Schweiz
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Was ich wirklich denke

Ein dunkelhäutiger Schweizer erzählt, was er vom «Mohrenkopf»-Entscheid der Migros hält



Was ist «Was ich wirklich denke»?

Was ist «Was ich wirklich denke»? Wir gestehen: Bei der Idee für «Was ich wirklich denke» haben wir uns schamlos beim Guardian-Blog «What I'm really thinking» bedient. Wir mussten fast, denn die Idee dahinter passt wie die Faust aufs Auge auf unseren alten Claim «news unfucked». Es geht darum, Menschen, Experten, Betroffene anonym zu einem Thema zu Wort kommen zu lassen, ohne dass diese dabei Repressalien befürchten müssen. Roh und ungefiltert. Und wenn du dich selber als Betroffener zu einem bestimmten Thema äussern willst, dann melde dich bitte unter wasichdenke@watson.ch.

Die Namen unserer Gesprächspartner sind frei erfunden.

Ich finde es schon erstaunlich, wie viele Reaktionen der Entscheid der Migros ausgelöst hat. Alle wollen mitdiskutieren. Dabei können die meisten doch gar nicht nachvollziehen, wie es aus Sicht eines Betroffenen ist.

Als Kind hat mir das Wort «Mohrenkopf» immer einen Stich versetzt. Nicht nur, weil mich die Kinder auf dem Pausenhof immer wieder so nannten oder weil auf den Verpackungen so ein übertrieben dargestelltes Gesicht eines Schwarzen zu sehen war. Mit viel zu grossen Lippen und einem Ring in der Nase.

Es ist nämlich nicht so, als ob es nur das wäre. Es ist die Summe an Diskriminierungen, die einem permanent das Gefühl geben, weniger wert zu sein. Etwa das Spiel «Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann?», das Lied «Zehn kleine Negerlein» und so weiter und so fort.

Das ist alles nicht unbedingt böse gemeint, aber wenn man das immer wieder mitbekommt als Dunkelhäutiger, dann hat man irgendwann einfach die Schnauze voll. Ich glaube, das ist mit ein Grund, weshalb so viele Leute jetzt auf die Strasse gehen.

Ich werfe den Leuten nicht vor, dass sie rassistisch sind, wenn sie «Mohrenkopf» sagen. Viele wissen vielleicht gar nicht, dass das Wort «Mohr» von den Kolonialisten benutzt wurde, die dunkelhäutige Menschen versklavten.

Wenn jetzt aber weisse Personen sagen, das Wort «Mohrenkopf» habe nichts mit Rassismus zu tun, dann ist das falsch. Das ist genau das «white privilege», von dem jetzt immer wieder die Rede ist.

Einer weissen Person versetzt es ja nie einen Stich ins Herz, wenn sie das Wort «Mohrenkopf» hört. Es kann doch nicht sein, dass sie uns sagen, wie wir uns fühlen sollen.

Es gibt sehr viele Leute, welche die «Black-Lives-Matter»-Bewegung, jetzt nach dem Tod von George Floyd, gut finden. Aber wenn es dann darum geht, «Mohrenköpfe» zu entfernen, dann regen sich alle auf. Dabei ist das doch gut so. Die Zeiten ändern sich, wir sagen ja auch nicht mehr «Neger».

Ich habe ein gewisses Verständnis dafür, wenn sich gewisse Leute jetzt darüber Sorgen machen, dass Schweizer Traditionen verloren gehen. Aber bitte: Der Mohrenkopf ist jetzt nicht wirklich eine so grosse Schweizer Tradition. Da gibt es andere Traditionen, auf die wir wirklich stolz sein können.

Den Entscheid der Migros finde ich gut. Allerdings ist der Zeitpunkt nicht unbedingt super. Jetzt sieht es so aus, als ob die Migros auch noch auf den «Black-Lives-Matter»-Zug aufspringen will. Mir wäre es ehrlich gesagt lieber gewesen, sie hätten die «Mohrenköpfe» bereits früher stillschweigend aus dem Regal entfernt. Oder halt einfach umbenannt. Ich habe ja nichts gegen das Produkt an sich.

Aber immerhin scheinen die Proteste jetzt eine gewisse Wirkung zu entfalten. Ich hoffe einfach, dass die Leute so langsam ein Bewusstsein dafür entwickeln, was so Worte wie «Mohrenkopf» für die Betroffenen bedeuten.

(Aufgezeichnet von watson.ch)

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Was struktureller Rassismus ist und warum es ihn auch in der Schweiz gibt

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441Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Für bessere Tage 12.06.2020 16:40
    Highlight Highlight In Amerika wurde ein Afroamerikaner getötet. Das ist tragisch und das Vorgehen der Polizei unverständlich. Auch das ein Staat / Land so etwas akzeptiert. Ich verstehe nicht, warum die Polizei nicht schon längst reformiert wurde. So - und nun in die Schweiz, wo wir anscheinend auch ein Problem haben und da auch vor allem "black People" betroffen sind. Wenn ich sehe, wie die "Jugos" in der Schweiz teilweise behandelt werden: auch nicht so toll. Wenn man demonstriert, mit Blick auf Amerika: gut. Wenn wir hier nur noch über Mohrenköpfe und Herrn Dubler diskutieren: Eigenartig.
  • Tatatuk_Fis 12.06.2020 13:11
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
  • Staytall 12.06.2020 11:46
    Highlight Highlight Wenn Menschen diskriminieren, so verachten sie sich selbst, sie bräuchten Behandlung. Traurig, dass Firmen erst handeln, wenn sie unter Druck geraten.

    Im Fall der Firma Richterich hat das Wort "Mohr" eine komplett andere Bedeutung. Und leider macht diese Handlung die Situation nicht besser, es bestraft eine unschuldige Firma Richterich, die wohl die besten "Schaumküsse" verkauft, die es gibt... (ich schreibe aus neutraler Motivation und habe keinen Bezug zu Richterich).

    Quelle: https://telebasel.ch/2020/06/11/manor-schmeisst-richterich-mohrenkoepfe-raus-aus-den-regalen/?channel=8950
  • Ascorbin 12.06.2020 10:07
    Highlight Highlight Bei allem Respekt, sind das unsere einzigen Probleme nach dem CoVid-19 ?

    Den Mohrenkopf kaufen wir, weil wir Ihn lieben und weil er schmeckt und dies seit Jahren.
    Keiner ist bisher auf die Idee gekommen das hier mit Mohrenkopf Rassismus unterstützt wird und wir ihn deshalb kaufen.

    Als nächstes werden die Mitarbeiter der Migros Ananas aus Kuba aus den Regalen nehmen, da wir neuerdings auch den Kommunismus unterstützen usw...



    Ergo wird Migros bald nichts mehr in den Regalen stehen haben.
  • Dr no 12.06.2020 09:20
    Highlight Highlight In Amerika regen sich die Leute auf, weil ein Schwarzer bei einer Polizeikontrolle umso Leben kam. In der Schweiz regen sich Leute auf, weil ein Mohrenkopf Mohrenkopf heisst. Man finde den Fehler.
    • Geo1 12.06.2020 15:23
      Highlight Highlight "In der Schweiz regen sich die Leute darüber auf, dass der "Mohrenkopf" aus den Migros-Regalen verschwindet."
      Fixed your comment.
  • rodolofo 12.06.2020 08:24
    Highlight Highlight Danke für diese Perspektive!
    Aber wir müssen uns Eines bewusst sein:
    So lange unsere Gesellschaft vom kapitlaistischen Wettbewerb und damit von Kampf und Krieg beherrscht und geprägt werden, werden Wort-Kosmetik und Politische Korrektheit nur zu "Chinesischem Lächeln" führen und zu doppelbödiger Verlogenheit.
    Die Boshaftigkeit der Leute wird sich dann in "Legalem Terrorismus" austoben, so dass unzählige Taliban-SittenwächterInnen genauestens beobachten und denunzieren werden, wie sich die BürgerInnen benehmen, kleiden und wie und worüber sie reden...
    Ist leider so...
  • Rage Dinah 12.06.2020 05:51
    Highlight Highlight "die angst vor einem namen, schürt nur noch mehr angst vor der sache selbst"

    -albus dumbledore
  • Rage Dinah 12.06.2020 05:49
    Highlight Highlight Soll ich mich jetzt wegen den Blondinenwitzen und dem "blond-blau-blöd", welches ich schon mein leben lang höre zur aktivistin entwickeln?

    Ich verstehe, dass man sich als dunkelhäutiger manchmal einiges anhören muss. Aber das müssen kleine Männer, dicke Frauen, Rothaarige Kinder ect. auch. Ein morenkopf ist ein teil geschichte. Auch ein schwarzer kann damit umgehen. Die derbsten "negerwitze" bringen die schwarzen selber. So wie viele frauen die "frauenwitze" bringen.

    Heute will man niemandem auf die Füsse treten und dafür hat kaum einer eine eigene Meinung...
  • gunner 11.06.2020 21:11
    Highlight Highlight "Als im 18. Jahrhundert der Ausdruck „Mohr“ zunehmend durch „Neger“ ersetzt wurde, entwickelte sich ein Gegensatz vom edlen Mohren einer noch vorkolonialen Vorstellungswelt und dem kolonialen primitiven Neger. RassentheoretischeVersuche, zwischen schwarzafrikanischen „Negern“ und „weißafrikanischen“ „Mohren“ zu differenzieren oder Völker Afrikas mithilfe der Hamitentheorie zu kategorisieren, sind heute obsolet. "
    Danke wikipedia. Ich finde es umso interessanter menschen kennen zu lernen unabhängig deren ethnie oder herkunft. :)
  • Bubelii92 11.06.2020 19:50
    Highlight Highlight Mein erster Gedanke war:"Einfach nur lächerlich!"
    Versteht mich nicht falsch, ich finde es toll wenn man mit solchem Elan gegen Rassismus vorgeht.
    Aber warum beim Namen eines Lebensmittels, wo es doch wesentlich wichtigere und ernsthaftere Probleme gibt?

    Rassistisch finde ich, dass man dagegen vorgeht, das der Namen dieser grandiosen Leckerei den Dunkelhäutigen gewidmet ist...

    Wer protestieren oder etwas bewirken will, sollte doch bitte gegen echten Rassismus vorgehen!

    Denkt mal darüber nach...
    • Geo1 12.06.2020 11:18
      Highlight Highlight "Rassistisch finde ich, dass man dagegen vorgeht, das der Namen dieser grandiosen Leckerei den Dunkelhäutigen gewidmet ist..."

      Ist dir bewusst, wie herabwürdigend diese Aussage ist? Du sagst damit, PoC sollten auch noch dankbar dafür sein, wenn man Dinge aufgrund ihres Aussehens nach ihnen benennt und sie so auf ihr Äusseres reduziert. Denk bitte mal darüber nach.
    • Kurtli 12.06.2020 17:34
      Highlight Highlight Geo, das ist gang und gäbe und beschränkt sich keinesfalls auf Mohrenköpfe. Gerade Bezeichnungen von Lebensmitteln und anderen Gebrauchsgegenständen leiten sich oft von Menschen oder Gruppen ab.
  • Ludwig Schläfli 11.06.2020 19:30
    Highlight Highlight Muss jetzt die Gemeinde Avenches ihr Wappen auch ändern? Da ist ein afroschweizer mit dicken roten Lippen, krausem Haar und goldenem Ohrring abgebildet...
    • Für bessere Tage 12.06.2020 16:27
      Highlight Highlight Auf jeden Fall. Und zwar nicht weil es rassistisch ist, sondern schlicht und ergreifend keinen Sinn macht in der Schweiz einen Afroschweizer im Wappen abzubilden. Und bevor du mich jetzt belehrst, was es auf sich hat: ich gehe nachher freiwillig auf Google und les es nach.
  • Danilowski 11.06.2020 18:59
    Highlight Highlight Sind denn wirklich die Bezeichnungen das Problem und nicht eher das Verhalten? Wenn Mohrenkopf verschwindet, wird einfach ein anderes Wort gebraucht, das Problem löst es nicht. Wir sollten viel eher daran arbeiten, dass Rassismus nicht mehr vorkommt. Das schaffen wir aber nicht, indem wir Bezeichnungen ändern. Das kehrt das Problem eher unter den Teppich. Wir müssen nicht die Verpackung ändern, sondern den Inhalt.
  • Meieriesli2 11.06.2020 18:35
    Highlight Highlight Das problematische an den Forderungen sind nicht die Forderungen an sich, sondern die Tatsache, dass einige wenige der grossen Mehrheit vorschreiben wollen, wie sie sich auszudrücken haben.

    Eine kleine Minderheit masst sich an, zumal ohne jedwede tatsächliche Autorität und Mandat der Betroffenen, den anderen die Redefreiheit einzuschränken. Dass das nicht gut ankommt, sollte eigentlich niemanden überraschen.

    Und gerade diejenigen, die hier was versuchen durchzustieren, wären die ersten, die sich im umgekehrten Fall auflehnen würden.
    • Patg 12.06.2020 13:22
      Highlight Highlight bin grundsätzlich der gleichen Meinung, man muss jedoch aufpassen. Es gibt zwei Arten von Redefreiheit, welche beschränkt werden können. Die eine Variante schreibt dir vor was du nicht sagen darfst, diese ist in vielen Fällen ok, kann aber auch missbraucht werden. Die andere Variante ist, dass dir gesagt wird was du zu sagen hast. Diese Variante ist die wirklich gefährliche Variante, welche in den allermeisten Fällen unsere Rechte als freie Bürger verletzen würde.
    • Kurtli 12.06.2020 17:36
      Highlight Highlight pat, ich finde beides gleich schlimm. Etwas nicht zu sagen kann die selben Auswirkungen haben wie etwas auf spezielle Art sagen zu müssen.
  • Mohrenkopf 11.06.2020 18:18
    Highlight Highlight Ich mag dunkelhäutige Menschen, sie sind für mich nicht weniger wert. Das Wort "Neger" tönt aber wirklich nicht so freundlich, obwohl ich in der Sonntagsschule immer wieder gern einen Batzen in das kopfnickende Negerkässeli steckte. Aber was ist denn mit der Bezeichnung "
  • Swen Goldpreis 11.06.2020 16:24
    Highlight Highlight Niemand soll einen Stich verspüren, wenn er/sie ein Wort hört. Aber einfach das Wort zu verbieten, ist etwas zu wenig weit gedacht.

    Solange der strukturelle Rassismus bestehen bleibt und solange sich Lukas minderwertig fühlt, wird der Stich bleiben.

    Umgekehrt wird der strukturelle Rassismus mittelfristig jedes neue Wort verwüsten, egal wie gutgemeint es anfänglich war. Früher war "Neger" (lat. Schwarz) rassistisch, "Schwarzer" ist auch schon negativ konnotiert und "Afroschweizer" wohl auch bald.

    Solange wir über die Nutzung von Wörtern streiten, gehen wir das echte Problem nicht an.
  • MeinSenfHierUndJetzt 11.06.2020 15:02
    Highlight Highlight Danke an Lukas und an Watson für diese Perspektive! Schön, das diese in dieser Diskussion auch zu Sprache kommt.
    Ich denke, dass es sich lohnt die Süssigkeit anders zu nennen, um diese Nadelstiche bei einigen (meistens bei denen, die es sowieso schon eher schwieriger haben als der Durchschnitt) zu vermeiden. Zumal der "Preis" dafür doch klein ist: Wir werden uns wohl an den neuen Namen einer Süssigkeit gewöhnen können??!
  • Ein einsamer Holländer 11.06.2020 13:56
    Highlight Highlight Jetzt fehlt noch eine die Stimme eines direkt Betroffenen, der sich an der Bezeichnung Mohrenkopf nicht stört.

    Danke!
    • Meieriesli2 11.06.2020 18:38
      Highlight Highlight Das würde gegen das Narrativ verstossen, "et audiatur altera pars" war noch nie ein Ding der "progressiven".
  • Fruchtzwergli 11.06.2020 13:44
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel! Genau nur das zählt. Die Sicht der Betroffenen. Und da gibt es auch nichts mehr zu diskutieren.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 12.06.2020 18:49
      Highlight Highlight Und er spricht jetzt für alle Dunkelhäutigen in der Schweiz?
  • Jarin Schnierl 11.06.2020 12:48
    Highlight Highlight So ich habe nun extra für diesen Kommentar einen Account gemacht. Als Roothaariger Mensch kann ich sehr gut nachvollziehen wie Sprüche über das Aussehen weh tun können. Anstatt Mohrenkopf hiess es halt dann bei mir Rüeblikopf. Kinder sind brutal und finden immer einen Weg für einen bösen Spruch egal ob es nun eine Süssigkeit gibt mit dem selben Namen. Ich habe Mohrenkopf nie als etwas negatives empfunden sondern als schweizer Wort für Schaumkuss. Übrigens kommt der schwarzr Mann von Kaminfeger und deren Kinderarbeit und keinewegs von Schwarzen. Aber wenn man sucht wird alles rassistisch...
    • Gingerale 11.06.2020 15:34
      Highlight Highlight Ich auch, jetzt habe ich tatsächlich einen Watson-Account. Ich kann ein gleiches Lied davon singen, Rassismus ist nicht einfach schwarz/weiss. Ich bin heute soweit die Herkunft meiner Mutter nicht mehr zu erwähnen da es jedes Mal die gleichen bösen, herablassenden Hasskommentare nach sich zieht. Ach ja und als ich in der zweiten Klasse Brillenträgerin wurde da ging aber die Post ab. Ich bin für leben und leben lassen aber ich werde mich nicht durch diese heuchlerischen Toleranzforderer welche nur für sich die Toleranz gemietet haben je beeinflussen lassen. Man kann sich auch mit Gewalt immer in die Opferstellung stellen, bald haben wir positiven Rassismus in unserem Land, viel Spass,
    • Saskia VanIlli 11.06.2020 17:05
      Highlight Highlight Ist es wirklich notwendig im Supermarkt ein Produkt zu verkaufen, das andere Menschen benachteiligt oder verletzt? Mal ganz unabhängig von ihrer subjektiven Empfindung? Was verlieren sie dadurch, dass der Name geändert wird? Und sorry, aber wer beim Wort Mohrenkopf den Rassismus nicht sieht, hat einfach keine Lust, sich mit der Grundthematik zu befassen...
    • Meieriesli2 11.06.2020 18:42
      Highlight Highlight @Gingerale
      Das mit der "Brillenschlange" habe ich auch erfahren. Aber nicht nur Kinder, Erwachsene finden genauso immer einen Weg, jemanden zu verletzen.

      Gerade die, die so vehement und ultimativ Toleranz einfordern (natürlich sind das immer nur die anderen), sind idR selbst am wenigsten tolerant.
    Weitere Antworten anzeigen
  • joevanbeeck 11.06.2020 12:31
    Highlight Highlight Zum Glück nannten die Eltern von Lukas ihren Sohn Lukas und nicht Jim Knopf, sein Selbstbewusstsein wäre sonst noch unter Null gesunken.
    • drasti 12.06.2020 08:59
      Highlight Highlight Guter Mann...!
  • front2back 11.06.2020 12:28
    Highlight Highlight Ich verstehe absolut, dass gewisse Begriffe rassistisch aufgefasst werden können und dies definitiv überdenkt gehört. Aber wenn man mal anfängt, dann nimmt es kein Ende mehr. Viel besser wäre es, die Entscheidung beim Kunden zu belassen. Wenn sich wirklich so viele, wie ich vernehme, auch nicht direkt betroffene Leute darüber beschweren, dann sollte es doch ein einfaches sein das Produkt nicht mehr zu kaufen und so seine Meinung kund zu tun. Im Allgemeinen denke ich, dass es etwas heuchlerisch ist, ein Produkt aus dem Sortiment zu nehmen, aber selber seine Produzenten/Lieferanten auszubeuten.
    • Saskia VanIlli 11.06.2020 17:07
      Highlight Highlight Was für ein Käse. Machen wir das doch überall so. Überlassen wir’s den Kunden, ob sie Billigflüge nutzen, oder Billigfleisch kaufen. Wird sich dann schon von selber regeln 😃
    • grumpygirl 12.06.2020 01:29
      Highlight Highlight Ich bin irgendwie hin- & hergerissen. Einerseits denke ich "einfach umbenennen, ist ja keine grosse Sache". Andererseits finde ich das kontraproduktiv im Kampf gegen Rassismus. Das Ziel sollte ja sein, die rassistischen Assoziationen zu vermeiden. Wieso soll es etwas Schlechtes sein, eine Süssigkeit danach zu benennen? Wieso darf ich nicht schwarz sagen, weiss aber schon? (Wenn auch beides nicht wirklich stimmt)
      Solche Diskussionen ziehen das wirklich Wichtige ins Lächerliche: das wir Menschen alle gleich viel wert sind!!!
  • Hans Jürg 11.06.2020 12:09
    Highlight Highlight Was ist Rasse? Mensch ist eine Rasse. Es gibt nur eine einzige Menschenrasse. Die anderen sind ausgestorben oder ausgerottet worden. Z.B. die Neandertaler.

    Wer also von menschlichen Rassen spricht, erzählt Sch...
    Bei Tieren gibt es Rassen. Z.B. bei Hunden.

    Labrador ist eine Rasse. Es gibt helle, schwarze, braune und graue Labradorhunde. Aber alle sind Labradore. Egal welche Farbe das Fell hat.

    Mensch ist eine Rasse. Es gibt Käsefarbige, Dunkelfarbige, eher Gelblichfarbige und viele andere Farbschattierungen der Haut. Aber alle gehören der Rasse Mensch an. Egal welche Hautfarbe.

  • obi 11.06.2020 11:53
    Highlight Highlight WORD.
  • UriStier 11.06.2020 11:51
    Highlight Highlight Naja Rassismus geht in alle Richtungen.

    7.6.20, Zürich HB, 15.15uhr.
    Kommen 2 dunkelhäutige auf uns zu, und wollen Geld, ich sage Nein. Da kommt als Antwort: du Weißbrot bist dumm wie Brot!

    Juckt mich so eine Anmache nö, warum auch, ich bin kein Brot.

    Rassismus hast du überall, egal ob Dunkel, hell, rot oder gelb. Und solange unsere Gesellschaft in Klassen, Nationen oder Religionen denkt wird es immer Rassismus geben.

    Allerdings sind wir am Ende alles Menschen, egal welche Farbe, Religion oder Bildung.
    • Uranos 11.06.2020 13:44
      Highlight Highlight Also weil jemand rassistisch zu dir war, darfst du nun zu allen rassistisch sein, weil es .... normal ist? Vielleicht müssen wir halt einfach mal uns selbst an der Nase nehmen, dann können wir auch anderen sagen, dass das keine schöne Formulierung ist.
    • Saraina 11.06.2020 13:55
      Highlight Highlight Im HB betteln? Mit all der Polizei, die dort herumschwirrt? Habe ich jetzt noch nie beobachtet. Eigentlich wurde ich in Zürich noch nie von jemandem, ausser Drögelern, Randständigen und Roma angebettelt, und alle diese Gruppen halten sich wohlweislich aus dem HB raus.
    • UriStier 11.06.2020 14:09
      Highlight Highlight Wo steht das ich Rassismus gut finde?

      Lesen ist das eine, aber ob man versteht was man liest ist was anderes.

      Wie gesagt Rassismus geht in alle Richtungen und solange unsere Gesellschaft immer weiter in Schubladendenken betreibt wird sich am Rassismus nichts ändern.

      Unsere Gesellschaft und Wirtschaft züchtet denn Rassismus/ Diskriminierung ja heran.

      Ps. Ob man zu mir Rassistisch ist, ist mir egal, ich bin nicht, denn für mich gibts nur Menschen und die Bluten alle gleich.
  • Michael 1970 11.06.2020 11:49
    Highlight Highlight Mohrenkopf, Dämlich, Fussgängerweg, man, etc, wer Rassismus und Diskriminierung sucht wird überall fündig.
    Vor Jahren waren einige schwarze "Chügeli-Dealer" welche als Asylanten hier waren, durch die Presse geschleift worden. Auch in anderen Ländern sind oft Farbige aus sozial unteren Schichten in Dealen und kleinkriminellen Handlungen verwickelt.
    Nur es ist immer die gleiche Geschichte. Wegen wengien schwarzen Schafen, (ob noch schwarzes Schaf sagen darf) werden ganze Völkergruppen diskriminiert.
    Warum wird nicht gezielt diese schwarzen Schafe kritisiert, die erst Vorurteile bestätigen.
    • Uranos 11.06.2020 13:45
      Highlight Highlight Wer eine Bedrohung für "seine Kultur" sucht, wird überall fündig. Ein Supermarkt nimmt ein Produkt aus dem Sortiment? Oooh, unsere westliche Kultur geht unter
  • Tirggeltoni 11.06.2020 11:47
    Highlight Highlight Danke für diese Sicht, die ich vollumfänglich zu respektieren habe.
    Ich verstehe, wenn sich hier von früh an viel angestaut hat.
    Als white-priviliged Schweiz-Südafrikaner kann ich da ganz schlecht mitreden.
    Womit ich aber mitreden kann, ist das bashing.
    Kinder sind fucking fies.
    Was glaubst du was wurde ich als dicker Junge gehänselt, im Chindsgi, in der Primar, ich fühlte mich weniger Wert, wurde gar aggressiv.
    Auch heute noch achte ich enorm auf mein Gewicht und habe wohl ein leicht gestörtes Verhältnis dazu.
    Ich beschuldige jetzt aber nicht die schlanken kids von damals. es waren kids.
  • Geo1 11.06.2020 11:39
    Highlight Highlight An alle Hobbyhistoriker, die sich hier über die Herkunft und Bedeutung des Wortes "Mohr" auslassen: Es spielt keine Rolle, wie negativ das Wort gemeint ist. Der springende Punkt ist, dass eine Menschengruppe auf ihr Äusseres reduziert wurde, indem einem vermeintlich ähnlich aussehenden Produkt ihr Name verpasst wurde. Das Ding könnte auch Afrikanerkopf heissen und wäre immer noch genauso rassistisch.
    • Für bessere Tage 11.06.2020 13:50
      Highlight Highlight Wenn Rassismus nur darin besteht, eine Süssigkeit danach zu benennen; dann haben wir ja wohl nicht wirklich Probleme. Mündige Menschen erkennt man an einer 360°-Betrachtungsweise und diese scheint einem Grossteil zu fehlen.
    • Geo1 11.06.2020 19:19
      Highlight Highlight @Für bessere Tage Sorry, habe ich gesagt, dass sich Rassismus nur auf das Benennen von Süssigkeiten beschränkt? 🤨
    • grumpygirl 12.06.2020 01:37
      Highlight Highlight Auf das Äussere reduziert zu werden scheint leider normal zu sein. Ich wurde auch jahrelang gemobbt wegen meiner Nase und muss mir fast täglich Sprüche anhören. Deswegen verbiete ich nicht anderen, den "Zwerg Nase" zu lesen. Hat zwar nichts mit Rassismus zu tun, aber ich kann ja auch nichts für mein Aussehen?
      Solche Diskussionen verhindern den Kampf gegen Rassismus. Es wäre nämlich wünschenswert, einen "Mohr" als nichts Schlechtes anzusehen. Vielleicht sind die, die in allem etwas Rassistisches sehen die wahren Rassisten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • insert_brain_here 11.06.2020 11:22
    Highlight Highlight Die Schweiz wie sie lebt und leibt. Solange es bedeutet mit dem Finger auf die bösen Amis zu zeigen machen fast alle begeistert mit und sind total gegen Rassismus, aber sobald auch nur der Gedanke auftaucht, dass man vielleicht auch das eigene Verhalten, die eigenen Gewohnheiten, die eigenen Denkmuster hinterfragen könnte - uiuiuiui - da ist gleich der Teufel los.

    Wieviele PoC müssen sagen, dass sie diese Produktbezeichnung als persönlich abwertend empfinden bis der Bünzli merkt, dass tatsächlich Menschen verletzt werden? Und für was? Für einen Namen an den wir uns halt gewöhnt haben?
    • MeinSenfHierUndJetzt 11.06.2020 15:10
      Highlight Highlight Ich bin vollkommen einverstanden mit insert_brain_here. Insbesondere da ja jeder weiter diese Schaum-Schoko-Dinger essen darf, sie werden nur anders heissen. Man ist also noch nicht mal bereit, die klitzekleinste Unannehmlichkeit (es steht ein anderer Name an der Süssigkeit!!) zu akzeptieren, um anderen die Abwertung zu vermeiden...
    • drasti 12.06.2020 09:10
      Highlight Highlight Ich finde den Begriff PoC (people of colour = Farbige ) abwertend...! Wieso reduzieren Sie die Menschen allein auf ihre Hautfarbe..? Bloss um sich mit Begriffen wichtig zu machen. Pfui.....
  • GordonBleu 11.06.2020 11:10
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach ein extrem scheinheiliger move von Migros.
  • Geo1 11.06.2020 10:35
    Highlight Highlight Super, dass Du Dich gemeldet hast! Es ist extrem wichtig, dass man von den Betroffenen selbst hört, wie sie die Situation erleben. Umso befremdlicher finde ich manche Wortmeldungen in der Kommentarspalte. Für mich gehört es zum selbstverständnis einer modernen, diversen Gesellschaft, dass man auf die Bedürfnisse der anderen Rücksicht nimmt. Wenn sich so viele durch einen Produktnamen herabgesetzt fühlen, ändert man doch einfach den Produktnamen!
    • Ed B 11.06.2020 15:23
      Highlight Highlight Denk das mal zu Ende, bitte. Wenn jeder sich bei allem "betroffen" fühlt, führt das dazu, dass jeder dem anderen aufgrund seines "Bedürfnisses" seine subjektive Vorstellung aufdrücken und Veränderungen durchdrücken könnte. Das nennt man auch Diktatur der Gesellschaft!
    • Geo1 11.06.2020 19:14
      Highlight Highlight @ Ed B Diktatur der Gesellschaft - Ein Oxymoron vom feinsten! Du tust so, als entscheide man sich dafür, von etwas beleidigt zu sein. Quasi die Arroganz des Nichtbetroffenen, damit ich auch noch einen Begriff kreiert habe. Die Lösung des vermeintlichen Problems: Rücksichtnahme schliesst auch die Interessen der Nichtbetroffenen mit ein. Es ist immer eine Abwägungsfrage was höher zu gewichten ist.
  • der_senf_istda 11.06.2020 10:33
    Highlight Highlight Eine übertriebene Reaktion der Migros, die der Sache mehr schadet als nützt.
    Weil etwas verletztend ist, bedeute es noch lange nicht, dass es deswegen verboten werden muss. Eine solche Massnahme kann als Deckmäntellchen verwendet werden, nach dem Moto "wir tun doch was gegen Rassismus", dabei nützt diese Massnhame niemandem, schon gar nicht den Menschen, die von Rassimus betroffen sind.
    • terence 11.06.2020 11:45
      Highlight Highlight wenn du nicht selbst betroffen bist, weisst du ja nicht, ob es nützt, oder?
    • Saraina 11.06.2020 13:57
      Highlight Highlight Inwiefern schadet das der Sache? Weil Rassisten jetzt z‘leid Dubler kaufen, und Läderach dazu?
    • insert_brain_here 11.06.2020 16:28
      Highlight Highlight @Saraina: Bitte nicht verwechseln, der Läderach ist der Held aller Homophoben, auf der anderen Seite dürften die beiden Fanclubs in etwa deckungsgleich sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Georgia Byrd 11.06.2020 09:33
    Highlight Highlight Lieber Lukas, Du hast einen (emotionalen) Blick hinter das Wort geworfen und erkannt „Das ist alles nicht unbedingt böse gemeint“. Richtig. Wir beide haben fast den gleichen Background und bei mir hat Mohrenkopf z.B. keine negative Prägung hinterlassen. Ich assoziiere Mohrenkopf mit etwas positivem (und Dubler zähle ich zu den besten seiner Art). Mir sagte man früher Schoggichopf. Der „Schoggi“ würde ich deshalb keiner Namensänderung unterziehen wollen. Ich störe mich heute z.B. an Wörter wie Bastard, Opfer, Missgeburt. Für mich krasse Beleidigungen, für die Jungen nichts aufregendes.
    • Thomidizzy 11.06.2020 19:18
      Highlight Highlight Danke 👍
  • rawi 11.06.2020 09:30
    Highlight Highlight Wieso einzelne Produkte einfach entfernen und andere aber sein lassen? Nur weil jetzt BLM angesagt ist. Entweder sollen alle Produkte, mit gewissen Namen geändert werden oder man lässt sie. Zigeunerschnitzel? Das ist genau dasselbe, nur interessiert es da niemanden.
    • Vertigo 11.06.2020 11:53
      Highlight Highlight Wie kommst du darauf? Meiner Erfahrung nach stören sich die meisten Leute, die etwas gegen den Begriff “M*****kopf” haben auch am “Z*******schnitzel”.
    • insert_brain_here 11.06.2020 11:55
      Highlight Highlight @rawi: Und warum nicht gleich beim Zigeunerschnitzel weitermachen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Fahrende gibt die den Begriff als stossend empfinden, aber sie wissen halt in was für ein Wespennest sie stechen wenn sie sich öffentlich darüber beklagen.
    • Pachyderm 11.06.2020 18:17
      Highlight Highlight Natürlich ist "Zigeunerschnitzel" auch nicht mehr zeitgemäss / OK. Die Sinti, die ich persönlich (gut) kenne, stören sich allesamt an dem Begriff Zigeuner. Und wie beim "Mohrenkopf" ist es nicht am weissen Durchschnittsschweizer zu entscheiden ob das verletzend ist. Sondern an den Betroffenen.
  • dievobärn 11.06.2020 09:30
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel! Genau das versuche ich meinem Vater schon lange zu sagen, mir haben bis jetzt aber die Argumente gefehlt. Vielleicht wird er nach diesem Artikel ja verstehen, dass der Ursprung des Wortes und somit auch die Assoziation damit negativ und herabwürdigend ist.
    Ich verstehe nicht wieso es so schwierig ist auf andere Worte auszuweichen. Wenn ich doch weiss, dass das Wort für andere Menschen verletzend ist!
  • champedissle 11.06.2020 09:26
    Highlight Highlight Ich interessiere mich so wenig für die Sklavengeschichte Afrikas, wie sich Afrika für meine Geschichte interessiert. Mich interessiert, dass meine Kultur, durch die Kultur eingewanderter Migranten bestimmt wird. Das finde ich schlecht. Ich lebe in meinem Heimatland und möchte gerne denken und sagen, was mir in meinen Grundrechten zugesichert wurde. Zu den Grundrechten gehört ganz sicher nicht, dass ein "Mohrenkopf" ein rassistischer Artikel ist. Das sind Thesen die Leute auf sich beziehen. Ich bin ja auch kein Kolonialist, nur weil ich Weiss bin.
    • Kasi 11.06.2020 11:29
      Highlight Highlight Salut
      Ich bin dunkelhäutig und 1991 in Bülach geboren und lebe seitem in der Schweiz. Deine Kultur ist genau gleich meine Kultur und ich störe mich an diesem Ausdruck.

      Wir beide haben keinen Einfluss mit welcher Hautfarbe wir geboren werden. Wir haben jedoch einen Einfluss auf UNSERE Sprache und UNSERE Kultur
    • MeinSenfHierUndJetzt 11.06.2020 15:25
      Highlight Highlight @ champedissle: Jetzt wird es interessant... Was ist denn "unsere Kultur"? Das ist eine Frage, die mich schon seit langem interessiert...
    • Roblock 11.06.2020 20:51
      Highlight Highlight @ human: Die Verwendung des Wortes Mischling als Personenbezeichnung gilt wegen der damit verbundenen Reduktion auf die biologische Herkunft als diskriminierend und wird daher vermieden. Steht zumindest so im Duden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triumvir 11.06.2020 09:14
    Highlight Highlight Wir in Basel haben schon lange ein schöneres Wort für diese Süssigkeit: -> "Beggeschmutz". Aber Basel tickt halt auch anders :-)
    • Qui-Gon 11.06.2020 11:09
      Highlight Highlight Das sind doch nur die Dinger mit Kokosraspel, die es an der Messe zu einem horrenden Preis gibt. Aber fein sind's!
    • Qui-Gon 11.06.2020 11:10
      Highlight Highlight Also Richterich aus Laufen BL nennt sie (die besten Wasauchimmerköpfe btw) sicher nicht so!
    • Barsukas 11.06.2020 11:21
      Highlight Highlight @Triumvir: Was ist ein Begge? Schmutz kann meines Wissens Fett oder Küsschen bedeuten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • RAZZORBACK 11.06.2020 09:01
    Highlight Highlight Die Welt is echt am Ar...
    Jetzt müssen wir noch über Mohrenköpfe diskutieren? Unglaublich!

    Die Welt hat doch andere Probleme!!!
  • Ösi_Schweizer 11.06.2020 08:49
    Highlight Highlight Bin dafür auch den Black Friday abzuschaffen.
    • Saraina 11.06.2020 14:01
      Highlight Highlight Ja, unbedingt. Und nicht nur wegen dem Namen...
  • Thomas G. 11.06.2020 08:38
    Highlight Highlight Betroffen? Von was? Wirft da etwa jemand mit diesen Süssigkeiten nach ihm? Nein? Wie ist er dann genau "betroffen"? Mich hingegen betrifft die Sache sehr: jetzt kann ich meine Lieblings-Süssigkeit nicht mehr bei Migros kaufen. Muss also mit dem Auto zum Hersteller fahren. Tja leider macht das CO2.
    • qendxi 11.06.2020 09:04
      Highlight Highlight Wow, das nenne ich mal ein riesiges Problem.
    • Eistgleichemcequadrat 11.06.2020 12:36
      Highlight Highlight Ich glaube, die Anzahl der Blitze, die du bekommen hast, zeigt, dass du vergessen hast, "Sarkasmus off" am Ende anzufügen. Oder war das etwa ernst gemeint?
    • qendxi 11.06.2020 13:06
      Highlight Highlight Nein, das war natürlich sarkastisch gemeint. Ups.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baccaralette 11.06.2020 08:33
    Highlight Highlight Wahnsinn.

    In den Kommentarspalten ist der Tenor - er soll sich mal nicht so haben, das haben wir schon immer so genannt.

    Und selten einer versetzt sich in die Lage wie es sich für ihn ANFÜHLT.

    UND genau DAS ist eben Rassismus.

    Ihr tscheggt es einfach nicht!!!

    Jedem seine kleine Prise Alltagsrassismus!
    • Thomas G. 11.06.2020 23:34
      Highlight Highlight Nö. Das ist Narzismus. Man denkt die ganze Welt dreht sich um sich selbst und sieht sich von allem und jedem verfolgt. Sogar von einem Stück Schokolade das nur da "sitzt" und auf einen Kunden wartet.
    • drasti 12.06.2020 18:01
      Highlight Highlight @Bacalarette: So stell ich mir fake news vor: Du behauptest etwas; die Kommentarspalten sagen etwas anderes... Da kommt dein Pony gegumpt und Baby ist weg....
  • Ed B 11.06.2020 08:30
    Highlight Highlight Rassismus entsteht nicht aus Wörtern und Zeichen (Semantik), sondern aus dem damit beabsichtigten Zusammenhang (Kontext). Wenn Lukas sich also betroffen fühlt von den Mohrenköpfen im Migros-Regal, dann ist das eigentlich eine subjektive Interpretation eines Wortes, dass wenig mit seiner objektiven Bedeutung zu tun hat. Ansonsten müssten wir jede Bezeichnung und Äusserung in Frage stellen, was unsere gesellschaftliche Interaktion wohl zünftig strapazieren dürfte. Übrigens: Macht sich schon jemand Gedanken zu den Migros-Angeboten "Schoggistängeli" oder "Rotchruut" oder "Weisskohl"?
    • RAZZORBACK 11.06.2020 09:05
      Highlight Highlight Danke, mir gefällt Ihre Aussage. Auf den Punkt getroffen.
    • Nachteule 11.06.2020 09:30
      Highlight Highlight Der Zusammenhang beim "Mohrenkopf" ist, dass die Süssigkeit nach dem Kopf eines "Mohren" benannt wurde und "Mohr" im semantischen Kontext Stereotypen assoziiert, die zu Diskriminierung führen.
      Dein Vergleich mit Schoggistängeli, Rotchruut oder Weisskohl ist daher vollkommen absurd.

      Deine eloquente Wortwahl zeigt, dass du genau verstehst, was du sagst. Dies lässt nur zwei Schlüsse zu. Entweder wertest du die Sache absichtlich ins Lächerliche ab, um Rassismus zu unterstützen. Oder es fehlt dir an jeglichem Einfühlungsvermögen und Verständnis für alles, was nicht dir persönlich nützt.
    • Qui-Gon 11.06.2020 11:13
      Highlight Highlight Danke Eule. Oder kurz: Gescheit daher geredet und trotzdem Mist erzählt.
  • Funeralix 11.06.2020 08:01
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • 3l3m3nt4ry 11.06.2020 08:00
    Highlight Highlight Sehr gut! Solche Kommentare kann ich ernst nehmen. Wie er sagt, als Weisser kann mans nicht nachempfinden, wie sich jemand mit dunkler Hautfarbe fühlt. Darum müssen sie auch laut werden, denn was bringts, wenn sich weisshäutige für sie brüskieren?
    Danke!
    • Für bessere Tage 11.06.2020 14:30
      Highlight Highlight Diskriminierung ist nicht gleich Rassismus. Ich hoffe sehr, dass die ganzen Demos, welche zur Zeit stattfinden, nicht als Basis die "Mohrenkopf-Debatte haben. Es geht um was anderes.
  • Freischütz 11.06.2020 07:48
    Highlight Highlight Zum Glück hat er sich gemeldet. Mir war nicht bewusst wie schlecht es ihm ergangen ist. Eine Wahnsinns-Geschichte über menschliches Leid..
  • Jorge de los alpes 11.06.2020 07:31
    Highlight Highlight Es wäre ja wirklich an der Zeit, für dem übersüssten Schokoladenschaumkopf einen phantasievollen Namen zu verpassen. Der immer noch auf stur eingestellte Hersteller könnte ja einen Namenswettbewerb lancieren und den / die Gewinner-/in eine Zeit lang mit dem Produkt verwöhnen.
  • Sapperlot! 11.06.2020 06:48
    Highlight Highlight Ich finde es eigentlich nur lächerlich die ganze Diskussion. Die Leute tun so als würde man durch das Ersetzen des Wortes "Mohrenkopf" ein Stück helvetische Geschichte oder Kultur löschen. Das Wort hat ganz klar einen rassistischen und verachtenden Hintergrund - ob das die Leute heute noch so sehen oder nicht ist egal. Es beschimpft eine Ethnie und das ist nicht ok.
    Geht doch auf die Strasse weil Raider jetzt Twix heisst... ist etwa genau so sinnlos.
    • DunkelMunkel 11.06.2020 07:13
      Highlight Highlight > Die Leute tun so als würde man durch das Ersetzen des Wortes "Mohrenkopf" ein Stück helvetische Geschichte oder Kultur löschen.

      Das täte es tatsächlich (aber das willst du natürlich nicht wahrhaben). Gut ist Dubler hier konsequent.
    • Roland Greter 11.06.2020 08:13
      Highlight Highlight Wir sind alle gleich, wir sind alle grün - die hellgrünen sitzen links und die dunkelgrünen rechts.... Ja so ein Witz kursierte früher mal. Und wenn wir jedes Wort umkehren und jeden Artikel, der vielleicht unter gewissen Umständen, falsch verstanden werden könnte, abändern. kommen wir exakt zur zu dieser Gesellschaft, die theoretisch gleich aber eben doch anders ist. Dass man jemanden wegen einem Wort, das er in ein Produkt steckt, welches alle lieben, geschäftlich ruinieren will, ist sehr bedenklich und absurd. Muss ich nun die Mohrrübe, den Mohrenaffen und den Mohrenfalter auch unbenennen?
    • Nachteule 11.06.2020 09:37
      Highlight Highlight Mohrrübe kommt von Möhre. Das hat überhaupt nichts mit Mohr zu tun. Dein Mohrenaffe heisst korrekt Grüne Meerkatze und dein Mohrenfalter ist korrekt ein Schwärzling.
      Bildung hilft!

      Abgesehen davon ist es ein Unterschied, ob man von einer ungesunden, klebrigen, ekligen Süssigkeit spricht, die als Konsumgut verkauft und gegessen wird. Oder ob die Rede ist von wunderschönen, bewundernswerten Tieren.
      Noch so ein Unterschied, den Rassisten nicht verstehen können. Für Rassisten endet das Verständnis am Horizont des eigenen Egos.
  • Schso 11.06.2020 04:27
    Highlight Highlight Es ist einfach, auf die Amis zu zeigen und mit dem Kopf zu schütteln. Es ist einfach, in der Artikelreihe 'Die absolute Wahrheit' die Kolonialzeit als den historischen Event zu wählen, den man am ehsten ungeschehen machen sollte. Aber wehe es geht um den Mohrenkopf. Da hört's dann aber bitte auf!
  • Schso 11.06.2020 04:27
    Highlight Highlight Finde die Diskussion teilweise beschämend.

    Mohr ist ein abwertender Begriff aus der Kolonialzeit mit einem klar rassistischen Hintergrund. Es mag sich nicht jeder Dunkelhäutige gleich stark davon angegriffen fühlen und die Allerwenigsten, die 'Mohrenkopf' sagen, meinen es Rassistisch.
    Als moderne, aufgeklärte Gesellschaft sollten wir aber fähig sein, die dunklen Kapitel der Geschichte aufzuarbeiten und negative Überbleibsel davon aus unserem Wortschatz zu tilgen.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 11.06.2020 07:10
      Highlight Highlight Ich bin nicht sicher, ob tilgen der richtige Weg ist, um mit Rassismus umzugehen. Kritisch einordnen, sichtbar machen, Alternativen aufzeigen, eine Gegenerzählung etablieren erscheinen mir sinnvollerere Umgangsweisen. Wenn du nämlich anfängst mit der Tilgerei, bleibt bei strenger Betrachtung am Ende nichts mehr übrig, einfach weil Rassismus ein so verbreitetes Konzept war. Wenn nichts mehr übrig ist, kannst du aber auch nichts mehr draus lernen und witterst den Feind am Ende überall. Das wäre kontraproduktiv ...
    • Dong 11.06.2020 08:21
      Highlight Highlight Wobei das Wort "Mohr" genaugenommen von den Mauren stammt, die ums 10. Jhdt. als Soldaten der Arabischen Eroberer in Europa dienten. Also eigentlich waren als das Wort geprägt wurde die Mohren die Kolonialmacht, nicht die Europäer, da müssen wir davon weg kommen, uns immer als überlegen zu betrachten ;-)
    • Qui-Gon 11.06.2020 11:24
      Highlight Highlight Interessant ist vor allem die Gewichtung der Werte: Auf der einen Seite fühlen sich Menschen wegen der Verwendung eines alten und ursprünglich rassistisch gemeinten Begriffs betroffen. Auf der anderen Seite ist man nicht bereit eine Süssigkeit umzutaufen, nur weil "es schon immer so hiess". Finde ich nicht grad ermutigend, diese Haltung.

    Weitere Antworten anzeigen
  • LOZÄRNERBIER 11.06.2020 01:54
    Highlight Highlight Betreffend schwarzä Maa, der Samichlaus Brauch mit den schwarzen Schmutzlis, furchteinflössend und wild, impliziert den Kleinen bereits im Kindesalter das Dunkelhäutige böse und gewalttätig sein sollen. Dazu kommt das mittlerweile geächtete Black Facing, das hierzulande scheinbar niemanden stört und als Tradition gilt. Zum Glück hat sich in der Schweiz vieles zum Guten verändert und die Zeiten wo man Italiener als "Tschingge" und Messerstecher bezeichnete nur noch von Ewiggestrigen verwendet wird. Bleibt zu hoffen, dass der Mohrenkopf nun nicht als Ausrede für ultrarechten Hass hinhalten muss.
    • gunner 11.06.2020 07:09
      Highlight Highlight Das witzige daran ist, dass ich aufgrund des namens immer an "schmutz" gedacht habe. Als kind meinte ich der schmutzli sei bloss wasserscheu.😏
    • 獅鳥 lionbird 11.06.2020 08:31
      Highlight Highlight Bei uns hab ich nie einen Schmutzli mit schwarz angemalten Gesicht gesehen. Das Wort tschinggeli hör und brauch ich oft, ich bin seconda und wir vewenden das untereinander 🤷🏻‍♀️
    • Qui-Gon 11.06.2020 11:25
      Highlight Highlight Der Schmutzli hat doch (im Gegesatz zum holländischen Swarte Piet) Russ im Gesicht. Weil er im Gegensatz zum Chlaus mal was arbeitet. So habe ich mir das immer gedacht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Informant 11.06.2020 01:16
    Highlight Highlight Wer wissen will, woher der Name Mohrenkopf kommt, höre sich diesen Beitrag von Simon Enzler an:
    https://www.srf.ch/sendungen/zytlupe/diskriminirrungen-mit-simon-enzler
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 11.06.2020 00:33
    Highlight Highlight Der Dubler kann ja der Political Correctness halber einfach noch den weissen Dubler Milchbubikopf machen. Dann gleicht sich das aus.

    Zehn kleine Eidgenossen summ di dumm di summ...

    Aus "Wer hat Angst vor dem weissen Mann" könnte man sinngemäss ein Umweltspiel machen.

    Kinder sind so oder so fies. Die finden auch andere Wege, jemanden zu diskriminieren, wenn's denn sein muss. Und das unabhängig von der Hautfarbe.

    Übrigens gibt's noch diese wunderbare finnische Lakritze. Wobei die Aufmachung wohl den Schweizer Genen der Firma Fazer zugrunde liegt. 😈 Habe noch nie jemanden Lakritze genannt.
    Benutzer Bild
  • Bronko 11.06.2020 00:18
    Highlight Highlight Ich respektiere die Gefühle des Interviewten. Trotzdem ein paar Gedanken: 1. Sagt seit Jahrzenten keiner mehr "Mohren" zu/über dunkelhäutige Menschen, es hat jegliche Wertung verloren. 2. Stammt das Wort von "Mauren" (vgl. auch Mauretanien). 3. Wenn man die so genannte Sache isst und ich diese für gut befinde, verstehe ich die negative Interpretation eigentlich nochmals nicht.
    Darum ist dieser Effort von der Migros Heuchelei.
    Viel interessanter wäre, wieso die Berner 'wie ne Mohre' sagen oder 'Saumohre', zumal das Wort 'Mohre' im Berndeutschen Schwein bedeutet. Und woher dies kommen mag??!
    • Geo1 11.06.2020 11:32
      Highlight Highlight Ich kann ab Deiner Argumentation echt nur den Kopf schütteln. Das Beleidigende an der Bezeichnung ist primär, dass man damit Menschen auf ihr Äusseres reduziert und ihre Bezeichnung auf ein vermeintlich ähnlich aussehendes Produkt überträgt. Da ist es völlig egal, wie gut dieses Produkt ist.
    • peeti 11.06.2020 13:16
      Highlight Highlight Ja, der Zeitpunkt von der Migros mag heuchlerisch sein. Aber macht es den Effort damit schlechter?

      Spannend dein Vergleich. Aber eben - "Wie ne Mohre" = Wie ein Schwein. Als früher auf den Dubler Mohrenköpfe noch ein Kopf abgebildet wurde, war es aber kein Schwein. Siehst du den Unterschied?
  • Privilecheese 11.06.2020 00:05
    Highlight Highlight „Mohr“ wurde aber nicht von Kolonialisten verwendet, sondern im altdeutschen von Leuten, die meist noch nie einen Schwarzen aus der Nähe gesehen hatten. Es bezeichnete Menschen aus „Mauretanien“ u.a. den heiligen Mauritius (der Dunkelhäutige der Drei Könige).
    Alles andere ist Selbstinterpretation.
    • lilie 11.06.2020 07:24
      Highlight Highlight @Privilecheese: Der heilige Mauritius war der Legende nach Teil der Thebäischen Legion. Der "Mohrenkönig"* hiess Kaspar.

      *DAS wäre ein toller neuer Name für den Mohrenkopf! "Du huere Mohrekönig!" funktioniert als Beleidigung irgendwie nicht. 😁
    • ChillDaHood 11.06.2020 08:10
      Highlight Highlight This! Für mich ist es auch ein "(white) priviledge", sich über Wörtchen aufzuregen und ein Produkt aus 2 Migros entfernen zu lassen und damit kein einziges Leben gerettet oder Unterdrückung verbessert zu haben und ein minimal kleines Scherflein gegen Rassismus gemacht zu haben. Man kann sich dann schön "woke" fühlen und als braver Social Justice Warrior. Wohl der Gesellschaft, wo man solche Stellvertreterkrieglein führen kann und nicht ums Leben kämpfen muss. Der Mohrenkopf ist mir eigentlich schnurzegal, wie er heisst - ich werd nicht für den kämpfen. Aber auch nicht gegen.
    • nervensäge 11.06.2020 08:31
      Highlight Highlight @Privilecheese: Nur so nebenbei die Heiligen drei Könige heissen Caspar, Melchior und Balthasar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 10.06.2020 23:49
    Highlight Highlight Ich kann es absolut nachvollziehen, der Bericht von Lukas ist objektiv und gut. Mühe habe ich mit "white privilege", denn selbst auch in den USA und auch hier kann man mit Leistung Chancengleichheit unabhängig der Ethnie erreichen. Und die ganzen wichtigen Diversity Programme sind zum Glück auch dazu da, diese noch zu fördern. Denn Rassismus kennt keine Hautfarbe, sondern nistet sich Kleinhirne überall in der Welt ein.
    • Citation Needed 11.06.2020 07:26
      Highlight Highlight Du kennst Jim Crow? Weisst Du, was Redlining ist? Warum haben heute Schwarze in den USA massiv weniger Geld und Bildung?

      Jeder kann es vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen, das besagt der American Dream.
      Nur haben Weisse nachweislich viel höhere Chancen, dies zu schaffen, überhaupt ein materiell erfolgreiches, sicheres Leben zu führen.

      Die Chancengleichheit, von der Du schreibst, ist ja gerade NICHT gegeben. Darum geht es bei den BLM-Protesten.
    • Don Alejandro 11.06.2020 08:55
      Highlight Highlight @Citiation; Das ist einfach zu einfach. Es hat mit dem sozialen Milieu zu tun, welches prägt und mitbestimmt. In den USA gibt es Millionen von "White Trash", denen es genau so schlecht geht. Klar sind leider überproportional Schwarze betroffen, die Hautfarbe allein ist aber nicht das entscheidungsrelevante Kriterium.
    • Citation Needed 11.06.2020 09:41
      Highlight Highlight Don, DU machst es Dir zu einfach. Lies über den KKK nach, über Redlining. Wenn deine Familie seit Ende des Civil War (1865 von Sklaverei red ich nicht mal) systematisch daran gehindert wurde, Eigentum zu erwerben oder eine (gute) Ausbildung zu erhalten, wenn Du nur Hilfsjobs machen darfst, Lynchjustiz fürchten musst, Restaurantverbot hast, etc.
      Jeff Sessions, ehemaliger Att. Gen., hatte in Alabama noch gewaltsam Schwarze von Wahlen fernhalten lassen.
      Kein soziales Milieu entsteht aus dem Nichts. Die Gründe, dass überproportional viele Schwarze arm sind haben sehr wohl mit Hautfarbe zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • paule 10.06.2020 23:32
    Highlight Highlight Ich glaube die grosse Mehrheit der heutigen Jungen verbinden mit dem Wort Mohrenkopf nicht mehr schwarze Menschen.
    Aber man müsste vielleicht in die Schweizer Geschichtsbücher auch die Neuenburger Banken mit dem Sklavenhandel nehmen, mir wurden Zahlen genannt, die mich erschreckten, nämlich, dass der grössere Teil der Zahlungen für Sklaven über diese Banken gelaufen seien.
    • DunkelMunkel 11.06.2020 07:24
      Highlight Highlight Was ist das für eine Aussage? Die 9/11 Terroristen haben eine Boeing benutzt um in ein Haus zu fliegen. Soll man dies nun Boeing negativ anlasten?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 11.06.2020 08:32
      Highlight Highlight Erinnern wir uns doch wieder an den ehrlichsten Satz der gesamten Schweizer Geschichte, ausgesprochen von Sergio Ermotti: "Die Schweiz ist reich geworden durch Schwarzgeld." Eventuell müssen wir in absehbarer Zeit auch einen anderen Begriff für dieses Geld suchen. Schmutzgeld? Oder Drecksgeld vielleicht?
    • kobL 11.06.2020 09:00
      Highlight Highlight @DunkelMunkel: Ist jetzt schon noch ein Unterschied, ob man ein Flugzeug klaut / entführt und dann irgendwo reinfliegt oder ob man direkt von Boeing ein Flugzeug für einen Anschlag "bekommt".
  • Triple A 10.06.2020 23:20
    Highlight Highlight Ich kenne den „Mohrenkopf“ seit meiner Kindheit und habe nie etwas rassistisches damit in Zusammenhang gebracht. Wenn dies nun dunkelhäutige Menschen so empfinden, verstehe ich das und mir ist es ein wenig peinlich, dass ich dies nicht früher erkannt habe. Also bin ich für einen Namenwettbewerb: Wie soll der wunderbare mit Schokolade überzogene Zuckerschaum heissen?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 11.06.2020 08:37
      Highlight Highlight Also wenn das so ist, dann würde ich für Rossbölle plädieren.
  • nukular 10.06.2020 23:16
    Highlight Highlight Mit allem Verständnis.. Dann müsste man "schwarzbrot", "weissbrot", "mohrenbräu" das Dorf "mohren" im appenzellerland, "schwarzi Maa" - Spiel (was nichts mit dunkelhäutigen zu tun hat) alles auch verbieten... Für mich ist es eher fraglich, wie man bei sowas überhaupt an Rassismus denken kann.. Am Schluss wird noch das "chopfab" - bier in der schwarzen Dose verboten weil es rassistische Züge hat...

    Ich bin selber sehr sozial eingestellt, aber irgendwo hat alles seine Grenzen...
    • Team Insomnia 10.06.2020 23:31
      Highlight Highlight „Ich bin selber sehr sozial eingestellt, aber irgendwo hat alles seine Grenzen...”

      Aber....
    • TheKen 10.06.2020 23:31
      Highlight Highlight Im KiGa lernen die Kinder jetzt zu sagen, wer hat Angst vor dem bösen Mann.
    • Furunkel 10.06.2020 23:42
      Highlight Highlight Ich kann ihnen das Buch White Fragility von Robin DiAngelo empfehlen. Vieleicht verstehen Sie dann besser, weshalb Mohrenkopf durchaus als Rassistisch empfunden wird und auch, weshalb Sie sich unwohl fühlen bei dem Gedanken daran. Ein sehr Lesenswertes Buch, welches neue Perspektiven öffnet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jacques #23 10.06.2020 23:05
    Highlight Highlight Es entwickelt sich via sm eine gewisse Konzern Demokratie, die hier gegriffen hat und - so erhoffe ich mir - bald bei verschiedensten Lebensmittel greift. Zum Beispiel jede palmölgeschmierte Sinnlosigkeit, Februar-Erdbeeren ect. aus Spaniens energiefressendem, chemiegestütztem Mono-Klima. Globetrotter Spargeln, ägyptische Kartoffeln und und und.

    Bedeutet, dass auf der PR Ebene Treffer gelandet werden können. Griffiger als nur Kaufverzicht.
  • RogerKeller 10.06.2020 23:04
    Highlight Highlight Leider existiert die Sklaverei immer noch. Bekämpfen wir sie und machen wir ihr ein Ende!

    Die heutige Sklaverei im Sudan sowie der Kinderhandel in Westafrika, wo laut UNICEF 200’000 Kinder in Sklaverei leben, zeigen, dass Sklaverei auch heute noch existiert. Nach dem 2010 veröffentlichten Bericht von UNODC gibt es rund 140’000 Sklaven in Europa und weltweit mehrere Millionen.

    Dabei werden die Menschen oft unter dem Vorwand, Arbeit im reichen Ausland finden zu können, aus ihrer Heimat gelockt und dann nach ihrer Ausreise zu Prostitution und Zwangsarbeit angehalten.
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 10.06.2020 23:04
    Highlight Highlight Die Kommentare zeigen wie weit die Schweiz in der Debatte andere Ländern hinten nach hinkt.
    Alle Weissen die jetzt die Klappe aufmachen dass sie BLM übertrieben finden, sind doch eh superempfindliche Schneeflocken. Ich stehe dazu: black lives fucking matter!
    • Nikl 11.06.2020 00:53
      Highlight Highlight Ich stehe auch dazu. Jedoch finde ich hat der heutige begriff Mohrenkopf nichts mehr mit dem zu tun was früher gemeint war. Ich denke der Name Mohrenkopf wird erst zum Problem in einer Gesellschaft, die ein Problem mit Rassismus hat. Ist also nicht Ursache, sondern nur Symptom. Ich meine es gibt auch die Firma Schwarzkopf, was ja eigentlich genau das selbe heisst und dort ist es auch kein Problem. Zum Problem wird es erst wenn Menschen anfangen wenn sie “Mohrenkopf„ hören an Schwarze zu denken anstatt nur an die Süssigkeit.
    • Neruda 11.06.2020 01:15
      Highlight Highlight Ja Black Lives Matter aber in der Schweiz ist der Jugo wohl das grössere Rassismusproblem. Gibt zahlenmässig wohl mehr - ics, die aufgrund ihres Namens diskriminiert werden. Wir sollten Schweizer Rassismus diskutieren und da ist die Hautfarbe nicht das grösste Problem wie in den USA.
    • MacB 11.06.2020 06:24
      Highlight Highlight Ich halte BLM für richtig und wichtig, unterstütze es. Was die Umbenennung einer Süssware aber mit Toleranz, Respekt und Integration zu tun hat, erschliesst sich mir nur bedingt.

      Ich halte das eher für einen Nebenschauplatz, der vom eigentlichen Thema ablenkt.
  • Gummibär 10.06.2020 23:02
    Highlight Highlight "Einer weißen Person versetzt es ja nie einen Stich ins Herz, wenn sie das Wort «Mohrenkopf» hört. Es kann doch nicht sein, dass sie uns sagen, wie wir uns fühlen sollen."

    Wie wahr. Es darf nicht sein, dass wir bestimmen, was andere als verletzend empfinden dürfen und was nicht.
    Sonst könnte man ja die Dinger ein Jahr lang als Schweizer Volks Köpfe vermarkten, mit dem Werbespruch "außen hart, innen weich"
    • RiniRinchen 11.06.2020 03:18
      Highlight Highlight Oh Gummibär, ich bin sowas von deiner Meinung!

      Es darf nie sein, dass wir bestimmen, was andere verletzt, egal um was es geht. Wenn jemand sagt "das ist nicht in Ordnung für mich", dann ist das zu respektieren, ob ich als Gegenüber das gut finde oder nicht.
  • Eisvogel 10.06.2020 22:59
    Highlight Highlight Auf der FB-Seite von Guy Krneta gesehen: Schoggigupf. Das täte doch lautmalerisch sehr gut zum Gugelhopf passen.
  • Freethinker 10.06.2020 22:59
    Highlight Highlight Nun, wenn es Leute gibt die sich getroffen fühlen, sollte man den Namen ändern. Meine Generation teilt und teilte jedoch nie einem Schwarzen "Mohr" aus. Für meine Generation ist das schlicht kein Schimpfwort. Aber eben, ich respektiere es, wenn es Leute gibt, denen es anders geht.
    • Enzasa 10.06.2020 23:28
      Highlight Highlight Also für meine Generation, Geburtsjahr 1963, war es ein Schimpfwort.
    • Qui-Gon 11.06.2020 11:46
      Highlight Highlight Danke, Enzasa. Und die Dinger gibt es ja auch schon so lange.
  • Emil22 10.06.2020 22:57
    Highlight Highlight Rassismus ist es, wenn es zu rassistischem Denken und/oder Handeln führt - auch bei den Betroffenen. Wenn eine Umbenennung hilft, dass sich genau das nicht durchsetzt, dann benennen wir die Dinger halt um. Nicht richtig finde ich, dass gleich alle Leute als Rassisten bezeichnet werden, die dieses Wort arglos benutzen, ohne es im entferntesten in einen rassistischen Kontext zu setzen.
    • Zoya 11.06.2020 00:37
      Highlight Highlight Ja, aber genau dort fängt es an. Uns weissen Menschen wird viel zu selten bewusst, wie privilegiert wir sind. Arglos benutze Worte, die für andere verletzend sind, zeugen von einer Gleichgültigkeit.
      Versteh mich nicht falsch, ich habe jahrelang Mohrenkopf gesagt und mir nie Gedanken darüber gemacht. Aber als ich erfahren habe, dass es sehr verletzend ist, habe ich gemerkt, wie wenig Rücksicht ich eigentlich auf andere nehme.
      Das ist versteckter, unterbewusster Rassimus, nicht böse gemeint, aber gleichwohl verletzend. Du siehst wie sehr unsere Gesellschaft schwarze Menschen wahrnimmt.
  • Baumi72 10.06.2020 22:48
    Highlight Highlight Unverständnis....

    Ich bin halb Nigerianer und halb Schweizer. Also dunkelhäutig. Ich finde es sehr kleinlich, ab was man sich hier aufregt.

    Wenn ich mich als Schwarzer mit einem Mohrenkopf der Migros vergleiche, habe ich eh schon verloren.

    Wo ist Euer Selbstvertrauen Black People?!
    • RaggeteGlace 10.06.2020 23:09
      Highlight Highlight Realitaetsfremd - Thanks fuer ihren Kommentar.
    • Enzasa 10.06.2020 23:30
      Highlight Highlight Wenn du zum 100. sten Male eine Absage für die Wohnung bekommst

      Wenn du zum 100. sten Male eine Absage für die Arbeit bekommst

      Wenn du zum 100. sten Male eine Absage für die Kita bekommst

      dann ist dein Selbstbewusstsein, selbstverständlich, nicht das Beste.
    • frereau 11.06.2020 05:33
      Highlight Highlight
      Es geht doch nicht um das Selbstvertrauen. Es geht um die Menge der kleinen Dinge. In der Umkehrperspektive geht es darum, dass dunkelhäutige Menschen (auch in der Schweiz) nicht alles mit der gleichen Selbstverständlichkeit machen können, wie dies für hellhäutige der Fall ist (white privilege). Man ist als dunkelhäutiger Mensch einfach einem Stereotyp ausgesetzt.
      Klar fehlt es da auch ein wenig an Selbstvertrauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lichtblau550 10.06.2020 22:43
    Highlight Highlight Und so titelt der Tagi: „Zürcher Migros-Filialen nehmen «Mohrenköpfe» aus dem Sortiment. Die Migros reagiert auf ein Twitter-Video.“ Dieses hyperkorrekte und rückgratlose Reagieren ist einfach nur peinlich. Hätte der orange Riese von sich aus und ohne Aufsehen gehandelt, sähe das anders aus. Den Watson-Artikel finde ich aber erhellend - wie überhaupt die Rubrik „Was ich wirklich denke“.
  • Felix Meyer 10.06.2020 22:37
    Highlight Highlight Das Spiel "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann" ist auf die Pest ("schwarzer Tod") zurückzuführen (der schwarze Mann = ein Mann, der mit der Pest infiziert ist).
    Aber man kann natürlich überall Rassismus hineininterpretieren...
    • RogerKeller 10.06.2020 23:14
      Highlight Highlight Deshalb auch das Spielprinzip: Jeder, der von der Pest befallen wird (im Spiel: angetippt wird), ist selber Träger des „Schwarzen Todes“ (Pest) und gehört zum Heer des „Schwarzen Mannes“, das die Seuche ausbreitet.
    • Alnothur 10.06.2020 23:21
      Highlight Highlight Ich wäre als Kind nicht im Traum darauf gekommen, das mit dem schwarzen Mann in diesem Spielenamen ein Mann schwarzer Hautfarbe gemeint sein könnte.
    • Enzasa 10.06.2020 23:33
      Highlight Highlight Schon in meiner Schulzeit wurde der Bezug zum Rassismus erklärt.

      Vor 50 Jahren!

      Und dann gibt es heute Menschen, die ganz überrascht sind, von den rassistischen Interpretationen.


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  • TheBee 10.06.2020 22:34
    Highlight Highlight Das Schlimme ist doch dass wir überhaupt darüber diskutieren müssen. Benennt doch diese dienger um in Schokkoküsse, Schaumküsse, Schokobeulen, Schaumberge, oder sonst was. Wenn sich so viele Personen von dieser Bezeichnung verletzt fühlen, dann verstehe ich nicht wieso wir versuchen das schön zu reden oder zu verharmlosen.
    Wir geben ja nichts auf, die Süssigkeiten kann man weiterhin kaufen und essen, heissen dann einfach anderst.
  • thzw 10.06.2020 22:30
    Highlight Highlight Nennt es meinetwegen Rossbolle, aber es soll wieder zurück ins Regal, und zwar dalli.


    Ich bin total dafür, dass man einen weniger verletzenden Begriff dafür findet, aber warum nimmt man es aus dem Verkauf?
    • Samurai Gra 10.06.2020 22:55
      Highlight Highlight Weil der Hersteller den Namen nicht ändern will.

      Migros hat schlussendlich nicht viele Möglichkeiten und die Streichung vom Sortiment ist Schlussendlich nur Konsequent
    • bruuslii 10.06.2020 23:00
      Highlight Highlight thzw... ähm... wegen dem verletzenden begriff... vielleicht 🤔
    • Garp 10.06.2020 23:08
      Highlight Highlight Weil Dubler den Namen offenbar nicht änden will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • neutrino 10.06.2020 22:29
    Highlight Highlight Ich habe nie genau begriffen, warum sich so viele aufregen, dass man nicht mehr Mohrenkopf sagen kann.

    Als ich jung war hat man bei mir im Dorf für Cola auch immer Negerschweiss gesagt - das ist in etwa das Gleiche wie Mohrenkopf.
    • Binnennomade 11.06.2020 00:50
      Highlight Highlight Diese Begründung habe ich auf dem Land so viel gehört - "früener hämmer ja au Neger gseit!"

      Mir ist schleierhaft, wie sich eine so dumme Begründung so lange halten kann..
    • T13 11.06.2020 01:14
      Highlight Highlight Wow 🙄
    • Past, Present & Future 11.06.2020 02:27
      Highlight Highlight Öh.. Nein..

      Lass mich raten. Das war sicher in Langenthal 😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nixnutz 10.06.2020 22:27
    Highlight Highlight Jetzt bin ich immerhin schlauer, als dass mein Verständnis von Mohr vorkonolial geprägt war im Sinne des edlen Schwarzen und nicht des „Negers“. Somit war mir Rassismus - rein vom Empfänger der Botschaft her betracht - gar nicht bewusst. Das führt zur interessanten Frage, ob der Empfänger oder die Allgemeinheit die Deutungshoheit zum Rassismus innehat. Bei Dubler war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der vorkolionale Begriff des Mohren prägend!
  • Equity 10.06.2020 22:26
    Highlight Highlight Es ist symptomatisch, wie wir Schweizer uns gegenseitig darin bestärken, dass wir nicht rassistisch sind. Es fehlt bei uns ganz einfach das Verständnis für Rassismus, wir wissen gar nicht, was es überhaupt ist und sind uns dann sicher. Rassistisch, nein, das bin ich nicht! Dabei ist Rassismus aber viel mehr als explizite Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe. Rassismus beginnt schon dort, die eigenen Privilegien nicht anzuerkennen. Und es ist unser Privileg, darüber zu diskutieren, ob wir ‘Mohrenkopf’ nun als rassistisch verurteilen oder nicht. Lassen wir das doch Und hören statt dessen zu.
    • Emil22 10.06.2020 23:00
      Highlight Highlight Das Privileg, darüber zu diskutieren, erachte in unseren Breitengraden als keines, weil ich eben genau dieses Recht restlos allen zugestehe. Womit es für mich kein Privileg ist.
    • Ridcully 10.06.2020 23:04
      Highlight Highlight Man muss unterscheiden zwischen Rassismus und Fremdenfeintlichkeit. Unsere Gesellschaft ist primär Fremdenfeindlich und nicht rassistisch. Übrigen sind die meisten Gesellschaften (ja sogar in der 3. Welt) fremdenfeindlich. Rassismus ist, wenn ich das Gefühl habe besser zu sein als der Andere. Fremdenfeindlichkeit kommt nicht aus einem Überlegenheitsgefühl, sondern aus Misstrauen gegenüber unbekanntem. Schweizer sind heikel gegenüber Allem was aus der Reihe tanzt., daher fremdenfeindlich.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 10.06.2020 23:09
      Highlight Highlight Gut gesagt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lienat 10.06.2020 22:23
    Highlight Highlight "Die Zeiten ändern sich, wir sagen ja auch nicht mehr «Neger»."

    Warum eigentlich nicht? Und bevor Ihr mich jetzt Blitzt, mal ernsthaft die Frage, wann und warum wurde das Wort Neger als rasssistisch eingestuft? Ich frage das desshalb, weil zu meiner Schulzeit Neger die ganz normale Bezeichnung für eine dunkelhäutige Person war - und zwar ganz ohne diskriminierenden Hintergedanken. Überdies war mein damaliger Lehrer, der das Wort auch so benutzt hat, wohl der letzte, denn ich jemals als Rassisten bezeichnen würde.
    • Eisvogel 10.06.2020 22:58
      Highlight Highlight @Lienat
      Es kommt nicht auf dich und deinen Lehrer an, es kommt nicht darauf an, wie es gemeint ist, sondern wie es ankommt. Und es kommt offensichtlich verletzend an. Also ist die Sache doch klar.
    • Samurai Gra 10.06.2020 22:59
      Highlight Highlight Weil es zur Kolonialzeit der Begriff für Sklaven war, als Sklaverei noch erlaubt war, und danach Abschätzig für die Menschen in Afrika die man auch ohne Sklaverei munter weiter Ausraubte und Ausbeutete.
      Es war auch mal In Abschätzig von Juden und Fahrenden zu Sprechen (wird leider wieder Populär von Rechts her) aber es macht es nicht besser
    • Adastra xxx 10.06.2020 23:29
      Highlight Highlight Ergänzend: Oft war das Wort „Neger“ auch das letzte Wort dass ein Schwarzer hören musste, bevor er gewaltsam von den seinen weissen Kolonialherren als Sklave umbebracht wurde. Daher kannst du dir gut vorstellen, wieso das Wort recht abschätzend ist ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frances Ryder 10.06.2020 22:21
    Highlight Highlight Ich höre jeden Tag wie "gay" als Synonym für beschissen, abgefuckt etc. benutzt wird, aber ich checke halt auch, dass Leute, die das sagen, nicht homophob sind, sondern es sich halt einfach so eingelebt hat. Leide ich jetzt auch an hetero Privilege, weil ich finde es ist nicht homophob? Wieso Frage ich überhaupt, du bist ja wahrscheinlich gar nicht schwul und kannst darum gar nicht verstehen wie es ist.
    • nukular 10.06.2020 23:10
      Highlight Highlight Genau dies habe ich mir heute auch gedacht...

    • Garp 10.06.2020 23:17
      Highlight Highlight Gay als Schimpfwort gehört abgeschafft, weil es eine Gruppe von Menschen betrifft, die einfach so sind. Es gibt genug Schimpfworte die keinen verletzen. Seid nicht so fantasielos und diskriminierend.
    • bokl 10.06.2020 23:28
      Highlight Highlight "... es hat sich halt so eingelebt..." ist keine Entschuldigung abwertende Synonyme weiter zu nutzen. Damit wird der Gebrauch auch für jene legitimiert, welche es wirklich abwertend meinen.

      Du magst nicht homophob sein. Brauchst es wohl einfach um dazuzugehören und scheust die Diskussion, wenn du darauf verzichtest.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Altweibersommer 10.06.2020 22:13
    Highlight Highlight Ja.
  • grosnaldo 10.06.2020 22:12
    Highlight Highlight Für mich ist es ein sehr kleiner Aufwand dem Schoko-Zeug einen anderen Namen zu geben wenn ich damit Leuten einen Gefallen tun kann welche sich daran stören.

    Ich werd ihnen künftig anders sagen.
  • John M 10.06.2020 22:08
    Highlight Highlight Danke Watson und Migros (wenn auch eher aus Kommerziellen Gründen) das dieses Thema öffentlich gemacht wird.

    Ich empfinde dieses Wort schon seit längerem als abstossend, doch Gespräche darüber wurden bisher immer ins lächerliche gezogen.
  • De-Saint-Ex 10.06.2020 21:54
    Highlight Highlight Schade, hatte zumindest gehofft, dass diese ehrliche und nachvollziehbare Ansicht eines Direktbetroffenen dazu führen würde, weniger mühsames als zu der Meldung über die Migros selbst lesen zu müssen... ändert offenbar nicht viel. Viele scheinen einfach nicht kapieren zu wollen, dass ihre völlig überzogene Reaktion das eigentlich rassistische ist. Als ob sie befürchteten, ihre „Freiheit“ ginge verloren, wenn das klebrige Zeug nicht mehr als „Mohrenköpfe“ verkauft wird. Das elende „man wird ja wohl noch sagen dürfen“... immer wieder auf‘s neue aufgelegt. Wie gesagt: schade.
    • Di La 11.06.2020 07:15
      Highlight Highlight Ich finde es nicht schade
      Durch diese Aktion ist eine Disskussion über den Inhalt und die verschiedenen kleinen Facetten von offensichtlichem Rassissmus und vorallem aber verstecktem Rassismuss entstanden.
      Kommunikation verändert das eigene Denken und anschliessend die Welt.
  • Nashira 10.06.2020 21:51
    Highlight Highlight Ich bin nicht die erste die das sagt, aber trotzdem: Ich respektiere und teile deine Meinung. Aber ist die Schoggiköpfe aus dem Sortiment zu nehmen nicht nur die halbe Miete (wenn es um diese Schaumdinger geht)?

    Sollte man nicht viel eher die Dinger umbenennten und zwar konsequent, nicht wahr, Firma Dubler? Eure sind die besten, ich mag sie, aber ich kann sie nicht kaufen, so lang sie keinen anständigen Namen haben.
    • bokl 10.06.2020 22:03
      Highlight Highlight Da der Hersteller den Namen nicht ändern will, hat Migros keine Alternativen.
    • Lumpirr01 10.06.2020 22:47
      Highlight Highlight
      Dann holen wir diese leckeren Dinger halt direkt an der Sandackerstrasse.

      Ist natürlich nicht für alle Liebhaber so nahe wie fürmich, aber es lohnt sich qualitativ trotzdem.

      Und das Singen des Liedes: "Lustig ist das Zigeunerleben..." wird auch bald strafbar?
    • Neruda 11.06.2020 01:29
      Highlight Highlight Dann kauf sie halt nicht mehr 😄 Herrn Dubler ist das egal, weil er kein gieriger Manager ist, der grenzenlos wachsen will, sondern zufrieden ist, mit einem konstanten Geschäft. Solche Firmeninhaber bräuchte es viel mehr!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dieser Nickname wird schon verwendet. 10.06.2020 21:49
    Highlight Highlight Als weisse Person in der Schweiz kann ich mich dann mit Rassismus auseinandersetzen, wenn ich will. Ich habe also das Privileg mich diesen Diskussionen zu verschliessen. In den letzten Tagen habe ich das nicht gemacht und mich mit vielen Artikeln und Podcasts in die Thematik eingelesen. Ich finde es äusserst verstörend, welcher Menge an Rassismus in jedem Kommentarfeld begegnen muss (meist von der Redaktion unkommentiert stehen gelassen). Dies zeigt wir in der Schweiz diese Diskussion nötig haben.
    • Neruda 11.06.2020 01:32
      Highlight Highlight Naja, ich wurde in der Schule auch rassistisch beleidigt, da es ca 50-50 war mit Schweizern und Ausländer. Ich will jetzt nicht rumheulen, aber auch weisse Schweizer können im eigenen Land Opfer von Rassismus werden. Nur halt bescheiden über ein ganzes Leben betrachtet. Aber einfach ganz ignorieren sollte man das nicht.
  • Ursus der Rächer 10.06.2020 21:49
    Highlight Highlight Und was machen jetzt die armen Österreicher mit ihrem Mohrenbräu? Auf dem Firmenlogo ist ein Mohr abgebildet. Dieser wiederum stammt aber aus dem uralten Familienwappen. Und warum hat denn dieses Bier eigentlich diesen „rassistischen“ Namen Mohrenbräu? Ganz einfach: Gründer war der weisse Mann namens Josef Mohr. Echt tricky, nicht?
    • Rafiki 10.06.2020 22:09
      Highlight Highlight Mir ist beim Lesen auch gleich Mohrenbräu in den Sinn gekommen, hab aber nicht gewusst, dass die Bezeichnung vom Namen des Gründers kommt. Das Logo sollten sie dennoch anpassen.

      Mir ist mit Bezug zum Logo noch immer präsent, wie verstört ich war, als wir vor Jahren gegen eine Vorarlberger Fussballmannschaft gespielt haben und der dunkelhäutige Torhüter dieses so unpassende Logo auf der Brust hatte. Was muss der sich gedacht haben...
    • Ursus der Rächer 10.06.2020 22:26
      Highlight Highlight Die Frage aus Sicht des betroffene Farbigen ist doch auch, was denkt er sich, wenn nur das Logo nicht aber der Name geändert wird? Aus Sicht des Eigentümers geht’s aber um ganz andere Fragen: Was bedeutet eine Änderung des Logos, was kostet das. Was würde eine Änderung des Namens finanziell bedeuten und darf man ihnen vorschreiben, dass der Familiennamen aus dem Firmennamen gestrichen werden muss?
    • ernst.haft 10.06.2020 22:58
      Highlight Highlight Können wir erst mal die einfachen Probleme lösen und uns nachher darum kümmern?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Elmas Lento 10.06.2020 21:47
    Highlight Highlight Eigentlich ist es doch eine einfache Interessenabwägung. Hat eine Umbenennung des Mohrenkopfs positive Auswirkungen? Ja, für diejenigen bei denen dadurch negative Gefühle geweckt werden schon, das müssen aber nicht alle dunkelhäutigen sein.
    Hat die Umbenennung negative Auswirkungen? Nein, zumindest wären mir keine bekannt.
    Logische Schlussfolgerung: Umbenennen.
    • Lioness 10.06.2020 22:32
      Highlight Highlight Genau richtig: Auch wenn der Nutzen wohl Klein ist, ein Nachteil entsteht nicht. Ich liebe Schokoköpfchen und ich würde die sogar noch essen, wenn die in "Drecksklumpen" oder "Kohlebrikets" umbenannt würden.
    • Coffeetime ☕ 10.06.2020 22:51
      Highlight Highlight Schnell pi mal Daumen eine Studie über Konsequenzen gemacht. 😂👍🏻

      Ich glaube, da muss aber mehr Hirnschmalz dafür verwendet werden. Sag es nur mal so. 🤷🏻‍♀️
    • Elmas Lento 10.06.2020 23:35
      Highlight Highlight @Coffeetime: Für Pi mal Daumen habe ich ein Talent. Selbst mit meiner präziseren Variante, Handgelenk mal Pi, fallen mir nicht viel mehr negative Konsequenzen ein. Der Hersteller hat einen kleinen Aufwand um den Namen und vielleicht noch das Design zu ändern. Da du dir darüber aber offenbar viele Gedanken gemacht hast kannst du sicher ein paar negative Auswirkungen aufzählen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Merida 10.06.2020 21:45
    Highlight Highlight Ich bin irgendwie mit dem Dubler "Mohrenkopf" aufgewachsen. Durfte auch ab und zu einen direkt ab Fliessband essen... Sie sind wirklich sehr lecker und ich finde es schade, dass man sie in der Migros nicht mehr kaufen kann, da ich nicht mehr so oft nach Waltenschwil komme.
    Selber habe ich lange nicht verstanden, wo das Problem an der traditionellen Bezeichnung liegt. Seit ich es weiss, spreche ich einfach vom Dubler: "Willst du auch einen Dubler?" Die Marke wäre zumindest regional stark genug, dass der Patron Dubler sie ohne den Begriff "Mohrenkopf" nutzen könnte... Schade ist er so stur.
    • Joypad 10.06.2020 22:28
      Highlight Highlight Der Mann springt einfach nicht mit auf den BLM Train nur weil das jetzt so erwartet wird und das ist gut so. Was kommt als nächstes ALM - Asian Life Matters?

      Ich bin übrigens selber betroffen und es ist einfach nur noch peinlich was gerade abgeht.
    • Merida 10.06.2020 22:54
      Highlight Highlight Der Mann, also Herr Dubler, sträubt sich schon seit Jahren... Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Debatte um diese Bezeichnung geführt wird.
    • frereau 11.06.2020 06:03
      Highlight Highlight @Joypad
      Ich verstehe Deine Reaktion nicht: "Ich bin übrigens selber betroffen"
      Was heisst das jetzt? Carte Blanche für Rassismus?
      Was zählt ist, in der Schweiz gibt es institutionellen Rassismus und Menschen leiden darunter.
      Und jetzt kommst Du und sprichst all denen die Berechtigung ab, nur weil Du es peinlich findest...
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  • Gopfidam 10.06.2020 21:39
    Highlight Highlight Ich kaufe jedesmal wenn ich in Bern bin an einem Haus vorbei mit der Aufschrift "Zunft zur Mohren". Abgebildet ist auch eine rassistisches Bild eines Schwarzen Mannes
    • nine 10.06.2020 22:19
      Highlight Highlight ja ist es und in bern läuft schon länger eine entsprechende diskussion.
    • Gopfidam 10.06.2020 22:49
      Highlight Highlight cool. Als Basler weiss ich halt nichts davon :-)
  • GoldjungeKrater 10.06.2020 21:38
    Highlight Highlight In Afrika wurde ich Buren oder Blankes genannt, in Mittel- und Südamerika Gringo. War alles politisch wohl nicht korrekt aber war halt so. Mit etwas mehr Humor durchs Leben hilft 👍
    • Blitzableiter 10.06.2020 22:04
      Highlight Highlight Ja und in Indonesien wird man manchmal Bulle genannt. Aber Weisse wurden auch nie von Afrikaner versklavt oder von Indonesiern ausgebeutet. Siehst du den unterschied?
    • Knäckebrot 10.06.2020 22:11
      Highlight Highlight Mir haben sie ein Lied nachgesungen, das sie oft über Weisse sangen "weisser, iss Biscuits und werde dick." (Bin ca. 70Kg und 1.86)

      Aber immerhin. In den USA muss man in Minneapolis die Polizei wegnehmen, damit es besser wird und hier die Bezeichnung Mohrenkopf.
    • nine 10.06.2020 22:20
      Highlight Highlight whataboutism. frag wikipedia, wenn du nicht weisst, was es bedeutet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Platon 10.06.2020 21:35
    Highlight Highlight Danke für diesen Input! Als Weisser ist es tatsächlich einfach zu sagen, man meine es nicht böse mit „Mohrenkopf“. Man meint es ja wirklich nicht böse! Aber dieses Statement hat mir gerade die Augen geöffnet. Warum tun wir uns so schwer daran an einzelnen Worten festzuhalten, wenn es so einfach wäre, schlicht ein Mindestmass an Rücksicht an den Tag zu legen und minimale Anpassungen vorzunehmen? Denn wer es wirklich nicht böse meint mit dem Wort „Mohrenkopf“, sollte gefälligst auch kein Theater darum machen ein simples Synonym zu verwenden!
    • nukular 10.06.2020 23:21
      Highlight Highlight Ich glaube es geht nicht mal um das Wort, sondern eher, dass alles als rassistisch abgestempelt wird.. Ich bin selber schwul, höre täglich auf den Baustellen wenn was nicht klappt "wie schwul ist dass denn" oder wenn was komisch aussieht "wie schwul ist dass denn".. Ja und? Klar applaudiere ich nicht, aber das sind nun mal Wörter die sich wie "eingebürgert" haben... Man kann doch nicht immer alles als rassistisch, sexistisch, frauenfeindlich etc. bezeichnen. Am Schluss landen wir in einer völlig kontrollierten Welt wo sich niemand mehr getraut was zu sagen. Weil es könnte ja rassistisch sein.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 11.06.2020 07:34
      Highlight Highlight Im Unterricht habe ich jeweils absurd interveniert, wenn wieder einer von den kleinen Biestern die Hausaufgaben, den Rucksack des Kollegen, die Schulreise oder die kaputten Schlösser schwul fand: "Jaja, ich verstehe deine Enttäuschung: Das Klassenzimmer ist heute auch wieder sehr heterosexuell." Nachdem wir alle Identifikationen durch hatten, hat auch keiner mehr "schwul" gesagt, ausser es ging gnau um das Thema ...
  • Garp 10.06.2020 21:34
    Highlight Highlight Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann, hat nichts mit dunkelhäutigen Menschen zu tun. Es geht um Kinder von armen Familien, die verkauft wurden, um als Kaminfeger zu arbeiten. Also eine Art Kindersklaverei, praktiziert bei Hellhäutigen.
    Ein Händler (der schwarze Mann) besuchte die Dörfer und kaufte die Kinder den Familen ab. Für die Kinder war das ein hartes Los. Und die Kinder hatten in armen Dörfern Angst , beim schwarzen Mann zu landen.

    Das nur als Info.

    • Samurai Gra 10.06.2020 22:23
      Highlight Highlight Nur schon von dem Standpunkt aus wäre es Betrachtenswert das nicht mehr zu verwenden... vielleicht?
    • peeti 11.06.2020 13:02
      Highlight Highlight Dann hast Du das Spiel nie mit einem dunkelhäutigen Menschen gespielt. Sonst wüsstest Du, dass die Herkunft eines Spielnamens keine Rolle spielt. Versuch es mal mit "Wer hat Angst vor dem bösen Mann/Wolf" etc. Es tut nicht weh.. und das Spiel funktioniert auch so.
    • Garp 11.06.2020 14:24
      Highlight Highlight Das war eine geschichtliche Info, peeti. Gehört zum Tessin und der Schweiz. Etwas Bildung schadet ja nichts.

      Man kann von mir aus auch wer hat Angst vor dem bösen Zombie, spielen. Wäre angebrachter als Mann oder Wolf, denn Wölfe sind nicht böse und Männer auch nicht unbedingt.

      Ich kann das Buch "Die schwarzen Brüder" empfehlen.
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  • DerRaucher 10.06.2020 21:25
    Highlight Highlight Das Ende trifft auch genau meine Meinung. Der Mohrenkopf gehört aus dem Sprachgebrauch verbannt. Das er im Jahre 2020 überhaupt noch so genannt wird, spricht für sich. Migros hätte den schon viel früher aus dem Sortiment werfen sollen. Momentan wirkt es einfach nur erzwungen und geheuchelt.
  • Amenokal 10.06.2020 21:25
    Highlight Highlight Ein wenig Inkonsequenz muss dann aber doch sein! Mohrenköpfe"geht gar nicht" aber die Abteilung wo man Nüsse, Kaffee, Schokolade etc. findet nennt die Migros immernoch "Kolonialabteilung" (Fragt in der lokalen Migros oder schau deren Stellenanzeigen durch falls ihr mir nicht glaubt).
    • leverage 10.06.2020 22:21
      Highlight Highlight Ja die Migros nenmt es in einigen Filialen ganz ofiziell so. Auch bei frisch umgebauten. Das Schild ist vor 3 Jahren gedruckt worden.
    • DrPop 11.06.2020 00:09
      Highlight Highlight Immerhin sind sie ehrlich, jetzt ist‘s halt eine Form von Wirtschaftskolonialismus
    • frereau 11.06.2020 06:10
      Highlight Highlight Aber das eine soll das andere doch nicht ausschliessen. Die Kolonialabteilungen werden schon noch verschwinden. Migros und die anderen Grosskonzerne reagieren nie aus Menschenliebe, sondern dann, wenn es ums Geld und den Ruf (also ums Geld) geht.
  • Böhnli 10.06.2020 21:23
    Highlight Highlight Danke für diesen Einblick Lukas was du davon hälst. Doch möchte ich mal eine Frage in die Runde werfen? Von klein auf als Pippi, du Pumuckel, (und nicht in einem netten Kontext) Hexe ohne Seele genannt zu werden und die regelmässige Darstellung rothaariger Frauen in Filmen mit einer negativen Behaftung. Auch das macht mit unserer Gesellschaft etwas, doch wo zieht man die Grenze?
    • kupus@kombajn 10.06.2020 21:41
      Highlight Highlight Zur Grundsatzfrage: die Grenze ist dort, wo Menschen aufgrund äusserer Merkmale, Geschlecht, sexueller Orientierung und ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit diskriminiert werden. Das gilt also auch für Rothaarige, und ja, auch die aus der Mode gekommenen Blondinenwitze gehören dazu.

      Aber: wo werden denn rothaarige Frauen (Mädchen) mit negativer Behaftung dargestellt? Rote Zora und Pippi = Heldinnen meiner Kindheit, und dank mir auch meiner Kinder. Diesen Sommer war sogar geplant, die Uskoken-Burg Nehaj in Senj (Kroatien zu besuchen) —> Rote Zora
    • Sminja 10.06.2020 22:07
      Highlight Highlight Pipi ist doch eine starke Persönlichkeit. Und auch Pumuckel ist süss und nicht erniedrigend für Rothaarige. Klar, kann es verletzend sein und böse gebraucht werden. Aber dafür kann weder Pipi noch Pumuckel etwas. Find ich jetzt schon schwierig das mit der Geschichte der Schwarzen zu vergleichen. Kann mir vorstellen dass es kacke ist so beleidigt zu werden. Kenn das als blonde Frau zur Genüge. Trotzdem vielleicht nicht der passende Vergleich und Ort.
    • MasterPain 10.06.2020 22:16
      Highlight Highlight Wurdest du schon mal von der Polizei kontrolliert weil du rote Haare hast? Oder am Flughafen gefilzt?
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  • CalibriLight 10.06.2020 21:22
    Highlight Highlight Vielen Dank an Lukas für diese Aussagen.
    Ich fand es bisher nie ein Problem, dass der Mohrenkopf halt eben Mohrenkopf heisst, denn ich bin eigentlich der Meinung, dass Rassismus im Alltag an ganz anderen - und mehr als genug - Dingen fassbar ist als an der Bezeichnung einer Süssigkeit. Das erschien mir immer mehr als banal und die Argumentation gegen diesen Namen ein bisschen doof.
    Deshalb danke ich für den Artikel, er zeigt mir auf, dass es bei diesem Thema wohl keine Banalitäten gibt.
  • Michael Heldner 10.06.2020 21:16
    Highlight Highlight Kommt Mohr nicht von den Mauren und stammt sogar aus dem Mittelalter ? 🤔 also ein paar Jahrhunderte vor der Kolonialisierung.
    Aber schön das ihr jemanden mit dunkler Hautfarbe finden konntet, der sich tatsächlich an den Mohrenköpfen störte.
    • Herr Ole 10.06.2020 21:48
      Highlight Highlight Genau, ursprünglich war es eine Bezeichnung für Nordafrikaner, später (während der Kolonialisierung Afrikas) eine abwertende Bezeichnung für Dunkelhäutige, der Vorgänger des Wortes „Neger“ sozusagen.
    • Samurai Gra 10.06.2020 22:26
      Highlight Highlight Die Mauren in Spanien wurden von den Christen ja so dermassen gewertschätzt das man alle die nach der Reconciesta nicht flohen oder Konvertierten auf den Scheiterhaufen warf...
    • nichtMc 10.06.2020 22:37
      Highlight Highlight Moro oder negro, beides heisst einfach schwarz...
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  • Stefan Morgenthaler-Müller 10.06.2020 21:14
    Highlight Highlight "Es ist die Summe an Diskriminierungen, die einem permanent das Gefühl geben,weniger Wert zu sein. Etwa das Spiel «wer hat Angst vor dem schwarzen Mann?», das Lied «zehn kleine Negerlein» und so weiter und so fort."

    Einfach den Spiess umdrehen und 10 kleine Patrioten singen. Falls du es nicht kennst, hier die letzen beiden Strophen:

    2 kleine Patrioten waren gegen die Moschee.
    Einer ass dann trotzdem Döner, nur das Fleisch war nicht okay.
    1 kleiner Patriot wurde dadurch schlauer!

    Den Songtext findest du über Google.

    Super, dass Migros diesen Schritt gegangen ist. Andere Läden werden folgen!
  • Notabik 10.06.2020 21:13
    Highlight Highlight Ich denke, eine multikulturelle Gesellschaft macht das Leben der Einheimischen nur komplizierter. Wir müssen uns heute mit Problemen auseinandersetzen, die vor 40 Jahren noch keine waren. Welche dieser Empörten setzt sich mit der Schweizer Kultur auseinander, geht an Schwingfeste und Älpler Chilbis? Dieses helvetische Selbstverständnis droht wegen den vielen Zugezogenen unwiederbringlich verloren zu gehen.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 10.06.2020 21:34
      Highlight Highlight @Notabik. Die Welt von 2020 ist nicht die gleiche wie 1980 und 1980 war auch anders als 1940. Wenn du mit Veränderungen damit nicht klar kommst, ist das deine Sache, schuld sind sicher nicht die, welche du nicht zu den Einheimischen zählst.
    • bokl 10.06.2020 21:37
      Highlight Highlight In meinem Stammbaum gibt es seit mind. 2 Generationen keine Zuwanderer. War trotzde weder an Schwingfesten, noch an Älpler-Chilbis. Hoffe dein helvetische Selbstverständnis leidet nicht darunter.
    • Mephista87 10.06.2020 21:52
      Highlight Highlight Meine schweizer Wurzeln reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, und trotzdem mach ich einen grossen Bogen um Schwingfeste und Älplerchilbis.
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  • Lotus_ 10.06.2020 21:10
    Highlight Highlight (2/2) deshalb finde ich die Reaktion der Migros ein bisschen übertrieben. Wie ein anderer Kommentar erwähnt, ist die (öffentliche) Sklaverei und Erniedrigung schwarzer Menschen zu lange her, als dass ich heute noch sagen würde, "Mohrenkopf" is ein rassistischer Begriff für einen Schaumkuss und zielt direkt auf diese Zeit. Natürlich soll man die Geschichte nie vergessen, und weil sie nicht vergessen wurde, fühle ich mich heute zumindest in der Schweiz nicht anders behandelt als Weisse.
  • MeinSenf 10.06.2020 21:08
    Highlight Highlight Danke für diesen Input!!!
  • sihtalrebel 10.06.2020 21:08
    Highlight Highlight Einfach mal ruhig sein, zuhören,mitführen und ein kleines bisschen was ändern. Danke
  • Hardy18 10.06.2020 21:07
    Highlight Highlight Es tut mir leid das du diese Erfahrungen gemacht hast und dich getroffen gefühlt hast. So wie es auch andere Kinder erfahren haben, die gehänselt worden sind. Sei es als Lauch, Bohnenstange, Fetti, Brillenschlange usw... kaum einer von den damaligen Kinder wusste was Mohr für eine Bezeichnung war, die Jahrhunderte vor ihrer Zeit genutzt wurde.
    Und jetzt, Jahrzehnte später höre ich den Mohr, als Beleidigung nicht mehr. Die Welt ist im Wandel. Nur die Nazis werden weiterhin solche Wörter benutzen, ob die Leckereien in den Regalen verschwinden oder nicht, ob es Gesetze gibt oder nicht.
    • frereau 11.06.2020 06:24
      Highlight Highlight @Hardi
      aber im Migros kannst Du keine Süssigkeiten kaufen, die Namen wie "Bohnenstange, Fetti, Brillenschlange" etc. haben.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 11.06.2020 07:58
      Highlight Highlight Totebäindli?
      Weisswürstel?
      Wenn ich mich von "Mäitschibäi" angegriffen fühle, habe ich ein Problem, aber das sind sicher nicht diese Guetzli, sondern Leute, die mich nie mitspielen lassen. Sprich diese Mohrenkopf-Diskussion verdeckt das Problem, wie man in der Schweiz miteinander umgeht. Konkret könnte man ja auch fragen, ob "Mohrenkuss" ein Problem ist und wenn ja halt einfach "Schaumglatze" sagen.
  • Lotus_ 10.06.2020 21:04
    Highlight Highlight (1/2)
    Wahrlich eine ehrliche und nachempfindbare Meinung, danke! Spannend finde ich, wie sehr mich diese Meinung überrascht hat.

    Ich bin selbst schwarz, habe nach meiner Ankunft in der Schweiz auch schon Rassismus erlebt - aber nur während mein Deutsch noch nicht die akzentfreie Zürischnurre war, die ich heute pflege ("Was, du bisch nöd i de Schwiiz gebore?"). Sogar in der Kaserne konnte ich mit bekennenden Neonazis bei einem (zwei, drei...) Träsch über die SS sorgenfrei diskutieren. Nie im Leben würde ich aber den Begriff "Mohrenkopf" mit der traurigen Herkunft des Wortes "Mohr" verbinden.
    • frereau 11.06.2020 06:25
      Highlight Highlight "bei einem Träsch über die SS sorgenfrei diskutieren" das sagt aber auch schon viel aus über Dich...
    • Nate Smith 11.06.2020 06:42
      Highlight Highlight Wieso würdest du diese Verbindung nie im Leben machen? Mohr + Kopf = Mohrenkopf. Tete de negre auf französisch ist genauso eindeutig. Fällt mir schwer dies nicht zu tun.
    • Militia 11.06.2020 10:07
      Highlight Highlight frereau sagt nun also Lotus, was Rassismus ist? DAS ist das ultimative Beispiel von White Privilege und weissem Paternalismus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • RhabarBär 10.06.2020 21:04
    Highlight Highlight Danke Lukas! An deinen Gedanken ist etwas dran. Noch heute Nachmittag habe ich mir beim Artikel vom Dubler Schokoladeüberzogenesschaumgebäck an den Kopf gefasst und mich aufgeregt und heute Abend merke ich, dass du Recht hast. Es geht nicht immer darum, was ich dazu denke, sondern darum, wie sich andere dabei fühlen. Und ja, ich kann mich noch gut an die damalige Verpackung erinnern und finde sie heute auch denäbe und ja, ständig in der Schule Mohrenkopf genannt zu werden, ist verletztend und ja, ich war mir dessen nie bewusst. Time for a change.
    • JasCar 10.06.2020 21:40
      Highlight Highlight Dein Kommentar verdient ein Highlight.
      Sehr reflektiert und einfühlsam.

      Ich habe Mohrenköpfe geliebt als Kind, und ich fände Dubler Schaumküsse genauso lecker. Schade, dass sie so am Namen festhalten.

      Es wird Zeit, dass wir "Weissen" uns wenigstens versuchen mal in eine farbigere Haut einzufühlen.

    • Valeurou 10.06.2020 21:45
      Highlight Highlight Danke! Endlich ein Kommentar zum aufatmen.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 11.06.2020 08:04
      Highlight Highlight @JasCarMisch dich ein, wenn Leute wirklich benachteiligt werden, z. B. wenn sie im Restaurant einfach nicht bedient werden. Oder im Verein unwillkommen sind, oder ... - das hilft mehr als so Wortgehacke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kupus@kombajn 10.06.2020 21:02
    Highlight Highlight Tja! Im anderen Artikel haben Kommentare, welche die Mohrenkopf-Sache lächerlich finden, am
    meisten Likes. Würde mich nicht wundern, wenn es sich um Ich-bin-kein-Rassist-aber-Exemplare mit der BLM-Faust als Profilbild auf Instagram handelt.

    So lange jeder für sich bestimmen will, was denn nun rassistisch ist, wird das nicht funktionieren. Aber eben: noch sind es die Weissen, welche da den Ton vorgeben wollen, wie auch weisse Experten zum Thema Rassismus in Talkshows eingeladen werden.
    • Tischbein 10.06.2020 23:00
      Highlight Highlight Das nennt sich in der Psychologie aversiver Rassismus. Und ja, das ist es.
  • rainbowgirl 10.06.2020 21:00
    Highlight Highlight Top! da spricht mir jemand aus der Seele!
  • pfffffffff 10.06.2020 21:00
    Highlight Highlight Hatte so meine Zweifel, ob diese Verbannung des Namens nicht vielleicht ein wenig über’s Ziel hinaus geschossen war, aber jetzt, nach dieser Lektüre ist es klar, danke!

    btw, bin als CH-Weisser in Südafrika aufgewachsen und hatte dunkelhäutige Kindsfreunde. Es gab auch dort einen sehr hässlichen Begriff für die NICHT-Weissen, fängt mit K.. an. Ich kann mich an keinen gegenteiligen, die Weissen beleidigenden Begriff erinnnern, ausser jene, die sich die Weissen gegenseitig anwarfen. Liegt wohl eindeutig an der Rasse. 🙅🏼‍♂️
    • frereau 11.06.2020 06:37
      Highlight Highlight Also ich kenne da schon verschiedene Ausdrücke:
      "hy is 'n rooinek, japie of soutie" en dit is reg!

      Aber ich bin da ganz bei Dir. Die kleinen Schritte bringen die nachhaltigsten Veränderungen. Weg mit dem Grüselnamen!
  • koalabear 10.06.2020 20:58
    Highlight Highlight Bei Angst vor em schwarzä Maa habe ich als Kind immer an den bösen weissen Mann gedacht, der total schwarz gekleidet war, so wie man sich als Kind einen Kidnapper vorgestellt hat. Ganz ehrlich, ich habs erst vor wenigen Jahren gecheckt, dass damit die Hautfarbe gemeint war.
    • DerTaran 10.06.2020 21:08
      Highlight Highlight Geht mir genauso.
    • Rémy Zenger 10.06.2020 21:09
      Highlight Highlight Ich an den Kaminfeger.
    • MR92 10.06.2020 21:11
      Highlight Highlight Das hat rein gar nichts mit der Hautfarbe zu tun, sondern mit der Pest! Bitteschön für Nachhilfelektion
    Weitere Antworten anzeigen
  • Junge mit Früchtekorb 10.06.2020 20:57
    Highlight Highlight Merci Lukas.
  • Smeyers 10.06.2020 20:57
    Highlight Highlight Danke für den Bericht. Ob Mohrenkopf oder Negerküsse in Deutschland, wenn eine Umbenennung hilft, dann bin ich dafür. Was mir aber fehlt bzw. stört ist die fehlende Selbstkritik die sich in diesem Satz zeigt:

    “...das Wort «Mohr» von den Kolonialisten benutzt wurde, die dunkelhäutige Menschen versklavten.”

    Eins muss klargestellt werden, in Afrika haben sich die Stämme gegenseitig versklavt und einige konnten Ihre Sklaven gewinnbringend an den weißen Mann verkaufen. Auch dies ist Teil der Geschichte, auch wenn es nicht in das Bild von BLM passt.
    • bruuslii 10.06.2020 20:59
      Highlight Highlight smeyers, com on!

      "ich habe nicht - der andere hat auch"

      das ist ganz grober whataboutism!
    • You will not be able to use your remote control. 10.06.2020 21:25
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • You will not be able to use your remote control. 10.06.2020 21:32
      Highlight Highlight Du denkst, weil du gestern gelernt hast, mit welchen Methoden die Europäer die Welt unterjocht haben, kannst du jetzt die Schuld den Opfern zuschieben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Waldorf 10.06.2020 20:55
    Highlight Highlight Fair enough! Können wir weissen nicht nachvollziehen wie sich ein betroffener fühlt. Dem Kolonialismus fühle ich mich trotzdem keineswegs auch nur ansatzweise nahe! Es ist genau so wie er sagt: nehmt die scheiss Mohrenköpfe einfach aus dem Sortiment ohne grosses Aufsehen! Und schon gar nicht zum jetztigen Zeitpunkt. Immer dieser Oportunismus!
    • kupus@kombajn 10.06.2020 21:25
      Highlight Highlight Natürlich fühlst du dich dem Kolonialen nicht nahe. Du siehst keinen direkten Zusammenhang zwischen ihm und deiner Person. Wenn du dich mit dem Thema näher befasst, wirst du feststellen, dass unser aller Wohlstand in West-Europa und anderen Gegenden der Welt direkt (ehem. Kolonialmächte) und indirekt (Nutzniesser) zusammenhängt. Und den Kolonialismus gibt es immer noch, wenn auch in anderer Form.
    • Waldorf 10.06.2020 22:24
      Highlight Highlight Wie in aller Welt kannst du davon ausgehen, dass mir diese Zusammenhänge nicht bewusst wären? Ja, ich lese Bücher!
    • 155West 10.06.2020 22:28
      Highlight Highlight Waldorf: Für den Sklvenhandel brauchte man eine Lizenz, Die zweite je ausgestellte Lizenz zum Verkauf schwarzer Sklaven nach Amerika (ich glaube es waren 6000 Stück) ging an einen St. Galler Unternehmer!! Die Schweizer waren vom Anbeginn des Sklavenhandels in die Amerikas voll und ganz involviert. Was glaubst Du, wie viele Schweizer zudem in der Karibik und den Amerikas damals Grundstücke besassen, auf denen Schwarze schufteten?

      Und wer jetzt kommt, von wegen das war früher: Wo glaubst du, kommt unsere “Schweizer” Schoki her?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vintage 10.06.2020 20:51
    Highlight Highlight Endlich. Danke für diesen Text. Top! 👏👏👏
  • Grötzu 10.06.2020 20:51
    Highlight Highlight Sorry, mein Mitmensch. Aber das Mohr mit Sklave zusammen hängt, kannst Du ebenso wenig wie ich nachfühlen. Ich bin 1950 geboren. Du hast bis jetzt Dein Leben in der Schweiz verbracht. Also redest Du auch nur von etwas, das Du gehört, aber nie erlebt hast. Schliesse jedoch nicht aus, das Du Rassismus erlebt hast.
    • Reli 10.06.2020 21:01
      Highlight Highlight Lass doch einfach stehen, was er fühlt. Sachlich und doch emotional formuliert.
    • Junge mit Früchtekorb 10.06.2020 21:05
      Highlight Highlight "Schliesse nicht aus, dass du Rassismus erlebt hast." Diese Aussage ist unglaublich arrogant. Und er muss Sklaverei nicht selbst erlebt haben, um ein Problem damit zu haben, mit erniedrigenden Stereotypen konfrontiert zu werden.
    • Amadeus75 10.06.2020 21:31
      Highlight Highlight @Grözu

      Ihr Beitrag strotzt nur so vor Ignoranz und Arroganz. Nach Ihrer Logik dürfte sich ein nach dem 2. Weltkrieg gebohrener Mensch jüdischen Glaubens auch nicht durch Neonazis mit Hakekreuzflagge bedroht oder verletzt fühlen, da er ja nicht in der Zeit des 3. Reichs gelebt hat...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kong 10.06.2020 20:50
    Highlight Highlight Tat gut. Zeitpunkt schlecht. Es gab vorgängig genug Zeit das einfach umzubranden wie es andere getan haben.
  • Kiro Striked 10.06.2020 20:50
    Highlight Highlight Jetzt sieht es so aus, als ob die Migros auch noch auf den «Black-Live-Matters»-Zug aufspringen will.

    Ansich, ist es leider genau das.

    Solche Produkte kommen mehr und mehr unter Beschuss, dann knallts in den USA und PLÖTZLICH macht die Migro's was, obwohl das Thema schon ein älteres ist.

    Black Lives matter as long as there is money to make. Ist halt Kapitalismus am Ende
    • Emma Jones 10.06.2020 21:32
      Highlight Highlight Die Eigenmarke der Migros heisst seit mind. 10 Jahren Party Kiss.
  • Locutus70 10.06.2020 20:49
    Highlight Highlight "Wenn jetzt aber weisse Personen sagen, das Wort «Mohrenkopf» habe nichts mit Rassismus zu tun, dann ist das falsch. Das ist genau das «white privilege», von dem jetzt immer wieder die Rede ist."

    Also ich rede von meinen Mitmenschen und nicht von weissen oder schwarzen Personen. Sorry aber meiner Meinung nach hat Lukas ebenfalls eine Tendenz zum Rassismus.
    • kupus@kombajn 10.06.2020 21:21
      Highlight Highlight 🤦🏻‍♂️
    • Mrlukluk 10.06.2020 21:34
      Highlight Highlight Wie kommst du jetzt darauf das Lukas rassistisch ist? Weil er sagt das Weisse und Schwarze verschiedene Erfahrungen machen?
    • Satan 10.06.2020 21:34
      Highlight Highlight Man sieht den Rassismus nicht weil, man selbst keinen Unterschied sieht. War eine Zeitlang auch davon betroffen.

      In dem Moment wo man sich entwickelt und sich in andere hineinversetzen kann, ändert sich das.
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  • 262d 10.06.2020 20:46
    Highlight Highlight ❤️

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