Spass
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Ich war auf dem Whisky- und Rumschiff, und die SPINNEN DORT ALLE imfall (aber das ist gut so)

Bild: obi/watson



Zugegeben, ich ging mit einer vorgefertigten Meinung an die jährliche Whisky- und Rum-Messe, die auf drei Zürisee-Schiffen verteilt ist: Dort werden nur Whisky-Snobs sein, die an Single-Barrel-Bränden herumschnüffeln und mit Fachsimpelei einander zu übertrumpfen versuchen.

Naja, vielleicht gab es gar die eine oder andere solche Szene – ich selbst habe keine beobachtet. Vielleicht, weil ich im Nullkommannix von der ebenso nerdigen wie grossartigen Welt der Whisky- und Rum-Herstellung regelrecht verschlungen wurde. 

Meine Fresse.

Okay, ich weiss etwa so ziemlich nichts über Rum. Deshalb war ich schon mal begeistert, einen aus Mauritius mit dem klingenden Namen Lazy Dodo zu probieren. Doch dann war da noch jener verrückte junge Zürcher – Guildive heisst seine Bude –, der in der Karibik fassweise erlesenste Rums gesourced hat und diese nun abfüllt. Unglaublich mundender Jamaica Rum etwa. Der eine – New Yarmouth heisst der – weist ein Volumenprozent von 68 auf – und so was von ölig und süffig.

Oder da war noch jener mexikanischer weisse Rum – Paranubes aus Oaxaca –, den ich mangels fachkundlichen Vokabulars als «psychedelisch» bezeichnen müsste. Riecht nach Trüffel und Oliven, schmeckt nach mindestens 15 weiteren Geschmäckern. Crazy.

Kommen wir zur lustigen Schottin aus Campbeltown, die 10 verschiedene Springbank-Whiskies im Gepäck hatte: 10-, 12-, 15-, 18- ... wait for it ... 21-jährige Whiskies sind da dabei. Alle haben sie unterschiedliche Gaumen und Finishes.

Transparenzbox

Baroni hat zwar eine Presseeinladung auf das Whisky- und Rumschiff bekommen, hat aber vor Ort schön brav für alle Degustations-Drinks selbst bezahlt (Probier-Shots kosten zwischen 2 und 5 Franken; ab und an auch mehr, für ganz erlesene Tropfen). Somit reflektieren die hier porträtierten Produkte rein seine unabhängige Meinung. Beziehungsweise sind das die Stände, an die er zufälligerweise hinspaziert ist. Weiter geschafft hat er's nicht. 😂

Wenn man da sich die Unterschiede eines im Rotweinfass gelagerten und eines im Sherryfass gelagerten Whiskys erklären lässt (und probieren darf), kommt man dem ganzen etwas verkopften Appeal des Whisky-Sammelns etwas näher. Ach und einen Blend mit politischer Note hatte sie auch im Gepäck: Dieser Anti-Brexit-Protest in Flüssigform wurde aus sage und schreibe 62 Whiskies geblended (ist das ein Wort? Nun ist's eins).

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Bild: obi/watson

Zwei und fucking sechzig! Gewöhnlichen wären um die 12. Schottland hat gewählt.

Ein Deck weiter unten sind die lustigen Appenzeller am Start. Die altehrwürdige Brauerei Locher begann bereits 1999 mit der Herstellung von Säntis Malt Whisky in geschichtsträchtigen Bierfässern und mit Verwendung von Quellwasser aus dem Alpstein – und blickte nie mehr zurück. Mehrfach preisgekrönt sind die – und das mit Whiskies, die bisweilen doch sehr, sehr eigen sind. Die Edition Dreifaltigkeit, etwa, ist vermutlich der einzige Whisky weltweit, der eine derartig krasse Rauchspeck-Nase aufweist.

Und ihre «Snow White»-Editionen mit ihren Vieille-Poire- und Marille-Finishes schmecken eigentlich gar nicht mehr so sehr nach Whisky. Und deshalb bekommt man das Gefühl, dass hier alles mit einer kauzigen Appenzeller «es schert uns einen Dreck»-Haltung vonstatten geht, stets im Wissen, dass die Orthodoxie getrost gestohlen bleiben kann, so lange das Produkt derart fein ist wie ihres.

Damn.

Und schliesslich war der Herr von Koval noch am Start. Leute, das ist Next Level Nerdgasm. Die von Koval spinnen komplett – das ist notabene als Kompliment gemeint.

Bei dieser Chicagoer Destillerie ist alles Bio. Und Koscher gar. Sämtliche Zutaten kommen von Bio-Farmbetrieben aus der Region. Dann wird alles Getreide vor Ort selbst gemahlen, eingemaischt und destilliert. Hey, selbst die Destillationsanlage ist auf maximale Energieeffizienz und Wasserrecycling ausgelegt. Und die Fässer werden mit Bienenwachs abgedichtet. Und ... ach, der Whiskey, der auf diese Weise zustande kommt, ist so was von geschmeidig. Verzeihung: Die Whiskeys. Denn da gibt es ein paar Varianten – Roggen, Hafer oder gar Hirse. Alles Single Barrel.

So. Das war bloss ein Schiff von insgesamt dreien. Eigentlich müsste ich nochmals zurück. Zwei Mal.

Das Whisky- und Rumschiff (also, eigentlich sind's drei Schiffe) ist noch bis und mit Sonntag 25.11. geöffnet.

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