Schweiz
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Schweizer Auftritt vor dem Sicherheitsrat: UNO muss mehr gegen sexuelle Gewalt tun



Die Liste der nicht-staatlichen bewaffneten Gruppen, die sich sexueller Gewalt bedienten und mit Frauen und Mädchen handelten, sei lange. Dies sagte der stellvertretende Schweizer UNO-Botschafter, Olivier Zehnder, in einer offenen Debatte vor dem Sicherheitsrat.

In this photo taken Thursday, Jan. 16, 2014, a young displaced woman sits on the deck of a boat that had just arrived in a village in Awerial, which has received tens of thousands of displaced people who crossed the Nile river by boat to flee the recent fighting between government and rebel forces in the town of Bor, in South Sudan. The U.N.'s top human rights official Ivan Simonovic said Friday, Jan. 17, 2014 that the conflict in South Sudan has turned into a horrifying human rights disaster with mass atrocities committed by both sides including reports of mass killings, sexual violence, and the use of children in the conflict. (AP Photo/Mackenzie Knowles-Coursin)

Frauen als Anreize für Kämpfer. symbolBild: Mackenzie Knowles-Coursin/AP/KEYSTONE

Nicht nur gebe es Beweise, dass Terrorgruppen wie der Islamische Staat ihre Aktivitäten durch Menschenhandel finanzierten, sagte Zehnder am Donnerstag in New York. «Frauen und Mädchen werden darüber hinaus als Anreize und Belohnungen für die Kämpfer eingesetzt.» Menschenhandel, insbesondere von Frauen, Mädchen und Kindern, schüre bewaffnete Konflikte, Terrorismus und gewalttätigen Extremismus.

Um dagegen anzutreten, sei es wichtig, die Bedeutung der Frauen als Kraft für einen nachhaltigen Frieden und gegen die Verbreitung von Extremismus zu stärken, sagte Zehnder.

«Klima der Straflosigkeit»

Die Schweiz setze einen Schwerpunkt darauf, junge und erwachsene Männer in die Gewaltprävention einzubeziehen. Dies werde durch Bildung über Geschlechtsfragen, Menschenrechte und die Auseinandersetzung mit der «männlichen Identität» erreicht. Leider seien Klischees von Männlichkeit, die von Gewalt geprägt seien, äusserst wirksame Mittel zur Mobilisierung und Rekrutierung von Terroristen.

Zehnder warnte auch vor einem «Klima der Straflosigkeit» für die Täter. Die Schweiz unterstütze die Bemühungen des Internationalen Strafgerichtshofes (ICC) zur Bekämpfung der Straflosigkeit für sexuelle und geschlechtsbezogene Verbrechen.

Der Diplomat forderte auch strengste Massnahmen gegen UNO-Personal, das sich sexueller Gewalt und Ausbeutung schuldig gemacht hat. (kad/sda)

Kindsmissbrauch in Kambodscha

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