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Weg frei für Meyer und Wermuth? Mathias Reynard will doch nicht SP-Parteipräsident werden



SP-Nationalrat Mathias Reynard (VS) will nicht mehr für die Nachfolge des abtretenden SP-Parteipräsidenten Christian Levrat kandidieren. Dies gab der Politiker in einem Interview mit der Zeitung «Le Nouvelliste» am Montag bekannt.

Mathias Reynard (PS) ce dimanche 2 novembre 2019 a Sion lors du 2eme tour de l'élection Federale au Conseil des Etats  2019. (KEYSTONE/Olivier Maire).

Mathias Reynard letzten November in Sion. Bild: KEYSTONE

Sein Herz schwanke zwischen dem Walliser Staatsrat und der PS-Präsidentschaft hin und her, sagte er. Er wolle aber nunmehr ein Kandidat für den Walliser Staatsrat werden und verzichte daher darauf, sich um das Spitzenamt der PS weiter zu bemühen, hiess es.

«Mein Herz und mein Mut sind hier», sagte Reynard zudem in dem Interview. «Ich möchte meinem Kanton und seinen Bewohnern zurückgeben, was sie mir bisher ermöglicht haben», betonte der SP-Politiker gegenüber der Zeitung.

Abwägung des Nutzens

Ausserdem gibt er an, dass es kein Druck aus der Partei oder aus der Bevölkerung gewesen sei, der ihn zu diesem Entscheid veranlasst habe. Es sei vielmehr der Eindruck gewesen, dass er für seinen Kanton nützlicher sein könnte, als für die Gesamtschweizer Partei.

Die Kandidaten fuer das SP-Parteipraesidium, Priska Seiler Graf, rechts, und Mathias Reynard, links, anlaesslich des ersten offiziellen Hearings, am Donnerstag, 5. März 2020, in Bellinzona. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Reynard wollte die SP gemeinsam mit Priska Seiler Graf führen. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

«Die Sensibilität der Linken, die Pluralität und der Geist der Offenheit, die im Wallis herrschen, müssen im Staatsrat vertreten sein, und ich werde für die Erfüllung dieser Aufgabe nützlicher sein, als das Land als Präsident der SP zu führen», erklärte er weiter.

Reynard hatte angekündigt, dass er zusammen mit der Zürcher Nationalrätin Priska Seiler Graf für die SP-Präsidentschaft kandidieren werde. Die Nachfolge von Christian Levrat hätte eigentlich im April besiedelt werden sollen – doch das Vorhaben wurde aufgrund der Coronavirus-Krise auf den Oktober verschoben. Zudem gibt es neben dem Duo von Reynard und Seiler Graf weitere Interessenten auf das Spitzenamt der SP. (sda)

Die Kandidaten fuer das SP-Parteipraesidium, Cedric Wermuth, links, und Mattea Meyer, rechts, anlaesslich des ersten offiziellen Hearings, am Donnerstag, 5. März 2020, in Bellinzona. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Nun in Pole-Position: Die Nationalräte Cédric Wermuth und Mattea Meyer, die sich beide gemeinsam für den SP-Vorsitz bewerben. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

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30 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Vipermaschine
15.06.2020 11:16registriert November 2018
Wermuth und Meyer, sieht man von Tamara Funiciello ab, ist das so ziemlich das Beste, was die SP zum Beschleunigen ihres Niedergangs nominieren kann. Mir solls recht sein.
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MacB
15.06.2020 08:07registriert October 2015
Wermuth und Meyer sind zwei klassische Drei-Saal-Politiker, die nach mehreren Studiengängen direkt in der Politik gelandet sind, ohne mal irgendwo ausserhalb der Parteiblase zu arbeiten. Und die beiden wollen die Anliegen des "kleinen Mannes" vertreten?
Die SP wird sich weiter in ideologischen Grabenkämpfen wiederfinden. So wird das ganz sicher nichts. Schade, kommt gesamtschweizerisch gesehen kein besseres Zweierticket raus.
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Bivio
15.06.2020 10:05registriert March 2018
Ich bin auf 3 Sachen gespannt:
1) Wie sehr das Duo Wermuth/Meyer den Kurs der SP verändern können?
2) Falls sie, wie angekündigt, einen viel stärkeren Link-Kurs einschlagen, wie kommt dieser bei den Wählern an?
3) Funktioniert eine Doppelspitze?
In D, F od. GB sieht man, dass ein stärker Links-Kurs den Sozialdemokraten starke Verluste beschert haben. Und wie stärker die Verluste waren, desto linker wurden sie und dann ging das Spiel von vorne los. Ob dies in CH gleich sein wird?
Ich denke nicht, dass ein Duo eine Partei leiten kann. Wer übernimmt wann die Verantwortung?
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