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Der Knigge für jeden Beziehungsstreit ever – in 5 Punkten

Auch in den besten Häusern hängt der Segen mal schief – «for always and forever» hin oder her. Damit dieser wieder galant in aufrechte Position gebracht werden kann, sind lediglich folgende 5 Punkte des Beziehungsstreit-Knigges zu befolgen.



Die Tonalität

«Der Ton macht die Musik» – diese Binsenweisheit ist gerade in Beziehungskrisen von eminenter Wichtigkeit. Idealerweise steckt dabei in jedem Satz ein Hauch von passiv-aggressivem Sarkasmus. Dieser lockert die Konversationsstruktur, die insbesondere bei zu diplomatischem Start zu Harmonie-Überdruss neigt, vorweg auf.

In diesem ersten Schritt dürfen auch gerne auf einen Schlag verschiedenste Themenbereiche miteinander verknüpft werden, um die Diskussion auf eine multidimensionale, gerne abenteuerlich zusammengeschusterte Themenpalette zu lenken.

Einige Beispiele: (aufs Bild klicken, um zu erfahren, wie richtig mit Problemen umgegangen wird)

Bild: watson / shutterstock

bild: watson / shutterstock

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Stringente Beweisführung

Bei (subjektiv betrachtet) akutem Fehlverhalten deines Gegenübers ist eine stringente Beweisführung der Dreh- und Angelpunkt. Diese soll möglichst facettenreich und fantasievoll gestaltet werden, um die Diskussion munter und spannend zu halten. Die Darlegung zielführender Fakten gilt es wenn möglich zu vermeiden.

Wie dies von aussen dann aussehen soll:

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: imgflip

Auch wenn soziale Interaktionen selten einem Lehrbuch folgen, so seien hier dennoch die drei wichtigsten Grundpfeiler einer vorbildlichen Streitführung aufgeführt:

1. Visuelles Material

Der Screenshot – Wächter der Wahrheit, Sprenger der Lügen, Vater eines jeden Arguments und rechtmässiger Herrscher über Recht und Unrecht. Ein Anwendungsbeispiel, im Falle einer in Vergessenheit geratenen Verabredung:

Optimaler Einstiegssatz:

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bild: watson / shutterstock

Der perfekt angewendete Screenshot:

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bild: watson / shutterstock

Der eigentliche (ganze) Chatverlauf (an den sich Bärbel-Diana womöglich nicht mehr gänzlich erinnert):

BildBild aufdecken

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2. Komparative Strategien

Wer vergleicht, der löst Konflikte. Seit jeher ist bekannt, dass Dispute meist dann gelöst werden, wenn man willkürlich gewählte und schwer belegbare Vergleiche herbeizieht.

Beispiel eines klassischen Vergleichs:

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bild: watson / shutterstock

Falls der Fall aber schon beim ersten Date klar ist:

3. Analytische Fähigkeiten einbringen

Der letzte zentrale Punkt einer erfolgsversprechenden Diskussion ist es, Gefühle in Fakten umzumünzen.

Schritt 1: Absolutheit der darauf folgenden Präsentation der Fakten unterstreichen

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Schritt 2: Fakten präsentieren

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Schritt 3: Moralisches Urteil fällen

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Kaum erwähnenswert, dass dem Gegenüber während des Plädoyers keinerlei Einspruchsrecht gewährt werden darf.

Übertreiben

Das unumstrittene Herzstück einer jeden gelungenen Debatte ist das Übertreiben. Ist nun mal einfach ein wenig knackiger, wenn jegliche Mengenangaben und Gefühlsregungen etwas dramatisiert werden. Denk dran: Nur so stösst dein Punkt auch wirklich auf verständnisvolles Gehör!

Das kleine Einmaleins der Übertreibung:

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Bild: watson / shutterstock

Falls es dann gar nicht mehr klappt:

Archivmaterial zutage fördern

Wenn dies nicht die erste Konfrontation ist, befindest du dich im Hinblick auf einen erfolgreichen Streit bereits im Vorteil. Die Anstandsregel besagt, dass jegliche, je geäusserte Informationen nun wiederverwendet werden sollten – und zwar gänzlich frei von Kontext!

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bild: watson / shutterstock

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Informationen verdichten

Ein konstruktives Tool zum Lösen von Beziehungskonflikten ist das sogenannte «kreative Zuhören». Dabei wird die Quintessenz des Gesagten direkt aus den Zeilenzwischenräumen extrahiert und wiedergegeben.

Ein paar Beispiele zeigen, was damit gemeint ist.

Was gesagt wird:

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Was daraus geschlossen werden kann:

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Was gesagt wird:

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Was daraus geschlossen werden kann:

BildBild aufdecken

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