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Die Welt in Karten

Die ESC-Punkteverteilung seit 1975 zeigt Freunde und Feinde in Europa

Seit 1975 vergeben sich die teilnehmenden Länder gegenseitig Punkte am Eurovision Song Contest. Unsere Karte zeigt, wem wir Punkte schenken – und von wem wir unterstützt werden.



Die Schweiz hat am Eurovision Song Contest in den letzten Jahren kaum Punkte einfahren können. In diesem Jahr soll es Luca Hänni richten. Der 24-jährige Berner darf insbesondere auf Punkte aus Deutschland hoffen – dank seinem Sieg bei der Castingshow «Deutschland sucht den Superstar» konnte er immerhin schon eine Fangemeinschaft im gesamten deutschsprachigen Raum aufbauen.

Luca Hänni mit «She Got Me»

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Video: YouTube/Eurovision Song Contest

Ob sich seine Bekanntheit in Deutschland und Österreich auszahlen wird, zeigt sich am Donnerstag im zweiten Halbfinale, in dem Luca Hänni den Song «She Got Me» präsentieren wird. Bisher haben unsere Nachbarländer nicht besonders viel von unseren Darbietungen gehalten: Von bis zu 12 möglichen Punkten hat die Schweiz von Deutschland im Schnitt 2.79 und von Österreich 3,37 Punkte erhalten.

Die folgende Karte zeigt, wie sich Nachbarländer gegenseitig am ESC bewerten. Was dabei auffällt: In Mitteleuropa ist der Zusammenhalt nicht allzu gross. Doch in Osteuropa sowie in den Benelux-Ländern und Skandinavien unterstützt man sich gerne.

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Linie schwarz, wenn nie die Möglichkeit da war, sich gegenseitig zu bewerten (z.B. Tschechien und Slowakei) grafik: watson, daten: datagraver

Datenquelle

Die Daten enthalten alle vergebenen Punkte von den ESC-Austragungen von 1975 bis 2018 und stammen von Datagraver.

Berücksichtigt werden jeweils die Punktevergaben von Finale und Halbfinale (seit 2004).

In der Karte wurden die Punktewerte der ehemaligen Staaten Jugoslawien und Serbien & Montenegro mit den aktuellen Ländern verrechnet. In den unterstehenden Grafiken werden alle Länder (auch ehemalige) separat aufgeführt.

Nicht alle teilnehmenden Länder haben die Möglichkeit, sich gegenseitig zu bewerten. So kann die Schweiz beispielsweise im kommenden 2. Halbfinale für die direkten Konkurrenten wie z.B. Dänemark oder Schweden abstimmen. Im 1. Halbfinale am Dienstag tritt die Schweiz jedoch noch nicht an und darf daher auch nicht mitbestimmen, wer ins Finale einzieht.

Beachtet man also nur Länderkombinationen, die in den letzten gut 40 Jahren mindestens fünf Mal die Chance hatten, sich gegenseitig Punkte zu geben, zeigt sich folgendes Bild: Die grössten Fans voneinander sind Aserbaidschan und die Türkei. Sie konnten bereits 7 Mal (Türkei an Aserbaidschan), respektive 6 Mal (vice versa) füreinander abstimmen und haben sich jeweils bei jeder Gelegenheit die Bestnote von 12 Punkten geschenkt.

Aserbaidschan teilt sich dank seiner Exklave eine rund 17 Kilometer lange Landesgrenze mit der Türkei. Schätzungen gehen davon aus, dass knapp 1% der türkischen Bevölkerung aserbaidschanischer Abstammung ist.

Ebenfalls meist mit der Bestnote bewertet hat Moldawien den Nachbarn Rumänien (im Durchschnitt 11,65 Punkte).

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Anmerkung: Bis zum Jahr 2007 stellten Serbien & Montenegro einen gemeinsamen Act am ESC, seither treten sie separat auf. Diese positiven Bewertungen hier stammen also von den letzten 11 Jahren.

Das obige Beispiel zeigt: Die Unterstützung zwischen der Türkei und Aserbaidschan beruht auf Gegenseitigkeit. Es gibt allerdings auch sehr unausgeglichene Länderkombinationen.

So bewertet zum Beispiel Andorra den Act aus Portugal im Schnitt mit 9 Punkten, zurück kommen jedoch nur rund 2 Punkte. Den zweiten Platz im Ranking der Unausgeglichen machen die Schweiz und Serbien: 8.5 Punkte schicken wir aus der Schweiz im Schnitt nach Serbien, zurück kommen jedoch nur 1.5 Punkte.

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Ab mindestens 5 Bewertungsmöglichkeiten; Jugoslawien hat bis 1992 unter diesem Namen teilgenommen.

Unsere grössten Unterstützer waren bisher der ehemalige Staat Jugoslawien, Luxemburg und Finnland.

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Ab mindestens 5 Bewertungsmöglichkeiten; Jugoslawien hat bis 1992 unter diesem Namen teilgenommen.

Das erste Halbfinale vom Dienstag, 14. Mai 2019 zeigt «SRF info» ab 21:00 Uhr. Am Donnerstag, 16. Mai 2019 auf «SRF zwei» tritt Luca Hänni im zweiten Halbfinale an. Er hat die Startnummer 4 und watson wird ihn selbstverständlich mit einem Liveticker begleiten. Das Finale wird dann am Samstag, 18. Mai 2019 um 21:00 Uhr auf «SRF eins» zu sehen sein – und bei uns, im letzten, fulminanten Liveticker über den Höhepunkt dieses Wahnsinns-Events. Schaut vorbei!

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ESC 2018: Das sind die Finalisten

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ESC 2018: Das sind die Finalisten
quelle: epa/lusa / jose sena goulao
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