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«Ich rasiere mich nicht mehr» – warum es immer mehr Frauen spriessen lassen

Behaarte Beine, Achseln oder Bikini-Zonen sind jetzt im Sommer bei Frauen selten zu sehen. Die 24-jährige Anaïs verzichtet seit einem Jahr auf den Rasierer und zeigt ihre Körperbehaarung. Doch bei der Mehrheit der Frauen ist das immer noch ein Tabu. Warum eigentlich?



Den ausführlichen Bericht siehst du im Video

Kaum steigen die Temperaturen, teilen viele Frauen dieselbe Mühsal: Körperhaare rasieren. Und das im schlimmsten Fall jeden Tag. Niemand will die Haare an den Beinen, unter den Achseln oder im Schritt sehen. Denn die Körperbehaarung bei Frauen ist noch immer ein Tabu.

Anfang Jahr sorgte die Influencerin Laura Jackson für Aufsehen: Sie postete ein Bild ihrer voll behaarten Beine und rief Frauen unter dem Hashtag #januhairy auf, es ihr gleichzutun. Auf dem gleichnamigen Instagram-Account sieht man Bilder von behaarten Körperteilen, die so sonst nur bei Männern zu sehen sind.

Auch die 24-jährige Anaïs ist eine von ihnen. Seit einem Jahr rasiert sie ihre Bein- und Achselhaare nicht mehr. Sie sagt: «Ich habe auf einmal gemerkt, wie absurd es ist, dass Körperhaare bei Männern das Normalste auf der Welt sind und bei Frauen nicht».

Aber warum sind denn Körperhaare bei Frauen unerwünscht? «Es geht um gesellschaftliche Normen und die Aufrechterhaltung vom Bild der Weiblichkeit», sagt Historikerin und Sozialforscherin Dominique Grisard, die am Zentrum Gender Studies der Universität Basel doziert. Dass bestimmt wird, wie eine Frau aussehen sollte, hat einerseits etwas mit Sexismus zu tun, andererseits wird das Bild der Weiblichkeit auch von Frauen reproduziert. «Frauen, die sich nicht rasieren, werden von anderen Frauen durch schräge Blicke gemassregelt», sagt Grisard. Deshalb seien es nicht nur die «bösen Männer», die diese Normen aufrechterhalten, sondern auch die Frauen selbst.

Den ausführlichen Bericht über Anaïs siehst du im Video:

«Es wirkt ungepflegt» – Warum sind Körperhaare bei Frauen noch immer ein Tabu?

Video: watson/jara helmi / lea bloch

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