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ARCHIV - ZUM KEYSTONE-SDA-TEXT UEBER DEN HC DAVOS-PRAESIDENTEN GAUDENZ DOMENIG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG - Gaudenz F. Domenig, president of HC Davos, poses at the 93th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Friday, December 27, 2019. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Soll die Salärbegrenzung eine Chance haben, muss sie ab sofort in allen Gremien von Gaudenz Domenig persönlich vertreten werden. Bild: keystone

Eismeister Zaugg

Reicht die Zeit, um aus unserem Hockey ein gutes Geschäft zu machen?

Für den Optimisten das Heilmittel gegen rote Zahlen. Für den Pessimisten nicht durchführbar. Mit der Ligaversammlung am Mittwoch hat die grosse Debatte über die Salärbegrenzung nun offiziell begonnen. Schafft es HCD-Präsident Gaudenz Domenig, bis Ende August einen Vorschlag auszuarbeiten, der die Pessimisten überzeugt?



Aus dem richtigen Leben kennen wir Mindestlöhne. Aber keine maximal zulässigen Saläre. Genau das aber wird im Hockey angestrebt. Kommt diese Lohnobergrenze (auch «Salary Cap» oder «Financial Fairplay» genannt), dann dürfen die Klubs der höchsten Liga nur noch eine bestimmte Maximalsumme für die Spielerlöhne ausgeben.

Warum kommen die Klubmanager überhaupt auf diese Idee? Erstens um die Kosten in den Griff zu bekommen. Die Einführung der Playoffs (1986) wirkte sportlich und wirtschaftlich wie ein «Big Bang». Unser Eishockey hat seither eine beispiellose Erfolgsgeschichte geschrieben. Ein Blick zurück macht fast schwindlig. Die National League mobilisiert heute nach der NHL am meisten Zuschauer und zahlt nach der NHL und der grossrussischen KHL die höchsten Löhne. Die Schweizer haben die NHL erobert und zweimal den WM-Final erreicht. Sie spielen heute auf Augenhöhe mit den Schweden, Finnen, Tschechen, Russen, Kanadiern und Amerikanern. Noch in den 1980er-Jahren war die NLA eine Operettenliga und unsere Nationalmannschaft drittklassig auf dem Niveau von Rumänien, Japan, Polen und Holland.

Diese weltweit beispiellose Entwicklung hat ihren Preis. Die Löhne und die Einnahmen steigen jedes Jahr. 1986 galt Jörg Eberle mit einem Jahreslohn von 80'000 Franken als Krösus. Heute kosten die Besten in Zug und Zürich im Monat brutto so viel. 1986 bekam die ganze Liga für TV-Rechte weniger als 100'000 Franken. Heute sind es fast 35 Millionen. Weil die qualifizierten Arbeitskräfte (die guten Spieler) rar sind, werden die Mehreinnahmen durch die Löhne aufgefressen und nur der SC Bern hat in diesem Jahrhundert nie rote Zahlen geschrieben.

Der Lugano-Spieler Joerg Eberle praesentiert am 2. Maerz 1986 in Davos den jubelnden Fans den Meisterbecher. Diese Saison wird der Schweizermeister erstmals im Playoff-Modus ermittelt. Der HC Lugano gewinnt das letzte Spiel des Playoff-Finals gegen den HC Davos mit 5 zu 7 Toren und wird zum ersten Mal in seiner Clubgeschichte Schweizermeister. (KEYSTONE/Str)

Jörg Eberle war 1986 Ligakrösus bezüglich Lohn. Bild: KEYSTONE

Je ausgeglichener die Liga, desto höher die Spannung

Der zweite Grund für die Salärbegrenzung: die Ausgeglichenheit der Liga. Wenn alle die gleichen finanziellen Voraussetzungen haben, kann der Erfolg nicht mehr «gekauft» werden. Dann haben alle – Ambri so gut wie die ZSC Lions – eine Chance auf den Titel. Je ausgeglichener die Liga, desto höher die Spannung und besser das Geschäft.

Die Virus-Krise mit dem Abbruch der Meisterschaft und einer ungewissen Zukunft (Wann kann wieder vor Zuschauern gespielt werden? Welche Firmen können sich noch ein Sponsoring leisten?) haben zu einer Verunsicherung und Einnahmeausfällen geführt. Die Löhne aber bleiben gleich hoch.

Unter dem Schock der Krise streben nun die Klubmanager die Lohnobergrenze an. Dabei sind zwei Punkte zu beachten. Erstens: Ist es rechtlich zulässig, die Lohnsumme zu begrenzen? Im Prinzip ja. Der Sport profitiert von einer gewissen juristischen Narrenfreiheit. Einigen sich die Klubs freiwillig auf eine Begrenzung, schreitet niemand ein. Bereits die Einschränkung der ausländischen Spieler (pro Partie dürfen vier eingesetzt werden) ist illegal, wird aber, da auf freiwilliger Basis eingeführt, seit bald 50 Jahren toleriert. Matthias Remund, der Direktor des Bundesamtes für Sport (BASPO) hat bereits signalisiert, dass die Lohnbegrenzung juristisch unter bestimmten Voraussetzungen machbar sei.

Zweitens: Kann die Einhaltung der Lohnobergrenze kontrolliert werden? Ja. Die Kontrolle erfolgt über die bei der Liga einzureichenden Lohnausweise plus einer schriftlichen Erklärung der Klubs, dass es keine weiteren Einkünfte der Spieler gibt. Allerdings ist das nur mit dem Einverständnis der Spieler möglich.

Nur der ZSC gegen die Salärbegrenzung

Meistens verführen emotionale und nicht rationale Gründe zum Einstieg ins Sport-Business. Deshalb werden die Spieler überbezahlt. Wer Meister werden will, bietet einfach noch höhere Löhne, um noch bessere Spieler zu bekommen. Also braucht es zum «Selbstschutz» eine Lohnobergrenze. Unser Eishockey will lediglich ein längst bewährtes System aus Nordamerika, aus einem Sportmarkt mit unbegrenzten Möglichkeiten, kopieren. Dort gibt es inzwischen in allen Profiligen (Hockey, Basketball, Baseball, Football) in verschiedenen Ausführungen eine Lohnbegrenzung. In Nordamerika ist das Sportbusiness auch deshalb – im Gegensatz zum Hockey und Fussball in Europa – für die meisten ein profitables Geschäft geworden.

FILE - In this Feb. 15, 2020, file photo, fans pose below the NHL league logo at a display outside Falcon Stadium before an NHL Stadium Series outdoor hockey game between the Los Angeles Kings and Colorado Avalanche, at Air Force Academy, Colo. The uncertainty raised by coronavirus pandemic leads to experts providing a bleak short-term assessment on the NHL's financial bottom line, with some projecting revenues being cut by almost half. What's unclear is how large the impact might be until it can be determined when fans can resume attending games and if the league is able to complete this season. (AP Photo/David Zalubowski, File)
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Die NHL – ein profitables Geschäft. Bild: keystone

Die Befürworter haben mit SCB-Manager Marc Lüthi einen starken Wortführer und Meinungsmacher auf ihrer Seite. Konkret sind zurzeit nur die ZSC Lions gegen diese Salärbegrenzung. Allerdings nicht aus Unvernunft. ZSC-Manager Peter Zahner, neben Marc Lüthi der zweite grosse Wortführer und Meinungsmacher, weist auf die Schwierigkeiten einer praktischen Umsetzung hin.

Eine Salärbegrenzung sei mit unserem Arbeitsrecht nicht vereinbar. Deshalb könne ein System, das unter anderen Voraussetzungen in Nordamerika funktioniere, nicht einfach auf die Schweiz übertragen werden. Und er wehrt sich dagegen, mit der Salärbegrenzung ein System einzuführen, das in Europa noch nie probiert worden sei und dessen praktische Auswirkungen nicht absehbar seien. Er ist gegen ein Experiment mit unabsehbaren Folgen in einer Liga, die sehr gut funktioniere und eine der besten der Welt sei. Er setzt auf die Eigenverantwortung der Klubs und sieht Anzeichen, dass sich die Lohnspirale nicht mehr weiterdreht.

CAPTION CORRECTION: VORNAME PETER ZAHNER --- ZSC Lions CEO Peter Zahner strahlt nach dem Ja des Stimmbuergers der Stadt Zuerich fuer ein neues Eishockeystadion der ZSC Lions im Zuercher Stadthaus am Sonntag, 25. September 2016. (KEYSTONE/Walter Bieri)

ZSC-Manager Peter Zahner. Bild: KEYSTONE

Peter Zahners Bedenken sind berechtigt und eine grosse Herausforderung für Gaudenz Domenig. Es liegt am HCD-Präsidenten, nun in Zusammenarbeit mit den Klubs das Projekt Salärbegrenzung so auszuarbeiten, dass möglichst wenige Fragen offen bleiben. Gestern Mittwoch hat er den ersten Entwurf nicht selbst präsentiert und sich durch HCD-Klubmanager Marc Gianola vertreten lassen. Soll die Salärbegrenzung eine Chance haben, muss sie ab sofort in allen Gremien von Gaudenz Domenig persönlich vertreten werden. Der HCD-Obmann ist ein international anerkannter Wirtschaftsanwalt und gilt als juristisches Gewissen der Liga.

Werden die Klubs einer Lohnobergrenze zustimmen? Ja, aber mit ziemlicher Sicherheit nur dann, wenn es noch in diesem Jahr zur Abstimmung kommt, wenn möglich bereits im Rahmen der nächsten Liga-Versammlung am 27. August. Unter dem Schock der Krise gibt es zurzeit eine Mehrheit. Sobald der Spielbetrieb wieder uneingeschränkt läuft und die Wirtschaft brummt, ist es mit der Vernunft vorbei.

Es bleibt also zur Einführung dieser historischen Massnahme (die übrigens auch im Fussball möglich wäre) bloss ein Zeitfenster von wenigen Monaten. Reicht diese Zeit, um mit der Salärbegrenzung aus unserem sportlich sehr guten Hockey auch für die meisten ein gutes Geschäft zu machen?

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andrin89 19.06.2020 08:57
    Highlight Highlight Was Herr Zaugg schreibt:
    "Dann haben alle – Ambri so gut wie die ZSC Lions – eine Chance auf den Titel."
    Was Herr Zaugg denkt:
    Dann haben alle – Langnau so gut wie der SC Bern – eine Chance auf den Titel.
  • MURMI2020 18.06.2020 13:34
    Highlight Highlight Die Saläre im Schweizer Hockey sind einfach massiv überzogen in Kontext mit den ausgelieferten Leistungen...!!!!
    • bubu_BE 18.06.2020 21:43
      Highlight Highlight Es bedingt aber schon eine Objektivität bezügl. den Spielerlöhnen...das Hauptproblem sind die zu hohen Löhne der Durchschnittsspielern...es gibt einen zu kleinen Markt von guten/sehr guten Spielern und in der CH ist unsere Liga eine Wohlfühlsoase für diese Spieler...wenn das Angebot von Spielern erhöhnt wird mit der leichten Öffnung von auf 6 Ausländer, so gibt dies automatisch einen Lohndruck...Angebot und Nachfrage bestimmen die Preise...es würde nicht viele Clubs geben, wo 6 Topausländer unter Vertrag nehmen könnten...Shore bei Kloten kostete keine 150‘000.— (dies aus zuverlässiger Quelle)
  • Eiswalzer 18.06.2020 13:25
    Highlight Highlight Wie hoch soll denn die Obergrenze sein? Letztlich bestimmt ja allein die Umsetzung, ob dann Ambri die gleichen Chancen auf den Titel hat wie die Lions. Wenn die Obergrenze so hoch ist, dass ohnehin nur die üblichen Vereine sie überhaupt erreichen können, wird sich doch letztlich kaum etwas ändern. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Spielerlöhne künftig auf den Schnitt von Ambri oder Langnau Stand heute gesenkt werden🙄
    • CaptainObvious 18.06.2020 16:37
      Highlight Highlight Bisher war von einer Obergrenze von 7 (oder 7.5) Mio zu lesen, und einer Untergrenze von 5 Mio.
      Ob das die tatsächlichen Zahlen sind, weiss ich allerdings nicht. So richtig gewehrt oder richtig gestellt, hat es aber auch niemand.

      Und, Clubs dürfen mehr Löhne zahlen als die Obergrenze, aber wer mehr Lohn zahlt müsste zusätzlich auch einen proportionalen Betrag an die Liga zahlen. Dieses Geld würde dann verteilt unter den Clubs, die sich an die Obergrenze gehalten haben.

      So in etwa der grobe Vorschlag wie es werden soll/könnte.
  • Antiklaus 18.06.2020 13:25
    Highlight Highlight Was soll eine Gleichmacherei aller Clubs, sind wir in einem kommunistischen Staat?. Bis anhin war die Saison ausgeglichen genug und spannend genug.
    Es ist doch jeder Club selbst dafür verantwortlich, dass die Bilanz stimmt. Wenn nicht Konkurs wie eine normale Firma auch.
    • davej 18.06.2020 15:43
      Highlight Highlight Kommunistischer Staat?
      Dir ist schon klar, dass diese "Gleichmacherei" im US-Sport schon existiert? Im Mutterland des Kapitalismus! Und übrigens bedeutet diese "Gleichmacherei" nicht, dass alle gleich viel Verdienen.
    • Antiklaus 18.06.2020 17:23
      Highlight Highlight Ja existiert im Mutterland des Kapitalismus und Sklaverei. Viel mehr als Sklaven und Schachfiguren sind die NHL Spieler nicht,
    • bubu_BE 18.06.2020 21:50
      Highlight Highlight Bin auch dieser Meinung...das Produkt Eishockey in der CH würde massiv an Qualität verlieren und auch an Zuschauern...sicher muss mit den Löhnen bei den Durchschnittsspielern etwas gehen, da gibt es andere Modelle...das wichtigste in einem Club ist der Sportchef und da musst du einfach die Besten haben...es unterschreiben ja immer 2 Parteien den Vertrag...
  • AntiZ 18.06.2020 12:59
    Highlight Highlight Ein mutiger Schritt, der die Liga noch besser machen wird. Überwindet die Angst!
  • Bruno Wüthrich 18.06.2020 12:33
    Highlight Highlight Ich denke, dass ein Salary-Cap leicht zu umgehen wäre. Was, wenn man einem Spieler statt 600 K nur 300 K bezahlt, ihm aber bei Abschluss eines Mehrjahresvertrages gratis und franko an bester Lage eine Villa baut? Oder ihm jedes Jahr eine Luxuskarosse schenkt? Beides könnte über die Portokasse eines Hauptsponsors abgerechnet werden und gut ist. Der Spieler müsste dafür nicht mal den Staat bescheissen. Er könnte alles korrekt versteuern. Aber die Liga bemerkt nichts.

    Oder man könnte vertraglich vereinbaren, dass ein Teil der Sponsorengelder direkt in die Taschen einiger Spieler fliessen.
    • Schreiberling 18.06.2020 13:02
      Highlight Highlight Autos etc. müssten doch auch ihm Lohnausweis aufgeführt sein, andernfalls gibt es Probleme mit den Steuerbehörden. Glaube kaum, dass ein Klub das riskieren würde.
    • Bruno Wüthrich 18.06.2020 13:22
      Highlight Highlight Wenn das Auto nicht vom Klub kommt...
    • Arutha 18.06.2020 14:00
      Highlight Highlight Ist es Schwarzarbeit!
    Weitere Antworten anzeigen
  • manolo 18.06.2020 12:24
    Highlight Highlight @Zahner - gerade er sollte Wort „Eigenverantwortung „ nicht ins Felde führen, er der mit Geld noch nie seit der Aera Frei/Spuhler sparen musste!
    Auch sein Ansatz zum Arbeitsrecht ist nicht richtig. Im AR gibt es Möglichkeiten unter Auflagen - Saläre zu begrenzen!
    • MARC AUREL 18.06.2020 13:48
      Highlight Highlight Wollte ich auch sagen... Der Zahner redet von Eigenverantwortung...😂 Es ist auch klar wieso sie gegen ein Salary-Cap sind!
  • IfyouNeverNevergoyouwillNeverNeverknow 18.06.2020 11:54
    Highlight Highlight tja, die HCD-Kasse droht nach dem Spenglerup TV-Deal mit der Liga und dem Hallensponsoren-Desaster etwas gar klamm zu werden. Wo früher mit SC-Millionen Spieler vergoldet wurden versucht man nun mit allen Mitteln zu verhindern, dass aufstrebende Organisationen welche durch geografische und infrastrukturelle Standortvorteile, Gastro, Dauerkarten etc. mehr Geld generierern können, den HCD sportlich nach hinten durchreichen. Ist halt schon etwas heuchlerisch die ganze Sache.
    • Antiklaus 18.06.2020 13:27
      Highlight Highlight Genau, dabei haben sie ja noch den Kristallclub im Rücken und einen sehr zweifelhaften Sponsor (Buser)
    • Eiswalzer 18.06.2020 13:31
      Highlight Highlight Natürlich sind immer auch Partikularinteressen vorhanden. Beim HCD ist es die Angst, sportlich etwas an Bedeutung zu verlieren (auch wegen bröckelnder Privilegien mit SC), beim SCB kommen die Vorschläge von Lüthi auch nur deshalb, weil er die Machtstellung (Status Quo) des SCB unbedingt halten möchte und gar nicht erst in Gefahr geraten will, dass Zug, Lausanne, Biel etc auf- und überholen können.
    • Staal 18.06.2020 15:50
      Highlight Highlight Als ob der Kristallclub jetzt mehrere Mio in den HCD buttert. Ein Bruchteil von Frey oder Strebel. Und der HCD hat, Ausnahme unter Wyrsch, nie vergoldete Spielerlöhne gezahlt
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