DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bild: KEYSTONE

Sie sind hochgiftig – Stadt lässt alle ausgestopften Tiere aus Schulen entfernen

Bis in die 90er-Jahre wurden krebserregende Konservierungsmittel verwendet, um Tiere zu präparieren. Weil in einem Winterthurer Schulhaus 90 Prozent der ausgestellten Tiere den Grenzwert für das Gift Arsen überschritten haben, macht die Stadt kurzen Prozess.



Viele Schulen sind auch kleine Naturkunde-Museen: Ausgestopfte Tiere sind in den Klassenräumen und in den Gängen weit verbreitet. In der Stadt Winterthur ist damit nun Schluss: Der grüne Stadtrat und Schulvorsteher Jürg Altwegg wies die Schulleiter an, alle Tierpräparate zu entfernen.

Grund: Anfang Mai wurden im Schulhaus Büelwiesen alle 95 Tierpräparate auf das Gift Arsen untersucht. Ergebnis: 88 der Tiere erwiesen sich als sehr giftig, wie der Landbote schreibt. Sie übertrafen die Arsen-Grenzwerte mit bis zu 30'000 Milligramm pro Kilogramm deutlich. «Es handelte sich um sogenannt dreiwertiges Arsen, die giftigste Variante», wird der an den Messungen beteiligte Sicherheitsingenieur Beat Haering zitiert.

Berühren und Einatmen gefährlich

Bis in die 90er-Jahre wurden arsenhaltige und damit krebserregende Konservierungsmittel bei der Präparierung von Tieren verwendet – oft in hohen Dosen. «Das Arsen wird an der Innenseite der Tiere aufgetragen, und von dort diffundiert es auf das ganze Tier», so Haering. Wer «durch Berühren oder Einatmen» in Kontakt mit dem Gift komme, habe eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken. 

Wie stark die Kinder in den Schulhäusern der Gefahr ausgesetzt waren, hänge davon ab, wie die Lehrer mit den Präparaten umgegangen seien, so Haering weiter. Bereits 2013 wies ein Leitfaden des Kantons Zürich die Verantwortlichen in den Schulen darauf hin, dass im Umgang mit Tierpräparaten Vorsicht geboten sei. Die ausgestopften Tiere dürften nicht berührt werden – oder höchstens mit Handschuhen.

Andere Städte haben bereits damals reagiert und die Präparate entfernt oder hinter Glasscheiben gestellt. Heute sind auch Tierpräparate erhältlich, die mit ungiftigen Stoffen haltbar gemacht wurden.

So täuschte ein Federdieb die Museen

Video: srf/SDA SRF

(jbu)

Das könnte dich auch interessieren:

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Jack Ma nicht mehr reichster Chinese

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Identität geklärt: Unbekannte Frau im Baselbiet ist 49-jährige Italienerin

Mysteriöser Fall im Baselbiet geklärt: Am 6. Januar wurde in der Notfallstation im Kantonsspital Bruderholz eine verwirrte Frau aufgefunden. Bis heute konnte ihre Identität nicht geklärt werden.

Jetzt wurde das Rätsel gelöst. Nach der Veröffentlichung einer Öffentlichkeitsfahndung gingen innert kürzester Zeit zahlreiche Hinweise bezüglich der Identität der unbekannten Frau bei der Polizei Basel-Landschaft ein. Dank den Hinweisen aus der Bevölkerung konnte die Frau inzwischen identifiziert …

Artikel lesen
Link zum Artikel