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Machten die «Arena» unsicher (v. l. n. r.): Laurine Frauchiger, Jonas Lüthy und Aneschka Berchtold. bild: screenshot srf

Jugend-«Arena» – oder wie eine 16-Jährige gestandene Nationalräte in die Mangel nimmt

«Jetzt reden die Jungen!» – das der Titel der Spezial-«Arena» vom Freitag. Und die Jugendlichen, sie redeten: über das Klima, die AHV und die Gleichstellung. Und lockten gestandene Politiker ganz schön aus der Reserve.



Im Rahmen von YouNews, der Schweizer Jugendmedienwoche, schwärmen Jugendliche aus der ganzen Schweiz in die hiesigen Redaktionen, um Medienluft zu schnuppern. So auch zum SRF.

Die 13-jährige Laurine Frauchiger aus St. Gallen, der 16-jährige Jonas Lüthy aus Basel und die gleichaltrige Aneschka Berchtold aus Bern durften gemeinsam mit «Arena»-Moderator Sandro Brotz über das diskutieren, was sie am meisten bewegt: das Klima, die Altersvorsorge und die Gleichstellung. Mit ernster Miene und sehr viel Begeisterung für die Debatte duellierten sich die Jungen mit gestandenen Politikern, darunter Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen und SVP-Nationalrat Mike Egger.

Klima

Wie zahlreiche Jugendliche aktuell wurde auch die SP-Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga durch ein Umweltthema politisiert. «Die Diskussion um den Schutz der Hochmoore hat mein Interesse an der Politik geweckt», so Sommaruga zum Beginn der Sendung. Sie könne das Klima-Anliegen und die Dringlichkeit der Thematik sehr gut nachvollziehen. «Ich verstehe die Ungeduld der jungen Menschen, wir spüren auch in der Schweiz tagtäglich die Auswirkungen des Klimawandels.»

SVPler Mike Egger ist sich des Klimawandels bewusst. In der Schweiz aber einen Klimanotstand auszurufen, findet er übertrieben. «Seit dem Jahr 2000 haben wir es geschafft, den CO2-Ausstoss zu senken. Wir beziehen Energie aus so vielen erneuerbaren Quellen wie kein anderes Land in Europa», so Egger.

Aneschka Berchtold, die Erste im Ring, zuckt nicht mit der Wimper, als sie Egger entgegnet: «Die Schweiz produziert sehr viele klimaschädliche Güter im Ausland. Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, diese dazuzurechnen. Dann ist unser CO2-Ausstoss nicht gesunken.»

Auch FDPler Christian Wasserfallen findet, die Schweiz mache bereits genug. Einen Klimanotstand auszurufen, sei für ihn absolut unverständlich. «Ein Notstand würde bedeuten, dass verfassungsmässige Rechte ausser Kraft gesetzt werden – da sehe ich einfach den Zusammenhang mit der Klimadiskussion nicht.»

Doch auch für Wasserfallen hat die 16-jährige Berchtold eine Antwort parat: «Es wird zu einer riesigen Flüchtlingskrise kommen, wenn wir nichts gegen den Klimawandel unternehmen. Und wenn das in Ihren Augen kein Notstand ist, dann weiss ich auch nicht», entgegnet sie dem händeringenden Wasserfallen.

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Brotz leitet zum nächsten Reizthema über – der Flugscham. Auch hier vertritt Berchtold einen klaren Standpunkt: «Eine Flugticketabgabe reicht nicht. Wir brauchen ein Verbot von Inlandflügen.» Rückendeckung erhält sie überraschenderweise aus der ganz rechten Ecke. SVP-Nationalrat Egger pflichtet der Gymi-Schülerin bei. Inlandflüge seien wirklich unnötig, so Egger. «Auch der Bundesrat ist nicht so wichtig, dass er nicht einfach auch den Zug nehmen könnte.»

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Davon weniger begeistert ist die 13-Jährige Laurine Frauchiger. Sie sei noch nicht bereit, allen Komfort aufzugeben, und sie wolle doch noch die Welt entdecken – auch mit dem Flugzeug. Bundespräsidentin Sommaruga beschwichtigt: «Wir wollen hier niemandem verbieten, ins Flugzeug zu steigen. Es geht um eine Abgabe zwischen 30 bis 120 Franken pro Flugticket, die auch wieder an die Bevölkerung zurückgeht.»

Altersvorsorge

Ohne viel Firlefanz schreitet nun Jonas Lüthy ans Rednerpult. Obwohl erst 16-jährig, macht er sich Sorgen um seine Altersvorsorge. Geht es nach ihm, sollte die Schweizer Bevölkerung, egal ob weiblich oder männlich, bis 66 arbeiten. Nur so könne die Finanzierung der AHV gewährleistet bleiben.

Sommaruga will das Loch in der Vorsorgekasse anders stopfen. Sie kämpft zusammen mit dem Bundesrat für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,7 Prozent. In Lüthys Augen kein guter Plan. Mehrwertsteuererhöhungen würden sich auf die Konjunktur auswirken und bei solchen Schwankungen würden vor allem die Jungen bluten. «Sie verlieren bei Konjunkturschwankungen schneller ihren Job», so Lüthy. Eine Reform der Altersvorsorge, in welcher Form auch immer, müsse auch den Jungen helfen und sie nicht noch stärker belasten, fordert der 16-Jährige.

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In einem Punkt sind sich alle Diskussionsteilnehmer einig: Die Politik muss handeln. «Sonst fliegt uns das alles bald um die Ohren», fasst SVP-Egger spitzzüngig zusammen. Ob sich die Parteien tatsächlich auf eine weitere AHV-Reform einigen können, die vor dem Volk nicht erneut Schiffbruch erleidet, wird sich zeigen.

Ein Streitpunkt wird weiterhin die Rentenaltererhöhung für Frauen bleiben. Viele Gleichstellungsverfechter wehren sich vehement dagegen. Ihr Argument: Solange es einen unerklärten Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern gibt, sei es nicht gerechtfertigt, das Rentenalter für Frauen anzuheben.

Gleichstellung

Und damit schreitet Brotz bereits zum letzten Block der Jugend-«Arena»: der Gleichstellung. Die erst 13-Jährige Laurine Frauchiger tritt mit einer Präsenz ans Rednerpult, als hätte sie in ihrem Leben nichts anderes gemacht. Frauen und Männer seien noch nicht gleichgestellt, weil Frauen nicht alle Pflichten wahrnehmen. Sie spricht die Wehrpflicht an. «Wir alle sollten unserem Land etwas zurückgeben. Ich würde sehr gerne ins Militär.»

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Selbstverständlich sei es auch in ihrem Sinne, dass mehr Frauen ins Militär gehen, so Sommaruga. Doch es hapere noch an ganz vielen anderen Stellen punkto Gleichberechtigung. «Seit 40 Jahren steht in der Bundesverfassung, dass Frauen und Männer für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten – und das ist bis heute nicht der Fall.»

Nebst dem Lohn diskutiert die Runde auch das Manko an Frauen in den Teppichetagen. Beim Stichwort Quoten schaltet sich Wasserfallen ein: «Frauenquoten wären ein Rückschritt ins Mittelalter», poltert der FDPler. Ihm pflichtet die 13-jährige Frauchiger bei. «Ich möchte einen Job kriegen, weil ich die beste Kandidatin bin. Eine Quotenregel ist in meinen Augen sogar diskriminierender als gar keine Quoten.»

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Bei der Diskussion um eine gemeinsame Elternzeit nickt Frauchiger zustimmend. Und sie ist nicht die Einzige. Alle Jugendlichen stehen der Idee einer gemeinsamen Elternzeit positiv gegenüber.

Ganz zum Schluss blicken Berchtold, Lüthy und Frauchiger etwas erleichtert, aber nicht minder streitlustig in die Kamera. Und anstatt ein Fazit zur Sendung zu ziehen – wie von Moderator Sandro Brotz gebeten – fordern sie einstimmig das Stimmrechtsalter 16. Verdient hätten sie es – mit Sicherheit.

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144Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hummingbird 19.01.2020 13:33
    Highlight Highlight CO2 reduzieren aber dann doch nicht aufs Fliegen zum Reise/Ferienzweck verzichten wollen. Ohne Verzicht klappt das nicht.
  • Hanauta No Kenshi 18.01.2020 14:31
    Highlight Highlight Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn sich bürgerliche und rechte Politiker für die Unwelt-/Klimaschutzbemühungen der Schweiz selbst auf die Schulter klopfen.
    Die Zeiten, in denen die bürgerlichen noch Umweltschutz betrieben haben sind lange vorbei. Schon seit 60 Jahren. Alles, was heutzutage in diesem Bereich erreicht wird, wird TROTZ der bürgerlichen/rechten Politik erreicht. Ihr Anteil an einer konstruktiven Diskusion und der Realisierung von Ideen ist tatsächlich sehr gering seit den 90ern...
  • Hoci 18.01.2020 13:58
    Highlight Highlight 2) im übrigen fehlt nach wie vor die Anerkennung der Männer für die Opfer der Frauen und was sie auch für die Männer tun. Es gilt als selbstverständlich. Weshalb die deshalb höheren Krankenkassen und Taggeldprämien nicht von Männern Solidarisch mitgetragen werden, von sich aus. Für mich respektlos.
    Und solange fast immer Frauen bei Krankheit der Kinder zuhause bleiben und ihre Karriere und Lohnerhöhung bachabschicken, sehe ich denn Sinn von Vaterschaftsurlaub nicht ein. Ich bezweifle, dass er von den meisten Männern für das genutzt würde wofür er gedacht ist, auf Kosten Allgemeinheit.
    • Nullarbor 18.01.2020 15:19
      Highlight Highlight Einer der dümmsten Kommentare hier. Glauben Sie ernsthaft die Väter machen dann 2 Wochen Saufurlaub auf Malle mit den Kumpels während das Opfer der Gesellschaft, pardon die Mutter, zu Hause ist und sich zum Wohle aller um das Neugeborene kümmert??
      Kinder sind ein gemeinsamer Entscheid eines Paares und beide tragen ihren Teil dazu bei. Wenn sich eine Person so benachteiligt fühlt soll man das mit den Kindern sein lassen
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 18.01.2020 18:19
      Highlight Highlight @Nullarbor

      Er verwechselt das vermutlich mit dem WK. Saufen und rumlümmeln auf Staatskosten. Und das jährlich.
  • Hoci 18.01.2020 13:50
    Highlight Highlight D a zeigt sich Junge Leute sind wichtig, aber es fehlt ihnen an Erfahrung. Ein Kind wie Frauchiger solte nicht über Gleichberechtigung reden, denn sie hat keine Ahnung was es bedeutet eine Frau zu sein.
    Frauen gehören nur auf freiwilliger Basis ins Militär. Sie opfern mehr als genug für Gesellschaft und Männer, indem sie ihre Gesundheit, Karriere für Geburt und Schwangerschaft riskieren.
    Die Absenzen deshalb sind Arbeitgebern eh ein Dorn im Auge. Wenn Frauen dann noch wegen Militärabsenzen haben könnten, dann gute Nacht Job und Karriere. So sind die Realitäten.
    • Tamtam87 18.01.2020 15:46
      Highlight Highlight Falsch. Die Hausarbeit müsste gerechterweise auch bezahlt werden. Militärdienst gehört komplett auf die freiwilligenbasis - deutschland machts vor. Die ersparten miliarden könnten für vaterschaftsurlaub und mutterschaftsurlaub (damit wären mann und frau wieder gleich "teuer" für den arbeitgeber). Das ist junge zukunftsorientierte politik und kein wischiwaschi geschwätz 60 jähriger populisten.
  • Rolf_N 18.01.2020 12:51
    Highlight Highlight Wenn der 16 Jährige mit der Steve Jobs Bekleidung und den Pochette-Einstecktüchlein nicht mal ein richtiger Spiesser wird, dann seh ich schwarz für die Zukunft der FDP.
  • ray c 18.01.2020 11:46
    Highlight Highlight in diesem Alter weiss man noch nicht wie der Hase läuft.
    • Bündn0r 18.01.2020 15:24
      Highlight Highlight Später offensichtlich auch nicht.
    • Tamtam87 18.01.2020 15:50
      Highlight Highlight Im gegenteil. In diesem alter ist man noch nicht so systemgeformt das man ganz vergessen hat das es auch anders laufen könnte.

      In diesem alter hat man noch klare ideale, keine verwässerten werte, und einen reinen sinn für das gerechte. Respekt an die jugend die sich so in jungem alter schon um ihre zukunft kümmern. So ist es richtig.
  • Lowend 18.01.2020 11:09
    Highlight Highlight Als SVPler Mike Egger und der Atomlobbyist Wasserfallen ihre Lobgesänge auf die Leistungen der Schweizer Politik bei der CO2 Reduzierung anstimmten, vergassen sie nur zu erwähnen, dass diese Reduktion nicht wegen, sondern trotz der bürgerlichen Umweltpolitik erfolgte.

    Trotzdem war es sehr schön zu sehen, dass die Jugend diese Plattitüden durchschauten und mit erstaunlichem Faktenwissen entlarvten und auch Frau BR Sommaruga sagte genau das Richtige, als sie die rechtsbürgerliche Schwarzmalerei mit dem Hinweis konterte, dass diese Krise auch eine Chance für uns alle ist. Herzlichen Dank dafür!
  • 155West 18.01.2020 10:52
    Highlight Highlight Sie nennt sich das, wenn ein 16-Jähriger einer Bundesrätin und langjährigen Geschäftsführerin des Konsumentenschutzes Konjunkturschwankungen “erklärt”? Ist das noch mansplaining oder gehört das eher in die Rubrik teensplaining?
    • Tamtam87 18.01.2020 15:55
      Highlight Highlight Bin froh deinen kommentar gelesen zu haben, den dieser repräsentiert einmal mehr die verquere denkweise, die respekt vor dem alter und deren leistung mit nicht kritisierbarkeit und unantastbarkeit verwechselt. Dänk mol dröber no.
    • 155West 18.01.2020 18:19
      Highlight Highlight Ich glaube da hast Du mich falsch verstanden. Es wird ja eben NICHT kritisiert, sondern erklärt. Das sind zwei verschiedene Dinge. Die Aussage des 16-Jährigen suggeriert, dass er davon ausgeht, dass sich Sommaruga und ihr Team noch keine Gedanken zu Konjunkturschwankungen gemacht haben. Es wäre doch sehr anmassend zu glauben, dass ein 16-Jähriger in ökonomischen Fragen mehr Weitblick hat, als studierte Staatsökonomen, nicht? Oder sind wir nun tatsächlich in jenem Zeitalter angekommen, wo wir ehemaligen Reality-TV-Stars (zB Trump) und Teenagern mehr Expertenwissen zutrauen, als Experten?
    • Tamtam87 18.01.2020 19:27
      Highlight Highlight Das ist schlicht blinder expertengehormsam den du da an den tag legst. Natürlich darf auch ein 16 jähriger einer solchen person erklären wie die welt funktioniert. Somaruga hat ja die möglichkeit zu antworten und den jungen, sofern er denn unrecht hat, alt aussehen zu lassen. Kein studierter experte ist unantastbar und muss sich, wenn er sich in so eine sendung stellt, solche meinungen anhören, egal von wem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • D(r)ummer 18.01.2020 10:45
    Highlight Highlight "Ich würde sehr gerne ins Militär."

    Nein.

    • beautyq 18.01.2020 12:04
      Highlight Highlight Da muss ich dir, D(r)ummer, beipflichten: ich als junger Mann, der seinen Militärdienst im Durchdiener absolviert hat, hat genau dort gemerkt, was für eine massive Verschwendung die Schweizer Armee ist.

      Natürlich möchte ich zum Funktionieren des Landes beitragen - das ist schliesslich auch der Punkt, den die junge Dame anspricht. Dennoch, die Art und Weise ist die falsche.

      Spätestens die nächste Generation wird sich stark mit der nachhaltigen Ressourcennutzung auseinandersetzen. Für jeden jungen Menschen, der dann in die Armee geht, ist dies ein Schlag ins Gesicht.
  • Bruno Wüthrich 18.01.2020 10:30
    Highlight Highlight Schon oft habe ich mich gefragt, weshalb eigentlich bei den Arena-Diskussionen gewisse Dinge einfach nicht richtig zur Sprache kommen. Zum Beispiel, dass die Klimakrise eine riesige Flüchtlingswelle auslösen wird, wenn wir die Erderwärmung nicht stoppen.

    Dann kommen diese Jungen in die Arena und tun es einfach. Und schon sind die gestandenen Politiker ausgehebelt.

    Es ist gut und längst überfällig, dass die Jungen um ihre Zukunft kämpfen. Sie werden von den Arrivierten bisher miserabel vertreten. Das muss sich sofort ändern.
    • Ueli der Knecht 18.01.2020 13:46
      Highlight Highlight "The medium is the message"
      "Das Medium ist die Botschaft."
      --Marshall McLuhan (Medientheoretiker).

      Mit anderen (auch McLuhans) Worten:
      Mit (dem Medium) Rauchzeichen lassen sich keine tiefgründige philosophische Diskurse führen.

      https://www.nzz.ch/article73IK5-1.455500
  • Wetterleuchten 18.01.2020 10:03
    Highlight Highlight Erstaunlich und wohltuend, wie die Jungen ruhig und sachlich argumentierten und mit welcher Intelligenz sie den gewählten Politikern ihre Argumente und Antworten
    darlegten. Nichts von Beschimpfungen und unterschwelligen Schienbeintritten. Sie fanden sogar Gemeinsamkeiten und standen auch klar dazu. So sollte es in Realität im Bundeshaus zugehen, dann wären wohl für alle akzeptable Kompromisse möglich, unter mehrheitlichem Verzicht auf die Scheuklappen der extremen Rechts- und Links-Positionen in Wirtschafts- Aussen, Gesellschafts- und Sozialpolitik.
  • Gawayn 18.01.2020 09:50
    Highlight Highlight Zu keiner Zeit die ich mich erinnere, hat es derart schnelle und starke Veränderungen gegeben wie um 2000 herum bis heute.

    Ob Klima oder Digitalisierung. Das Tempo des Wandels ist beängstigend

    Deswegen begrüsse ich die Jugend, die mit einem anderen Blickwinkel, ihre Meinung politisch vertritt.

    Es braucht neue Leute, mit anderem Ansatz
    Aber auch Mut diese Wege dann auch zu beschreiten.

    Denn wenn wir immer im selben Trott bleiben, können wir reden, aber nie wird sich was ändern...
  • Auric Goldfinger 18.01.2020 09:48
    Highlight Highlight Ganz grosser Respekt an die Jugend... wenn ich mich an dieses Alter zurück erinnere, dann ist da ausser Alk, Kiffen und Tanz nicht viel mehr. So strukturiert wie diese Jugendliche agieren... Chapeau !
    • Anežka Be 18.01.2020 15:24
      Highlight Highlight Danke, lg Aneschka
    • Tamtam87 18.01.2020 16:08
      Highlight Highlight Hey aneschka, mich nimmt wunder wie ihr euch vorbereitet habt auf die sendung.
    • Anežka Be 18.01.2020 21:05
      Highlight Highlight Wir haben uns alle sehr unterschiedlich auf die Sendung vorbereitet. Ich habe sehr viel Gelesen (Zeitungen/Bücher), Filme und Arena-Sendungen geschaut und mit vielen Leuten darüber gesprochen.
      Vom SRF-Arenateam haben wir auch noch nützliche Tipps zu Recherchemöglichkeiten und Rethorik erhalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Super8 18.01.2020 09:23
    Highlight Highlight Scheint viele Boomer hier auf Watson zu haben denen gestern das Fürobebier vor dem TV im Hals steckengeblieben zu sein scheint.
    • Makatitom 18.01.2020 12:29
      Highlight Highlight Ok Boomer
    • Ueli der Knecht 18.01.2020 13:55
      Highlight Highlight Es gibt unter den Boomers auch einige Einsichtige, die ihre Offenheit und Flexibilität nicht verloren haben.

      Beispiele:
      https://www.watson.ch/!997623880
      https://m.bernerzeitung.ch/articles/13050425

      Aber die sind offensichtlich leider nur eine kleine Minderheit.

      Schon bedenklich und traurig zu sehen, was aus dieser 68er-Generation geworden ist. Sie propagierten Love, Peace and Happiness, und praktizierten das pure Gegenteil: Hass, Krieg und Unglück. Dafür Profit, Profit, Profit.

      Hofflich wird die derzeitige Jugendbewegung nicht auch dermassen vereinnahmt und ins Gegenteil umgebogen.
  • dorfne 18.01.2020 09:09
    Highlight Highlight Die SVP-Vertreter sollten die Formulierung ihrer Textbausteine gegen Klimamassnahmen zur Abwechslung mal ändern. Grad im Hinblick auf Gretas Erscheinen am WEF. Statt: die Schweiz macht schon genug z.B. dies: hilfe Mammi, die pöse Greta will mir meinen Töff, meinen SUV, meine Ölheizung, meine Flugreisen wegnehmen. Pöse von pösen Mächten ferngesteuerte Greta!
    • BernensisU 18.01.2020 11:05
      Highlight Highlight Wie mir dieses böse mit p auf den Wecker geht...
    • Truth Bot 18.01.2020 11:26
      Highlight Highlight
      Play Icon
  • Nullarbor 18.01.2020 09:04
    Highlight Highlight Ich habe grossen Respekt vor diesen Jugendlichen. Vor allem Lauriane Frauchiger und Jonas Lüthy glänzten mit Wissen und Diplomatie.
    Die Klimastreikerin Aneschka Berchtold hat leider die Chance verpasst die Message der Klimajugend seriös rüberzubringen. Anstatt der immergleichen Parole, welche Sie an Klimademos und den Frauenstreik aufgeschnappt hat, zu bringen, hätte ich mir einen weniger emotionalen und fundierteren Auftritt gewünscht. Lösungsvorschläge brachte sie, im Gegensatz zu den anderen beiden, keine. Das Inlandflugverbot betrifft zu 3/4 umsteigepassagiere
    • PixelPirat 18.01.2020 15:05
      Highlight Highlight Diplomatisch ja. Wissen? Konnte ich keines feststellen. Der Mensch als Arbeitskraft löst sich ab durch "Roboter". Eine Disskusion über das Rentenalter ist schon lange obsolet. Es wäre viel intelligenter, sich darauf vorzubereiten, was wir tun werden, wenn 50% der Arbeitskräfte frühzeitig in Rente gehen müssen, weil es schlicht keine Arbeit mehr gibt für sie.
  • dorfne 18.01.2020 09:02
    Highlight Highlight SVP-Egger und FDP-Wasserfallen: Es gibt die Klimaerwärmung, aber die Schweiz hat schon genug CO2 reduziert. Die andern müssen mehr machen, nicht wir. Per 2020 dürften Autos durchschnittl. nur noch 95 Gr. CO2/Km ausstossen - Stand heute: 137 Gr. Die vom Bundesrat bejubelten Zielvereinbarungen der Pariser Klimakonferenz werden auf der ganzen Linie nicht erreicht.

    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 18.01.2020 09:54
      Highlight Highlight Die 30 bis 120 Franken Flugabgabe ergeben in der Summe dann wunderschön leuchtende Klimazertifikate. Je mehr Herr und Frau Schweizer dann international fliegen, umso besser wird die Pro-Kopf-CO2-Bilanz der Schweizer...

      Die Schweiz weiss einfach how to win-win... 🙄
  • Texup 18.01.2020 09:01
    Highlight Highlight Wenn ein 16 jähriger (!) so über die Altersvorsorge redet, könnte man fast meinen dass da einige Stunden an Eintrichtern und auswendig lernen am Küchentisch stattgefunden haben.
    • tr3 18.01.2020 11:19
      Highlight Highlight Oder er hat einfach ein wenig mehr auf der Pfanne als Andere? Solls ja geben.
    • Simsalabum 18.01.2020 14:18
      Highlight Highlight Das haben meine Eltern auch oft zu hören gekriegt, als ich in der Jugenpolitik aktiv war vor 15 Jahren. Dabei habe meine Eltern von mir gelernt, wie man wählt und abstimmt.
    • Tamtam87 18.01.2020 16:09
      Highlight Highlight Genauso wie die 50 jährigen ihre parolen auswendig am tisch lernen. Das gehört zum spiel.
  • Saerd neute 18.01.2020 09:00
    Highlight Highlight "Die Schweiz produziert sehr viele klimaschädliche Güter im Ausland. Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, diese dazuzurechnen."

    Stimmt. Nur muss man im gleichen Atemzug auch sagen warum das so ist.
    Weil wir wir hier ein absolutes Hochpreisland sind mit sehr hohen sozialen Ansprüchen, sehr hohen Komfort Ansprüchen und diesbezüglich immer noch weiteregehende Anforderungen stellen. Deswegen verlieren wir immer mehr Produktionsanteile und werden immer mehr zur Dienstleistungs- und Verwaltungsgesellschaft. Kurz gesagt; andere arbeiten für uns.
    Langfristig wird sich das rächen.
  • frnrsch 18.01.2020 08:53
    Highlight Highlight Man liest immer die jungen müssen das ausbaden was wir ihnen überlassen, 1. wie wenn alles nur schlecht wäre und 2. ist ja auch nichts neues. Jede Generation musste aus dem was sie erhalten hat etwas daraus machen. Ich bezweifle dass man aus den eingeladenen Jugendlichen sich ein Bild der politischen Jugend machen kann. Die mediale Präsenz der Jugendlichen zeigt leider ein anderes Bild. Stimmabgabe ab 16 keine Option. Ich will nicht nur ein negatives Bild unserer Jugend zeichnen. Sie ist die Zukunft, deshalb um so wichtiger finde ich eine Generationen übergreifende Zusammenarbeit.
    • DemonCore 18.01.2020 09:17
      Highlight Highlight Im Zerreden legitimer und wichtiger Anliegen würde ich dir den 1. Preis geben. Wir haben es verstanden, dein egoistischer Konsum ist dir wichtiger als unsere Lebensgrundlage.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 18.01.2020 09:57
      Highlight Highlight Nö nö, die Jugend ist genau so Gegenwart wie wir. Und deren Zukunft ist genau so die Unsere. Der Unterschied von ein paar Jährchen ist zu vernachlässigen.

      DIe Frage ist nicht, was will man, wir oder die Jugend, in Zukunft tun, sondern was will man jetzt tun. Mein derzeitiger Erkenntnisstand ist, und der gilt für die Jugend wie für uns, dass man nichts tun will, ausser permanent um den heissen Brei zu reden.
    • Wetterleuchten 18.01.2020 10:15
      Highlight Highlight Wenn Sie eine generationenübergreifende Zusammenarbeit wichtig finden, müssten Sie auch konsequenterweise für das Stimmrecht 16 sein. Egal, ob die Auswahl gestern repräsentativ für die politische Jugend war oder nicht, so haben die Drei für Ihr Alter doch sehr beindruckt. Wenn 16-Jährige auf diesem Niveau "politisieren", dann sollen sie auch wählen können. Die es nicht interessiert bleiben, wie die heute Stimmberechtigten, welche nicht abstimmen, einfach wahlabstinent.
    Weitere Antworten anzeigen
  • aglaf 18.01.2020 06:27
    Highlight Highlight Dass ein 13-jähriges Mädchen zum Thema Gleichstellung nicht nur Rechte einfordert sondern auch Pflichten eingesteht zeugt von weit gesuchter Reife. Wer Verhandlungen führt, weiss, dass er der Gegenseite auch etwas bieten muss, um weiter, sprich ans Ziel zu kommen. Das 1x1 der Diplomatie. Sie ist demnach den meisten Feministinnen meilenweit voraus und könnte deren Forderungen auf diese Weise weiter bringen. Abgesehen davon müsste man das Thema Militär auf eine andere Weise diskutieren. Schlussendlich braucht diesbezüglich einen anderen Weg. Aber das ist eine andere Sache.
    • My hopinion 18.01.2020 09:39
      Highlight Highlight Dann sollen aber die Männer gefälligst Kinder auf die Welt bringen. Egal wie. Ich finde die Frauen leisten genug.
    • wilhelmsson 18.01.2020 10:21
      Highlight Highlight Die Frauen leisten genug für unser Land und das sage ich als Mann. Das Argument Militär würde nur funktionieren, wenn abgesehen davon Gleichstellung herrschen würde. Ausserdem bringt der Militärdienst der allermeisten überhaupt nichts. Von Gleichstellung sind wir weit entfernt. Männer können keine Kinder kriegen. Die einzige Lösung ist, dass Männer und Frauen im gleichen Masse vom Arbeitsmarkt weg sein könnten. Das erreicht man durch ein Modell mit Elternzeit. Jeder Familie steht es frei zu entscheiden, wie sie es handhaben will.
    • bbelser 18.01.2020 10:29
      Highlight Highlight @aglaf: die sehr vielfältige bisherige Diskussion zur Gleichstellung hast du wohl nicht so recht mitverfolgt? Der gesellschaftsübergreifende Frauenstreik ist auch schon vergessen? Die Gleichstellung bezüglich Rechten UND Pflichten ist doch dabei DAS bestimmende Thema gewesen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 18.01.2020 06:19
    Highlight Highlight Flugscham ?

    Ich kenne niemand, niemandinnen, niemandes der/die/es sich schämen würde, wenn er/sie/es in die Ferien fliegt. Oder wie muss man/er/sie Flugscham verstehen? Dass man/er/sie/es sich während des Einsteigen ins Flugzeug schämt ? Oder dass man/sie/er/es aus Scham seinem/ihrem Umfeld nicht mehr mitteilt, dass man/er/sie/es in die/der Ferien/Ferieninnen geflogen/gefloginnen ist.

    *atmetiefdurch*

    ■ politisch korrekt
    ■ genderneutraler Kommentar
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 18.01.2020 09:02
      Highlight Highlight Ich würde sagen, Flugscham ist so etwas wie das Eingeständnis an sich selbst, zu wissen, dass man eigentlich falsch handelt, es aber wider besseren Wissens trotzdem tut. Und möglicherweise ist es schlimmer, wenn es andere dann doch erfahren, obwohl man es eigentlich heimlich tun wollte.

      Das dürften manche tatsächlich haben, andere nicht. Ein anderer, allgemeiner Begriff dafür ist Skrupel. In diesem Fall ist es nur näher spezifiziert, also gezielt auf das Fliegen bezogen.

      Ein schlechtes Gewissen kennst du also nicht?!
    • Super8 18.01.2020 09:16
      Highlight Highlight Du lebst anscheinend in einer SVP/FDP-Bubble.
    • maasi 18.01.2020 09:21
      Highlight Highlight also ich muss ehrlich sagen, dass ich mich von Fliegen innerhalb Europa und vom Fliegen für kurze Ferien verabschiedet habe, weil ich nicht mehr dahinter stehen kann. Also bei mir ist die Flugscham angekommen😅

      und zum genderneutral: das Sternchen * hilft ungemein😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walter Sahli 18.01.2020 05:54
    Highlight Highlight Gratuliere, die nächste Generation Frauen scheint sich genau so schlecht verkaufen zu können, wie alle vorherigen. Immer schön bei den armen Männern anbiedern, sich für Missstände selbst die Schuld geben und die eigenen Leistungen kleinreden.
    Wir würden Euch im umgekehrten Fall sowas von die Leviten lesen, wenn Ihr unser Rentenalter erhöhen wolltet, nachdem wir (auch Eure!) Kinder ausgetragen, geboren, grossgezogen, Nachteile beim Lohn in Kauf genommen, und unzählige Stunden unbezahlte Haus-, Familien - und Freiwilligenarbelit geleistet hätten. Aber hey, Ihr wart vier Monate im Militär!
    • Super8 18.01.2020 09:18
      Highlight Highlight Dieser Kommentar ist ziemlich wirr. Kein Wunder bei der Uhrzeit.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 18.01.2020 10:04
      Highlight Highlight @Super8: Du kannst dich nicht so gut ins andere Geschlecht versetzen, was? Hättest du jetzt, der Kommentar sei zynisch geschrieben, hätt's gepasst.
    • Walter Sahli 18.01.2020 12:11
      Highlight Highlight Gibt es eine brauchbare Studie, die den Opferstatus von uns armen, benachteiligten Männern beweist?
      Heulen Sie leise, Smith, sehr leise!

      ...und schreiben Sie gebären in Zukunft bitte ohne h.
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  • Ana64 18.01.2020 05:12
    Highlight Highlight Gut also wenn es um die Altersvorsorge und Gleichstellung geht bin ich mit diesen hier Jungen einverstanden.
    • grünerantifaschist #blm 18.01.2020 11:05
      Highlight Highlight Mikrosteuer auf geldtransfers, zack ist die ahv gerettet.
  • Spooky 18.01.2020 05:11
    Highlight Highlight "Es geht um eine Abgabe zwischen 30 bis 120 Franken pro Flugticket..."

    Von mir aus 500 Franken. Ich fliege sowieso nicht.
    • Mia_san_mia 18.01.2020 08:33
      Highlight Highlight Ja danke, aber ich würde gerne mehr fliegen!
    • Froggr 18.01.2020 09:11
      Highlight Highlight Dann soll man meines Erachtens Steuern aufs Velofahren erheben. Ich fahre sowieso nicht Velo. Was für eine Argumentation Spooky.
    • Spooky 19.01.2020 01:13
      Highlight Highlight @Froggr

      Das ist okay. Habe kein Velo.
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  • Spooky 18.01.2020 05:03
    Highlight Highlight "Wir brauchen ein Verbot von Inlandflügen."

    Wieso nicht auch ein Verbot von Ferienflügen?
    • Mia_san_mia 18.01.2020 08:36
      Highlight Highlight Wieso willst Du das verbieten?
    • Froggr 18.01.2020 09:12
      Highlight Highlight Weil man dann nicht mehr in die Ferien kann? Und weil es ein enormer Rückschritt wäre. Das wollen wie doch nicht. Vorallem die Progressiven Globalisierungsfreaks nicht, oder?
    • KOHL 18.01.2020 09:16
      Highlight Highlight Eher ein Verbot von Geschäftsflügen! Ferienflüge (oder eher Reiseflüge) bringen dich persönlich weiter, ob du ketzt in Zürich oder Toronto im Büro sitzt kommt nicht draufan und für irgendein Meeting kurz um die Welt fliegen ist sowieso behämmert.
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  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 18.01.2020 04:14
    Highlight Highlight Sommaruga beschwichtigt: «Wir wollen hier niemandem verbieten ins Flugzeug zu steigen. Es geht um eine Abgabe zwischen CHF 30 bis 120 pro Flugticket, die auch wieder an die Bevölkerung zurückgeht.»

    Es verstört mich, dass eine Bundesrätin nicht begreift, dass Geld, das an die Bevölkerung zurück, und nicht in die Renaturierung geht, wieder der Umwelt schadet. Nicht über's Fliegen, aber über Konsum, welcher, wie es Aneschka Berchtold korrekt erkannt hat, CO2 im Ausland verursacht, an dem sich die Schweiz partout die Hände nicht schmutzig machen will.

    Liest Aneschka heimlich meine Kommentare?
    • sheimers 18.01.2020 09:05
      Highlight Highlight Die Hälfte soll ja zweckgebunden "zurückerstattet" werden, also z.B. in die Gebäudesanierung, damit die Bevölkerung nachher weniger Heizkosten hat und noch die Umwelt geschont wird.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 18.01.2020 09:15
      Highlight Highlight Eben. da fängt's ja schon wieder an. Gebäudesanierung. Das Geld fliesst dann zum Gebäudesanierer. Und der? Der gibt's aus für noch schönere Luxusgüter. Weniger Heizkosten schön und gut. Aber das Geld, das man dann spart, gibt man eben für Luxusgüter aus. Importiert aus China normalerweise.
      Klar, das macht dann weiter einen schönen Inland-CO2-Wert, aber erhöht insgesamt eben doch den CO2-Ausstoss pro Kopf.

      Wenn man irgendwo Geld einspart, dann verschwindet das Geld nicht, sondern es bietet sich etwas anderes zum Kauf an. So schwer zu begreifen?! Am Ende ist genau nichts gewonnen.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 18.01.2020 09:18
      Highlight Highlight Also kurz auf den Punkt gebracht: Was macht der scheimers dann mit dem an den Heizkosten gesparten Geld? Renaturieren oder sich ein neues, schönes Spielzeug oder gar einen schönen Flug in die weite Ferne leisten, den er sonst gar nicht gemacht hätte?
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  • Eau Rouge 18.01.2020 03:36
    Highlight Highlight "doch es hapere noch an ganz vielen anderen Stellen punkto Gleichberechtigung.“
    In Genf wurde das der Stadt auch bewusst. Echt jetzt. Habe mich noch nie mit dem Gedanken auseinandergesetzt, ob es sich auf Verkehrsschildern um weibliche oder männliche Personen handelt!? Dass sich Frauen aufgrund dessen diffamiert fühlen könnten.......

    Wir sind wirklich sehr glückliche Menschen in der Schweiz. Da sterben in Australien hunderttausende von Tieren. Vielerorts herrscht Krieg und Armut. Und wir befassen uns mit Verkehrsschildern. Woooow, cool!
    • CaptainLonestarr 18.01.2020 07:17
      Highlight Highlight Ja das ist wirklich eine Wohlstandserscheinung, ist doch schön geht es uns so gut, dass wir uns über solche Dinge gedanken machen können. Hätten sie gerne Krieg und Hungersnöte zurück um sich wieder um die "echten Dinge" kümmern zu können?
    • Eau Rouge 18.01.2020 07:31
      Highlight Highlight @Captain
      Wir hätten hier genug „Dinge“, die weitaus wichtiger als Verkehrsschilder wären....
    • Firefly 18.01.2020 07:35
      Highlight Highlight Schon mal darüber nachgedacht, dass wir hier über solche Dinge diskutieren können, gerade weil wir eben diskutieren und Verantwortung wahrnehmen und keine Kriege führen und zur Umwelt Sorge tragen?
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  • M.Corleone 18.01.2020 01:28
    Highlight Highlight Laurine Frauchiger - Für ihr Alter (13!) ein unglaublicher Auftritt. Eine glatte 6.



    • Mia_san_mia 18.01.2020 08:37
      Highlight Highlight Einfach einen auswendig gelernten Text emotionslos runterleiern. Was ist daran so grossartig? Die kann uns eher leid tun...
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 18.01.2020 10:11
      Highlight Highlight Würde eher sagen, die Eltern haben eine reife, aber nicht weiter lobenswerte Leistung erbracht und dem Kind ein übersteigertes Selbstbewusstsein eingeredet. Das kann nicht gut ausgehen. Im schlimmsten Fall wird sie SVParteisoldatin. Aber sie will ja auch Soldatin werden.
    • FrancoL 18.01.2020 10:35
      Highlight Highlight @Mia; Gutes Auswendiglernen setzt ein hohes Textverständnis voraus.
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  • MartinZH 18.01.2020 01:05
    Highlight Highlight Wie an einem "Schul-Examen", alles so eingeübt und vorgefertigt... 😝

    Der Ablauf und die Statements: Durchs Band phantasielos, uninspiriert, vorhersehbar – und sämtliche Klischees wurden bemüht...

    Ich finde, gerade in solchen 'Service public'-Plattformen darf auch mit Jugendlichen ernsthaft und konfrontativ diskutiert werden. Aber das, was SRF da geboten hat, erinnert mehr an Streichel-Zoo, geschützte Werkstatt und rosarotes Kinderzimmer.

    Penibel, dieses ständige Bemühen von irgendwelchen Plattitüden, nur um zu bestätigen, was "die Jugendlichen" so unglaublich intensiv beschäftigen soll. 👎
    • Clank 18.01.2020 02:05
      Highlight Highlight Kann man nicht besser sagen.
    • Coffeetime ☕ 18.01.2020 02:59
      Highlight Highlight Also ich ziehe meinen Hut vor diesen Jugendlichen. In ihrem Alter hätte ich nie so kontern können, geschweige über diese Themen reden können. Chapeau! 👍🏻
    • Obsidian 18.01.2020 04:01
      Highlight Highlight Also darf ich dich erinnern, wie es an einer Albisgüetlirede ist:

      Zitat MartinZH:
      "Wie an einem "Schul-Examen", alles so eingeübt und vorgefertigt... 😝

      Der Ablauf und die Statements: Durchs Band phantasielos, uninspiriert, vorhersehbar – und sämtliche Klischees wurden bemüht..."

      Der Streichelzoo war sicher auch da. :-D
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kant 18.01.2020 01:00
    Highlight Highlight Ich sehe schon einige sagen, dass sie jungen erstmal Erfahrung sammeln sollen. Das sehe ich nicht so - auch sie haben etwas zu sagen, vor allem weil sie länger auf der Erde sein werden als der durchschnittliche 35/45/55etc-jährige. Sie werden es ausbaden müssen, was wir ihnen hinterlassen werden.
    • Arneis 18.01.2020 01:20
      Highlight Highlight Ja, Sie werden länger da sein als ich. Dennoch haben sich mir gewisse Zusammenhänge erst mit 35 erschlossen.
      Einen 16 jährigen über die AHV schwadronieren zu hören war jenseitig.
    • SeboZh 18.01.2020 02:24
      Highlight Highlight und nach dieser Logik hätten alle vergangenen Generationen auf die Jugendliche hören sollen. was ja bis heute nicht geschieht...
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 18.01.2020 04:34
      Highlight Highlight Ist ja nicht so, dass die 35/45/55-Jährigen jetzt auszubaden haben, was deren Eltern verkackt haben... oder?

      Nur als Beispiel der CO2-Ausstoss der letzten 80 bis 100 Jahre.

      In einem geschützten Wohlstandsfamilienumfeld fehlt i.d.R. jegliche selbstgemachte Erfahrung. Da ist die Meinung der Kinder nicht selten Deckungsgleich mit den erziehenden Eltern.

      Und wenn eine 13-jährige Laurine Frauchiger "noch" nicht bereit ist, allen Komfort aufzugeben, den sie sich selbst nicht einmal geschaffen hat, sondern u.a. die 35/45/55-Jährigen, wer soll es dann tun? Und wann ist sie bereit?
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  • Randy Orton 18.01.2020 00:38
    Highlight Highlight Einige sehr beeindruckende Statements, ich hätte mit 13 oder auch 16 Jahren keine so klar strukturierte und durchdachte politische Meinung äussern können. Vor allem Laurine Frauchiger und Mike Egger sollten ein Vorbild sein - beide scheinen Meinungen parteiübergreifend und ohne politische Zwänge entwickeln zu können. Es bräuchte viel mehr solch reflektierfähiger Parlamentarier auf beiden Seiten.
    • Spiegelkopf 18.01.2020 02:22
      Highlight Highlight Wenn man diesen Jugendlichen zugeschaut und zugehört hat, könnte man im Schnellschuss fast schon für die Herabsetzung des Stimmrechtalters sein. Wenn man aber bedenkt, dass es sich bei den teilnehmenden Jugendlichen um eine Intelligenzelite handelt die den überwiegenden Teil ihrer Altersgenossinnen weit hinter sich lässt, und mit einkalkuliert, was diese schnell begeister- und ueberforderbaren Click- und Selfiejugendlichen alles anstellen könnten, will man es lieber beim bestehenden System belassen.
      Ein Kompliment dem Moderator Sandro Brotz für seine hervorragende Leistung.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 18.01.2020 04:26
      Highlight Highlight Da spielt die Sozialisierung eine gewichtige Rolle. Da gibt es Familien, die alltäglich am vollgedeckten Abendtisch eine, je nach Sichtweise mal mehr, mal weniger offene Diskussionskultur pflegen, andere müssen schauen, dass sie überhaupt etwas auf dem Teller haben.

      Ich bezweifle stark, dass die 13-Jährige aus eigener Erfahrung spricht, sondern die Erkenntnisse von eben jenen Abendtischrunden wiedergibt. Die Eltern dürften wohl aus dem Milieu der FDP oder gemässigteren SVP sein. Gut indoktriniert eben.
    • So en Ueli 18.01.2020 06:56
      Highlight Highlight In diesem Alter hätte ich nie und nimmer solche Argumente anbringen können. Mit 13 hatte ich noch ganz andere Dinge im Kopf. Das Interesse an Politik kam bei mir erst so ab 20. Würde mich ja interessieren aus welcher sozialen Schicht diese Teens stammen und welche Art Schule die besuchen/besucht haben. Lernt man heutzutage Politik in der Schule? Damals hatten wir knapp die Namen der Bundesräte gelernt xD
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