Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Unruhe bei der BDP Schweiz: Vizepräsident Thierry Vidonne aus Genf tritt per sofort zurück. (Archivbild)

Unruhe bei der BDP Schweiz: Vizepräsident Thierry Vidonne aus Genf tritt per sofort zurück. Bild: KEYSTONE

Knall in der BDP: Vizepräsident Vidonne tritt wegen Causa Stauffer zurück

Die angekündigte Nationalratskandidatur des Genfer Rechtspopulisten Eric Stauffer für die BDP sorgt für Unruhe in der Partei. Thierry Vidonne tritt als Vizepräsident der BDP Schweiz und Präsident der Genfer Sektion per sofort zurück.



Vidonne traf diese Entscheidung, nachdem er erfahren hatte, dass die nationale Parteispitze die Parteizugehörigkeit des ehemaligen Präsidenten des MCG (Mouvement citoyens genevois), Eric Stauffer, nicht befürwortet. «Ich hatte mich für ihn ausgesprochen und wurde desavouiert», bestätigte Vidonne am Freitag Informationen des Onlineportals tdg.ch.

Vidonne kündigte auch an, seine Kandidatur für den Ständerat und den Nationalrat zurückzuziehen. Er wolle aber Mitglied der Genfer Sektion der BDP bleiben. Er erwarte eine Antwort bis nächsten Montag.

Vorpreschen Stauffers

Stauffer hatte am Montag in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Tribune de Genève» angekündigt, für die BDP für einen der zwölf Genfer Nationalratssitze zu kandidieren. Die Geschäftsleitung der BDP Schweiz teilte gleichentags mit, eine Kandidatur Stauffers sei «sehr fraglich», weil viele seiner Positionen nicht mit der Bürgerlich-Demokratischen Partei übereinstimmten.

Im Frühling hatte der zwischenzeitlich im Wallis lebende Stauffer bereits bei der CVP Unterwallis ein Beitrittsgesuch eingereicht. Gleichzeitig informierte er die Medien im Alleingang darüber, dass er als Kandidat für die eidgenössischen Wahlen zur Verfügung stehe. Damit verärgerte er die Parteileitung dermassen, dass diese ihn umgehend aus der Partei ausschloss.

Aus seiner von ihm mitgegründeten Genfer Protestpartei MCG war Stauffer mit viel Getöse ausgetreten. Der umtriebige Politiker verliess 2016 den MCG, nachdem dieser ihn nicht nochmals zum Präsidenten wählen wollte. (bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

«Chancenland»: Die Operation Libero unterstützt 6 Kandidaten

Die verschiedenen Parteien rüsten sich für die Wahlen 2019

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Jetzt entscheidet wohl das Volk über das Anti-Terror-Gesetz – ein Überblick in 5 Punkten

Mit dem Anti-Terror-Gesetz kann gegen gefährliche Personen auch ohne richterlichen Beschluss vorgegangen werden. Kritiker befürchten eine Verletzung der Grundrechte. Heute wurden die Unterschriften für das Referendum eingereicht.

«Willkürparagraph» nennen die Gegner das neue Bundesgesetz über polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus. Eine unheilige Allianz brachte die 50'000 nötigen Unterschriften für ein Referendum gegen das Gesetz zusammen und reichte diese heute bei der Bundeskanzlei ein. Nach deren Prüfung hat damit wohl das Volk das letzte Wort. Was du über die Vorlage wissen musst.

Ab 2015 entfachten die Anschläge des Islamischen Staats in europäischen Städten auch in der Schweiz eine Diskussion …

Artikel lesen
Link zum Artikel