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HCD-Praesident Gaudenz F. Domenig verfolgt das Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und den SCL Tigers, am Freitag, 19. Februar 2016, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Gaudenz Domenig glaubt, dass der Salary-Cap im Schweizer Hockey machbar ist. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Grünes Licht vom HCD-Präsidenten – ein grosser Schritt in Richtung Salary-Cap

Keiner der Klubbosse ist juristisch so versiert wie HCD-Präsident Gaudenz Domenig. Der hoch angesehene Wirtschaftsanwalt gibt grünes Licht für die Salärbegrenzung (Salary-Cap) und wird sich dafür stark machen.



Gaudenz Domenig (63) hat als Wirtschaftsanwalt auf der Achse Los-Angeles-New-York-Zürich-Moskau die kniffligsten juristischen Fälle gelöst. Wenn einer weiss, ob eine Salärobergrenze in der National League möglich und machbar ist, dann er. Seine Meinung in dieser Sache ist eindeutig: «Ja, eine Salärbegrenzung ist machbar und der HCD wird sich für die Einführung stark machen.»

Gaudenz Domenig, president of the HC Davos, is pictured during a press conference prior to the Champions Hockey League semi-finals ice hockey match between HC Davos and Froelunda Goeteborg, in the Vaillant Arena in Davos, Switzerland, Tuesday, January 12, 2016. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

HCD-Präsident Gaudenz Domenig hat einen durchdachten Vorschlag. Bild: KEYSTONE

Er hat konkrete Vorstellungen, wie die Begrenzung der Saläre umgesetzt werden kann. «Es wird eine Obergrenze definiert. Wer diese Obergrenze nicht einhält, zahlt das Doppelte des Betrages, der die Limite überschreitet, als Strafe in einen Topf ein.» Die Obergrenze und die Höhe der Sanktionierung einer Überschreitung müssten nun definiert werden. Die Summe, die ein Klub künftig für Spielersaläre ausgeben darf, ist noch offen, wird bei der nächsten Ligaversammlung am 17. Juni aber diskutiert und bis zur übernächsten Zusammenkunft im August festgelegt. Als Richtwerte gelten 7 Millionen Franken als obere und 5 Millionen Franken als untere Grenze.

Entscheidend ist bei der Einführung einer neuen Regelung die Kontrollmöglichkeit. Kann nicht kontrolliert werden, ob eine Regelung auch eingehalten wird, ist sie nicht mehr durchsetzbar und hat nur noch den Wert eines «Gentlemen’s Agreement». Also einer lediglich moralisch, aber nicht rechtlich verbindlichen Vereinbarung, die auf gegenseitigem Vertrauen gründet.

Lohnausweis zur Kontrolle

Aber schon der alte Lenin wusste: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Und da hat Gaudenz Domenig eine ebenso einfache wie griffige Lösung. «Nicht die Spielerverträge werden bei der Liga eingereicht. Sondern die Lohnausweise der Spieler. Dazu eine vom Präsidenten, der Revisionsstelle und dem Geschäftsführer unterzeichnete Erklärung, dass der Spieler keine weiteren, dem Klub bekannte Einkünfte bezieht. Ich gehe davon aus, dass kein Präsident falsche Angaben auf solchen Dokumenten zulässt.» Auch ist klar, von welchen Spielern die Lohnausweise einzureichen sind: von allen, die im Laufe der Saison aufs Matchblatt kommen

Auf dem Lohnausweis für 2019 dürfte erneut nur eine leicht höhere Zahl stehen als im Vorjahr - immerhin werden die kleinen Lohnzuwächse nicht mehr vollständig von der Teuerung weggefressen. (Archivbild)

Bitte an den Verband schicken! Bild: KEYSTONE

Es braucht also bloss drei Schriftstücke zur Einführung und Kontrolle der Salärbegrenzung: den Lohnausweis der Spieler, die Erklärung des Klubs, dass er keine weiteren Einkünfte bezieht, und das Matchblatt.

Die Krise als Chance nutzen

Bleibt noch die Frage, ob die Wettbewerbskommission diese Einschränkung der freien Marktwirtschaft duldet. Gaudenz Domenig sagt dazu: «Das werden Gespräche zeigen. Da uns ja der Bundesrat aufgefordert hat, die Löhne zu kürzen, ist es auch denkbar, dass der Bundesrat im Zusammenhang mit der aktuellen Krise diese Lösung im Rahmen seiner Kompetenzen stützt. Wenn wir schon dazu angehalten werden, die Löhne zu kürzen, dann sollte man uns auch die Massnahmen bewilligen, die notwendig sind, um dieses Ziel zu erreichen.»

Bleibt noch anzumerken: Die wirtschaftliche Stabilität der Klubs ist auch im Sinne der eidgenössischen Obrigkeit. Sonst könnte es sein, dass beanspruchte Kredite aus dem 75-Millionen-Notpaket nicht mehr zurückbezahlt werden können.

Gaudenz Domenig ist das juristische Gewissen der Klubbosse. Wenn er sagt, eine Lösung sei juristisch machbar, dann ist es so. Denn was er in juristischen Dingen zu sagen hat, gilt zu Recht als Gospel (= Evangelium). Damit zeichnet sich ab, dass ganz im Sinne von Winston Churchill eine grosse Krise auch eine grosse Chance ist, die Salärbegrenzung im August beschlossen wird und der wichtigste Schritt zur wirtschaftlichen Stabilität der Liga gemacht werden kann.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Italian Stallion 17.05.2020 10:32
    Highlight Highlight Alle wollen das beste Eishockey sehen, aber wenn ich die Kommentare lese, dann spüre ich viel Missgunst, sobald es um die Saläre geht - Corona hin oder her. Ich würde auch lieber mehr Junioren in den Teams sehen und so die Kosten runterbringen. Aber es muss auch abgegolten werden, dass Spieler grosse gesundheitliche Risiken auf sich nehmen, für die sie teilweise bis an ihr Lebensende bezahlen, oder dass sie erst nach der Karriere eine berufliche Ausbildung machen können, obwohl sie bereits Frau und Kind füttern müssen und und und....einfach alle Aspekte anschauen, und nicht nur der Monetäre.
  • Sverige 16.05.2020 12:13
    Highlight Highlight Den Salarycap ist ein super Vorschlag. Aber mal ehrlich. Für die NL 7 Mio. Obergrente, ergäbe bei 28 spielern im Team 500'000 im Schnitt. Da man nicht 28 Spieler hat würde der Schnitt noch höher sein. Diese 7 Mio. sind viel zu hoch, weil sich an der Lohnspirale nichts ändern würde. Im Gegenteil. Man hätte 6 oder 8 Ausländer, die gleichzeitig spielen könnten und würden den jungen billigen aber talentierten spielern auch bei den Special Teams die Eiszeit wegnehmen. Wäre Gift für das Schweizer Eishockey. Die Lohnspirale würde bei 7 Mio. Obergrenze noch steigen. Die Obergrenze auf 5 wäre besser.
    • hockeylife 16.05.2020 12:47
      Highlight Highlight 28 x CHF 500k = CHF 7 Mio.

      Kein Wunder steigen die Löhne ins unermessliche. 😅
    • el capitano 16.05.2020 13:42
      Highlight Highlight gute Ausländer sind Billiger als durchschnittliche Schweizer Spieler . jeder Schweizer der spielen will spielt auch für weniger Geld ist halt eine frage des Charakters und das mit den jungen Spielern ist nur eine ausrede!!!
  • marak 16.05.2020 10:28
    Highlight Highlight OK, der Lohnausweis. Es ist halt dann einfach vergangenheitsorientert. Man kriegt den Lohnausweis im Januar für das vergangene Jahr. Mal abgesehen von jenen Ausländern, die Quellensteuer bezahlen.
    Man kann so einfach sagen, wer letztes Jahr zuviel bezahlt hat. Nimmt man dann dem fehlbaren Club den Meistertitel weg, wenn er beschissen hat? Oder gibt es einfach die besagte Busse und man hat den Titel eben trotzdem geholt?
    • Nothingtodisplay 16.05.2020 18:40
      Highlight Highlight Steht doch im Artikel! Der übersteigende Betrag muss in doppelter Höhe in eine Topf einbezahlt werden welcher an die Clubs, die sich an den Cap halten ausbezahlt wird.
    • marak 17.05.2020 10:45
      Highlight Highlight @Nothingtodisplay: Schon, aber in der NHL kennt man die Lohnzahlen für die laufende Saison und nicht erst im Janaur für das vergangene Kalenderjahr.
      Und es gäbe garantiert eine Riesendiskussion, wenn man 8 Montate nach dem Meistertitel herausfindet, dass der Klub 1 Million zu viel ausgegeben hat.
      Meines Erachtens sind Lohnausweise höchstens tauglich um rückwirkend Verträge zu überprüfen.
  • my2cents 15.05.2020 23:58
    Highlight Highlight Die einzige richtige Antwort auf zu hohe Spielerlöhne ist mehr Konkurrenz. Am besten durch MEHR JUNIOREN im Team. Der Unterschied zwischen bekannten Namen und begeisterten Jungen ist zuweilen bescheiden. Daher müssen sich die Klubs an der eigenen Nase nehmen, wenn sie einem mittelmässigen Spieler 300000 zahlen, statt für dasselbe Geld 5 „heissen“ Junioren eine Möglichkeit zu geben.
  • center65 15.05.2020 19:55
    Highlight Highlight ....Lohnausweis...es gibt Vereine die mit den Spielern zwei Verträge abgeschlossen haben. 50% Sport AG, 50% Marketing AG. Damit werden Sozialbeiträge gespart. Die Kontrolle mit dem Lohnausweis funktioniert so sicher nicht.
    • CaptainObvious 16.05.2020 09:38
      Highlight Highlight Der Lohnausweis, den du bei den Steuern abgeben musst, scheint mit eine sehr griffige Lösung zu sein.
      Wer da bescheist, begeht Steuerhinterziehung. Und das ist eine andere Sache als der Bruch eines Gentlemen‘s Agreements.
    • center65 16.05.2020 19:52
      Highlight Highlight Von jeden Arbeitgeber gibt es einen separate Lohnausweis. Wie willst Du das kontrollieren?
    • Italian Stallion 17.05.2020 10:23
      Highlight Highlight Sorry Guys, aber center65 hat recht. Das wäre tatsächlich eine Möglichkeit die Regeln zu umgehen. Es bleibt einfach zu offen, dass solche Szenarien ebenfalls thematisiert werden und entsprechend geregelt werden.....so nach dem Motto: der Spieler darf nur einen Arbeitgeber haben, der vollumfänglich das Salär bezahlt...usw.
  • anderesicht 15.05.2020 17:55
    Highlight Highlight Eine Ergänzung - am Beispiel des HCD:

    In der Saison 18/19 war der Personalaufwand ohne Sozialversicherungen bei 8,256 Mio & einem Gewinn von 335'. Geht man jetzt von der Obergrenze von 7 Mio. aus: was passiert mit den 1.2 Mio die eingespart werden?

    Sinken die Ticketpreis? Gibt es Dividenden für die Aktionäre? Geht das Geld in den Nachwuchs? Hier ist doch der Hund begraben. Einnahmen hochhalten, inklusive TV-Gelder, die Spieler aber mit den Löhnen drücken.

    Am Ende wird dies ein profitables Geschäft für die Aktionäre. In der NHL verdienen die Club-Besitzer Geld. In der CH bald auch?
    • Stiffmaster 15.05.2020 19:15
      Highlight Highlight 1. Der HCD kam nur zum Gewinn, weil grosse Summen von externen Geldgebern eingeschossen wurden (Vgl. S. 4 des Geschäftsbericht). Auf das könnte man dann in Zukunft verpflichten.
      2. Der HCD gehört einem Streuaktionaritat, das sich wohl kaum Dividenden auszahlen lassen wird. Und die Entscheidung liegt ja bei der GV, nicht bei den Managern selbst.
    • janusodehalt 15.05.2020 20:46
      Highlight Highlight Die 8,256 Mio. beinhalten (vielleicht) nicht nur die Löhne der 1. Mannschaft? Verwaltung, Eismeister (nicht Zaugg), Gastro, etc.
    • Stiffmaster 15.05.2020 22:17
      Highlight Highlight @janusodehalt
      Nein, die Zahl bezieht sich tatsächlich nur auf die Mannschaft. Total sind in der ER Personalkosten von über 12 Mio. ausgewiesen.
      Evt. zählen aber Coaches etc. auch zu den 8.256 Mio. "Mannschafts"-Kosten. Das weiss ich nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • anderesicht 15.05.2020 17:32
    Highlight Highlight Wir leben in einer freien Marktwirtschaft. Die Clubs sind Aktiengesellschaften, die den Obligationenrecht unterstehen. Rechtlich wird der Bundesrat keine Änderung einführen - kann er auch nicht. Dies müsste über das Parlament und evt. sogar vors Volk. Glaubt ja keiner, dass das Obligationenrecht einfach abgeändert wird.

    Wer es sich nicht leisten kann in der NLA zuspielen, muss es ja nicht. Wettbewerb heisst Wettbewerb. Mit all den Vor- und Nachteilen. Wir sind doch hier nicht im Kommunismus.

    Aber klar ist Domenic dafür: er hat den "geschützten" Spenglercup. Und jetzt noch geschützte Löhne.
    • Stiffmaster 15.05.2020 19:08
      Highlight Highlight Wie kommst Du darauf, dass man dafür das OR ändern muss? Das einzige Gesetz, welches einer solchen Abmachung zwischen den Klubs entgegensteht, ist das Kartellgesetz. Und dort kann die Politik durchaus Ausnahmen beschliessen. (Möglicherweiseuch sogar auf dem Verordnungsweg)

      Aber toll, dass du hier offensichtlich mehr Ahnung hast als ein jahrelanger Wirtschaftsanwalt.

    • bubu_BE 15.05.2020 21:48
      Highlight Highlight Sobald die Krise durchgestanden ist (hoffen wir alle bald), bin ich gegen einen Salary Cap mit folgender Begründung. a.) Ein Mäzen und/oder Investor bezahlt dann eben den Betrag bei Überschreitung und verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil. b.) Die Präsidenten haben dies ja jahrelang geduldet, dass ihre Sportchefs für 3/4-Linienspieler viel zu viel bezahlen. Da ist der Esel ja nicht derjenige, wo den Vertrag auf rechts unterschreibt, sondern derjenige wo links unterschrieben hat. c.) Der Davoser Präsi hat Eigeninteresse zum Schutz vom Spenglercup.
    • anderesicht 16.05.2020 13:13
      Highlight Highlight @Stiffmaster: nur weil ein Anwalt dieser Meinung ists, heisst dies noch lange nicht, dass es so sein muss. Da gibt es genügend Juristen die eine andere Meinung vertreten.

      Im übrigen ist es der gleiche Anwalt der Peter Buser als Sponsor geholt hat... Obwohl dieser bekannt war für seine Auftritte., schaffte es Domenig nicht, eine vertragliche Absicherung einzubauen, um einseitig auszusteigen.

      Mehr als ein gentleman's agreement wird es nicht geben. Einseitig nur einen Bereich zu beschränken (Personalkosten) wird nicht funktionieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Canuck79 15.05.2020 16:59
    Highlight Highlight Ein Schritt in die richtige RIchtung. Aber bleibt leider noch viel Zeit dies wieder über den Haufen zu schmeissen.
    • pesche67 15.05.2020 20:02
      Highlight Highlight scb rund 10,5 mio lohnsumme (kommunizierter personalaufwand: rund 15 mio)
  • bullygoal45 15.05.2020 16:27
    Highlight Highlight Weiss jemand was der Z, Zug, Bern oder Lugano für Löhne momentan etwa ausgibt?
  • Cheesus 15.05.2020 15:50
    Highlight Highlight Habe keinen Plan von Eishockey, aber musste das hier trotzdem loswerden 😅
    Benutzer Bild
  • dechloisu 15.05.2020 15:23
    Highlight Highlight Ein Salary Cap hat sehr viele Vorteile und diese sind zu begrüssen aber er bringt seine Herausforderung

    1. wie wird dies in der NLB gemacht.
    Dort sind die Unterschiede vermutlich noch grösser
    Allerdings wenn man den Cap zu tief macht, wird die Aufstiegschance noch kleiner.
    wenn er zu hoch ist, bringt es nichts
    Die Lösung eine geschlossene Liga, müsste meiner Meinung nach allerdings mit einer Aufstockung der NLA zusammenhängen
    Sonst hätte es bittere Folgen für die Top Teams der NLB
    (nein ich rede nicht nur von Kloten)
    oder eine Öffnung der NLA für eine höhere Durchlässigkeit
  • BernensisU 15.05.2020 15:12
    Highlight Highlight Grundsätzlich wirklich cool! Nur die Untergrenze von 5 Mio. begreife ich nicht ganz. In der NHL hat die ja den Sinn, dass die Clubs auch im "Rebuilding Mode" einigermassen kompetitiv bleiben, zumal diese keinen Abstieg befürchten müssen. Bei uns müsste ja die Abstiegsgefahr diese Untergrenze ersetzen. Ich befürchte ein wenig, man will damit die Möglichkeit verringern, dass NLB Teams (mit Ausnahme von Kloten und vielleicht Visp oder Olten) überhaupt aufsteigen können/wollen.
    • Hayek1902 15.05.2020 17:37
      Highlight Highlight Wenn es mehrere machen, kommen Sie damit durch. Auch könnte man sich ja noch vor den Playouts mit teuren Ausländern gegen den Abstieg verstärken. Generell muss die Mindestlohnsumme so angesetzt werden, dass jedes NL Team mit einer schwarzen null herauskommen kann bei normalem Geschäftsgang (also ohne grottenschlechte Spiele wie die Rappi Abstiegssaison und andere ausserordentliche Umstände). Es ist ja nicht so, dass ausser den 3 teams de du nennst ein anderes heute aufsteigen könnte.
    • BernensisU 15.05.2020 21:05
      Highlight Highlight Wenn sich die Teams vor den Playouts noch mit Spielern verstärken müssen um nicht abzusteigen, dann ist das Ziel ja auch ohne Untergrenze erreicht? Das ja gerade mein Argument. Und mit der sehr begrenzten Anzahl potenzieller Aufsteiger hast du natürlich recht. Aber ich fände es eben toll, wenn auch ein Chx-de-fds, Langenthal oder Ajoie mal eine Saison in der NLA Luft schnuppern dürften, ohne sich gleich verschulden zu müssen. Union Berlin ist vom Budget her mittelfristig auch kein Bundesligist. Früher oder später wirds für die wieder runter gehen. Und trotzdem profitiert der Verein davon.
    • Hayek1902 15.05.2020 21:45
      Highlight Highlight Wie ist dein Ziel erreicht, wenn irgendwelche Kellerteams die regularseason im sparmodus verbringen und alles evrlieren ausser gegen die anderen billigteams, dann für die playouts investieren sie, wenn es sein muss, in 4 gute ausländer für 3 monate und damit bleiben sie dann oben, selbst wenns in die ligaquali geht? wenn man aufsteigen will, soll man zuerst einmal die Infrastruktur für die NL hinstellen, dann sollte das auch mittelfristig klappen, ein budget von 5 bis 6 mio hinzubekommen wenn man nicht arosa ist.
  • niklausb 15.05.2020 15:04
    Highlight Highlight Solange es nicht so wie im englischen Rugby endet wo der Serienmeister geben erst des Betrugs in dem Bereich überführt wurde. 3 Tietel (die sie behalten dürfen) 35punkte abzug und Zwangsrelegation wobei dies auch bereits wieder angefochten wird. Klar die Köpfe des Ganzen nahmen den Hut aber die Fans bleiben auf der Strecke denn die können ja nichts für das Wursteln der Vereinsführung.
    • dechloisu 15.05.2020 16:19
      Highlight Highlight Der wohl grösste Skandal der Rugbygeschichte
    • Citizen321 15.05.2020 16:59
      Highlight Highlight was war denn da los?
    • dechloisu 15.05.2020 17:29
      Highlight Highlight Der Saracens F.C. hat Jahrelang nachweislich gegen den Salary Cap verstossen.
      Wurden immer wieder verwarnt aber im grossen und ganze hat die Liga weggeschaut.
      Hier mal eine Busse, da eine Strafe.

      Das Problem ist, dass die Saracens der klare Ligakrösus sind und haufenweise Nationalspieler verpflichtet wurden.
      Liga Titel und "Champions League"

      Jetzt wurde der Druck auf die Liga aber zu gross, zuerst wurden 35 Punkte abgezogen mit Bussgeld, weil dies bei den anderen Vereinen schlecht ankam wurde kurze Zeit später die Zwangsrelegation bekanntgegeben

      Unschöne Geschichte
  • manolo 15.05.2020 14:48
    Highlight Highlight Ich gratuliere Gaudenz Domenig zu diesem Schritt und hoffe, dass sich der Rest der Liga auch dazu bekennt!
    Salary_Cap = die richtige Antwort auf die Corona Krise!
  • GoldjungeKrater 15.05.2020 14:31
    Highlight Highlight Was wenn die Frau oder ein Bekannter der Clubpräsidänten einem Spieler ein schönes Auto oder eine teure Uhr schenkt? Sind das Einkünfte?
    • mukeleven 15.05.2020 15:06
      Highlight Highlight ja klar - sog fringe benefits also erweiterte lohn-nebenleistungen. die frage ist wie man diese kontrolliert (bspw wohnungen, club-autos, etc).
      und andere spielereien.
    • Staal 15.05.2020 15:29
      Highlight Highlight Dürfte zB in LugaNo passieren....
  • Hoopsie 15.05.2020 14:28
    Highlight Highlight Heisst aber auch, wenn man das Budget Model der NHL übernimmt, dass man auch das Liga Model übernimmt. Sprich, eine geschlossene Liga. Kein Auf-/Absteiger. Denn wenn man einen Club künstlich begrenzt, dann muss man ihm auch eine Sicherheit geben.
    • hockeylife 15.05.2020 17:10
      Highlight Highlight Wieso? Man könnte auch in der NLB einen Obergrenze einführen (Untergrenze macht aktuell wahrscheinlich nicht viel Sinn). Auch ohne Cap sind die NLB Teams vom finanziellen und Spielermaterial klar unterlegen, deshalb ist ein Abstieg bzw. Aufstieg immer verdient. Ich sehe da kein Problem.
    • supremewash 15.05.2020 18:05
      Highlight Highlight Was ist denn das für eine Logik? Erstens sind die Klubs ja heute schon allerlei Begrenzungen ausgesetzt, man nennt das Regelwerk, und zweitens jammern sie seit Jahren über die Lohnkosten.
      Wenn schon dann müssten sie sich nun über die gewonnene Planungssicherheit freuen.
      Dass wir "dank" wenig Geld und vielen Farmteams im B schon heute nahe an einem geschlossenen Spielbetrieb sind steht auf einem ganz anderen Blatt.
  • Faceoff 15.05.2020 14:22
    Highlight Highlight Die Strafzahlungen können sich die Reichen auch so leisten. Das Problem verschärft sich dadurch nur. Wenn, dann rigoros: Wer den Cap nicht einhält, spielt nicht mit. Sonst wird das nix.

    Das wiederum dürfte in unserem Hockey System politisch kaum machbar sein.

    Ich bleibe dabei: Der Cap ist eine gute Sache, macht aber vor allem im System Nordamerika Sinn, wo er nebst Draft, öffentlichen Deals, Trades, starker Liga etc. nur eines der Zahnrädchen ist.
    • Faceoff 15.05.2020 16:32
      Highlight Highlight Im anderen Artikel zum Cap gestern habe ich dieselbe Meinung vertreten, da war das Blitz-Herz-Verhältnis umgekehrt. Gegen die Meinungsmacht eines HCD-Präsidenten bin ich offenbar auf verlorenem Posten :-)
    • hockeylife 15.05.2020 17:04
      Highlight Highlight Kannst du erklären wieso sich das Problem verschärfen sollte?

      Momentan gibt es ja überhaupt keine Grenze nach oben. Wenn ein Klub für ein Gesamtlohnsumme von CHF 8 Mio. plötzlich CHF 10 Mio. aufbringen muss (CHF 2 Mio. Strafe) und gleichzeitig noch die Konkurrenz subventioniert, wird er sich das doppelt und dreifach überlegen.
    • Faceoff 15.05.2020 20:16
      Highlight Highlight Gehen wir mal von einem vermögenden Klub aus: Die Konkurrenz subventioniert er nur zu einem sehr kleinen Teil, da nur etwa die Hälfte der Klubs tatsächlich Konkurrenz sind.

      Zudem kann man als produzierender Klub trotzdem nur soviel ausgeben, wie der Cap erlaubt.

      Sollte also ein Klub sich zwei Topspieler leisten und landentdadurch 600'000 über dem Cap, muss er dafür 1,2 Mio Strafe bezahlen. Seine direkten Konkurrenten erhalten davon je 100'000. Was ihnen wenig bringt – es sei denn, sie gehen selber auch über den Cap.

      Wenn Geld die Obergrenze ist, gibt es IMMER jemanden, der drüber geht.
  • PostFinance-Arena 15.05.2020 14:04
    Highlight Highlight Ich glaube da gibt es weder einen Präsidenten noch einen Fan, der gegen eine solche Lösung ist. Nur Spieler werden wohl nicht frohlocken...
    • Antiklaus 15.05.2020 19:01
      Highlight Highlight Ich bin kein Spieler, finde diese Gleichmacherei reinen Kommunismus. Muss Rapperswil oder Langnau jetzt unbedingt Meister werden oder sehen der HCD und der SCB die Felle davonschwimmen.
    • Antiklaus 15.05.2020 19:11
      Highlight Highlight Bin gespannt wo das unser Eishockey hinführen wird. Werden wir in ein paar Jahren sehen. Zur Zeit haben wir eine ausgeglichene Liga und eine sehr gute Nationalmannschaft. Wenn die vermeintlichen Ueberschüsse, Gewinne nicht in den Nachwuchsbetrieb fliessen sondern wie in den Staaten den Aktionären zu gute kommt, dann gute Nacht.
    • PostFinance-Arena 15.05.2020 21:07
      Highlight Highlight @Antiklaus: Überschüsse??🤣echt jetzt?🙈

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