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Warum die Empörung über die Halal-Toblerone absurd ist – in 4 Punkten



Die Meldung

Eigentlich wäre es ja kaum eine Meldung wert. Eine bekannte Marke verkündet, dass ihr Produkt eine neue Zertifizierung erhält. Geändert an der Rezeptur hat sich nichts. Man verpasst dem Produkt einfach ein neues Label und schon hat man eine neue Zielgruppe erschlossen.

So geschehen am Sonntag, als der «Blick» berichtete, dass Toblerone im April dieses Jahres seine Produktionsstätte als halal zertifizieren liess. Halal bedeutet, dass ein Produkt mit dem Islam konform ist und gegen keine Regel verstosse. Die Berner Milchschokolade kann bedenkenlos konsumiert werden, ohne dass ein Muslim gleich in der Hölle landet.

In den sozialen Medien führte die Meldung aber zu massenhaft Empörung. Dort witterte man die Islamisierung des Abendlandes, sprach vom «westlichen Kniefall vor der islamischen Welt». Hier ein paar Beispiele:

Die Empörung

Jörg Meuthen von der AfD:

Reihenweise kommen die Boykott-Aufrufe

Bild

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Auf einmal schmeckt die Schokolade nicht mehr so gut

Bild

Fake News

Und dann wird auch noch Fake News verbreitet

Nicht nur Toblerone habe Halal-Produkte eingeführt, in Dresden gebe es auch Halal-Stollen. Dumm nur, dass die arabischen Schriftzeichen keinen Sinn machen. Das Bild ist gefälscht.

Die Empörung über die Empörung

Wie absurd die ganze Geschichte ist, zeigen folgende Tweets:

Als nächstes wird Trinkwasser boykottiert

Der Konsum von Toblerone ist erst der Anfang

Bei Maggi war's letztes Jahr die gleiche Geschichte

Hat jemand noch die Übersicht, was  nun konsumiert werden darf?

Der Ruf nach germanischen Supermärkten

Arme Toblerone!

Auch das sorgte für hitzige Diskussionen: Die Hijab-Kollektion von Dolce & Gabbana 

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Hijab-Kollektion von «Dolce + Gabbana» sorgt für Diskussionen
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«Dinge, die man einer Burka tragenden Frau nicht sagen sollte»

Video: watson

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