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5 einfache Tipps, mit denen dein Kaffee-Alltag markant verbessert werden kann

Bild: Lavazza

Tipps vom Profi: watson hat bei Kaffee-Kenner Michele Pulcher aus Torino nachgefragt, ob man ohne grossen Firlefanz den selbst zubereiteten Kaffee verbessern kann.



Guten Morgen! Und wie macht ihr zuhause euren Cofveve Kaffee? Kapselsystem? Bodum-Presse? Instant?

Ich hab' sowas hier:

Pavoni europiccola kolbenmaschine kaffee espresso trinken italien italiansdoitbetter

Bild: obi/watson

Ja, das ist so ein Pavoni-Ding, bei dem man mit uriger Manneskraft den Hebel runterdrücken und den Kaffee rauspressen muss. Wenn man den richtigen Kaffee mit dem richtigen Mahlgrad gerade richtig in das Kaffeesieb reinpresst, dann ergibt das den besten Espresso der Welt:

espresso kaffee italien

Bild: watson/obi

espresso oliver baroni italien italienischer kaffee

Bild: watson/obi

Wenn man aber (wie leider oft frühmorgens) etwas verschlafen das Kaffeepulver etwas schlampig in das Sieb reinpappt, dann ... naja, dann wird der Kaffee erstaunlich gruusig ...

... womit der Durchmarscherfolg des Kapselsystems erklärt wäre: Nein, es ist bei Weitem nicht der beste Kaffee der Welt, dafür aber stets haargenau gleich. Der Mensch ist immer wieder bereit, Qualität gegen Beständigkeit einzutauschen. Leider.

Dabei braucht es an sich wenig, um zuhause im Alltag guten Kaffee zu geniessen. Meine Pavoni-Apparatur, etwa, braucht es nicht. Und ebensowenig eine sauteure, viel Platz beanspruchende Profi-Bar-Maschine mit Temperaturregelung und Druckmesser usw. (obwohl die zweifelsohne guten Kaffee macht). Fragt man nämlich bei den Profis nach, da stellt sich bald einmal heraus, dass sie sich nicht besonders für die Maschine interessieren, dafür umso mehr für den Kaffeegeschmack an sich. 

kaffee trinken italien espresso koffein

Bild: Lavazza

Michele Pulcher, Ausbildner beim Kaffeehersteller Lavazza im italienischen Turin, benennt auf Anfrage von watson fünf Aspekte, die den Kaffee-Alltag beeinflussen. Bezeichnenderweise lautet keiner davon «Du benötigst die Maschine X vom Hersteller Y». Die wären:

«Das Wasser: Lass dir Zeit und hab ein bisschen Geduld!»

Verwende frisches, mineralstoffarmes Wasser, um zu verhindern, dass sich der Geschmack des Kaffees verändert. Am besten benutzt du Wasser aus einer Filterkaraffe, denn Schweizer Hahnenburger ist oftmals sehr mineralienreich. Und nimm niemals heisses Wasser, um es schneller zum Kochen zu bringen – denn so besteht die Gefahr, dass die Kaffee-Extraktion nicht richtig klappt und dein Kaffee bittere Noten bekommt. Nimm dir Zeit! Beim Kaffeetrinken steht der Genuss im Vordergrund.

«Der Schlüssel zu leckerem Kaffee liegt im Verhältnis von Kaffee zu Wasser – du entscheidest!»

Ist er zu schwach oder ist er zu stark? Schmeckt der Kaffee würzig, süss, fruchtig oder bitter? Damit du deinen Lieblingskaffee auch zuhause hinbekommst, musst du auch hier ein bisschen Geduld walten lassen. Es kommt nämlich auf das Brühverfahren, die Kaffeesorte und deine persönliche Geschmacksvorliebe an. Teste also verschiedene Mengen Wasser bei der Kaffeezubereitung, dann findest du schnell heraus, welches Verhältnis von Kaffee und Wasser dir am besten schmeckt. 

Micheles kleine Guideline zur Hilfe:

Filterkaffee: 30g gemahlener Kaffee mit 500ml Wasser (ein Verhältnis von 5 – 6%)
Kaffee aus der Bialetti-Kanne: 6g gemahlener Kaffee pro Tasse. Bei einem Drei-Tassen-Espressokocher (der mittlere der drei bekanntesten Bialetti-Grössen) sind das etwa 18g Kaffee.
Espresso: Mit 7 – 8g gemahlenem Kaffee kommst du auf ungefähr 25ml flüssigen Kaffee in 23 – 28 Sekunden (eine halbe Espressotasse)

«Halte deine Kaffeebohnen immer frisch – am besten in einer Dose!»

Verstaue deine Kaffeebohnen immer in nicht-transparenten Einmachgläsern oder Keramikbehältern mit Gummiabdichtung. Niemals im Kühlschrank lagern (geröstete Kaffeebohnen sind porös und nehmen leicht Feuchtigkeit und Gerüche von Lebensmitteln auf)! Wenn du bereits gemahlenen Kaffee benutzt, dann bewahre die geöffnete Packung ausserhalb der Reichweite von Licht, Hitze, Luft, Feuchtigkeit und schlechtem Geruch auf – besser noch in einer Dose mit Gummiabdichtung. Aber wesentlich besser als Letzteres ist immer:

«Mahle deinen Kaffee unmittelbar vor der Zubereitung!»

Wenn es der Platz in deiner Küche irgendwie zulässt, besorg dir eine Kaffeemühle! Kaffee verliert einen beträchtlichen Teil seines Geschmacks innerhalb von 15 Minuten nach dem Mahlen. Um geschmacklosen Kaffee zu verhindern, mahlst du den Kaffee also am besten, kurz bevor er zum Einsatz kommt. 

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Bild: Lavazza

«Finde deinen Lieblings-Blend!»

Kaffee-Blending? Das ist ähnlich wie beim Whisky: Ein Blend ist eine Mischung aus verschiedenen Kaffeesorten («Origins»). Klassische Hersteller-Blends sind dementsprechend alt-ehrwürdig tradierte Familien-Rezepturen. Dabei gilt die Hauptunterscheidung zwischen Blends, die zu 100 Prozent aus Arabica-Bohnen oder einer Mischung aus Arabica- und Robusta-Bohnen zusammengesetzt sind. Arabica-Mischungen sind normalerweise feiner, mild und aromatisch, während Robusta-Mischungen um einiges intensiver sind, mehr Koffein enthalten und einen ausgeprägten Körper haben. Es könnte hier also auch stehen: Finde deinen Lieblings-Kaffee! Letztendlich ist das Common Sense: Probier einige Sorten, bis du deinen Favoriten gefunden hast!

Und zum Schluss noch dies: Bestimmt habt ihr bemerkt, dass hier noch mit keinem Wort von Cappuccino und Co. die Rede war. Nun, wenn du erst mal einen guten Kaffee hinbekommst, kannst du gerne etwas aufgeschäumte Milch dazugeben. Zum Frühstück. Nach zehn Uhr morgens dann nicht mehr, ok? Und, ach ja: Latte macchiato? Nun, das ist Kaffee für Menschen, die Kaffee nicht mögen.

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