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ARCHIVBILD ZUM KEYSTONE-SDA-ARTIKEL ZUR AUSLAENDER-FRAGE IM EISHOCKEY --- Le top scorer zuerichois Garrett Roe, lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le Lausanne Hockey Club, LHC, et les ZSC Lions le vendredi 31 janvier 2020 a la patinoire de la vaudoise arena de Lausanne. (PPR/Jean-Christophe Bott)

Garrett Roe bildet weiterhin mit Maxim Noreau, Marcus Krüger und Fredrik Pettersson das Ausländerquartett der ZSC Lions Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Die ZSC Lions verzichten vorerst auf das Privileg des 5. Ausländers

Die ZSC Lions sind nach der Verpflichtung von Nationalstürmer Sven Andrighetto (27) in einer so komfortablen Position, dass sie noch keinen 5. Ausländer verpflichten. Nun gilt: Nie mehr seit dem «Grande Lugano» war eine Mannschaft in einer so klaren Favoritenrolle.



Eine Besonderheit des neuen, auf die kommende Saison gültigen Transferabkommens mit der NHL ist die Möglichkeit, einen Spieler, der aus einem laufenden Vertrag in die NHL wechselt durch einen zusätzlichen Ausländer zu ersetzen.

«Wir werden die Saison mit vier Ausländern beginnen und dann je nach Situation entscheiden.»

Sven Leuenberger, Sportchef ZSC Lions

Pius Suter verlässt die ZSC Lions aus einem laufenden Kontrakt, um sein Glück in der NHL zu suchen. Also dürfen ihn die Zürcher durch einen Ausländer ersetzen und nächste Saison mit fünf «Imports» antreten. Was den Qualifikationssieger definitiv zur nominell besten Mannschaft der Liga macht.

Doch vorerst verzichtet Sportchef Sven Leuenberger auf diesen Vorteil. Er sagt: «Wir werden die Saison mit vier Ausländern beginnen und dann je nach Situation entscheiden, ob wir einen zusätzlichen Ausländer verpflichten.» Wenn die Mannschaft gut harmoniere gebe es keinen Grund für einen zusätzlichen ausländischen Spieler. «Aber wir haben nun Möglichkeit, etwa auf Verletzungspech zu reagieren.» Und der fünfte Ausländer wird dann im Hinblick auf die Playoffs so etwas wie ein Joker sein.

Wie wir es auch drehen und wenden: Der Andrighetto-Transfer und die Möglichkeit, Liga-Topskorer Pius Suter auf dem Ausländermarkt ersetzen zu können, machen die ZSC Lions zum himmelhohen Favoriten auf den Titel. Ja, seit den Zeiten des «Grande Lugano» (1986 bis 1991) war nie mehr eine Mannschaft zumindest auf dem Papier in einer so klaren Favoritenrolle. Zumal das Team nicht einfach «zusammengekauft» worden ist.

epa07594562 Switzerland's Sven Andrighetto in action during the IIHF World Championship quarter final ice hockey match between Canada and Switzerland at the Steel Arena in Kosice, Slovakia, 23 May 2019.  EPA/MELANIE DUCHENE

Sven Andrighetto macht die Lions zur bestbesetzten Mannschaft der National League. Bild: EPA/KEYSTONE

Vielmehr hat Sportchef Sven Leuenberger – schon in Bern der Architekt einer meisterlichen Dynastie – klug investiert. Das Innenleben der ZSC Lions ist intakt, der Trainer hat sich bereits letzte Saison vortrefflich bewährt und die Balance stimmt. Die offensiv beste Mannschaft der letzten Saison hat die Feuerkraft mehr als nur bewahrt. Die Option eines fünften Ausländers gibt dem Sportchef die Möglichkeit, im Laufe der Saison dort nachzurüsten und nachzubessern, wo sich Schwächen zeigen.

Die Konkurrenz findet immerhin Trost und Zuversicht in einer alten Hockey-Weisheit: Namen sind nur auf den Dress genähte Buchstaben.

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