Schweiz
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Die Philosophin und Kulturwissenschaftlerin Patricia Purtschert setzt sich seit Jahren mit der kolonialen Vergangenheit der Schweiz auseinander und fordert, dass dieses Kapitel Schweizer Geschichte aufgearbeitet wird. bild: montage watson/zvg/keystone

Interview

«Die Schweizer Beteiligung am Kolonialismus war sehr viel stärker, als viele annehmen»

Die Schweiz war keine Kolonialmacht, dennoch haben auch wir eine Kolonialgeschichte. Nur kennt sie fast niemand. Im Interview erklärt die Kulturwissenschaftlerin Patricia Purtschert, warum in der Schweiz eine «koloniale Amnesie» herrscht und wie sich die Verwicklung im Kolonialismus auf den Rassismus auswirkt.



Frau Purtschert, erstaunt es Sie, dass gerade jetzt nach der Schweizer Kolonialgeschichte gefragt wird?
Patricia Purtschert: Nein, ich denke das ist die Frage, die jetzt gestellt werden muss. Sie ist wichtig, um einzuordnen, was gerade passiert. Denn Black Lives Matter, das Thematisieren von Rassismus gegenüber Schwarzen Menschen, hat sehr viel mit der Kolonialgeschichte zu tun, auch mit derjenigen der Schweiz. Obwohl die «koloniale Schweiz» lange ein undenkbarer Begriff war, weil die Schweiz formal keine Kolonialmacht war.

Warum war sie denn keine?
Man kam zum Schluss, dass sich die Schweiz, weil sie keinen Meerzugang hat, nicht dafür eignet. Zudem haben Schweizer Politiker und die Handelsvertreter schnell gemerkt, dass es profitabel ist, wenn man sich indirekt am kolonialen Handel beteiligt, ohne selbst Eroberungskriege zu führen oder ein Heer zu stellen. Die Schweiz hat schon damals vorgelebt, was seit dem formalen Ende des Kolonialismus gilt: Man muss nicht die politische Herrschaft beanspruchen und kann trotzdem ungleiche Strukturen entwickeln, die den wirtschaftlichen Profit aus dem Süden zum allergrössten Teilen dem Norden zugute kommen lassen.

«Die Schweiz hat schon damals vorgelebt, was seit dem formalen Ende des Kolonialismus gilt: Man muss nicht die politische Herrschaft beanspruchen und kann trotzdem profitieren.»

Die Schweizer Kolonialgeschichte war, wie bei vielen Schülerinnen und Schülern, nicht Teil meines Geschichtsunterrichts. Warum eigentlich nicht? Wieso tut sich unser Land so schwer damit, über die Rolle während der Kolonialzeit zu sprechen?
In Westeuropa wird davon ausgegangen, dass die eigene Geschichte die einzig relevante ist. Alles, was wir über die Vergangenheit lernen müssen, zeige sich an ihr: Modernisierung, Demokratisierung, Industrialisierung. Die restlichen Weltregionen haben dann einfach «imitiert», was der Westen vorgemacht hat. Die Globalgeschichte zeigt, dass diese Vorstellung völlig falsch ist. In der Schweiz akzentuiert sich eine solche eurozentrische Nabelschau noch. Bei uns ist das Bewusstsein noch weniger vorhanden, als an anderen Orten. Wir können die Geschichte dieses Landes nicht verstehen, ohne dass wir seinen Verwicklungen in den Kolonialismus Beachtung schenken. Gerne nimmt man auch hier die Schweizer Neutralität zu Hilfe.

Wie meinen Sie das?
Angeblich war die Schweiz weder Kolonialmacht noch Kolonie und hatte darum nichts mit dem Kolonialismus zu tun. Das kann als «koloniale Amnesie» bezeichnet werden, als aktives Vergessen-machen der eigenen Kolonialgeschichte. Diese Amnesie schlägt sich auch im Geschichtsunterricht wieder und wird auf diese Weise von Generation zu Generation weitergegeben.

Es bräuchte also eine Aufarbeitung der Rolle der Schweiz während des Kolonialismus.
Auch gegen die Aufarbeitung der Rolle der Schweiz im zweiten Weltkrieg gab es sehr viel Widerstand. Aber irgendwann wurde verstanden, dass die Schweiz zu Europa gehört und keine Insel ist. Nun geht es darum, zu erkennen, dass die Schweiz auch zu einer globalisierten Welt gehört, und dazu gehört der Kolonialismus. Die Schweizer Beteiligung am Kolonialismus war sehr viel stärker, als viele annehmen. Es gilt, das anzuerkennen und die Folgen zu verstehen, die das bis hinein in unsere Gegenwart hat. Das steht noch viel Arbeit an allen Ecken und Enden an; in der Politik, Bildung, Kultur und in den Medien.

«Es ist eine Zumutung für Rassismusbetroffene, im öffentlichen Raum ständig auf rassistische Darstellungen zu stossen.»

Was sagen Sie zur Diskussion, Statuen, wie die von Alfred Escher zu entfernen, dessen Vater und Onkel in den Sklavenhandel verwickelt waren?
Die Forderung, bestimmte Denkmäler zu entfernen, kann ich nachvollziehen. Es ist eine Zumutung für Rassismusbetroffene, im öffentlichen Raum ständig auf rassistische Darstellungen zu stossen. Man muss erkennen, was für Verletzungen diese Symbole immer wieder bewirken. Gleichzeitig ist es auch richtig, sie zu entfernen, damit wir Weissen nicht immer unsere kolonialen Überlegenheitsvorstellungen vorgeführt kriegen. Unsere Aufgabe besteht ja genau darin, diese zu verlernen. Vom Berner Rapper Nativ kommt der Vorschlag, solche Denkmäler in ein Museum zu stellen.

Wie finden Sie diesen Vorschlag?
Ich finde das eine gute Idee. Es könnte ein «Koloniales Museum der Schweiz» gegründet werden, in dem diese Gegenstände stehen und von allen, die sich mit dieser Geschichte auseinandersetzen wollen, betrachtet werden können. Das ist etwas ganz anderes, als wenn sie im öffentlichen Raum stehen.

Zurück zur Schweizer Kolonialgeschichte: Wie genau war die Schweiz im Kolonialismus verwickelt?
Einerseits war da der kolonialen Handel: Es gab nicht wenige Schweizer Handelshäuser, die in den Sklavenhandel verwickelt waren und damit viel Geld gemacht haben. Einige besassen Sklaven auf ihren Plantagen in Übersee, und einige dieser versklavten Menschen wurden sogar in die Schweiz verschleppt. Weiter waren Schweizer Söldner an unterschiedlichen kolonialen Eroberungskriegen beteiligt, etwa in französischen oder holländischen Heeren. Hinzukommt die Wissenschaft: Schweizer Wissenschaftler, in erster Linie Männer, waren an kolonialen Expeditionen beteiligt. Schweizer Forscher haben bei der Rassenforschung an vorderster Front mitgearbeitet.

Woran wurde geforscht?
Im frühen 20. Jahrhundert spielte die Universität Zürich eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Techniken zur Vermessung von Menschen, die global eingesetzt wurden. Und natürlich waren da die Missionen, welche in der Schweizer Bevölkerung stark verankert waren. Sie haben mit Bildern von anderen Weltteilen über Missionszeitschriften oder Missionsanlässe die Sichtweise einer breite Bevölkerung geprägt. Der entmenschlichende Blick auf Schwarze Menschen, der die Sklaverei und den Kolonialismus hervorgebracht hat, fand durch all diese Kanäle auch Eingang in die Schweiz.

«Die Frage ‹Woher kommst du?› dokumentiert die Verweigerung, anzuerkennen, dass die Schweiz nicht nur weiss ist, und es auch nie war.»

Von welchen Bildern sprechen Sie genau?
Die koloniale Vorstellung von Menschen, die angeblich nicht so entwickelt sind wie wir. Sie zirkulierten in der Schweizer Populärkultur durch Bücher, Zeitschriften, Werbematerial oder Filme. Ein gutes Beispiel sind auch die Völkerschauen, die bis in die 1960er-Jahre in der Schweiz stattgefunden haben, manchmal sogar im Zoo. Dort wurden People of Colour ausgestellt und zu Objekten gemacht, die man betrachten und bestaunen konnte. Weisse Schweizerinnen und Schweizer übten dadurch ein, dass ein ganz anderer Umgang mit Menschen möglich ist, als der, den sie selbst für sich in Anspruch nahmen. Diese Kluft zwischen der modernen Vorstellung vom Menschen als Individuum mit einem Anrecht auf Freiheit, Würde und Partizipation und dem Umgang mit bestimmten Menschen, denen diese Rechte radikal abgesprochen wird, das ist die Folge von Rassismus. Sie ist bis heute Teil unseres Selbstverständnisses, auch in der Schweiz.

Inwiefern?
Die Abgrenzung zwischen angeblich primitiven und kolonialisierten und weissen und zivilisierten Lebensweisen hat unser Nationalverständnis und unser Selbstbild geprägt, gerade im späten 19. Jahrhundert. Ganz simpel zeigt sich dies in der Frage heute im «Woher kommst du?», die People of Color ständig gestellt wird. Diese Frage dokumentiert die Verweigerung, anzuerkennen, dass die Schweiz nicht nur weiss ist, und es auch nie war. Die Frage zeigt das Bedürfnis an, gegen jegliche Evidenz an der Vorstellung einer weissen Nation festhalten zu wollen. Eine Vorstellung, welche aus einer kolonialen Folie entstanden ist.

«Die weisse Mehrheitsbevölkerung muss anerkennen, dass ein solches Selbstverständnis ständig andere ausgrenzt und abwertet.»

Der Begriff «Integration» ist in der Schweizer Migrationspolitik zentral. Es wird darüber diskutiert, wer sich gut integriert und wer nicht. Hängt diese Diskussion mit dem von Ihnen angesprochenen Nationalverständnis zusammen?
Ja, unbedingt. Das vorherrschende liberale Bild besagt ja, dass allen Menschen im Grunde dieselben Möglichkeiten zukommen. Diejenigen, die von aussen kommen, können sich anpassen und integrieren, und damit zum Bestandteil der Bevölkerung werden. Das stimmt aber insofern nicht, als es das Selbstbild der Schweiz nicht zulässt. Es haben nicht alle die gleichen Chancen, dazuzugehören, denn die Zugehörigkeit zur Schweiz wird strukturiert durch rassistische und koloniale Elemente. Die weisse Mehrheitsbevölkerung muss anerkennen, dass ein solches Selbstverständnis ständig andere ausgrenzt und abwertet. Mehr als Integration brauchen wir Dekolonialisierung, zum Beispiel der Idee einer weissen Schweiz.

BLM-Demonstrationen in der ganzen Schweiz

Video: watson/een

Aber wir hatten ja keine Kolonien.
Das ist der typische Abwehrreflex. Mit dieser Aussage macht man es sich sehr einfach. Denn tatsächlich sind wir weit davon entfernt, als Gesellschaft dekolonialisiert zu sein. Das zeigen auch die rassistischen Gegenstände und Rituale, an denen gewisse Menschen eisern festhalten, in der Kulinarik, an der Fasnacht, in Kinderbüchern oder bei den Witzen, die erzählt werden. Wenn wir es wirklich ernst meinen mit der Demokratie, benötigen wir eine breit angelegte Dekolonialisierung. Wir reden von der Schweiz als demokratischem Land, aber ein Grossteil der Bevölkerung hat keinen Zugang zum Stimm- und Wahlrecht. Und viele derjenigen, die den Zugang haben, werden ständig als Andere, Fremde, nicht-wirklich-Zugehörige behandelt. Das kann mörderische Folgen haben, wie das Racial Profiling zeigt. Es gilt, diese rassistische Hierarchisierung, die in unser Demokratieverständnis eingebaut ist, zu transformieren.

«Bei Racial Profiling zeigt sich in aller Deutlichkeit, wer als schützenswert gilt und wer als Gefahr.»

Sie sprechen es an. Racial Profiling war einer der Gründe für die Proteste und die verstärkte Black-Lives-Matter-Bewegung. Inwiefern hat Racial Profiling etwas mit dem Kolonialismus zu tun?
Es ist sogar ein zentrales Beispiel, denn bei der Polizei geht es um die Herstellung von Sicherheit. Bei Racial Profiling zeigt sich in aller Deutlichkeit, wer als schützenswert gilt und wer als Gefahr. Insbesondere Schwarze Männer werden oft nicht als Teil der Bevölkerung gesehen, der von der Polizei geschützt werden soll, sondern als Teil derjenigen bedrohlichen Kräfte, vor der die Bevölkerung beschützt werden muss. Wir müssen uns bewusst sein, welche Auswirkungen das auf das Leben dieser Menschen hat.

Die Bewegung in der Schweiz hat eine nationale Debatte über Rassismus ausgelöst. Wie muss es nun weitergehen?
Wichtig scheint es mir, jetzt dranzubleiben. Gerade diejenigen von uns, die Rassismus nicht am eigenen Leib erfahren und es sich leisten können, die Thematik wieder zu «vergessen», sobald die Schlagzeilen nicht mehr täglich daran erinnern, sind gefordert. Es geht darum, dass sich weisse Menschen nicht einmal mehr in die koloniale Amnesie flüchten, sondern hinschauen, zuhören, verstehen und aktiv mithelfen, dass Rassismus ein Ende nimmt, überall – sei es im Schulzimmer, am Stammtisch, auf offener Strasse oder im Bundeshaus. Ich bin überzeugt davon, dass wir alle nur gewinnen können von einem solchen Prozess, auch wenn es für weisse Menschen bedeutet, Vorrechte aufzugeben. Aber was sind das für Vorrechte, die auf der Entmenschlichung anderer Menschen beruhen?

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    Alle Leser-Kommentare
  • Blogger53 22.06.2020 21:16
    Highlight Highlight Interessanter Artikel: Wer sich mit einem Thema intensiv auseinandersetzt, erkennt Zusammenhänge, die die anderen nicht sehen. Ich wäre nie darauf gekommen, dass mein historisches Bild der Schweiz von Kolonialismus geprägt sein könnte. - Ich anerkenne es.
  • Amarillo 22.06.2020 16:12
    Highlight Highlight So langsam muss man sich eine Prioritätenliste erstellen, in welchen Bereichen man betroffen ist , was alles an sündhafter Vergangenheit aufgearbeitet werden muss, und wohin Entschädigungen zu zahlen wären. Die diversen Museen können sich schon mal überlegen, wohin sie Statuen von Alexander dem Grossen, oder Mumien von ägyptischen Pharaonen und deren Unterstützer oder Bildnisse anderer "Sklavenhalter"verfrachten wollen.
    Wenn wir ob dem permanenten Bussgang und Asche auf's Haupt streuen nur nicht die Probleme der Gegenwart vergessen...
    • Liselote Meier 22.06.2020 18:43
      Highlight Highlight Was für ein Unsinn. Stell dir vor im Museeum sind auch SS-Uniformen kein Problem, wenn auch beschrieben wird was damit ALLES gemacht wurde.

      Eben ein vernünftiger Umgang mit der Geschichte.

  • Locutus70 21.06.2020 17:49
    Highlight Highlight Das evangelikale Büßerhemd kommt ausgerechnet bei den Linken immer mehr in Mode. Quasi eine Religion ohne Gott - interessant :)
  • Geiwetschteiler 21.06.2020 15:49
    Highlight Highlight Nur mal so...
    Wenn ich neue Leute kennenlerne ist eine der ersten Fragen: Woher kommst denn du?
    Absolut unabhängig von der Hautfarbe.
    Ist diese Neugier denn wirklich schon rassistisch?
    • Pbel 21.06.2020 17:38
      Highlight Highlight Deine Absicht vielleicht nicht - aber die Wirkung. Ich bin im Ausland geboren und habe einen ausländischen Namen. Ich kriege die Frage 2 mal im Jahr gestellt und finde sie für mich unproblematisch. Mein Schulkollege ist aber hier geboren, hat einen schweizer Namen und wird dennoch immer wieder darauf angesprochen woher er kommt, weil er asiatische Gesichts-Züge hat. Auch wenn er sagt: aus Zürich, wird mehrfach nachgefragt woher er dann wirklich kommt (und ja habe ich auch schon gemacht). Und die Wirkung auf den Betroffenen ist in der Summe mit der Zeit halt ausgrenzend.
    • rodolofo 21.06.2020 18:37
      Highlight Highlight Es ist nur eine kleine Nebensächlichkeit.
      Also warum auf dieser Kleinigkeit herumreiten?
      Ist das Absicht, davon abzulenken, dass FDP-Bundesrat Cassis die "Entwicklungshilfe für die Ärmsten" umfunktioniert in eine "Entwicklungshilfe für Schweizer Multis", ähnlich der "Hilfe für Afrika" von Angela Merkel?
      Merke: Agro-industrielle Konzerne schaffen kaum Arbeitsmöglichkeiten, verdrängen aber Kleinbauern-Familien, die dann in den Slums der wuchernden Metropolen landen.
      Ausserdem vergiften und verwüsten sie mit ihrem Raubbau die Natur in den von ihnen "geholfenen" Ländern.
      ...
    • rodolofo 21.06.2020 18:43
      Highlight Highlight ...
      Wie Herr Dubler, der Produzent von "Mohrenköpfen" am Fernsehen sagte:
      Das Problem ist nicht ein traditioneller Name einer Süssigkeit, sondern die Art, wie wir den Kontinent Afrika immer noch behandeln und ausbeuten!
      Das Eine ist eine Kleinigkeit, auf der nun alle herumreiten.
      Das Andere ist ENTSCHEIDEND!
      Und darum wird auch entscheidend sein, wie das Schweizer Stimmvolk über die Konzernverantwortungs-Initiative abstimmen wird!
      DA wird sich zeigen, ob und wie sehr wir hier noch rassistisch eingestellt sind, oder nicht!
      Die Frage nach der Herkunft ist einfach nur doof und unoriginell.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Junge mit Früchtekorb 21.06.2020 15:42
    Highlight Highlight Merci vielmal für das Interview.

    Ich habe leider das Gefühl, dass Frau Purtschert in den nächsten Tagen nur noch mit mintiertem ABC-Anzug in ihr Mailfach schauen kann...
    • Rabbi Jussuf 22.06.2020 21:06
      Highlight Highlight Hoffentlich. Wenn man als "Professorin" solchen Quatsch herauslässt... dann bekommt man eben keinen Lorbeerkranz für überwältigende Denkarbeit.
  • meliert 21.06.2020 14:37
    Highlight Highlight War keine ruhmreiche Zeit für die Schweiz, aber an alle die heutzutage ein T-Shirt für 5 Franken aus Bangladesh oder ein Toaster für 20 Franken aus China kaufen; denkt daran, dass ihr aucht heutige "Sklaven" ausnützt, die zu unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen!
    • RETO1 21.06.2020 18:37
      Highlight Highlight auch teure Toaster kommen aus China
    • meliert 22.06.2020 04:59
      Highlight Highlight nein nicht wahr:
      z.B. www.ritterwerk.de fertigt in Deutschland

  • TanookiStormtrooper 21.06.2020 14:04
    Highlight Highlight Ich frage mich ja wie die Geschichte dereinst über uns urteilen wird...
    • Silent_Revolution 21.06.2020 16:29
      Highlight Highlight Kommt ganz darauf an, wer das geopolitische Schachspiel langfristig für sich entscheidet.

      Insofern sollte nicht interessieren wie die Geschichte urteilt, sondern wie wir selbst mit der Diskrepanz zwischen moralbefreitem Wirtschaften und einem irrsinningen Gesetzeskatalog in der näheren Umgebung leben können.

      Es ist absurd wie wir auf der einen Seite die totale Ausbeutung und Umweltverschmutzung begrüssen, Menschenrechtsverletzungen belächeln und auf der anderen Seite Littering im kleinsten Ausmass büssen und uns wegen Beleidigungen vor Gericht streiten.
    • Zanzibar 21.06.2020 17:05
      Highlight Highlight Uns kann man vorwerfen dass wir keinen nachhaltigen Umgang mit der Natur pflegen. Alles immer grösser, noch mehr, noch billiger usw. und das auf die Kodten der Natur und armen Menschen.
  • The Destiny // Team Telegram 21.06.2020 13:54
    Highlight Highlight Also bei uns wurde in der Schule die Rolle der Schweiz in der Kolonialgeschichte behandelt.
    • dan2016 21.06.2020 14:52
      Highlight Highlight Bei mir auch, und bei meinen Kindern auch, bei meiner Frau mit Migrationshintergrund nicht. Aber es widerspricht der aktuellen Forschung der Uni Bern
    • Donald 22.06.2020 17:36
      Highlight Highlight Die Frau spricht leider nicht "wissenschaftlich", sondern "aktivistisch". Dies ist ziemlich schade, wenn man sich "Wissenschaftler" nennt...

      Nach meiner Erfahrung geht man in den Schweizer Schuler sehr kritisch mit der Geschichte um. Da wird nichts schöngeredet.

      Schwer nachzuvollziehen, warum hier alles schlechtgeredet wird.
  • Hardy18 21.06.2020 13:45
    Highlight Highlight Die Vergangenheit ist das Eine & der Umgang das Andere.

    Was damals passiert ist,finde ich nicht gut & eine Aufarbeitung ist wichtig.

    Nur wieso heisst Aufarbeitung dass man alles löschen muss & für Menschen die Tausende Km weit weg wohnen, hier alles ummurscheln muss nur falls sie uns mal besuchen kommen nicht angepisst sind?Dann soll man alle Grenzen entfernen,alles zum Einheitsbrei rühren und gut ist. Dies wird aber nich passieren, den(!) andere Länder,andere Sitten. Ich begebe mich auch nicht in Länder, die mir nicht passen und mache dann einen Aufstand, das es mir dort nicht gefällt.

    • rodolofo 21.06.2020 18:51
      Highlight Highlight Ja gut, wenn Du davon ausgehst, dass in einem Land eine Einheitsmeinung mit Einheits-Kultur zu herrschen habe, dann machen Deine Vorwürfe an Ausländer, die sich nicht anpassen wollen vielleicht Sinn.
      Aber bei uns gibt es eine Demokratie mit Meinungsvielfalt und multikulturellem Pluralismus.
      Schon wieder vergessen?
      Also: "DIE Ausländer" sollen sich nicht selbst verleugnen und auf den Kopf stellen!
      Sie sollen IHRE Stärken in unsere Gesellschaft mit einbringen und unsere demokratische Vielfalt BEREICHERN!
      Haben sie auch schon gemacht, zum Glück!
      Die Schweiz ist DANK den ImmigrantInnen so toll!
    • Hardy18 22.06.2020 09:35
      Highlight Highlight Ich bin deiner Meinung.
      Ich selber bin Ausländer & fühle mich wohl hier & leiste meinen Beitrag. Aber ich nehme mir nicht das Recht raus, die Schweiz zu kritisieren weil mir hier und da was nicht passt, nur weil ich vielleicht hier ein besseres Leben habe. Ich habe hier ein besseres Leben weil die Schweiz so ist, wie sie ist. Ich habe mich angepasst, weil ich ein Gast bin. Wenn es mir hier nicht mehr gefällt, gehe weiter.

      Ich lade auch niemanden ein, dem mein Privates Leben zu wild erscheint. Weil, dann müsste ich meine Party abändern und es ist nicht Die, weswegen die meisten mich besuchen.
  • Für bessere Tage 21.06.2020 13:37
    Highlight Highlight Viele kennen den geschichtlichen Hintergrund gar nicht. Entsprechend kann dieser auch nicht die Grundlage für den "Rassismus" sein und sicherlich auch nicht fürs "Racial Profiling" noch die Frage "woher kommst du". Alles sehr weit hergeholt. Warum soll man etwas gegen dunkelhäutige Personen haben? Ich wusste nicht, dass es diesen Rassenshows noch bis in die 60er-Jahre gab. Das ist schrecklich und unvorstellbar, aber Vergangenheit. Liebe POCs: ihr seit in der Schweizer willkommener als ihr meint. Wenn euch 1 Person anfeindet denkt daran, dass 9 andere auf Eurer Seite stehen.
    • Garp 21.06.2020 16:14
      Highlight Highlight Manches wird von Generation zu Generation weitergegeben. Viele denken nicht darüber nach und genau das wäre manchmal nötig.
  • Garp 21.06.2020 13:33
    Highlight Highlight Ich verstehe nun nicht, warum mein Kommentar gelöscht wurde, mit eine rolle Stimmungsbeschreibung , wie es in den 60 ern und 70 ern grösstteils um Rassimus stand in der Schweiz.

    Hat sich die reformierte Kirche beschwert, weil ich auch auf Missionstätigkeit hinwies, in die man bereits kleine Kinder mit einbezog in der Sonntagsschule ?
    Es war nunmal so!

    Ich verstehe Watson nicht mehr.
    • sympathischer Holländer 21.06.2020 16:26
      Highlight Highlight Von mir werden oft korrekte Kommentare nicht aufgeschaltet oder nachträglich gelöscht.

      Ist leider nichts neues.
      Passiert dir das zum ersten Mal 🤔
  • saynomore 21.06.2020 13:33
    Highlight Highlight Schweiz 2020: Bei uns gibt es selbstverständlich keinen Rassismus, wir hatten auch nie Kolonien und haben deshalb mit all diesen lästigen Geschichten gar nichts zu tun. Oder: „Man muss auch mal vergessen können“, wie es in den Kommentaren hier so schön heisst.
    Und in jedem Kaff gibt es heute in der Schweiz mindestens einen Puff, wo meist Frauen aus Osteuropa mit Sexarbeit den Lebensunterhalt für ihre Familien zu Hsuse verdienen müssen.
    Das alles ist so etwas von verlogen im Land der Spiesser mit dem reinen Gewissen und dem „tiefen, guten Schlaf“...
    • sympathischer Holländer 21.06.2020 13:58
      Highlight Highlight Oh je. Sag besser nichts mehr. 🙈
    • saynomore 21.06.2020 14:24
      Highlight Highlight Weshalb denn, werter Holländer? Wir haben Redefreiheit hier. Dass man sich mit unangenehmen Wahrheiten keine Freunde macht, ist nun wirklich nichts Neues. Aber schon diese Rassimus-, Mohrenkopf-etc.-Diskussion wurde auch hier ziemlich selbstgerecht geführt: Rassismus? In der Schweiz doch nicht! Auf gar keinen Fall, wir sind doch keine dummen Amis! Und jetzt wieder dasselbe: Ausbeutung, Menschenhandel! Ganz bestimmt nicht! Im reichsten, d.h. besten aller Länder? Völlig ausgeschlossen! Tss...
    • dan2016 21.06.2020 14:56
      Highlight Highlight Ich vermisse diverse Zeigfinger, die normalerweise auf Themenverfehlung hinweisen. Teilweise teile ich deine Überlegungen. Bis du das als Schweizer Spiesserproblem benennst. Verdammt nochmal, Lüfte, schaue über die Grenze, auch ausserhalb deines Bubbles und nimm bitte bitte, die Professorin mit
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 21.06.2020 13:23
    Highlight Highlight Man kann natürlich ewig in der Vergangenheit leben und durch die Brille von heute die Verfehlungen der letzten Jahrtausende reflektieren.

    Man kann aber auch im Hier und Jetzt leben und sich um eine friedvolle und harmonische Gegenwart bemühen.

    • Rabbi Jussuf 21.06.2020 14:14
      Highlight Highlight Stimmt. Mit dem Aufkochen einer bestimmten Vergangenheit und nur dieser, werden wir keinen Schritt vorankommen.
      Auf einmal ist der Schweizer Kolonialismus an allem schuld! Sogar an Dingen, die es nicht gibt.

      Finden wir uns damit ab: Momentan ist halt grade Postkolonialismus Mode. Nächstes Jahr werden sie bei den Gendern sicher einen neuen Schuldigen finden. das ist alles derselbe Kuchen. Leicht daran festzustellen, dass ihn Lösungsansätze und die Resultate daraus nicht kümmern, sondern nur nach dem Grundsatz agieren: Das Wort schafft Fakten!
    • Rabbi Jussuf 21.06.2020 14:22
      Highlight Highlight Nicht dass ich falsch verstanden werde: Ich habe nichts gegen eine Aufarbeitung von geschichtlichen Hintergründen.

      Aber bitte nicht von diesen Leuten mit dem Tunnelblick.
      Mit wissenschaftlichem Arbeiten hat das Ganze nichts zu tun!
    • FrancoL 21.06.2020 14:53
      Highlight Highlight Also mit dem Rabbi-Tunnelblick?
      Eigenartig, dass Du bei denen die nicht Deiner Meinung nur Ideologie oder Tunnelblick witterst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • karl_e 21.06.2020 13:20
    Highlight Highlight In unseren Kunstmuseen, die meist von reichen Unternehmern und Kaufleuten gestiftet wurden, steckt ganz gewiss nur klinisch reines Geld. Schweizerische Handelshäuser zeichneten sich schon immer durch lupenreine soziale Gesinnung aus. Bis heute. /Ironie off.
  • Lumpirr01 21.06.2020 13:17
    Highlight Highlight "Auch die Schweiz hatte Dreck am Stecken" ??
    Dieser Titel / Feststellung ist in meinen Augen nicht korrekt.
    Es waren ein paar wenige damals schon reiche Leute, die ihr Geschäft verstanden aber nicht die Schweiz!
    Man bedenke, dass ca. 90% der Schweiz bis ca. 1900 bitterarm dran waren.
    Die damals noch unmechanisierte Landwirtschaft schützte die Bevölkerung zwar vor dem Verhungern, auch weil Viele ihr Glück in Übersee versuchten.
    Gut, der Titel soll ja provozieren.
    Da ich nicht von der eingangs erwähnten priviligierten Gruppe abstamme, finde ich diesen Artikel nicht speziell sensationell.
    • Oigen 21.06.2020 13:48
      Highlight Highlight Angenommen die Konzernverantwortungs Initiative wird abgelehnt, sind dann zukünftig auch nur wenige schuld? Oder ist dann doch due GANZE schweiz verantwortlich?
    • bbelser 21.06.2020 15:30
      Highlight Highlight Und wieso identifizierst du nun "Schweiz" nur mit den armen Unwissenden? Wenn dem aber so ist und Escher etc. gar nicht zur Schweiz gehörten, wieso sollte man dann Denkmäler zur Huldigung dieser unschweizerischen Geschäftsmänner dulden? Merkt ihr eigentlich, was für verbogene Argumentationen ihr da liefert?
    • Huber50 21.06.2020 21:23
      Highlight Highlight @Oigen: Hoffentlich wird die die Konzernverantwortungs Initiative bachab geschickt!

      Lokale Gesetze/Gerichte müssen grundsätzlich eine höhere Priorität haben als der Gesetzgeber des Konzernsitzes. Alles andere wäre eine Schweizer Einmischung in fremde Gerichtssachen.
      Selbstverständlich gelten schon heute in vielen Konzernen für alle Mitarbeiter, also auch für den lokalen Boss und dessen Arbeiter die umfassenden konzernweiten Regelungen.
      Probleme gab es in der Praxis anfänglich dort, wo in einem fremden Land Firmen von CH Konzernen aufgekauft wurden, bis sich die neue Weisung etabliert hatte
  • Dani S 21.06.2020 13:12
    Highlight Highlight "Wo kommst Du her" frage ich im globalisierten 2020 ausnahmslos alle. Dies aus Interesse und nicht aus gestrigem Dünkel...

    Aber diese Frage kann man natürlich immer falsch verstehen, wenn man schon verletzt ist, oder nicht den besten Tag hat...
    • sympathischer Holländer 21.06.2020 14:00
      Highlight Highlight Oder seine Tage?
  • eddie_c 21.06.2020 12:52
    Highlight Highlight Würde die Autorin für einmal keine Kultur- oder Genderwissenschaftlerin zum Gespräch einladen? Nein, denn sie den Narrativ des Marxismus aufrechterhalten will.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 21.06.2020 13:20
      Highlight Highlight Patricia Purtschert setzt sich als Wissenschaftlerin seit Jahren mit der kolonialen Vergangenheit der Schweiz auseinander und das qualifiziert sie, sich dazu fachlich fundiert äussern zu können. Das Interview spricht für sich.

      Bei der SVP wird wohl eine diplomierte Polizistin mehr Ahnung von der Geschichte haben, schon klar. Sie sehen wohl überall nur Marxisten, Marxisten, Marxisten.
    • eddie_c 21.06.2020 17:10
      Highlight Highlight Die Sozialwissenschaften sind per se bereits von marxistischer Theorie gefärbt. Wenn Sie sich zumindest mit der Entwicklung und Einflüsse der Sozwiss. beschäftigen würden, würden Sie das auch so einsehen. Frau Putschert würde das so bestätigen.

      Und ja, Marxismus erlebt eine Wiedergeburt.
    • Big ol'joe 21.06.2020 22:27
      Highlight Highlight Das ist nunmal ein Thema von Kulturwissenschaften. Oder wollen Sie denn einen Anwalt befragen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • noon 21.06.2020 12:51
    Highlight Highlight Intressant ist dass plötzlich überall Leute zu Wort kommen welche man sonst nie hört.
    Normalerweise presentiert man uns Politpropaganda von SP, SVP usw. Plötzlich kommen Leute zu Wort die sich mit den Themen auseinanderstzen und studieren. Inhaltliche und informative.
    Ob ich diesen Artikel jetzt gut oder schlecht finde ist absolut unwichtig. Was bleibt ist dass jetzt Informationen und Wissen mitgeteilt wird dass sonst keine Platform findet.

    Traurig ist das zuerst Demonstriert werden muss bis diese zu Wort kommen, wo ansonsten Medienmogule und Parteiideologen mit ihrer Propaganda aufwarten.
    • bbelser 21.06.2020 15:36
      Highlight Highlight Wer sich wirklich interessiert, hörte diese Leute auch schon vorher. Trotz Kakophonie der üblichen rechten Plärrer, deren Identität an Süsskram, Reis-Logos und Geschichtsblindheit hängt.
      Aber leider ist es schon so, dass die rechten Plärrer sehr viel mehr Aufmerksamkeit mit sehr viel weniger Inhalt generieren.
  • sympathischer Holländer 21.06.2020 12:48
    Highlight Highlight Möchte noch anmerken, dass der Rassismus erst im 20 Jahrhundert „entdeckt„ wurde.
    Vorher konnten die Leute gar nicht rassitisch sein, weil das Wissen und vor allem das Bewusstsein dazu fehlte.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 21.06.2020 13:24
      Highlight Highlight Falsch, die europäische Wissenschaft des 18./19. Jahrhundert hat sich mit Rassen auseinandergesetzt. Heute wird dies als Pseudowissenschaft bezeichnet, war aber damals State of the Art.
    • bbelser 21.06.2020 15:39
      Highlight Highlight So wie die Menschen vor der Entdeckung und Benennung der Gravitation noch nicht auf die Schnauze fallen konnten. 😉
    • sympathischer Holländer 21.06.2020 15:53
      Highlight Highlight So so? Und was war demzufolge die Definition von Rassismus dieser Pseudowissenschaften?
      Oder meinst du die damalige Rassenlehre?
    Weitere Antworten anzeigen
  • joevanbeeck 21.06.2020 12:36
    Highlight Highlight Und in hundert Jahren schreiben dann vom Elend profitierende Historiker/innen Bücher über die modernen "Sklavenhändler 2020" die vor einem PC sitzend Amazon Schrott-Produkte bestellten die durch Kinderarbeit hergestellt wurden.

    "Die Historiker verfälschen die Vergangenheit, die Ideologen die Zukunft."

    Zitat Zarko Petan
    • bbelser 21.06.2020 15:47
      Highlight Highlight Aber hoffentlich bleibt unser erbärmlicher Konsumismus, den du so gerne banalisiert sähest, Teil der kollektiven Erinnerung! Wir müssen nicht damit leben, dass unsere Nachkommen angewidert, konsterniert und mit Abscheu auf unsere Rationalisierungen bestimmter Ungeheuerlichkeiten blicken werden. Nein, statt weinerlicher Empörung über die, die auf das schmutzige Nest hinweisen, könnten wir politisch etwas ändern. In der tollsten Demokratie der Welt.
  • Lacando 21.06.2020 12:36
    Highlight Highlight Gibt es überhaupt nur weisse Rassisten? Nach meiner Erfahrung gibt es Rassisten bei jeder Hautfarbe. Rassismus ist meiner Meinung nach im Mensch verankert und bezieht sich nicht nur auf verschiedene Hautfarben, oderer was glaut ihr was es ist wenn immer wieder gegen Deutsche gewettet wird? Ob die ganze Debatte etwas bringt ist offen, aber Schuldzuweisungen Handlungen unsere Urgrosseltern blende ich aus und ich habe auch keine Lust mich schuldig zu fühlen weil ich hier geboren bin. Wir haben 7 Nationalitäten in unserer Familie und alle sind nach neuster Definition Rassisten. Wieso auch immer?
    • Stefan Morgenthaler-Müller 21.06.2020 13:32
      Highlight Highlight "Wir haben 7 Nationalitäten in unserer Familie und alle sind nach neuster Definition Rassisten."

      Könnten Sie die alte und die neue Definition von Rassismus gegenüberstellen oder die Unterschiede herausarbeiten?

      Natürlich kann es sein, dass Sie in einer Rassistenfamilie sind, wenn in dieser Familie alle rassistisch sind. Oft wird das ja von den Eltern an die Kinder weitergegeben. Selbstreflexion als erster Schritt ist richtig. Wünsche Ihnen viel Kraft.
  • Maracuja 21.06.2020 12:35
    Highlight Highlight Dass das Geld für die Investitionen, welche den sagenhaften Aufstieg der Schweiz vom Armenhaus Europa zuerst zur Industrienation dann zur modernen Dienstleistungsgesellschaft ermöglichte, auch aus der Ausbeutung anderer Kontinente stammte, gehört in den Schulunterricht. Problematisch finde ich jedoch, wenn Frau Purtschert fordert, dass man so tun sollte, als wäre die Schweiz schon immer ein Ort des Zusammenlebens von Menschen verschiedener Hautfarben gewesen. Der Weg zur multikulturellen Gesellschaft war lang und bitter.
    • Fairness 21.06.2020 13:07
      Highlight Highlight Er wird noch lang und bitter sein. Auch für unsere Sozialwetke.
    • Für bessere Tage 21.06.2020 13:40
      Highlight Highlight @Maracuja: ich würde nicht in einem Land leben wollen, dass so viel Ausbeutung betrieben hat. If I were you, I would….
    • sympathischer Holländer 21.06.2020 14:03
      Highlight Highlight Für bessere...
      Sei froh musst du nicht in einem Land leben, in dem Diktatur herrscht. 😑
    Weitere Antworten anzeigen
  • Randen 21.06.2020 12:21
    Highlight Highlight Es ist alles viel schlimmer geworden. Ausbeutung von Menschen und Natur sind heute schlimmer als während der ganzen Menscheitsgeschichte zusammen. Anstatt die Vergangenheit aufzuarbeiten muss man die heutige Situation verbessern.
  • Shlomo 21.06.2020 12:12
    Highlight Highlight Es ist kaputt, dass wir hier über eine Escher-Statue diskutieren, während in der ruralen Schweiz Rassismus zum Alltag gehört.
    Dieses ganze Statuen-Gedöns ist Kompletter Bullshit und löst kein einziges Problem.
    • bbelser 21.06.2020 16:09
      Highlight Highlight Nimmt die Diskussion um Kolonialzeit-Profiteure etwas weg von deinen Anliegen zur Verhinderung von Rassismus?
    • Maracuja 21.06.2020 18:37
      Highlight Highlight @bbelser

      So wichtig ich die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte finde - eine solche würde ja auch den Blick auf heutiges Ungleichgewicht/Unrecht schärfen - so sehr stelle ich doch fest, dass Identitätspolitik bei den Linken immer mehr Raum einnimmt und ökonom. Fragen doch etwas vernachlässigt werden. In meinem Umfeld (Familie, Freunde, Nachbarn in unterschiedlichsten Hautfarben) stelle ich fest, dass Partizipation und Chancengleichheit in Ausbildung und Beruf wichtige Anliegen sind und nicht die Entfernung von Statuen.
    • bbelser 21.06.2020 23:42
      Highlight Highlight Auch mir ist aus eigener Erfahrung bewusst, dass vielen Menschen Chancengleichheit und Teilhabe ein sehr viel drängenderes Anliegen ist, das unmittelbarer als die Auseinandersetzung um Symbole unser Alltagsleben betrifft. Ich sehe einfach gleichzeitig, wie wichtig es der rechten Seite offensichtlich ist, gegen die nüchterne Auseinandersetzung mit Kolonialgeschichte mit dem Narrativ von angeblicher linker Meinungsdiktatur, Gedankenpolizei und marxistischer Unterwanderung der Wissenschaft die Diskussion sowohl zu lenken als auch zu banalisieren. Das schadet auf Dauer allen (linken) Anliegen.
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  • Basti Spiesser 21.06.2020 12:09
    Highlight Highlight Auch die europäische Migrationspolitik hat was koloniales und schadet Afrika.
  • bbelser 21.06.2020 11:45
    Highlight Highlight Der Titel des Interviews lautet:
    Auch die Schweiz hatte Dreck am Stecken.
    90% der Kommentatoren haben offenbar einen anderen Titel gelesen:
    Nur die Schweiz besteht ausschliesslich aus Dreck.
    Da stimmt wohl irgendwas nicht mit den Dioptrien...
  • Polo Mite 21.06.2020 11:44
    Highlight Highlight Man muss doch auch mal vergessen können.
    • bbelser 21.06.2020 16:12
      Highlight Highlight Wir haben deinen Kommentar schon vergessen...
    • ma vaff... 21.06.2020 18:54
      Highlight Highlight Nein. Denn wenn wir die Geschichte vergessen, machen wir immer und immer wieder die selben Fehler.
      Vergeben ja, aber niemals vergessen.
  • Alnothur 21.06.2020 11:41
    Highlight Highlight Fassen wir zusammen: Frau Purtschert weiss nicht wer Escher war (Schlussfolgerung aus ihrer Antwort zur Frage über die Escher-Statue), mag keine Weissen, und hat das "Frau gut, Mann böse"-Bild verinnerlicht.
    • bbelser 21.06.2020 16:13
      Highlight Highlight Fassen wir zusammen: Alnothur kann offensichtlich nicht lesen.
  • Emil22 21.06.2020 11:40
    Highlight Highlight "Die Frage ‹Woher kommst du?› dokumentiert die Verweigerung anzuerkennen, dass die Schweizer nicht nur weiss ist, und es auch nie war."

    Diese Frage immer und wieder als Beispiel für latenten Rassissmus heranzuziehen, dokumentiert die Verweigerung anzuerkennen, dass es für diese Frage auch noch ganz andere Motivationen gibt.
    • Junge mit Früchtekorb 21.06.2020 12:08
      Highlight Highlight In welchem Kontext spielt es denn eine Rolle, woher jemand kommt?
    • Duscholux 21.06.2020 12:40
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Ich interessiere mich für Geografie und andere Kulturen. Wenn ich sowas Frage meine ich nicht "Oh du bist kein Schweizer wie ich!!!" sondern erhoffe mir ein spannendes Gespräch. Wenn das Gegenüber das nicht will, kann man mir ja das dann auch so sagen. Es ist eher komisch zu meinen Leute müssen wegen ihrem Schweizerpass ihre Herkunft komplett leugnen.
    • Emil22 21.06.2020 13:23
      Highlight Highlight @jojoeffekt Im Kontext, dass ich mit jemandem ins Gespräch komme und mich für diesen Menschen interessiere. Und mehr über ihn erfahren möchte. Und dann ist es egal, ob er weisse, braune, schwarze, gelbe, rote oder was weiss ich für eine Kolorierung trägt. Oder ob er einen Appenzeller- oder Wallisierdialekt spricht. Ob er rote Haare hat oder einen Nasenring trägt. Welchem Geschlecht die Person sich zugehörig fühlt. Und ob sie aus Wallisellen oder der Arktis stammt. Sack Zement.
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  • De-Saint-Ex 21.06.2020 11:26
    Highlight Highlight Bei dieser ganzen Diskussion beschleicht mich halt das ungute Gefühl, dass die Menschen hier, wie übrigens in der ganzen Welt, ihre Geschichte, ihre historische Herkunft, nicht wirklich wissen wollen.
    War hier bei der Diskussion um‘s Nazigold ja nicht anders.
    Wir mussten durch Klagen von aussen regelrecht dazu gezwungen werden, hinzuschauen. Resultat: Bergier-Bericht. Interessiert es heute noch jemanden? Kaum. Genau dasselbe wird passieren, wenn wir ein paar Statuen ins Museum stellen. „Geschichte“ erledigt.
    Bin wohl zu alt, um mir noch Illusionen um die Menschheit zu machen.
    • sympathischer Holländer 21.06.2020 12:28
      Highlight Highlight Bei der Nazigold Diskussion ging es letztlich darum, dass gewisse Gruppen die Möglichkeit erkannten, sich im grossen Stil bereichern zu können.
      Es ging nie um Moral oder Aufarbeitung.
      Sondern um Prestige der einzelnen Protagonisten und um Geld.
    • De-Saint-Ex 21.06.2020 13:39
      Highlight Highlight Siehst Du... wie aus Deinem Kommentar zu schliessen... Die ganze „Übung“ ist bereits vergessen oder gar nie erst angekommen..,
    • sympathischer Holländer 21.06.2020 14:08
      Highlight Highlight Ich glaube in Sachen Nazigold wurde die Schweiz dermassen durch den Kakao gezogen (gerade auch von Innen) ,dass man von einer sehr vorbildlichen (und teuren) Aufarbeitung sprechen darf.
      Irgendwann muss man aber auch mal gut sein lassen.
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  • Slender Man the Mohrenkopf 21.06.2020 11:21
    Highlight Highlight Geschichte aufarbeiten, dann aber korrekt bitte. Wie war das mit der Sklaverei, die muslimische Afrikaner im 7. Jahrhundert in Europa betrieben haben oder Afrikaner untereinander?

    https://m.dw.com/de/sklavenhandel-in-ostafrika-ein-verschwiegenes-kapitel/a-50101582

    Wie wäre es, wenn mal einer reale Beispiele für Rassismus in der Schweiz nennen würde, auch in der Arena gab es nicht ein einziges, konkretes Beispiel.


    • Slender Man the Mohrenkopf 21.06.2020 12:23
      Highlight Highlight Schwäzen kann Jeder, wie Du gerade bewiesen hast. Facts wären mal etwas neues. Liefere doch mal ein konkretes Beispiel, wo Rassismus in der Schweiz stattfindet. Wenn es nichts zu vermelden gibt, sind auch keine Massnahmen notwendig.
    • karl_e 21.06.2020 13:09
      Highlight Highlight Die nordafrikanischen Araber waren ein gewichtiger Faktor auch im neuzeitlichen Sklavenhandel. Davon steht hier nirgends etwas, immer sind es nur die üblen Europäer.
    • manhunt 21.06.2020 14:05
      Highlight Highlight whataboutism. es geht um unsere geschichte. und darin spielen die östafrikanischen sklavenhäbdler des 7. jahrhunderts keine rolle.
    Weitere Antworten anzeigen
  • murrayB 21.06.2020 11:18
    Highlight Highlight Eine weitere Schlussfolgerung ist der sofortige Stopp der Entwicklungshilfe - die damit geschaffene Abhängigkeit zementiert weiterhin das rassistische Gedankengut, dass Weisse besser sind und die Schwarzen auf Almosen angewiesen sind aus Europa!
    • bbelser 21.06.2020 12:42
      Highlight Highlight Ohne die weiterhin bestehende Ausbeutung des Südens durch den Norden bräuchte es keine Entwicklungshilfe. Bis dahin aber nehmen wir mit der minimalen Entwicklungshilfe wenigstens alibihaft unsere Verantwortung wahr: als Tropfen auf den von uns beheizten Stein.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 21.06.2020 13:09
      Highlight Highlight @bbelser....das ist doch eine billige Ausrede um die Entwicklungsindustrie am Leben zu erhalten.
    • Slender Man the Mohrenkopf 21.06.2020 13:15
      Highlight Highlight Es ist an der Zeit, den Ländern im Süden ihre Verantwortung zu überlassen. Es wäre ganz einfach, sein Land und Volk nicht an einem Ausverkauf anzubieten, anstatt die anzugreifen, welche sich dann bedienen.

      Scheint der Zeitgeist zu sein, auf die zu zeigen, welche innerhalb der Spielregeln bleiben, anstelle die in die Verantwortung zu nehmen, die jene Spielregeln aufstellen.
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  • CheshireCat2020 21.06.2020 11:06
    Highlight Highlight Die Schweiz hat immer von den Waffen anderer Nationen profitiert. Man beachte z.B. wie Holländische Kolonialsoldaten immer wieder Schweizer Besitzungen in Indonesien beschützte. Die Villa Patumba in Zürich ist ein Zeugnis dieser Geschichte. Von wegen frei und neutral, die Schweizer sind mal wieder fein raus, indem sie die Europäer die Waffenarbeit leisten liessen.
    • baBIELon 21.06.2020 16:29
      Highlight Highlight Neutral sein heisst nicht sich aus allem rauszuhalten. Neutral sein bedeutet mit allen Seiten Geschäfte abzuschliessen... Wir sind als so kleines Land garnicht in der Lage etwas anderes als die Drehscheibe des Geldes zu sein wenn wir Wohlstand erleben möchten... Ausser du willst zu dieser Zeit zurück, als die Landesregierung den Bewohnern Geld versprach sollten sie auswandern!
    • CapD17 21.06.2020 22:03
      Highlight Highlight Schweizer haben jahrhundertelang in fremden Armeen gekämpft und sind für andere Länder gestorben. Also nur fair.
  • anundpfirsich 21.06.2020 11:03
    Highlight Highlight Ich bin gegen Ausbeutung un Unterdrückung jeglicher Art.

    Alle die hier nun laut schreien „nehmt euch alle selbst an der Nase“ macht mal euren Kleiderschrank auf und schaut euch die Kleider an und recherchiert woher die kommen und was für Leute/Kinder sie herstellen. Oder in der Küche, woher kommt der Kaffe/Tee usw. Wenn ihr da alle umstellt auf Produkte die hier produziert werden, dürft ihr euch gerne beklagen. Ansonsten ist es nur heuchlerei. Letztendlich geht eben doch alles übers Portemonnaie.
    • bbelser 21.06.2020 12:46
      Highlight Highlight Wir alle gehören zum Problem. Sollten wir deswegen nicht mehr nach Lösungen suchen?
    • mrmikech 21.06.2020 13:02
      Highlight Highlight Und deswegen braucht es ein JA zu Konzern Initiative.
    • anundpfirsich 21.06.2020 13:07
      Highlight Highlight Doch sicher, aber man muss erst bei sich selbst anfangen, anstatt auf andere zeigen was sie falsch machen. Es ist immer einfacher auf andere zu zeigen, als sein eigenes Tun zu hinterfragen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Annamarie Hassock 21.06.2020 11:00
    Highlight Highlight Guter Artikel, war schon lange überfällig. Das Wort SCHWARZE MENSCHEN wurde gebraucht. Hallo? Es beweisst hiermit wie tief wir in der Sprache im Rassismuss stehen. Wer auch immer dieser Artikel geschrieben hat, hat sich anscheinend auch nicht genügend damit auseinander gesetzt.
    • Nosferal 21.06.2020 12:12
      Highlight Highlight Warum sollte der Begriff schwarzer Mensch nicht gebraucht werden dürfen? Im Text kam der Begriff Weisser Mensch auch zur Genüge vor und das sollte Ihrer Meinug aber okay sein?
  • kliby 21.06.2020 10:42
    Highlight Highlight Es wäre ja schon noch interessant mal zu wissen wie die reichen Familien am Zürichberg und an der Goldküste zu Geld gekommen sind. Heute senden sie all ihre Kinder an die Universitäten und sichern sich so auch die zukünftige Macht, und niemand fragt.

    Andererseits würde ich grad mal pauschal 95% der Menschen in der Schweiz von solchen Taten freisprechen: Sie waren nicht involviert oder sie hatten nichts zu melden auch wenn sie nicht einverstanden waren. Diese Art von "Geschichtsschreibung" scheint mir ein bisschen zu sehr die Gesellschaft in Schuldhaft nehmen zu wollen.
    • Toerpe Zwerg 21.06.2020 10:58
      Highlight Highlight Zehntausend Reich, zehntausend unterschiedliche Geschichten
    • bbelser 21.06.2020 11:48
      Highlight Highlight Die Geschichte einer Gesellschaft sollte die gesamte Gesellschaft interessieren. Verantwortung zu lernen aus unserer Kolonialgeschichte, geht alle Einwohner dieses Landes etwas an.
    • mukeleven 21.06.2020 16:03
      Highlight Highlight ich besitze seit bald 25 jahren ein winzig,kleines, verwachsenes 110-jaehriges häus’chen in zollikon. (sog goldkueste).
      meine nachbarschaft hat sich in den letzten 15 jahren zu 85% vereandert, dh die alten geschlechter und namen wohnen nicht mehr hier. diese herrschaftshäuser wurden meist abgerissen und durch terrassierte beton-/stahl-/glaskonstruktionen ersetzt und zu horrenden preisen/mieten verkauft oder vermietet.
      diese leute sind meist: expats, investmentbanker, ärzte, unternehmer oder rohstoffhaendler und haben mit unserer geschichte hoechst wenig zu tun (die meisten sind auch keine CH)
  • rodolofo 21.06.2020 10:32
    Highlight Highlight Ich finde es auch wichtig, darauf hinzuweisen und zu akzeptieren (ohne es gut zu finden!), dass Kolonialismus und Rassismus nicht nur mit vergangenheitsbewältigung zu tun haben, sondern dass beide -ismen weitergehen und sich weiterentwickelt haben, sowohl was die Methoden und Techniken-, als auch was die Begründungen und Rechtfertigungen angeht!
    Die früheren "Kolonialwaren-Läden" sind zu "Multinationalen Konzernen" angewachsen, die sich um ökologisch-soziale Standards foutieren.
    Die frühere sich überlegen fühlende "Herrenrasse" fällt heute als "Schnäppchenjäger-Masse" in Malcesine ein...
  • BlickvonAussen 21.06.2020 10:31
    Highlight Highlight Für alle, die wieder eine Ausrede brauchen: Wir sind unschuldig

    https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20183072

    1863 und 1864 stiessen die Vorstösse von Nationalrat Wilhelm Joos beim Bundesrat und bei der Mehrheit des Parlamentes auf Widerstand. Der Nationalrat lehnte seine Motion vom 10. Dezember 1864 mit 56 zu 21 Stimmen ab. Die Reaktion der Bundesbehörden war von den Normen geprägt, die in den 186er Jahren vorherrschten. Die Massstäbe haben sich inzwischen gewandelt, die heutige Gesellschaft ist von anderen Wertvorstellungen geleitet.
  • mon tuno 21.06.2020 10:27
    Highlight Highlight Ich habe mir das Interview durchgelesen und weiss nun nicht mehr als vorher.
    • bbelser 21.06.2020 10:49
      Highlight Highlight Hoi mon tuno. Muss das notwendigerweise am Interview liegen? 😉
    • Pafeld 21.06.2020 11:13
      Highlight Highlight Dir hat also die Schweizer Kolonialgeschichte, die man im lnternet durchaus finden würde, wenn man sie den suchen würde, in einem Interview in mundgerechten Häppchen serviert zu werden? Ansonsten besteht von deiner Seite kein Interesse an diesem Teil deiner Geschichte und du fühlst dich ihr gegenüber nicht verpflichtet?
    • ZimmiZug 21.06.2020 11:21
      Highlight Highlight @mon tuno
      Zum Glück geht es nicht nur mir so. Es scheint so zu sein, dass es einzelne Geschäftsleute waren, welche sich aus der Situation bereichert haben, wie es auch zur Zeit der NSDAP zweifellos solche skupellosen Oppurtonisten gab. Die Frage ist doch, was hat der Staat unternommen. Hat er es gewusst, es einfach gedultet, hat er genügend gemacht?
      Aber eben, die Hintergründen dazu würden mich interessieren. Aber da habe ich wieder keine Informationen erhalten hier. Darum finde ich den Titel falsch. Denn wenn man behauptet, dann sollte man auch Fakten liefern.
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  • LeChef 21.06.2020 10:25
    Highlight Highlight Das ganze Narrativ Kolonialismus wird falsch angegangen. Kolonialismus war kein Zero-Sum Game. Nur weil die Kolonialmächt profitiert haben (haben sie übrigens nur in geringem Ausmass, weil Kolonien militärisch und organisatorisch so teuer waren), heisst das nicht, dass die Kolonien nicht auch profitiert haben.

    Nur mal als Beispiel, im südlichen Afrika gab es bis zum Auftauchen der Europäer nicht einmal das Rad. Das heisst nicht, dass der Kolonialismus die *bestmögliche* Alternative war - aber netto haben trotzdem auch die Kolonien davon profitiert.
    • ursus3000 21.06.2020 11:02
      Highlight Highlight Genau , die Indianer haben auch davon profitiert , dass sie Feuerwaffen und Feuerwasser gekriegt haben . Nein , sorry , Du bist ein Schwätzer
    • Garp 21.06.2020 11:05
      Highlight Highlight Du würdest also auch den Lebensraum der Amazonas Ureinwohner ausbeuten, abholzen etc. und als Entschuldigung ihnen das Rad bringen?
    • maylander 21.06.2020 11:50
      Highlight Highlight Bis jetzt gibt es in Afrika fast nur Transportverbindungen zum Hafen. Wie von den Kolonialisten gebaut. Eine Nord Süd oder Ost West Verbindung durch Afrika gibt es bis heute nicht. Und an einigen Orten funktionieren die Dinge schlechter als zu Kolonialzeiten. Nun sind es die Chinesen die in Afrika Infrastruktur bauen.
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  • FrancoL 21.06.2020 10:24
    Highlight Highlight Es ist, wie die vielen ähnlichen Kommentare zeigen, mehr als nur heikel die Schweizer Geschichte etwas kritisch zu betrachten. Erinnert mich an die Aussage meines Vaters, der die Zeit um den 2.WK und Nationalsozialismus als Student an der Uni Zürich erlebt hat und immer wieder erwähnte, dass nicht ganz unwesentlich kleine Teile der Gesellschaft die NS Zeit in ihren Anfängen eher positiv betrachtet haben, um dann in der Endphase elegant die Seiten zu wechseln und mit Vehemenz sich als Anti-Nazi aufzuspielen. Mein Vater hat sich immer gefragt wie es gekommen wäre wenn das NS Regime obsiegt hätte
    • ursus3000 21.06.2020 11:04
      Highlight Highlight Man hätte sich arrangieren müssen oder wärst Du dann in den Krieg gezogen ?
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 21.06.2020 11:48
      Highlight Highlight Hätte das NS Regime gesiegt, wären sie die Guten gewesen, denn in der Geschichte sind die Verlierer die Bösen.
      Das heisst nicht, dass ich das gutheißen, ich vermelde es nur .
    • FrancoL 21.06.2020 12:12
      Highlight Highlight Danke NADA, so ist es, @ursus Du zeigst exemplarisch dass Du die Vergangenheit nicht kennst, denn sonst wüsste Du, dass in der Schweiz nicht nur das Arrangieren stattgefunden hätte, sondern auch das Mitmarschieren, also kein Deut besser als die Österreicher. Nein man wäre nicht in den Krieg gegen die Deutschen gezogen, aber womöglich mit den Deutschen in den Krieg gegen andere gezogen.
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  • soulpower 21.06.2020 10:17
    Highlight Highlight Einfacher mal nach Würmern in unserer Geschichte zu suchen als sich den heutigen fragwürdigen Machenschaften der Industrialisierung und globalen Ausbeutung zu stellen. Der Artikel wurde ja wohl auch auf einem PC geschrieben. Also zeigt man mit dem Finger auf eine Vergangenheit welche sich nicht mehr ändern lässt und Tote die Fehler machten, während die heutigen "heissen Kartoffeln" dann lieber nicht angefasst werden, weil man da selber auf welche Art auch immer, mitprofitiert. Heute werden Umstände der Produktion (Kaffe, Kakao, seltene Erde, Gadgets..) viel mehr in Frage gestellt als damals!
    • bbelser 21.06.2020 12:11
      Highlight Highlight Welche Weltprobleme soll denn ein einzelner Artikel sonst noch alle lösen?
      Hier geht es nun mal begrenzt um den Blick auf die Kolonialgeschichte.
      Deine übrigen Themen werden ja zur Genüge von anderen Disziplinen behandelt. Aber auch dort verweisen dann alle reflexartig auf noch viel schlimmere Baustellen.
      Warum diese instinktive Abwehr?
    • soulpower 21.06.2020 13:08
      Highlight Highlight bbelser: vielleicht weil man in letzter Zeit allzuviel über Probleme verursacht von Toten liest, als von zur Zeit Lebenden?
    • dan2016 21.06.2020 15:34
      Highlight Highlight @bbelser (1), ich versuchs nochmals. Mit dem Risiko, dass Du mir erneut Themenverfehlung vorwirfst - schliesslich haben hier wenige die Themendefinitionsdeutungshoheit.
      Reisläuferei, eine Riesenschweinerei, hat aber etlichen Migliedern des Bundes und speziell den Gebirgskantonen verdammt viel Geld gebracht. Und ich finde es verachtenswert aus heutiger Sicht und gerne können wir drüber diskutieren, ob es - verhungernde Familie vor Augen - irgendeine moralische Ausrede dafü gibt oder nicht. Viele unserer Vorfahren waren BEREIT, jedes Kriegsverbrechen zu vergehen.

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  • Geranio 21.06.2020 10:16
    Highlight Highlight Mit was wurde eigentlich die Patumba Villa in Zürich finanziert, bzw. wird sie dann auch zurückgegeben ?
  • dan2016 21.06.2020 10:10
    Highlight Highlight Ich finde es gut, dass wir mit heutigen Wissen, Moral eine Diskussion um Generationen führen, die sich aus damaliger Sicht zu schulden kommen liessen. Kann dann kann ich auch ganz cool vor dem FIfa Haupsitz vorbeischlendern, mich auf die mit FIFA Sklavenarbeit aufgebaute WM in Katar freuen und muss mich nicht damit befassen. Nicht Fussballfreunde können sich ab Früchten, Umsteigen in Dubai, die Materialen ihres Mobilephones freuen
    • bbelser 21.06.2020 12:16
      Highlight Highlight Wenn dir jemand Problem X vorstellt, verweise reflexartig auf Problem Y und Z.
      Gibt's für diese Realitätsverweigerung nicht einen englischen Fachausdruck?
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 21.06.2020 13:13
      Highlight Highlight bbelser..es könnte aber auch sein, dass x sehr wohl mit y und z zu tun haben...
    • *sharky* 21.06.2020 14:23
      Highlight Highlight @bb

      Strohmann-Argumente... und Whatabaoutismus.
      Was diesbezüglich in den letzten paar Wochen hier in den Kommentar-Spalten abging... jenseits von Gut und Böse.

      Es ist schlicht die Verweigerung von etwas, was einem nicht passt, was nicht wahr sein darf, oder der sowas von durchsichtige Versuch es unter den Teppich zu kehren, für sich zumindest.

      Äusserst billig und rückgratlos!

    Weitere Antworten anzeigen
  • Werren 21.06.2020 10:04
    Highlight Highlight Ist ja nicht neu. Anstatt sich ständig der Vergangenheit zu widmen, sollten wir den Fokus besser auf die Gegenwart und Zukunft richten. Auch heute noch werden, wenn nicht sogar noch mehr, Menschen versklavt und ausgebeutet. Was denkt ihr, wie die Rohstoffe in eurem Handy gewonnen werden? Macht jetzt etwas, sonst müssen wir in 50 Jahren wieder die Vergangenheit aufarbeiten und vernachlässigen die Gegenwart.
    • Garp 21.06.2020 11:00
      Highlight Highlight Man kann das Eine tun und muss das Andere nicht lassen. Seine auch unrühmliche Geschichte offen darzulegen und zu vermitteln, find ich schon wichtig.
    • bbelser 21.06.2020 12:22
      Highlight Highlight Witzig, wieviele plötzlich die problematischen Herstellungsbedingungen ihrer Handys entdecken, wenn jemand sie nüchtern auf die Kolonialgeschichte der Schweiz hinweist.
      Ist das ein unentdeckter Schalter im Hirn?
      Input: Kolonialgeschichte!
      Output: Aber Handy! Aber Multis! Aber alles andere ausser Kolonialgeschichte!
    • Werren 21.06.2020 21:23
      Highlight Highlight @Belser: Lies meinen Text nochmals, dann verstehst vielleicht auch du, um was es geht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 21.06.2020 09:50
    Highlight Highlight Was früher Staaten waren sind heute internationale Multis.
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  • bullygoal45 21.06.2020 09:48
    Highlight Highlight Man erinnere Sich auch an Nelson Mandela im Juni 1990 In seiner Rede, 3 Monate nach dem Ende der Apartheid in Bern:

    „Danke Schweiz habt ihr euch auch an den UNO-Sanktionen gegen Südafrika beteiligt.“

    Betretenes Schweigen.... viele haben mit dem weissen Regime sympathisiert und 30 Jahre lang regen Handel getrieben. Bravo!
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 21.06.2020 11:58
      Highlight Highlight Und trotzdem war es die Schweiz welche Mandela als erstes Land besuchte, weil die Schweiz das erste Land war das mit Entwicklungshilfe geholfen hat.Bravo !
  • Beat Stocker 21.06.2020 09:31
    Highlight Highlight Wieder einE AkademikerIN, welche sich der Aktualität anschliesst, um die eigenen Studien zu Geld zu machen oder Geld dafür zu finden.
    Ja, auch die Schweiz war in den Kolonialismus verwickelt; grösstenteils jedoch mit Auswanderern, welche in der Schweiz keine Zukunft mehr sahen und Kolonien gründeten; einige davon sind tragisch gescheitert (Moniz). Diejenigen Schweizer, welche vom Kolonialismus profitierten waren die (damals wenigen) Reichen. Das durchschnittliche Schweizer Volk hatte gar nicht die Mittel, um in einem Kolonialwarenladen einzukaufen.
    Müssen wir uns also alle schuldig fühlen?
    • roger_dodger 21.06.2020 10:16
      Highlight Highlight Ja, wir müssen uns jetzt alle zerfleischen für das was vor 200 jähren passiert ist anstatt uns wirklichen aktuellen Problemen zu widmen. Und die meisten die jetzt demonstrieren dass man alle Denkmäler schleifen muss haben bis jetzt wahrscheinlich nicht mal gewusst wer diese Personen sind. Aber Kleider aus Bangladesh kaufen die von Kindern produziert wurden und andere Güter wo moderne Sklaven dafür schuften geht dann wieder voll in Ordnung. Die meisten Erstwelt Länder der Welt und Ihre Bürger betreiben heute noch indirekten Kolonialismus, vielleicht solltet wie uns darüber mal Gedanken machen.
    • BlickvonAussen 21.06.2020 10:22
      Highlight Highlight Stinkfaule Ausrede!

      Die Auswanderung wurde von den Gemeinden teilweise finanziert. Das nenne ich öffentliche Hand.
      Die Reichen, Partizierfamilien, hatten die Kontrolle über die Exekutive.
    • RicoH 21.06.2020 10:44
      Highlight Highlight Du hast eine sehr einseitige Betrachtung zu diesem Thema.

      Kolonialismus auf die Schweiz bezogen heisst:
      Die Schweiz als ein mit wenigen Rohstoffen gesegnetes Land baut ihren Reichtum zu einem grossen Teil mit dem Handel von Rohstoffen auf, die es in der Schweiz nicht gibt.

      Dass dabei die Rohstoffe liefernden Länder arm sind und die Schweiz reich, zeigt doch auf, dass das "Geschäftsmodell Schweiz" eben durch die Ausbeutung dieser Länder erfolgreich ist.
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  • NoBrainer 21.06.2020 09:28
    Highlight Highlight Danke für dieses sachliche und klare Interview.
    • bbelser 21.06.2020 16:53
      Highlight Highlight Dem kann ich mich uneingeschränkt anschliessen.
      Vielleicht lernen wir sogar nach und nach aus den Studien zur Kolonialgeschichte der Schweiz, und wiederholen die Fehler und Verbrechen der Vergangenheit nicht permanent weiter. Angesichts der fortgesetzten kolonialistischen Vergewaltigung des Südens wohl ein frommer Wunsch.
  • Sapientia et Virtus 21.06.2020 09:23
    Highlight Highlight Was bringt es, denn Schülern immer nur beizubringen, wie schlecht ihr Land ist? Dieser Schuldkult hat System und dient nur dazu, unsere Gesellschaft zu vergiften! Es braucht Lehrer mit einer positiven Haltung zur Schweizer Geschichte!
    • BlickvonAussen 21.06.2020 10:20
      Highlight Highlight Es braucht Lehrer, die die Tatsachen lehren.
      Wer kennt die Wurzeln des Jura-Konflikts?
      Bern wollte seine alten Kolonien, hier nennt man es Untertanengebiete die Waadt und das Aargau, nach der Niederlage Napoleons zurück. Mit der Zwangsadoption des Juras wurde Bern ruhig gehalten. Der Kanton war nicht in Lage, das Jura zu integrieren, sonst hätte sich das Jura nicht von Bern getrennt (JUEXIT).
    • Stefan Morgenthaler-Müller 21.06.2020 10:29
      Highlight Highlight @SaV. Wollen Sie den Kindern an den Schulen Geschichtsunterricht oder Märchen anbieten?
    • rodolofo 21.06.2020 10:47
      Highlight Highlight Wie wär's mit der berühmten "Schweizer Neutralität", AUCH und erst recht sich selber und der Schweizer Geschichte gegenüber? ... ;)
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  • Dave1974 21.06.2020 09:17
    Highlight Highlight Langsam reicht es mit "warum niemand darüber sprechen will".
    Es gibt Dinge, über die viele schlicht nicht sprechen können, weil das Bewusstsein dafür gar nicht vorhanden ist, da nie gehört, gelernt und das alleine macht noch keinen "schlechten" Menschen.
    Vor lauter BLM vergessen manche inzwischen, dass wir alle miteinander verwandt sind und alle Leben zählen.
    Das hingegen interessiert keinen, der möglichst einfach Geld scheffeln und Macht übernehmen will und auch diese Gierschlunde haben die verschiedensten Hautfarben.
    • FrancoL 21.06.2020 09:49
      Highlight Highlight Natürlich haben alle eine Schuld zu tragen, gleich welche Hautfarbe sie haben, aber es ist doch klar ersichtlich dass gerade bei der Gier da doch viele Augen zugedrückt werden.
    • bbelser 21.06.2020 10:56
      Highlight Highlight Es geht um heutige Verantwortung für die eigene Geschichte, nicht um Schlechtigkeit oder Schuld. Letztere sind willkommene Ablenkungsmanöver der Geschichts-Verweigerer.
  • Bruno Wüthrich 21.06.2020 09:16
    Highlight Highlight Vieles was Patricia Purtschert sagt, ist bedenkenswert. Aber es beleuchtet nur einen Teil der vielen Themen, mit denen wir es heute zu tun haben.

    Wie kriegen wir es hin, dass wir das, was wir an guten Werten haben, oder wo wir auf gutem Weg dazu sind, mit dem kompatibel machen, bei dem wir besser werden müssen? Dies wird uns nicht gelingen, wenn wir zu einseitig denken.

    Beispiel: Wir kommen einer Lösung bei der Gleichstellung der Geschlechter und der Bekämpfung des Rassismus - in einem ersten Schritt - nur dann näher, wenn wir uns über die dringend notwendigen Kompromisse einig werden.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 21.06.2020 09:26
      Highlight Highlight @BW. "Beispiel: Wir kommen einer Lösung bei der Gleichstellung der Geschlechter und der Bekämpfung des Rassismus - in einem ersten Schritt - nur dann näher, wenn wir uns über die dringend notwendigen Kompromisse einig werden."

      Und wo genau in Ihrem Kommentar ist nun das Beispiel eines Kompromisses zu finden, um den Rassismus bekämpfen zu können?
    • n3rd 21.06.2020 09:43
      Highlight Highlight Kompromiss heisst, dass alle im Konflikt auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Auf welchen Teil ihrer Forderungen sollen denn Ihrer Meinung nach Frauen oder People of Colour verzichten?

      Forderungen werden ja eigentlich nicht viele gestellt und sie wären einfach erfüllbar.
    • RicoH 21.06.2020 09:44
      Highlight Highlight In dieser Frage dürfte es keine Kompromisse geben. Alle Menschen sind gleich viel wert – egal welchem Geschlecht oder welcher Rasse sie angehören.
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  • Shlomo 21.06.2020 09:11
    Highlight Highlight Was ist eigentlich mit all den Afrikanern und Arabern die Jahrhundertelang am Sklavenhandel mitverdient haben?
    • BlickvonAussen 21.06.2020 10:23
      Highlight Highlight Nicht ablenken. Das müssen Sie aufarbeiten.
    • rodolofo 21.06.2020 10:55
      Highlight Highlight Die müss(t)en ihren eigenen Rassismus/Kolonialismus auch aufarbeiten!
      Und da gibt es offenbar auch welche, die das tun.
      Ist doch super, oder etwa nicht... ?
    • bbelser 21.06.2020 11:00
      Highlight Highlight Hebt das die Verantwortung der Schweiz für ihre Geschichte auf?
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  • Ökonometriker 21.06.2020 09:06
    Highlight Highlight Übrigens noch eine interessante Statistik aus den USA: als schwarzer Mann hat man eine Chance von 28.5 Prozent, dass man bis 40 min. einmal ins Gefängnis kommt und dort Zwangsarbeit verrichten muss. Also fast ein Drittel der afroamerikanischen Männer landet dort min. einmal im Leben im Knast.
    Das ist echte Sklaverei. Im 21. Jahrhundert. Im reichen Westen.
    Quelle: US Bureau of Justice
    • flugsteig 21.06.2020 09:31
      Highlight Highlight Man könnte das auch anders interpretieren. Mehr als jeder vierte afroamerikanische Mann wird bevor er vierzig wird, eines Verbrechens überführt, dass eine Gefängnisstrafe mach sich zieht.
      Aber das machen wir natürlich nicht, das wäre vermutlich Rassismus.
    • murrayB 21.06.2020 09:44
      Highlight Highlight Hast du auch die Statistik zu Armut und Kriminalität?

      Dann wirst du sehen - auch hier sind die Schwarzen vorne...
    • Brockoli 21.06.2020 09:53
      Highlight Highlight Wird man in den USA also gezwungen Verbechen zu begehen? Weil ihr Kommentar liest sich so. Ist es nicht eher so, dass 28.5 Prozent der Schwarzen eines oder mehrere Verbrechen begeht, die eine Gefängnissttrafe mit sich zieht?
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  • landre 21.06.2020 09:04
    Highlight Highlight Sonntag, Sonne, Kaffee, Brot mit Butter und Gonfi und im Quartier hier wie anderswo in unserer Schweiz leben Mitmenschen aller Hautfarben und allerlei verschiedenen Körpereigenschaften, so wie Orientierungen usw.

    Und nun soll ich irgendein schlechtes Gewissen bekommen weil ich das Interview hier oben gelesen habe?

    (...Kolonialismus kann nicht durch Schuldzuweisungen aufgearbeitet werden, auch wenn sogenannte Expertinnen und Experten es so gerne vereinfachen würden...)
    • NoBrainer 21.06.2020 09:38
      Highlight Highlight Du kannst dich bei Sonne, Gipfeli, Butter und Gomfi auch einfach mit dem Thema sachlich und intelligent auseinandersetzen. Reflektieren, spannende Gespräche führen - oder die Zeit für einen sinnfrei dahergeworfenen Kommentar nutzen... Your choice 🤷🏽‍♀️
    • RicoH 21.06.2020 09:50
      Highlight Highlight Es geht nicht um Schuldzuweisung, sondern darum, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen, warum Diskriminierung in der Schweiz immer noch ein Problem ist.
    • landre 21.06.2020 09:58
      Highlight Highlight @NoBrainer

      Ich habe heute nur Brot oder Crackers zum offerieren...Falls Du Gipfeli hast, bring diese doch mit und wir können zusammen sachlich angemessen bis genussvoll unsere Magensäfte besänftigen und zwischenmenschlich miteinander sozialisieren bzw zusammen vorwärts schauen ohne in der Vergangenheit ambig herumtümpeln zu müssen...
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  • du_bist_du 21.06.2020 09:03
    Highlight Highlight Ich persönlich bin mit vielen Punkten sofort einverstanden. Schon vor der aktuellen Diskussion.
    Trotzdem empfinde ich das Interview als pauschalisierend, übergriffig und mit politischen Botschaften subtil durchtränkt. Das sollte nicht sein und schreckt mich langsam aber sicher ab wie so einiges in den letzten Tagen.

    Schade, sehr sehr schade.
    • dan2016 21.06.2020 10:20
      Highlight Highlight Einverstanden, abgesehen von subtil.
    • bbelser 21.06.2020 11:14
      Highlight Highlight Könnte es an deinen "Ohren" liegen, wenn du all dies nicht Vorhandene aus dem Interview heraushörst? Ich höre einfach nur die Notwendigkeit zur Aufarbeitung unserer Kolonialgeschichte aus diesem Interview. Dein Kommentar bestätigt diese Notwendigkeit.
    • du_bist_du 21.06.2020 12:04
      Highlight Highlight @bbelser
      Ich verstehe viele Anliegen der letzten Woche und sehe keinerlei Abwehrreflex meinerseits zur Aufarbeitung.

      Wenn ich für mich aber etwas unangemessen finde, populistisch oder wie auch immer, so finde ich es reichlich anmassend, wenn Du daran festmachst, dass eine Aufarbeitung, gefälligst mit dem Narrativ gemäss Interview notwendig sei.

      Das empfinde ich als Diktatur des Diskurses und da bin ich raus.
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  • Gubbe 21.06.2020 09:03
    Highlight Highlight Geht das nur mir so, oder gibt es auch andere, die sich langsam abgestossen fühlen von Personen, welche ins eigene Nest sche....en? Sicherlich hat die CH profitiert, nur sollte man auch die Relationen mit anderen Ländern, die Kolonien hatten, vergleichen. Zu erzählen, dass die CH von Grund auf nie weiss war, braucht schon ein grosses Vorstellungsvermögen. Dieses mit Rassismus zu erklären, den gibt es überall. Rassismus muss nicht hasserfüllt sein, vielleicht einmal Neugier annehmen.
    Seit es Menschen gibt, gab es solche mit Äpfel, die Andere nicht hatten.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 21.06.2020 09:18
      Highlight Highlight Im Gegenteil. Patricia Purtschert macht das Nest sauber.
    • Juliet Bravo 21.06.2020 09:23
      Highlight Highlight Das war immer mal wieder so, dass man Leute, die sich kritisch mit Geschichte auseinandersetzen als Nestbeschmutzer verunglimpft werden.
    • sympathischer Holländer 21.06.2020 09:39
      Highlight Highlight Nein, dass geht nicht nur dir so. Was hier abgeht ist erschreckender Unfug.
      Die Dekadenz einer Gesellschaft die es zu gut gemacht hat.
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  • Peugeot 21.06.2020 09:02
    Highlight Highlight "«Rassismus umfasst Ideologien und Praxisformen auf der Basis der Konstruktion von Menschengruppen als Abstammungs- und Herkunftsgemeinschaften, denen kollektive Merkmale zugeschrieben werden"
    Ich stamme aus der CH und bin CH. Ich werde gerade von CH Medien und auch Menschen jeglicher Hautfarbe als Rassist angeprangert. Sie machen genau das gleiche, was sie Anderen vorwerfen.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 21.06.2020 09:32
      Highlight Highlight Ich bin CH, weiss und fühle mich nicht vorverurteilt oder gar als Rassist angeprangert. Im Gegenteil, mir ist bewusst geworden, welche Privilegien ich nur aufgrund dieser beiden Merkmale habe, z.B. werde ich von der Polizei kaum kontrolliert, kriege Job und Wohnung leichter, werde i.d.R. freundliche und als gleichwertig behandelt (Restaurant, Einkäufe, Veranstaltungen, usw.), muss nicht sagen, woher ich komme, usw.

      Warum fühlen Sie sich persönlich als Rassist angeprangert, könnten Sie dazu etwas sagen, ev. mit einem Beispiel. Danke.
    • RicoH 21.06.2020 10:08
      Highlight Highlight Wenn du dich als Rassist angesprochen fühlst, können weder die Medien, die Autorin dieses Artikels noch Patricia Purtschert etwas dafür.

      Die Frage stellt sich vielmehr, warum du dich als Rassist angeprangert fühlst.
    • Peugeot 21.06.2020 11:58
      Highlight Highlight @RicoH
      Es geht nicht um mich als Person - nachdenken und dann schreiben, die Schweizer und die Schweiz werden angeprangert Rassisten zu sein oder einen Rassistischen Hintergrund zu haben.
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  • Juliet Bravo 21.06.2020 08:59
    Highlight Highlight Aus den Kommentaren liest man: Es darf einfach nicht sein, was nicht sein darf.
    • sympathischer Holländer 21.06.2020 09:40
      Highlight Highlight Ich sehe es eher umgekehrt. Es muss offenbar etwas sein, was halt einfach NICHT ist.
    • FrancoL 21.06.2020 10:03
      Highlight Highlight Ich wollte schon 600 Zeichen absetzen um das was Du in 2 Zeilen geschrieben hast zu untermauern, aber Du triffst mit der Kürze die Würze.
    • RicoH 21.06.2020 10:10
      Highlight Highlight Kurz und knapp das Problem zusammengefasst 👍
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  • champedissle 21.06.2020 08:56
    Highlight Highlight Wir leben im 21. Jahrhundert. Dass in der Geschichte Fehler gemacht wurden ist unbestritten, was es aber bringen soll, wenn man von der "Kolonialgeschichte" der Schweiz palavert ist mir schleierhaft.
    • FrancoL 21.06.2020 10:06
      Highlight Highlight Vielleicht weil man Kolonialgeschichte etwas breiter verstehen muss um die Rolle der Schweiz genauer zu betrachten. Ich erinnere Dich als kleines Beispiel an die Bankverbindungen einer SBG zu Apartheid Regime in Südafrika.
    • RicoH 21.06.2020 10:14
      Highlight Highlight Verständnis schaffen?
      Nachdenken, wie die Schweiz zu ihrem Reichtum gekommen ist?
      Verstehen, warum Afrika als einer der grössten Rohstofflieferanten weltweit immer noch arm ist?
      Warum die Schweiz mit sehr beschränkten Rohstoffen gerade mit dem Handel von Rohstoffen reich geworden ist?
    • sympathischer Holländer 21.06.2020 11:14
      Highlight Highlight Rico
      Das die Schweizer gute Unternehmer sind, sollten doch eher ein Grund zur Freude zu und Dankbarkeit sein?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Selbstverantwortin 21.06.2020 08:54
    Highlight Highlight OK. Vor vielen Jahren haben wenige Schlimmes getan.
    Das war bekannt. Nur Fr. Purtschert hat eine extrem selektive Wahrnehmung, dass das in Geschichte nicht vorkomme.
    Und jetzt? Sollen wir Italiener kritisieren für Taten der Römer?
    Dieses ewige Opfergehabe für Dinge von Vorfahren ist nur peinlich.
    • FrancoL 21.06.2020 10:07
      Highlight Highlight Nichts ist peinlich, das zwar wenige als Schlimmes getan haben, aber vielen hier zu Gute kam?
    • RicoH 21.06.2020 10:23
      Highlight Highlight Du kannst dich darüber aufregen, oder aktiv etwas ändern.
      Stichwort: Konzernverantwortungsinitiative.
  • benn 21.06.2020 08:54
    Highlight Highlight Sorry racial profiling ist für mich ok! Man evaluiert die datenlage, es ist die statistische methode welche ein merkmal identifiziert welche für eine bestimmte ausprägung verantwortlich ist, nicht der rassismus entscheidet sondern die faktenlage. Das profiling ist nicht rassistisch. Profiling ist eine gute methode oder, wer geht zum krebsscreening, wer zahlt welche autoversicherung, wer bekommt einen kredit, wer bekommt eine stelle, wer handelt mit drogen, wer ist für häusliche gewalt auffällig?
    • benn 21.06.2020 09:39
      Highlight Highlight Wäre ein racial profiling ok, wenn sich statistisch zeigt das bei asiatischen menschen eine bestimmte krebsart häufiger auftritt, sie deshalb früher in ein krebsscreening geschickt werden? Wäre das ok, warum, ist doch rassistisch?
    • n3rd 21.06.2020 09:46
      Highlight Highlight Dann müsste man auch altersspezifisches Profiling machen. Wussten Sie das Gefängnisinsassen immer älter werden? Soll es nun deshalb verstärkte Kontrollen für ü65 geben?

      Mit Zahlen kann man alles hinbiegen wie es gerade genehm ist.
    • lilie 21.06.2020 09:48
      Highlight Highlight @benn: HumanRights unterscheidet zwischen:
      - ethnischem/religiösem Profiling: Dieses ist, wie du schreibst, sachlich begründet und notwendig für die Polizeiarbeit
      - rassistisches (racial) Profiling: Dies basiert auf Vorurteilen, so dass etwa PoC bei Zufallskontrollen häufiger kontrolliert werden als Weisse, ohne sachlichen Hintergrund

      Studien haben dazu ergeben, dass mit einseitigen Kontrollen weniger Vergehen aufgedeckt werden, weil eben bestimmte Gruppen systematisch davon ausgeschlossen werden:

      https://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-themen/rassismus/rassistisches-profiling/begriff/
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  • Kronrod 21.06.2020 08:53
    Highlight Highlight Wer einen Roman lesen möchte, in der die Schweiz Kolonialmacht ist (und zwar richtig und nicht nur akademisch konstruiert wie bei der befragten Professorin), dem empfehle ich “Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten” von Christian Kracht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ich_werde_hier_sein_im_Sonnenschein_und_im_Schatten
    • bbelser 21.06.2020 11:32
      Highlight Highlight Ich bleibe lieber bei der nüchternen Aufarbeitung unserer realen Kolonialgeschichte als bei einer verquasten Dystopie.
  • Müllli 21.06.2020 08:36
    Highlight Highlight An der Ausbeutung fremder Länder und deren Bewohner hat sich nichts geändert. Wenige machen Profite auf Kosten von fielen. Unabhängig von Hautfarbe werden weltweit Menschen diskriminiert und als Moderne Wirtschafts- Sklavenarbeit missbraucht. Globalisierung lässt grüssen. Anstatt alte Gammeln in den Geschichtsbüchern auszugraben, sollte man sich lieber mit der Gegenwart beschäftigen und den Weltweit agierenden Schurken das Handwerk vermiesen, denn wenige machen den vielen, Weltweit das Leben zur Hölle.
    • FrancoL 21.06.2020 10:10
      Highlight Highlight Man wird das Heute nie aufarbeiten, wenn man die Augen vor der Vergangenheit schliesst, aufarbeiten der Geschichte heisst auch besser Erkennen, was heute ansteht.
    • Balikc 21.06.2020 10:26
      Highlight Highlight "... denn wenige machen den vielen, Weltweit das Leben zur Hölle."

      Man macht es sich eben zu einfach, wenn man den "wenigen" allein die Schuld gibt. Ein jeder von uns hat seine Verantwortung als Konsument, als Stimmbürger, als Mitmensch...

      Ein Beispiel: Tönnies würde keine Menschen und Tiere ausbeuten, wenn Billigfleisch nicht gefragt wäre...
    • RicoH 21.06.2020 10:30
      Highlight Highlight Das Ausgraben von geschichtlichen Ereignissen hat nunmal einen Einfluss auf das hier und heute.

      Beispiel: Konzernverantwortungsinitiative. Wenn du die Zusammenhänge nicht verstehst, wirst du sie ablehnen – und somit der weiteren kolonialen Ausbeutung zustimmen.
  • Trouble 21.06.2020 08:32
    Highlight Highlight 1/2
    Dass die Frage "Woher kommst du?" irgendwann nervt, kann ich mir vorstellen. Diese Frage alleine als rassistisch zu verstehen, finde ich hingegen eine ziemliche Leistung. Sie ist ja als solches in keiner Weise negativ konnotiert.
    Wir sehen (noch) nicht alle gleich aus. Das ist ein Fakt. Und ich denke, dass die allermeisten Dunkelhäutigen (oder was auch immer den optischen Unterschied zum gemeinen Urschweizer ausmacht) noch wissen, wo ihr genetischer Ursprung ist.

    (Leider hat's mir diesen zwischenzeitlich Teil gelöscht. Ich hoffe, die zwei Teile zusammen ergeben noch Sinn).
  • Töfflifahrer 21.06.2020 08:31
    Highlight Highlight Sklavenhandel gibt es seit es die Geschichtsschreibung gibt und es gibt sie heute noch. Aufarbeiten ist OK, da stehe ich dahinter. Es darf aber nicht nur auf die Zeit des Kolonialismus reduziert werden. Wichtig wäre auch, das heutigen Sklaventum sei es in Produktion, sei es in der Sex-Industrie endlich ernst zunehmen, offen zu legen und auch Gegenmassnahmen zu treffen.
  • Smeyers 21.06.2020 08:28
    Highlight Highlight Kolonialismus ist keine Schwarz-Weiss-Geschichte

    Ein lesenswerter Artikel der NZZ, der Aufzeigt das Europa zu seinen Taten steht, jedoch Afrika seine Mitarbeit bei weitem noch nicht aufgearbeitet hat.
  • Trouble 21.06.2020 08:27
    Highlight Highlight 2/2
    Nur weil ich frage, heisst das nicht, dass ich mein Gegenüber als Mensch abwerte. Ich bin nur gwundrig und möchte wissen, welcher Winkel der Welt ihr oder ihm genetisch etwas mitgegeben hat. Es heisst nicht, dass mein Gegenüber dadurch weniger zur Gemeinschaft dazugehört.
    Ich frage Schweizer, die nicht den lokalen Dialekt sprechen, auch, woher sie kommen. Das tut doch jeder.
    Nun frage ich halt global: "Aus welchem Teil unserer Erde kommst du?"

    PS: Gehören Samen auch zu People of Colour? Die gab's nämlich auch in den Völkerschauen.
  • Waldegg 21.06.2020 08:26
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht etwas gesucht (praktisch nur Einzelpersonen, Händler, Söldner etc.) und nun auch trendy wegen den Rassismusdebatten (diese sind hingegen nötig) - übrigens wurde die Frage „Woher kommst du“ in der 2. Arena vom letzten Freitag auch als rassistisch bezeichnet...

    Wie oft wurde ich schon gefragt „Woher kommst du?“ Unzählige Male! Diese Frage soll doch erlaubt sein um mit jemandem ins Gespräch zu kommen und mehr über ihn/sie zu erfahren.

    Viel effektiver wäre es doch, heute bewusst zu leben und die Ressourcen zu schonen.
  • Han Yolo 21.06.2020 08:11
    Highlight Highlight Als Sekundarlehrer mit Geschite im Profil habe ich mich anfänglich sehr über dieses Interview gefreut. Es ist tatsächlich schwierig zu diesem wichtigen Kapitel der schweizer Geschichte aufschlussreiche Materialien zu finden.

    Umso mehr ist es schade, dass dieses Interview sprachlich dermassen gestelzt daher kommt und so für Unterrichtszwecke ebenfalls nicht verwendet werden kann.
    • The Destiny // Team Telegram 21.06.2020 13:51
      Highlight Highlight @Holländer, es eignet sich allerdings gut für Debatten.
  • lilie 21.06.2020 08:10
    Highlight Highlight Was mich stört, ist, dass man ums Verwurgen nach rassistischen Symbolen bei uns sucht.

    Entschuldigung, aber weder Weiss noch Schwarz läuft an der Escher-Statue vorbei und denkt: Oh ja, typisches Symbol für Rassismus! 🤦‍♀️

    Ebenso werden Beispiele an den Haaren herbeigezogen, die nichts mit Dunkelhäutigen zu tun haben, wie der "Schwarze Mann'" oder der Schmutzli.

    Ja, unsere Weltsicht ist euro- und helvetozentristisch. Genau deshalb ist der "Schwarze Mann" ein Weisser!

    Schwarze sind nur aus der Kolonialgeschichte repräsentiert (Mohrenzunft etc.). Vielleicht ists einfach Zeit für ein Update.
    • Vecchia 21.06.2020 10:14
      Highlight Highlight " "Schwarze Mann" ein Weisser!"

      ist auch noch heute so, siehe Lorde Voldemort in Harry Potter.

  • flobiwan 21.06.2020 08:08
    Highlight Highlight Grundsätzlich hat Frau Purtschert nicht unrecht, jedes Land sollte sich differenziert mit seiner Geschichte auseinandersetzten - kritisch aber auch stolz sein dürfen.

    Die reine Konzentration auf die Kolonalgeschichte kommt aber ein Verblendung gleich, was ma am Beispeil Escher sieht:

    Man soll eine Statue eines Mannes der wesentelich dafür verantwortlich ist, dass die Schweiz ein gutes Eisenbahnnetz samt Gotthardtunnel, die ETH Zürich hat und Firmen wie die Credit Suisse oder Swiss RE gegründet hat in ein "Kollonialmuseum" stellen weil sein Onkel auf seiner Fram in Mexiko Sklaven hielt ????
  • Eyeore 21.06.2020 08:08
    Highlight Highlight Ich denke es müsste schon ein Unterschied gemacht werden ob einige einzelne Personen/Familien darin verwickelt waren oder die Schweiz als Land. Falls die Schweiz als Land wirklich verwickelt war, wüsste ich gerne wie, dies kommt hier zu wenig hervor.
    Last but not least, die Schweiz hat ein Rassismus Problem, welches ich im nächsten Umfeld (Frau mittlerweile Doppelbürger und PoC/Asiatin) jeweils spüre. Vielen ist nicht bewusst, dass es einfach nicht OK ist mit abgehackten Deutsch oder Englisch auf eine Person zuzugehen ohne ein Wort zuvor mit ihr gesprochen zu haben etc.. 2/2
    • Stefan Morgenthaler-Müller 21.06.2020 08:35
      Highlight Highlight @eyeore. Haben Sie die Antwort auf die zweite Frage nicht gelesen.
  • Oliver M 21.06.2020 08:04
    Highlight Highlight Sehr gesucht diese Geschichte. In jeder Nation wirst du irgendwo einen Vorfahren finden, der evtl. davon profitiert hat, dass irgendein Höhlenbewohner einem anderem einen Knüppel über den Kopf gezogen hat. Ich war als Kind in Dörfern in Indien, ds ist einem das ganze Dorf nachgelaufen wegen den fremden Weissen... siecwollen die Haur auch berühren. Das "Fremde" löst auf der ganzen Welt "Faszination" aber auch "Angst" aus. Dazu braucht es keine koloniale Vergangenheit.
  • plaga versus 21.06.2020 08:03
    Highlight Highlight "Woher kommst du?"

    Ich werde diese Frage (anders formuliert) weiterhin stellen. Es hilft mir die Biographie des Menschen besser zu verstehen und Anteilnahme und Verständnis zu zeigen. Das interessiert mich und ist sogar Teil meines Berufes.

    Einfach per se "Woher kommst du?" als Rassismus zu verurteilen - das ist mir zu einfach!
    • Citation Needed 21.06.2020 08:21
      Highlight Highlight Eigtl. müsste man die Frage allen stellen. Auch ohne dunkle Haut oder Kraushaar haben viele Herkunftsgeschichten, die spannend sind und mehr Anteilnahme erlauben. Bloss fragt man hellhäutige Braunhaarige nie. So würde sich die Frage auch besser ‘verteilen‘. Also ich werde nie sowas gefragt, dabei stecken 3 Nationen dahinter, die man halt einfach nicht sieht. 🤷🏻‍♀️
    • SanchoPanza 21.06.2020 09:05
      Highlight Highlight @Plaga versus:
      Das Problem scheint mir nicht nicht die Frage, sondern der Kontexf zu sein. Wenn du aufgrund deines Aussehens bei der Party, beim Geschäftsapero, beim Anstehen usw nach deiner Herkunft gefragt wird ist das daneben und wohl auch ein stückweit rassistisch(e Neugier). Ich nehm mich davon nicht aus und denke bei 99% passiert es ohne bösen Willen. Nur weil kein böser Wille dabei ist, heisst aber nicht das es nicht rassistisch ist.

      Zum anderen Teil: Ich stelle die Frage ‚wo/wie sind sie aufgewachsen...‘ bei jedem Erstgespräch als Sozialarbeiter. Egal wie jemand aussieht. KONTEXT.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 21.06.2020 09:08
      Highlight Highlight Viele erfüllt es durchaus mit Stolz, wenn man sie nach der Herkunft fragt. Brasilianer zum Beispiel sind so stolz auf ihre Heimat, dass sie das gerne betonen.
      Und überhaupt, wenn gerade mal wieder so eine Fussball-WM ist, muss man die Leute kaum fragen, woher sie kommen. Dann laufen die meisten nicht mit einem Schweizerfähnli rum, sondern eben ihrem eigentlichen Heimatland.

      Aus diesem Grund ist die Empörung teils äusserst fragwürdig. Problematisch wird es dann, wenn die Polizei nach dem Ausweis fragt, einen CH-Pass entgegengestreckt bekommt und dann fragt: Woher chunnt ihre Name?
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  • Eyeore 21.06.2020 08:01
    Highlight Highlight Ich würde gerne mehr über die Rolle der Schweiz wissen. Hier wird der Landesführung indirekt vorgeworfen, dass sie involviert war. Bei der Aufzählung wird aber auf Familien verwiesen (Escher, DePury etc.) welche darin verwickelt waren. Diese Familien hatten vorher bereits Geld,vdesgalb konnten die sich am Handel beteiligen. Interessant wäre nun zu wissen, woher ihr Geld davor kam und wie viel Geld sie gemacht haben. Der zweite Hinweis zielt auf fue Söldner bzw. Fremdenlegion. Auch hier klar einzelne Personen und kein Hinweis auf systematische Beteiligung der offiziellen Schweiz. 1/2
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 21.06.2020 08:39
      Highlight Highlight Alfred Escher stammte aus der alten und einflussreichen Zürcher Familie Escher vom Glas, aus der zahlreiche angesehene Politiker hervorgingen. Skandale um Alfred Eschers unmittelbare Vorfahren beschädigten jedoch den Ruf der Familie. Der Urgrossvater Hans Caspar Escher-Werdmüller (1731–1781) hatte 1765 mit einer Magd ein uneheliches Kind gezeugt und suchte mit ihr das Weite. Alfred Eschers Grossvater Hans Caspar Escher-Keller (1755–1831) riss mit seinem Konkurs beinahe ganz Zürich in den finanziellen Abgrund.

      Ist wie mit den Blochers. Familie, Politiker, Unternehmer. Alles aus einer Hand.
    • pamayer 21.06.2020 08:58
      Highlight Highlight Die Schweiz exportierte über Jahrhunderte Männer als Söldner.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 21.06.2020 09:01
      Highlight Highlight Und weiter...

      Alfred Eschers Vater Heinrich Escher (1776–1853) gelangte durch Landspekulationen und Handelsgeschäfte in Nordamerika zu neuem Reichtum. 1814 kehrte er nach Zürich zurück und heiratete im Mai 1815 Lydia Zollikofer von Altenklingen (1797–1868). Aus der Ehe gingen die beiden Kinder Clementine (1816–1886) und Alfred hervor.

      1858 wurde die Tochter Lydia geboren. Sie heiratete 1883 Friedrich Emil Welti, den Sohn des Bundesrates Emil Welti. 1890 brachte sie das Escher-Vermögen in die Gottfried Keller-Stiftung ein. Mit Lydias Freitod 1891 bricht der Stammbaum Alfred Eschers ab.
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  • Fairness 21.06.2020 07:55
    Highlight Highlight Die sollen ihre Zeit gescheiter dazu verwenden, die aktuell zu oft vorkommende „moderne Sklaverei“ des neoliberalen Raubtierkapitalismus und seine unendliche Gier zu verbessern.
    • Fairness 21.06.2020 08:09
      Highlight Highlight Die kommt oft genug übrigens auch hier in der Schweiz vor.
    • Toerpe Zwerg 21.06.2020 08:52
      Highlight Highlight Der Populismus-Preis ist Ihnen sicher.
    • SanchoPanza 21.06.2020 09:08
      Highlight Highlight @Fairness
      Ob dus glaubst oder nicht, das hängt zusammen! Einer Gesellschaft welche seit mehreren hundert Jahren sich nicht mit den Machenschaften des Staates und der Finanzelite auseinandergesetzt hat, sieht auch die aktuellen Übel nicht. Im Sinne von ‚die anderen machens auch, in anderen Ländern haben sie auch Smartphones und Schokolade‘.

      Eine geschichtliche Aufarbeitung stützt die künftige Gesetzgebung.
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  • Toerpe Zwerg 21.06.2020 07:52
    Highlight Highlight Mir scheint das Herstellen einer Dualität zwischen Weissen und People of Colour und die Zuschreibung darauf beruhender Täter- und Opferrollen selber einer rassischen Logik zu entspringen und damit eher Teil des Problems als der Lösung zu sein.

    Ansonsten bin ich mit vielem einverstanden, wobei man konsequenterweise auch Kirchen und Moscheen schleifen müsste, wenn man Symbole von Herrschaft und Unterdrückung entfernen möchte.
    • Citation Needed 21.06.2020 08:28
      Highlight Highlight Gewisse Dinge pauschalisiert man, sonst kann man gar nicht Bezug nehmen. Wird z.B im Buch ‚White Fragility‘ eingangs gut erklärt. Die Autorin geht sogar noch weiter und schreibt, dass wir heute oft vorgeben, keine Unterschiede zu machen, bzw. keine Farbe zu sehen, es uns so aber einfach nur nicht bewusst machen (während wir Farbe unbewusst sehr wohl sehen. bzw. danach handeln).
    • SanchoPanza 21.06.2020 08:57
      Highlight Highlight Naja man kanns auch auf die Spitze treiben. Dann bitte aber auch alle Fabriken schliessen, aufgrund der Zustände der Arbeiterrechte in der Industrialisierung.
    • d10 21.06.2020 10:16
      Highlight Highlight Divide and conquer