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Winnetou

Beliebt wegen seinem Geschmacks: das farbige Winnetou-Glacé. Bild: Frisco

Wird das Kult-Glacé Winnetou umgetauft?

Wegen der Rassismusdiskussion prüft Frisco den Namen seines berühmten Wasserglacé. Auch Emmi und Migros sind in der Kritik.

benjamin weinmann / schweiz am wochenende



Die Black-Lives-Matter-Proteste sorgen bei Grosskonzernen zum Umdenken. Zahlreiche Firmen haben bekannt gegeben, dass sie ihre Marken im Hinblick auf rassistische Aspekte durchleuchten und teilweise ändern werden. Hierzulande entfachte sich eine hitzige Debatte über den Begriff Mohrenkopf, nachdem die Migros die Produkte mit dem rassistischen Namen aus dem Sortiment nahm.

Nun könnte es auch bei einem Schweizer Traditionsprodukt zu einer Änderung kommen. Es geht um das Wasserglacé Winnetou des Herstellers Frisco. «Derzeit sind wir dabei zu prüfen, wie unser Winnetou-Glacé im heutigen Kontext wahrgenommen wird und ob eine Namensänderung angebracht ist», sagt die Sprecherin. Im Rahmen der derzeitigen Rassismusdebatte schaue man das Portfolio genau an, um nicht ungewollt Menschen verschiedenster Herkunft oder Hautfarbe abzuwerten. Noch sei kein Entscheid gefallen, da man nichts überstürzen wolle.»

Bis vor einigen Jahren war Frisco eine Tochterfirma von Nestlé. 2016 verlagerte Nestlé sein Eiscreme-Geschäft zusammen mit dem britischen Konzern R&R Ice Cream in das Joint Venture Froneri, das zu den grössten Glacéherstellern der Welt gehört.

Winnetou wurde 1980 auf dem Markt eingeführt und wird nach wie vor in der Fabrik in Goldach SG für den Schweizer Markt produziert. Die Froneri-Sprecherin bezeichnet das Glacé als «einen unserer Klassiker», der jährlich 3 Millionen Mal verkauft wird und dieses Jahr seinen vierzigsten Geburtstag feiert.

Der Name verdankt das Eis-am-Stil Karl Mays Erzählungen über den fiktiven Romanhelden Winnetou, einem Vertreter der Apachen, also von amerikanischen Ureinwohnern. «Winnetou wird als edler und guter Indianer beschrieben, der mit seinem weissen Blutsbruder Old Shatterhand für Gerechtigkeit und Frieden kämpft», sagt die Froneri- Sprecherin, wobei der Begriff Indianer schon länger als verpönt gilt. Zudem sei die Wahrnehmung im geschichtlichen Kontext nach wie vor sehr positiv.

Gerade da liege aber das Problem, meint Susan Arndt, Professorin für Anglistik und Kulturwissenschaften an der Universität Bayreuth. «Ich bin selber mit den Winnetou-Filmen aufgewachsen und habe sie geliebt, aber bei Mays Erzählungen handelt es sich um eine Romantisierung einer in Tat und Wahrheit gewaltsamen rassistischen Geschichte.» Winnetou werde als friedlicher Freiheitskämpfer dargestellt, der sich mit Old Shatterhand verbrüdert, sodass die weisse Leserschaft ihre Komfortzone nicht verlassen müsse. «Dass mit der Kolonialisierung von Nordamerika ein Genozid einherging, bei dem 80 bis 90 Prozent der ursprünglichen Bevölkerung ermordet wurden, wird komplett ausgeblendet.»

Emmi hält an Sioux fest

Der Luzerner Milchverarbeiter Emmi hat ein beinahe identisches Glacé im Verkauf mit dem Namen Sioux mit Federschmuck auf der Verpackung. Emmi sieht keinen Handlungsbedarf: «Da weder der Begriff Sioux noch die Illustration auf der Verpackung diskriminierend oder abwertend verwendet und wahrgenommen wird, planen wir keine Anpassungen.»

Beide Produkte mögen auf den ersten Blick nicht rassistisch per se sein», sagt Arndt. Dennoch seien sie problematisch, da sie in einer rassistischen Denkweise stecken bleiben würden. In der Forschung ist die Rede der «kulturellen Aneignung», wenn stereotype Erzählungen über ehemals von Europa kolonisierte Kulturen für kapitalistische Zwecke benutzt werden. «Das ist bei der Winnetou- und Sioux-Glace der Fall», sagt Arndt. «Sie tragen dazu bei, dass die wahre Geschichte nicht adäquat wiedergegeben wird. Man arbeitet mit veralteten, verharmlosenden Klischees. Dabei leben die Sioux heute in New York.»

Uncle Ben's rice are on display  Thursday, June 18, 2020 in Jackson, Miss. The owner of the Uncle Ben's brand of rice says the brand will

Für Aufsehen sorgte die Absicht des US-Konzerns Mars, den Auftritt seiner bekannten Reis- Marke Uncle Ben’s zu ändern. Bild: keystone

Nestlé durchforstet das gesamte Produktportfolio

Nestlé kündigte kürzlich in der «Schweiz am Wochenende» an, das vollständige Portfolio zu überprüfen, um Namen und Bilder dieser Art zu eliminieren. Dazu gehören 2000 Marken und 25000 Produkte. Teilweise hat der Nahrungsmittelriese aus Vevey bereits reagiert. In Kolumbien nahm er sein Schokoladenprodukt Beso de Negra, zu Deutsch Negerinnenkuss, aus den Regalen. In Australien wird Nestlé seine Süssigkeiten namens Red Skins und Chicos umbenennen. Red Skins, zu Deutsch Rothäute, gilt als diskriminierender Begriff für Ureinwohner, Chicos für die lateinamerikanische Bevölkerung. «Diskriminierung und Rassismus haben bei uns keinen Platz», liess sich ein Sprecher zitieren. Allerdings ist die Kritik an den Begriffen nicht neu. Erst im Zuge der Proteste nach dem Mord an George Floyd haben Konzerne wie Nestlé reagiert.

Für Aufsehen sorgte die Absicht des US-Konzerns Mars, den Auftritt seiner bekannten Reis- Marke Uncle Ben’s zu ändern. Das Logo zeigt das Bild eines schwarzen älteren Mannes, der nach einem texanischen Reisbauern benannt ist.

Kritiker haben seit längerem darauf hingewiesen, dass das Gesicht eines Schwarzen für die Verkäufe einer weissen Firma genutzt wird. Zudem ist auf dem Bild noch immer ein weisser Kragen zu sehen, so wie ihn dereinst schwarze Bedienstete in den USA trugen. Und: Der Name Uncle gilt als belastet, da früher in den Südstaaten Schwarze nicht mit Mr. Oder Mrs., sondern mit Uncle (Onkel) und Aunt (Tante) angesprochen wurden. Entsprechend hat auch Pepsico angekündigt, die 130 Jahre alte Pfannkuchen-Marke Aunt Jemima zu überdenken.

«Konstruierte» Rassismusvorwürfe?

Während beim Winnetou-Glacé noch kein Entscheid gefällt wurde, hat der Glacé-Konzern Froneri Änderungen bei der US-Eiscreme-Marke Eskimo Pie angekündigt. Die Migros verkauft hierzulande eine Alaska-Glace, auf deren Verpackungen ebenfalls indigene Menschen des nördlichen Polargebiets abgebildet sind. «Dieses Glacé in die Rassismusecke zu stellen, wirkt etwas gar konstruiert», sagt ein Migros-Sprecher. Die Mohrenköpfe der Firma Dubler seien hingegen von vielen Menschen in der Schweiz als diskriminierend empfunden worden, daher habe man sich entschieden, das Produkt aus dem Verkauf zu nehmen.

Für Kulturwissenschaftlerin Arndt greift dieses Argument zu kurz: «Das ist sehr national gedacht. Nur weil in der Schweiz möglicherweise wenige oder keine Inuit leben, heisst das nicht, dass die Darstellung mit roter und gelber Hautfarbe nicht problematisch ist.»

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226Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Michael Nr. 12107 05.07.2020 11:48
    Highlight Highlight Was Frau Susan Arndt sagt, ist falsch: 80-90 Prozent der ursprünglichen Bewohner Nordamerikas starben nicht an Ermordung und Genozid, sondern an Viren und Bakterien, die die Europäer vom eurasisch-afrikanischen Kontinent mitgenommen hatten und gegen die die "Amerikaner" keine Antikörper besassen. Jared Diamond hat dieses Wissen bereits 1997 popularisiert, es wird heute im Rahmen des sogenannten Columbian Exchange diskutiert. Wie wird man mit solch fehlendem Erstsemesterwissen eigentlich Professorin?
  • Freaktaler91 05.07.2020 08:47
    Highlight Highlight Ich verstehe das wirklich nicht. Und wenn dann alle Produkte umbenannt sind, nur noch Weisse abbilden und "weisse" Namen tragen, stören sich die Gleichen wieder daran, dass alle Produkte nur für Weisse produziert werden...
  • smoe 05.07.2020 00:28
    Highlight Highlight Beso de Negra mit Negerinnenkuss zu übersetzen ist irreführend.

    Negro/Negra ist Spanisch für Schwarz und wird wie dieses im Deutschen oder Black im Englischen verwendet. Demnach ist Beso de Negra zu Deutsch "Kuss einer Schwarzen".

    Ob das nun ein guter Name und Verpackung für ein Produkt eines internationalen Konzerns ist, ist fraglich.

    Aber Worte einer Fremdsprache, die man offensichtlich nicht versteht, so zu interpretieren wie man will, ist einer Diskussion nicht förderlich.
    Benutzer Bild
  • aristocrat 04.07.2020 23:46
    Highlight Highlight Es gibt impfall in Alaska auch Eskimos, die partout NICHT als Inuit angesprochen werden wollen.
    Aber wenn wir weiter hyperventilieren sobald sich irgend ein armer Tropf verletzt fühlen könnte, dann können wir ja die Produkte einfach durch nummerieren.
  • Garp 04.07.2020 23:01
    Highlight Highlight Alle die den Namen Winnetou unbedingt behalten wollen und socj hier so aufregen, sollen mal tief in sich gehen, was ihnen damit an Identität weggenommen wird. Bin gespannt auf die Antworten. 😂
  • Starcraft 04.07.2020 22:14
    Highlight Highlight Jetzt wird es aber langsam lächerlich...
  • Faktenchecker 04.07.2020 20:23
    Highlight Highlight Nach der Klimahysterie haben wir nun die Rassismushysterie und es sind wahrscheinlich die selben Kräfte dahinter. Denen ist einfach langweilig.
    Schade. Denn das schadet auch diesem wichtigen Thema.
    • SeboZh 05.07.2020 07:22
      Highlight Highlight Die Worte Sexist und Rassist oder Mysogyn werden mittlere so oft falsch gebraucht, dass sie mittlerweile ihre Wirkung verlieren.
      Sobald einem die Argumente ausgehen wird man als eines dessen beschimpft 🤷‍♂️viele Leute scheinen aber nich mal mehr zu wissen, was diese Worte wirklich bedeuten. Traurige Gesellschaft der dauer-empörten
    • Juliet Bravo 05.07.2020 18:23
      Highlight Highlight SeboZh, Ich weiss ja nicht, wie du dich den ganzen Tag lang so verhältst oder äusserst, dass du mit solchen Worten beschimpfst wirst. Mir passiert das nie.
    • SeboZh 05.07.2020 18:35
      Highlight Highlight Dann hast du keine Kollegen die eine andere politische Ansicht haben?
      Wurde mein Leben lang politisch gesehen links erzogen, daher auch noch viele bekannte und kollegen in der relativ alternativen Szene (bis zum Hausbesetzer). Jedesmal wenn ich denen nicht beistimme und sie keine Argumente finden, dann kommen diese Totschlagkriterien.

      Gibt heute halt für viele nur noch pro/contra, schwarz/weiss, usw.

      Einen Mittelweg oder gemässigte Meinung kennen viele nicht mehr.

      https://gulfnews.com/entertainment/hollywood/elizabeth-banks-blames-sexism-for-charlies-angels-crashing-1.67979551

      Nur 1 Bsp
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baumi72 04.07.2020 20:14
    Highlight Highlight Nicht die Winnetou Glace!!

    Spinnt die Welt KOMPLETT?!?!?
    • Lichtblau550 05.07.2020 21:18
      Highlight Highlight Mir macht das auch ein bisschen Angst 😳.
  • René Gruber 04.07.2020 18:46
    Highlight Highlight Ich glaube das grösste rassistische Denken haben die jenigen die ständig neue „Probleme“ finden.
    Warum ist noch keiner dieser politischüberkorrekten auf die Idee gekommen, dass der Schokoriegel Mars auch ungetauft werden sollte? Mars war der römische Kriegsgott und bei ihren Kriegszügen macht die Römer Gefangene zu Sklaven!
    • postmaterial 05.07.2020 13:47
      Highlight Highlight Äh, eigentlich wurde der Kriegsgott nach dem Schokoriegel benannt. Ist nicht so bekannt, aber das beweisen Grabungsfunde klar.
  • Gunther 04.07.2020 18:13
    Highlight Highlight Kann mir bitte jemand erklären, was normal ist?
    Was sind unsere Probleme?
    Ich verstehe es leider nicht mehr ganz so gut, bitte um Hilfe, danke.
  • Beggride 04.07.2020 17:32
    Highlight Highlight Als ob wir momentsn keine grösseren Probleme hätten, als diese absoluten Nichtprobleme. Irgendwann wird es keine Comedyshows mehr geben, weil alle sich irgendwie von so was angegriffen fühlen.
  • Hühne Bueber 04.07.2020 17:16
    Highlight Highlight Ihr könnt dieses Eis nennen wie ihr wollt. Ich werde immer Winnetou dazu sagen und einen Mohrenkopf essen. Schliesslich war Winnetou mein Jugendheld und ich habe beim Verzehr eines Mohrenkopfes noch nie an einen dunkelhäutigen Menschen gedacht. Leider dank der Rassismuskampagne nun aber für den Rest meines Lebens schon!!
  • yey 04.07.2020 17:04
    Highlight Highlight Vercherti wält isch, wenn nestli gsinnigspolizei spielt.
  • deejay sensation 04.07.2020 16:13
    Highlight Highlight Müsste Deutschland sich nicht umbenennen? Darf man in der Schule noch "Black Board" sagen oder sugeriert das, dass ein Schwarzer sich gelangweilt fühlt?
    Schachspielen darf nur noch mit der schwarzen Figur begonnen werden, da sonst "Weiss" Vortritt hat. Ein Blackout-haben bedeutet, dass Black out ist. Ich weiss Bescheid wird umbenannt zu ich schwarz Bescheid.
    Heyyyy Lefties, Grüne,SP'ler es reicht langsam.
    • Juliet Bravo 04.07.2020 16:58
      Highlight Highlight Ich finde, du vermischst hier vieles und machst damit wohl gewollt die ganze Diskussion zu tatsächlich problematischen Begriffen und Benennungen lächerlich.
    • derEchteElch 04.07.2020 22:50
      Highlight Highlight @Juliet, nun, der Deejay bringt es aber genau auf den Punkt. Warum weichst du seiner Frage aus?
    • wasylon 05.07.2020 00:57
      Highlight Highlight Tatsächlich ist auch dein Nickname äusserst problematisch Juliet. Er erinnert an die 90er Cartoonserie Johnny Bravo. Johnny ist ein Macho, Sexist, ungebildet und ein Narzist.
      Ich würde an deiner stelle den Namen sofort ändern.
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Shisha 04.07.2020 15:48
    Highlight Highlight Wer seine Geschichtskenntnisse aus Winnetou-Filmen und von Glacé-Verpackungen bezieht, dem/der/* ist doch sowieso nicht mehr zu helfen. Es erklärt aber die kruden Anschuldigungen einiger Zeitgenoss*innen.
    • Hierundjetzt 04.07.2020 16:10
      Highlight Highlight Vorallem weil es ja auch noch im Lernplan der Primarstufe drin ist 🤦🏼‍♂️

      Aber ich glaub für einige seltsame Ü18 - Ü25 Mitbürgerinnen darf konsequent nichts schönes mehr sein. Alles Umbauen. Hurti. Ohne Plan. Die extrem grosse Schnittmenge zu den Ü65 SVP‘lern ist unübersehbar
    • Ritiker K. 04.07.2020 17:44
      Highlight Highlight Ich würde mal behaupten, für den Grossteil der schweizerische Bevölkerung sind Indianer hoch zu Ross mit Federschmuck im Haar und leben im Tipi. Woher wohl dieses Bild kommt? (P.s. Pferde kamen mit der Europäern nach Amerika)

      Falsche Geschichte wird auch in diesem Bericht vermitteltz55. Der Grossteil der Indigenen Bevölkerung Nordamerikas wurde nicht abgeschlachtet, sondern starben an den eingeschleppten Krankheiten lang bevor die Siedler von den Küsten ins Landesinnere zogen.
    • bebby 04.07.2020 18:46
      Highlight Highlight 90% wurden durch Krankheiten wie Masern und Pocken dahingerafft. Deshalb hat man Sklaven aus Afrika importiert, um den Verlust an Arbeitskräften auszugleichen.
      Und in einem wegweisenden Urteil am vatikanischen Hof wurde entschieden, dass, im Gegensatz zu den Afrikanern, Indianer gleichwertige Menschen seien und deshalb nicht versklavt werden dürften.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 04.07.2020 15:48
    Highlight Highlight Wo bitte ist den Indianer negativ in der Sprachwissenschaft konnotiert? Winnetou selbst ist indigen und fiktiver, "positiv besetzter" Häuptling eins Indianer-Stammes. Ich bitte um Antworten der politisch korrekten Sprachpolizei.
    • Juliet Bravo 04.07.2020 16:10
      Highlight Highlight Mit deinem letzten Satz verunmöglichst du eigentlich bereits eine sachliche Diskussion. Sollte es dich aber ehrlich interessieren:

      Es geht um Eigenbezeichnung / Fremdbezeichnung. Heute verwendet man eher die Bezeichnung, die die Leute sich selber geben, das sog. Endonym. So z.B. Samen statt Lappen, Inuit statt Eskimo, Romands statt Welsche, Fahrende/ggf. Jenische, Sinti, Rom anstatt Zigeuner etc.). Früher war es üblich, Fremdbezeichnungen, Exonyme zu verwenden (meistens europäische Bezeichnungen, öfters auch negativ konnotiert) die ihnen durch eine zumeist dominantere Macht gegeben wurden.
    • Normi 04.07.2020 17:03
      Highlight Highlight @Juliet Bravo

      Wenn du schon die Samen erwähnst, kannst du mir erklärern wieso ich als Suomalainen, finne genannt werde?
      Obwohl es das wort Finnland, finne, finnin in der Finnischen Sprache gar nicht gibt.
    • Juliet Bravo 04.07.2020 17:18
      Highlight Highlight Nein, das weisst du wohl besser. Können das Land ja in ihre Eigenbezeichnung umbenennen. Ich denke, du siehst wohl an meinem obigen Kommentar, dass ich dafür ganz offen bin😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hank Moody 04.07.2020 15:42
    Highlight Highlight Neiiiin, jetzt auch noch die Winetou Glace. 😭
    Weitere Antworten anzeigen
  • _Qwertzuiop_ 04.07.2020 15:28
    Highlight Highlight Wie wäre es stattdessen die Verpackung zu nutzen um Aufzuklären anstatt mal wieder alles zu verbieten... totschweigen ist genau der falsche Ansatz...
    • Maya Eldorado 04.07.2020 17:52
      Highlight Highlight Stimmt! Wichtig ist es die Haltung gegenüber diesen Menschen zu ändern. Und das lässt sich nun gar nicht bewerkstelligen, indem man eine Bezeichnung verbietet.
      Ich bin jetzt 73. Als ich ein kleines Kind war gabs noch kaum Schwarze in der Schweiz. Da nahm mich mal einer auf den Schoss. Ich war so stolz und starrte ihn bewundernd an. Dann krazte ich mit meinen kleinen Fingern auf seiner Haut herum. Und mein Finger wurde einfach nicht schwarz.
      Fortsetzung:
    • Maya Eldorado 04.07.2020 17:54
      Highlight Highlight Er schaute mich an und kratzte auf meiner Haut herum. Sein Finger wurde nicht weiss. Er blieb schwarz.
      Er wurde für mich etwas ganz besonderes. Seine Farbe war ganz anders aber sonst waren wir ganz gleich.
  • Jolex Mike 04.07.2020 15:15
    Highlight Highlight So ein Blödsinn. Wer suchet der findet oder wie. Meine 4 Kinder sind alle unter 11 Jahre und lieben das Eis. Aber keiner von denen hat Ahnung wer Winnetou ist. Ich habe mit ihnen nie einen dieser Filme gesehen. Aus dem Namen einer fiktiven Romanfigur leitet niemand den Genoziod der US-Ureinwohner ab.
    Der ganze Schissdräck nimmt immer mehr überhand und spielt sich unberechtigt in den Vordergrund.
    Sollen sich doch die Indianer aufregen das es sie stört. Dann sehen wir weiter. Aber überall kommen jetzt Weisse aus dem Loch gekrochen und stören sich an irgendwas
  • wicki74 04.07.2020 14:53
    Highlight Highlight Mit derartigen Forderungen, kann die ganze Rassismusdisskusion ad absurdum geführt werden. Damit wird dem Grundgedanken des Antirassismus ein Bärendienst erwiesen.
    Irgend wann wird auch ein "Grüezi" oder ein "Bergler" oder der welsche "Russe" als rasistisch eingestuft...
  • Der Kritiker 04.07.2020 14:03
    Highlight Highlight Und damit wird keinem einzigen "Native" geholfen. Vorschlag meinerseits: 10 Rp pro verkaufte Glacé in eine Stiftung, der sich für die Rechte und Entwicklung der Natives einsetzt, am besten geführt von Natives. Das ist sinnvoll.
  • Turi 04.07.2020 13:33
    Highlight Highlight wenschon knappes trinkwasser privatisieren und und menschen ausbeuten, dann wennschon politisch korrekt.
    • Knety 04.07.2020 14:18
      Highlight Highlight Ist genau so. Lasst uns Waffen exportieren, Hauptsache wir sagen nicht mehr Mohrenkopf.
    • makla 04.07.2020 15:39
      Highlight Highlight Wieso können wir nicht beides ändern?
  • achsoooooo 04.07.2020 13:29
    Highlight Highlight Was wäre denn der politisch korrekte Begriff für Indianer? "Amerikanische Ureinwohner"? 🤔
    • philosophund 04.07.2020 13:50
      Highlight Highlight Ja.
    • Juliet Bravo 04.07.2020 15:21
      Highlight Highlight Die Diskussion zu Eigenbezeichnungen und Fremdbezeichnungen ist sehr interessant: Heute verwendet man immer mehr die Bezeichnung, die die Leute sich selber geben, das sogenannte Endonym. So z.B. Samen statt Lappen, Inuit statt Eskimo, Romands statt Welsche, Fahrende/ggf. Sinti, Rom anstelle von Zigeuner etc.). Früher war es üblich, Fremdbezeichnungen, Exonyme zu verwenden (meistens europäische Bezeichnungen), die ihnen durch eine zumeist dominantere Macht gegeben wurden.
    • Hardy18 04.07.2020 15:32
      Highlight Highlight Soo einfach ist es dann doch 😁

      Als ob es nur in Amerika Indianer gäbe.

      Man sollte sie so nennen, wie sie sich selber nennen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 04.07.2020 13:23
    Highlight Highlight Sollen sie es umtaufen, ist mir völlig Wurst, wenn es noch gleich schmeckt und gleich aussieht. In 20 Jahren haben sich alle an den neuen Namen gewöhnt 😁 .
    • supremewash 05.07.2020 12:07
      Highlight Highlight Das geht sogar noch viel schneller;)
    • Garp 05.07.2020 12:16
      Highlight Highlight Manche klagen hier so intensiv rum, dass ich auf Nummer sicher gehen wollte mit den 20 Jahren 😁 😉
    • Juliet Bravo 05.07.2020 21:54
      Highlight Highlight Da hängen offenbar viele Selbstverständnisse und comfort Zonen dran. 😅
  • Denk nach 04.07.2020 12:30
    Highlight Highlight Könnte irgendjemand von Watson vielleicht mal einen Artikel darüber verfassen, dass solche Diskussionen wohl eher kontraproduktiv sind für eine ehrliche Rassismus Debatte?

    Anhand der Kommentare interpretiere ich einmal, dass rund 90% der Leser die Diskussion als lächerlich empfinden. Da fragt man sich schon, wem jetzt geholfen wird damit.... Vielleicht ereilt dieses Glace nun das gleiche Schicksal wie Dublers Produkte... Ausverkauf und Liefer-Engpässe
  • tolgito 04.07.2020 12:10
    Highlight Highlight Wenn der Name des Winnetou Glacés verschwinden sollte, werde ich dieses Glacé nicht mehr kaufen. Ich esse dieses Glacé schon seit seinem bestehen
    • AdiB 04.07.2020 14:47
      Highlight Highlight Isst du den namen oder das glace?🤣
    • Hardy18 04.07.2020 15:33
      Highlight Highlight Der Umwelt zuliebe, mit Verpackung. 😁
    • Garp 04.07.2020 16:42
      Highlight Highlight Und Du isst es offenbar nur, weil es Winnetou heisst gell und nicht weil Du es magst.
  • herrkern (1) 04.07.2020 11:52
    Highlight Highlight Yakari...und was ist eigentlich mit Jim Knopf? Der Neusprech kommt! George hatte wieder mal Recht.
    • Ritiker K. 04.07.2020 12:18
      Highlight Highlight Jim Knopf ist schon lange nicht mehr vertretbar wegen dem Bild der Chinesen, welches im Buch vermittelt wird.
    • Hierundjetzt 04.07.2020 12:29
      Highlight Highlight Ritiker, jetzt lies doch zuerst mal das Buch von Michael Ende und danach fahr auf einer Dampflokomotive mit. Jim Knopf ist Heizer und darum Schwarz. Meine Güte. Das darf doch nicht wahr sein.
    • Ritiker K. 04.07.2020 14:17
      Highlight Highlight Hierundjetzt. Lies doch bitte zuerst meinen Kommentar, bevor du mir an den Karren fährst.

      Das Problematische am Buch ist die Darstellung der Chinesen. Falls dir das nicht aufgefallen ist, so lies es doch noch mal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Marco Kleiner 04.07.2020 11:52
    Highlight Highlight Und ich dachte bis anhin, mit den Sioux seien die Innerrhödler gemeint. Danke für den Bericht.
  • Antiypanikmacher 04.07.2020 11:49
    Highlight Highlight Also bitte wenn man schon Begriffe wie Sioux plötzlich rassistisch sein sollen, dann bitte im richtigen Kontext. Sioux leben in Reservaten und im gros sicher nicht in New York. Das macht das ganze nicht besser, aber statt sich an den Namen einzelner Marken aufzuhalten sollten die USA endlich in die Pflicht genommen werden Ihren Genozied an den Ureinwohnern aufzuarbeiten und nicht weiter zu unterdrücken. Aber da schweigt die Welt.
    Winnetou ist eine Romanfigur! Dann verbieten wir doch gleich das Bücherschreiben, denn wer weiß was morgen mit recht als rassistisch bezeichnet wird.
  • ViciaFaba 04.07.2020 11:40
    Highlight Highlight Interessant das "Sioux" nicht zur Diskussion steht, dieser Begriff ist noch problematischer als "Winnetou", welcher keine Reale Figur ist. Allerdings wiederspiegeln die Texte von Karl May den paternalistischen Rassismus des weissen Mannes, der den Westen erobert (und den Osten auch - "Kara ben Nemsi" lässt grüssen ;-) und sind unkommentiert wirklich nicht mehr zeitgemäss. Und ja ich fand die Geschichten als Kind auch toll aber das heisst nicht, dass man als Erwachsener nicht den Schmu dahinter erkennen soll.
  • dmark 04.07.2020 11:29
    Highlight Highlight Es muss uns wirklich richtig gut gehen, wenn wir die Zeit dafür haben, um uns Gedanken über solche Dinge machen zu können.
    • Asmodeus 04.07.2020 13:01
      Highlight Highlight Ja uns geht es gut und ja sollen wir.
    • AdiB 04.07.2020 14:52
      Highlight Highlight Ja uns geht es sehr gut und sei dankbar dafür. Natürlich kanns besser gehen doch im internationalem vergleich dürfen wir nicht jammern.
    • dmark 04.07.2020 15:08
      Highlight Highlight Ich jammere ja auch nicht und mache mir ehrlich gesagt aber auch keine Gedanken über ethnische Probleme, wenn ich z.B. ein Glace geniesse.
      Ebenso ist es mir völlig egal, ob ein Schokokuss nun so oder wie auch immer heisst. Ich will das Teil essen und nicht irgendwie damit reden oder gar kuscheln...
  • Joseph Quimby 04.07.2020 11:29
    Highlight Highlight Und wenn der chinesische Präsident zu Besuch kommt, werden in Bern wieder tibetische Flaggen verboten. Doppelt hält besser, auch bei der Moral.
  • Ludwig van 04.07.2020 11:27
    Highlight Highlight Politische Korrektheit ist extrem schädlich für die BLM-Bewegung. Es ist so dass Schwarze im alltag sehr stark diskriminiert werden, da gibt es beispielsweise Experimente die das belegen. Mit Grossdemos kann man auf das Problem aufmerksam machen und tatsächlich etwas bewegen. Wenn man nun aber grundlos eine beliebte Figur wie Winnetou auslöscht, dann ist das unglaublich kontraproduktiv.
    • Hierundjetzt 04.07.2020 11:31
      Highlight Highlight Merci.
    • AdiB 04.07.2020 14:56
      Highlight Highlight Moment, also basiert alles um winnetou nur auf die eismarke? Und ich dachte es sei wegen dem roman so bekannt. Oder es geht darum das frisco die eusmarke umbenben will und nicht um dem roman? Oder gehts um bullys parodie sm schluss. Ihr bringt mich durcheinander! Um was gehts jetzt?




      😂😂😂😂
    • Ludwig van 04.07.2020 19:59
      Highlight Highlight @AdiB: Offensichtlich sind gewisse Leute der Meinung dass eine Figur wie Winnetou nicht rassistisch ist, daher soll das Glace umbenannt werden. Ganz ehrlich ich glaube heute würde sich kaum ein bekannter Autor noch trauen einen Roman über einen Amerikanischen Ureinwohner zu schreiben, ausser der Autor ist selbst ein solcher. Diese Tabus halte ich für ein grosses Problem.
  • NathanBiel 04.07.2020 11:26
    Highlight Highlight Nur weil in der Schweiz möglicherweise wenige oder keine Inuit leben, heisst das nicht, dass die Darstellung mit roter und gelber Hautfarbe nicht problematisch ist.»

    Aha... und weisse Menschen?
  • banda69 04.07.2020 11:22
    Highlight Highlight Winnetou ist der erste Held meiner Jugend.
    Benutzer Bild
    • banda69 04.07.2020 17:01
      Highlight Highlight Ja, der Schauspieler Pierre Louis Baron Le Bris, war Franzose.

      Ich habe allerdings weniger die Filme geschaut, als die Bücher gelesen.
    • je-maison 04.07.2020 17:12
      Highlight Highlight Ja, er hieß “Bierpreis”. Oder “Pierre Brice”.
  • Roland Bach 04.07.2020 11:20
    Highlight Highlight Diese Arndt will mir erzählen dass das Abbilden von Menschen anderer Ethnien Problematisch ist? Was soll denn daran problematisch sein? Das ein Galce womöglich nicht die ganze Wahrhet über die Geschichte der Konflikte zwischen Indianern und Europäischen Siedlern zeigt?
    Trinkt diese Frau Lack? Wird man für so etwas noch Bezahlt? Und ich idiot ging in die Pflege, dabei könnte ich einfach rumsitzen und anderen Rassismus vorwerfen und krieg dafür Geld.
    • ViciaFaba 04.07.2020 15:13
      Highlight Highlight Ich hoffe ich werde niemals einem solchen "Pflegern" in die Hände fallen :-O
  • Ludwig van 04.07.2020 11:19
    Highlight Highlight Also verstehe ich das richtig? Man sollte heikle Themen also gar nicht mehr berühren. Weil Indianer unterdrückt wurden und werden darf man beispielsweise keinen Film mehr machen in dem Indianer vorkommen. Man soll also so tun als ob Indianer nicht existieren?

    Wäre nicht eher das Gegenteil wünschenswert? Mehr Kultur, gerade auch mit heiklen Themen? Es sollte keine Tabus geben.

    Dass Winnetou nicht unbedingt realistisch ist sollte klar sein. Die Geschichte zeigt einen idealen Menschen, den perfekten Held. Aber wo ist genau das Problem?
    • je-maison 04.07.2020 17:13
      Highlight Highlight Das Glacé heißt aber nicht “Indianer”.
    • Ludwig van 04.07.2020 20:05
      Highlight Highlight @swisswitchbitch: Falsch. Auf dem Glace steht nichts von "Indianer" und es ist offensichtlich trotzedem ein Problem.

      Das Problem ist dass sich keiner mehr traut ein "heikles" Thema zu thematisieren. Das ist sehr schade und kontraproduktiv. Damit es Fortschritt gibt, muss man solche Dinge thematisieren können.

      Ein Beispiel: Bei den letzten Olympischen Spielen in Korea hat eine Deutsche Eiskunstläuferin zur Melodie von Schindlers List getanzt und das hat in den USA einen Shitstorm ausgelöst. Also soll man nicht mehr den Holocaust thematisieren? Wäre nicht das Gegenteil wünschenswert?
  • Elpolloloco 04.07.2020 11:18
    Highlight Highlight Beziehungsstatus Mensch&Sprache: es ist kompliziert🙈

    Ganz ehrlich: ich gehe davon aus, dass Kinder, die mit Karl May aufwachsen und aufmerksam durchs Leben gehen mitkriegen, dass dahinter eine unsagbar traurige Geschichte steht. Vielleicht werden sie dadurch überhaupt erst fürs Thema offen?
  • Juliet Bravo 04.07.2020 11:09
    Highlight Highlight Erinnert ihr euch noch, als aus Raider Twix wurde? Es gibt die ganze Zeit irgendwelche Re-brandings. Da regt sich keiner auf, viele nehmen nicht mal Notiz davon. Wieso regen sich viele hier so auf?
    • Ludwig van 04.07.2020 11:22
      Highlight Highlight Das Problem ist eher dass es offenbar heute ein Tabu ist, ein Glace nach einem fiktiven Ureinwohner zu benennen. Ist das nicht diskriminierend gegenüber den Ureinwohnern? Sollen bald auch solche Figuren aus Filmen gestrichen werden?
    • Hierundjetzt 04.07.2020 12:30
      Highlight Highlight Juliet: Twix war eine Volksgruppe? Ach ja? Man lernt nie aus.
    • Glenn Quagmire 04.07.2020 14:39
      Highlight Highlight Raider hiess in anderen Ländern bereits Twix, bevor es hier überhaupt als Raider erhältlich war....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Haggis 04.07.2020 10:58
    Highlight Highlight Es gibt gute Gegenbeispiel wie „Ragusa“. Mit dieser Schoggi gedenken wir der Tötung und Vertreibung der Romanen durch die Slawen aus dem heutigen Dubrovnik vor rund 1000 Jahren.
  • alingher 04.07.2020 10:42
    Highlight Highlight Neiiin, nicht die "Winnetou"! Schon mal überlegt wieviel CO2 eine "Rakete" ausstösst?!
  • Smeyers 04.07.2020 10:38
    Highlight Highlight Ich bin froh, dass auch dieses wichtige Thema angepackt wird.
  • Crissie 04.07.2020 10:37
    Highlight Highlight So langsam aber sicher ist das Ganze einfach nur noch lächerlich! Oder vielleicht auch eher traurig! Da hat sich geradezu ein Rassismuswahn entwickelt!
    • KingK 04.07.2020 16:23
      Highlight Highlight Stimme zu! Denn Winnetou (und [Teile der] Apachen) werden bei Karl May ja grundsätzlich positiv dargestellt, andere indigene 'nations' weniger, aber am schlimmsten kommen ja (gewisse) Weisse weg.
  • Vecchia 04.07.2020 10:34
    Highlight Highlight Ja, das wird den CHer Rassisten gefallen,
    wenn dieser psychisch und physisch sehr attraktive Winnetou, der sämtliche besten Eigenschaften eines Mannes verkörperte, endlich weg ist.

    Die welche "Indianerlis spielen" noch kennen - wo Old Shatterhand jeweils die einzige "weisse Besetzung" war, weil sich alle anderen entschieden hatten, zu Winnetous Stamm zu gehören - wissen, welche, heute eigentlich dringend nötigen Eigenschaften, diese Figur verkörperte.

  • Neruda 04.07.2020 10:31
    Highlight Highlight Nur weil das ein paar Ignoranten immer wieder wiederholen, wird der Begriff Eskimo trotzdem nicht rassistisch! Erstens heisst der Begriff übersetzt nicht Rohfleischfresser, wie früher angenommen und zweitens, ist es der Oberbegriff für Inuits und Eskimos. Nur die Inuits bevorzugen so genannt zu werden und das gilt es zu akzeptieren! In Alaska hingegen, wünschen die Menschen gerade Eskimos genannt zu werden und nicht Inuits, da dies ein anderes Volk ist! Vieleicht lernen das die bildungsverweigernden Empörten auch mal.
    • Hierundjetzt 04.07.2020 12:31
      Highlight Highlight Das ist weissen akademisch geprägten Westler egal. Das hat jetzt rassistisch zu sein und fertig.
    • KingK 04.07.2020 16:25
      Highlight Highlight Genau. Gewisse Schweizer wollen auch nicht von anderen 'Europäer' genannt werden, sind es aber irgendwie doch.
    • je-maison 04.07.2020 17:18
      Highlight Highlight In der Familie meiner Frau gibt es eine Cousine, die ständig von sich und ihren Verwandten als “Eskimos” redet. Ich als politisch korrekt sein wollender Schweizer habe sie dann mal gefragt, ob sie nicht lieber “Inuit” genannt werden wolle. Sie hat etwas genervt geantwortet, dass Eskimo schon ok sei. Sie lebt im mittleren Westen der USA. Also so einfach ist es nicht von wegen “Eskimo” = rassistisch.
  • Alnothur 04.07.2020 10:23
    Highlight Highlight Ahja. "Cultural Appropriation". Ein Konzept, das für mich in die Kategorie "Rassismus" gehört.
  • ChiliForever 04.07.2020 10:16
    Highlight Highlight Klar, wir leben in einer Zeit, in der jeder wegen irgendetwas beleidigt sein muß und das aus Prinzip... Und da kann man natürlich auch wegen Winnetou beleidigt sein, wenn man unbedingt möchte, weil... irgendetwas findet man ja immer...

    Vielleicht sollten wir gleich alle Romane verbieten, denn die sind ja oft sehr fiktiv und romantisieren irgendetwas...

    Wenn ich mich recht entsinne waren bei Winnetou übrigens die Oberbösewichte immer gierige Weiße. Ich weiß jetzt nicht, wo das den Gesamtkontext der Kolonialisierung falsch abbildet.
    • ueberfluessig 05.07.2020 09:22
      Highlight Highlight oder man ist beleidigt, weil ein lebensmittel umbenannt wird.
    • ChiliForever 05.07.2020 17:00
      Highlight Highlight Da bin ich schmerzbewegt. Bisher kannte ich die Eissorte nicht, daher ist mir der Name egal.
      Ich hinterfrage nur die Sinnhaftigkeit einer solchen Umbenennung.
    • ChiliForever 05.07.2020 20:49
      Highlight Highlight *schmerzbefreit*
      Ja, Rechtschreibkorrektur kann schon lustisch sein... :-))
  • Streuner 04.07.2020 10:05
    Highlight Highlight Das ist nur noch Absurd..... Logisch wissen wie weisse nicht wie sich betroffene fühlen, aber das Ganze steuert in eine dogmatische Richtung welche der Mehrheit der Bevölkerung einfach nur noch Gaga erscheint und dem eigentlichen Sinn komplett abträglich ist. Wird nicht mehr lange dauern und die Hälfte aller Bücher und Filme wird als problematisch eingestuft usw und sofort.
  • fools garden 04.07.2020 10:05
    Highlight Highlight ...und dass mir niemand mehr Zürigschnätzeltes verkauft, oder Berliner, oder Wienerli.
    Jetzt kippt das Ganze ins Absurde und hilft der BLM Sache rein gar nichts!
    • arpa 04.07.2020 11:18
      Highlight Highlight Ou jo, für mi au a portion zürcher, gschnetzlet ;)
  • ostpol76 04.07.2020 10:04
    Highlight Highlight Über das was wir jetzt diskutieren hat nichts mehr mit Floyd zu tun. Noch schlimmer, damit wird die ganze Thematik sogar ins Lächerliche gezogen.

    Genau wegen so einer Empörungskultur, welche der Debatte mehr schadet als nützt, ist auch Links nicht mehr wählbar.
  • Asmodeus 04.07.2020 09:55
    Highlight Highlight Bei Winnetou frage ich mich ein wenig ob sie jemals das Recht hatten den Namen zu verwenden. Oder ist Karl May schon lange genug Tod, dass das Urheberrecht erloschen ist?

    Im Gegensatz zum "Mohrenkopf" sehe ich dort auch nichts vehement rassistisches, auch wenn ich nachvollziehen kann, dass Winnetou selbst "racial insensitive" war um es mal höflich zu formulieren.

    Das Glacé "Sioux" ist einfach nur eine billige Kopie und eher noch fragwürdig.
    • Asmodeus 04.07.2020 14:45
      Highlight Highlight Ich fragte mich eher weil Mark Twain 1910 starb, aber das Glacé vermutlich schon vor 1980 existierte.
    • KingK 04.07.2020 16:44
      Highlight Highlight Viel Schlimmer: Winnetou war Apache und hatte gelegentlich Chritz mit den Sioux.
  • Capslock 04.07.2020 09:54
    Highlight Highlight man kann auch alles übertreiben und jene welche nun glauben, sie seien die wahren Hüter der Erde sollen doch mal überlegen, woher gewisse Ausdrucksweisen und Bezeichnungen überhaupt kommen. Aber soweit voraus zu denken ist diesen Menschen wohl völlig abhanden gekommen.
  • format C: 04.07.2020 09:53
    Highlight Highlight Schaumküsse verstehe ich sehr wohl, aber die Glacé? Die übertriebene Political Correctness wird irgendwann zum Bumerang, so wie die von Künstlerinnen gemachten Säcke der Migros, die angeblich sexistisch waren und vernichten wurden. Und diese Mentalität drängt weit aufs Parkett, sogar bis in die Unis.

    Das Ganze macht die Geschichte nicht ungeschehen und gegen Fremdenfeindlichkeit hilft diese Political Correctness auch nicht; Es ist einfach Heuchelei. So wie heute Firmen „greening“ betreiben, betreiben Sie auch solche Aktionen, um gut dazustehen.

    Es geht um Kohle, nicht um Menschen.

  • Amateurschreiber 04.07.2020 09:52
    Highlight Highlight Wir kämpfen für das Pflegepersonal, indem wir für sie applaudieren und wir kämpfen gegen Rassismus indem wir (potentiell) kritische Produktnamen "auf rassistische Aspekte durchleuchten".
    Da sage noch einer wir Schweizer seien unsozial!
  • Mitläufer 04.07.2020 09:52
    Highlight Highlight Was momentan abläuft, wird mehr Rassisten schaffen, als bekehren. Leider.
    • Temohi Huahine 05.07.2020 05:50
      Highlight Highlight Genau so ist es.

    • supremewash 05.07.2020 12:20
      Highlight Highlight Inwiefern?
  • Cbd 04.07.2020 09:25
    Highlight Highlight Es geht gar nicht mehr um George Floyd.
    • Knety 04.07.2020 09:58
      Highlight Highlight Schon lange nicht mehr...
    • Roland Bach 04.07.2020 11:25
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • andrew1 04.07.2020 09:24
    Highlight Highlight Wie wärs mit winetouch? Ob das wohl besser wäre 🤔
    • Quo Vadis 04.07.2020 10:04
      Highlight Highlight Dazu 🌈 Farben als Eis?
    • KingK 04.07.2020 16:46
      Highlight Highlight Bei Wine-Touch kein Gelb, das ist für den Nord-Nektar bestimmt.
  • HugiHans 04.07.2020 09:11
    Highlight Highlight Ist es nicht ebenso problematisch, wenn selbst positiv besetzte Begriffe komplett aus dem Sprachgebrauch entfernt werden?
    Ist sicher auch ein Ansatz. Aber aber sicher keine Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Problem mit dem Ziel eines Sinnenswandels.
  • Denk nach 04.07.2020 09:09
    Highlight Highlight Ich hoffe inständig das niemand seinen Hund Winnetou oder Sioux genannt hat.... Das arme Tier würde wohl bei einer aus meiner Sicht dringend notwendigen Umbenennung einen psychischen Schaden davon tragen!

    Wie kann man nur ein Tier nach einer hochstilisierten Romanfigur benennen, welche die koloniale Geschichte verharmlost... Ich kann mich kaum beherrschen vor Wut, oder so....
  • Der müde Joe 04.07.2020 09:01
    Highlight Highlight Und ich dachte immer, die heissen Winnetou weil die aussehen wie ein Marterpfahl!😂😂😂

    Dieses ganze BLM-Thema verkommt immer mehr zu einer Komödie!🤦🏻‍♂️😅
  • lilas 04.07.2020 08:58
    Highlight Highlight "Guten Tag, ich hätte gerne ein Rotationseuropäerschnitzel..."
  • LillyRose 04.07.2020 08:58
    Highlight Highlight Solche Debatten zeigen auf, wie tief das Problem tatsächlich steckt. Wenn jetzt Labels geändert werden ist das grundsätzlich als positiv zu bewerten. Die machen das aber nicht, weil sie gegen Rassismus sind, sondern weil sie Angst um ihr Geschäft haben. Das Rassismus-Problem löst damit keiner. Viele Völker wurden hunderte Jahre lang ausgebeutet und unterdrückt. Kann man das mit Labels ändern wieder gut machen? Sind die schwarzen bei uns integriert und akzeptiert während einige über Mohrenköpfe debattieren? Was für ein Geheuchel...
    • MecNurse 04.07.2020 09:53
      Highlight Highlight Bin bei Dir. Trotzdem ist es ein erster Anstoss. Ich begreife einfach nicht, dass solche Anpassungen so schwer sein müssen. Ich bin der Meinung, dass alle erwähnten Beispiele angepasst werden sollen.
    • fidget 04.07.2020 10:46
      Highlight Highlight Auch wenn nun all diese Labels geändert werden, an der Geschichte mit ihren hässlichen Seiten ändert sich nichts. Das einzige, was sich beeinflussen lässt ist das Jetzt und wir können einen Kurs für die Zukunft einschlagen.
      Und ich gebe dir recht, dass man mit Umlabeln kein Rassismusproblem auf der Welt löst.
    • Roland Bach 04.07.2020 11:09
      Highlight Highlight Wer sich integrieren will wird auch akzeptiert. Wer die Sprache nicht lernen will, Sozialhilfe kassieren will und herumlungert wird nicht akzeptiert.
      Wir haben nichts mit der Unterdrückung von irgenwelchen Leuten zu tun, warum sollen sich Schweizer Schuld für etwas geben über das sie keine Kontrolle haben/hatten und vor ihrer Lebzeit passiert ist?
  • DrMedFacharztFürStatistischeKrankheiten 04.07.2020 08:58
    Highlight Highlight "Winnetou wird als edler und guter Indianer beschrieben, der mit seinem weissen Blutsbruder Old Shatterhand für Gerechtigkeit und Frieden kämpft"

    ...ja. Das ist so rassistisch, ihr solltet die Glace nicht nur umbenennen, sondern gleich vom Markt nehmen, und auf jeder nicht rassistische Glacepackung eine Entschuldigung für den 40 jahre langen Winnetourassismus schreiben, der uns beinahe in einen neuen Kollonialismus geführt hätte
    • KingK 04.07.2020 17:02
      Highlight Highlight Das versteh ich jetzt nicht: seit geraumer Zeit paart Hollywood ja bspw. weisse und schwarze Cops gegen das Böse, genau um gegen Rassismus ein Zeichen zu setzen. Jetzt macht das einer über hundert Jahre früher, und er soll Rassist sein? Ich denke wirklich May wollte das genau das Gegenteil. Um zu beweisen, dass Winnetou jenseits aller Kritik steht (Zeitgeitst damals halt), musste/wollte er ja in 'Weihnachten' auch noch Christ werden. Er sagt ja 'Winnetou stirbt als Christ'
      Aber wer immer nur Böses und Schlechtes sehen will...
      Ich denke, für die damalige Zeit war May 'völkerverständigend'...
  • PeteZahad 04.07.2020 08:58
    Highlight Highlight "[...] auf deren Verpackungen ebenfalls indigene Menschen des nördlichen Polargebiets abgebildet sind."

    Ist das nun der korrekte Neusprech?

    Kennet ier das gschichtli scho
    Vo däm armä indigene Mönsch vom nördleche Polarkreis
    Wo in grönnland einisch so
    Trurig isch um s läbä cho...

    Mani Matter wird wohl jetzt dann auch verboten ...
    • Hierundjetzt 04.07.2020 09:57
      Highlight Highlight Kommt. Keine Angst. Mein voller Ernst. Die Kleine Hexe wurde bereits gesäubert. Erich Kästner (der Anti-Faschist par excellence) ist bereits auf dem Radar der „Korrekten“
    • niklausb 04.07.2020 10:12
      Highlight Highlight Jim efffing Knopf, yakari, Umpah-pah, Tim und Struppi sowieso, Blake und Mortimer die Aufzählung könnte noch weiter gehen. Alle auf grossen Feuern verbrennen (aber wir nennen es nicht Bücherverbrennung wir sagen) Bereinigung.
    • KingK 04.07.2020 17:08
      Highlight Highlight Und St. Moritz / St. Maurice müssen sich auch umbenennen.
      Mohren und so...
      Vielleicht bringen wir auch Mauretanien als Land dazu, sich korrekt/eigenständig zu benennen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • IfyouNeverNevergoyouwillNeverNeverknow 04.07.2020 08:53
    Highlight Highlight Geben wir doch gleich allen Nahrungsmitteln schweizer Kantons-, Regions-, Landschafts-, Fluss- oder Flurnamen... ach ne, geht jja auch nicht, würde ja sogleich eine Nationalismus- und Fremdenfeindlichkeits-Debatte auslösen. Am besten wir leben von Wasser und Brot ... ähm ... Weiss- oder Schwarzbrot?? 😱
  • walsi 04.07.2020 08:51
    Highlight Highlight Es wird wogl Zeit für ein richtige Wirtschaftskrise. Wenn die Leute ums Überleben kämpfen müssen sie sich auf das Wesentliche konzentrieren.
    • Herr Ole 04.07.2020 09:11
      Highlight Highlight Inwiefern sollte das besser sein?
    • esmereldat 04.07.2020 10:35
      Highlight Highlight Grabenkämpfe werden nicht kleiner, wenn es den Menschen schlechter geht.
  • Zerschmetterling 04.07.2020 08:48
    Highlight Highlight Wenn nach der Umbenennung dieser Produkte alle Rassismus-Probleme gelöst sind, dann bitte sofort alles Ändern!!!
  • Gurgelhals 04.07.2020 08:47
    Highlight Highlight Diese Tendenz in den Geisteswissenschaften (bin ja selber auch einer), die Sprache zu diesem bösen Geist hochzustilisieren, der derart omnipräsent und allmächtig ist, dass er uns hilflose Subjekte schon durch einen blossen *Glacénamen* unterschwellig zu Rassisten machen vermag, geht mir inzwischen nur noch auf den Sack. Das ist einfach kein seriöses Denken mehr. Die Praxis, Sprache grundsätzlich als etwas Teuflisches (weil manipulatives und verführendes) zu sehen, ist normalerweise eine Lieblingsbeschäftigung von religiösen Fundamentalisten. Von Literaturwissenschaftlern erwarte ich da mehr.
    • ViciaFaba 04.07.2020 11:23
      Highlight Highlight Wer stilisiert denn hier unsere Sprache zu einem bösen Geist? ich sehe das nicht so, finde es ist durchaus angebracht zu überdenken, wie wir Dinge bennen. Namen spiegeln immer den Zeitgeist und wenn wir uns in eine antirassistische Richtung bewegen wollen kommen wir wohl nicht umhin unsere Gewohnheiten zu ändern. Das betrifft den Sexismus übrigens auch und auch dort ist das Geschrei der Gestrigen immer sehr gross - leider.
    • Gurgelhals 04.07.2020 12:42
      Highlight Highlight Wer? Das sind in den Geisteswissenschaften heute absolute Allgemeinplätze. Mich als Fachperson irritiert und frustriert dabei folgendes: Hier wird eine Sprach- und Diskurskritik genommen, die ursprünglich sehr komplex und auch gewollt komplex daher kam (weil das Verhältnis zwischen Sprache und Mensch nunmal sehr komplex und ambivalent ist). Und dann wird diese Kritik schon an den Universitäten derart verwässert und trivialisiert, dass ihr ursprünglicher Impetus völlig ins Gegenteil verkehrt wird. Da haben wir in den Geisteswiss. eigentlich schon die Pflicht, uns etwas an der Nase zu nehmen.
  • Potzholzöpfelondzepfelchappenonemol 04.07.2020 08:42
    Highlight Highlight Meine Lieblingsglacé ist die Eskimo-Glacé des grossen Ms.. jedes Mal denke ich die sollte anders heissen..
    • Potzholzöpfelondzepfelchappenonemol 05.07.2020 10:59
      Highlight Highlight Wieso so viele Blitze? Liege ich falsch? Übertreibe ich?
  • Hierundjetzt 04.07.2020 08:37
    Highlight Highlight Ach liebe Frau Arndt, jetzt wirds langsam peinlich. Alles sehr selbstgezimmerte Gedankengänge ohne Datenbasis dafür ganz viel Bauchgefühl. Können Sie diese wissenschaftlich Falsifizieren? Nein. Eben.

    Spielen wir jetzt wegen einem Mord in 10’000km Erntfernung ernsthaft 1984 durch und löschen num das gesamte Cinematographische Gedächtnis?

    Ich, wie viele andere haben sich schon längst aus der Diskussion verabschiedet.

    Einer Diskussion geführt von zu reichen und zu lauten Wichtigtuern, die ohne Realitätsbezug argumentieren.
    • Gurgelhals 04.07.2020 10:16
      Highlight Highlight Fairerweise muss man hier anmerken, dass diese Ansätze nicht mit quantativ-empirischen Methoden arbeiten und damit auch Kriterien wie Falsifizierbarkeit keine Rolle spielen. Es handelt sich hier grundsätzlich mal um geisteswissenschaftlich-philosophische Ansätze, also eigentlich qualitative Ansätze.

      Das Problem ist mehr, dass in dieser (Vulgär-)Form dieser Ansätze nicht mehr viel von der ursprünglichen Komplexität dieses Denkens übrig bleibt, wie man sie z.B. im Original bei einem Michel Foucault noch findet. Sprich: Die Qualität des qualitativen Ansatzes lässt hier stark zu wünschen übrig.
    • Hierundjetzt 04.07.2020 10:56
      Highlight Highlight Nicht einverstanden.

      Dann schreib als Angestellte „als Forscherin“ dass du

      - induktive Kategorienbildung als Auswertungsmethode anwendest.

      - eine qualitative Teilerhebung von komplett frei gewählten (!) Personen machst

      So, verbreitet Sie vorsätzlich und tatsachenwidrig eine klar eigene Meinung und verkauft das als Tatsache.

      Ganz unschön. Und: absolut nicht hilfreich.
    • Gurgelhals 04.07.2020 11:15
      Highlight Highlight Nochmals: Es handelt sich hier nicht um sozial- oder naturwissenschaftliche Methoden, sondern um Geisteswissenschaften. Oder auf Englisch, weil dort der fundamentale Unterschied begrifflich so richtig klar wird: Nicht "sciences" sondern "humanities". Und letztere leisten weit mehr als "eigene Meinungen als Tatsachen zu verkaufen". Sie sind eine Geistestradition mit ihren eigenen Methoden und Standards und bloss weil auch in diesem Bereich viel Mist produziert wird, rechtfertigt dies keine solchen Pauschalverurteilungen. Das ist dann einfach wieder plumper Szientismus und das ist auch schlecht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 04.07.2020 08:36
    Highlight Highlight Wäre doch jetzt die Gelegenheit die Sprache in der Schweiz rein zu waschen. Streichen wir alles ausländische raus, könnte ja belastend sein und ersetzen alles durch saubere Schweizer begriffe.
    Statt Winnetou Farbgletscherli oder so.
    Über diese Entwicklung sollte sich die SVP doch so richtig freuen und auch die PNOS würde sich nicht quer stellen.
    • Harry Zimm 04.07.2020 10:33
      Highlight Highlight Farbgletscherli - fantastisch! 🤣
    • KingK 04.07.2020 17:15
      Highlight Highlight zufaglamst-mischok
      Zucker-Farb-Gletscher-Am-Stiel--Mit-Schoggi-Kopf
  • Pr0di 04.07.2020 08:32
    Highlight Highlight Wenn die BLM Proteste nichts anderes bewirken, als dass ein paar Produkte umbenannt werden, dann ist dies meiner Meinung nach völlig am Ziel vorbei geschossen... Nur weil ein Glace oder ein Schaumgebäck nun anderst heisst, wird kein Rassist bekehrt. Es braucht andere Massnahmen, aber davon ist leider wenig zu sehen.
  • ein bekiffter Holländer 04.07.2020 08:31
    Highlight Highlight Die Kult-Glacé Winnetou umtaufen?

    Ok. Jetzt wird diese Diskussion langsam aber sicher ein Fall für den Sekten Blog.
  • vazy 04.07.2020 08:21
    Highlight Highlight Sioux ist die französische Bezeichnung für die Lakota-, Dakota-, Nakota-Nations etc., die nicht in New York Leben, sondern grossmehrheitlich in und um South Dakota bis Kanada in Reservaten, den ärmsten Flecken von American Native Homeland.
    4 Rappen pro Glacestengel an die Lakota-Tribes...😉
  • emptynetter 04.07.2020 08:19
    Highlight Highlight Corona scheint doch vorbei zu sein. Wir wenden uns offenbar wieder den richtigen und wichtigen Problemen zu.
  • karima 04.07.2020 08:17
    Highlight Highlight Vergessen hat die Migros ihre Petit Suisse..

    Ich finde die ganze Diskussion ufert aus.

    Bald ist es kritisch Jim Knopf, Tom Sawyer oder Winnetou zu lesen, ohne dass der Leser fürchten muss als Rassist abgestempelt zu werden.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 04.07.2020 09:56
      Highlight Highlight Es ist nicht bald kritisch..es ist kritisch weil die ersten Bücher schon umgeschrieben wurden..noch nicht verbrannt
    • KingK 04.07.2020 17:20
      Highlight Highlight Tja, bald wird auch noch Cäsar's De Bello Gallico umgeschrieben - dann gewinnen die Helvetier (und Gallier, Häduer, Septimanen usw.)
      Da schreibt einer Geschichte(n), und der Posterität passt's nicht - also umschreiben.
  • vazy 04.07.2020 08:15
    Highlight Highlight Es gibt auch positive Aspekte: Immerhin vereinen die Farben der Winnetou-Glace nahezu alle vier Farben des Medizinrades mit der Bedeutung: Alles ist mit allem verwandt!
  • 155West 04.07.2020 08:10
    Highlight Highlight Also an alle “Mohrenkopf” und Winnteou-Befürworter:

    Ich möchte euch gerne daran erinnern, wie die Welt fast über den Abgrund stürzte und die Menschheit beinahe verloren ging, als vor ca 30 Jahren aus Raider Twix wurde!

    Habt ihr denn aus der Geschichte wirklich nichts gelernt? Müssen wir solche Tragödien wirklich wiederholen? Wie stellen wir uns eine Welt vor, in der ein Produkt plötzlich anders heisst? Denkt auch jemand mal an die Kinder?
    • Neruda 04.07.2020 10:20
      Highlight Highlight Es geht doch eher darum, dass diese Debatte gezielt genutzt wird, damit man am täglichen Rassismus, der wirklich starke Auswirkungen mit sich bringt, Jobabsage, Gewalt, nichts ändern muss.
  • Domino 04.07.2020 08:07
    Highlight Highlight Bücher wo dann Indianer Vorkommen werden dann verbrannt? Was macht man dann mit Kindern mit indianischen Namen? Und mit den Porsche Cheyenne?
    • herrkern (1) 04.07.2020 11:56
      Highlight Highlight Er meine den Jeep Cherokee, wetten?
    • karima 04.07.2020 16:16
      Highlight Highlight @Martel, ist wohl für einige genauso schlimm, ob der Porsche nun nach Indianern oder dem frz. Départements Frz.-Guyana benannt ist..
    • KingK 04.07.2020 17:31
      Highlight Highlight Vielleicht auch den Austin Apache, den Chevrolet Apache oder den gleichnamigen Helikopter. Vielleicht auch den Apache-Server.
      Viele millionen Investitionen in High-End-Produkte, die man dann abschätzig mit "Apache" vermarktet - tsts...
  • Glenn Quagmire 04.07.2020 08:05
    Highlight Highlight Winnetou wurde von May als intelligenter und charismatischer Häuptling, den er wie einen Bruder liebte, dargestellt. Er war alles andere als zweitklassig oder sonst wie abwertend beschrieben.
    • Stambuoch 04.07.2020 10:30
      Highlight Highlight Dank dieser Figur wurden ganz viele Leute für die indigene Kultur Nordamerikas interessiert.

      Wie kann man eine Figur, welche so extrem positiv besetzt ist, nur als rassistisch betrachten?
      Man wünschte sich oft politische Führer, welche so weise und intelligent wie Winnetou sind.
    • Lucaffe 04.07.2020 11:36
      Highlight Highlight Vielleicht hast du den Artikel und die Argumentation von Frau Arndt nicht gelesen: Karl Mays Geschichten blenden die Vernichtungsgeschichte des „wilden Westens“ aus. Stell‘ dir die Freundschaftsgeschichte zwischen einem SS-Offizier und einem Bewohner eines Städtels in Polen 1943 vor - und kein Wort vom Holocaust...
    • Glenn Quagmire 04.07.2020 11:50
      Highlight Highlight Lucaffe, dein Vergleich ist sowas von daneben. Hast wohl kaum die Bücher gelesen wenn du so einen Quark schreibst. Karl May schreibt positiv über ALLE Ureinwohner und äussert sich kritisch über die „Eroberung des Westens“

      Man sollte die Bücher lesen, und nicht Filme als Quelle verwenden.
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  • derEchteElch 04.07.2020 08:05
    Highlight Highlight «Die Mohrenköpfe der Firma Dubler seien von vielen Menschen als diskriminierend empfunden worden..»

    >> Nein, nur wenigen Fanatiker, die laut geschriehen haben und die Rassismuskeule geschwungen haben.

    «Diese Glace in die Rassismusecke zu stellen, wirkt etwas gar konstruiert»

    So wie alles Andere auch ins Weltbild, alle seien böse und würden Schwarze hassen, konstruiert wird. Was ist beispielsweise mit Zigeunerschnitzel?
  • loplop717 04.07.2020 08:04
    Highlight Highlight "einer weissen Firma" wie soll denn eine Firma weiss sein?
    • Binnennomade 04.07.2020 09:40
      Highlight Highlight Ich würd zwar sagen, mehrheitlich beige..
      Benutzer Bild
  • Hoodoo 04.07.2020 08:00
    Highlight Highlight Wie wär’s mit Adolph? (Das ph wäre mir sehr wichtig!)
    • Koukla 04.07.2020 08:15
      Highlight Highlight Ich musste mehr lachen als ich zugeben möchte
    • karima 04.07.2020 08:19
      Highlight Highlight Unverfänglicher ist allemal Ogi..
    • Der P 04.07.2020 09:20
      Highlight Highlight Ich wäre ja für "LGBT-VEGAN-STENGEL"... Natürlich muss der Schockspitz noch weg... Zu plump, zu zweideutig
  • N. Y. P. 04.07.2020 07:56
    Highlight Highlight Was wäre ein guter Name ?

    Politisch korrektes Glacé

    Bleichgesicht

    Farbiges Glacé

    Gefrorenes farbiges Wasser

    Ding ohne Namen

    Wasser mit Holzstäbli
    • P. Meier 04.07.2020 18:17
      Highlight Highlight "Das Glacé dessen Namen man nicht mehr sagen darf"
    • N. Y. P. 04.07.2020 18:45
      Highlight Highlight "Ich hätte gern ein Glacé dessen Namen man nicht mehr sagen darf und zwei Schaumgebäcke, deren Namen man auch nicht mehr sagen darf"
  • Team Insomnia 04.07.2020 07:55
    Highlight Highlight Wenn es soweit kommen sollte, dann bin ich für Old Shatterhand als Name... wuuaahhh😂
    • KingK 04.07.2020 17:36
      Highlight Highlight Tja, dann geht's wieder los mit der 'White Supremacy'...
      Als Produktname gehen nur noch:
      - Grmpf
      - Pflrxvt
      - Tckdaoin
      Alles andere ist leider vorbelastet...
  • Caturix 04.07.2020 07:55
    Highlight Highlight Heute sieht jeder überall Diskriminierung und Rassismus. Man kann bald nichts mehr machen ohne das irgend einer etwas findet wo gar nichts ist.
    Bald meckern noch die Tierschützer wegen Mikey Mouse und Donald Duck.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 04.07.2020 07:51
    Highlight Highlight Können es ja Wilhelm Tell nennen. Fängt auch mit W an. Kommt dazu, dass das Märli ähnlich klebriger Mist ist wie dieses Wassereis. Werde es aber auch dann nicht kaufen, weil ich's wahnsinnig grusig finde.
  • Kong 04.07.2020 07:51
    Highlight Highlight ich finde alle Produkte in Farben die einer möglichen Hautfarbe ähneln problematisch... Vanille erinnert an arischen Rassenwahn, Schokolade geht wegen BLM gar nicht. Selbst bei Reis kriege ich schlechtes Gewissen, wenn ich an China denken muss. Wodka kommt mir Putin in den Sinn. Und Kebabläden ...
    am Besten wäre farblose Infusionsnahrung.

    sorry, frühmorgens drückt die Ironie durch, wenn wir wiedermal Probleme bewirtschaften die keine sind.
    • 155West 04.07.2020 08:06
      Highlight Highlight Du bringst das Problem treffend auf den Punkt! Es ist tatsächlich absurd, bei Vanille an weisse Hautfarbe zu denken.

      Genau deswegen ist es ja so völlig irritierend, dass ein Schokogebäck “Mohrenkopf” oder eine Glace Winnetou heisst... Noch irritierender ist es, wenn dann 2020 Leute behaupten, dass diese Namen vor 100 Jahren rein zufällig entstanden. Und dass die Welt heute aus den Fugen geraten würde, wenn Süssigkeiten umbenannt werden...

      Zum Glück hast Du als Unbetroffener nun aber allen Betroffenen deutlich machen können, dass ihre Probleme gar keine sind.
    • Der P 04.07.2020 08:21
      Highlight Highlight Da kommt mir unweigerlich die Pampe in den Sinn, die in The Matrix auf der Nebucatneza serviert wurde... Spielt ja in der nahen Zukunft...
    • Dä isches gsi 04.07.2020 08:58
      Highlight Highlight Eine kleine Korrektur.
      Vanille ist nicht arisch.
      Zb. Iraner, Kurden sind Arier.
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Arier
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  • Howard271 04.07.2020 07:38
    Highlight Highlight Muss denn ein Glacé die ganze Kolonialgeschichte adäquat abbilden, oder kann man ihm nicht einfach den Namen einer (zudem positiv besetzten) Romanfigur lassen?
    • lilie 04.07.2020 08:00
      Highlight Highlight @Howard: Die Frage ist doch, ob nicht diese Romanfigur als solches bereits rassistisch besetzt ist.

      Winnetou ist von einem Deutschen erfunden worden, der nie in Amerika war und keine intimen Kenntnisse der indigenen Kulturen Amerikas hatte.

      Winnetou ist im Wesentlichen ein Weisser, der "Indianerlis" spielt (in den Filmen wurde er sogar von einem Weissen dargestellt). Das macht natürlich schon Spass!

      Aber vermutlich eben nur den Weissen.
    • N. Y. P. 04.07.2020 10:00
      Highlight Highlight Als dein Grosswesir, liebe @lilie, muss ich dir sagen, dass du natürlich recht hast. Aber der Mehrheit geht das einfach zu weit, so weit in das Thema reinzugehen.

      Wir wollen in der Badi doch einfach unser Winnetou - Glacé kaufen.

      Oder wäre vielleicht noch ein Old Schätterhänd - Glacé ein guter Kompromiss ?

      Ein Quid pro quo sozusagen ? Also statt auszumerzen einfach auszugleichen, wo möglich.

      Grosswesir N.Y.P.

      Wann entlässt du deine Sklaven?

      ;-)
    • Raffaele Merminod 04.07.2020 10:03
      Highlight Highlight Spätestens dann wenn man Winnetous Tagebücher findet, wird es zum Problem
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