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Tigers Andrea Glauser geschlagen nach dem zweiten Playoff Viertelfinalspiel der National League zwischen den SCL Tigers und dem HC Lausanne, am Dienstag 12. Maerz 2019 im Ilfisstadion in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Andrea Glauser wird in einem Jahr den Verein wechseln. Bild: KEYSTONE

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Langnau verliert den besten Verteidiger – Andrea Glauser ab 2021/22 in Lausanne

Lausanne rüstet weiter auf und hat Langnaus Nationalverteidiger Andrea Glauser bereits jetzt für übernächste Saison verpflichtet. Eine sofortige Freigabe schliessen die Langnauer aber kategorisch aus.



Die Langnauer haben Gottéron vor zwei Jahren das Talent Andrea Glauser ausgespannt. Der Verteidiger ist in Langnau vom Junioren-Nationalspieler zum «richtigen» Internationalen (14 Länderspiele) und zum «Verteidigungsminister» gereift. Zum kompletten Abwehrspieler, der in der vergangenen Spielzeit fast 20 Minuten Eiszeit (19:13 Minuten) geschultert und 14 Skorerpunkte beigesteuert hat.

Für den neuen Sportchef Marc Eichmann hatte die Verlängerung des Ende Saison auslaufenden Vertrages also allerhöchste Priorität. Aber nun hat er nach einem ersten Gespräch gleich eine herbe Enttäuschung zu verkraften. Er bestätigt auf Anfrage: «Ja, es stimmt. Andrea Glauser hat uns erklärt, dass wir nach der nächsten Saison nicht mehr mit ihm rechnen können.» Somit ist der Abgang des Nationalverteidigers im Frühjahr 2021 bereits jetzt offiziell.

Der Schweizer Andrea Glauser bei den Prospect Games zwischen den Eishockey Nationalmannschaften Schweiz und Deutschland, am Donnerstag, 6. Februar 2020, in Herisau. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Zuletzt durfte Glauser auch immer wieder für die Nati auflaufen. Bild: KEYSTONE

Dreijahresvertrag in Lausanne

Den neuen Arbeitgeber wollte er seinem Sportchef noch nicht verraten. Es handelt sich um Lausanne, wo er einen Dreijahresvertrag inklusive Option unterschrieben hat. Da es nächste Saison keinen Absteiger gibt und die SCL Tigers aufs Geld achten, könnte es ja sein, dass Andrea Glauser bereits vorzeitig aus dem Vertrag freigegeben wird und schon in der kommenden Saison bei Lausanne verteidigen darf. Es würde dann die Salärbuchhaltung nicht mehr belasten.

Doch das wird nicht der Fall sein. Marc Eichmann bestätigt, dass eine Freigabe nicht einmal diskutiert würde. Der Unmut über die vorzeitige Abwerbung ist im Emmental so gross, dass sich sogar der Verwaltungsrat mit der Sache beschäftigt hat. Auf Anfrage sagt einer der einflussreichen Verwaltungsräte: «So viel Geld hat nicht einmal Lausanne, um eine Freigabe zu erkaufen.» Es geht eben auch ums Prinzip. Und schliesslich will ja Langnau nächste Saison konkurrenzfähig sein.

Viel Arbeit für den Sportchef

Marc Eichmann hat viel Arbeit. Mit Torhüter Ivars Punnenovs, den Verteidigern Samuel Erni, Tim Grossniklaus, Anthony Huguenin, Federico Lardi und Sebastian Schilt sowie mit den Stürmern Nolan Diem, Loïc In-Albon, Raphael Kuonen, Benjamin Neukom, Julian Schmutz und Stefan Rüegsegger hat er nicht weniger als ein Dutzend Spieler mit auslaufenden Verträgen.

Der Pessimist jammert: Ach, der Glauser geht und ich muss befürchten, dass mir die halbe Mannschaft davonläuft. Der Optimist hingegen freut sich: Sehr gut, jetzt habe ich viel Handlungsspielraum auf dem Transfermarkt. Die schwerblütigen Emmentaler neigen eher zum Pessimismus. Aber Marc Eichmann ist kein Emmentaler und aus den weiten Ebenen um Langenthal nach Langnau gekommen.

Die Gefahr, dass Andrea Glauser nächste Saison nicht mehr so richtig bei der Sache sein könnte (weil er ja bereits weiss, wo er ab dem Herbst 2021 verteidigen wird), ist gleich null. Seine Arbeitseinstellung ist tadellos und er wird alles daransetzen, das Emmental erhobenen Hauptes verlassen zu können.

Pesonen-Transfer weiterhin nicht fix

Magnitogorsk hat die Ablösesumme (400'000 Franken) für Harri Pesonen (31) nach wie vor nicht überwiesen. Die Frist läuft Ende Juni ab. Aber vielleicht bezahlt ja Langnaus Topskorer die Ablöse aus eigenem Sack. Immerhin ist der neue Vertrag in der KHL mit 900'000 Franken plus Prämien dotiert – in Langnau musste er mit 260'000 Franken netto «darben». Wird die Transfersumme per 30. Juni nicht überwiesen, entfällt die Freigabe-Klausel für die KHL und der finnische Weltmeister muss auch nächste Saison für Langnau stürmen.

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