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Bei der nächsten Corona-freien Arena, rasiere er sich den Bart ab, so sein Versprechen. Gesagt, getan: Moderator Sandro Brotz frisch rasiert. bild: srf/screenshot

No Corona: In der «Arena» ging's ums Wahlrechtsalter 16 – trumpfen konnte vor allem einer

Der Bart ist ab, das Thema zur Abwechslung nicht Corona: SRF-«Arena» Moderator Sandro Brotz entledigte sich seiner Gesichtsbehaarung und diskutierte mit jungen Politikerinnen über das Stimmrechtsalter 16. Überzeugen konnte vor allem einer, der wirklich wusste, wovon er sprach.



Nach zwölf Wochen kehrt auch in der «Arena» die etwas andere Normalität zurück. Das erste Mal seit Ende Februar liegt nicht das Coronavirus im Fokus der SRF-Diskussionssendung, sondern das Stimm- und Wahlrechtsalter 16.

Nur kurze Zeit vor der «Arena» schickte die Staatspolitische Kommission des Nationalrats das Anliegen bachab. Das jedoch extrem knapp: mit 12 zu 12 Stimmen bei einer Enthaltung und dem Stichentscheid des Kommissionspräsidenten Andreas Glarner (SVP).

Hätten die «Arena»-Gäste darüber abgestimmt, wäre es wohl auch zu einem Stichentscheid gekommen. Nur dass Moderator Sandro Brotz wohl kaum den Präsidenten gemimt und Stellung bezogen hätte. Neben den beiden Nationalräten Andri Silberschmidt (FDP) und Meret Schneider (Grüne) diskutierten zwei weitere junge Gesichter mit, die ebenfalls schon Arena-Erfahrung sammeln durften. Die 20-jährige Heidina Jordi, Jung-SVPlerin und Elektroinstallateurin, durfte sich auch schon zur Rentenerhöhung und Feminismus äussern. Und der 17-jährige Gymnasiast Jonas Lüthy bewies sein Diskussionstalent bereits in einer Jugend-«Arena».

Video: watson

Silberschmidt und Jordi kreuzten die Klingen gegen Schneider und Lüthy. Für Letzteren ist klar, man darf den über 16-Jährigen das Stimmrecht nicht länger enthalten. «Untersuchungen zeigen, dass die Qualität der Entscheidungsfindung mit 16 genauso gut ist wie mit 18», so Lüthy. Dagegen hält FDP-Nationalrat Silberschmidt. Für ihn brauche es ein Gleichgewicht von staatspolitischen Rechten und Pflichten. «Es macht keinen Sinn, wenn man zwar wählen und abstimmen kann, aber selbst nicht gewählt werden darf.» Auch die 20-jährige Jordi findet, mit 16 sei man zu jung und könne sich auch ohne abzustimmen bereits vor 18 politisch aktiv beteiligen und etwas bewirken.

Keineswegs zu jung fand sich hingegen Michael Pesaballe. Er war vor 13 Jahren Mitinitiant des Stimmrechtalter 16 im Kanton Glarus. Das Glarnerland ist bis heute der einzige Kanton, wo Jugendliche nicht erst bis 18 warten müssen, um über kantonale Sachverhalte abzustimmen. Pesabelles muss mit seinem Statement nicht weit ausholen. Er weiss wovon er spricht. «Fakt ist, dass sich die Jugendlichen früher mit der Politik auseinandersetzen und sich mit 18 eher politisch engagieren. Es führt zu einer stärkeren politischen Beteiligung der Jungen.»

Kopfnicken erntet Pesabelle für seine Aussagen auch von der Grünen-Nationalrätin Meret Schneider. Auch für sie ist es sonnenklar, dass das Stimmrechtsalter 16 eine riesen Chance sei. «Es ist doch verschenktes Potenzial, wenn wir die politisch interessierten Jungen nicht abstimmen lassen.»

Video: watson

Während Schneider und Lüthy mit Zahlen und Statistiken um sich werfen, um ihre Aussagen zu untermauern, versucht Silberschmidt mit Metaphern zu punkten. «Ich bin dagegen, dass die Demokratie zum löchrigen Emmentalerkäse wird und man mit 16 schon abstimmen kann, aber noch nicht rechtsgültig einen Vertrag unterschreiben darf.»

Eine Demokratie habe gewisse Grundsätze, da solle man nicht dran rumpröbeln, schliesst Silberschmidt. Die Antwort von Schneider folgt postwendend: «Ich bin als Frau ehrlich gesagt extrem froh, dass in den 70er Jahren schon an den Grundsätzen der Demokratie rumgepröbelt wurde, weil sonst könnte ich heute nicht abstimmen.»

Im zweiten Teil der Sendung kommt Moderator Brotz auf ein Thema zu sprechen, das sehr viele Jugendliche im vergangenen Jahr politisiert hat: das Klima. Zu Tausenden demonstrierte die Jugendlichen auf den Schweizer Strassen für eine klimafreundlichere Zukunft. Lange schien es, als ob die Coronakrise die Bewegung stillgelegt hatte.

Vergangenen Montag meldete sie sich jedoch zurück. Mit einem Krisenaktionsplan fordert die Klimajugend, dass der Wiederaufbau der Wirtschaft einhergehen müsse mit klimafreundlichen Massnahmen. Gefordert wird unter anderem ein europäisches Flugverbot, autofreie Städte und eine Reduktion der Arbeitszeit.

Mit dem Themenwechsel einher geht eine politische Frontensverschiebung der «Arena»-Gäste. Jonas Lüthy kämpft zwar fürs Stimmrechtsalter 16, bei den Forderungen der Klimajugend gesellt er sich aber eher in die freisinnige Silberschmidt-Ecke. «Bei diesen Forderungen frage ich mich schon, ob sie dem Klima wirklich nützen oder ob es eher der Sozialismus durch die Hintertür ist», kritisiert Lüthy den Krisenaktionsplan.

Video: watson

Noch etwas weiter geht der per Skype zugeschaltete SVP-Nationalrat Mike Egger. «Für mich sind diese Forderungen utopisch und zum jetzigen Zeitpunkt mitten in einer Wirtschaftskrise absolut untragbar.» Egger verleiht der sehr anständigen und zuweilen etwas braven Diskussion etwas Würze. Das fällt sogar Moderator Brotz auf, der nach Eggers Statements schmunzelnd meint «Herr Egger, Sie haben den Beweis erbracht, dass eine Schaltung per Skype genauso gut funktioniert, wie wenn sie wahrhaftig im Studio stehen würden.»

Video: watson

Um Egger zu widersprechen bedient sich nun auch Meret Schneider einer Metapher. «Nur weil die Coronakrise in der Wohnung steht, kann man nicht einfach die Klimakrise im Treppenhaus ignorieren», so die Grüne-Nationalrätin. Man müsse jetzt beim Wiederaufbau der Schweizer Wirtschaft auch in eine klimafreundliche Zukunft investieren, sonst zahle man danach doppelt und dreifach.

Silberschmidt widerspricht in den Grundzügen zwar auch seinem WG-Gspändli Egger, wählt aber den Mittelweg. «Klimapolitik ist keine Schönwetterpolitik», so der FDPler. Für ihn sei klar, dass man nicht einfach fliegen könne ohne dabei die externen Kosten abzudecken. «Für das was man verursacht, soll man auch geradestehen. Aber die Belastung der Wirtschaft darf nicht ausarten.»

Ganz zum Schluss der Sendung will Brotz mit einem aktuellen Bild bei den Jungen trumpfen. Darin zu sehen: Die aktuelle 3+-Bachelorette Chanelle Wirsch. Ob sie denn auf den sozialen Medien auch immer wieder von dieser Sendung lesen würden, fragt Brotz in die Runde. Lüthy, der jüngste im Studio, meint mit schelmischen Lächeln dem Moderator zugewandt: «Ich kriege das nicht wirklich mit in den sozialen Medien, ich weiss nicht, wo sie sich da so rumtreiben.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • De-Saint-Ex 30.05.2020 14:10
    Highlight Highlight Eines dürfte doch wohl unbestritten sein, weil es nun mal Fakt ist: das Durchschnittsalter der Wählenden und Abstimmenden wird mit jedem Jahr höher. Entsprechend sieht es mit nötigen zukunftsbezogenen Reformen aus... und weiss Gott nicht „nur“ Klima-bezogen.
    Das kann für eine demokratische Gesellschaft auf Dauer nicht gesund sein.
    • FACTS 30.05.2020 16:49
      Highlight Highlight Deshalb lässt sich unser Schneeballsystem bei der AHV auch immer schlechter reformieren, da die Rentner ihre Schäfchen schon im trockenen haben...
    • De-Saint-Ex 30.05.2020 17:24
      Highlight Highlight Das finde ich jetzt ein ausgesprochen schlechtes Beispiel. Erstens ist das PK-System auch nicht das Gelbe vom Ei und zweitens steigt der Anteil an Verdienst durch Unproduktivität und damit nicht sozialabgabepflichtig stetig an. Und wenn Du der Meinung bist, man müsse halt das AHV Alter erhöhen, wer bezahlt dann die Übergangsrenten? Denn ich gehe mal nicht davon aus, dass Du für Kündigungsschutz wärst... oder doch?
    • FACTS 30.05.2020 17:41
      Highlight Highlight @de-saint-ex: Schon erstaunlich, was du so alles in meinen Kommentar hineininterpretierst.

      Kurz meine wirkliche (stark verkürzte) Meinung: Der Generationenvertrag funktioniert nicht, da immer weniger Erwerbstätige immer mehr Rentner finanzieren.
      Meine Lösung: Bedingungsloses Grundeinkommen finanziert aus Steuermitteln (aber NUR für Rentner), darüberhinausgehende Renten muss jeder selbst finanzieren. Damit verhält sich die Gesellschaft zugleich solidarisch gegenüber Working Poor (die nicht fürs Alter sparen können), lässt aber auch Raum für Eigenverantwortung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Illuminati 30.05.2020 12:37
    Highlight Highlight Ich will jetzt nicht unbedingt sagen, dass dieses Thema über Stimmrechtsalter 16 nicht wichtig ist, aber bitte @SandroProtz, macht nächste Woche eine Arena zu den Geschehnissen in den USA. Dort braut sich wohl wirklich was zusammen. Aber bitte mit richtigen Experten und nicht (nur) mit Politikern!
    • CENSOR 30.05.2020 13:21
      Highlight Highlight Vielleicht solltest du dich einfach vorher mal über den Inhalt des Gefässes Arena informieren, bevor du irgendwelche Welt- und Themenfremden Forderungen stellst.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Arena_(Fernsehsendung)
    • Hierundjetzt 30.05.2020 13:53
      Highlight Highlight Dafür gibts SRF Dok oder den Club. Sicher nicht eine Politsendung (!) über einen anderen Kontinent senden dessen Geschehnisse uns überhaupt nicht betreffen, politisch
    • MartinZH 30.05.2020 14:21
      Highlight Highlight @Illuminati: Gebe Dir völlig recht. Man sieht es auch an den Einschaltquoten... 😉

      Es gäbe momentan wirklich relevantere Themen, um den prominenten Sendeplatz zu nutzen. Das kann sich nur SRF leisten: Die Werbung ist ja sowieso fast weg und der Anteil aus dem Gebühren-Topf wurde erst kürzlich sogar noch erhöht.

      Wenn nicht USA, wobei nach 9/11 gab es mehrere Arena-Sendungen dazu [...], dann gäbe es genügend CH-Themen: Wie die Wirtschaft wieder ankurbeln? Konjunkturprogramme, Finanzierung der Sozialwerke? Verhältnis zur EU nach Corona (künfige Abstimmungen dazu, Rahmenvertrag), Zukunft der CH?
    Weitere Antworten anzeigen
  • BetterTrap 30.05.2020 12:31
    Highlight Highlight Wer alt genug ist um Arbeiten zu gehen, ist auch alt genug um abzustimmen.

    Die Jugendlichen sind so oder so schon unterrepräsentiert - auch wenn alle an die Urne gehen würden. Aber ja, soll sich die Schweiz noch weiter in eine Gerontokratie verwandeln. Medianwähler ist heute 57 Jahre alt.....
    • Super8 30.05.2020 13:43
      Highlight Highlight All die Boomer-Blitzer, die das Gefühl haben, sie wissen es besser als eine 16-jährige. Tretet ab!
    • Hierundjetzt 30.05.2020 14:54
      Highlight Highlight Super8: Warst Du mit 18 Abstimmen oder warst Du damals im Hive? Sei ehrlich. Wann war das letzte Mal, als Du abgestimmt hast? 2008?
    • Ein einsamer Holländer 30.05.2020 22:34
      Highlight Highlight Super 8
      Eine 16 Jährige weiss erst mal gar nichts. Davon kannst du ausgehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • smartash 30.05.2020 10:52
    Highlight Highlight Ach kommt, liebe SVPler. Seit doch einfach ehrlich:

    Ihr wollt kein Stimmtecht ab 16 weil ihr genau wisst, dass der überwiegende Großteil der Jungen gegen euch und eure Anliegen stimmen würde

    so einfach ist das
    • screnbrake 31.05.2020 00:53
      Highlight Highlight @Cédric

      Mit deiner Aussage "Bürgerprivilegien müssen immer auch mit Bürgerpflichten vergolten sein und zwar für jedermann gleich." errinnerst du mich an die Argumentationen zum Frauenstimmrecht.

      Lange wurde so begründet, dass nur diejenigen abstimmen dürfen, welche einen Dienst fürs Vaterland (Militär) leisteten. Ich persönlich bin sehr froh, dass wir von dieser schwachsinnigen Argumentation gekommen sind. Obwohl ich natürlich einen Einbezug aller Geschlechter in die Wehr- oder Ersatzpflicht befürworte.

      Steuern und Militär ab 16 scheinen für mich jedoch nicht lohnenswert.
  • Gubbe 30.05.2020 09:21
    Highlight Highlight "Gefordert wird unteranderem ein europäisches Flugverbot, autofreie Städte und eine Reduktion der Arbeitszeit."
    Ich bin mir durchaus bewusst, dass man wehr einfordern muss, um etwas zu erhalten. Obiges hingegen, ist Sinnbefreit. Dann noch unter anderem... Ach, das gratis Gipfeli zum Kaffee um 9h ging vergessen.
    • K1aerer 30.05.2020 12:15
      Highlight Highlight Die Velogangster holen ihr Gipfeli und veganes Fleisch direkt an der Stadtgrenze mit ihren umweltfreundlichen Velos ab.
    • Shlomo 30.05.2020 12:34
      Highlight Highlight Um das 2 Grad-Ziel zu erreichen sind einschneidende Massnahmen erforderlich. Uns mag der Klimawandel twar nicht gross betreffen aber wenn dann halb Afrika vor der Grenze steht komm dann einfach nicht mit dummen Sprüchen.
  • Fairness 30.05.2020 09:16
    Highlight Highlight Jetzt habe ich doch x mal gelesen, dass die kaum vorhandenen Flugzeuge am Himmel seit dem Coronavirus dem Klima so gut wie nichts gebracht haben. Hackt nicht immer auf dem Flugverkehr rum, fliegt aber selbst gerne in andere Länder und Städte.
    • Terraner 30.05.2020 10:09
      Highlight Highlight Die globale Temperatur steigt seit 100 Jahren laufend an, wie sollen da ein paar Monate weniger Flugzeuge irgend etwas bewirken?

      Nur weil sie einmal mehr furzen, wird sich die Raumtemperatur auch nicht verändern.

      https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/33/WMO_Global_average_temperature_anomaly_1850_2016.png
    • Andi Weibel 30.05.2020 10:19
      Highlight Highlight Keine Ahnung, wo sie das x-mal gelesen haben. Es ist auf jeden Fall falsch.

      In der Schweiz macht die Luftfahrt unterdessen rund 20% der CO2-Emissionen aus. Diese sind in den letzten Monaten zu einem grossen Teil weggefallen. Das verzögert die Klimakatastrophe ein klein wenig. Aber es braucht, weitere und nachhaltige Massnahmen, wenn wir unseren Kindern eine bewohnbare Welt hinterlassen wollen.
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 30.05.2020 09:03
    Highlight Highlight Vermutlich stimmt es, dass die Entscheidungsfindung der 16 jährigen kaum abweicht von der von 18 jährigen.
    Jetzt wäre der Vergleich mit 21 jährigen noch wichtig um zu sehen, ob das Stimm und Wahlrecht nicht erhöht werden sollte.
    • Super8 30.05.2020 13:48
      Highlight Highlight Man sollte eher bei den Ü-60 schauen, ob das Stimmverhalten nicht zu stark abweicht vom Rest, der es dann ausbaden muss und dann das Stimmrecht auf 60 Jahre beschränken.
    • Ein einsamer Holländer 30.05.2020 22:39
      Highlight Highlight Super-8

      mimimi.....also solange die 60 Jährigen so links abstimmen wie du, ist,s noch ok..gell?
      Lustiges Demokratie Verständnis hast du da zusammen.
      🥱
    • Super8 31.05.2020 09:06
      Highlight Highlight @Stimmt: Und das Stimmrechtsalter erhöhen wollen ist voll demokratisch, oder was?
  • rodolofo 30.05.2020 08:51
    Highlight Highlight Sehr angenehme Diskussionsrunde!
    Kompliment an ALLE Teilnehmenden!
    Meine politischen Präferenzen liegen bei der grünen Teilnehmerin und ihren Voten.
    Gerade darum beeindruckte mich der junge FDP'ler, Andri Silberschmidt, mit dem was er sagte, ganz besonders!
    Er sprach unter anderem von CO2-Abgaben, von Kostenwahrheit von Produkten und Dienstleistungen und davon, dass im liberalen Wirtschaftssystem staatliche Regulierungen sehr wichtig seien.
    Wenn sich die FDP in diesem modernen Sinne "grünliberal" weiterentwickeln könnte, dann hätte diese Partei (und mit ihr der Kapitalismus) eine Zukunft!
  • walsi 30.05.2020 08:39
    Highlight Highlight Wäre ich ein Linker oder Gründer würde ich auch Stimmrecht mit 16 fordern. Der grosse Teil der jugendlichen ist eher links und grün eingestellt. Das ändert sich mit dem älter werden, je mehr Erfahrungen man sammelt und mit der Realität konfrontiert wird.
    • ingmarbergman 30.05.2020 08:44
      Highlight Highlight Viele Jugendliche scheinst du nicht mehr zu kennen.
    • rodolofo 30.05.2020 08:53
      Highlight Highlight Wer als Jugendlicher nicht "Sozi" ist, hat kein Herz.
      Wer als Alter nicht "grün" denkt und handelt, hat keinen Verstand.
    • Quo Vadis 30.05.2020 09:20
      Highlight Highlight Einst nannte das mal jemand provokativ:

      "Wer bis 25 nicht links ist hat kein Herz, wer es ab 25 noch ist hat keinen Verstand"
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Rückbauer 30.05.2020 08:26
    Highlight Highlight Wie enwickelt sich die Stimmbeteiligung, wenn 16-Jährige schon abstimmen können? Wie hat sich das entwickelt bei jenen, die das schon haben.
    Ich habe gelesen, dass die Stimmbeteiligung merkbar tiefer ist.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 30.05.2020 08:06
    Highlight Highlight Eigentlich sollten alle abstimmen und wählen dürfen, die in der Schweiz leben. Ab 16 ist auch in Ordnung.

    Finde, es sollten mehr junge Leute zu den Abstimmungen und Wahlen gehen, schliesslich geht es da um die eigene Zukunft. Und die ist bei jungen Menschen statistisch gesehen länger als bei den Alten.
  • Nathan der Weise 30.05.2020 07:54
    Highlight Highlight Danke für die Zusammenfassung, bin eingeschlafen.
  • Jacques #23 30.05.2020 07:34
    Highlight Highlight Nicht mal die junge FDP sieht die Klimakrise als die essenzielle Chance, geschweige denn die junge SVP.

    Die Wirtschaft nicht überbelasten heisst einzig und allein: Wir wollen doch unsere Gewohnheiten nicht ändern und können noch genug abschöpfen.

    Vom Teenager direkt zum alten, weissen Mann. Das Fundament aus der Klimakrise prägt die Wirtschaft die folgenden Jahrzehnte. Wer das nicht sieht und nicht soweit vorausschauen kann, gehört in die Verwaltung, aber sicher nicht in die Organisation des zukünftigen Zusammenlebens, also Politik.
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 30.05.2020 07:02
    Highlight Highlight Wie wärs denn mit einer gestaffelten Teilnahme: ab 16 auf Gemeindeebene, ab 17 im Kanton und ab 18 überall?
  • FACTS 30.05.2020 07:00
    Highlight Highlight Welche Partei für die Herabsetzung des Stimmrechtsalters ist, hat wenig mit der Einschätzung der politischen Fähigkeiten der Jugendlichen, sondern mehr mit der Einschätzung von deren potentiellen Abstimmungsverhalten zu tun, von welchem derzeit v.a. linke & grüne ParteIen profitieren dürften.

    Die ganze Debatte kommt mir deshalb etwas verlogen daher, da es den Befürwortern nicht um den Einbezug der Jugend, sondern um die Stärkung ihrer Wählerbasis geht. Würden Jugendliche eher rechts stimmen, würden sich die bürgerlichen Parteien für eine Herabsetzung engagieren und die SP/GP opponieren.

    • esclarmonde 30.05.2020 12:25
      Highlight Highlight Wie sehen Sie es mit den Senioren, so ab 75+?
      Die vertreten, deutet man ihre Aussage, entsprechend konservative Werte.
    • ernst.haft 30.05.2020 13:17
      Highlight Highlight Och das ist astreine Trump-Logik.
    • De-Saint-Ex 30.05.2020 14:03
      Highlight Highlight Ob dem wirklich so ist? Ausserhalb der Stadtagglomerationen wohl eher (auch) nicht.
      Und falls doch, wie kommt es wohl dazu, dass 16-18 Jährige eher links wählen würden? Bin gespannt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • GoldjungeKrater 30.05.2020 06:39
    Highlight Highlight Ein toller Auftritt von Silberschmidt 💪
    • ernst.haft 30.05.2020 21:18
      Highlight Highlight Die Position der FDP ist doch klar: sie machen gerne Party, aber aufräumen soll dann das Mami.
      Die Frage die für mich offen bleibt lautet eher: warum sind die dagegen, dass andere Pubertierende auch politisch mitwirken dürfen?
    • Dominik Treier 31.05.2020 03:48
      Highlight Highlight Fand meinen Beitrag zu beschuldigend und angriffig gegen Silberschmidt und entschuldige mich dafür, hab ihn desshalb löschen lassen.

      Was die FDP angeht, so ist die für mich heute oft alles andere als liberal und offen gegenüber neuen Ideen, ausser sie sind darauf aus dem Kapital noch mehr Freiheiten zu gewähren. Wirtschaftsliberale eben...
      Ob das zukünftig wieder anders werden wird bleibt abzuwarten. Sehen tut man meiner Meinung nach davon bisher wenig.

  • Pafeld 30.05.2020 04:15
    Highlight Highlight «Für das was man verursacht, soll man auch geradestehen. Aber die Belastung der Wirtschaft darf nicht ausarten.»

    Was denn nun, Herr Silberschmidt? Auch ich besteige hin und wieder gerne ein Flugzeug und ich wehre mich gegen eine Mentalität, bei der die Luftfahrt für unsere Umweltsünden am Kreuz zu sterben hat. Aber warum die Luftfahrtbranche nicht die externen Kosten decken soll, die sie verursacht, ist mir schlicht ein Rätsel. Und den liberalen Grundprinzipien ebenfalls. Aber offensichtlich kann man auch als Jungpolitiker schon dermassen verfilzt sein, dass einem Prinzipien egal sind.
    • JaAber 30.05.2020 09:18
      Highlight Highlight Was den nun, Pafeld?

      Gerne ab und zu fliegen und die Luftfahrt nicht kreuzigen? Oder sie deren externe Kosten zahlen lassen?

      Die Gesamtkosten des Fliegens dürften so hoch sein, dass sich fliegen meistens nicht mehr rechnen dürfte. Für 50 Franken schnell mal auf Malle einen Abend Party machen? Für Weihnachtseinkäufe kurz den Kontinent wechseln und in NY shoppen? Rosen aus Südafrika einfliegen? Das kann es nicht sein!

      Wenn man das Fliegen auf ein vernünftiges Mass zurückschrauben würde, müsste die Branche stark schrumpfen, würde ein grosser Teil gekreuzigt.
    • Pafeld 30.05.2020 11:44
      Highlight Highlight @JaAber
      "...ich wehre mich gegen eine Mentalität, bei der die Luftfahrt für unsere Umweltsünden am Kreuz zu sterben hat. "

      Heisst eben soviel, dass es nicht reicht, das Klima zu retten, indem man eben einfach nicht mehr fliegt, nur weil jemand sich eh nicht viel daraus gemacht hat und persönlich darum leicht darauf verzichten kann, nun lautstark ein allgemeines Flugverbot fordert. Der Flugverkehr ist global nach wie vor für nur 2-4% des CO2-Ausstosses verantwortlich. Viele glauben, mit einem allgemeinen Flugverbot ihren Dienst getan zu haben und damit für weiteren Verzicht fein raus sind.
    • ernst.haft 30.05.2020 13:25
      Highlight Highlight Welch Pathos.
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