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Der Bündner Gesundheitsdirektor Peter Peyer (SP). Bild: sda/montage watson

Flachland will keine Verunfallten übernehmen – jetzt droht die Skigebiet-Schliessung

Im Kanton Graubünden sind die Spitäler wegen Corona am Anschlag. Vertragen sie auch noch verunfallte Skitouristen? Der Bündner Gesundheitsdirektor ist sich nicht sicher.



Um was geht's?

Der Streit um die Skigebiete geht in die nächste Runde – zumindest im Kanton Graubünden. Weil die Spitäler im Bergkanton am Anschlag sind, hat dessen Gesundheitsdirektor Peter Peyer (SP) die Flachland-Kantone angefragt, ob sie Skitouristen aus ihrem Kanton aufnehmen könnten, falls diese sich schwer verletzen. Gegenüber dem Tagesanzeiger sagte Peyer:

«Wir haben mehrere Spitäler in den Herkunftskantonen unserer Touristen angefragt, ob sie für verunfallte Skitouristen Kapazitäten hätten. Doch die Antworten waren ernüchternd.»

Peter Peyer, Gesundheitsdirektor Graubünden

Zwar hat der Kanton Graubünden die Zahl der Intensivpflegeplätze bereits um rund 50 Prozent aufgestockt – in absoluten Zahlen derzeit 22 Plätze. Die freien Plätze schwanke von Tag zu Tag, sagt Peyer. Letzte Woche waren an einem Punkt beispielsweise nur noch zwei Plätze frei gewesen. Derzeit sind wieder deren zehn frei. Diese Unberechenbarkeit stellt den Kanton vor Probleme. Man könne ja nicht die Pisten öffnen und dann drei Tage später wieder schliessen.

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Ausserdem: Was aber passiert, wenn es zu ein paar schweren Skiunfällen oder einem Lawinenniedergang kommt?

Peter Peyer, Regierungsrat Kt. Graubuenden, auf dem Weg zu einem Austausch mit Bundesrat Alain Berset und der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), am Donnerstag, 20. August 2020 vor dem Bernerhof in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Der Bündner Gesundheitsdirektor Peter Peyer (SP). Bild: keystone

Was ist das Problem?

Hier kommt nun Gesundheitsminister Alain Berset ins Spiel. Gemäss Blick und «Tagi» brachte Peyer das Problem an der Krisensitzung am Montag zur Sprache. Beide Zeitungen berufen sich dabei auf Sitzungsteilnehmer. Demnach antwortete Berset, wenn die Spitäler überfüllt seien, müsse der Kanton die Skigebiete wieder schliessen.

Der Bundesrat hat nämlich festgelegt, dass die Skigebiete nur dann vom Kanton eine Bewilligung für die Anlagen erhalten, wenn es die epidemiologische Lage zulässt. In der Covid-19-Verordnung heisst es: Die Bewilligung wird nur dann erteilt, wenn in ihren Spitälern «hinreichende Kapazitäten für die Behandlung sowohl von an Covid-19 erkrankten Personen als auch von anderen Personen, namentlich solchen mit Sportverletzungen, zur Verfügung stehen.»

Peter Peyer will weder gegenüber «Blick» noch «Tagi» seine Aussagen in der Sitzung bestätigen: «Ich nehme keine Stellung zu Gerüchten über Aussagen, die ich in einer internen Sitzung gemacht haben soll.»

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Wie geht's jetzt weiter?

Ab dem 22. Dezember darf nur noch mit dieser speziellen Bewilligung des Kantons ein Skigebiet betrieben werden. Kann sie der Kanton Graubünden erfüllen?

Peyer kann diese Frage gegenüber dem «Tagesanzeiger» nicht beantworten: «Darüber muss der Gesamt-Regierungsrat entscheiden.» Dieser wird am Dienstag darüber beraten.

Peyer sagt aber: «Wenn wir nicht genügend Reserven in den Intensivstationen haben, müssen wir den Betrieb der Bergbahnen einschränken oder ganz einstellen.»

Wie sieht's in anderen Kantonen aus?

Im Kanton St.Gallen ist die Situation anscheinend ähnlich angespannt. In Kürze wird ein Entscheid über die Skigebiete erwartet, weiss der «Tagi». In der Zeitung heisst es, die Regierung sei «kurz vor dem Entscheid, ihren Skigebieten bis auf weiteres keine Bewilligung zu erteilen.»

Entspannter sehen es die Kantone Bern und Uri. Der Urner Gesundheitsdirektor Christian Arnold (SVP) sagt: «Stand jetzt, können unsere Skigebiete, allen voran Andermatt, geöffnet sein.»

In Bern ist die Ampel auf Orange, Yves Bichsel, Generalsekretär der Berner Gesundheitsdirektion sagt: «Das Bündner Problem stellt sich bei uns nicht in diesem Ausmass, weil es im Kanton Bern auch Spitäler im Flachland gibt, die vom Skisport nicht betroffen sind.»

Die Walliser Gesundheitsdirektion wollte die Fragen nicht beantworten.

(jaw)

Übrigens: Wie gut kennst du dich im Schweizer Ski-Sport aus?

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1.Wir beginnen wie immer einfach: Welcher Schweizer Ski-Star hat die meisten Weltcupsiege auf dem Konto?
ZUM SKI ALPIN WELTCUP-WOCHENENDE IN ADELBODEN, SCHWEIZ, MIT DEM RIESENSLALOM AM SAMSTAG, 10. JANUAR 2015, UND DEM SLALOM AM SONNTAG, 11. JANUAR 2015, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - General view at the finish area during the first run of the giant slalom FIS World Cup race in Adelboden, Switzerland, Saturday, January 11, 2014. (KEYSTONE/Peter Schneider)
KEYSTONE
Erika Hess
Pirmin Zurbriggen
Vreni Schneider
Bernhard Russi
2.Wer hat mehr Kugeln gewonnen? Vreni Schneider oder Pirmin Zurbriggen?
Bild zur Frage
Der Schweizer Skirennfahrer Pirmin Zurbriggen wird im Maerz 1984 nach seinem Sieg am Weltcup im Flughafen Kloten, Schweiz, von einer Menschenmenge empfangen. (KEYSTONE/Str)
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Vreni Schneider, Schweizer Skifahrerin feiert am 19. Maerz 1995 die letzten grossen Siege ihrer Karriere beim Ski Alpin Weltcup Finale in Bormio, Italien, wo sie die kleine Kristallkugel fuer den Riesenslalom und Slalomweltcup hochhaelt. (KEYSTONE/AP/Dieter Endlicher)
AP
3.Gleich nochmals: Wer hat mehr Kugeln gewonnen? Lindsey Vonn oder Marcel Hirscher?
Alpine ski World cup 2010/ 2011--Trofei  . Lenzerheide ,Svizzera ,16 Marzo 2011. (Pentaphoto/Alessandro Trovati)
AP
18.03.2015; Meribel; Ski alpin - Abfahrt 2015;Lindsey Vonn (USA) mit Kristallkugel (Erich Spiess/Expa/freshfocus)
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Austria's Marcel Hirscher poses for photographer on the podium with his overall leader trophy, at the alpine ski World Cup finals in Lenzerheide, Switzerland, Sunday, March 16, 2014.  (AP Photo/Armando Trovati)
AP/AP
4.Welcher der folgenden Schweizer Skirennfahrer hat kein Weltcuprennen gewonnen?
ALS RUECKBLICK ZUR FIS SKI ALPIN WM IN ST. MORITZ VOM 06. - 19. FEBRUAR 2017 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - General view at the finish area during the women downhill race at the 2017 FIS Alpine Skiing World Championships in St. Moritz, Switzerland, Sunday, February 12, 2017. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
KEYSTONE
Marc Gini
Niels Hintermann
Luca Aerni
Sandro Viletta
5.Welche der folgenden Schweizer Skirennfahrerinnen hat kein Weltcuprennen gewonnen?
epa06578684 General view of the slope during the Dowhill portion of the Women's Alpine Combined event of the FIS Alpine Skiing  World Cup in Crans-Montana, Switzerland, 04 March 2018.  EPA/ALESSANDRO DELLA VALLE
EPA/KEYSTONE
Fränzi Aufdenblatten
Marianne Abderhalden
Nadja Jnglin-Kamer
Martina Schild
6.Welcher Schweizer Ski-Star hat im ewigen WM-Medaillenspiegel die Nase vorn?
idier Cuche from Switzerland, poses with his medals, during a Swiss-Ski ceremony at the World Alpine Ski Championships in Val d'Isere, France, Thursday, February 12, 2009. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
KEYSTONE
Pirmin Zurbriggen
Vreni Schneider
Maria Walliser
Erika Hess
7.Welcher der folgenden Schweizer Skirennfahrer hat keine WM-Medaille gewonnen?
Patrick Kueng of Switzerland, gold medal, and winner of the men's downhill, poses for photographer during the 2015 Alpine World Skiing Championships in Vail / Beaver Creek, Colorado, USA, pictured on Sunday, February 8, 2015. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
KEYSTONE
Daniel Mahrer
Urs Kälin
Marc Berthod
Didier Défago
8.Welche der folgenden Schweizer Skirennfahrerinnen hat keine WM-Medaille gewonnen?
ARCHIV - ALS VORSCHAU AUF DIE SKI ALPIN SAISON 2017/18 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - 3rd place Lara Gut of Switzerland, poses with her bronze medal during the women's Super-G award ceremony at the 2017 FIS Alpine Skiing World Championships in St. Moritz, Switzerland, Tuesday, February 7, 2017. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
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Chantal Bournissen
Heidi Zurbriggen
Karin Roten
Dominique Gisin
9.Wer ist wohl der älteste Gewinner eines Weltcuprennens?
From left, Silver medalist Austria's Roland Leitinger, Gold medalist Austria's Marcel Hirscher and Bronze medalist Norway's Leif Kristian Haugen celebrate on the podium during the flower ceremony of the men Giant Slalom at the 2017 FIS Alpine Skiing World Championships in St. Moritz, Switzerland, Friday, February 17, 2017. (KEYSTONE/Peter Schneider)
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Paul Accola
Didier Cuche
Didier Défago
Marco Büchel
10.Zwei zeitgleiche Dreifach-Siege gibt es in der Weltcup-Geschichte. Beide bei den Frauen. Welche Schweizerin stand beim zweiten auf dem Siegerpodest?
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Lara Gut
Nadia Styger
Fabienne Suter
Fränzi Aufdenblatten
11.Die Abfahrt ist unbestritten die Königsdisziplin im alpinen Ski-Weltcup: Welcher Schweizer hat die meisten Abfahrtssiege auf dem Konto?
ARCHIVBILD ZUM TOD VON SKIPROFI GIAN LUCA BARANDUN --- Gian Luca Barandun of Switzerland in action at the start during a training session of the men's downhill race of the FIS Alpine Ski World Cup at the Lauberhorn, in Wengen, Switzerland, Wednesday, January 11, 2017. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
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Franz Heinzer
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12.Und welche Schweizerin gewann die meisten Abfahrten?
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Marie-Theres Nadig
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