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Kind im Koffer geschmuggelt
quelle: x80001 / handout
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Der «Junge aus dem Koffer» darf in Spanien bleiben



Spaniens Behörden haben einem kleinen Jungen aus der Elfenbeinküste eine Aufenthaltsgenehmigung ausgestellt. Der Flüchtling war von Grenzschützern an der Exklave Ceuta in einem Koffer entdeckt worden war.

Wie die Behörden am Donnerstag mitteilten, gelte die Genehmigung für den achtjährigen Adou Ouattara vorerst für ein Jahr. Sie solle es dem Jungen ermöglichen, bei seiner in Spanien lebenden Mutter zu sein. Der festgenommene Vater bleibe demnach allerdings in Haft.

In this photo released by the Spanish Guardia Civil on Friday, May 8, 2015, a boy curled up inside a suitcase is seen on the display of a scanner at the border crossing in Ceuta, a Spanish city enclave in North Africa. A Spanish court has ordered the detention of a father who allegedly hid his 8-year-old son inside a closed suitcase in an attempt to smuggle the child illegally into Europe. A police statement said guards stopped a 19-year-old Moroccan woman who looked nervous as she waited in line Thursday at the land border crossing in Ceuta (AP Photo/Spanish Interior Ministry, via AP)

In diesem winzigen Koffer «reiste» der Junge. Bild: AP/Spanish Interior Ministry

Die Guardia Civil der spanischen Exklave in Marokko hatte Adou am 7. Mai bei einer Kontrolle in dem Gepäckstück entdeckt, in dem er von Kleidungsstücken bedeckt kaum atmen konnte. Eine 19-jährige Frau hatte den Koffer bei sich und wurde bei der Einreise auf dem Fussweg in das spanische Hoheitsgebiet kontrolliert. Noch am selben Tag nahm die Polizei Vater Ali Ouattara fest, als dieser den gleichen Grenzübergang überqueren wollte.

Der Vater bleibt in Haft

Ouattara und seine Frau Lucie leben als legale Einwanderer auf der zu Spanien gehörenden Inselgruppe Kanaren vor der afrikanischen Westküste. Für ihren Sohn erhielten sie dort jedoch keine Aufenthaltsgenehmigung. Diese stellten die Behörden Adou aufgrund «aussergewöhnlicher Umstände» nun aus, sagte ein Sprecher der Präfektur Ceuta der Nachrichtenagentur AFP. Es sei davon auszugehen, dass in einem Jahr ein Antrag auf Erneuerung gestellt werde.

Ali Ouattara bleibt jedoch weiter in Haft. Für den Richter hätten sich die Umstände, die zur Festnahme des Vaters geführt hätten, «nicht geändert», teilte das zuständige Gericht in Andalusien mit. Dabei handele es sich um eine anhaltende Fluchtgefahr und die Tatsache, dass Ouattara einen Minderjährigen durch den Transport im Koffer gefährdet habe. Zudem warte das Gericht noch das Ergebnis eines DNA-Tests ab, der die Verwandtschaft des Jungen mit Ouattara überprüfen soll. (feb/sda/afp)

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