Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Berns Goalie Tomi Karhunen nach dem Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem HC Davos, am Freitag, 29. November 2019, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

«Ich muss noch besser werden», sagt der neue SCB-Torhüter Tomi Karhunen über sich selbst. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Das Erbe Del Curtos und der SCB unter einer «gläsernen Decke»

Mit ziemlicher Sicherheit ist der SC Bern inzwischen das beste Krisenteam der Geschichte. Das macht diese SCB-Misere so gefährlich und erschwert eine Auferstehung, wie sie der HC Davos gerade feiert.



Der Meister verliert gegen den HC Davos 3:4 nach Penaltys. Nehmen wir einmal an, ein ausländischer Chronist besucht dieses Spiel. Er weiss nichts von den Irrungen und Wirrungen beim SCB in dieser Saison. Er kennt auch die Tabelle nicht. Er sieht nur diese eine Partie. Sein Urteil: Wow, was für ein Spektakel! Was für eine Dramatik! Kein Zweifel: Ein Spitzenkampf einer Lauf- und Tempo-Liga mit einem seltsam unglücklichen Verlierer.

Der Verlierer ein Krisenteam? Sicher nicht! Die Berner kämpfen leidenschaftlich. Sie geben nie auf. Sie lassen sich auch von einem kuriosen Gegentor nicht entmutigen. Sie gleichen dreimal wieder aus. Das 3:3 erzwingt Simon Moser. Es ist der erste Treffer für den Leitwolf ohne Fehl und Tadel seit 12 Spielen oder den zwei Toren gegen die Lakers am 12. Oktober. Diese Mannschaft ist intakt. Die Penalty-Niederlage ist keineswegs zwingend. Bloss ein Betriebsunfall.

Bei einer tiefergreifenden Analyse käme unser neutraler ausländischer Chronist zum Schluss, dass die Davoser den besseren Torhüter und die besseren ausländischen Spieler hatten und eine Spur präziser, lockerer, gelassener gespielt haben.

Er würde wohl auch denken: Selten verliert eine Mannschaft so seltsam, kurios, eigenartig, wunderlich, ja fast überdreht wie der SCB. Es ist, als hätten sich die Hockeygötter auf boshafte Art und Weise gegen die Berner verschworen.

Bevor der neue Torhüter auch nur einen Puck stoppen kann, steht oben auf der Resultatanzeige schon ein 0:1. Eine missglückte Angriffsauslösung ermöglicht einen Konter mit zwei Stürmern, die alleine auf den Goalie zulaufen können.

Als die Wende schliesslich trotz allem naht, ja förmlich in der Luft liegt, verhindert Sandro Aeschlimann mit der Parade der Woche das 3:2 für den SCB. Sozusagen im Gegenzug produzieren Torhüter Tomi Karhunen und Verteidiger Ramon Untersander das 2:3. Torhüter Sandro Aeschlimann hätte der SCB auch haben können. Aber das ist nur eine boshafte Anmerkung.

Die «Parade der Woche» von Sandro Aeschlimann

Wenn Spieler nach neun Niederlagen in zehn Ernstkämpfen noch immer so couragiert auftreten wie die Berner gegen Davos – dann bilden sie mit ziemlicher Sicherheit die beste Krisenmannschaft der Geschichte. Zumindest hat seit Einführung der Playoffs noch kein Vorletzter so spektakulär und dramatisch verloren. Es ist, als stosse der SCB an eine gläserne Decke: Der Sieg ist sichtbar. Aber es gelingt nicht mehr, ihn zu fassen.

Logisch also, dass Tomi Karhunen nach seinem Debüt sagte, er sei beeindruckt, wie die Mannschaft die Rückstände aufgeholt habe. «Leider war ich nicht gut genug, um den Sieg im Penaltyschiessen zu sichern. Ich muss besser werden.» Er ahnt ja noch gar nicht, auf welches Abenteuer er sich da eingelassen hat.

Berns Goalie Tomi Karhunen waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem HC Davos, am Freitag, 29. November 2019, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Nicht gut genug? Tomi Karhunen zeigt sich selbstkritisch. Bild: KEYSTONE

Das macht die SCB-Krise so gefährlich: Eigentlich besteht bei solchem Leistungsvermögen kein Grund zu Panik. Wir sind doch gut genug! Es fehlt doch so wenig! Der Puck wird bald wieder unseren Weg gehen! Kein weiterer Handlungsbedarf! Keine Ursache, den Trainer in Frage zu stellen!

Im Kopf noch der Rausch des Ruhmes aus meisterlichen Zeiten, aber im sportlichen Portemonnaie bald nicht mehr genug sportliches Wechselgeld für die Playoffs. Die Hockey-Titanic neigt sich bedrohlich zur Seite. Aber die Lichter sind noch an, die Bordkapelle spielt, an der Bar wird nach wie vor Schaumwein ausgeschenkt und es wird getanzt.

Wenn der neutrale Beobachter aber dann erfährt, was in den letzten Wochen gelaufen ist, beginnt er zu verstehen, warum der SCB gegen Davos so verloren hat. Mit Willen, Mut und Leidenschaft wird die Unsicherheit, die sich schleichend in die Herzen, Köpfe und Hockey-Seelen der Berner geschlichen hat, kaschiert. Aber diese Unsicherheit ist immer noch da und steht wie ein Elefant in der Kabine.

Es ist nicht eine Krise, die wie ein brüllender Löwe im Berner Hockey-Tempel umhergeht. Es ist eine Krise, die sich wie ein Dieb in der Nacht eingeschlichen hat. Und der Dieb ist das missglückte Torhüter-Experiment.

Die Frage, die auf der Zunge brennt, lautet ja: War Tomi Karhunen bei seinem Debüt besser als Niklas Schlegel oder Pascal Caminada in den letzten Partien? Nein, noch nicht. Nicht statistisch und auch sonst nicht. Er ist kein ausländischer Goalie mit der Kragenweite eines Ari Sulander. Aber die Hoffnung, er möge der nächste Jakub Stepanek werden, wird noch lange leben.

Berns Goalie Niklas Schlegel, links, und Lausannes Goalie Pascal Caminada nach dem Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem HC Lausanne, am Freitag, 22. November 2019 in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Die SCB-Goalies Niklas Schlegel (links) und Pascal Caminada wurden ersetzt. Bild: KEYSTONE

Hätten die beiden bisherigen SCB-Goalies diesen Treffer zum 2:3 kassiert und vier von fünf Penaltys durchgelassen, so wäre die Kritik nun harsch. Wieder wegen Torhüterfehlern verloren! Das war eines dieser Spiele, das ein guter Goalie für den SCB hätte gewinnen können! Und mit allergrösstem Nachdruck würde die sofortige Herbeischaffung eines ausländischen Torhüters gefordert.

Jedes Missgeschick von Niklas Schlegel und Pascal Caminada ist zuletzt mit einem «schon wieder, wann wird gehandelt?» kommentiert worden. Nun darf Tomi Karhunen mit einer längeren Schonfrist rechnen und noch ein paar Fehler machen, die sich seine Vorgänger nicht mehr leisten konnten. Notgedrungen. Ein Zurück gibt es nicht mehr.

Der flinke Finne braucht Zeit. Zeit, die dem SCB immer mehr davonläuft. Nach sechs oder sieben Runden, als die, die sehen wollten, sehen konnten, dass das Experiment Schlegel gescheitert ist, hätte es noch bei weitem genug Angewöhnungszeit für einen neuen Torhüter gegeben. Diese Krise hätte die sportliche Führung vermeiden können. Das zerbrechliche SCB-Glück hängt nun davon ab, wie lange Tomi Karhunen braucht, um sein bestes Hockey zu spielen.

Die Highlights der Partie:

abspielen

Video: YouTube/MySports

Wie sehr im Eishockey alles beim Torhüter beginnt und endet, zeigt sich beim HC Davos. Vor einem Jahr hat Arno Del Curto im allerletzten Moment vor dem Saisonstart Gilles Senn und Joren van Pottelberghe das Vertrauen entzogen und den NHL-Veteranen Anders Lindbäck geholt. Ein Lottergoalie.

Die Unsicherheit «frass» sich in die Mannschaft und der HCD erlitt die Schmach der Playouts. Mit einem Ensemble, das gut genug für einen Platz in der oberen Tabellenhälfte war. Verschärft wurde die Krise wie jetzt beim SCB durch ungenügendes ausländisches Personal.

Das Beispiel des HC Davos zeigt aber auch, welche Chancen zum Neuanfang eine Krise bietet.

Ein HCD ohne Arno Del Curto schien so undenkbar wie heute ein SCB ohne Kari Jalonen. Vor ziemlich genau einem Jahr Ende November 2018 hat der HCD-Trainer das Handtuch geworfen. Eine Ära ging zu Ende. Der Klub befand sich in der grössten sportlichen Depression seit den 1980er Jahren. So wie jetzt der SCB in der grössten Krise der Neuzeit steckt.

Und schon ein Jahr später spielt der HCD wieder «Arno-Hockey» wie zu den besten Zeiten. Der HCD, wie er singt und lacht. Es ist, als habe man Arno Del Curto in Bern nur deshalb nicht unten an der Bande gesehen, weil er kurz weg war, um ein Bier und einen «Bären-Zipfel» in der Stadionbeiz zu holen.

«Arno-Hockey»? Ja, aber mit einem kleinen, feinen Unterschied. Die Dynamik, die Energie, die Lauffreudigkeit, der Mut, der direkte Zug aufs Netz sind so wie einst in den meisterlichen Jahren unter Arno Del Curto.

Der kleine, feine Unterschied: Die Scheibe wird nicht mehr sofort und unkontrolliert und wild sofort nach vorne gedroschen. Der Aufbau ist jetzt ruhiger, präziser. Es ist besser strukturiertes, gepflegteres, gediegeneres, moderneres «Arno-Hockey.» Designer-Tempo-Hockey.

Wir können es auch so sagen: Arno Del Curto hat sich zwar mit seinem unsinnigen Goalie-Experiment um den Job gebracht. Aber er hat ein intaktes Erbe hinterlassen. Eine hochentwickelte Leistungskultur mit einer «Arno-DNA.»

Und so wundert sich der neue Sportdirektor Raeto Raffainer: «Unser Trainer muss die Spieler im Training nie antreiben. Die hohe Trainingsintensität ist selbstverständlich.»

Der Sturz in die Playouts hat den Neuanfang erst möglich gemacht. Und ein kluger Präsident hatte den Mut zum Neuanfang: Auf der Grundlage des Erbes von Arno Del Curto ist der HCD mit einem neuen Sportdirektor, einem neuen Trainer, einem neuen Goalie-Coach, neuen Assistenten, neuen bzw. rehabilitierten Torhütern und drei neuen Ausländern wieder in die Spitzengruppe der Liga gestürmt.

Ein Sturz in die Abstiegsrunde würde auch dem SCB den Neuanfang ermöglichen. Falls ein kluger SCB-General die Courage zum Neuanfang hätte. Es wäre möglich, auf den Grundlagen des Erbes von Kari Jalonen und der guten SCB-Leistungskultur mit einem neuen Sportdirektor, einem neuen Trainer, einem neuen Goalie-Coach, neuen Assistenten, neuen Torhütern und drei neuen Ausländer wieder in die Spitzengruppe der Liga zu stürmen.

Aber das darf der Chronist eigentlich gar nicht denken und schon gar nicht schreiben. Sonst heisst es wieder, er polemisiere ständig gegen den SCB. Deshalb entschuldigt er sich für die 449 Buchstaben des zweitletzten Abschnittes. Und bedankt sich bei SCB-General Marc Lüthi auf diesem Weg für die gute Unterhaltung in dieser Saison und erwartet als nächste Krisenmassnahme die Verpflichtung eines weiteren Ausländers.

watson Eishockey auf Instagram

Selfies an den schönsten Stränden von Lombok bis Honolulu, Fotos von Quinoa-Avocado-Salaten und vegane Randen-Lauch-Smoothies – das alles findest du bei uns garantiert nicht. Dafür haben wir die besten Videos, spannendsten News und witzigsten Sprüche rund ums Eishockey.

Folge uns hier auf Instagram.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

Diese 10 Mannschafts-Typen kennst du, leider!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

28
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hans_Olo 30.11.2019 16:15
    Highlight Highlight Irre ich mich oder hat klaus vor nicht allzu langer zeit geschrieben, das der scb total langweiliges schablonenhockey spielt? Jetzt ist plötzlich von spektakel und tempohockey die rede.....
  • Ass 30.11.2019 15:20
    Highlight Highlight Nur noch 36 Spiele bis Ligaqualifikation🐻🏆🍻
  • Scrj1945 30.11.2019 14:44
    Highlight Highlight Mehrere sachen die mich an diesem artikel stören.
    1. jalonen mit arno zu vergleichen. Arno war immerhin 20 jahre in favos tätig. Das wird jalonen nie mit dem scb erreichen.
    2. der beste zweitletzte seit der einführung der playoffs. Bitte da hat zaugg wieder mal die scb fan brille auf.
    3. noch nie war eine zweitletzte mannschaft so intakt. Rappi hat gegen den scb und biel jeweils 3 tore rückstande weggemacht. Also den riesen unterschied seh ich nicht.
    Und 4. beim scb ist das problem nicht nur der goalie, sonder auch die stürmer ausser arcobello.
    • maylander 30.11.2019 16:13
      Highlight Highlight Obwohl sich der SCRJ gegenüber letzte Saison extrem gesteigert hat sind sie immer noch letzte. Aber die Rosenstädter sind noch im Rennen und können den anderen Mannschaften die Suppe versalzen. Trotzdem wird ein gewisser Chronist nie positiv über Rappi schreiben. Zugeben, Dass seine Langnauer und Berner etwa die selbe Klasse haben wie Rappi wird er sicher nicht zugeben.
  • Hockrates 30.11.2019 14:31
    Highlight Highlight Nati B und Nachlasstundung sind beides noch gar nicht so lange her. Aber das jetzt soll die grösste Krise der Neuzeit sein?
    • Marius Flückiger 30.11.2019 16:16
      Highlight Highlight Noch nicht so lange her? 80% der heutigen stadionbesucher wissen gar nicht das der SCB mal im B war..willkommen im 2019 da kann man schon von neuzeit sprechen😉
    • Jüre51 30.11.2019 16:50
      Highlight Highlight Nachlassstundung hin oder her - aber stets auf eigenes Risiko ohne Göttis und private Spender…
    • Hockrates 30.11.2019 20:35
      Highlight Highlight Frag mal die, welche bei der Nachlassstundung Geld verloren haben.
  • geissli 30.11.2019 14:01
    Highlight Highlight Guten tag herr chronist, ich bin ein treuer leser ihres blogs und ein richtiger anhänger des scb...soweit kann ich mich outen😜
    Aber letzte saison haben sie glaub nicht viele artikel über den cb schreiben können, warum auch, es lief jo wie geschmiert! Nun habe ich das gefühl, dass sie das zu kompensieren versuchen, quasi nach jedem scb match kommt ein artikel..
    Es gibt imfall noch ganz anderes wie z.b. der neu zcs coach, wie er dieser ehemalige hühnerhaufen stabilisiert hat, wie ralph krüger zurzeit in der nhl durchstartet, , warum ist genf so gut, nach expertenmeinung sollten sie unten sein..
  • ursus3000 30.11.2019 12:28
    Highlight Highlight und was meinst Du dazu Tikkanen , werdet Ihr noch Meister?
  • jeffo56 30.11.2019 12:09
    Highlight Highlight Aber das darf der Chronist eigentlich gar nicht denken und schon gar nicht schreiben.......
    und warum mach es der chronist Klaus Zaugg trotzdem
    • Jacques #23 30.11.2019 15:44
      Highlight Highlight So hat Harald Schmidt 2000 Sendungen gemacht!
  • Theophilus Carter 30.11.2019 12:07
    Highlight Highlight Herrliche Unterhaltung mit dem CB.

    Toller Artikel Herr Zaugg.
  • dirtyharry 30.11.2019 11:56
    Highlight Highlight Zur Abwechslung wieder einmal einen Bericht über den SCB...
  • Jüre51 30.11.2019 11:55
    Highlight Highlight Ja ja Clöisu! Hätte die Führungsetage des SCB bereits nach sechs Runden die Übung mit Schlegel/Caminada abgebrochen, hättest du von mutlosen Anfängern schwabuliert! Hätte hätte Fahrradkette… hätte Calle Andersson direkt geschossen wäre Aeschlimann nie und nimmer an den Puck gekommen. Aber es ist wie es ist und der Konjunktiv ist bekanntlich die Sprache der Verlierer! Es gibt jetzt nur noch Gring abe u seckle - irgendeinisch fingt z Glück im! Auf geht‘s!
  • Orgi21 30.11.2019 11:54
    Highlight Highlight Ich würde nicht von einem missglückten Goalie Experiment schreiben...

    Die Fangquoten von Nik / Pascal sind gar nicht so schlecht.

    Das Problem des SCB ist ja wohl die Verteidigung.. aber eben.. Der Torwart ist immer der Sündenbock ;-)
  • Tikkanen 30.11.2019 11:53
    Highlight Highlight ...tatsächlich konnten wir gestern im Tempel einem starken, aber nach wie vor Glücklosen SCB-Auftritt beiwohnen. Und ja, Wolwo hat die Murmeli gekonnt aus der Arno Starre befreit. Was aber bedeutet das gestrige Spiel für die restliche Quali? Der SCB braucht zur Erreichen der PO ca. 70 Punkte, also rund 1.8 / Runde. Das ist ein sehr hoher Wert, momentan schaffen diesen nur 2 Teams. Somit erachte ich die PO-Quali als sehr schwierig zu schaffen, aber das Team lebt und alles ist möglich. Jänu, schlussamänd war der SCB 3x Meister in 4 Jahren, kein Anlass für Panik...

    Item, Schweizermeister
    • Pat the Rat, einfach nur Pat the Rat 30.11.2019 13:13
      Highlight Highlight Letze Saison, als die Liga ungefähr gleich ausgeglichen war wie diese Saison, haben 2 Mannschaften mit sage und schreibe 74 Punkten die Playoffs verpasst. Und die Achtplatzierten hatten 75 Punkte (Punkteschnitt 1,5).

      Demzufolge braucht der SCB ab sofort einen Punkteschnitt von ~1,88 (welchen momentan nur die Züzis (1,92) und Davos (2,10) erreichen) um auf die "rettenden" 75 Punkte zu kommen.

      Das wird schwierig!

      Ich hingegen erfreue mich derweil an den guten Resultaten "meiner" Flügerlis...
    • Der müde Joe 30.11.2019 15:27
      Highlight Highlight @Pat the Rat: mit den Punkten bin ich eins mit dir.

      Aber was "unsere" Flügerlis betrifft, sind die Resultate nicht gerade berauschend. Man hatte etwa 5x die Gelegenheit auf die Tabellenführung verpasst. Zuletzt gg ein sackschwaches Langenthal! Gestern zwar gg Visp 5:0 gewonnen, aber die haben sogar von Biasca auf die fresse bekommen.😂
      Kloten hat im November den Anschluss zur Spitze nur nicht verloren, weil auch die übrigen Teams nicht Konstant waren.

      Da muss noch einiges mehr kommen, wenn man aufsteigen will!

      Übrigens: Ein Ausrutscher morgen und wir sind auf Platz 3.
      Hinter THURGAU!😐
    • Ambraham (FKA Housi von Wattenwyl) 30.11.2019 15:40
      Highlight Highlight Tikkanen: Glück muss man sich erarbeiten, Spott bekommt man umsonst!
    Weitere Antworten anzeigen
  • HotIce 30.11.2019 11:38
    Highlight Highlight was wohl in den köpfen der berner spieler vorgeht, wenn sie an das dritte gegentor denken? also das war ja gar keine chance, den hat sich der goalie (oder treffender gosli) ja aktiv ins nest gelegt. wenn die sich nicht superschnell steigern ist lichterlöschen in der „hockeyhauptstadt“.

    danke klaus für den schönen beschrieb des davosers hockey das sie momentan zeigen. 🥰

Hockey-Fans starten Petition – sie fordern, dass der Bundesrat die 1000er-Grenze aufhebt

Hinter den Kulissen des Sports bewegt sich viel: Eishockey-Fans haben am Donnerstagnachmittag die Petition «Verantwortungsvolle Sportevents» gestartet. Und Vertreter des Eishockey- und Fussballverbands sprachen beim Bundesamt für Gesundheit vor.

Nun kommt doch noch Druck auf die Politik – aus dem Eishockeybereich. Fans, Spieler, Klubs und sportinteressierte Politiker haben sich hinter den Kulissen zusammengerauft. Sozusagen in letzter Sekunde versuchen sie, den Bundesrat mit einer Petition davon zu überzeugen, die 1000er-Grenze für Sportanlässe aufzuheben.

Die Regierung berät am 12. August – der ersten Sitzung nach der Sommerpause – über das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als tausend Zuschauern.

Der Bundesrat werde darüber …

Artikel lesen
Link zum Artikel