Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ihre Lieblingsfarbe und Markenzeichen: Camille Lothe ganz in Pink. Bild: watson / lea senn

Politik in Pink – wie Camille Lothe die SVP urban und modern machen will

Camille Lothe drängt in der SVP nach oben – und eckt dabei an. Die Präsidentin der Zürcher Jungpartei über sexistische Trolle, Missgeschicke in der «Arena» und das Clubben mit Nachttischlampe.



Fokussierter Blick, schnelle Schritte, Handy in der Hand. Camille Lothe marschiert von der Zürcher Seepromenade in Richtung Bürkliplatz, wie sie politisiert: zielstrebig und vernetzt.

Rasch kommt sie bei der «Bar am Wasser» zwischen Zürichsee und Limmat an. Das Lokal ist Lothes Lieblingsbar. «Es ist der Gin, der hat es mir angetan», schwärmt sie. Und bestellt.

Ein schwüler Sommerabend. Lothe spricht laut, locker, ohne Umschweife. Sie lacht oft. Dazu hat die 25-Jährige allen Grund. Sie gilt als Shootingstar der Schweizerischen Volkspartei und präsidiert die Junge SVP Zürich – kennen tut man sie aber auch in Bern und Basel. Denn Lothe ist überall. Sie kreuzt die Klingen in der Arena, spricht in der NZZ über den AHV-Steuer-Deal, duelliert sich auf der «20 Minuten»-Redaktion mit ihrer linken Widersacherin Tamara Funiciello und steht auf der Nationalratsliste 2019 der JSVP Zürich.

«Besonders die Junge SVP dürfte etwas urbaner und moderner auftreten.»

Camille Lothe

Kürzlich musste Lothe allerdings eine herbe Niederlage einstecken. Es reichte nicht für den Sprung in das Vizepräsidium der Jungen SVP Schweiz. Nur 30 Prozent der Delegierten stellten sich hinter sie.

Falls Lothe die Wahlklatsche nahegeht, lässt sie es sich nicht anmerken. Sie nickt, lächelt, nippt an ihrem Longdrink und sagt dann: «In der Politik kann man nicht immer gewinnen.»

Sie haben eine steile Karriere hinter sich. Man hört, viele Ihrer jungen Parteikollegen seien verstimmt, weil Sie von der Parteispitze gepusht werden.
Camille Lothe: Ich werde nicht gepusht, das stimmt so nicht. Ich packe Themen an, für die sich andere zu schade sind. Zum Beispiel den AHV-Steuerdeal oder den Frauenstreik, beides unangenehme Positionen, inner- und ausserhalb der Partei. So werde ich in diesen Punkten automatisch zur Ansprechperson für die Medien – und das wiederum schafft nationale Sichtbarkeit.

Möglicherweise fehlte den Delegierten für Lothes Wahl auch der bäuerliche Hintergrund. Sicher ist: Sie entspricht nicht dem klassischen Profil der grössten Schweizer Partei.

So besuchte sie vor ihrem Studium etwa das Kunst- und Musikgymnasium. Dort übte sie sich im Operngesang – und tut es hinter verschlossener Tür auch noch heute. In erster Linie aber ist sie jung, urban, weiblich – alles Attribute, die nicht auf den typischen SVP-Anhänger zutreffen. Die SVP gehört zu den Parteien mit dem tiefsten Frauenanteil überhaupt.

Der Parteileitung wird nicht entgangen sein, dass Sie dazu beitragen könnten, das Image der SVP zu entstauben. Sind Sie die junge Alibi-Frau der Sünneli-Partei?
Ich finde es unfair, so betitelt zu werden. Bei der SVP ist es generell egal, ob man Mann oder Frau ist. Jede Position muss man sich durch harte Arbeit erkämpfen. Meine Laufbahn habe ich meiner Arbeit zu verdanken. Ich blättere mich oft noch um zwei Uhr morgens durch Dossiers, stelle vieles hinter die Politik. Heute gegen 23 Uhr, also nach diesem Gespräch, muss ich nochmals in unser Sekretariat. Womit ich allerdings einverstanden bin: Besonders die Junge SVP dürfte etwas urbaner und moderner auftreten.

«Quotenfrau zu sein, ist degradierend und scheisse.»

Camille Lothe

Nun: Zumindest einen Karrieresprung hat Lothe, die sich vehement gegen Frauenquoten einsetzt, einer Paritäts-Überlegung zu verdanken. Und zwar derjenigen der SRF-«Arena».

Sie erzählt: «Moderator Jonas Projer hat mir damals für die Sendung «Blocher – auf zum letzten Gefecht!» aufs Band gesprochen. Die Redaktion wünschte sich noch eine Frau in der Runde.» Sie habe sich gefreut und zugesagt. «Lieber wäre es mir aber gewesen, mein Geschlecht hätte keine Rolle gespielt. Denn Quotenfrau zu sein, ist degradierend und scheisse.»

Die «Arena»-Redaktion lässt dazu verlauten, man sei immer um eine angemessene Vertretung beider Geschlechter bemüht. Ausschlaggebend sei bei der Gästewahl aber die Kompetenz.

Roger Köppel oder Andreas Glarner? Camille Lothe muss wählen.

Video: Camille Kündig, Emily Engkent

Lothe war seither drei weitere Male in die wichtigste Politsendung des Landes geladen. Selbstbewusst im Auftreten und relativ sattelfest in der Materie hält sie dort wacker mit Politgrössen mit. Versucht der Gegner, sie auf Widersprüche in ihrer Argumentation aufmerksam zu machen, kontert sie süffisant. Jeder Satz sitzt. Lothe argumentiert nicht wie andere Mitglieder der SVP in Stammtisch-Manier. Sie spricht druckreif.

Gut möglich, dass ihr das Flair für Sprache in die Wiege gelegt wurde: Lothes Eltern stammen aus dem Elsass und sie ist bilingue deutsch-französisch aufgewachsen.

«Camille, jetzt muesch öppis gschiids sägä.»

Camille Lothes «pep talk» zu sich selbst

Ganz ohne Mühe schüttle sie die Antworten aber nicht aus dem Ärmel: «Bei den ersten Tönen des «Arena»-Teasers zittert jeweils jede Faser meines Körpers. Beim ersten Auftritt habe ich deswegen sogar mein Glas ausgeschüttet.» Helfen tue dann jeweils die Introspektion – und ein bisschen an sich selbst gerichteten «pep talk»: «Ich sage mir: ‹Hopp Camille, jetzt muesch öppis gschiids sägä.›» Das klappt anscheinend gut: «Eine Jungpolitikerin, die alte Schlachtrösser das Fürchten lehrt», resümiert eine unserer «Arena»-Kritikerinnen in der wöchentlichen watson-Rezension.

Bei den Urnengängen hält Lothe weniger gute Karten. Im Frühling haben in Zürich 5,5 Prozent der Wähler ihrer Partei die Treue aufgekündigt. Auf nationaler Ebene setzte sich Lothe gegen die STAF ein, plädierte gegen die Übernahme der EU-Waffenrecht-Richtlinien und machte sich für die «No Billag»-Initiative stark. Bekanntlich vertrat die Mehrheit der Stimmberechtigten jeweils die exakt gegensätzliche Meinung.

Ist das die Politik für das Volk, wie sie die SVP anstrebt? Zum ersten Mal an diesem Abend kommt Lothe ins Stocken. Ihr Pokerface bröckelt. Sekunden vergehen. Dann versichert sie: «Ja, klar, wir machen Politik fürs Volk. Aber manchmal steht man halt auch einfach für eigene Überzeugungen ein.»

Mit Lampe an der Langstrasse

Kämpft Lothe nicht gerade für ihre Anliegen, feiert sie gerne. Da kommt es auch mal vor, dass sie mit der Nachttischlampe durch das Zürcher Nachtleben taumelt. Lothe grinst: «Long story short: Ich brauchte die Lampe für meine YouTube-Videos als Dekoration und so pendelte sie immer mit mir von meiner Wohnung ins Studio und zurück. Einmal hatte ich an einem Freitag keine Zeit, sie vor dem Ausgang in die Wohnung zu bringen – da nahm ich sie halt mit in den Club.» Inzwischen hat sie in eine Zweitlampe investiert.

In den letzten Wochen blieb Lothe wenig Zeit zum Feiern. Sie steckte mitten in der heissen Prüfungsphase an der Universität Zürich. Dort studiert sie Politikwissenschaften und BWL im achten Semester – eins davon absolvierte sie in Los Angeles. Dazu unterrichtet sie in einem 60-Prozent-Pensum Zürcher KV-Lehrlingen Wirtschaft – ein ambitioniertes Wochenprogramm neben der Politik. Was treibt Camille Lothe an? «Das ist simpel: die Überzeugung, das Richtige für mein Land zu machen», entgegnet sie.

Das Studium habe aber unter der Politik gelitten. «Ich musste zwei Semester länger studieren.» Es hätten sich Chancen geboten, die sie «einfach packen» musste: «Wie zum Beispiel eine ‹Arena›-Einladung. Auch wenn ich dann nicht darum herumkam, mehrere Tage die Vorlesung zu schwänzen, um mich auf die Sendung vorzubereiten.»

Rosa Büro, schwarze «AR-15»

Prioritäten setzen – ein roter Faden in Lothes Vita. Genauso wie eine gezielte Kommunikation. Ein Blick auf die Schweizer Mediendatenbank zeigt: In den Zeitungen kommt sie in den letzten zwölf Monaten auf 132 Nennungen. Zum Vergleich: Die Co-Präsidenten der Jungen Grünen Zürich werden gesamthaft 55 Mal zitiert, der Präsident der Jungfreisinnigen des Kantons bloss 22 Mal.

Seit knapp drei Monaten übt sich die Jungpolitikerin als YouTuberin: Ihr Format mit Namen «Uf dä Punkt» erreicht im Durchschnitt rund 3000 Aufrufe. Lothe thematisiert darin aktuelle Debatten – und provoziert gerne. Zuletzt Mitte April auf dem Höhepunkt der Waffenrechts-Debatte, als sie in einem Video mit einem Sturmgewehr hantierte. Darauf hagelte es Kritik – auch aus der eigenen Partei. Lothe eckt an.

In einem YouTube-Video erklärt Lothe den Zuschauern, weshalb gewisse Waffen weiterhin erlaubt sind und andere künftig verboten werden. bild: screenshot youtube

Im Gegensatz zur Juso-Politikerin Tamara Funiciello, die von Hatespeech eingedeckt wird, halte sich das Ausmass an Hassnachrichten aber in Grenzen, sagt die Politikerin. Diejenigen, die sie erhalte, stammten aus zwei ganz bestimmten Lagern. Sie schüttelt halb genervt, halb belustigt den Kopf: «Entweder sind es Herren ab 50 aufwärts, die in die Tasten hauen, oder junge, selbsternannte Feministinnen.»

Sie kritisieren oft den Mode- und Dekorationsstil der Politikerin, wie ein Blick auf die Kommentarspalten in den sozialen Medien zeigt. Lothe kleidet sich bevorzugt in Pink, ihrer Lieblingsfarbe. Unter dem Bartisch hat sie eine Louis-Vuitton-Tasche deponiert.

Das Studio, in dem sie ihre YouTube-Videos dreht, ist in sanften Pastelltönen gehalten. Anscheinend ein No-Go für manchen älteren Herrn und junge Feministin. «Sehr viel Pink für eine emanzipierte Frau» und «Kann man eine so rosa-durchgestylte Frau überhaupt ernst nehmen?», liest man dort etwa. Styling und Kompetenz schliessen sich offenbar auch noch im Jahr 2019 für viele aus.

Lothe in ihrem Studio.

Für grosses Leser-Feedback sorgte vor knapp zwei Jahren auch ein «20 Minuten»-Artikel, der Lothes Instagram-Profil unter die Lupe nahm. Die Schweiz sah Lothe im Bikini auf einer Yacht, Lothe mit einem Drink in der Hand, Lothe im Dirndl.

Wie haben Sie das erlebt?
Ich habe nur noch geheult. Stellen Sie sich mal vor, wie man sich dabei fühlt. Der Artikel stellte ein völlig verzerrtes Bild von mir dar. Ich mache in meiner Freizeit vieles anderes – nur poste ich natürlich seltener ein Bild von mir an der Uni als in den Ferien oder beim Feiern, das ist doch normal. Von über 200 Bildern wurden aber gezielt nur die Bilder abgebildet, bei denen ich am wenigsten Stoff am Körper hatte. Das fand ich irgendwie sexistisch.

«Die Leute, die so eingeschränkt denken, sterben langsam aus.»

Camille Lothe über Sexismus in der Gesellschaft

Am 14. Juni sind zigtausende Schweizerinnen auf die Strassen gegangen, um unter anderem gegen Sexismus zu protestieren. Sie haben sich mehrfach gegen die Forderungen des Frauenstreiks ausgesprochen ...
Ja. Denn mit zahlreichen Punkten bin ich nicht einverstanden. Zum Beispiel mit der Forderung nach mehr Lohngleichheit. Wer sich mit den Statistiken beschäftigt, sieht, dass die reine Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechtes ein Mythos ist. Wichtig ist, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen haben eine Position zu erreichen. Es ist aber klar: Wer etwas erreichen will, muss sich auch selber ins Füdli kneifen.

Mit einem latenten Sexismus habe aber auch sie zu kämpfen. «Klar, wenn ich mit meinem goldrosa Laptop und hochhackigen Pumps in eine Sitzung laufe, betiteln mich gewisse Männer als Tussi.» Meistens würden sie die Herren trotzdem ernst nehmen. Und wenn nicht, bleibe immer noch die Konfrontation: «Ich sage: ‹Guys, so geht das nicht›.» Das funktioniere bestens. Was sonst noch an Macho-Gehabe in der Gesellschaft existiere, sei eine Frage der Zeit, ist Lothe überzeugt: «Die Leute, die so eingeschränkt denken, sterben langsam aus.»

Lothe und das Ausländerproblem

Ein wichtiges Anliegen des Frauenstreiks war es auch, gegen die hohe Anzahl Gewaltdelikte an Frauen zu protestieren. Lothes Kernbotschaft deckt sich hierzu – wenig überraschend – mit einem Papier der SVP-Frauenfraktion im Parlament. Sie holt aus: «Die Statistiken zeigen klar: Gewalt an Frauen in unserem Land hat einen Namen; nicht integrierte Männer mit Migrationshintergrund. Es gibt Kulturen mit einem gestörten Frauenbild, die westliche Frauen als unehrenhaft sehen. Es ist wichtig, dass wir offen darüber diskutieren, auch wenn das meine linken Kolleginnen nicht gerne hören.»

Der Anteil ausländischer Täter ist laut Bundesamt für Statistik tatsächlich überdurchschnittlich hoch. Doch einige Faktoren verzerren das Bild: So werden in der Statistik etwa auch Kriminaltouristen erfasst. Ausschlaggebend für Straffälligkeiten ist laut Bund zudem nicht die Staatsangehörigkeit, sondern in der Statistik nicht erfasste Faktoren wie soziale Schicht oder Bildungsstand. Doch diese Punkte rütteln nicht an Lothes Überzeugung.

430'000 Frauen – ungefähr so viele Menschen, wie in der Stadt Zürich leben – wurden in der Schweiz Opfer von sexueller Gewalt. Wäre das nicht ein Grund gewesen, am 14. Juni zu protestieren?
Doch. Dagegen sprach, dass ich nicht hinter all den anderen Forderungen stand – und die Frauenstreik-Komitees liessen den Eindruck entstehen, bürgerliche Frauen seien eher ungebetene Gäste. Ausserdem ist das Streiken eigentlich nicht mein Stil. Aber über beides hätte ich hinwegsehen können. Ich habe mir in den Tagen davor ernsthaft überlegt, teilzunehmen.

Was hat Sie schlussendlich davon abgehalten?
Ich erhielt zahlreiche Nachrichten von sogenannten Feministinnen, die mir vordiktierten, ich solle zurück an den Herd, wie es die Männer meiner Partei von mir verlangten, anstatt mich öffentlich zum Thema zu äussern. Ich sollte mir sogar einen Kurzhaarschnitt zulegen oder zuerst Mutter werden. Da hat es mir ‹abgelöscht›.

«Kä Zit» für den Klimawandel

Viel zu reden gab in den letzten Wochen nebst dem Frauenstreik auch der Klima-Kurs der SVP. Lange ignorierte Lothes Partei die Diskussion, jüngst flatterte ein SVP-Extrablatt in drei Millionen Schweizer Briefkästen. Dessen Titelseite ziert nicht das altbekannte Sünneli, sondern ein Klimateufel.

Die Spitze der Partei mit grünem Logo hält die Klima-Debatte für einen Medienhype. Als grossen Klimasünder prangert sie allerdings die Zuwanderung an. Im Magazin «Weltwoche», unter den Fittichen von SVP-Nationalrat Roger Köppel, bezweifeln derweil regelmässig Chef und Redaktoren, dass die Klimaerwärmung der letzten Jahrzehnte von uns Menschen verursacht wird.

Angesprochen auf das Thema Nummer eins dieses Jahres bleibt Jungpolitikerin Lothe wortkarg. Was sie von der Klimapolitik der SVP halte, möchte die Journalistin von ihr wissen. Lothe entgegnet: «Ich muss zugeben, ich habe die Artikel nicht gelesen – und bin auch sonst nicht sattelfest im Thema.» Es gebe in ihrer Jungpartei Leute, die das Dossier in- und auswendig kennen. Sie selbst habe 2019 zwischen STAF und EU-Waffenrecht «kä Zit» für das Klima gehabt. Bis zu den Wahlen sei sie aber für den Kampf auf den Podien bereit.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

SVP-Abstimmungsplakate

Blocher: «Wir haben der Klima-Walze nichts entgegenzusetzen»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Ösi-Kanzler Kurz stellt Corona-Verschwörungs-Theoretiker in den Senkel 👊

Nachdem ein Politiker der rechtspopulistischen FPÖ mit Verschwörungstheorien um sich warf und einen Misstrauensantrag gegen die Regierung stellte, konterte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz mit einer Rede, die es in sich hatte.

Der FPÖ-Politiker Herbert Kickl äusserte sich am Montag im österreichischen Parlament gegen den von der Regierung geplanten dritten Lockdown (ab 26. Dezember). Kinder würden traumatisiert, eine Testapartheid sei geplant, es stünden Zwangsmassnahmen an, so der rechtspopulistische Nationalratsabgeordnete. Schliesslich forderte er in seiner Wortmeldung: «Kurz muss weg».

Das liess Bundeskanzler Sebastian Kurz nicht auf sich sitzen und ging auf Kickls Vorwürfe ein. Zudem appellierte Kurz an die …

Artikel lesen
Link zum Artikel