Schweiz
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Un panneau indiquant le port du masque obligatoire est visible a l'entree du magasin Migros le mercredi 8 juillet 2020 a Crissier. Les masques sont obligatoires dans les magasins des 10 personnes dans le canton de Vaud a partir d'aujourd'hui. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Der Bund empfiehlt allen Kantonen, eine Maskenpflicht einzuführen. In der Waadt ist das schon passiert. Bild: keystone

Datenchaos, Schnellschüsse, fehlende Strategie: Wie ein Bundesamt das Vertrauen verspielt

Die Kritik am Bundesamt für Gesundheit wächst. Das Vertrauen in das BAG bröckelt nicht nur in den Kantonen, sondern auch im Parlament in Bern.

Doris Kleck, Dominic Wirth / CH Media



Der Kanton St.Gallen pfeift auf die Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Eine Maskenpflicht für Läden sei aus medizinischer Sicht unnötig, teilte er gestern mit.

Damit revoltiert ein grösserer Kanton gegen die Empfehlung aus der Bundesstadt. Am Donnerstag hatte BAG-Direktor Pascal Strupler eine solche ausgesprochen, um die Kantone «wachzurütteln.» Für diese kam die Maskenempfehlung unvermittelt – und sie kam nicht gut an.

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Martin Pfister, Gesundheitsdirektor des Kantons Zug, spricht von einem «Schnellschuss». Für ihn geht es um Grundsätzliches: «Ich erwarte, dass das BAG mit den Fachleuten und den Kantonen eine saubere Analyse macht, ob es neue Massnahmen braucht und ob sie flächendeckend oder regional eingeführt werden sollen.»

Das BAG müsste mit Zahlen belegen, dass die Ansteckungsgefahr in Läden gross ist. Diese bleibt das Amt jedoch schuldig.

Ein Bundesamt auf der Suche nach seiner Rolle

Dass die Maske künftig eine wichtigere Rolle bei der Pandemiebekämpfung spielen wird, bezweifelt aber auch Pfister nicht. Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren wollen noch diese Woche neue Massnahmen einführen. Pfister sagt allerdings:

«Die Läden sind nicht das dringendste Problem. Wir müssen alle Innenräume besser anschauen, also auch Arbeitsplätze, Gastronomie oder Schulen.»

Seit der Bundesrat die ausserordentliche Lage beendet hat, liegt die Federführung in der Pandemiebekämpfung wieder bei den Kantonen. Das BAG habe seine Rolle in dieser besonderen Lage noch nicht gefunden, sagt Pfister. Das Bundesamt habe sich erst zurückgezogen und sei nun plötzlich mit Empfehlungen an die Öffentlichkeit gegangen.

Pfister fordert mehr Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen. Dialog heisst für ihn das Schlüsselwort. Wie im Frühling, als die Corona-Pandemie die Schweiz mit voller Wucht erfasst hatte. Dass nun Kantone auf eine Maskenpflicht verzichten, sei für die Autorität des BAG «nicht gerade förderlich», sagt der Zuger.

«Fehler können passieren, aber ...»

Das Vertrauen in das BAG bröckelt nicht nur in den Kantonen, sondern auch im Parlament in Bern. Über den Zahlensalat, den das Amt in den letzten Tagen auftischte, schütteln viele Politiker nur den Kopf. «Fehler können passieren, aber das ist schon krass», sagt Ruth Humbel, die Präsidentin der nationalrätlichen Gesundheitskommission. Dort sitzt auch Nationalrat Marcel Dobler (FDP/SG).

Er sagt, es fehle ihm schon länger an Transparenz, an gutem Datenmanagement. Aber jetzt gehe es um etwas noch viel Wichtigeres: das Vertrauen. «Das BAG muss schauen, dass es dieses Vertrauen nicht verspielt. Das wäre das schlimmste, was passieren kann», sagt Dobler.

Auch Ständerat Damian Müller (FDP/LU) spricht von der Vertrauensfrage, die wichtig sei, weil die Leute sonst nicht mehr mitmachten. «Das zeigt sich gerade in anderen Ländern», sagt Müller.

Der Ruf nach einer Strategie wird lauter

Die Geschichte mit den falschen Ansteckungszahlen ist die aktuellste Episode, die Zweifel am BAG schüren. Aber sie ist bei weitem nicht die einzige. Wenn man Politiker anruft und sie fragt, wie sie das Krisenmanagement während der Coronakrise bewerten, dann ähneln sich die Sätze.

Es hat ja gut angefangen, heisst es dann meist. Aber es geht schon länger abwärts. Albert Rösti, der Präsident der SVP, formuliert es so: «Die erste Welle der Krise hat der Bund gut gemeistert. Nicht vertrauensfördernd sind die Pannen.»

Als Beispiel nennt der Berner auch die Maskenfrage. Lange erklärte das BAG, deren Wirksamkeit sei umstritten. Nun soll auch im Laden eine Pflicht gelten.

Ruth Humbel kritisiert das BAG zudem für seine Passivität bei der Impfstoff-Frage. Die «NZZ am Sonntag» hatte bekanntgemacht, dass die Schweiz bei einer klinischen Studie eines vielversprechenden Impfstoffes aussen vor bleibt, weil 8 Millionen Franken zur Finanzierung fehlen.

Grundsätzlich ist das BAG nicht für die Finanzierung klinischer Studien zuständig, sagt Humbel. Doch nun, angesichts der Krise, stört sie «dieses Beamtendenken». Politisch gäbe es «bestimmt keinen Widerstand», so die Aargauerin. Es gelte nun, rasch zu handeln, auch, weil das die Aussichten auf einen späteren Zugang zum Impfstoff verbessere.

«Das hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen»

Und dann ist da noch der Auftritt von BAG-Direktor Pascal Strupler vom Donnerstag. Der hat nicht nur die Kantone, sondern auch Politikern verärgert. Christian Lohr (CVP/TG) sagt, der Auftritt habe ihn «sehr irritiert». Es könne doch nicht sein, dass man den Kantonen an einer Medienkonferenz mitteile, was sie zu tun hätten. «Das hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen», sagt er.

Pascal Strupler, Direktor des Bundesamts fuer Gesundheit BAG, spricht waehrend einer Medienkonferenz zur Situation des Coronavirus (COVID-19), am Donnerstag, 30. Juli 2020 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Ein Auftritt, der nachhallt: BAG-Direktor Pascal Strupler während seines Auftritt von letzter Woche. Bild: keystone

Und wenn doch, dann müsse der Absender der Bundesrat sein. Auch Albert Rösti fand den Auftritt «nicht gut». Die Gesundheitsdirektoren wüssten schon, was sie zu tun hätten.

Marcel Dobler kritisiert die Masken-Empfehlung auch inhaltlich, weil sie regionale Unterschiede ignoriert. Und vor allem, sagt der St.Galler, vermisse er eine klare Strategie beim Umgang mit dem Virus – eine Kritik, die immer wieder geäussert wird, etwa auch von Pierre-Yves Maillard, dem ehemaligen Waadtländer Gesundheitsdirektor, der heute für die SP im Nationalrat sitzt.

«Bevor nun weitere Massnahmen von verschiedenen Behörden und Experten vorgeschlagen werden, braucht es eine grundsätzliche Strategie, die auf klaren Indikatoren wie der Auslastung der Spitäler basiert», sagt Maillard.

Schon heute setzt der Bund teilweise auf Grenzwerte. Etwa, um die Frage zu klären, bei welchen Infektionszahlen für Einreisende aus einem bestimmten Land eine Quarantänepflicht gilt. In diesem Sinne, sagt FDP-Nationalrat Dobler, müsste die Corona-Politik neu ausgerichtet werden.

«Wenn der Bund schon Empfehlungen abgibt, dann muss er klar sagen: Das ist unser Plan, aufgrund dieser Zahlen braucht es jetzt diese Massnahme.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Super8 05.08.2020 22:00
    Highlight Highlight Bundesämter sind reaktionär. Sie sind sich gewöhnt auf Vorgaben der Politik zu reagieren. Sobald sie selber agieren müssen, geschweige denn proaktiv, dann sind sie leider überfordert.
  • Hakuna!Matata 04.08.2020 14:09
    Highlight Highlight Bundesamt, Technologie und Daten. Das passt einfach nicht zusammen. In keinem Projekt. EPD, SPHN, Corona, Schnittstellen, Auswertungen. Alles ein Desaster.
  • H. Fröhlich 04.08.2020 12:50
    Highlight Highlight Mit BAG-Bashing bekämpfen wir das Virus auch nicht.
    Es macht den Eindruck, dass viel Kantone einfach kein Mut haben unpopuläre Massnahmen anzuordnen. Ev. haben die zuständigen, politisch dazu gewählten, Personen doch etwas zu viel Angst deswegen nicht mehr gewählt zu werden.
    Zur Schlechten Situation in Innenräumen kann ich nur empfehlen: Kontrolliert endlich mal die Lüftungsanlagen!
    Sehe da berufsbedingt immer wieder verheerende, resp. nicht funktionierende Lüftungsanlagen. Das wäre doch mal eine Aufgabe für die Gesundheits- und Hygieneämter.
  • Uno 04.08.2020 12:18
    Highlight Highlight Das BAG sollte sich kommunikativ verbessern. Mit der jetzigen Statistik sagt man der Bevölkerung: Klubs, ÖV, Einkaufen und Restaurants sind völlig ungefährlich. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich die richtige Botschaft ist.
  • Toga 04.08.2020 12:12
    Highlight Highlight @BAG :)
    Macht doch einfach mal eine Website (eine einfache PC-Webseite ohne 'Trallala' ) wo alle Aerzte die Covid-Patienten erfassen/melden können.
    DAS währe mal eine grundlegende Arbeit von Euch, die Ihr schon längst hätten machen sollen ! -
    Und da Ihr das ja so wieso nicht könnt, versucht es doch mal mit: "Jemanden beauftragen".
  • Snowy 04.08.2020 11:39
    Highlight Highlight Nun muss das BAG Vertrauen (wieder) aufbauen.

    Wichtig und dringend wäre es, gesamtschweizerisch eindeutige
    Indikatoren (Hospitalisierungsrate, Übersterblichkeit) für neue Massnahmen zu definieren.

    Mit einer solchen evidenzbasierten Grundlage, könnten die Kantone zukünftig Entscheide fällen, die nachvollziehbar und voraussehbar sind.

    Und vor allem könnten mit klaren und eindeutigen Indikatoren die Skeptiker und Massnahmegegner ins Boot geholt werden.
    Massnahmen, welche nicht auf klar definierten Kriterien/Daten gestützt sind, fördern die Skepsis.
    Vertrauen schaffen ist nun absolut zentral.
    • Garp 04.08.2020 14:20
      Highlight Highlight Was gern vergessen wird, dass es um exponentielles Wachstum geht, da ist das nicht so einfach Grenzwerte festzulegen, vor allem nicht weil weil es plötzlich sehr schnell gehen kann. So ein Virus ist sehr dynamisch und es lässt sich nun mal nicht alles voraussehen und berechnen. Voraussehen kann man vor allem nicht das Mitmachen der Bevölkerung und die wäre gefordert.
    • Snowy 04.08.2020 15:24
      Highlight Highlight Das sehe ich anders:

      Man könnte z.B. Grenzwerte für die Hospitalisierung und die Übersterblichkeit festlegen. Das ist nun wirklich nicht schwierig. Denn diese Werte sind eindeutig und einfach erhältlich.

      In den Kantonen, wo diese überschritten werden, werden zusätzliche Massnahmen nötig.

      Dies gäbe eine gewisse Planbarkeit und wirtschaftliche Sicherheit, da jeder die Zahlen auch selber mitverfolgen kann.
      Und vor allem würden neue Massnahmen viel eher von der Bevölkerung verstanden und akzeptiert, wenn die Grenzwerte klar kommuniziert und für alle eindeutig nachvollziehbar sind.

    • ursus3000 04.08.2020 15:27
      Highlight Highlight @ Garp es sind Viren , nicht ein Virus
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tom Scherrer (1) 04.08.2020 11:37
    Highlight Highlight Geht bitte konstruktiv miteinander um. Ich weiss dass viele Politiker denken, wer lauter rumpoltert gewinnt Wahlen. Während einer Pandemie ist das aber völlig fehl am Platz. Also dürreschnufe Dobler, Lohr und Maillard,

    Sich zwar eine Strategie wünschen, aber bei einer klaren Maskenpflichtansage immer noch rumeiern, bringt die Kantone auch nicht weiter.

    Verbesserungen:
    - Ansteckungsorte besser klären
    - Maskenpflicht in Läden
    -
    -

    Mindset wechseln von: das BAG macht unverzeihliche Fehler - zu - das BAG lernt mit und wird immer besser.

    Nach der Pandemie ist Zeit für Politikgejammer.
    • ursus3000 04.08.2020 15:28
      Highlight Highlight Du solltest Politiker werden ..... nicht
  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 04.08.2020 11:33
    Highlight Highlight Für Pfister ist das Schlüsselwort der Dialog. Doch damit bekämpft man das Virus nicht. Typisch Kanton Zug. Weil die Geldsäcke im Kanton sich den Mund nicht verbieten (verbinden) lassen wollen (wir sind ach so liberal), setzt Pfister auf Dialog. Die Zuger Regierung kann halt bloss die Steuern für Unternehmer im Giesskannenprinzip, gegen das sie im sozialen Bereich immer wettert, senken. Mit Corona ist sie überfordert.
  • Raber 04.08.2020 11:15
    Highlight Highlight Ach doch noch. Habe schon vor Monaten gefordert, dass das BAG klare Zahlen formuliert, die als Grenzen betrachtet werden können. Aber da brauchts halt auch Eier dazu. Denn jetzt gilt irgendwie,so tiefe Zahlen vorzeigen zu können wie möglich,aber keinen Shutdown zu produzieren. Für mich ist das wursteln. Entweder entscheidet man sich das Virus auszurotten,was schwer wird,wenn ein Kontinent nicht einheitliche Regeln hat. Oder es wird klar kommuniziert,wieviel Erkrankte pro Tag zu stemmen für das Gesundheitswesen ist. Da müssen dann halt auch Tote in Kauf genommen werden.
    • Meiniger 04.08.2020 12:20
      Highlight Highlight Ich denke Intern gibt es diese Disskusionen und Papiere.
      Jedoch denke an den Aufschrei, wenn das BAG öffentlich sagen würde, dass wir gewisse Tote in Kauf nehmen müssen.

      Das dies der Fall ist, sollte allen klar sein, nur darf es der BAG halt nicht öffentlich sagen.
    • Garp 04.08.2020 14:24
      Highlight Highlight Eier braucht doch der Teil der Bevölkerung, die sofort wegen der Masken rumjammert und sich ach so eingeschränkt fühlt und bedingungslose Freiheit will und auch nicht breit ist Abstand zu halten und sich die Hände zu waschen und sich nicht ständig in die Massen zu stürzen.
  • c_meier 04.08.2020 10:52
    Highlight Highlight Herr Strupler gibt ja seinen Posten im BAG per 30. September 2020 ab, ab 1. Oktober 2020 übernimmt Anne Lévy (seit 2015 CEO der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel, früher im BAG)
    https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/das-bag/aktuell/medienmitteilungen.msg-id-78685.html

    hat er per Zufall nicht noch Ferien zu beziehen wie der Bundesanwalt?
  • Ana64 04.08.2020 10:42
    Highlight Highlight Ich staune dass Politiker, wie z.B Herr Dobler meinen dass sie mehr von den Infektionen wissen und verstehen als Infektiologen. Man stelle sich vor ein Arzt würde Herr Dobler belehren wie er Waren online verkaufen soll.
  • TheKen 04.08.2020 10:37
    Highlight Highlight Hier wird gegen die falschen gemotzt. Das BAG macht das super. Entscheidungen treffen unter Stress ist immer schwierig. Im Nachhinein kann absolut jeder seinen Mist dazu abgeben. Eigentlich überrascht es mich, dass in der CH überhaupt zu einem Lockdown kam.
  • Glenn Quagmire 04.08.2020 10:26
    Highlight Highlight Seitdem die Kantone mitreden herrscht Chaos. Zu viele Köche verderben den Brei. Zudem geht es vermehrt wieder um Parteipolitik und Wiederwahlstrategien und nicht um den Schutz der Bevölkerung.
  • Ah_geh 04.08.2020 10:08
    Highlight Highlight Die Strategie und weitere Stossrichtung in der Schweiz verkommt zu einem Witz. Jetzt wird so lange gewurstelt, bis die Leute von selber daheim bleiben, weil es ihnen nicht mehr geheuer ist. Dabei wäre die Lösung einfach: Zurück zum Mindestabstand und zu Versammlungsverboten wie Schweden.

    In NRW wurden an einer Party grad wieder die Hälfte der Gäste angesteckt.

    Stattdessen wünscht man sich eine weitere Ausweitung der ineffizienten Maskenpflicht, die nur die Umsätze der Geschäfte negativ beeinflusst. Dabei zeigen Dänemark, Norwegen und die Niederlande, dass es auch ohne geht.
  • Chalbsbratwurst 04.08.2020 09:55
    Highlight Highlight Ich denke ein Hauptproblem in der ganzen Sache ist, dass viele Politiker involviert sind, die sich davor fürchten ihre Wählerschaft zu verlieren wenn sie einschneidende Entscheide fällen. Darum wird die Verantwortung ständig von den Kantonen zurück auf den Bund geschoben. Siehe z.Bsp. Maskenpflicht im ÖV. Viele Kantone haben sie gefordert, aber die wenigsten haben sie eingeführt bis der Bund die Massnahme durchgesetzt hat. @Kantone: Es wäre auch nicht verboten euch abzusprechen, wenn ihr nationale Lösungen anstrebt ;-)
  • Bits_and_More 04.08.2020 09:54
    Highlight Highlight Liebe Kantone: Ihr könnt keine allumfassende perfekte Lösung innerhalb von 3 Tagen erwarten! Die gesamte Situation ist schlichtweg neu und es gibt keine perfekte Datengrundlage respektive Interpretation davon. Dies ist vielleicht rückblickend in ein paar Jahren nach zig Untersuchungen möglich. Aber heute müssen wir agil sein und Entscheide fällen auch wenn sich diese im Nachhinein nicht die perfekteste Lösung zeigen werden. Lieber eine gute Lösung heute, als die perfekte in 3 Jahren.
  • Bossy 04.08.2020 09:45
    Highlight Highlight Und wie steht es um die Glaubwürdigkeit der Politik(er)? Von Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, waren in der SRF-Tagesschau innerhalb von Minuten zwei Statements zu vernehmen: 1. Zu den belgischen Massnahmen gegen Genf, Waadt und Wallis: Das sei schwer zu verstehen. Die Schweiz sei doch ein so kleines Land, da müsse nicht differenziert werden. 2. Zur BAG-Empfehlung betr. Maskenpflicht in Geschäften: Das müssten die Kantone differenziert nach Lage entscheiden.
  • Scrat 04.08.2020 09:39
    Highlight Highlight Solange der Bundesrat per Notrecht die Zügel in der Hand hielt, hat es soweit ganz gut funktioniert (mal abgesehen von dem Masken-Debakel). Seit die Kantone wieder in Eigenregie entscheiden können, hat das typische Schwarzpeterspiel wieder begonnen, welches unsere föderalistische Politiklandschaft schon seit Jahren prägt.
    • Scrat 04.08.2020 14:12
      Highlight Highlight @Silent_Revolution: Du verdrehst da etwas ziemlich. Wer sagt, dass zwischen März und April keine Versicherungsdeckung bestanden hat? Wenn Du Deine Prämien bezahlt hast, dann hattest Du auch eine Versicherungsdeckung. Und nicht unbedingt notwendige medizinische Leistungen wurden nicht verweigert sondern auf einen späteren Zeitpunkt aufgeschoben, um die Bettenkapazität zu gewährleisten, wäre es z.B. so heftig wie in Italien abgegangen. Hättest Du es lieber umgekehrt gehabt? Du wärst dann wahrscheinlich der erste gewesen, der dann auch Skandal geschrien hätte, nicht wahr?
    • Scrat 04.08.2020 16:30
      Highlight Highlight @Silent_Revolution: Ich bezahle meine Prämien halbjährlich, wo ist also das Problem? Es steht Dir aber natürlich frei, aufgrund Deiner Einstellung einfach mal ein paar Monate Deine Prämien nicht zu bezahlen, aber dann hast Du in einem Notfall dann tatsächlich keine Versicherungsdeckung. Wenn Du das Risiko tragen willst, kannst Du das gerne machen. Musst Du selbst wissen, ob es Dir das Wert ist und Du Dir deswegen allenfalls eine neue Krankenversicherung suchen musst. 🤷🏼‍♂️
      Und wie gesagt: Notfälle wurden immer behandelt. Deine Schönheits-OP gehörte da aber wohl nicht dazu. ✌🏼
  • Eiswalzer 04.08.2020 09:36
    Highlight Highlight Nach einem halben Jahr kommt der Ruf nach einer Strategie mit klaren Indikatoren... Momol... Aber erst nach den Sommerferien bitte. Wir haben ja nur Krise...😂😂😂
  • weissauchnicht 04.08.2020 09:27
    Highlight Highlight Echte Indikatoren als Leitlinie für Massnahmen und deren Lockerungen haben leider von Beginn an gefehlt, oder wurden nie kommuniziert.
    Das führt zu zusätzlicher Unsicherheit, erweckt den Eindruck von Willkür und befeuert letztlich die Verschwörungstheorien der Massnahmengegner...
    • Jonaman 04.08.2020 13:59
      Highlight Highlight Klar gab es Leitlinien, z.B. hat man zu Beginn klar kommuniziert, dass bis etwa 100 Ansteckungen pro Tag diese noch einzeln verfolgt werden können, als die Zahl dann grösser wurde kamen die strikten Massnahmen.
      Nur weil du nicht jede Zahl hörst heisst das noch lange nicht, dass nicht aufgrund von Zahlen Massnahmen eingeführt oder gelockert werden.
      Aber lieber mal reklamieren, gell?
  • Garp 04.08.2020 09:20
    Highlight Highlight Man dürfe das Vertrauen ins BAG nicht verlieren, aber die Politiker sprechen Misstrauensvoten aus. Wie meint denn Pfister, dass man Ansteckungen im Laden beweisen soll? Wer einkaufen geht, geht oft auch an andere Orte. Die Kantone würde besser ab und an die Läden kontrollieren, ob die Abstände und die Kundenzahl auch eingehalten wird.

    Eine eingehende Analyse braucht übrigens Zeit. Die Lage mit Corona verändert sich auch ständig.

    Das sind doch Laferis.

    Für die acht Millionen wäre zudem Parmelin zuständig.
    • Raber 04.08.2020 11:21
      Highlight Highlight Ich denke man sieht an den Angestellten,die 8h in so einem Laden arbeiten,wie hoch dir Gefahr wirklich ist. Wenn in den letzten 4 Monaten viel Personal erkrankt ist,ist es ein Problem,wenn kaum VerkäuferInnen infiziert wurden,kann man sich die Masken schenken. So schwer dünkt es mich nicht, dies herauszufinden.
  • Unicron 04.08.2020 09:13
    Highlight Highlight Das schlimmste für mich persönlich ist, dass man solche Diskussionen eigentlich gar nicht führen darf, da man den Aluhüten damit Argumente auf dem Silbertablett serviert.
    Diese werden die kleinen Ungereimtheiten mit Freuden entgegen nehmen, total verdrehen, und dann in die Welt hinaus tragen.
    • Eiswalzer 04.08.2020 09:40
      Highlight Highlight Dass die Aluhüte überhaupt so grosse Resonanz erfahren liegt daran, dass man Strategien als alternativlos verkauft, obwohl man selbst einige Pannen und Fehler begangen hat. Wenn dann noch in der öffentlichen Debatte jede kritische Stimme und alternativen Vorschläge niedergeschrien werden, voilà: Dann bereitet man das ideale Süppchen für Verschwörer...
    • Garp 04.08.2020 09:48
      Highlight Highlight Das tun sie fleissig und täglich. Und verstehen tun die meisten nicht viel, wenn ich die Kommentare auf srf lese. Die Kommentarspalten da sind fest in der Hand von Coronaverharmlosern.
    • Garp 04.08.2020 10:50
      Highlight Highlight Schweden hat z.B. inzwischen strengere Massnahmen als die Schweiz, wir aber immer noch als Durchseuchungsbeispiel genannt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rudolf_k 04.08.2020 09:10
    Highlight Highlight Das Ende der Illusion, dass es in der Schweiz irgendwie anders oder besser läuft.
    • Unicron 04.08.2020 17:49
      Highlight Highlight @rudolf_k
      Wie bitte? Von allen Nachbarländern hatten wir die geringsten Einschränkungen, ich denke wir sind (bis jetzt) ziemlich gut durch die Krise gekommen.
  • Sir Albert 04.08.2020 08:59
    Highlight Highlight Es gibt ja auch keine Grundlage für die Maskenpflicht im ÖV. Auch das war und ist billiger Aktionismus.
    • Garp 04.08.2020 09:50
      Highlight Highlight Nein ist es nicht. Nennt sich Prävention und verhindert, dass grosse Tröpfchen rumfliegen.
    • Unicron 04.08.2020 17:50
      Highlight Highlight Ich war heute in einem Bus, dicht an dicht mit allen anderen. Wie soll ich da bitte die 1,5 Meter einhalten?
      Also: Zum Glück haben wir Maskenpflicht!
  • maylander 04.08.2020 08:54
    Highlight Highlight Die Fälle nach dem Lockdown gingen auf fast Null zurück und dies ohne Masken in den Läden und im ÖV.

    Seit einem Monat gilt nun Maskenpflicht im ÖV und man hat keine Ahnung ob dies überhaupt etwas bringt.

    Zuerst heisst es von Seite BAV Masken bringen es nicht und nun will man Überall auf gut Glück eine Maskenpflicht einführen. So nach dem Motto Andere machen es ja auch und Nützt es nichts dann schadet es nichts.




    • fidget 04.08.2020 09:22
      Highlight Highlight Logisch gingen die Ansteckungen beinahe gegen Null während des Lockdown. Wenn du nur noch einen Bruchteil der normalen Personenbewegungen und Kontaktmöglichkeiten hast, kann sich auch kaum einer anstecken.
    • maylander 04.08.2020 09:37
      Highlight Highlight @fidget
      Die Lebensmittelläden waren offen und es gab keine signifikant höhere Absteckungrate beim Verkaufspersonal.

      Die Plexiglasschilder und Bodenmarkierungen sind ja noch da. Die Begrenzung der Personenzahl ebenfalls.
      Welchen Vorteil erhofft man sich durch eine Maskenpflicht in Läden?
    • Garp 04.08.2020 09:53
      Highlight Highlight Der Abstand in den Läden wurde während des Lockdown recht gut eingehalten und die Personenzahl meist auch gut kontrolliert. Der Abstand wurde ja nun wieder verkürzt und kaum eine hält ihn noch ein. Dann sind Masken besser, wenn sich die Leute schon keine Mühe mehr geben.

      Die ÖV waren während dem Lockdown praktisch leer, weil auch viel mehr noch Homeoffice machen konnte.

      Bitte immer an alles denken und nicht so eindimensional, nur weil man nicht gern Maske trägt. Keiner tut das gern, man muss es auch nicht lieben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 04.08.2020 08:54
    Highlight Highlight Dass ein gewisser Kommentar nicht aufgeschaltet wird, tendiert die Annahme zu bestätigen...(?)

    Was ist Euch lieber während einer Epidemie?

    1. "26 Kantone" die sporadische und punktuelle Fehler machen können (Faktor Mensch).
    (Bis jetzt aber erwiesenermassen mehrheitlich einen haltbaren bis guten Job leisten.)

    2. Eine "Zentralmacht" die durch ihre zentralisiert autoritäre Macht mit einem einzigen Fehler (Faktor Mensch) einen landesweiten Schlamassel anrichten kann/ könnte...
  • So en Ueli 04.08.2020 08:52
    Highlight Highlight Die Kantone sind heillos überfordert und beschuldigen das BAG. Die Kantone sollten sich doch selber an der Nase nehmen. Sie sind nicht vorbereitet und haben keinen Plan. Ich wünschte, dass der Bund wieder die Führung übernimmt. Der hat dies wenigstens besser im Griff, als die Kantone.
    • Garp 04.08.2020 09:55
      Highlight Highlight Die Kantone kann man nicht alle in einen Topf schmeissen. Es gibt Kantone, die arbeiten ganz gut.
    • So en Ueli 04.08.2020 10:58
      Highlight Highlight Das ändert nichts daran, dass ich es lieber hätte, wenn der Bund in der aktuellen Lage die Zügel in der Hand hält. Die Kantone möchten aus meiner Sicht, lieber ihr eigenes Ding durchziehen, was dem Gros der Gemeinschaft eher weniger gut kommen würde.
  • Wolk 04.08.2020 08:49
    Highlight Highlight So läuft das überall auf der Welt. Es passieren Fehler, wo Menschen arbeiten, und noch mehr Fehler, wenn das System krankt. Da gäbe es aber sehr viel bessere Beispiele als das BAG.
  • Masus 04.08.2020 08:46
    Highlight Highlight Wird nun endlich auf das Misstrauen in der Bevölkerung reagiert? die ungeklärten Fragen und unbegründeten Entscheide müssen geklärt werden
  • Quacksalber 04.08.2020 08:44
    Highlight Highlight Wenn man es wirklich fachlich richtig angehen würde, müssten jetzt überall Lüftungsanlagen (natürlich mit Wärmetauschern) eingebaut werden bevor die nächste Heizperiode kommt. Die Sache ist ziemlich klar, nämlich dass die Ansteckungen in schlecht gelüfteten Innenräumen passieren.
    • maylander 04.08.2020 09:51
      Highlight Highlight Korrekt
      Mindestens 25°C in Altersheimen und Spitälern müsste die Vorgabe sein.
      Dazu Luftreiniger mit UV oder Ozon.
    • mutorintemporibus 04.08.2020 10:33
      Highlight Highlight All das kostet zum Glück nichts....
  • stadtzuercher 04.08.2020 08:37
    Highlight Highlight Was mich am meisten nervt wenn jeweils die Löhne dieser Ämter mit der Privatwirtschaft verglichen werden und sie massiv höher liegen. Ist man mal in diesem System des Bundes bzw der öffentlichen Hand drin winkt das grosse Geld ohne das Leistungen zu erbringen wären.
    Diese für einen Lehrling zu erkennenden Fehler in der Kommunikation des BAG sind symptomatisch. Konsequenzen hats wie üblich beim Bund nie.
  • inquisitio 04.08.2020 08:34
    Highlight Highlight Das BAG hat uns voll und bewusst angelogen. Beispiel Masken: schützen nichts vs. schützen doch. Das BAG handelt eben leider politisch motiviert, statt faktenbasiert. Mit dieser Erkenntniss habe ich das Vertrauen völlig verlohren.
    • Jonaman 04.08.2020 13:33
      Highlight Highlight Das BAG handelt nach verschiedenen Überlegungen, unter anderem nach wissenschaftlichen, aber auch politischen, wirtschaftlichen und anderen. Wieso das nicht faktenbasiert sein soll muss du erklären.
  • landre 04.08.2020 08:12
    Highlight Highlight Abgesehen davon dass keine humane Aktivität fehlerfrei ist und auch abgesehen von anderen politischen Aspekten, ist es in der läufigen Technik sicherlich sinnvoller und zweckmässiger wenn von 26 Kantone die absolute Mehrheit es gut macht und nur sporadische und punktuelle Fehler von einzelnen gemacht werden, anstatt eine Zentralmacht die durch einen Fehler einen gigantischen Schlamassel anrichten kann...

    (Aber eben, es ist besorgniserregend wie viele Leser-innen/ Kommentator-innen auch auf Watson sich anscheinend bis offensichtlich nach einer starken und autoritären Zentralmacht sehnen...)
  • Rethinking 04.08.2020 08:07
    Highlight Highlight Die korrigierte und nun hoffentlich korrekte Statistik des BAG lässt eigentlich nur einen Schluss zu:

    Das BAG muss wieder eine Home Office Empfehlung aussprechen!
    • Masus 04.08.2020 15:41
      Highlight Highlight Wie dass? Das einzige, was die Statistik aussagt ist, dass keinerlei Signifikanz zu finden ist weil die Datenqualität katastrophal ist. Man hüte sich vor fehlschlüssen!
  • madu 04.08.2020 08:01
    Highlight Highlight Der Bund kennt die tatsächlichen Ansteckungspfade nicht und ist somit nicht in deer Lage adäquate Massnahmen festzulegen!
  • Marco Rohr 04.08.2020 07:49
    Highlight Highlight Wenn ich mir die tägliche Virusstatistik des BAG anschaue, sehe ich eine mittelmässig aufbereitete Excel-Tabelle in Standardfarben. Schaue ich mir die letzte Statistik mit den Ansteckungsorten an, sehe ich eine noch dürftigere Excel-Tabelle.

    Klar, es spricht nichts dagegen, Excel zu nutzen. Ich werde aber das Gefühl nicht los, dass da sehr viele Daten manuell aufbereitet werden. Da passieren Fehler. Bei Datenauswertungen dieser Tragweite (Impact auf das ganze Land) ist sowas eigentlich ein No-Go.

    Liebes BAG, wer nicht digitalisiert, der stirbt.
    • äti 05.08.2020 08:13
      Highlight Highlight Was ist eine 'dürftige Excel-Tabelle' ? Und was hat der Farbton mit dem Inhalt zu tun? Standard Farben können überall ausgedruckt werden.
  • Fairness 04.08.2020 07:45
    Highlight Highlight Traurige, katastrophale Leistung des BAG mit 603 (!) Mitarbeitern und einem Budget von 168 Mio.! Arbeitsmethoden vom letzten Jahrhundert und auch nach über fünf Monaten Corona nichts im Griff und ohne jeglichen Plan. Nicht gerade vertrauenswürdig.
    • Djego 04.08.2020 08:23
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • äti 04.08.2020 08:25
      Highlight Highlight Und was ist jetzt dein Vorschlag?
    • Fairness 04.08.2020 08:31
      Highlight Highlight Weil es unfair ist, falsche Zahlen zu liefern ;).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter R. 04.08.2020 07:39
    Highlight Highlight Jetzt heisst es die meisten Ansteckungen gebe es in den Familien. Dieser Hinweis hilft überhaupt nichts. Bevor eine Person in der Familie/Umkreis eine andere Peson ansteckt, muss er die Infizierung von draussen erhalten haben - dies wäre wichtig zu wissen.
    Aber diese Info wissen wir nicht, darum ist die ganze Statistik "für Katz".
    • Wolk 04.08.2020 08:50
      Highlight Highlight Ganz genau.
    • Unicron 04.08.2020 09:12
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht mal warum "Familie" überhaupt aufgeführt wird.
      Dann können wir ja auch gleich alles streichen und angeben dass 100% sich "An einer anderen Person" anstecken.

      "Zuhause" ist kein Faktor, wichtig ist wo das Virus her kommt welches jetzt bei mir "Zuhause" ist. Wenn meine Schwester im Club war, und dann mich am Esstisch ansteckt, dann ist nicht der Esstisch, sondern der Club die Ursache!
    • passiver Überströmer 04.08.2020 13:07
      Highlight Highlight Dieses Argument kann bei jedem Ansteckungsort vorgebracht werden.
  • Meinung 04.08.2020 07:28
    Highlight Highlight Vielleicht sollten die selben Leute die Statistiken bearbeiten, die Löhne des BAG Personals berechnen. Das könnte mal Interessant sein. Ich bin mir sicher das würde nicht einmal falsch gemacht.
  • NathanBiel 04.08.2020 07:18
    Highlight Highlight Denn sie wissen nicht was sie tun... Aber anders denkende wie Vernazza via Task Force in den Dreck ziehen mit Argumenten die Haarsträubend sind (Ackermann gestern im Interview im SRF) das geht dann.
  • Bee89 04.08.2020 07:12
    Highlight Highlight Die Kantone sind echt nur am nörgeln oder? Sie wollten Verantwortung, aber sie setzen keine Massnahmen um ohne, dass das BAG dafür die Verantwortung übernimmt... Die sollen es erst mal besser machen.
    Und ich sage nicht, dass das BAG alles gut oder richtig macht.
  • Finöggeli 04.08.2020 07:11
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt ist es mir einiges wohler wenn das BAG sagt was zu tun ist als die ganzen Kantönligesundheitsfritzen...
  • geoid 04.08.2020 07:08
    Highlight Highlight Endlich regt sich Widerstand. Der Kantönligeist bewirkt doch noch was Gutes. Massnahmen und Empfehlungen sind immer zu hinterfragen und müssen verhältnismässig sein. Der Bund scheint da nicht auf der Höhe zu sein. Einer Gesundheitsdiktatur, wie sie in anderen Ländern zurzeit entsteht, müssen wir entschieden entgegen treten.
  • Thomas G. 04.08.2020 07:07
    Highlight Highlight Macht halt alles einen etwas handgestrickten Eindruck beim BAG. Ist aber auch gemein, da hat man sich behaglich eingerichtet, fernab der Öffentlichkeit, beobachtet, studiert, zeichnet auf und kommentiert gemächlich das nationale und weltweite Krankheitsgeschehen. Mal ein Reisli da-, mal eines dorthin. Und jetzt plötzlich: bang, Scheinwerferlicht, tagesaktuelle Stellungnahmen, schnelle Entscheide mit grosser Tragweite, direkter Kontakt mit Medien und Bürgern. Soziale Netzwerke sind ein quasi live Fenster direkt in die Beamtenstube. Überforderung! Kein Wunder gibt das Pleiten Pech & Pannen.
  • Scaros_2 04.08.2020 07:00
    Highlight Highlight Ganz ehrlich. In solchen Zeiten will ich 1 Strategie vom Bund haben. Die Kantone können mich mal. Ich weis nicht mal wer im Kanton SG Zuständig ist weil diese Personen nicht mal eine PK oder ähnliches machen. Und dann soll man jedes mal wenn man Kantonswechsel macht mal so oder mal so? Und mit dem Zug? Alle 10min was neues? Es kann doch nicht so schwer sein sich zusammen zuraffen und 1 Ziel verfolgen - MITEINANDER. Unbegreiflich für mich was derzeit in den Kantone abgeht.
  • De-Saint-Ex 04.08.2020 06:56
    Highlight Highlight Ich weiss, ich wiederhole mich, schreibe schon lange von elender Kakophonie... und sorry, seitdem die Kantone wieder mitreden, ist es nicht besser geworden... hat z.B. der Kanton ZH „mittlerweile“ beschlossen, in welcher Form er seine Ansteckungsdaten erfassen und ans BAG weiterleiten will?! Und was mich weitaus mehr „irritiert“ sind die FEHLENDEN Zahlen, mehr wie die „Falschen“. Bei nur 25% der Fälle ist der Ort der Ansteckung bekannt?! Zu den „Familien“ : ich will wissen WER, Wo „meine“ Familie ansteckt, dass sie mich anstecken kann... Contact Tracing anybody?! S T ÜM P E R H A F T !
    • pali2 04.08.2020 07:21
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex: Ja, bei 25% der Personen, ist der Ansteckungsort nicht bekannt. Weil man es manchmal schlicht und einfach nicht wissen kann. Wenn ich jetzt plötzlich Covid hätte: Hab ich mich im ÖV angesteckt? Bei der Arbeit? Im Restaurant? Beim Einkaufen? In der Bergbahn? Ist ehrlicher, als zu spekulieren, wo man sich angesteckt haben könnte und dies in offiziellen Zahlen zu vermitteln.
      Und ja, das mit der Familie ist so. Da muss man schauen, dass es gar nicht erst in die Familie reingetragen wird.
    • De-Saint-Ex 04.08.2020 07:36
      Highlight Highlight Und das ist eben falsch: bei über 60 % sind nicht einmal klinische Daten vorhanden. Siehe Bericht „Zahlen-Debakel beim BAG“ vom 3.8.
    • MrBean 04.08.2020 08:04
      Highlight Highlight Oft ist wohl den angesteckten nicht wirklich bekannt, wo gena sie sich angesteckt haben. Es ist ja nicht so, dass bei einer Ansteckung ein Alarmsignal ertönt. Und bis zum positivenTest können vonder Ansteckung (Ort und Tag unbekannt!) einige Tage vergehen.
      Da finde ich es vernünftig und nicht stümperhaft, nur wirklich verlässliche Angaben zu erfassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rudolf VII 04.08.2020 06:55
    Highlight Highlight es ist immer noch das Gleiche:
    alle wollen uns erklären wie man die Pandemie in den Griff bekommt. das BAG, die Politik, Gesundheitsdirektoren, Epidemiologen, Virologen, Forscher, Ärzte und viele mehr und dies immer wieder mit neuen Ansätzen. Dabei hat eindeutig das Virus uns im Griff.
    Es wird uns nichts anderes übrig bleiben als mit dem Virus zu leben.
    • nur Ich 04.08.2020 11:05
      Highlight Highlight Mit dem Virus leben heisst aber nicht resigniert die Schultern zucken, gar nichts tun und dabei das Gesundheitssystem aus dem Ruder laufen lassen und 1000e Tote in kauf nehmen.
      Das BAG, die Politik, Gesundheitsdirektoren, Epidemiologen, Virologen, Forscher, Ärzte tun seit Monate genau das: eine Möglichkeit suchen mit dem Virus möglichst gut zu leben. Bis anhin hat das nicht ganzschlecht geklappt. Je länger man das Virus kennt, desto mehr weiss man darüber und desto besser lernen wir mit dem Virus zu leben.
  • Delfina 04.08.2020 06:54
    Highlight Highlight Ja klar, Kanton St. Gallen weigert sich, und warten bis verlässliche Zahlen vorliegen, ob Maskenpflicht in Läden notwendig ist, bis im Kanton Zug der Zug wieder abgefahren ist. Von daher wünsche ich mir klare Befehle vom BAG, Empfehlungen reichen, wie mit ÖV ja bereits bewiesen ist, nicht!
    • ursus3000 04.08.2020 10:50
      Highlight Highlight Wenn Masken im Öv nützen würden wären die Fallzahlen ja gesunken oder welche Beweise gibt es ?
    • Delfina 04.08.2020 12:57
      Highlight Highlight @ursus und wie sähe es aus ohne Maskenpflicht im ÖV?
    • ursus3000 04.08.2020 14:01
      Highlight Highlight Liefere Du die Beweise von denen Du schreibst
      Das einzige was bewiesen werden kann , ist dass die Risikogruppe der Rentnern wieder mit den Pendlern um die Sitzplätze im Zug konkurrieren . Zum Glück ist mein Pendlerleben ab Freitag vorbei
    Weitere Antworten anzeigen
  • who cares? 04.08.2020 06:49
    Highlight Highlight Ich sehe das Problem weniger beim BAG. Seit die Kantone wieder an der Macht sind, kommt die generelle Handlungsunfähigkeit der Politik zurück, da die einzelnen Politiker zu viel Profilierungssucht und Partikulärinteressen gepaart mit zu wenig technischem Wissen haben. Das BAG macht zwar einige Fehler, versucht aber wenigstens mit Empfehlungen den Laden am laufen zu halten. Die Kantone reagieren trotzig ("jetzt erst recht nicht"), wollen nichts vorgeschrieben haben, aber versagen gleichzeitig in ihrer Rolle (z.B. das Aufgleisen vom contact tracing - ein Trauerspiel).
  • Gzdt 04.08.2020 06:48
    Highlight Highlight Ich denke, anstatt den Bund wegen Corona nachträglich zu kritisieren und so das "Gelaber" einiger Besserwisser und Verschwörungstheoretiker weiter anzuheizen, wäre es angebrachter den Bund zu unterstützen!
    Ist es den wirklich nötig, dass sich die Medien auf dieses Niveau runter lassen?
    Diese Art von Journaöismus ist doch einfach nur beschämend und peinlich!
    Das ist Niveau SVP, Trump etc. und andere rechtsaussen organisationen die Unruhe stiften wollen um so Ihre Allwissenheit und ihr Gedankengut verbreiten zu können.
    Hört auf damit!!!
  • DerSchöneVomLande 04.08.2020 06:46
    Highlight Highlight Wenn zwei sich streiten (BAG, Kantone) freut sich der dritte (Aluhut)
  • DerSchöneVomLande 04.08.2020 06:44
    Highlight Highlight Und politiker sprechen über die vertrauensfrage :D
  • Spooky 04.08.2020 06:39
    Highlight Highlight Wie viele Virologen gibt es eigentlich
    in der Geschäftsleitung des BAG?
  • _helmet 04.08.2020 06:35
    Highlight Highlight Die bürgerlichen Politiker setzten zuerst globale Sparrunden durch beim Bund, -Stellenabbau und Budgetkürzungen auch beim BAG in den letzten Jahren - wollen die Verwaltung generell kleinsparen. Auch, was wissenschaftliche Grubdlagen, Daten und Strategien anbelangt (SVP wollte z.b. auch Bundesamt für Statistik un 50% abbauen). Und beschweren und wundern sich dann, wenn diese Rezepte, Daten und Strategien - die koordiniert und z.t. mit jahrelanger Vorarbeit aufgegleist werden müssen - nicht pfannenfertig auf dem Tisch liegen und es unter Stress pannen gibt. Oberheuchlerisch.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 04.08.2020 06:24
    Highlight Highlight Schon lustig. Vor vier Monaten wurde Koch und das BAG noch bejubelt und beklatscht... und nun die Kehrtwende.

    Damals wurde man hier ja heftigst geblitzt, wenn man auch nur einen Piep gegen das BAG und dessen Protagonisten von sich gab... 🙄

    Das sind Amateure. Dilettanten. Nach wie vor.

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