Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bundesrat Alain Berset spricht an einem Point de Presse ueber das weitere Vorgehen zur Bekaempfung der Covid-19 Pandemie, am Montag, 29. Juni 2020, in Bern. Berset traf sich heute Nachmittag mit Kantonsvertretern zu Gespraechen. (KEYSTONE/Peter Schneider)

«Bin überrascht, dass es so schnell gegangen ist»: Das sagt Berset zu den steigenden Fallzahlen nach den Corona-Lockerungen. Bild: keystone

Corona-Lockerungen: Diese Grafik zeigt, wie die Schweiz den Spitzenplatz übernommen hat

Mit den Turbo-Lockerungen hat sich der Bundesrat weit aus dem Fenster gelehnt. Ein Vergleich der Uni Oxford zeigt, dass die Schweiz inzwischen alle europäischen Länder hinter sich gelassen hat. Mit zwei Ausnahmen.



Die Schweiz hat punkto Corona-Lockerungen fast alle europäischen Länder abgehängt.

Dies zeigt ein Langzeit-Vergleich der Universität Oxford eindrücklich auf. Forscher haben anhand von neun Indikatoren einen «Government Response Stringency»-Index berechnet, mit dem sich Länder einfach vergleichen lassen. Auf einer Skala von 0 (extrem lasch) bis 100 (extrem streng) kommt die Schweiz nach den jüngsten Lockerungen (Discos offen/Veranstaltungen bis 1000 Personen erlaubt/Homeoffice ade) auf bloss noch 30 Punkte.

Schweiz (pink) übernimmt Spitzenplatz bei Lockerungen

Massnahmen Lockdown verschiedenster Länder

Bild: watson/ourworldindata

Damit hat die Eidgenossenschaft fast alle anderen europäischen Länder hinter sich gelassen: Die viel gescholtenen Schweden kommen auf 46 Punkte. Frankreich ist mit 65 Punkten fast doppelt so «streng» wie die Schweiz.

Zur Erklärung: In Frankreich gilt eine Maskenpflicht im ÖV. Zudem muss dort im Gegensatz zur Schweiz nach wie vor wann immer möglich im Homeoffice gearbeitet werden. In bestimmten Zonen dürfen Restaurants Gäste nur draussen bewirten.

Finnland liegt mit knapp 30 Punkten gleichauf mit der Schweiz. Nur Serbien mit 24 Punkten sowie Weissrussland liegen mit 14 Punkten punkto Lockerungen noch vor der Schweiz.

In Weissrussland ignoriert der autokratische Präsident Lukaschenko das Coronavirus weitgehend. Die Bevölkerung solle sich mit Saunagängen, Wodkatrinken oder landwirtschaftlicher Arbeit vor Covid-19 schützen, sagte der letzte Diktator Europas Anfang Juni.

* Der Artikel wurde in einer zweiten Version mit Angaben von Finnland und Serbien ergänzt

Der Index setzt sich aus verschiedenen Indikatoren wie der Art des Contact-Tracings, dem Corona-Testregime bis zu Faktoren wie Veranstaltungsverboten oder Schulschliessungen zusammen.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So clever gehen die Menschen mit den Einschränkungen um

Die letzten Breitmaulnashörner sind durch Corona gefährdet

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Krise? Welche Krise? Reiche machen trotz Pandemie Billionen-Gewinn

Es gibt Gewinner in der Corona-Krise: Die reichsten Menschen der Welt konnten in der Pandemie Billionen an Gewinn machen. Die Zeche zahlen dagegen die armen Menschen. Sie spüren die Folgen zehn Jahre lang.

Die reichsten Privatmenschen und Unternehmer der Welt leiden nicht mehr unter den finanziellen Folgen der  Corona-Krise . Innerhalb von neun Monaten haben die Reichsten der Welt mit ihrem Vermögen wieder ihr Vor-Corona-Hoch erreicht. 

Ganz anders sieht es dagegen für die ärmeren Menschen auf der Welt aus: Sie werden die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zehn Jahre spüren. Das zeigt der am Montag veröffentlichte Oxfam -Report «The Inequality Virus», für den unter anderem 295 …

Artikel lesen
Link zum Artikel