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bild: watson/keystone

Analyse

Eine verkürzte Saison – aber von den NHL-Schweizern darf man trotzdem Spektakel erwarten

Am 13. Januar startet die neue NHL-Saison. Mit dabei sind auch sieben Schweizer, die einen Stammplatz haben und sechs weitere, die um einen solchen kämpfen. Das sind weniger Söldner als in den letzten Jahren. Doch die Spieler, die spielen, werden auch liefern.



Roman Josi

Letzte Regular Season: 69 Spiele, 16 Tore, 49 Assists

Geht es noch besser als letzte Saison? Roman Josi skorte beinahe einen Punkt pro Spiel, war Topskorer der Nashville Predators, spielte in der Defensive deutlich konstanter als auch schon und wurde dafür im Sommer zum besten Verteidiger der NHL gewählt.

Das zu übertreffen oder auch nur zu egalisieren, ist natürlich eine extrem schwierige Aufgabe. Einerseits sollte es nicht so sein, dass ein Verteidiger beinahe im Alleingang die Offensive einer Mannschaft ankurbeln muss. Andererseits ist Nashville ein Team auf dem Abstieg: Nach der Niederlage im Stanley-Cup-Final 2017 folgten das Out im Conference-Halbfinal 2018, das Out in der ersten Runde 2019. Und diesen Sommer verloren die Predators die Play-In-Runde, schafften also nicht einmal den Sprung in die offiziellen Playoffs.

Es hat in Nashville aber auch einige Veränderungen gegeben. Kyle Turris und Craig Smith sind nicht mehr da, dafür sind Erik Haula und Nick Cousins neu gekommen. Man darf gespannt sein, wie sich diese Veränderungen auswirken. Das Jahr wird auch aufgrund der neuen Divisionen speziell. Nashville spielt acht Mal gegen Detroit und Chicago, zwei der schwächsten Teams der Liga. Aber auch acht Mal gegen Stanley-Cup-Champion Tampa und Finalist Dallas. Man darf deshalb für Josi immer noch eine sehr starke Saison, wenn auch einen leichten Rückgang gegenüber dem letzten Jahr erwarten.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose (über 56 Spiele): 46 Punkte, davon 11 Tore.

Kevin Fiala

Letzte Regular Season: 64 Spiele, 23 Tore, 31 Assists

Ein schwacher Saisonstart und danach die Punkteexplosion. Kevin Fiala hat sich letztes Jahr in die Herzen der Minnesota-Fans gespielt. Gegen Ende der Saison war Fiala praktisch eine offensive One-Man-Show, die die Wild in Richtung Playoffs zog. Zwischenzeitlich war Fiala einer der besten Spieler der Liga. Am Ende unterlag Minnesota Vancouver in den Pre-Playoffs in vier Spielen (3 Tore und 1 Assist für Fiala).

Es scheint, als wisse Fiala nun, wie er sein volles Potenzial ausspielen kann. Gegen den Ostschweizer ist es extrem schwierig, zu verteidigen. Er ist ein schneller Skater, trickreich an der Scheibe und sein Handgelenkschuss ist unglaublich gefährlich. Nun gilt es für den Flügel, die gute Form des letzten Jahres auch in die neue Saison mitzunehmen.

Es hilft sicherlich, dass Minnesota in der für diese Saison neu geformten West Division spielt. Dort gibt es zwar sehr starke Gegner wie Colorado, St.Louis und Vegas, aber auch weniger starke wie Anaheim, LA, San Jose oder Arizona. Es hat bei Minnesota aber auch einige Änderungen gegeben. Die Center-Routiniers Mikko Koivu und Eric Staal sind nicht mehr da. Dafür sollen Nick Bjugstad, Nick Bonino und etwas später als geplant aufgrund einer Verletzung auch Marco Rossi für die Musik in der Mitte sorgen.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose: 48 Punkte, davon 21 Tore

Nico Hischier

Letzte Regular Season: 58 Spiele, 14 Tore, 22 Assists

Die letzte Saison war für Nico Hischier und die New Jersey Devils eine zum vergessen. Obwohl im Sommer eigentlich viele gute Moves gemacht wurden, verpassten sie die Playoffs am Ende deutlich. Und Hischier spielte seine bisher schlechteste NHL-Saison.

Nun ist die Situation wieder relativ ähnlich. Wieder haben sich die Devils auf dem Papier geschickt verstärkt. Doch dieses Mal rechnet kaum jemand damit, dass New Jersey den Sprung in die Playoffs schafft, denn die Konkurrenz in der East Division (Boston, Washington, Philadelphia, Pittsburgh, Rangers, Islanders und Buffalo) ist brutal.

Deshalb dürfte es auch für Hischier als Einzelspieler wieder eine schwierige Saison geben. Man darf aber erwarten, dass er sich gegenüber dem letzten Jahr wieder etwas steigert. Einerseits ist es seine vierte Saison in der NHL. In dieser vierten Saison machen viele Spieler statistisch gesehen einen Schritt nach vorne. Andererseits passte letztes Jahr Hischiers Spiel zu Saisonbeginn mit Taylor Hall überhaupt nicht. Erst als Hall zu Arizona getradet wurde, kam Hischier wieder besser in Fahrt.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose: 39 Punkte, davon 14 Tore

Timo Meier

Letzte Regular Season: 70 Spiele, 22 Tore, 27 Assists

Nachdem er in der Vorsaison 30 Tore und 36 Assists gesammelt hatte, war das letzte Jahr für Timo Meier mit 22 Toren und 27 Assists (Team-Topskorer) fast schon enttäuschend. Das gilt aber für die gesamte Mannschaft der San Jose Sharks, die zu keinem Zeitpunkt richtig den Tritt fand und in die Niederungen der Tabelle absank.

Dieses Jahr soll also Wiedergutmachung anstehen. Dafür brauchen die Sharks aber einen gesunden Erik Karlsson. Wenn der Schwede seine Form wiederfindet, profitiert davon auch der Sturm – also auch Meier. Zudem hatten Verletzungen von Captain Logan Couture und Tomas Hertl die Sharks und Meier letztes Jahr zusätzlich ausgebremst.

Dass man sich über 50 Punkte aus 70 Spielen schon fast beklagt, zeigt, wie gut Meier geworden ist. Der Herisauer ist ein Powerstürmer erster Güte und wird dank seiner Energie und seinem guten Schuss auch diese Saison seine Tore schiessen.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

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Letzte Saison kreierte Meier bei den Sharks weniger Torchancen und liess deutlich mehr gegnerische Torchancen zu, als noch im Jahr davor. Bild: hockeyviz.com/micah blake mccurdy

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose: 43 Punkte, davon 20 Tore.

Nino Niederreiter

Letzte Regular Season: 67 Spiele, 11 Tore, 18 Assists

Nino Niederreiter wurde letzte Saison den Erwartungen nicht gerecht. Elf Tore sind für einen Spieler von seinem Kaliber zu wenig. Der Churer wurde im Lineup nach hinten durchgereicht und musste in den Playoffs gar einmal auf der Tribüne Platz nehmen.

Die Schusseffizienz von Nino Niederreiter in den letzten 5 Jahren:

Aber vermutlich kann man die Saison 2019/20 einfach als Totalausfall abstempeln. Noch nie in seiner Karriere hat Niederreiter so wenig und so ineffizient geschossen, noch nie hat er so viele Puckverluste gehabt und defensiv so schlecht ausgesehen. Man darf also hoffen, dass in dieser Saison der Trend wieder aufwärts zeigt.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose: 29 Punkte, davon 12 Tore.

Dean Kukan

Letzte Regular Season: 33 Spiele, 1 Tor, 4 Assists

Jetzt hat sich Dean Kukan endlich den Stammplatz in Columbus gesichert – oder nicht? Das Problem ist, dass wir genau den gleichen Gedanken schon die letzten zwei Jahre vor dem Saisonstart hatten und da durfte der Zürcher Verteidiger jeweils doch oft nur von der Tribüne zuschauen. So hat er noch nie in einer NHL-Saison mehr als 40 Spiele absolviert. Das dürfte sich aber dieses Jahr ändern – sofern er gesund bleibt.

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Je mehr blau, desto weniger Schüsse werden abgegeben, wenn Kukan auf dem Eis ist. In der Defensive ist das gut, in der Offensive schlecht. Bild: hockeyviz.com/micah blake mccurdy

Kukan gehörte Ende Saison und auch in den Pre-Playoffs gegen Toronto und der ersten Runde gegen Tampa Bay zum Stammpersonal. Der 27-Jährige war mitverantwortlich für die guten Defensivleistungen der Blue Jackets im Sommer. Kukans grösste Stärke ist es, den Puck kontrolliert aus der eigenen und in die gegnerische Zone zu tragen. Er ist keiner, der besonders viele Tore und Assists beisteuert, doch das muss er auch nicht. Dafür sind bei Columbus andere zuständig. Viel wichtiger dürfte Coach John Tortorella die defensive Zuverlässigkeit sein – und die bringt Kukan mit.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose: 9 Punkte, davon 1 Tor.

Jonas Siegenthaler

Letzte Regular Season: 64 Spiele, 2 Tore, 7 Assists

Letzte Saison war Jonas Siegenthaler eine der grossen Überraschungen. Der Zürcher verpasste bei den Washington Capitals praktisch kein Spiel. Der 23-Jährige konnte sich als absoluter Defensiv- und Unterzahlspezialist auszeichnen.

Washington Capitals defenseman Jonas Siegenthaler (34), of Switzerland, stands on the ice during the first period of an NHL hockey game against the Arizona Coyotes, Monday, Nov. 11, 2019, in Washington. (AP Photo/Nick Wass)

Siegenthaler hat dieses Jahr viel mehr Konkurrenz. Bild: FR67404 AP

Dieses Jahr dürfte es für Siegenthaler allerdings schwieriger werden, regelmässig Eiszeit zu erhalten. Der Schweizer steht – wortwörtlich – im Schatten des 2,05-Meter-Mannes Zdeno Chara. Der Verteidiger-Routinier hat kürzlich einen Vertrag in der US-Hauptstadt unterschrieben und dürfte Siegenthaler den Platz auf der linken Seite des dritten Verteidigungspaars wegnehmen.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose: nur sporadische Einsätze bei den Capitals

Pius Suter

Pius Suter kommt, wie zuletzt Dominik Kubalik als amtierender National-League-MVP in die NHL. Der Tscheche erzielte daraufhin in seiner ersten NHL-Saison 30 Tore und war einer der drei besten Rookies von 2019/20. Das gleiche nun auch von Pius Suter zu erwarten wäre aber falsch. Der Zürcher spielt ein ganz anderes Spiel als Kubalik, der vor allem ein sehr guter Sniper ist.

Suters Spiel ist unauffälliger, aber kompletter. Er schleicht sich vors Tor und drückt dort den Puck über die Linie. Kommt zu Torchancen und findet seine Mitspieler dank seiner grossen Spielintelligenz. Gleichzeitig ist er aber auch in der eigenen Zone und in Unterzahl höchst verlässlich. Er bietet den Blackhawks also einiges.

Das Pech der Blackhawks wird zudem etwas zum Glück Suters. Bei Chicago fallen mit Jonathan Toews (bis auf Weiteres) und Kirby Dach (mindestens vier Monate) die beiden besten Center aus. Das eröffnet dem 24-Jährigen Schweizer Möglichkeiten, bereits von Beginn der Saison eine grosse Rolle zu spielen.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose: 16 Punkte, davon 7 Tore

Gaëtan Haas

Letzte Regular Season: 58 Spiele, 5 Tore, 5 Assists

Auch Gaëtan Haas war letzte Saison eine mehrheitlich positive Überraschung. Der Romand musste zwischendurch zwar auch mal auf der Tribüne Platz nehmen, absolvierte aber doch die Mehrheit der Spiele. In der vierten Linie etablierte sich Haas insbesondere als Defensivspezialist. Seine Produktion war, auch durch seine limitierte Rolle bedingt, bescheiden.

In den Playoffs setzte Dave Tippett aber erst im letzten Spiel wieder auf den Schweizer. Und auch in der neuen Saison läuft vieles gegen den Schweizer, haben sich die Oilers auf der Centerposition mit den Zuzügen von Kyle Turris und Dominik Kahun doch noch einmal verstärkt. Zudem verpasst Haas einen grossen Teil des Trainingslagers. In Bern wurde seine Abreise verzögert, weil er wie der Rest des SCB-Kaders in Quarantäne musste. Und nach der Einreise in Edmonton war gleich nochmals Quarantäne angesagt.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose: kommt in Edmonton nur noch vereinzelt zum Einsatz.

Luca Sbisa

Letzte Regular Season: 44 Spiele, 2 Tore, 8 Assists

Luca Sbisas Geduld wurde letzte Saison belohnt. Der Zuger Verteidiger unterschrieb nach langem Warten einen Vertrag bei den Anaheim Ducks, doch die Winnipeg Jets schnappten sich den Schweizer, als dieser auf der Waiver-Liste war. So kam er plötzlich doch noch zu regelmässigen NHL-Einsätzen.

Winnipeg Jets' Luca Sbisa (5), Blake Wheeler (26) and Mark Scheifele (55) look on at practice during their NHL hockey summer training camp as the NHL reopens during COVID-19 in Winnipeg, Tuesday, July 14, 2020. (John Woods/The Canadian Press via AP)

Luca Sbisa (vorne) ist zurück bei den Winnipeg Jets. Bild: keystone

Den Jets gefiel offenbar, was sie von Sbisa sahen, boten sie ihm doch für diese Saison erneut einen Vertrag an (1 Jahr, 800'000 Dollar). Allerdings ist Sbisa in der Verteidiger-Hierarchie abgerutscht. Der 30-Jährige wird die Saison wohl nur als siebter oder achter Verteidiger in Angriff nehmen und sich wieder von Neuem aufdrängen müssen.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose: Kommt in Winnipeg zu Einsätzen, wenn es Verletzte oder Covid-bedingte Absenzen gibt.

Gilles Senn

Letzte Regular Season: 2 Spiele, 90,2% Fangquote

Wie von uns prognostiziert hat Gilles Senn den grössten Teil der letzten Saison in der AHL verbracht, wo er insbesondere in der zweiten Saisonhälfte auch sehr gute Leistungen gezeigt hat. Er kam aber auch zu zwei Einsätzen in der NHL. Das war eigentlich auch für dieses Jahr wieder angedacht.

Der überraschende Rücktritt von Corey Crawford, der bei New Jersey die Nummer 2 hätte sein sollen, bringt das Gefüge allerdings etwas durcheinander. Senn wird wohl dennoch gemeinsam mit Evan Cormier das Goalieduo der Binghamton Devils (die dieses Jahr in Newark spielen) bilden, während Mackenzie Blackwood, und Scott Wedgewood vorerst bei New Jersey das Tor hüten. Sofern die Devils nicht noch einmal auf dem Goalie-Markt aktiv werden, winken dennoch einige NHL-Einsätze

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Die Highlights von Senns bislang einzigem NHL-Spiel als Starter. Video: YouTube/NHL

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose: Spielt einen grossen Teil der Saison in der AHL. Einzelne NHL-Einsätze sind aber möglich.

Philipp Kurashev

Philipp Kurashev hat in der National League bei Lugano (13 Spiele, 9 Assists) gezeigt, dass er ein sehr guter Spielmacher ist. Man hat schon lange vermutet, dass der Schweizer Center diese Saison zu ersten Schnupper-Einsätzen in der NHL kommen wird. Aufgrund der vielen Ausfälle bei Chicago ist die Chance darauf nochmals gestiegen. Gemäss Berichten aus dem Trainingscamp startet der Berner die Saison aber noch als überzähliger Stürmer.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose: Startet die Saison als überzähliger Stürmer, kommt im Laufe des Jahres zu ersten NHL-Einsätzen.

Sven Bärtschi

Letzte Regular Season: 6 Tore, 2 Assists

Sven Bärtschi war eine der Enttäuschungen der letzten Saison, wurde er bei den Vancouver Canucks doch aus dem Kader gestrichen. Der Langenthaler verbrachte den grössten Teil der Saison in der AHL, kam nur zu sechs NHL-Einsätzen. Immerhin blieb der 28-jährige seit langem wieder einmal ohne Verletzung. Nun ist der Flügel wieder im Camp der Canucks, wo er versucht, sich einen Platz im NHL-Kader zu erkämpfen.

Canucks-Coach Travis Green spricht Bärtschi die Chancen zu, den Sprung zurück ins NHL-Team zu schaffen.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

Prognose: Kommt zu vereinzelten Einsätzen in der NHL.

(Vorerst) nicht in der NHL

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