DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08250852 Cristiano Ronaldo of Juventus FC reacts during the UEFA Champions League round of 16 first leg soccer match between Olympique Lyon and Juventus FC in Lyon, France, 26 February 2020.  EPA/YOAN VALAT

Es droht das Achtelfinal-Out: Cristiano Ronaldos Juventus Turin muss gegen Lyon gewinnen. Bild: EPA

Die Champions League ist zurück – das musst du zu den Achtelfinal-Rückspielen wissen



Heute Abend ist es so weit – die Champions League ist zurück! Bevor in ein paar Tagen das Finalturnier in Lissabon steigt, stehen noch die vier verbliebenen Achtelfinal-Rückspiele an.

Los geht es mit den Begegnungen Juventus – Lyon und Manchester City – Real Madrid, die über fünf Monate nach dem Hinspiel entschieden werden. Was passierte schon wieder damals, kurz bevor es zur Coronavirus-Pause kam? Und wie ist die Ausgangslage heute? Wir verschaffen einen Überblick.

Juventus Turin – Olympique Lyon

Das Hinspiel

Es war die grosse Überraschung in den Achtelfinal-Hinspielen: Olympique Lyon setzte sich dank einer mutigen Leistung zuhause gegen Juventus mit 1:0 durch. Das goldene Tor erzielte damals Lucas Tousart, der aber mittlerweile nicht mehr in Lyon ist – er kehrte nach dem Abbruch der Ligue-1-Saison zu Hertha BSC zurück.

Juventus enttäuschte in Lyon über weite Strecken. Der italienische Rekordmeister blieb über weite Strecken blass und riskierte gar, noch höher zu verlieren. Im Rückspiel brauchen die «Bianconeri» eine Leistungssteigerung, um doch noch nach Lissabon reisen zu können.

abspielen

Die Highlights aus dem Hinspiel im Video. Video: YouTube/SRF Sport

Die aktuelle Form

In der vergangenen Woche feierte Juventus Turin zum neunten Mal in Serie den italienischen Meistertitel. Dennoch ist bei weitem nicht alles gut bei der «alten Dame»: Seit dem Restart fand Juventus nie richtig den Tritt, gewann von den letzten acht Spielen nur gerade zwei und kassierte vier Niederlagen, zuletzt zwei in Serie gegen Cagliari und die AS Roma. Die einstige defensive Sicherheit ist weg, in den letzten zehn Spielen blieb Juve nur einmal ohne Gegentor. Und in der Offensive hängt viel vom Duo Cristiano Ronaldo und Paulo Dybala ab. Aber ob der Argentinier nach Wadenproblemen rechtzeitig wieder fit wird, ist noch unklar.

Und wie gut ist Lyon in Form? Das wissen wohl nicht mal die Franzosen selbst so genau. Die Meisterschaft in Frankreich wurde wegen der Coronavirus-Pandemie vorzeitig abgebrochen. So absolvierte OL seit Anfang März nur noch ein einziges Pflichtspiel: Im Final des Ligapokals hielt Lyon gegen Paris Saint-Germain gut mit, verlor nach 120 torlosen Minuten aber im Penaltyschiessen.

epa08250900 Lucas Tousart of Olympique Lyon celebrates after winning against Juventus the UEFA Champions League round of 16 first leg soccer match between Olympique Lyon and Juventus FC in Lyon, France, 26 February 2020.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Er ist am Freitag nicht mehr dabei: Hinspiel-Torschütze Lucas Tousart. Bild: EPA

Wer kommt weiter: Juventus oder Lyon?

Manchester City – Real Madrid

Das Hinspiel

Champions-League-Rekordsieger Real Madrid steht im Achtelfinal mit dem Rücken zur Wand: Ende Februar mussten die «Blancos» im Santiago Bernabeu gegen Manchester City eine empfindliche 1:2-Pleite hinnehmen. Isco brachte die Spanier damals in Führung, Manchester City drehte die Partie allerdings in der Schlussviertelstunde dank Gabriel Jesus und Kevin De Bruyne.

Kurz vor Schluss gab es noch einen weiteren Rückschlag für Real: Captain Sergio Ramos flog nach einer Notbremse in der 86. Minute vom Platz, er muss damit im Rückspiel zuschauen.

abspielen

Die Highlights aus dem Hinspiel im Video. Video: YouTube/SRF Sport

Die aktuelle Form

Beim Restart ging es in der Liga nicht mehr um besonders viel für Manchester City – neun Runden vor Schluss war schon fast klar, dass die «Citizens» die Saison auf dem zweiten Platz beenden würden. Trotzdem überzeugte das Team von Pep Guardiola über weite Strecken: Sieben der neun verbliebenen Spiele wurden gewonnen, sechs davon mit mindestens vier Toren Unterschied. So zeigte sich Guardiola im Vorfeld des Rückspiels optimistisch: «Ich habe das Gefühl, dass wir bereit sind, dass wir gut spielen und die Partie gewinnen werden.»

Aber Achtung: Seit dem Restart hat Real Madrid eine eindrückliche Wandlung hinter sich. Die Madrilenen gewannen ihre ersten zehn Spiele nach der Coronavirus-Pause alle, fingen so Barcelona ab und holten doch noch den Meistertitel. Vor allem defensiv trat das Team von Zinédine Zidane zuletzt richtig überzeugend auf: In den elf Spielen seit dem Restart spielte man sechs Mal zu Null und kassierte nur sechs Gegentore.

epa08550870 Real Madrid's captain Sergio Ramos (C) lifts the trophy after winning Villarreal CF in their Spanish LaLiga soccer match held at Alfredo Di Estefano Stadium, in Madrid, Spain, 16 July 2020. Real Madrid is the Spanish LaLiga champion 2020 and won its 34th Championship.  EPA/Rodrigo Jimenez

Real Madrid jubelt nach dem Gewinn des Meistertitels. Bild: keystone

Wer kommt weiter: Manchester City oder Real Madrid?

Bayern München – FC Chelsea

Das Hinspiel

Bei keinem der verbliebenen vier Achtelfinal-Rückspielen ist die Ausgangslage derart deutlich wie bei diesem. Ende Februar setzte sich Bayern München in London gleich mit 3:0 durch und steht so mit mehr als einem Bein im Viertelfinal. Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit drehte der deutsche Rekordmeister in den zweiten 45 Minuten richtig auf. Serge Gnabry traf zwischen der 51. und der 54. Minute doppelt, in der 76. Minute war auch Topskorer Robert Lewandowski erfolgreich.

Damit braucht Chelsea ein Fussballwunder, um doch noch nach Lissabon reisen zu dürfen. Nach einer 0:3-Heimniederlage im Hinspiel schaffte es bisher noch kein einziges Team, doch noch weiterzukommen. Und mit Jorginho, Marcos Alonso (beide gesperrt), Christian Pulisic und Cesar Azpilicueta (beide verletzt) fehlen gleich vier Stammkräfte.

abspielen

Die Highlights aus dem Hinspiel im Video. Video: YouTube/SRF Sport

Die aktuelle Form

Nach dem Restart zeigte sich Bayern München in bestechender Form. Die Zahlen sprechen für sich: Neun Siege in neun Ligaspielen, 27:6 Tore. Hinzu kommt der Sieg im Pokalfinal gegen Bayer Leverkusen. Damit haben die Deutschen als einziges Team neben Paris Saint-Germain noch die Chance auf das Triple. Die einzige Frage ist, wie gut die Bayern ihre Form während der erneuten Pause halten konnten – die Bundesliga endete im Gegensatz zu den Ligen in England, Italien und Spanien bereits Ende Juni.

«Minimalziel erreicht», dürfte hingegen das Fazit beim FC Chelsea seit dem Restart lauten. Die «Blues» verloren drei von neun Ligaspielen, landeten so aber gerade noch auf dem vierten Platz der Premier League, mit dem man sich für die kommende Champions League qualifizieren konnte. Mit mehr als drei Toren Unterschied konnte Chelsea dabei allerdings nie gewinnen – dies bräuchte es am Samstag, um doch noch die Wende zu schaffen.

epa08527827 Bayern Munich players celebrate with their coach Hansi Flick (up) after winning the German DFB Cup final between Bayer 04 Leverkusen and FC Bayern Munich at Olympic Stadium in Berlin, Germany, 04 July 2020.  EPA/ALEXANDER HASSENSTEIN / POOL CONDITIONS - ATTENTION: The DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Seit Hansi Flick Trainer ist, sind die Bayern fast nicht zu bremsen. Bild: keystone

Wer kommt weiter: Bayern München oder Chelsea?

FC Barcelona – SSC Napoli

Das Hinspiel

Die Partie in Neapel lief ziemlich genau so, wie man es erwartet hatte: Barcelona kontrollierte das Geschehen mit 63 % Ballbesitz, Napoli konzentrierte sich darauf, defensiv gut zu stehen. Am Ende trennten sich die beiden Teams mit 1:1. Dries Mertens brachte das Heimteam nach 30 Minuten in Front, Antoine Griezmann glich in der 57. Minute aus. Damit ist im Rückspiel noch alles offen: Barcelona reicht zwar ein 0:0, es muss aber im Mittelfeld auf die gesperrten Sergio Busquets und Arturo Vidal verzichten.

abspielen

Die Highlights aus dem Hinspiel im Video. Video: YouTube/SRF Sport

Die aktuelle Form

Nein, besonders gut lief es Barcelona seit dem Restart wirklich nicht. Die Katalanen liessen in vier von elf Spielen Punkte liegen und mussten so Real Madrid im Titelrennen vorbeiziehen lassen. Die einstige Dominanz ist weg, Superstar Lionel Messi schimpfte nach dem verpassten Titel: «Wir sind ein unbeständiges und schwaches Team, das man mit Intensität und Wille schlägt, gegen das man Chancen erarbeitet und Tore schiesst.» Barcelona droht eine Saison ohne Titel – die letzte Chance auf einen Pokal ist die Champions League.

Für Napoli lief der Wiederbeginn der Saison optimal – die Süditaliener gewannen die Coppa Italia und so erstmals seit fünf Jahren wieder einen Titel. In der Meisterschaft kam Napoli aber nicht wie gewünscht auf Touren: In den zwölf Partien seit dem Restart gab es nur sieben Siege. So blieb die grosse Aufholjagd aus – Napoli beendete die Saison nur auf dem siebten Platz, so weit hinten wie nie in den letzten zehn Jahren.

Barcelona's Lionel Messi reacts during a Spanish La Liga soccer match between Barcelona and Osasuna at the Camp Nou stadium in Barcelona, Spain, Thursday, July 16, 2020. (AP Photo/Joan Monfort)

Zum Verzweifeln: Lionel Messis Barcelona gab nach dem Restart den Titel aus der Hand. Bild: keystone

Wer kommt weiter: Barcelona oder Napoli?

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle Champions-League-Sieger seit 1993

1 / 31
Alle Champions-League-Sieger seit 1993
quelle: keystone / susana vera
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die 21 schönsten Champions-League-Tore

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Emotionaler Appell von Trainer Petkovic: «Wir brauchen die Solidarität von Euch allen»

Die Schweizer Nati musste in den letzten Tagen viel Kritik einstecken. Nun appelliert Trainer Vladimir Petkovic in einem offenen Brief an die Unterstützung der Bevölkerung.

Liebe Schweizerinnen und Schweizer

Wir wollten Euch eine magische Nacht schenken. Euch stolz machen auf uns und auf unsere Schweiz. Wir wollten Euch nach den vielen Entbehrungen der langen Zeit der Pandemie glücklich machen mit einem Sieg gegen Italien. So vieles hatten wir uns dafür vorgenommen. Zu viel vielleicht. Und am Schluss blieb nichts als Enttäuschung. Für Euch, für uns und für viertausend Schweizerinnen und Schweizer, die nach Rom gereist sind. Das tut uns von Herzen leid.

Seit dem 26. …

Artikel lesen
Link zum Artikel