DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

FCZ-Stürmer als «scheiss Mohrechopf» beschimpft – St.Gallen will Täter ausfindig machen

Aiyegun Tosin, Stürmer beim FC Zürich, wurde während des Spiels am Donnerstag im St.Galler Kybunpark von einem Zuschauer beleidigt. Der St.Galler Clubpräsident droht nun mit Konsequenzen.



Zuerichs Tosin Aiyegun, links, gegen St. Gallens Victor Ruiz Abril, im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Zuerich, am Donnerstag, 25. Juni 2020, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Aiyegun Tosin Bild: keystone

Der FC Zürich war am Donnerstag beim Leader FCSG im Kybunpark zu Gast. Der FCZ gewann das Spiel mit 4:0, zwei der Tore schoss Stürmer Aiyegun Tosin. Beim Jubel über seinen Treffer in der 64. Minute wurde Tosin von einem Zuschauer beschimpft, wie «20 Minuten» schreibt. Auf einem Youtube-Video ist ab Minute 14:07 zu hören, wie ein Mann «scheiss Mohrechopf» ruft.

Auf Bildern des SRF ist zu sehen, dass Tosin Pfiffe der Fans bereits vor der Beschimpfung mit einem Finger auf seinen Lippen quittierte. Diese Geste brachte dem 21-Jährigen eine Verwarnung wegen Unsportlichkeit ein, schreibt das Onlineportal weiter. Danach setzte der Stürmer zum Protest an und kniete sich für kurze Zeit hin. Eine bekannte Geste: So machte es auch der einstige Football-Quarterback Colin Kaepernick 2016 während der US-Nationalhymne, um auf die Ungerechtigkeit gegen Schwarze in den USA aufmerksam zu machen.

St. Gallen verurteilt rassistischen Vorfall

St. Gallens Präsident Matthias Hüppi verurteilte am Samstag die Aktion in einer Mitteilung des Klubs aufs Schärfste. Der FC St. Gallen sei «schockiert und wütend» und werde Rassismus auch nicht ansatzweise tolerieren, liess Hüppi verlauten. Die Ostschweizer wollen alles dafür tun, um den Täter zu identifizieren und zu bestrafen. «Ich möchte diese Person nie mehr bei uns im Kybunpark sehen», so Hüppi. Der FC St. Gallen reiche Strafanzeige gegen Unbekannt ein.

Eduard Schmidt, Assistenz-Trainer der St. Galler, meldete sich am Samstag via Twitter zu Wort.

(bzbasel.ch / sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Flughafen-Halt streichen: Ostschweiz schlägt kleine Bahnrevolution vor

Die Bahn wird in Zürich und St. Gallen ausgebaut. Im Osten will man aber nicht bis 2035 warten und präsentiert eine provokante Idee.

Wer mit der Eisenbahn von Zürich nach St. Gallen will, kennt es: Am Flughafen fährt kein Zug vorbei. Der Bahnhof unter den Terminals gilt deshalb mit rund 300 Zügen pro Tag als einer der dichtest befahrenen der Schweiz. Die Strecke gilt in dieser Region bereits heute als gut ausgelastet, auch wegen des Nadelöhrs im Kempttal. Mehr und häufigere Züge sind deshalb heute fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Verbesserungen wurden zwar beschlossen, der dafür notwendige Brüttenertunnel soll aber erst im …

Artikel lesen
Link zum Artikel