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ZUM AUFTAKT DER KAMPAGNE UEBER DIE ABSTIMMUNG UM DEN VATERSCHAFTSURLAUB DIESEN SONNTAG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - WEITERE BILDER FINDEN SIE AUF visual.keystone-sda.ch --- Ein Vater spielt an seinem freien Tag zu Hause seinen vier Montate alten Sohn, fotografiert am 15. Mai 2020 in Aarau. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Frischgebackenen Vätern steht per Gesetz noch keine festgeschriebene Anzahl bezahlter Vaterschaftstage zu. Die Vaterschaftsurlaub-Vorlage soll dies ändern. Bild: keystone

Diese Firmen haben den Vaterschaftsurlaub in den letzten zwei Jahren erhöht

Gute Nachrichten aus der Privatwirtschaft: Bei der bezahlten Papizeit tut sich etwas. Ein Vergleich mit einer Umfrage von 2018 zeigt, dass viele Firmen die bezahlte Vaterschaftszeit in den letzten zwei Jahren erhöht haben.



Der Mutterschaftsurlaub für erwerbstätige Mütter ist gesetzlich geregelt. Nicht so die Vaterschaftszeit. Wenn es nach den Befürwortern der Vaterschafts-Vorlage geht, soll sich das ab dem 27. September ändern. Dann nämlich soll gesetzlich verankert werden, dass frischgebackenen Vätern zwei Wochen Vaterschaftszeit zusteht.

Trotz der fehlenden gesetzlichen Verankerung gibt es in der Schweiz viele Firmen, die ihren Mitarbeitern mehr als einen oder zwei Tage Papizeit gewähren.

2018 führte watson eine nicht repräsentative Umfrage bei den grössten und bekanntesten Schweizer Firmen durch und fragte nach der Anzahl bezahlter Vaterschaftstage.

2020 zeigt sich: Viele der damals befragten Firmen haben in den letzten Jahren die Papizeit erhöht. Waren es 2018 im Durchschnitt noch 8,5 Tage bezahlter Vaterschaftsurlaub, zeigen sich die angeschriebenen Firmen 2020 grosszügiger. Der Durchschnitt stieg um fast vier Tage auf 12,4 Tage an.

grafik: watson

Die grösste Veränderung gab es bei Novartis. Das Pharmaunternehmen mit Sitz in Basel gewährt seinen Mitarbeitenden 90 Tage Elternauszeit. Gemäss Angaben der Kommunikationsabteilung werde dabei der volle Lohn ausbezahlt und die Mitarbeitenden sind bonusberechtigt. 2018 gewährte Novartis lediglich sechs Tage bezahlte Vaterschaftszeit.

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Pharmakonzern Roche. 2018 waren es noch sechs Tage bezahlte Vaterschaftszeit, zwei Jahre später gewährt das Unternehmen bis zu 50 Tage.

Rund 15 der erneut angeschriebenen Unternehmen stockten die bezahlten Vaterschaftstage in den letzten zwei Jahren auf. Die folgende Auflistung zeigt die angeschriebenen Firmen und die gewährte Papizeit 2018 und 2020 im Detail.

grafik: watson

Alles was du zur Abstimmung über den Vaterschaftsurlaub wissen musst:

Volksabstimmungen vom 27. September 2020
Im September stimmt die Schweiz über die Begrenzungsinitiative, den Gegenvorschlag zum Vaterschaftsurlaub, über höhere Kinderabzüge und über das Jagdgesetz ab. Über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge kommt es zur Abstimmung, nachdem das Referendum zustande kam.
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