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Volle Lager, leere Regale – wie ist das möglich? 7 Fragen und Antworten rund ums Einkaufen

Migros und Coop nehmen Stellung zu langen Lieferfristen und erklären, weshalb es zurzeit weniger Aktionen gibt.

Gabriela Jordan / CH Media



Schweizerinnen und Schweizer scheinen dem Appell der Detailhändler, Hamsterkäufe zu unterlassen, allmählich Folge zu leisten. Laut Migros und Coop hat sich die Situation etwas verbessert. Leere Regale gibt es in den Supermärkten aber immer noch, ebenso lange Lieferfristen für Onlinebestellungen. Warum? Sieben Fragen und Antworten.

Warum gibt es trotz voller Lager leere Regale?

Der Grund für die teilweise leeren Regale sind nicht fehlende Nahrungsmittel, sondern die aktuell unüblich hohe Nachfrage. Wegen der vielen Hamsterkäufe kommt das Ladenpersonal mit dem Auffüllen der Regale schlicht nicht nach. «Die Nachfrage ist seit rund einem Monat erhöht, was eine Herausforderung für unsere Mitarbeitenden in der Logistik und im Verkauf bedeutet», sagt ein Coop-Sprecher.

coop seefeldstrasse 8008 zürich leergekauft gemüse schweiz coronavirus

Manche Produkte werden immer noch gehamstert. Ansonsten hat sich die Situation aber verbessert. Bild: obi/watson

Dank der ergriffenen Massnahmen scheint sich die Situation langsam aber sicher zu entschärfen, ergänzt ein Migros-Sprecher. Die Detailhändler haben schon mehrmals gemeinsam an die Schweizer Bevölkerung appelliert, Hamsterkäufe zu unterlassen. Diese seien nicht notwendig, die Warenversorgung sei gewährleistet.

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Warum fehlen plötzlich einzelne Produkte wie Hefe?

Dazu äussern sich die beiden Grossverteiler im Detail nicht. Bei Aldi, wo Hefe teils ebenfalls vergriffen ist, verweist ein Sprecher auf vereinzelte Lieferschwierigkeiten. Diese gebe es aktuell auch bei der Trockenhefe, die in Deutschland produziert wird. «Zudem haben wir gekühlte Frischhefe im Standardsortiment, welche derzeit schnell vergriffen ist. Nach Anlieferung ist diese Hefe noch 27 Tage haltbar – wenn sie eingefroren wird, sogar noch deutlich länger. Es ist daher gut vorstellbar, dass viele Kunden gezielt Hefe auf Vorrat gekauft haben», sagt der Aldi-Sprecher.

Welche Produkte werden insgesamt am meisten gekauft?

Die Migros stellt in der aktuellen Ausnahmesituation eine stark erhöhte Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs fest. Zuoberst auf dem Einkaufszettel stehen demnach Körperhygiene, Beilagen, Konserven, Mehl, Zucker. Bei Coop sind neben länger haltbaren Lebensmitteln auch Tiefkühlprodukte, Toilettenpapier und Handreinigungsprodukte besonders beliebt. Die Käufe unterscheiden sich online und stationär nur unwesentlich.

Wie lang sind die Lieferfristen für Onlinebestellungen?

Die Nachfrage nach Online-Bestellungen ist im Moment sehr hoch. «Viele Kunden, die bis anhin in den Filialen eingekauft haben, steigen nun auf Leshop um», heisst es bei der Migros. Zurzeit seien die Lieferfenster für die nächsten rund zwei Wochen ausgebucht. Die Migros füge deshalb jeden Tag neue Lieferfenster hinzu. «Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Lieferkapazitäten weiter zu erhöhen», sagt ein Sprecher. Ähnliches lässt Coop verlauten. Dort seien die Liefertermine in den meisten Regionen für mehrere Tage ausgebucht. Der Grund für die längeren Lieferfristen sind auch hier nicht etwa fehlende Lebensmittel, sondern der aktuell stark erhöhte Warenfluss.

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Haben Migros und Coop für den aktuellen Sondereinsatz mehr Personal eingestellt?

Nur zum Teil. Die Migros hat zusätzliche Leute eingestellt, insbesondere Leshop wurde durch einige temporäre Arbeitskräfte verstärkt. Angaben zu den zusätzlichen Stellenprozenten macht die Detailhändlerin nicht. Sowohl die Migros als auch Coop greifen auf Personal aus anderen Bereichen zurück, schliesslich sind etwa Fachmärkte und Restaurants derzeit geschlossen.

Bei der Migros helfen etwa Büro-Mitarbeitende im Leshop-Verteilzentrum mit, bei Coop wurden die Logistik, die Produktionsbetriebe, der Onlineshop coop@home und die Verkaufsstellen verstärkt. «Wir arbeiten in unseren Industrieunternehmen und Verteilzentren in Sonderschichten, verstärken das Personal, machen Extrafahrten für die Belieferung der Filialen und haben die Kapazitäten auf der Strasse und der Schiene weiter erhöht», sagt ein Migros-Sprecher.

Halten die Kunden die Abstand-Regeln ein und sind die Mitarbeiter genug geschützt?

Die Kunden verhalten sich grossmehrheitlich korrekt und sind freundlich, heisst es bei Coop. Beide Detailhändler betonen, dass der Schutz ihrer Mitarbeitenden oberste Priorität habe. Unter anderem rüsten sie ihre Angestellten mit Desinfektionsmittel aus und haben bei den Kassen Plexiglasscheiben angebracht. Zudem weisen sie ihre Kunden per Lautsprecher oder Schilder auf die Abstandsregeln hin und investieren mehr in die tägliche Reinigung.

Gibt es aufgrund der hohen Nachfrage weniger Aktionen?

Die momentane Situation hat durchaus Auswirkungen auf die Preisstrategie der Händler. Aufgrund der zeitweise massiv gesteigerten Nachfrage, hat beispielsweise die Migros einzelne Aktionen gestrichen. Auf diese Weise sollten weitere Hamsterkäufe und in der Folge auch Food Waste vermieden werden. Bei beiden Detailhändlern dürften allerdings auch auch ökonomische Überlegungen eine Rolle spielen. Gut möglich, dass sie derzeit weniger Aktionen anbieten, weil sie in der aktuellen Situation nicht notwendig sind.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pg1291 25.03.2020 18:30
    Highlight Highlight Ich kenne die situation bestens, berufswegen. Das waren wirklich mengen, ein vielfaches von normal, das geht dann halt ei fach nicht. Auch die lieferanten hatten mühe, verspätungen von stunden wodurch ein lager dann eben auch nich pünktlich ausliefern kann. Schlimm war ja immer dann, wen der bund wieder ne info rausgehauen hat, sofort alle panisch am einkaufen.
  • Butzdi 25.03.2020 13:02
    Highlight Highlight Klar gibt es mehr Nachfrage, viele Arbeitnehmer und alle Kinder essen plötzlich nur noch zuhause. Ist eigentlich logisch.
    Wir kaufen seit 2 Jahren fast nur noch bei Coop@Home ein, weil wir unsere wertvolle Freizeit lieber nicht für Einkaufen investieren wollen. Was ich etwas ungeschickt finde, ist das wir als langjährige und sehr gute Coop@Home Kunde jetzt gleich lang warten müssen wie die Neukunden, aber da muss ich wohl durch.
    • Team Insomnia 25.03.2020 20:36
      Highlight Highlight Meine Güte haben sie Probleme😮😂
    • Peter Miese 25.03.2020 21:49
      Highlight Highlight 🤦‍♂️ jaja, die doofen Neukunden, die ihre geringgeschätze Freizeit bis anhin mit Einkaufen verplempert hatten, die könnten doch gerne mal n bisschen warten.

      Sag mal, hast du gelesen, was du da geschrieben hast? 😂
  • carlos zapato 25.03.2020 06:37
    Highlight Highlight Die Lebensmittelhändler haben sich schlicht auf dem falschen Bein erwischen lassen. Sie waren nicht vorbereitet und haben zu lange Beschaffungswege. Just in time funktioniert in der Krise halt nicht. Das auf das Personal abzuschieben, das mit Nachfüllen nicht nachkommt, ist doch Blödsinn.
  • gondwana 24.03.2020 19:19
    Highlight Highlight heute bin ich in einem Laden seit langem wieder einmal einer Büchse Ravioli begegnet...böse Blicke von Dritten war das Resultat. Vom WC-Papier will ich gar nicht sprechen, die einzige Marke die es noch gab war eine (teure) helvetische Sonderanfertigung...
  • honesty_is_the_key 24.03.2020 18:54
    Highlight Highlight 1/2
    Grundsätzlich finde ich die Einkaufssituation noch einigermassen okay. Allerdings: Seit 10 Tagen gibt es im lokalen Coop kein Toilettenpapier mehr. Wird das jemals wieder angeliefert ? Wohin verschwindet es ? Was zum Henker machen die Menschen die das eventuell angelieferte Papier dass ich verpasse kaufen damit ?

    Was mich aber viel mehr stresst, ist wenn der Sicherheits Abstand nicht eingehalten wird. Was viel zu oft passiert. Schon alleine wenn ich ins Coop reinkomme, da steht eine Mitarbeiterin da welche die "Nummern" verteilt.
  • Beasty 24.03.2020 18:21
    Highlight Highlight Da ich keine Hamsterkäufe getätigt habe, versuche ich seit 2 Wochen vergeblich normale Seife und Haushaltspapier zu kaufen, was überall nonstop ausverkauft ist, was langsam aber sicher nervt. Wie wäre es, wenn Coop und Migros endlich bei solchen Artikeln eine Maximalzahl pro Kunde einführen würde? Dann wären die Regale nicht immer sofort leer...
  • Triumvir 24.03.2020 17:13
    Highlight Highlight Die Lieferfristen in den Online Shops von Migros und Coop sind ein schlechter Witz. Ich habe es bis heute nicht geschafft einen Liefertermin ergattern zu können. So macht das natürlich absolut keinen Sinn. Der grösste Witz finde ich aber, dass es nicht mal möglich ist, einen zeitnahen Termin für die Selbstabholung einer Bestellung im Netz zu bekommen! Zumindest hier sollte es doch möglich sein, das System so zu optimieren, dass die Menschen ihre Bestellung wenigstens selber abholen können. Doch nein, auch hier versagen die Grossverteiler kläglich...Das finde ich dann schon ziemlich bedenklich.
  • Ökonometriker 24.03.2020 16:26
    Highlight Highlight Tipp an die Leser:
    CC Prodega öffnet ab 11:00 Uhr jeweils auch für normale Detailhandelskunden (also uns alle). Und da die Restaurants jetzt viel weniger nachfragen, haben die gut gefüllte Regale. Auch Toilettenpapier.
    Aber bitte nicht hamstern...
    • Triumvir 25.03.2020 07:30
      Highlight Highlight Und wie viele Leute drängen sich dort in einem Laden? Da sich das Virus auch über Luft überträgt, wäre dies noch wichtig zu wissen. Ich meide grundsätzlich grössere Läden mit vielen Menschen und kaufe nur zu Randzeiten ein...
  • Barthummel 24.03.2020 15:25
    Highlight Highlight Die Amis machens richtig. Die hamstern wenigstens auch in den Waffenshops. Wir Europäer beschmeissen uns mit Klopapier und Nudeln, wenns hart auf hart kommt. 😂
  • the_viking_trainee 24.03.2020 13:21
    Highlight Highlight Ich mache neu nebst dem Einkauf für meine Eltern auch noch denjenigen für ein ziemlich betagtes Ehepaar aus meiner Siedlung, plus natürlich noch den für mich und meinen Partner.
    Heute wage ich mich wieder in die Migros, mit drei grossen Taschen und drei Einkaufslisten....sehe also wie ein Hamsterer aus, da ich dann vielleicht 5l Milch, 4kg Orangen etc. einpacke.
    Soll ich mir sicherheitshalber ein Schild mit "ICH KAUFE EIN FÜR SENIOREN" umhängen?
    Hab ohne Witz ein bisschen Schiss, da ich ausserdem wegen einer im Gesicht sichtbaren Allergie eine (Sicht-)Schutzmaske trage draussen. Ideen?
    • dr.phibes 24.03.2020 15:45
      Highlight Highlight Bravo für deinen tollen Einsatz!
      Keine Angst, solange du nicht Unmengen von WC Papier, sowie alle noch vorrätigen Büchsenravioli im Einkaufswagen hast, siehst du nicht aus wie ein Hamsterer... Man hat immer gleich das Gefühl, andere kontrollieren den eigenen Einkaufswagen. (Geht mir auch so)
  • nass 24.03.2020 12:55
    Highlight Highlight Und ich werde als Hamsterer angeschaut, wenn ich einmal wöchentlich Grosseinkauf mache und nicht hamstere. Aber für fünf Leute zu Hause (drei Teenies) plus die betagte Nachbarin, da ist das Wägeli nun mal voll und ein Kilo Mehl reicht auch nirgends hin. Sei es im Normalbetrieb oder in der aktuellen Zeit.

    Es ist also nicht gleich jeder, der mehr von einem braucht und ein volles Wägeli hat ein bekloppter Zeitgenosse!
  • xTuri 24.03.2020 12:22
    Highlight Highlight Ich bezweifle, dass die Kommunikation nicht zu hamstern langsam greift. Es ist doch einfach schlichtweg so, dass die Lager der Hamsterer zuhause jetzt schlichtweg voll sind und der Bedarf im Vergleich zum Peak sich wieder langsam rückläufig verhält.
  • loplop717 24.03.2020 11:38
    Highlight Highlight Hefe kann man auch selbst zuhause herstellen aus Mehl, Wasser und Zeit.
    • Maya Eldorado 24.03.2020 13:10
      Highlight Highlight Das gibt dann aber nicht Hefe, sondern Sauerteig.
    • DemonCore 24.03.2020 17:01
      Highlight Highlight Backhefe (auch Bäckerhefe, Bierhefe, Saccharomyces cerevisiae) entsteht garantiert nicht einfach so aus "Mehl, Wasser und Zeit". Das ist eine spezifische Pilzkultur, die aus einer Urkultur herangezüchtet werden muss.
    • loplop717 25.03.2020 15:15
      Highlight Highlight Man kann die hefe im sauerteig für das backen verwenden, hat man früher auch so gemacht.
  • einmalquer 24.03.2020 11:27
    Highlight Highlight Da habt ihr ja eine herzige Erklärung für das Streichen der Aktionen gefunden.

    Es gilt nach wie vor, dass ökonomische Gründe dafür massgebend sind, das Wirtschaftssystem hat sich ja nicht geändert.

    Grosse Nachfrage führt zu höheren Preisen. Ursache ist die unsichtbare des Marktes, gemäss Wirtschaftstheoretikern.

    Was es in absehbarer Zeit auch brauchen wird; eine rigorose Preiskontrolle.
  • urgrossvater 24.03.2020 10:26
    Highlight Highlight Hier wäre noch folgendes zu präzisieren (Ich arbeite in einer Migros-Filiale):
    Die Gestelle sind nicht leer, weil das Personal nicht auffüllen vermag.
    Das Lager ist schlicht leer, es wird derzeit nur ein Bruchteil der benötigten Ware täglich geliefert...
    Die Kunden denken, die FilialLAGER seien voll, dabei sind es die VerteilszentrumsLAGER.
    • champedissle 24.03.2020 13:29
      Highlight Highlight Die Migros/Coop kommunizieren das aber anders.
  • _Qwertzuiop_ 24.03.2020 10:19
    Highlight Highlight Wie sieht es eigentlich bei den online Shops aus? Gibt es Spezialangebote für Senioren? Fände ich noch nett. Ich weiss dass einige das gar nicht wahrnehmen können aber es wäre evt noch gut das zu fördern, vor allem für diejenigen welche niemanden haben der für sie einkaufen geht.
    • dr.phibes 24.03.2020 15:48
      Highlight Highlight Sowas habe ich mir auch schon überlegt.. Leider lassen sich aber ohne ID scan oder ähnliches Geburtsdaten sehr einfach falsch eingeben.. :/
    • _Qwertzuiop_ 24.03.2020 15:57
      Highlight Highlight Leider ja... eventuell könnten von der Gemeinde Zugangsdaten versendet werden und auf SRF erklärt werden, wie es funktioniert. So würde man das ganze unter Kontrolle haben, ist leider vermutlich zu viel Aufwand...
    • Qwrrty 24.03.2020 23:54
      Highlight Highlight Coop testet einen gratis Lieferbetrieb für Risikogruppen (z.Z. im Raum Bern :)
  • Bär73 24.03.2020 10:16
    Highlight Highlight Also bei uns im Denner bekommt man noch Klopapier. Einfach direkt aus dem Lager und nicht aus dem Regal. Weil es einfach immer noch zuviele Hamster gibt
  • Erklärbart. 24.03.2020 10:06
    Highlight Highlight Also bis auf den Ingwer Tee (pur, ohne Zitrone oder so) hatte es in der Migros in der ich für üblich einkaufe, alles. Sogar WC Papier :D
    • bbelser 24.03.2020 16:43
      Highlight Highlight Aus ein paar Scheibchen von der frischen Ingwerknolle (die Migros hats) gibts in nullkommanix einen feinen Tee.
      Jeden Tag ein Scheibchen Ingwer knurpsen (natürlich nur, wer die Schärfe mag), ist megagut fürs Immunsystem.
  • DaniMano 24.03.2020 09:58
    Highlight Highlight Wir leben leider in der Nähe zur Grenze und oft kann man in die Hauptstrasse kaum noch einschwenken weil die Kolonen von und nach Deutschland einen nicht reinlassen.

    Diese Kolonen sind nun weg und einkauf-hamstern nicht mehr in Deutschland. Bin mir sicher, dass das schweizer Regal-Einfüllpersonal nicht auf solche Umsätze geplant wurde.

    Bei uns im Coop wars auch eindeutig, dass dieses Personal versuchte die Abstandsregeln einzuhalten. Nicht alle Helden tragen Mundschutz oder Capes.
  • El Vals del Obrero 24.03.2020 09:55
    Highlight Highlight Bezüglich dem Hamstern hätte ich ja weniger Angst, dass die Versorgung zusammenbricht.

    Sondern davor, dass es schon reicht, leichte Erkältungssymptome zu haben um sicherheitshalber die Wohnung für mehrere Tage sicher nicht mehr verlassen zu wollen und sollen. Und Lieferdienste haben ja auch einige Tage Lieferzeit.
    • Baba 24.03.2020 12:37
      Highlight Highlight Nachbarn? Freunde? Also ein REALES Soziales Netz? Falls Sie das wirklich nicht haben, empfehle ich Ihnen mal auf der Webseite Ihrer Gemeinde nachzuschauen. Sehr viele Kommunen haben mittlerweile mit Kirche/Vereinen/und anderen Freiwilligen Lieferdienste aufgezogen.

      Es darf nicht sein, dass Menschen trotz Krankheit die Wohnung verlassen (müssen), weil sie ihre Lebensmittel sonst nicht nach Hause bekommen.
    • champedissle 24.03.2020 13:30
      Highlight Highlight Es ist aber so. Die L;ieferdienste funktionieren nicht, bzw. haben 14 Tage Lieferfrist, die Gemeinden bieten "Notversorgung" einmal pro Woche an. Das ist mager.
    • Zat 24.03.2020 17:42
      Highlight Highlight Mein reales soziales Netz besteht selbst aus Personen der Risikogruppen, Pflege-Mitarbeitenden, Militär-Mobilisierten, Kindern, die Weiteren sind über das Land verteilt. Wen soll ich fragen?
      Ich wäre ja schon zufrieden, wenn ich jetzt für in zwei Wochen bei einem Lieferdienst bestellen könnte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PhilippS 24.03.2020 09:45
    Highlight Highlight Dass der Verbrauch an Lebensmitteln bei den Detailisten zunimmt, ist nachvollziehbar. Wobei es zuweilen spezielle Zuwächse sind.

    Ändert aber nichts daran, dass es genug hat. Auch Restaurants kaufen zuweilen bei Migros, Coop, Spar, etc. ein. Wenn nicht direkt, dann über ihre Cash-Carry-Töchter Prodega, Aligro, TopCC,...

    Es muss sicher niemand hungern, bestenfalls mal vom gewohnten auf was anderes ausweichen.

    Wenn eine Mehrheit alle 2-3 Tage bewusst und geplant einkaufen geht, kommt die Lieferkette auch wieder nach.

    Und: Wieviel schon im Abfall gelandet ist, will ich lieber nicht wissen 🤔
    • Bowerick Wowbagger 24.03.2020 09:59
      Highlight Highlight Also ich gestehe: Bei mir landet das ganze WC Papier im Klo.
  • Hans Jürg 24.03.2020 09:34
    Highlight Highlight Das ist ein Teufelskreis. In Laden A ist Produkt X (nennen wir es mal WC-Papier) ausverkauft. In Laden B auch. Käufer Y denkt sich "oups, da muss ich jetzt aber vorsorgen" und kauft in Laden C statt der üblichen Grosspackung gleich 5 oder mehr Grosspackungen. Und rasch ist auch in Laden C das Produkt X ausverkauft.
  • tömu 24.03.2020 09:29
    Highlight Highlight und: dass sich das Ding (Virus) so gut verbreiten konnte (und v.a.) schnell von Italien in das TI schwappte, hat natürlich gaaar nichts mit dem FZA zu tun, sondern mit dem aktuell schönen Wetter. So zynisch, als das tönt, aber das Virus zeigt auch positives:
    - Entschleunigung des Alltags
    - Globalisierung zurückfahren: vermehrt im Inland produzieren UND konsumieren
    - FZA kündigen, Grenzgänger vermindern
    - Gesundheitswesen selber ausbilden und ausbauen, auch in anderen Branchen
    - Remigration von ausl. Arbeitnehmern => weniger Dichte
    • Sam Regarde 24.03.2020 10:50
      Highlight Highlight Einfaches Weltbild - zu einfach.
    • tömu 24.03.2020 19:14
      Highlight Highlight @Sam Regarde
      Nein, das darfst Du mir glauben. Einfach ein anderes.
      Mit 600 verfügbaren Zeichen ist das natürlich überspitzt formuliert worden. Mir ist einfach nach wie vor schleierhaft, wie Linke es hypen, dass die Arbeitnehmer zur (globalen) Manövriermasse des Grosskapitals gemacht werden. Eine negative Auswirkung sieht man jetzt ganz klar und lässt sich - leider - auch nicht schön reden. Die anderen werden nach wie vor unter den Tisch gekehrt. Darum wurde auch die Abstimmung vom Mei - äh Mai - verschoben.
  • Baba 24.03.2020 09:27
    Highlight Highlight Ein Tipp: Hefe kann mit Weizenmehl, ein wenig Honig und Wasser relativ einfach selbst hergestellt werden (genauso auch Sauerteig als Backtriebmittel). Ganz am Anfang dauert es ein paar Tage, aber dann kann die Hefemutter einfach wieder "gefüttert" werden. Ich selbst habe seit Jahren keine Hefe mehr gekauft 😊

    Hier im Video wird die Herstellung von Lievito madre gut erklärt. Auf dem Kanal "Becher Löffel los" gibt's auch Videos zum Ansetzen von Sauerteig und zur Verarbeitung dieser selbstgemachten Backtriebmittel.

    Viel Erfolg 🍀- und bleibt gesund!
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    • Pitefli 24.03.2020 20:16
      Highlight Highlight Vielen lieben Dank. Da wir fast alle Backwaren selbst herstellen, haben wir immer Hefe vorrätig aber dank deines Tipps kann ich diese bald selbst herstellen.
  • Walter Sahli 24.03.2020 09:12
    Highlight Highlight Dass die Leute mehr kaufen, könnte auch damit zusammenhängen, dass man ja möglichst nicht raus sollte und sich die Leute, wenn sie einkaufen, gleich für mehrere Tage eindecken. Eigentlich sinnvoll, kann aber bei einer mehrköpfigen Familie schnell nach hamstern aussehen.
  • michu_88 24.03.2020 08:55
    Highlight Highlight Ist ja auch ein Witz. Wieso die Waren in Regale einfüllen die eh gleich wieder geleert werden? Machts doch wie die Discounter und stellt einfach die Paletten in die Läden...schön aufgefüllte Regale sind ja wohl unser kleinstes Problem 🤷🏻‍♂️
  • jjjj 24.03.2020 08:44
    Highlight Highlight Warum wird nicht endlich eine Maximalmenge für bestimmte Produkte pro Einkauf durchgesetzt?

    Machen andere Länder schon längst.
    aber so gibts halt keine SoMe Bilder und Medienberichte. Das ist wohl alles Kalkül. Leider...
    • champedissle 24.03.2020 13:32
      Highlight Highlight Das bringt eindeutig nichts. Dann rennen die Leute erst recht in die Läden und kaufen die Läden leer. Das geht ganz einfach, man geht einfach 6 mal hintereinander einkaufen. Das würde die Situation nur noch verschlimmern.
  • bossac 24.03.2020 08:39
    Highlight Highlight Abgesehen, dass Hamstern aktuell einfach asozial ist, habe ich schon das Gefühl, dass sich zumindest das Angebot an Frischware (Btw. nicht hamsterbar, also vergesst es^^) sich in den nächsten Wochen verknappen könnte, da wir diese primär aus hart betroffenen Ländern wie Italien oder neu Spanien beziehen.
    • Darkside 24.03.2020 13:12
      Highlight Highlight Da habe ich Glück und habe zwei grossartige Hofläden in nächster Nähe, da gibt's genug Frischware, aber halt saisonal und regional. Also keine Bananen und Avocados. Dafür frischestes Saisongemüse.
  • polopol88 24.03.2020 08:35
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht weshalb man zum beschränken der Hamsterkäufe nicht einfach ein Limit bei Dosen oder Wc-Papier einführt... So würde man das ganze stoppen
    • DemonCore 24.03.2020 17:06
      Highlight Highlight Exponentiell steigende Preise ab dem 2. Produkt. Simpel.
  • Wolf von Sparta 24.03.2020 08:34
    Highlight Highlight Es ist ja wahr, dass es durch Homeoffice und geschlossene Restaurants etc. mehr Nachfrage bei Migros und Co gibt. Aber immer noch Hamsterkäufe zu tätigen, dass verstehe ich nicht? Solche Leute sollte man gezielt an den Pranger stellen. Es gibt auch noch andere Menschen, die einkaufen müssen und vielleicht ihre Familien ernähren und versorgen wollen!
  • Vecchia 24.03.2020 08:09
    Highlight Highlight Auch in dieser Branche wäre es höchste Zeit, sich auf die Wertschätzung der Arbeitnehmenden zu besinnen.

    Aktuell "chrampfen" die Detailhandelsangestellten, Logistik- und Produktionsarbeiter für Löhne und zu Arbeitsbedingungen, zu denen ein Grossteil ihrer Kunden keinen Fingerr rühren würden.
    • tömu 24.03.2020 10:12
      Highlight Highlight Ja, ganz genau. Guter Gedanke deinerseits. Wenn das Ganze dann (hoffentlich) vorbei ist, springen die meisten dann aber wieder mit der üblichen Geringschätzung mit diesen Leuten um.
      => Hätten ja was "Anständiges" lernen können
      Dasselbe gilt (in W und M) für handwerkliche Berufe im Allgemeinen. Ich spinne den Gedanken sogar noch weiter: Naturwissenschaftler(!) suchen jetzt nach einem Impfstoff, glaube kaum, dass dieser von einer "Gender-Studies"-Person kommen wird. Evtl. wäre auch da mal ein Umdenken hilfreich...einfach ein Mü weniger wohlstandsverblödet drauf sein...
  • mrmikech 24.03.2020 08:03
    Highlight Highlight Ist ist halt sehr schwierig zu verstehen: nicht hamstern, dann gibt es genug für alle.
  • P.Rediger 24.03.2020 08:03
    Highlight Highlight Na ja, abgesehen vom hamstern dürfte die erhöhte Nachfrage teilweise auch darauf zurückzuführen sein, dass einfach mehr Menschen zu Hause essen. So verschob sich zumindest der Bedarf an Nahrungsmitteln von den Zulieferern der Restaurants auf die Detailhändler. Wäre spanend zu wissen, wie gross diese Verschiebung ist.
    • Ironiker 24.03.2020 08:44
      Highlight Highlight Kann ich bestätigen. Wir sind plötzlich 4 Personen die 3x am Tag am Tisch sitzen. Der Kühlschrank leert sich viel schneller...
    • Normal 24.03.2020 09:30
      Highlight Highlight Ich bin mir nicht sicher, ob die Verschiebung gross ist. Ich bestelle seit einer Woche Abends absichtlich täglich bei (verschiedenen) Restaurants um diese etwas zu unterstützen. Und ich habe das auch für die kommenden Wochen / Monate geplant.
    • Karin Müller 24.03.2020 09:33
      Highlight Highlight sicher sehr gross!
    Weitere Antworten anzeigen
  • PVJ 24.03.2020 08:01
    Highlight Highlight Denke die Erklärung mit den Hamsterkäufen greift zu kurz.
    Viele Menschen, die sonst über Mittag auswärts essen, kochen in Zeiten von Homeoffice und geschlossenen Restaurants und Schulen jeden Tag zuhause. Das braucht mehr Lebensmittel. Bei uns in der Grenzregion kommen noch die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten in D dazu, die nun ebenfalls durch Coop und Migros ersetzt werden. Klar müssen die mehr liefern.
    • Mr.President 24.03.2020 09:46
      Highlight Highlight Deutsche, die in Schweiz einkaufen? Wow!
      Ich hoffe die Schweizer fühlen sich dort nicht wie die Deutschen in Lörrach;)
    • PVJ 24.03.2020 11:52
      Highlight Highlight Nein, Schweizer die in D eingekauft haben und dies nun nicht mehr können weil die Grenze zu ist.
    • dan2016 24.03.2020 13:22
      Highlight Highlight ich denke schon, dass es grenznah einen sehr grossen Einfluss hat, dass die Einkaufstouristen jetzt heimisch einkaufen. Bei uns lokal (weit weg von der Grenze) hatte es (mit Ausnahme Masken/Desinfektionsmittel) zu jeder Zeit jedes Produkt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • champedissle 24.03.2020 07:48
    Highlight Highlight In Frankreich, wo eine Ausgangssperre gilt, ist die Situation ähnlich, einzelne Läden sind völlig überfordert, nicht weil es keine Ware hat, aber weil die Vorlaufzeiten für die Lieferungen relativ lang sind. Die onLine Shops für Lebensmittel, sind in Frankreich ausserhalb der Städte weitgehend unbekannt und durch die enorme Anfrage zusammengebrochen, sie haben alle Lieferungen eingestellt. Man ist also gezwungen 3 - 4 Läden anzusteuern, obwohl man dies, gem. Bestimmungen, eigentlich gar nicht darf.
  • Walter Flickenteppich Ballaballa 24.03.2020 07:42
    Highlight Highlight Denken die Hamsterkäufer tatsächlich, dass sie im äusserten Notfall, nicht von marodieren Gruppen eingehend geplündert und schlimmstenfalls wild gerichtet werden?
    • champedissle 24.03.2020 13:34
      Highlight Highlight Naja, mit solchen Uebertreibungen und Szenarien kommen wir auch nicht weiter. Es wäre neu, dass "marodierende Gruppen" durchs Land ziehen und "richten" nur um zu Ravioli zu kommen.
    • Alnothur 25.03.2020 21:11
      Highlight Highlight Da wäre ich mir nicht zu sicher, champedissle. In London zum Beispiel wurden Foodbanks aufgebrochen und geplündert. ALLES wurde mitgenommen, inklusive Klopapier, und eine Spur der Zerstörung hinterlassen.
  • p4trick 24.03.2020 07:29
    Highlight Highlight Folgende Ideen für Coop und Migros: zurzeit hat es massenhaft arbeitslose Taxifahrer, Chauffeure etc. Diese könnten zusätzliche Lieferungen ausführen. Die Leute kaufen mehr ein, da sie nicht 2-3 mal pro Woche einkaufen wollen sondern nur alle 2 Wochen!
    Tipp: Einkäufer anstellen die Ware für die Kunden einkaufen und zum abholen bereit stellen. Ich würde pro Einkauf bis zu15% des Warenwerts für diesen Service zahlen wenn ich mich dafür nicht durch die Läden schlängeln muss!!
    Mein Einkauf hat sich auch verdoppelt, ich kaufe auch noch für meine Eltern ein da Risikogruppe
  • nenjin 24.03.2020 07:24
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass es einen Engpass gibt. Aber ich frage mich, ob ein gezieltes "nicht auffüllen" der Regale zu Marketingzwecken missbraucht wird, man bleibt schliesslich wie man sieht in den Medien.

    Anders kann ich mir nicht erklären, wieso das Regal leer ist, wenn man als einer der ersten Morgens früh einkaufen geht.

    Ich weiss, es ist ein eher böser Gedanke, aber ich finde die Situation schon speziell.
    • Walter Flickenteppich Ballaballa 24.03.2020 07:44
      Highlight Highlight Böse Gedanken und dumme Gedanken schliessen sich grundsätzlich nicht aus.
    • Der Rückbauer 24.03.2020 07:47
      Highlight Highlight Die herunter gefahrenen Aktionen könnten in dieses Kapitel gehören.
    • the_dooris 24.03.2020 07:49
      Highlight Highlight Ich, als Migros-Mitarbeiter, kann dir sagen, warum die Gestelle am Morgen noch leer sind: der erste Lastwagen kommt um ca 6 Uhr und ist mit Molki-, Metzgerei-, Brotartikeln sowie Früchte und Gemüse beladen. Wenn es noch Platz drin hat, was momentan nicht der Fall ist, hat es noch Food und Non Food Lieferung drin. Alles was nicht Platz hat im ersten Lastwagen wird im laufe des Tages angeliefert. Hast du im Ernst das Gefühl, dass wir absichtich Ware im Lager stehen lassen????
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  • ChlyklassSFI 24.03.2020 07:20
    Highlight Highlight An alle, die Produkte hamstern: Ihr seid so asozial!

Smart Farming

Die «Pestizid-Hölle Schweiz» ist nur ein Furz im Wasserglas

Du musst jetzt stark sein. Denn unser Agrarjournalist widerlegt deine Vorurteile über die «Pestizid-Hölle Schweiz»: Die Pflanzenschutzmittel Chlorothalonil und Glyphosat sind weniger gesundheitsgefährdend als ein Glas Whisky oder eine Portion Erdbeeren.

«Im ganzen Kanton Bern gibt es keine einzige Wasserfassung, bei der man von einem ernsthaften Gesundheitsrisiko sprechen müsste!» Das erklärt der Berner Regierungspräsident Christoph Ammann kategorisch.

«Bei uns kann man bedenkenlos in jeder Gemeinde das Wasser aus jedem Wasserhahn trinken», erklärt auch Alda Breitenmoser, Leiterin des Amtes für Verbraucherschutz im Kanton Aargau, dessen Grundwasser am stärksten belastet ist: «Die Schlagzeilen von der Pestizid-Hölle sind reine Hysterie!»

Wer hat …

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