzt nur weiter 😗
    Benutzer Bild
    • Nummelin 14.03.2020 08:45
      Highlight Highlight Und jetzt wötsch en Pokal???
    • Pana 14.03.2020 14:57
      Highlight Highlight Der Coronapokal ist ja eher verpönt. Mir geht es um Ehre und Rum.
    • Team Insomnia 15.03.2020 08:36
      Highlight Highlight @Pana: Rum ist lecker 😉👍
  • äti 13.03.2020 23:46
    Highlight Highlight Ich dachte immer, Eishockeyclubs sind Milliardärsclubs.
    • MARC AUREL 14.03.2020 09:11
      Highlight Highlight Gewisse Klubs schon...
    • Eiswalzer 14.03.2020 11:59
      Highlight Highlight Märci:
      Awww 🥰 Eine zweite Dose Mitleid für dich...
  • c_meier 13.03.2020 22:37
    Highlight Highlight lieber Eismeister, lass das Eis mal einige Tage abtauen bevor es neue Berichte gibt...
    merci und alles Gute
    • W.G. 13.03.2020 22:53
      Highlight Highlight Musst es ja nicht lesen, wenn du es nicht erträgst.
    • Bruno Wüthrich 13.03.2020 22:59
      Highlight Highlight Aber dann hätten Sie ja nichts mehr zu lesen, und zudem einen Kommentar weniger schreiben dürfen.
  • AndOne 13.03.2020 22:06
    Highlight Highlight Für was 50 Millionen? Das Geld ins Gesundheitswesen investieren und nicht für Luxus Güter ausgeben! Für die meisten Clubs wäre die Saison eh bald zu Ende gewesen.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 13.03.2020 21:57
    Highlight Highlight Die Eishockey Spieler loben sich doch immer, ganz hatte Typen zu sein. Für die Hälfte der Teams wäre ohne Corona die Saison jetzt ohnehin beendet. Diese Gelder besser für andere Bereiche einsetzen.
    • LarsBoom 14.03.2020 02:58
      Highlight Highlight Genau! Und die Eishockeyaner können sich jetzt ihre Brötchen mit Kinderhüten verdienen.
  • DerSeher 13.03.2020 21:30
    Highlight Highlight "Hart trifft es jetzt schon den SCB, der mit 16 Beizen im Grossraum Bern den Sport quersubventioniert"
    Habe auch als Erstes an den ach so Armen SCB gedacht... 🙄
  • Peter von der Flue 13.03.2020 21:27
    Highlight Highlight Super den Profisport noch finanzieren. Es gibt zig Sportarten, die sich mit kleinen Heimspiel-Events professionelles Coaching oder gar Spieler leisten. Die gehen jetzt leer aus. Wenn das passiert und diese Sportarten werden nicht geschützt/gestützt ist der ambitionierte Amateursport mit Gratis-Funktionären tod. Aber wen kümmert das heute, morgen oder in der Vergangenheit? Das schlimmste ist, es gibt keinen Schweizermeister im Profisport. SARKASMUS AUS
  • Karte 13.03.2020 21:27
    Highlight Highlight Ein Eishockey Club soll Eishockey spielen und nicht Beizen betreiben. Andere Clubs haben keine 16 Beizen und spielen trotzdem in der NL. Und wenn die Clubs in der nächsten Saison ein bisschen mehr aufs Budget achten müssen, bekommen vielleicht junge Nachwuchs Talente den Vorzug gegenüber einem überteuerten alten oder einer Ausländischen Verpflichtung.
    • CaptainObvious 14.03.2020 09:12
      Highlight Highlight Die Kader für die kommende Saison sind mehrheitlich bereits fertig, da ist es nicht so einfach Lohnkosten zu drücken und stattdessen Junge einzubinden.

      > Andere Clubs haben keine 16 Beizen und spielen trotzdem in der NL.

      Stellt sich nun die Frage ob es den Clubs mit privaten Geldgebern einfacher gehen wird. Je nach Vermögen wird sich da sicher auch der eine oder andere zurückziehen oder weniger beisteuern.
    • MARC AUREL 14.03.2020 09:16
      Highlight Highlight Ein Eishockey Club soll Eishockey spielen und nicht beizen...🤦‍♂️ ein Eishockey Club soll sich gefälligst selber finanzieren anstatt sich von Mäzen durchzufüttern!
    • Eiswalzer 14.03.2020 11:57
      Highlight Highlight So schnell gehts und die Stimmung von Märci und Co. tendiert wieder zum Grännen gegen die bösen Mäzene und die Opferrolle des SCB, der jeden Franken wie NIEMAND SONST ganz ganz hart erchrampfen muss. Mimimimimi, ich öffne auch für dich trotz Coronazeiten eine Dose Mitleid. Hab noch ein paar parat...
    Weitere Antworten anzeigen

Hockey-Fans starten Petition – sie fordern, dass der Bundesrat die 1000er-Grenze aufhebt

Hinter den Kulissen des Sports bewegt sich viel: Eishockey-Fans haben am Donnerstagnachmittag die Petition «Verantwortungsvolle Sportevents» gestartet. Und Vertreter des Eishockey- und Fussballverbands sprachen beim Bundesamt für Gesundheit vor.

Nun kommt doch noch Druck auf die Politik – aus dem Eishockeybereich. Fans, Spieler, Klubs und sportinteressierte Politiker haben sich hinter den Kulissen zusammengerauft. Sozusagen in letzter Sekunde versuchen sie, den Bundesrat mit einer Petition davon zu überzeugen, die 1000er-Grenze für Sportanlässe aufzuheben.

Die Regierung berät am 12. August – der ersten Sitzung nach der Sommerpause – über das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als tausend Zuschauern.

Der Bundesrat werde darüber …

Artikel lesen
Link zum Artikel