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Die Basler mit Timm Klose, vorne, verlassen das Spielfeld nach dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Zuerich im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Samstag, 23. Januar 2021. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Dem FCB läuft es nicht rund – Verstärkungen wären deshalb durchaus willkommen. Bild: keystone

Analyse

FCB darf Bundeshilfen in Transfers investieren – weil es der wichtigste Erwerbszweig ist

Darf der FC Basel die beim Bund beantragten A-fonds-perdu-Millionen in die Beine eines jungen Argentiniers reinvestieren? Eine heikle Frage, auf die es nach Sichtung der Argumente aber eigentlich nur eine Antwort geben kann.

jakob weber / ch media



Es ist bisher nur ein Gerücht. Doch es sorgt bereits für einen grossen Aufschrei. Südamerikanische Medien melden, dass der 18-jährige offensive Mittelfeldspieler Matias Palacios vom argentinischen Traditionsklub San Lorenzo zum FC Basel wechseln soll. Der argentinische Juniorennationalspieler soll für anderthalb Jahre ausgeliehen werden und kann dann für kolportierte sechs Millionen Franken übernommen werden.

Was folgt, ist ein Aufschrei in den sozialen Medien. Bürger und auch Politiker aus beiden Lagern melden sich öffentlich zu Wort und kritisieren den FCB für sein Verhalten.

Der Aufschrei kommt, weil der erst jüngst Ende Januar Hilfsgelder in Millionenhöhe beantragt hat. a-fonds-perdu-Geld gesichert? Neuer Star gekauft! So der erste Gedanke vieler Erboster. Doch ganz so einfach ist es nicht.

Natürlich ist der Zeitpunkt des Gerüchts nicht ideal. Denn nur Tage vorher wurde bekannt, dass der FCB eines von nur drei Super-League-Teams ist, das von den A-fonds-perdu-Beiträgen profitiert. Doch ein Blick in die Geschäftszahlen des Vereins zeigt, dass Transfererlöse den grössten Teil der Einnahmen ausmachen und somit der wichtigste Geschäftszweig des FC Basel ist.

Bild

grafik: ch media

Damit erübrigt sich eigentlich die Diskussion, ob die Investition in ein argentinisches Jungtalent verwerflich ist. Ein Sterne-Restaurant muss ja auch nicht plötzlich nur noch Pommes und Hahnenwasser verkaufen, nur weil es während der Pandemie Hilfsgelder vom Bund bekommen hat. Es darf weiterhin exquisite Kost anbieten und teure Köche anstellen. Gleiches sollte auch für den FCB gelten.

Auflagen für den FCB kein Problem

Aus der Super League nur der FC Basel, der FC Zürich und der FC Sion Bundesgelder beantragt haben. Aus der Challenge League sind es gemäss BASPO sechs von zehn Klubs. Die angefragte Summe im Fussball beläuft sich auf 13,6 Millionen Franken.

Um Bundeshilfen zu erhalten müssen die Klubs die Lohnsumme senken. Die Vorgaben des Bundes: Alle Löhne, die im Sommer 2019 bei über 150'000 Franken im Jahr lagen, werden zusammengerechnet – davon müssen 20 Prozent weggespart werden.

Der FC Basel hat die Löhne in den vergangenen 18 Monaten ohnehin schon gekürzt und muss deshalb wohl nicht weiter handeln. In den nächsten fünf Jahren dürfen die Löhne aber nicht wieder angehoben werden. (pre/sda)

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