DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Angriff auf Schulsport, Flugzeugunfälle und Rentnerwelle: Das schreibt die Sonntagspresse



Die Schweizer Sonntagszeitungen NZZ am Sonntag, SonntagsZeitung, Schweiz am Sonntag, Zentralschweiz am Sonntag und SonntagsBlick liegen auf einem Tisch, aufgenommen am 5. Mai 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die besten Geschichten aus den Sonntagsmedien.  Bild: KEYSTONE

Angriff auf den Schulsport

Beim Bund gibt es laut der «NZZ am Sonntag» die Pläne, das Sportobligatorium an der Volksschule zu lockern. Derzeit schreibt der Bund den Kantonen vor, dass in der Schule mindestens drei Lektionen Sport pro Woche unterrichtet werden müssen. Diese Regelung gilt seit gut fünf Jahren. Nun will die Finanzverwaltung des Bundes dies ändern: in einer Analyse zur Entflechtung der Aufgaben von Bund und Kantonen sei auch das Sportobligatorium aufgeführt. Der Sankt Galler Finanzdirektor und Präsident der Konferenz der Kantone, Benedikt Würth, bestätigt gegenüber der «NZZ am Sonntag» die Änderungsabsicht. «Die Kantone haben diese Bundesregelung, welche in die kantonale Schulhoheit eingreift, immer als Fremdkörper und völlig unnötig empfunden», sagte er. Alarmiert sind dagegen Sportpolitiker im Nationalrat. Falls das Sportobligatorium gestrichen werde, spare man sicher bald beim Turnunterricht in vielen Kantonen und die Volksgesundheit sei bedroht, hiess es von der Gegenseite.

Basler ziehen am meisten Spenden ab

Für gemeinnützige Zwecke werden hierzulande rund 1.8 Milliarden Franken jedes Jahr ausgegeben. Eine Untersuchung der Steuerabzüge bei der Einkommenssteuer zeigt nun, dass es im Spendenverhalten aber grosse Unterschiede zwischen den Kantonen gibt. Dies schreiben die «Zentralschweiz am Sonntag» und die «Ostschweiz am Sonntag». Demnach seien die Steuerpflichtigen in Basel-Stadt am grosszügigsten: Sie zogen rund 172 Millionen Franken an Spenden von der Einkommenssteuer ab. Das sind fast 1400 Franken pro Steuerpflichtigem. Experten erklären dies damit, dass in wohlhabenderen Kantonen mehr gespendet werde. So finden sich neben Basel-Stadt auch die Kantone Zug und Schwyz auf den vorderen Platzierungen. Deutlich seltener werde hingegen in der lateinischen Schweiz gespendet.

Immer mehr Flugunfälle

Die Zahl der Unfälle und schweren Vorfälle in der Schweizer Luftfahrt hat stark zugenommen. Das meldet die «SonntagsZeitung» unter Berufung auf die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust. Sie zählte 83 solcher Ereignisse im Jahr 2016 - so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr. Markant zugenommen haben die Fastzusammenstösse. Ihre Zahl vervierfachte sich seit 2015 von 4 auf 16. Für Daniel Knecht, Leiter des Untersuchungsdienstes der Sust, seien die Hauptursachen für den Anstieg das fehleranfällige System im Luftraum Zürich sowie die verschiedenen Warnsysteme der Kleinflugzeuge, die nicht miteinander kompartibel seien.

Besucher-Boom bei SAC-Hütten

Das schöne Wetter sorgt beim Schweizer Alpen-Club (SAC) für volle Häuser. Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, sind viele Betriebe gegenüber dem bereits guten Vorjahr im Plus. «Die 70 SAC-Hütten mit Online-Reservation haben rund 20 Prozent mehr Buchungen als im Vorjahr», sagte Bruno Lüthi, Bereichsleiter Hüttenbetriebe des SAC, der Zeitung. Einige bekanntere Hütten seien an den Wochenenden bis zum Ende der Saison schon ausgebucht. Eine Goldgrube seien die SAC-Hütten allerdings nicht. Nur rund zehn der insgesamt 152 Hütten erwirtschafteten Gewinn.

Wallis zieht Bergführer aus dem Verkehr

Der Kanton Wallis will gemeinsam mit dem Schweizer Bergführerverband (SBV) Tourenleiter und Skilehrer ohne Ausbildung aus dem Verkehr ziehen. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, sollen künftig zwei bis vier vom Kanton bezahlte Kontrolleure auf beliebten Abfahrten, auf Wegen zu Berghütten sowie am Fuss von Klettersteigen unterwegs sein. Seit 2014 dürfen nämlich laut Gesetz nur noch zertifizierte Leiter alpine Wanderungen, Hoch- und Klettertouren und Schneeschuhwanderungen anbieten. Dennoch würden kommerzielle Outdoor-Aktivitäten zu wenig kontrolliert, sagte SBV-Geschäftsführer Pierre Mathey zu der Zeitung. Mit der verstärkten Aufsicht will das Wallis dafür sorgen, dass keine unqualifizierten Bergführer ihre Dienste zu Dumpingpreisen anböten.

Ambulante Mogelpackung

In Luzern und Zürich dürfen bestimmte Operationen nur noch ambulant durchgeführt werden. Andere Kantone brüten über ähnlichen Massnahmen, weil dies angeblich günstiger ist. Doch das Sparpotenzial ist beschränkt, wie der «SonntagsBlick» unter Berufung auf Berechnungen des Krankenkassenverbandes Curafutura schreibt. Demnach sind einige Eingriffe ambulant gar teurer. In fast allen Fällen werde es für die Krankenkassen und damit für die Prämienzahler teurer. Dieser Umstand gebe erneut den Forderungen nach einer einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen Auftrieb.

Rentnerwelle kommt auf Unternehmen zu

Der Schweizer Wirtschaft steht laut dem «SonntagsBlick» eine grössere Pensionierungswelle bevor. Ab 2020 geht die Babyboomer-Generation in Pension. Einer Umfrage bei grossen Schweizer Arbeitgebern zufolge spiegelt sich dieser Umstand in einer Verschiebung des Alters der Belegschaft wider. Bei der Post mit über 60'000 Angestellten betrug das Durchschnittsalter 44.8 Jahre im Jahr 2013. Ende Juni 2017 waren es bereits 45.9 Jahre. Bis 2020 rechne der «Gelbe Riese» mit einem Wert von 47.8 Jahren. Ein ähnliches Bild gibt es bei den SBB, die ab 2022 mit einer grösseren Pensionierungswelle rechneten.

(sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Jack Ma nicht mehr reichster Chinese

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Corona-Leugner dringen in Berner Schulen ein: «Sie kamen bis ins Lehrerzimmer»

In Bern macht eine Gruppe von Corona-Skeptikern Schulhäuser unsicher, dringt ohne Maske in Lehrerzimmer ein und verteilt Flyer mit Falschinformationen. Hinter der Aktion steckt ein bekannter Berner Verschwörungs-Anhänger. Jetzt greift die Polizei durch.

Corona-Leugner machen inzwischen selbst vor Kindern nicht Halt. In Bern sind seit letzter Woche Covid-Skeptiker in mehrere Schulhäuser eingedrungen und haben Corona-Falschinformationen verbreitet. «Sie haben Flyer an die Schüler verteilt und sind ohne Schutzmaske in das Lehrerzimmer eingedrungen. Das ist total daneben», sagt Giuliano Picciati, Leiter der Schule Munzinger im Berner Mattenhof-Quartier. Nachdem er von Lehrern alarmiert worden sei, habe er die Eindringlinge vom Schulhausplatz …

Artikel lesen
Link zum Artikel