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donat kaufmann

Per Selfie grüsst Donat seine Unterstützer – er tourt gerade mit seiner Band One Sentence. Supervisor durch Deutschland.   
Bild: donat kaufmann

Serie - Liebe 20-Minuten-Leser

«Unglaublich!» 138'815 Franken von 11'299 Spendern: Donat kauft «20 Minuten»-Cover

Es ist vollbracht! Donat Kaufmanns Crowdfunding-Projekt erreicht sein Finanzierungsziel – drei Tage vor Ablauf der Frist: 11'299 Menschen haben mehr als 138'815 Franken einbezahlt. Am 14. Oktober werden ihre Namen auf der Titelseite von «20 Minuten» stehen. Donat tourt derweil mit seiner Band durch Deutschland. Wir konnten kurz mit ihm sprechen. 



Währenddem sein Projekt erfolgreich endet, sitzt Donat Kaufmann in seinem Bandbus – unterwegs von Dresden nach Berlin. Heute Abend werden die Jungs im Prenzlauer Berg ein Konzert geben. Wir konnten kurz davor mit ihm telefonieren. 

Donat, es passiert, es passiert! Du erreichst dein Ziel noch vor Ablauf der Frist! 
Donat Kaufmann: Ja. Ich fühle mich ein wenig überfordert. Es ist unglaublich, was in den letzten Stunden passiert ist. Jeder meiner Posteingänge quillt komplett über, ständig klingelt mein Telefon. Ich bin sprachlos. 

Willst du trotzdem etwas zu den über 11'000 Menschen, die dein Projekt unterstützt haben, sagen? 
​DANKE! – Mehr gibt es im Moment eigentlich nicht zu sagen. Ich muss das alles erst mal verdauen. Das Projekt ist ja damit nicht zu Ende. Es beginnt jetzt erst richtig. 

Was erwartest du? 
Na ja, ich bin nur einer von über 11'000 Menschen, die alle genug haben, von Wahlkampf-Klamauk und undurchsichtigen Parteifinanzen. Ich erwarte darauf eine politische Antwort. 

Wird deine Titelseite wirklich am 14. Oktober auf «20 Minuten» erscheinen? 
​Ja natürlich. Jetzt muss sie nur noch richtig designt und mit allen Namen versehen werden. Der Platz ist reserviert. 

Du wirst dein Finanzierungsziel wahrscheinlich sogar übertreffen. Was machst du mit dem Überschuss? 
​Ich werde drei Projekte mit ähnlichem Anliegen wie meines aussuchen und die Unterstützer abstimmen lassen, an welches das Geld gehen soll. Ich selber werde nichts behalten. 

Erfolgreichstes Crowdfunding-Projekt der Schweiz

Donat Kaufmann hat mit seinem Projekt «Mir langets», das er als Reaktion auf die von «20 Minuten» an die SVP verkaufte Titelseite lanciert hat, das erfolgreichste Schweizer Crowdfunding-Projekt verwirklicht. 

Mit dem gesammelten Geld kauft er am 14. Oktober die Titelseite der Gratiszeitung. Darauf sollen die Namen aller Unterstützer und der Satz «Aufmerksamkeit kann man kaufen. Unsere Stimmen nicht» erscheinen. 

«Donat Kaufmann sprengt alle Grenzen», sagt Johannes Gees, Gründer der Schweizer Crowdfunding-Plattform wemakeit.ch. «Es ist das Projekt mit der grössten Anzahl Unterstützer, das wir je hatten.» Er vermutet gar einen europäischen Rekord. Das bisher grösste erfolgreiche Projekt auf der Plattform hatte 680 Unterstützer. 

«20 Minuten» will das Geld regulär verbuchen

Die Protestaktion bedeutet trotz allem Geldsegen für die Gratiszeitung «20 Minuten». Tamedia-Sprecherin Michele Paparone lässt verlauten: «Herr Kaufmann bekommt für den gesammelten Betrag eine klar definierte Medialeistung, in dem Sinn werden wir das Geld verbuchen wie bei allen anderen Inserenten auch.»

Bei 20 Minuten durfte SVP-Chef Toni Brunner das Editorial kaufen, bei watson alle anderen eins schreiben: 

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