Schweiz
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In den Kantonen St.Gallen und Uri wird gewählt



In den beiden Kantonen St.Gallen und Uri wählt das Volk heute Sonntag Parlament und Regierung neu. In Uri dürften die Frauen fortan nicht mehr mitregieren. In St.Gallen kommt es voraussichtlich zu einem zweiten Wahlgang um die freiwerdenden Sitze in der Regierung.

Der Trend der eidgenössischen Wahlen dürfte sich auch bei den kantonalen Wahlen fortsetzen: Die St.Galler GLP (2 Sitze) will auf Fraktionsstärke (7 Sitze) kommen. Ein ambitioniertes Ziel. Eher denkbar ist, dass die Grünliberalen die 3 Sitzverluste von 2016 korrigieren können. Für die Grünen mit aktuell 5 Sitzen ist Fraktionsstärke schon eher machbar. Die SVP ( 40 Sitze) wird trotz einiger Verluste die Vormachtstellung im 120-köpfigen Parlament halten können.

Zehn Kandidierende für Regierung

Im Kanton St.Gallen treten vier bisherige Regierungsmitglieder nochmals an: Stefan Kölliker (SVP), Fredy Fässler (SP), Marc Mächler (FDP) und Bruno Damann (CVP). Sie sind unbestritten und dürften im ersten Wahlgang wiedergewählt werden. Nach Rücktritten von Benedikt Würth (CVP), Martin Klöti (FDP) und Heidi Hanselmann (SP) werden drei Sitze in der Regierung frei.

Für die SP soll Kantonsrätin Laura Bucher (St.Margrethen) den zweiten Sitz halten. Die CVP schickt die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann ins Rennen. Die FDP will Klötis Sitz mit Kantonsrat Beat Tinner (Azmoos) verteidigen.

Die SVP will mit Kantonsrat Michael Götte einen zweiten Sitz in der Regierung erobern. Der Gemeindepräsident von Tübach tritt nach 2012 bereits zum zweiten Mal bei den Regierungsratswahlen an. Die Grünen haben die ehemalige Stadträtin von Rapperswil-Jona Rahel Würmli nominiert. Zlatan Subasic von der Gruppierung Parteifrei SG, mit Jahrgang 1986 jüngster Kandidat, tritt als Aussenseiter an. Höchst wahrscheinlich kommt es am 19. April zu einem zweiten Wahlgang.

Keine Frauen nominiert

In der siebenköpfigen Urner Regierung werden zwei Sitze frei. Als Nachfolger für die abtretenden Regierungsrätinnen Heidi Z'graggen (CVP) und Barbara Bär (FDP) nominierten die beiden Parteien Landwirt und Landrat Daniel Furrer (CVP) sowie Landrat und Jurist Georg Simmen (FDP). Weil die Parteien keine Frauen nominierten, dürfte der Regierungsrat nach den Wahlen ein reines Männergremium sein.

Die SVP will den Wiedereinzug in die Regierung mit Landrat und Landwirt Christian Arnold schaffen. Als «Wilder» kandidiert aus den Reihen der Partei Landratspräsident Pascal Blöchlinger.

Wieder antreten werden Beat Jörg und Urban Camenzind (beide CVP), Roger Nager und Urs Janett (beide FDP) sowie Dimitri Moretti (SP) als letzter Linker in einer Zentralschweizer Kantonsregierung. Ein allfälliger zweiter Wahlgang ist auf den 19. April angesetzt.

Neues Wahlsystem

Neben der Regierung haben die Urnerinnen und Urner auch die Wahl, wen sie ins 64-köpfige Kantonsparlament, den Landrat, schicken wollen. Aktuell ist die CVP mit 22 Mandaten stärkste Kraft im Landrat, gefolgt von der FDP mit 18, der SVP mit 15, und SP/Grüne mit 9 Sitzen.

Erstmals erfolgt die Wahl nach einem neuen System: Auf Geheiss des Bundesgerichts führte der Kanton vier Proporzgemeinden ein, die neu nach der Methode des doppelten Pukelsheim wählen. In den kleineren Gemeinden wird weiterhin im Majorz gewählt. (jaw/sda)

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