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ZSC Lions siegreich im Knüller gegen Bern – Zug mit erster Saisonpleite



ZSC Lions – Bern 3:0

Die ZSC Lions, der Gewinner der letzten Qualifikation, führen erstmals in dieser Saison die Eishockey-Tabelle an. Die ZSC Lions besiegten Bern 3:0 und profitierten von Zugs erster Niederlage.

Die Kulisse im Hallenstadion stimmte. 7600 Zuschauer feierten den 90. Geburtstag des Zürcher Schlittschuhclubs, und der ZSC besiegte in Retro-Shirts den SC Bern 3:0. Die Lions gingen schon nach 138 Sekunden durch Raphael Prassl in Führung und siegten letztlich dank einer weiteren brillanten Goalie-Leistung von Ludovic Waeber (37 Paraden). Waeber (4:0 Siege) ist drauf und dran, in Zürich Lukas Flüeler (2 Niederlagen in 2 Spielen) den Rang abzulaufen.

Nach Lugano und Zug stehen die ZSC Lions nun als drittes Team an der Tabellenspitze, weil der EV Zug gegen Lausanne mit 0:3 erstmals verlor. Nach zwei Meisterschaftswochen hat jedes Team mindestens einmal verloren.

Wegen der aktuellen Coronavirus-Quarantäne der Klubs von Fribourg-Gottéron und Lugano standen nur vier statt sechs Spiele auf dem Programm. Und Goals fielen in diesen Partien nur ganz wenige - die meisten m Kellerduell zwischen den SCL Tigers und Ambri-Piotta (3:2 n.V.). In Langnau glichen die Emmentaler durch Robbie Earl erst 64 Sekunden vor Schluss ohne Goalie zum 2:2 aus. Erik Brännström sicherte Langnau elf Sekunden vor dem Penaltyschiessen dann sogar noch den ersten Saisonsieg.

ZSC Lions - Bern 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)
7582 Zuschauer. - SR Salonen/Müller, Kehrli/Duarte.
Tore: 3. Prassl (Simic, Marti) 1:0. 45. Geering (Krüger, Hollenstein) 2:0. 60. (59:46) Hollenstein (Roe, Pedretti) 3:0 (ins leere Tor). - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 4mal 2 plus 10 Minuten (Heim) gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Andrighetto; Praplan.
ZSC Lions: Waeber; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Morant; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Pedretti, Krüger, Hollenstein; Pettersson, Schäppi, Wick; Simic, Prassl, Sigrist; Diem.
Bern: Karhunen; Untersander, Zryd; Thiry, Blum; Andersson, Beat Gerber; Burren, Colin Gerber; Ruefenacht, Jeffrey, Pestoni; Praplan, Brithen, Moser; Bader, Haas, Scherwey; Sciaroni, Neuenschwander, Heim.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Bodenmann und Capaul (alle verletzt). Bern von 57:45 bis 59:46 ohne Torhüter.

Zug – Lausanne 0:3

In der Eishockey-Meisterschaft steht nach zwei Wochen kein Team mehr mit weisser Weste da. Der EV Zug unterlag daheim Lausanne 0:3.

Die ersten drei Spiele hatte Zug mit Glück und Können gegen die Lakers (3:2/a), Lugano (3:2/a) und Bern (2:1/h) alle mit einem Treffer Unterschied gewonnen. Dass es dabei in der Offensive noch nicht nach Wunsch «geigte», wurde durch die Ergebnisse verdeckt. Unmittelbar nach der Vertragsverlängerung mit Cheftrainer Dan Tagnes (bis 2024) wurden gegen Lausanne die offensiven Mängel nun aber bestraft.

Die Waadtländer liessen sehr wenig zu. Zwei Goals unmittelbar vor und nach der ersten Pause entschieden die Partie. In Führung liegend konzentrierte sich der LHC fast nur noch darauf, den Vorsprung zu verwalten.

Die wegweisenden Treffer fielen innerhalb von 137 Sekunden. 76 Sekunden vor Schluss des ersten Drittels brachte Cory Emmerton die Gäste in Führung. 61 Sekunden nach der ersten Pause erhöhte Brian Gibbons in Überzahl nach Vorarbeit von Charles Hudon, dessen Spielberechtigung erst am Freitag eingetroffen war, auf 2:0. Hudon stellte 116 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor zum 3:0 Lausannes Sieg endgültig sicher.

Erst mit der ersten Niederlage vor Augen, vermochte der EV Zug den Druck zu erhöhen. Lausannes Goalie Tobias Stephan (33 Paraden) sorgte als Hexer aber dafür, dass die Punkte nach Lausanne gingen. Alleine im zweiten Abschnitt parierte Stephan 15 Schüsse.

Zug - Lausanne 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)
2913 Zuschauer. - SR Wiegand/Nikolic, Schlegel/Cattaneo.
Tore: 19. Emmerton (Grossmann, Kenins) 0:1. 22. Gibbons (Hudon/Powerplaytor) 0:2. 59. Hudon 0:3 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 plus 10 Minuten (Kovar) gegen Zug, 5mal 2 plus 10 Minuten (Douay) gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Hofmann; Kenins.
Zug: Genoni; Cadonau, Alatalo; Diaz, Geisser; Schlumpf, Gross; Zgraggen; Simion, Kovar, Hofmann; Martschini, Senteler, Klingberg; Thürkauf, McLeod, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Zehnder.
Lausanne: Stephan; Genazzi, Barberio; Heldner, Frick; Grossmann, Marti; Krueger, Antonietti; Gibbons, Malgin, Hudon; Bertschy, Emmerton, Kenins; Bozon, Maillard, Almond; Leone, Jäger, Douay.
Bemerkungen: Zug ohne Stadler und Thorell (beide verletzt). Zug von 57:55 bis 58:04 ohne Torhüter.

SCL Tigers – Ambri 3:2 n.V.

Die SCL Tigers kamen dank eines imposanten Finishs mit 3:2 nach Verlängerung gegen Ambri-Piotta zum ersten Saisonsieg. Nur der HC Davos hat diese Saison noch kein Spiel gewonnen.

Die Langnauer lagen bis 64 Sekunden vor Schluss 1:2 zurück, nachdem Michael Fora und Julius Nättinen (in seinem ersten Spiel in der Schweiz) die Leventiner im zweiten Abschnitt mit einer Doublette binnen 91 Sekunden in Führung geschossen hatten. Robbie Earl bei 6-gegen-4-Feldspieler glich im Finish aus. In der Verlängerung spielte Ambri zuerst fast zwei Minuten lang Powerplay, ehe der neuverpflichtete NHL-Verteidiger Erik Brännström (Ottawa) elf Sekunden vor Ablauf der Verlängerung das Siegtor erzielte.

Tigers Erik Braennstroem jubelt, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SCL Tigers und dem HC Ambri-Piotta, am Freitag, 16. Oktober 2020, im Ilfisstadion in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Brännström macht in der Verlängerung den Sack zu. Bild: keystone

Den SCL Tigers gelang eine imposante Reaktion auf die 1:8-Klatsche am Donnerstagabend in Genf. Goalie Gianluca Zaetta (25 Paraden) kam zu seinem ersten Sieg in der National League.

SCL Tigers - Ambri-Piotta 3:2 (0:0, 1:2, 1:0, 1:0) n.V.
2005 Zuschauer. - SR Urban/Hendry, Wolf/Betschart.
Tore: 23. Andersons (Schilt, Kuonen) 1:0. 36. Fora (Powerplaytor) 1:1. 38. Nättinen (Dal Pian) 1:2. 59. Earl (Powerplaytor) 2:2 (ohne Torhüter). 65. (64:49) Brännström (Earl/Powerplaytor) 3:2. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Maxwell; D'Agostini.
SCL Tigers: Zaetta; Glauser, Brännström; Blaser, Leeger; Huguenin, Grossniklaus; Schilt, Erni; Berger, Diem, Dostoinov; Sturny, Flavio Schmutz, Julian Schmutz; Earl, Maxwell, Weibel; Andersons, Melnalksnis, Kuonen.
Ambri-Piotta: Conz; Fora, Ngoy; Hächler, Fischer; Fohrler, Pezzullo; Zaccheo Dotti; Kneubuehler, Flynn, Horansky; D'Agostini, Müller, Zwerger; Grassi, Dal Pian, Nättinen; Trisconi, Kostner, Bianchi; Rohrbach.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Lardi, Neukom, Punnenovs und Salzgeber (alle verletzt), Ambri-Piotta ohne Isacco Dotti, Goi, Incir und Novotny (alle verletzt). SCL Tigers von 58:03 bis 58:56 ohne Torhüter.

Rapperswil – Servette 2:1 n.V.

Dank Melvin Nyffeler (40 Paraden) und Roman Cervenka (3. Saisontor) gewannen die Rapperswil-Jona Lakers die intensive, tolle Partie gegen Genf-Servette nach Rückstand bis zur 43. Minute mit 2:1 nach Verlängerung.

Goalie Nyffeler gewann das Torhüterduell gegen Gauthier Descloux (30 Paraden). Er klaute für die Lakers zwei Punkte. Von «gestohlenen» Punkten ist im Eishockey die Rede, wenn dem siegreichen Torhüter mindestens 10 Paraden mehr gelingen als dem Gegenüber.

SC Rapperswil-Jona Lakers PostFinance Top Scorer Roman Cervenka, vorne, gegen Geneve-Servette HC Verteidiger Roger Karrer waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und Geneve-Servette HC am Freitag, 16. Oktober 2020, in Rapperswil. (PostFinance/Patrick B. Kraemer)

Der Matchwinner: Roman Cervenka. Bild: keystone

Igor Jelovac glich für die Lakers in der 43. Minute das 0:1 von Denis Smirnovs aus. Roman Cervenka entschied die Partie bereits nach 37 Sekunden der Verlängerung. Für den Tschechen war es bereits das fünfte Goal in einer Verlängerung in der Schweiz.

Der Genève-Servette Hockey Club kann nun in die freiwillige Selbstisolation: Die Genfer bestreiten erst am 27. Oktober daheim gegen Bern das nächste Spiel.

Rapperswil-Jona Lakers - Genève-Servette 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) n.V.
2537 Zuschauer. - SR Borga/Nikolic, Dreyfus/Ambrosetti.
Tore: 25. Smirnovs (Fehr, Omark/Powerplaytor) 0:1. 43. Jelovac (Profico, Dünner) 1:1. 61. (60:37) Cervenka (Egli) 2:1. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Cervenka; Omark.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Vukovic, Dufner; Jelovac, Profico; Egli, Sataric; Randegger, Maier; Lehmann, Rowe, Eggenberger; Lhotak, Dünner, Wick; Clark, Sobotka, Cervenka; Schweri, Ness, Wetter.
Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Mercier, Le Coultre; Kast, Smons; Smirnovs, Fehr, Winnik; Moy, Richard, Rod; Damien Riat, Vermin, Omark; Patry, Berthon, Vouillamoz.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Loosli, Moses und Payr (alle verletzt), Genève-Servette ohne Miranda, Arnaud Riat und Völlmin (alle verletzt). (sda/rst)

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Ambri per sempre
17.10.2020 02:13registriert October 2020
Grande Bern... Aurel wo bist du? 😂😂😂😂
436
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bullygoal45
16.10.2020 23:15registriert November 2016
Lässt man Cervenka in der Overtime spazieren fahren, heisst das meistens Feierabend. 😉🔴🔴🔴
Die beiden Powerplays sahen endlich auch nach etwas aus - auch wenn noch ohne Tor! 👍🏻
UND Morgen weihen wir den Hockeytempel in Davos ein 🔵🟡 😁😁
4010
Melden
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11

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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