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Polizeieinsatz vor zwei Haeusern an der Zuercher Neufrankengasse am Mittwoch, 4. Januar 2017. Die als

Die Liegenschaften der Neufrankengasse 6 (links) und 14 (rechts). Bild: KEYSTONE

Stadt Zürich kauft «Gammelhäuser» für Suchtkranke und Asylbewerber

Der Zürcher Stadtrat hat den Kredit für den Kauf der berüchtigten Liegenschaften an der Neufrankengasse bewilligt. Ein Teil der Wohnungen soll auf dem freien Markt angeboten, ein anderer an sucht- und psychisch kranke Menschen vermietet werden. Eine dritte Liegenschaft geht an die Asylorganisation Zürich.



Die berüchtigten Häuser an der Neufrankengasse im Zürcher Kreis 4 sind geräumt, der windige Vermieter ist aus dem Spiel: Am Freitag hat die Stadt Zürich den Kauf der Liegenschaften bewilligt.

Künftig sollen die 81 Kleinwohnungen und 30 Einzelzimmer gemeinnützig bewirtschaftet werden. Und: Zwei Objektkredite sollen das Beheben der grössten Mängel und damit eine Zwischennutzung ermöglichen. Auch für das bereits im Juni 2016 geräumte Haus an der Magnusstrasse 27 hat der Stadtrat einen Kredit bewilligt. Mit dem Kauf wolle die Stadt die prekären Verhältnisse dauerhaft beseitigen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Die Wohnungen in der Neufrankengasse 6 sollen im freien Markt angeboten werden – zum Preis von 879 bis 919 Franken für eine 22 bis 23 Quadratmeter grosse Ein-Zimmer-Wohnung. In die Neufrankengasse 14 werden, zu einem etwas geringeren Preis, sucht- und psychisch kranke Menschen ziehen. Die Zimmer an der Magnusstrasse werden alle an die Asyl-Organisation Zürich vermietet.

Der Preis für die Liegenschaften beträgt insgesamt 32,3 Millionen Franken. Verkäuferin ist die PHS Immobilien AG, gegen dessen einzigen Verwaltungsrat Peter Sander ein Verfahren wegen Mietwuchers läuft. Trotz der Höhe der Preise habe der Stadtrat den Kauf «in eigener Kompetenz» bewilligt, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Häuser könnten deshalb doch noch weiterverkauft werden – falls der Gemeinderat die Übertragung der Liegenschaften ins Verwaltungsvermögen ablehnt. (dwi)

Bilder nach der Razzia wegen Mietwuchers

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