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Zuerichs Johann Morant, Zuerichs Dario Trutmann, Zuerichs Torhueter Ludovic Waeber, von links, jubeln nach dem Sieg (4-1), waehrend dem Swiss Ice Hockey Cup 1/2 Final zwischen den HC Fribourg Gotteron und dem ZSC Lions, am Sonntag, 20. Dezember 2020, in der BCF Arena in Fribourg. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Morant und Truttmann feiern mit ZSC-Keeper Waeber. Bild: keystone

Gottéron bleibt titellos – die ZSC Lions ziehen in den Cupfinal ein



Die ZSC Lions stehen nach einem 4:1-Erfolg in Freiburg als erstes Team im Cupfinal. Zwei Treffer ins leere Gottéron-Tor besiegelten in den letzten 66 Sekunden den Sieg der Lions.

Der Halbfinal zwischen Fribourg und den ZSC Lions bot Spannung bis zur vorletzten Minute, beide Teams stellten ihre gute Form unter Beweis. Aber auch Gottéron vermochte letztlich die ZSC Lions, die erstmals wieder ohne den nach Chicago abgereisten Pius Suter spielten, nicht zu stoppen. Seit dem 27. Oktober und der 2:5-Niederlage in Ambri verloren die Lions keine Partie mehr. Seither gewannen sie in der Meisterschaft sieben Partien hintereinander – und im Cup setzte es Siege gegen Lugano (Achtelfinal), Langenthal (Viertelfinal) und jetzt Freiburg ab.

Zuerichs Marcus Krueger, rechts, schiesst ein Tor (2-1) gegen Gotterons Torhueter Reto Berra, links, waehrend dem Swiss Ice Hockey Cup 1/2 Final zwischen den HC Fribourg Gotteron und dem ZSC Lions, am Sonntag, 20. Dezember 2020, in der BCF Arena in Fribourg. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Krügers Treffer zur 2:1-Führung stellte die Weichen für die Zürcher. Bild: keystone

Desharnais fataler Lattentreffer

Die ZSC Lions dominierten im Halbfinal den ersten Abschnitt, entschieden die Partie aber im zweiten Drittel. In diesem zweiten Abschnitt steckten die Lions einen Rückstand weg und realisierten mit zwei Goals innerhalb von 313 Sekunden durch Justin Sigrist und Marcus Krüger die Wende. Chris Baltisberger stellte mit zwei Schüssen ins leere Tor in den letzten 66 Sekunden das 4:1-Schlussresultat sicher.

Der HC Fribourg-Gottéron hätte die Partie in andere Bahnen lenken können, wenn David Desharnais 47 Sekunden nach dem Freiburger Führungstor den Puck ins Tor statt an die Latte spediert hätte. In der 43. Minute, während Freiburgs grösster Druckphase, traf Julien Sprunger nochmals die Torumrandung.

Den ZSC Lions – Cupsieger vor fünf Jahren, seither aber im Cup stets früh gescheitert – winkt ein grosser Zahltag, was gerade in dieser Coronavirus-Saison von grosser Bedeutung ist. Der Gewinn des (vorerst letzten) Schweizer Cups bringt 325'000 Franken.

Den Finalgegner erfahren die Zürcher noch nicht in den nächsten Tagen. Der zweite Halbfinal zwischen Bern und Servette wurde wegen der Quarantäne der Genfer zuerst vom Sonntag auf den Dienstag verschoben. Weil nun aber der SC Bern über Weihnachten in Quarantäne feststeckt, findet der Halbfinal frühestens in den letzten Tagen dieses Jahres statt. Der Cupfinal ist auf den 7. Februar angesetzt. (ram/sda)

Das Telegramm

Fribourg-Gottéron - ZSC Lions 1:4 (0:0, 1:2, 0:2)
Keine Zuschauer. - SR Fluri/Lemelin, Schlegel/Steenstra.
Tore: 22. Gunderson (Stalberg, Desharnais/Ausschlüsse Trutmann, Sigrist) 1:0. 30. Sigrist (Marti, Krüger) 1:1. 35. Krüger (Geering/Ausschluss Rossi) 1:2. 59. (58:54) Chris Baltisberger (Roe) 1:3 (ins leere Tor). 60. (59:49) Chris Baltisberger (Ausschluss DiDomenico) 1:4 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (DiDomenico) gegen Fribourg-Gottéron, 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
Fribourg-Gottéron: Berra; Sutter, Jecker; Kamerzin, Gunderson; Aebischer, Abplanalp; Bochud; DiDomenico, Schmid, Herren; Stalberg, Desharnais, Mottet; Rossi, Walser, Jörg; Sprunger, Bykow, Bougro.
ZSC Lions: Waeber; Noreau, Marti; Morant, Geering; Trutmann, Berni; Phil Baltisberger; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Pettersson, Krüger, Sigrist; Bodenmann, Diem, Hollenstein; Pedretti, Schäppi, Wick; Prassl.
Bemerkungen: Fribourg ohne Chavaillaz, Furrer, Marchon (alle verletzt) und Brodin (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Blindenbacher (verletzt) und Flüeler (krank). (ram/sda)

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Die Cupsieger der Neuzeit

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Die Schweizer Hockey-Cupsieger der Neuzeit
quelle: keystone / laurent gillieron
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