Schweiz
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Liveticker

Nur ein Fünftel der Infizierten bleibt symptomfrei ++ Sperrstunde für Teile Österreichs



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Team watson
22:31
Covid-Patient in Mexiko bekommt neue Lunge
In Mexiko ist nach Angaben eines Krankenhauses eine Lungentransplantation an einem Covid-19-Patienten geglückt. Nach einer Mitteilung vom Dienstag war der 55-Jährige bereits am 31. August im Privatkrankenhaus Christus Muguerza in der Stadt Monterrey sieben Stunden lang operiert worden. Er war demnach zuvor 52 Tage lang künstlich beatmet worden, nachdem er im Juni erkrankt war.

«Ohne die Transplantation war die Lebenserwartung des Patienten null», wurde der Chirurg Manuel Wong Jaén zitiert. Der Mann befinde sich auf dem Weg der Genesung. Er werde eine praktisch normale Lebensqualität haben.

Nach Angaben der Klinik soll es sich bei der OP um die erste erfolgreiche Doppel-Lungentransplantation an einem Covid-19-Patienten in Lateinamerika gehandelt haben. Im Mai war in Wien die erste Lungentransplantation an einer Covid-Patientin in Europa geglückt. Auch in den USA hat es das schon gegeben. (sda/dpa)
21:15
Eurostat: Zahl der Asylbewerber fällt in Corona-Krise drastisch
Die Corona-Krise hat zu einem deutlichen Rückgang der Asylbewerberzahlen in der EU geführt. Im zweiten Quartal 2020 sei die Zahl der Erstanträge auf internationalen Schutz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 68 Prozent auf rund 46 500 gefallen, teilte die EU-Statistikagentur Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Dieser starke Rückgang sei auf die Notfallmassnahmen zurückzuführen, die die EU-Staaten seit Anfang März wegen der Coronavirus-Pandemie ergriffen hätten. Insgesamt habe es innerhalb der ersten sechs Monate des Jahres 196 600 Erstanträge auf Asyl gegeben. Zuerst hatte die Funke Mediengruppe berichtet.

Die meisten Anträge - fast ein Drittel (14 200) - wurden zwischen April und Juni in Deutschland gestellt. Im Verhältnis zur Bevölkerungsgrösse liegt das kleine EU-Land Zypern jedoch mit 880 Anträgen auf dem ersten Platz. Die meisten Anträge EU-weit stellten Syrer (7700). (sda/dpa)
20:04
Nur etwa ein Fünftel der Corona-Infizierten bleibt symptomfrei
Forschende der Universität Bern haben in einer grossen Übersichtstudie den Anteil der Covid-19-Infizierten bestimmt, bei denen die Krankheit nicht ausbricht. Dieser beträgt demnach etwa zwanzig Prozent, wie sie im Fachmagazin «PLOS Medicine» berichten.

Wäre die Zahl symptomfreier Menschen hoch, dürfte die sogenannte Herdenimmunität schon bald erreicht sein, so eine These. Aber: «Dem ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so», sagte die Epidemiologin und Letztautorin der Studie, Nicola Low, von der Uni Bern gegenüber Keystone-SDA.

Über das Ausmass symptomfreier Infizierter sind sich Fachleute bisher uneinig. Denn der Teufel liegt im Detail: Wer als Infizierter einmalig symptomfrei getestet wird, kann später noch Symptome entwickeln - man spricht präsymptomatischen Patienten.

Das Team um Low wertete nun 79 Studien aus, die Infizierte zwischen März und Juni über längere Zeit auf Symptome testeten. Demnach blieben von 6616 Personen nur 1287 während der gesamten Krankheitsdauer asymptomatisch. Bei etwa 80 Prozent hingegen traten früher oder später Symptome auf.

Bei einer engeren Auswahl von Studien, bei denen die Probanden zufällig ausgewählt wurden - nicht etwa nur Patienten in Spitälern -, pendelte sich die Zahl asymptomatisch Infizierter auf 30 Prozent ein. Die Forschenden fanden auch heraus, dass bei Kindern die Krankheit seltener ausbricht als bei Erwachsenen.

Die Übersichtsstudie untermauert, dass asymptomatisch Infizierte bei der Verbreitung des Virus eine relativ kleine Rolle spielen. Das Problem seien die präsymptomatischen Patienten, die noch nichts von ihrer Infektion wissen, sagte Low.

Um die Pandemie aufzuhalten, sei es deshalb umso wichtiger, generelle Massnahmen wie Maskentragen und Abstandhalten konsequent einzuhalten.

Low und ihr Team werden Studien zu asymptomatischen Krankheitsverläufen weiterhin im Auge behalten - seit der Fertigstellung ihrer Übersichtsarbeit erschienen denn auch weitere 900 Studien, die laut der Epidemiologin relevant sein könnten.

Inzwischen wisse man nämlich, dass das Spektrum der Symptome breiter sei als zu Beginn angenommen - neben Husten und Atemnot kamen etwa der Verlust von Geschmack- und Geruchssinn sowie Gliederschmerzen hinzu. Mit diesen neuen Erkenntnissen lasse sich die Zahl asymptomatischer Krankheitsverläufe künftig noch genauer bestimmen.
19:41
Madrids warnt vor Lockdown für ganze Hauptstadt
Angesichts der weiter rasant steigenden Zahl an Corona-Infektionen in Madrid hat Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso vor einem Lockdown auch der gesamten Hauptstadtregion gewarnt. Bereits seit Montag sind Wohngebiete mit insgesamt 850 000 Einwohnern teilweise abgesperrt. Die Bewohner dürfen sie nur verlassen, um unter anderem zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt zu gehen. «Es macht keinen Sinn, Beschränkungen in einigen Vierteln anzuordnen und in anderen nicht», sagte Ayuso spanischen Medien zufolge am Dienstag. Sie schloss nicht aus, dass womöglich auch die ganze Hauptstadtregion mit insgesamt 6,6 Millionen Einwohnern betroffen werden könnte, wie die Zeitung «El País» berichtete.

Tatsächlich liegt die Zahl der Neuinfektionen nach Informationen vom Dienstag bereits in 16 weiteren Stadtgebieten ebenso wie in den bereits teilweise abgeriegelten Gegenden bei über 1000 je 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen. Zur Einordnung: In Deutschland liegt dieser Wert derzeit bei 13,5 auf sieben Tage gerechnet. Die Vergleichszahl zu Madrid wäre also rein rechnerisch 27 zu gut 1000.

Mit mehr als 680 000 Infektionen und 30 900 Toten ist Spanien das von der Pandemie am heftigsten getroffene Land Westeuropas. Etwa ein Drittel der Fälle wird in Madrid registriert. Für ganz Spanien wies das Gesundheitsministerium am Dienstag 10 799 Neuinfektionen binnen der vergangenen 24 Stunden sowie Nachmeldungen aus vergangenen Tagen aus. Im selben Zeitraum habe es 241 weitere Corona-Tote gegeben.

Die katalanische Regionalregierung reduzierte die verpflichtende Quarantäne für alle, die engen Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten, unterdessen von 14 auf 10 Tage. Dies könnte auch bald landesweit gelten, sagte der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa. (sda/dpa)


SPAIN GOVERNMENT PANDEMIC CORONAVIRUS
19:04
Putin wirbt bei UN-Rede für Russlands Corona-Impfstoff
Der russische Präsident Wladimir Putin hat bei den Vereinten Nationen für den ersten Impfstoff seines Landes gegen das Coronavirus geworben. Russland sei bereit, kostenlos alle UN-Mitarbeiter mit dem Vakzin impfen zu lassen, sagte Putin in einer am Dienstag bei der Generalversammlung in New York gezeigten Videoansprache. Russland sei es als erstem Land der Welt gelungen, einen Impfstoff zu registrieren, betonte Putin. Der Kremlchef schlug auch eine Online-Konferenz auf höchster Staatsebene für Länder vor, die an einer Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines Impfstoffs interessiert seien.

Die Corona-Pandemie bezeichnete er als grosse Herausforderung für die Menschheit. Die Experten müssten zwar noch das ganze Ausmass der Folgen der Krise und des «sozial-wirtschaftlichen Schocks» bewerten. «Aber schon jetzt ist offensichtlich, dass es lange, sehr lange dauern wird, um die globale Wirtschaft wieder aufzubauen», sagte er.

Zu Beginn seiner Ansprache lobte Putin die vor 75 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten Vereinten Nationen als Garant für die Einhaltung internationalen Rechts. Einmal mehr warnte er davor, die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges und den Sieg der Sowjetunion über den Hitlerfaschismus infrage zu stellen. Putin erneuerte zudem sein Angebot an die vier anderen grossen Atommächte, bei einem Gipfel über die globalen Aufgaben der Zukunft zu sprechen. Ein solcher Gipfel mit persönlicher Begegnung der ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates könne sofort nach Ende der Pandemie angesetzt werden, meinte er.

Mit Blick auf die USA warnte der Kremlchef vor einer Bewaffnung des Weltraums. Er schlug den anderen führenden Raumfahrtnationen erneut ein verbindliches Abkommen vor, das Waffen im All verbietet. Und Putin erinnerte daran, dass bald auch das letzte grosse Abrüstungsabkommen zwischen Russland und den USA auslaufe. Der New-Start-Vertrag zur Begrenzung strategischer Atomwaffen endet am 5. Februar 2021. Russland und die USA sprechen zwar über eine Verlängerung des Abkommens. Allerdings hat Moskau wenig Hoffnung, dass dies mit Washington unter Präsident Donald Trump gelingen kann. (sda/dpa)
UN General Assembly
18:14
Macron lehnt in der Corona-Krise Isolierung von älteren Menschen ab
Im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie lehnt der französische Staatschef Emmanuel Macron eine Isolierung älterer Menschen ab. «Wir werden das Virus nicht besiegen, indem wir unsere Mitbürger isolieren», sagte der Präsident am Dienstag bei einem kurzfristig angesetzten Besuch eines Altersheims in der zentralfranzösischen Loire-Region in der Nähe von Blois. Der 42-Jährige wies auf soziale und familiäre Bande hin, die für ältere Menschen wichtig seien.

In Frankreich gibt es grosse Sorge, denn die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt seit Wochen an - die tägliche 10 000er-Marke wurde bereits überschritten. Die Behörden registrierten bereits mehr als 31 000 Tote.

Die französische Regierung setzt nach generellen, streng überwachten Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr nun auf regionale Massnahmen. Generell gilt in Frankreich die Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie bei der Arbeit. In vielen Städten - darunter auch Paris - ist die Maske auch unter freiem Himmel Pflicht. (sda/dpa)
GERMANY PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
18:11
Wissenschaftler: Mehr als 200 000 Corona-Tote in den USA
Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mittlerweile mehr als 200 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Dienstagmittag (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele bekannte Corona-Tote. Die Schwelle von 150 000 Opfern war Ende Juli erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in den USA demnach mehr als 6,8 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Die Opferzahl in den USA, einem Land mit 330 Millionen Einwohnern, ist weltweit die bislang höchste in absoluten Zahlen. An zweiter Stelle steht derzeit Brasilien mit mehr als 137 000 Toten, gefolgt von Indien mit rund 89 000 Opfern. Relativ zur Einwohnerzahl hingegen ist die Zahl der Opfer unter anderem in Peru, Belgien, und Spanien höher als in den USA. In Peru etwa starben Johns Hopkins zufolge rund 98 Menschen pro 100 000 Einwohner, in Belgien 87, in Spanien 65. In den USA waren es bislang 61 Menschen pro 100 000 Einwohner, vergleichbar mit Italien (59). In Deutschland hingegen waren pro 100 000 Einwohnern bislang nur 11 Tote zu beklagen.

Die Webseite der Universität Johns Hopkins wird regelmässig aktualisiert und zeigt daher meist einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC. In manchen Fällen wurden die Zahlen der Universität aber auch wieder nach unten korrigiert. Der CDC zufolge gab es bis Dienstagmittag (Ortszeit) etwas mehr als 199 000 Corona-Tote. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Erkrankung Covid-19 auslösen, die vor allem für ältere oder immungeschwächte Menschen lebensgefährlich sein kann.

Die Corona-Neuinfektionen pro Tag bewegen sich in den USA weiter auf hohem Niveau. Zuletzt wurden täglich rund 40 000 bestätigte Neuinfektionen gemeldet - mal mehr, mal weniger. Experten zufolge müsste diese Zahl unter 10 000 gebracht werden, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. (sda/dpa)
17:40
Teile Österreichs führen wieder Sperrstunde ein
In den österreichischen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg gilt ab Freitag eine Sperrstunde von 22 Uhr. Im Rest des Landes dürfen Lokale dagegen weiterhin bis 1 Uhr öffnen. Die Massnahme gelte erstmal für drei Wochen, wie die Landesregierungen und das österreichische Kanzleramt am Dienstag mitteilten. Bundeskanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP appellierte auch an die Bundesländer Wien und Niederösterreich, die Sperrstunde anzupassen.

Hintergrund sind die zuletzt stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen in Österreich. Zwar lebt mehr als die Hälfte der aktuell als erkrankt geltenden 8200 Menschen in Wien, aber auch Teile der drei westlichen Bundesländer, die an die deutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg grenzen, werden von österreichischen Experten als Gebiete mit hohem Risiko eingeschätzt.

«Ein guter Teil der Infektionen jetzt sind auf Lokalbesuche und Reiserückkehrer zurückzuführen», sagte Franz Allerberger von der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit der Nachrichtenagentur APA. Sich weniger lange in einem Lokal aufzuhalten, mindere das Risiko einer Ansteckung. Die Hoteliervereinigung ÖHV forderte einen finanziellen Ausgleich für das Gastgewerbe. (sda/dpa)
16:47
Griechischer Wirtschaftseinbruch wohl stärker als erwartet
Griechenlands Wirtschaft dürfte wegen der Corona-Krise noch stärker schrumpfen als bislang erwartet. Man rechne nun im Basisszenario für dieses Jahr mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um 7,5 Prozent statt wie in einer früheren Prognose um 5,8 Prozent, sagte Notenbankchef Jannis Stournaras am Dienstag.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) war im ersten Quartal auf Jahressicht um 0,5 Prozent geschrumpft. Im zweiten Quartal gab es einen Einbruch um 15,2 Prozent.

Für das nächste Jahr erwartet die Zentralbank allerdings ein Wachstum von 5,6 Prozent in ihrem Basisszenario. «Ein Hauptfaktor, der die Entwicklungen beeinflussen wird, ist der beobachtete Anstieg der Ersparnisse und wann sich das in Konsumausgaben oder Investitionen umwandelt», sagte Stournaras. (awp/sda/reu)
16:28
Flugverband IATA will Coronatests für internationale Passagiere
NETHERLANDS TRAVEL CORONAVIRUS PANDEMIC
Flugpassagiere sollen wieder sorglos international reisen können - dafür fordert der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) Corona-Schnelltests direkt vor dem Abflug für jeden Reisenden. Damit würden Quarantäne-Vorschriften im Zielland überflüssig, sagte IATA-Chef Alexandre de Juniac am Dienstag in Genf. Solche Massnahmen würgten jede erhoffte Erholung im Luftverkehr ab, warnte er.

Der Verband sei mit Regierungen direkt und in der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) bereits im Gespräch. Die IATA-Fluggesellschaften stünden zu 100 Prozent hinter dem Vorschlag.

Die IATA geht davon aus, dass Antigen-Tests für weniger als zehn Euro pro Test mit Ergebnissen innerhalb von 15 Minuten ab Oktober auf dem Markt sind und mehr als 99 Prozent akkurate Ergebnisse liefern. Medizinisches Personal sei nicht nötig.

Die Tests sollten verpflichtend sein, die Kosten von staatlicher Seite getragen werden. Wer einen Test verweigere, könne nicht einsteigen, sagte de Juniac. Für das Programm seien bei einer Erholung des Betriebs mittelfristig wahrscheinlich vier bis fünf Millionen Tests pro Tag nötig.

IATA sehe bei internationalen Flügen kaum Erholung, sagte de Juniac. Im Juli seien verglichen mit dem Vorjahresmonat nur acht Prozent so viele Passagiere unterwegs gewesen. Grund sei unter anderem, dass sie kaum Reisepläne machen könnten, weil sie stets neue Quarantäneauflagen im Zielland befürchten müssten. (awp/sda/dpa)
13:41
Easyjet Schweiz hat Coronakrise im Sommer gut überstanden
(FILE) GERMANY ECONOMY EASYJET GERMANY
Der Schweizer Ableger der Fluggesellschaft Easyjet ist vergleichsweise unbeschadet durch den Corona-Sommer gekommen. Die Airline konnte laut ihrem Geschäftsführer Jean-Marc Thévenaz in den Ferienmonaten den Grossteil der Destinationen von Schweizer Flughäfen aus bedienen.

Trotz reduzierter Frequenzen setzte die Billigfluggesellschaft zwei Drittel ihrer Flotte ein und bediente 80 Prozent der 150 Ziele ab Genf, Basel und Zürich. «Zwischen Juli und August sind wir mit einer durchschnittlichen Auslastung von 84 Prozent geflogen», sagte Thévenaz in einem Interview am Dienstag mit «24 Heures».

Die Nachfrage nach Ferienflügen habe nicht nachgelassen. Geschäftsreisen hingegen seien aufgrund der Reisebeschränkungen zurückgegangen. Die nun wieder anziehenden Ansteckungsraten insbesondere in Spanien und Frankreich sowie wieder eingeführte Quarantänemassnahmen hätten die Belegung der Flüge hingegen erneut auf ein «sehr niedriges» Niveau sinken lassen.

12:56
BAG meldet 286 neue Fälle
Das Bundesamt für Gesundheit meldet am Dienstag 286 neue Fälle bei insgesamt 7949 PCR-Tests. Das ergibt eine Positivitätsrate von 3,6 Prozent. Weiter meldet das BAG 14 neue Hospitalisationen und 3 neue Todesfälle.

11:33
Wien lässt Schüler und Lehrer bei Corona-Verdacht gurgeln
Die Stadt Wien will Kinder und Lehrer bei Verdacht auf eine Corona-Infektion künftig direkt an den Schulen testen lassen.
epaselect AUSTRIA EDUCATION SCHOOLS
Kommende Woche sollen 600 000 Testkits mit einer Gurgellösung ausgeliefert werden, wie Gesundheitsstadtrat Peter Hacker am Dienstag ankündigte. Zusätzlich sollen probeweise mobile Teams bereit stehen. Bei Verdacht auf eine Infektion sollen Kinder oder Lehrer noch in der Schule gurgeln. Die Proben sollen anschliessend sofort ins Labor.

«Eine Vielzahl der Verdachtsfälle an den Schulen stellt sich als falscher Alarm heraus», sagte Österreichs Bildungsminister Heinz Fassmann. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Bildungsministeriums mit der Stadt. Ob es auf andere Regionen ausgeweitet wird, liegt in der Zuständigkeit die jeweiligen Bundesländer.

Zur schnellen Auswertung der Tests sollen die Kapazitäten der Wiener Forschungslabore genutzt werden, die das Gurgelverfahren mitentwickelt haben. Dabei muss eine Minute lang mit einer speziellen Salzlösung gegurgelt werden, damit wie bei einem Abstrich Partikel aus dem Rachen hängen bleiben. Die Probe wird anschliessend auf Virenerbgut analysiert.

Die Infektionszahlen in Österreich sind zuletzt deutlich angestiegen. In Österreich gelten derzeit rund 8200 Menschen als mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert - mehr als die Hälfte davon in Wien. (sda/dpa)
11:21
Kanton Thurgau prüft Konsequenzen gegen Veranstalter von Bootsparty

Bilder einer Bootsparty auf dem Bodensee sorgen derzeit für Sorgenfalten. Auf einem Video ist zu sehen, wie auf einer Bodensee-Fähre ausgelassen getanzt wurde. Masken? Fehlanzeige.

Das Video stammt von einer Party am Sonntag auf der Fähre Euregia. Über 600 Personen und mehrere DJs betraten das Schiff in Romanshorn und feierten den ganzen Nachmittag lang zu Hardstyle-Beats. Zwar seien beim Eingang gratis Schutzmasken verteilt worden, während der Party schien das aber niemanden zu interessieren.

Gemäss «Tagblatt» weist der Veranstalter jede Schuld von sich, in einer Medienmitteilung heisst es: «Die Besucher wurden vor und während der Anlässe über die Maskenschutzpflicht und die weiteren Hygienemassnahmen informiert. Es hat zusätzlich ein elektronisches Contact-Tracing stattgefunden. Damit wurden sämtliche rechtlichen Aspekte von uns eingehalten.»

Gemäss «Tagblatt» bestätigt das Thurgauer Amt für Gesundheit, dass die Umsetzung von Schutzkonzepten in der Verantwortung der Veranstalter liege. Weiter heisst es, dass der Kanton dem Fall nachgehe und rechtliche Konsequenzen gegen den Veranstalter prüfe.
11:15
Tessin rutscht durch Coronakrise erneut in die roten Zahlen
SWITZERLAND PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19 TOURISM
Die Staatsrechnung 2020 des Kantons Tessins schliesst voraussichtlich mit einem Defizit von 269,5 Millionen Franken. Grund für die negative Bilanz sind laut einer Mitteilung der Regierung die Folgen der Coronavirus-Pandemie.

Ursprünglich hatte die Regierung mit einem Plus von gut vier Millionen Franken gerechnet. Doch dann kam die Coronakrise. Diese habe einerseits zu hohen Ausgaben für Hospitalisierungen geführt, schreibt die Regierung in einem Communiqué. Andererseits sei die markante Verschlechterung der Finanzlage auf tiefere Steuererträge infolge der Krise zurückzuführen.

Erst 2017 hatte der Südkanton nach mehreren defizitären Jahren die Trendwende geschafft und schwarze Zahlen geschrieben. Die publizierten Zahlen könnten sich aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage noch verändern, schreibt die Regierung abschliessend. (sda)
10:53
Friedensnobelpreis-Zeremonie wegen Corona verlegt
US Kosovo Serbia Nobel
Der Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht wie üblich auf einer feierlichen Zeremonie im Rathaus von Oslo überreicht.

Stattdessen wird es eine deutlich kleinere Zeremonie mit begrenzter Teilnehmerzahl in der Aula der Universität der norwegischen Hauptstadt geben, wie das norwegische Nobelinstitut am Dienstag mitteilte. Der oder die Preisträger werden dann vor Ort sein oder digital zugeschaltet werden.

Am traditionellen Zeitpunkt der Preisverleihung, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel am 10. Dezember, wird sich dagegen nichts ändern. Das übliche Bankett und ein Konzert zu Ehren des Preisträgers fallen jedoch aus. Die Aula wurde bereits von 1947 bis 1989 für die Vergabe des Friedensnobelpreises genutzt. Seitdem wurde die Auszeichnung im Osloer Rathaus überreicht.

Die diesjährigen Nobelpreisträger werden in zwei Wochen in Stockholm und Oslo bekanntgegeben - der Friedenspreis am 9. Oktober. Alle Preise werden wie üblich am 10. Dezember in Stockholm überreicht, nur der Friedensnobelpreisträger wird in Oslo geehrt. (sda/dpa)
10:03
Tui streicht ein Fünftel des Reiseangebots im Winter
SPAIN CORONAVIRUS PANDEMIC GERMANY
Der weltgrösste Reiseanbieter Tui hat angesichts neuer Reisewarnungen wegen der Covid-19-Pandemie sein Angebot weiter reduziert. Für die Wintersaison streicht Tui rund ein Fünftel des Programms.

Insgesamt stehen damit noch rund 40 Prozent des ursprünglichen Angebots zur Verfügung, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. «Dies spiegelt die anhaltende Unsicherheit im Hinblick auf Reisebeschränkungen wider», hiess es. Das reduzierte Angebot war zuletzt zu rund 30 Prozent gebucht.
9:25
Grossbritannien empfiehlt wieder Arbeit von zu Hause
Virus Outbreak Britain
Angesichts stark steigender Infektionszahlen empfiehlt die britische Regierung ihren Bürgern im Kampf gegen das Coronavirus wieder die Arbeit im Home Office.

«Leuten, denen es möglich ist, von zu Hause zu arbeiten, würden wir empfehlen, das zu tun», sagte Staatsminister Michael Gove am Dienstag dem Sender Sky News. «Die Infektionsrate geht nach oben, die Zahl der Menschen, die ins Krankenhaus müssen, geht nach oben, und deswegen müssen wir handeln.»

Der konservative Premierminister Boris Johnson wollte sich am Dienstag mit einer Rede an seine Landsleute wenden, um ihnen den Ernst der Lage bewusst zu machen und sie an geltende Abstands- und Hygieneregeln zu erinnern. In Schottland wird eine Ankündigung von Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon erwartet.

In ganz Grossbritannien steigen die Infektionszahlen rapide an: In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4000 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Verbreite sich das Virus im gleichen Tempo weiter, könnte Grossbritannien Mitte Oktober fast 50 000 Fälle pro Tag zählen, warnen Experten. (sda/dpa)
6:54
Zypern setzt Schweiz auf die Liste der Hochrisikoländer
Die zypriotische Regierung hat die Schweiz wegen der steigenden Coronazahlen auf die Liste der Hochrisikoländer gesetzt. Wer einreisen will, muss einen negativen Test vorweisen und in Quarantäne.

Auf einer von der zypriotischen Regierung am Montag veröffentlichten Liste fungiert die Schweiz neu als Hochrisikoland. Sie wird damit gleich eingestuft wie etwa Frankreich, Österreich oder die Niederlande. Konkret bedeutet dies, dass Reisende aus der Schweiz einen negativen Coronatest vorweisen und nach der Einreise zwei Wochen in Quarantäne verbringen müssen. Touristische Reisen würden dadurch praktisch unmöglich, meldete Radio SRF 1 am Dienstagmorgen. (wap/ch media)
6:29
Anhaltende Erschöpfung als Coronavirus-Folge recht verbreitet
Virus Outbreak Canada
Einer kleinen Studie zufolge könnte anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung eine recht häufige Folge überstandener Covid-19-Erkrankungen sein. Frauen seien dabei häufiger betroffen als Männer, berichten Forscher um Liam Townsend vom Trinity College in der irischen Hauptstadt Dublin.

Von 128 einbezogenen Patienten fühlten sich demnach etwas mehr als die Hälfte nach der Genesung noch für Wochen abgeschlagen. Ein Zusammenhang mit der Schwere der Erkrankung war nicht erkennbar, wie das Team im Vorfeld einer Konferenz zu Coronavirus-Themen mitteilte.

Die Teilnehmer waren nach im Mittel zehn Wochen nach der Genesung in die Analyse einbezogen worden. Rund 67 Prozent aller Probanden mit Ermüdungssyndrom waren weiblich. Häufiger betroffen waren zudem Menschen, bei denen früher Angstzustände oder Depressionen diagnostiziert worden waren. Von 61 Teilnehmern ohne andauernde Abgeschlagenheit hatte nur einer bereits eine solche psychische Störung. Von 67 Personen mit anhaltender Müdigkeit hatten neun zuvor Angstzustände oder Depressionen.

Die Teilnehmer waren im Durchschnitt 50 Jahre alt. Zusammenhänge etwa mit Entzündungswerten im Blut schlossen die Experten aus. Sie plädieren dafür, das Phänomen genauer zu untersuchen. Die Forscher wollten ihre Ergebnisse auf einer Online-Konferenz zum Coronavirus präsentieren, die vom 23. bis 25. September stattfindet. (sda/dpa)


6:18
Generaldebatte der UN-Vollversammlung in ungewohnter Form
United Nations Generla Assembly
Die UN-Generaldebatte findet in diesem Jahr vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie in einer noch nie da gewesenen Form statt. Nach einem Festakt zum 75-jährigen Bestehen der Vereinten Nationen am Montag sollen ab Dienstag (15.00 Uhr MESZ) eine Woche lang Vertreter aller 193 Mitgliedsstaaten sprechen – allerdings nicht wie normalerweise im UN-Hauptquartier in New York, sondern per vorab aufgezeichneten Video-Reden. Die normalerweise zahlreichen Nebenveranstaltungen und bilateralen Treffen sind wegen der Pandemie auf wenige Online-Events zusammengeschrumpft.
0:37
Frühe Sperrstunde für britische Pubs und Restaurants
DENMARK PANDEMIC CORONAVIRUS RESTRICTIONS
Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise in Grossbritannien hat Premierminister Boris Johnson verschärfte Schutzvorkehrungen angekündigt. Pubs und Restaurants sollen ab Donnerstag um spätestens 22 Uhr schliessen, wie die Regierung am Montagabend mitteilte. Ausserdem wird nur noch Service am Tisch erlaubt sein. Johnson wollte sich am Dienstag mit einer Rede an die Briten wenden, um ihnen den Ernst der Lage bewusst zu machen und an geltende Abstands- und Hygieneregeln zu erinnern.

In ganz Grossbritannien steigen die Infektionszahlen rapide an: In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4000 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Verbreite sich das Virus ungehindert im gleichen Tempo weiter, könnte Grossbritannien Mitte Oktober fast 50'000 Fälle pro Tag zählen, warnen führende Gesundheitsexperten.

Die Regierung denkt deshalb auch über ein temporäres Herunterfahren des öffentlichen Lebens nach, eine Art Zwangspause von zwei bis drei Wochen, während der Restaurants und Pubs wieder ganz geschlossen werden könnten. Grosse Landesteile im Nordosten Englands, Nordirland und Wales leben bereits jetzt mit härteren Massnahmen.


21:14
US-Gesundheitsbehörde zieht Hinweis zu Corona-Übertragung zurück

Virus Outbreak Congress

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat mit überarbeiteten Hinweisen zur Übertragung des Coronavirus für Verwirrung gesorgt und sich inzwischen selbst korrigiert. Am Sonntag war bekannt geworden, dass die Behörde entgegen der bislang gültigen Annahmen auf ihrer Webseite schrieb, dass SARS-CoV-2 für längere Zeit in der Luft verbleiben und über Distanzen weiter als zwei Meter übertragen werden könne. Am Montag veröffentlichte die CDC dann einen Hinweis, dass fälschlicherweise ein «Entwurf» auf der Homepage veröffentlicht worden sei. Man sei derzeit damit beschäftigt, die Hinweise zur Übertragung über die Luft zu überarbeiten.

In den USA sind laut Universität Johns Hopkins bereits fast 200 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Deswegen steht auch die CDC in der Kritik. Erst kürzlich hatte die Behörde für Empörung gesorgt, als sie weniger Tests empfohlen hatte und bei Menschen ohne Symptome darauf verzichten wollte. In einer «Klarstellung» nahm die CDC diese Position am Freitag wieder zurück. (sda/dpa)
19:34
Corona-Massnahmen in Nordirland: Keine Treffen fremder Haushalte mehr

BRITAIN WEATHER

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gelten in Nordirland ab Dienstagabend wieder stärkere Massnahmen. So dürfen sich drinnen bis auf wenige Ausnahmen keine Angehörigen verschiedener Haushalte mehr miteinander treffen, wie die Regierung am Montag erklärte. Im Freien werden noch Treffen von maximal sechs Menschen aus zwei Haushalten erlaubt sein. Allein in den vergangenen 48 Stunden hat es in Nordirland fast 400 neue Fälle gegeben.

Doch in ganz Grossbritannien steigen die Fallzahlen rapide an: In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4000 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Verbreite sich das Virus ungehindert im gleichen Tempo weiter, könnte Grossbritannien Mitte Oktober fast 50 000 Fälle pro Tag zählen, wie führende Gesundheitsexperten am Montag warnten.

Die Regierung denkt deshalb über ein temporäres Herunterfahren des Landes nach, eine Art Zwangspause von zwei bis drei Wochen, in der Restaurants und Pubs wieder geschlossen werden könnten. Grosse Teile im Nordosten Englands und Wales leben bereits jetzt mit härteren Massnahmen. Premierminister Boris Johnson wollte am Dienstag über das weitere Vorgehen der Regierung informieren. (sda/dpa)
19:31
Covid-19-Gesetz geht in die Einigungskonferenz

SCHWEIZ SESSION STAENDERAT

Die Räte feilschen weiterhin um die Details der Corona-Finanzhilfe für «vergessene Branchen» und Selbstständigerwerbende. Nach drei Beratungsrunden sind sich National- und Ständerat in zwei Punkten nicht einig geworden. Nun befasst sich die Einigungskonferenz damit.

Beim Covid-19-Gesetz handelt sich um ein sogenanntes dringliches Bundesgesetz, das am Samstag in Kraft treten soll und in weiten Teilen Ende 2021 wieder ausläuft. Der Bundesrat will mit der Vorlage die Corona-Notverordnungen, die er seit dem Frühjahr erlassen hat, wo notwendig in ordentliches Recht überführen.

Das Parlament folgte zusammengefasst dem Credo: Was bisher möglich war, soll auch weiterhin möglich sein. Das dürfte auch damit zusammenhängen, dass bisher erst ein Bruchteil der vom Parlament gesprochenen ausserordentlichen Corona-Kredite ausgeschöpft worden ist. Das gilt insbesondere für den Erwerbsersatz.

Streit um Schwellenwert
National- und Ständerat haben deshalb beschlossen, zusätzliche von der Corona-Krise betroffene Unternehmen und Selbstständigerwerbende zu unterstützen. Fest steht: Wer durch die Corona-Krise nur eingeschränkt arbeiten kann, soll staatliche Hilfe erhalten.

Der Ständerat hat bei der dritten Beratung am Montag nun konkretisiert, wer genau anspruchsberechtigt sein soll. Als massgeblich eingeschränkt gelten demnach Personen, die in ihrer Unternehmung eine Umsatzeinbusse von mindestens 65 Prozent im Vergleich zum Umsatz in den Jahren 2015 bis 2019 haben.

Personen mit Umsatzeinbussen zwischen 60 und 65 Prozent können Erwerbsausfallentschädigung beantragen, wenn ihr durchschnittliches für die Bemessung der Beiträge der AHV massgebendes Einkommen für die Jahre 2015 bis 2019 90'000 Franken nicht übersteigt. Für Besserverdienende soll ein Einkommen von 90'000 Franken angerechnet werden.

Definition von Härtefällen
Auch die Härtefallmassnahmen für Unternehmen der Event-, Reise- und Tourismusbranche und für Schausteller hat die kleine Kammer konkretisiert. Dem neuen Vorschlag zufolge liegt ein Härtefall vor, wenn der Jahresumsatz unter 60 Prozent des mehrjährigen Durchschnitts liegt. Die gesamte Vermögens- und Kapitalsituation ist zu berücksichtigen.

Der Nationalrat wollte die Härtefälle im Gesetz bisher weniger konkret regeln. Stillschweigend stimmte er bei der letzten Beratung dem offen formulierten Kriterium zu, wonach sich ein Härtefall nach den Kriterien der Umsatzeinbusse und des Insolvenzrisikos bemessen soll.

Über den Antrag der Einigungskonferenz entscheiden die Räte in den kommenden Tagen. (sda)
18:52
WHO-Initiative für Covid-Impfstoff hat 64 reiche Länder an Bord
RUSSIA PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19 VACCINE

64 Länder mit hohem Einkommen haben sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verpflichtet, die gerechte Verteilung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus weltweit finanziell zu unterstützen. Darunter sind Deutschland, Grossbritannien Frankreich und viele andere europäische Länder, nicht aber die USA. Die Unterschrift von 38 weiteren Regierungen werde in den nächsten Tagen erwartet, berichtete die WHO am Montag in Genf. Auch China beteiligt sich bislang nicht an der sogenannten Covax-Initiative der WHO. Es gebe aber permanent Gespräche mit allen Regierungen der Welt, sagte der Chef der Impfallianz Gavi, Seth Berkley.

Diese 64 Länder sichern sich auf der einen Seite Zugang zu neun Impfstoffkandidaten, die von Covax unterstützt werden. Einige haben sich unabhängig davon auch über Vorverträge mit einzelnen Firmen Impfdosen gesichert, sollte das Unternehmen erfolgreich sein, darunter auch Deutschland. Auf der anderen Seite verpflichten sie sich, 92 Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen, die an dem Programm teilnehmen, beim Einkauf von Impfdosen zu helfen.

Die WHO hat das Ziel, bis Ende 2021 zwei Milliarden Dosen eines Impfstoffs bereitzustellen. Voraussetzung ist, dass ein effizienter Impfstoff schnellstens gefunden und behördlich genehmigt wird. Sie geht davon aus, dass zwei Impfdosen pro Person nötig sind.

Covax ist eine Zusammenarbeit von Regierungen und Pharmaunternehmen. Damit soll einerseits die Erforschung von Impfstoffen und Medikamenten gegen Covid-19, die Krankheit, die das Virus auslöst, beschleunigt werden. Gleichzeitig soll Covax sicherstellen, dass ein geprüfter Impfstoff als erstes die Menschen erreicht, die ihn am dringendsten brauchen, und zwar in allen Ländern, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Regierungen. Dazu gehören etwa Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsdienste und Patienten mit Vorerkrankungen, bei denen eine Infektion sehr gefährlich wäre.

Für Covax wurden nach WHO-Angaben bislang drei Milliarden Dollar bereitgestellt - nötig seien aber 38 Milliarden Dollar, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag sagte. (sda/dpa)
16:43
Noch keine Forderung zu Kostenregelung für Spitäler
SCHWEIZ TAFERS SPITAL

Der Ständerat will noch keine Forderung stellen zur Regelung der zusätzlichen Kosten, die die Spitäler wegen Covid-19 tragen mussten oder noch müssen. Weil er einen Bericht des Bundesrates abwarten will, lehnte er am Montag eine entsprechende Motion aus dem Nationalrat ohne Opposition ab.

Die Spitäler schätzten den finanziellen Schaden durch die Covid-19-Massnahmen Ende August auf 1,7 bis 2,6 Milliarden Franken. Bis zu 75 Prozent davon seien wegen des Behandlungs- und Operationsverbots angefallen. Der Spitalverband H+ fordert eine Kompensation.

Die Motion der nationalrätlichen Gesundheitskommission (SGK) verlangt eine rasche Einigung über die Kostenübernahme. Die SGK des Ständerates war demgegenüber der Ansicht, dass es noch nicht möglich sei, die finanziellen Folgen von Covid-19 für Tarifpartner, Kantone und Bund abzuschätzen. Sie beantragte deshalb ein Nein zur Motion.

Der Ständerat hatte schon Anfang Mai einen Bericht beim Bundesrat bestellt. Dieser soll darüber Aufschluss geben, welche Kosten die Pandemie für Bund, Kantone, Krankenkassen und die Versicherten hat.

Unterstützt hat der Ständerat hingegen eine weitere Motion von Erich Ettlin (CVP/OW) mit dem Auftrag, die Covid-19-Pandemie aufzuarbeiten und «die Lehren daraus zu ziehen». Gefordert ist unter anderem eine Analyse der Notfallversorgung in Spitälern und Arztpraxen. Geklärt werden soll, ob Notfallbehandlungen ausblieben.

Nicht bezogene Leistungen den Versicherten aufzubürden, gehe nicht an, merkte er an. Weiter fordert er eine forcierte Digitalisierung im Gesundheitswesen sowie und eine Überarbeitung des Influenza-Pandemieplans. Dieser müsse durchsetzbar sein.

Der Bundesrat nannte das Anliegen berechtigt und nahm die Motion an. «Man kann üben wie man will, aber man kann sich nicht auf alles vorbereiten», sagte Gesundheitsminister Alain Berset dazu. Er forderte etwas Zeit, denn noch sei nicht bekannt, wie der kommende Winter verlaufe. Der Vorstoss von Ettlin geht an den Nationalrat. (sda)
16:34
Ständerat will Corona-Hilfe nicht auf öffentliche Kitas ausweiten
SCHWEIZ ZUERICH CORONAVIRUS GFZ KINDERTAGESSTAETTE

Von den Corona-Finanzhilfen für die familienergänzende Kinderbetreuung sollen nicht mehr Institutionen profitieren als bisher. Der Ständerat hat am Montag eine entsprechende Motion seiner Bildungskommission (WBK) abgelehnt. Der Vorstoss ist damit vom Tisch.

Die kleine Kammer stimmte mit 24 zu 16 Stimmen gegen den Vorstoss. Der Nationalrat hatte vergangene Woche einer gleich lautenden Motion zugestimmt. Gemäss dem Vorstoss sollen auch Institutionen berücksichtigt werden, die vom Kanton oder von der Gemeinde Subventionen erhalten oder von der öffentlichen Hand betrieben werden.

Bisher wurden nur private Kitas unterstützt. Dies werde als ungerecht empfunden - insbesondere in der lateinischen Schweiz, wo viele Kitas subventioniert würden, sagte Eva Herzog (SP/BS) im Namen einer deutlichen Kommissionsmehrheit. Ziel sei eine Gleichbehandlung aller Kantone.

SVP, FDP und einige CVP-Vertreterinnen und -Vertreten wehrten sich im Ständerat erfolgreich gegen den Vorstoss. Sie gaben wie der Bundesrat zu bedenken, dass die familienergänzende Kinderbetreuung in erster Linie Sache der Kantone und Gemeinden sei. Somit sei es an ihnen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die entstandenen Verluste zu decken.

Das Parlament hatte für die Unterstützungszahlungen für Kitas 65 Millionen Franken gesprochen. Hätte der Bund auch den Erwerbsausfall öffentlicher Trägerschaften übernommen, hätte er zusätzliche Kosten in Höhe von rund 20 Millionen Franken zu tragen gehabt, für die er über keinen Kredit verfügt, wie Gesundheitsminister Alain Berset betonte.

Die Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung lief vergangene Woche aus. (sda)
16:05
Lufthansa schrumpft noch stärker durch die Corona-Krise
Virus Outnreak Germany Lufthansa
Die Lufthansa verschärft wegen der nicht nachlassenden Corona-Krise ihren Sparkurs. Eine grössere Zahl an Flugzeugen als ursprünglich geplant werde stillgelegt, teilte die Swiss-Mutter am Montag mit.

Davor hatte bereits die Swiss mitgeteilt, das Hochfahren der Flugkapazitäten laufe holpriger als noch im Sommer gehofft. Die Swiss rechnet aufgrund der Reiserestriktionen damit, im Winterflugplan etwa 30 bis maximal 40 Prozent der Kapazitäten des Vorjahres anzubieten. Eigentlich hatte die Swiss das Ziel verfolgt, bis Dezember etwa die Hälfte des geplanten Flugplans wieder anbieten zu können.

Die Lufthansa argumentiert gleich: Die langsame Erholung des Luftverkehrs von der Corona-Pandemiekrise. So soll die Flotte von Lufthansa und den anderen Airlines des Konzerns bis zu dem erst für Mitte des Jahrzehnts erwarteten Ende der Krise um 150 Maschinen auf dann rund 610 Flugzeuge schrumpfen und damit um 50 mehr als bislang vorgesehen.

Mit der Flotte plant Lufthansa-Chef Carsten Spohr auch einen noch grösseren Stellenabbau, um die Kosten zu senken. Der rechnerische Personalüberhang von zunächst erwarteten 22'000 Vollzeitstellen erhöhe sich. Durch Krisenpakete mit den Gewerkschaften soll die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen begrenzt werden.

Der Passagierluftverkehr hat sich von der vor einem halben Jahr ausgebrochenen Corona-Pandemie bisher kaum erholt. Nach einer leichten Belebung im Sommer sind die Buchungszahlen bei der Lufthansa seit September wieder gesunken, weil mit steigenden Infektionszahlen in Europa wieder mehr Reisewarnungen und Quarantäneauflagen verhängt wurden. (awp/sda/reu)
15:14
Covid-19: Jenische fordern Schutzkonzept für Krisensituationen
SCHWEIZ BESETZUNG ALLMEND JENISCHE
Mit Blick auf die Corona-Krise fordert die Radgenossenschaft der Landstrasse vom Bund ein Notfallkonzept. Die Fahrenden seien vom Bund während des Lockdowns vergessen oder übergangen worden.

In einer Situation, in der der Bund dringend empfohlen habe, Abstand zu halten, seien Familien der nationalen Minderheit der jenischen und Sinti etwa in Zürich-Altstetten zusammengepfercht worden. Andere Plätze wie in Bonaduz GR seien geschlossen worden.

Das schrieb Daniel Huber, Präsident der Radgenossenschaft der Landstrasse, in der am Montag veröffentlichten Ausgabe von «Scharotl», der Zeitschrift der Dachorganisation von Jenischen und Sinti.

«Es braucht ein Notfallkonzept oder ein Schutzkonzept für die sogenannten Fahrenden in einer künftigen Krisenlage», erklärte Huber. Dabei sollten öffentliche Plätze wie Freitzeitanlagen, Parkplätzen oder Chilbiplätze geöffnet werden. Es gehe um Menschenrechte, auch in Krisen. «Wir haben die gleichen Pflichten wie alle, aber offenbar nicht die gleichen Rechte», schrieb Huber. (sda)
15:00
Swiss bleibt über den Winter auf tiefer Kapazität
SCHWEIZ SWISS
Das Hochfahren der Flugkapazitäten läuft bei der Swiss holpriger als noch im Sommer gehofft. Die Swiss rechnet aufgrund der Reiserestriktionen damit, im Winterflugplan etwa 30 bis maximal 40 Prozent der Kapazitäten des Vorjahres anzubieten.

Eigentlich hatte die Swiss das Ziel verfolgt, bis Dezember etwa die Hälfte des geplanten Flugplans wieder anbieten zu können. «Im Laufe des Julis waren wir noch ganz zuversichtlich, dass wir das erreichen können», sagte Swiss-Netzwerkchef Michael Trestl am Montag an einem Mediengespräch.

Im September dürften es nun nur 30 Prozent sein. Es zeichne sich ab, dass der Winterflugplan von November bis März deutlich hinter den Erwartungen liegen werde, so Trestl. Grund dafür sind vor allem die verschiedenen Reiserestriktionen. Der neue Winterflugplan soll am nächsten Dienstag (29. September) vorgestellt werden. (awp/sda)
13:31
BAG meldet 1095 neue Fälle während der letzten drei Tage
Das Bundesamt für Gesundheit meldet für die letzten drei Tage insgesamt 1095 neue Fälle bei gesamthaft 27'633 Tests. Die Positivitätsrate beträgt 4 Prozent. Ausserdem gibt es fünf neue Todesfälle und 27 zusätzliche Hospitalisationen.

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

News zum Coronavirus in der Schweiz und International. Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

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