Schweiz
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Die Ausweitung der Anti-Rassismus-Norm auf Homo- und Bisexuelle verstösst nach Meinung von EDU-Präsident Hans Moser gegen die Glaubensfreiheit. Denn dadurch könnten Priester nicht mehr

Weil die Priester dann nicht mehr «die biblische Wahrheit» verkünden können: EDU-Präsident Hans Moser kämpft gegen die Ausweitung der Anti-Rassismus-Strafnorm. Bild: KEYSTONE

Ausweitung der Anti-Rassismus-Norm auf Homosexuelle kommt wohl vors Volk



Die Ausweitung der Anti-Rassismus-Strafnorm auf Homo- und Bisexuelle kommt mit grösster Wahrscheinlichkeit vors Volk. Die EDU ist sehr zuversichtlich, die nötigen Unterschriften bis am 8. April zusammenzubringen.

Das Parlament hatte im Dezember entschieden, im Rahmen der Anti-Rassismus-Strafnorm auch Aufrufe zu Hass und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung unter Strafe zu stellen. Das Referendumskomitee «Nein zum Zensurgesetz», das vor allem aus EDU- und SVP-Politikern besteht, sieht darin einen Verstoss gegen die Glaubens- und Redefreiheit der Bürgerinnen und Bürger.

Von biblische Wahrheiten

Denn mit der Erweiterung der Strafnorm hätten zum Beispiel Pfarrer oder Pastoren «grosse Mühe, biblische Wahrheiten zu zitieren», sagte Komitee-Präsident und EDU-Präsident Hans Moser am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt seien 44'000 Unterschriften beglaubigt worden, 18'000 lägen noch bei den Gemeinden, sagte Moser und bestätigte damit eine Meldung von blick.ch. Er sei deshalb «ganz sicher, dass das Referendum kommen wird».

Am Anfang habe sich die Unterschriftensammlung als sehr schwierig erwiesen, gibt Moser zu. Von verschiedenen Seiten sei der EDU vorgeworfen worden, das Referendum richte sich gegen Schwule und Lesben. Nachdem die Rechtspartei diese Zweifel habe ausräumen können, habe das Unterfangen vor allem in den vergangenen drei Wochen «unheimlich angezogen, wie ein Lauffeuer».

Täuschungsvorwürfe von Links

Einen anderen Grund für den Aufschwung in den vergangenen Wochen sieht der Walliser SP-Nationalrat Mathias Reynard. Er wirft dem Referendumskomitee auf dem sozialen Netzwerk Facebook vor, die Menschen auf der Strasse bei der Unterschriftensammlung belogen zu haben.

«Vor einigen Tagen hatten sie erst die Hälfte der Unterschriften», sagte er der Zeitung «Le Nouvelliste» vom Freitag. Und wie durch ein Wunder seien sie jetzt praktisch am Ziel. Ihm selber sei das Begehren als «Unterschrift gegen Homophobie in der Armee» präsentiert worden. Als «Beweis» veröffentlichte er auf Twitter ein entsprechendes Video.

Er habe nichts gegen ein Referendum, sagte Reynard, auf dessen parlamentarische Initiative die Gesetzesänderung zurückgeht. Aber solche Methoden seien einer Demokratie unwürdig, schrieb er auf Facebook weiter. Mehrere ähnliche Beschwerde aus der ganzen Schweiz seien an ihn herangetragen worden.

EDU-Präsident Moser wies die Vorwürfe zurück. Davon höre er zum ersten Mal. Seine Partei habe die Unterschriftensammler informiert, und die Bögen seien klar formuliert. Aber natürlich könne die EDU nicht kontrollieren, wer die Leute mit welchen Argumenten überzeuge. (leo/sda)

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65
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    Alle Leser-Kommentare
  • Zing1973 31.03.2019 17:17
    Highlight Highlight Ich denke, damit ist alles gesagt🥺
    Benutzer Bild
  • derEchteElch 31.03.2019 14:58
    Highlight Highlight Wir haben doch schon ein Anti-Diskriminierungsgesetz. Was dies in der Anti-Rassismus-Strafnorm zu suchen hat, ist mir unklar. Sexuelle Orientierung hat nichts mit „Rasse“ zu tun, denn wir alle sind Mensch resp. Kaukasier, Afrikaner, Asiaten, etc.

    3. Titel StGB, Ehrverletzungsdelikte.. u.a.;

    Art. 177 StGB: Wer jemanden in anderer Weise durch Wort, Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in seiner Ehre angreift, wird, auf Antrag, mit Geldstrafe bestraft.
    • Yamamoto /// FCK NZS 31.03.2019 18:36
      Highlight Highlight 1/2 Die Ehrverletzungsdelikte sind Delikte gegen Individualinteressen – diese greifen nur dann, wenn sich eine Aussage gegen eine Person/eine kleine, definierte Personengruppe richtet. Davon werden Aussagen, welche sich gegen eine ganze soziale Gruppe richten, nicht erfasst (vgl. Praxis des BGer/rechtsvergleichend des BVerfG). Das ergibt sich bereits aus der systematischen Auslegung des StGB.
    • Yamamoto /// FCK NZS 31.03.2019 18:40
      Highlight Highlight 2/2 Auch Deiner Argumentation bzgl. des Titels kann nicht gefolgt werden. Die Überschrift ist zwar unglücklich gewählt. Dies ist aber kein Argument gegen die Erfassung der Sexualität, zumal mit der Religion bereits ein als weniger schützenswert erscheinendes Merkmal erfasst wird, welches ebenfalls nicht zur Überschrift passt. Ich würde es aber befürworten, wenn das Parlament Art. 261bis StGB im Rahmen der nächsten Revision umbenennen würde.
  • Nik G. 31.03.2019 11:29
    Highlight Highlight Darf man überhaupt Unterschriften sammmeln mit einem falschen Titel und es dann als etwas anderes herausgeben? Ist das nicht strafbar?
  • dracului 31.03.2019 09:57
    Highlight Highlight Zwischen „biblischen Wahrheiten“ und „Aufrufe zu Hass und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung“ gibt es hoffentlich viel Raum. Warum fürchtet sich die EDU und die SVP vor diesem Gesetz? Wer sich nicht strafbar macht, muss auch keine Konsequenz befürchten. Kann es sein, dass die EDU und die SVP genau wissen, dass sie letztlich oft diskriminierend unterwegs sind mit ihren „Meinungen/Wahrheiten“und nur deshalb das Gesetz verhindern wollen?
    • Yamamoto /// FCK NZS 31.03.2019 10:09
      Highlight Highlight In der Tat, denn Aussagen wie diejenigen der Schwulenhasser Regli und Bortoluzzi dürften unter die neue Strafnorm fallen. Inwiefern die Meinungsfreiheit tangiert werden soll, wenn solche dümmlichen Aussagen nicht mehr zulässig sind, konnte mir bis jetzt noch niemand schlüssig darlegen. Zumal Hasskommentare ohnehin nicht vom Schutzbereich der Meinungsfreiheit erfasst sind.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 31.03.2019 10:55
      Highlight Highlight Ist leider so.
      Ich wollte mal wissen, was im schweizerischen Trollsammelbecken so geschrieben wurde.
      Zu 100% ausschließlich dummes Gejammer von wegen die Meinungsfreiheit würde eingeschränkt.
      Aber begründen, wieso Hass unter die Meinungsfreiheit fallen sollte, kann da auch keiner.
      Aber eine Erklärung, mehr als lächerlich, gabs: man müsse die gesamte Antirassismusstrafnorm abschaffen, weil sich die wut sonst in Anschlägen und Gewalttaten zeigen würde.
      Ich frage mich, wie viele von denen jammern würden, wenn sie sich dem gleichen Hass ausgesetzt sehen.
  • Albert E. 31.03.2019 08:50
    Highlight Highlight Diskriminierung aufgrund der sexuellen Ausrichtung (z.B. Homosexualität) oder des Glaubens (z.B. Islam) sind nicht OK. Definitiv nicht. Aber weder Homosexualität noch Islam haben was mit Rasse zu tun! Eine solche Kategorisierung könnte ihrerseits als rassistisch eingestuft werden. Nennt das ganze doch anti-Diskriminierungsgesetz oder -Norm aber nicht anti Rassismus Artikel.
  • redeye70 31.03.2019 04:02
    Highlight Highlight Ach, die Fischlifraktion mal wieder. In meinen Augen sind das christliche Fundis alttestamentarischer Prägung. Darf eine diskriminierende Initiative überhaupt zur Abstimmung kommen?
  • Gaskaidjabeaivváš 31.03.2019 01:49
    Highlight Highlight Passt jetzt nicht hundertprozentig zum Thema, aber ich bin sehr froh ist die Kommentarspalte hier etwas gemässigter.
    Wenn man sich die Kommentare in anderen schweizer Onlinemedien durch liest, fragt man sich einfach nur was los ist. Man könnte meinen einige der Leute fühlen sich persönlich angegriffen, dadurch dass es Homsexuelle gibt.

    Dafür möchte ich euch einfach mal Danke sagen.
    • Yamamoto /// FCK NZS 31.03.2019 10:14
      Highlight Highlight Ja, die Kommentare in diesen Spalten sind teilweise äusserst primitiv. Glücklicherweise sind sie aber alles andere als repräsentativ – wären sie es, so wäre damals auch die Ecopop-Initiative angenommen worden. Trotzdem dürfen wir das Feld nicht den Fundis überlassen. Es ist wichtig, dass alle Befürworter der neuen Strafnorm abstimmen gehen. Je wuchtiger das Ja ausfällt, desto besser.
  • Darkside 30.03.2019 21:03
    Highlight Highlight Bei der Unterschriftensammlung mögen sie die Leute ja noch täuschen können, bei der Abstimmung dürfte das in diesem Fall dann eher nicht gelingen.
  • Pafeld 30.03.2019 20:03
    Highlight Highlight Biblische Wahrheiten sind das, was letztes Jahr noch die alternativen Fakten waren.
  • Tom T. 30.03.2019 16:28
    Highlight Highlight Entweder man glaubt an Jesus Christus und lebt seine Werte oder findet die Gesetze Moses wichtiger.

    Die EDU hat sich als Polit-Sekte geoutet & sich als unwählbar disqualifiziert.
  • Ökonometriker 30.03.2019 16:26
    Highlight Highlight Warum soll Diskriminierung nicht allgemein verboten werden? Macht keinen Sinn, das Verbot auf gewisse Themenbereiche zu beschränken.
    • Albert J. Katzenellenbogen 30.03.2019 17:50
      Highlight Highlight Weil Diskriminierung nichts einheitliches ist.
    • Cpt_so_mal_so 30.03.2019 22:51
      Highlight Highlight Weil wir dann auch Frauen gleichberechtigt Behandeln müssen. Und das passt gewisse Hillbilly-Parteien nicht...
  • Garp 30.03.2019 16:13
    Highlight Highlight EDU: Wir proklamieren, dass das Wohl der Allgemeinheit vor Eigeninteressen und Ideologien gestellt wird.

    Was ist denn die Bibel und sich wortgetreu danach ausrichten anderes als eine Ideologie? Ich sehe auch sehr viel Eigeninteresse in diesem Referendum!

    Und nein, Homosexuelle werden nicht von allen als gleichwertig angesehen, sie werden immer noch diskriminiert, gerade von Euch!

    Ihr schreibt weiter: Sie haben es nicht nötig, per Gesetz zur «schwachen Minderheit» degradiert zu werden.

    Minderheiten sind nicht schwach, sie brauchen aber manchmal Schutz, weil es zu viele Iditoten gibt!

  • RandomNicknameGenerator 30.03.2019 15:29
    Highlight Highlight "Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren." - Karl Popper, Die offene Gesellschaft und ihre Feinde
    • Ale Ice 30.03.2019 15:54
      Highlight Highlight Schön gesagt!
      Ausserdem:
      "Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heisst beleidigen?"
      Goethe
    • Watson - die Weltwoche der SP 30.03.2019 15:55
      Highlight Highlight Wiederspricht sich übrigens
    • MacB 30.03.2019 17:02
      Highlight Highlight Roterriese...you don't say! 😲😂

      Widersprechen schreibt man übrigens ohne e nach dem i.
    Weitere Antworten anzeigen
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 30.03.2019 15:19
    Highlight Highlight Ich war ja skeptisch, ob die EDU die Unterschriften zusammenkriegt. Dass die aber einfach beim Sammeln behaupten, sie seien quasi für das Gegenteil - damit hatte ich dann doch nicht gerechnet 🤷‍♂️
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.03.2019 15:15
    Highlight Highlight Was ein Haufen, biblische Wahrheiten, ist das ernst gemeint? Mein Evangelium ist Lord of the Rings, mal schauen, welche Wahrheiten sich daraus ableiten lassen.
    Persönlich ist mir ja das amerikanische Verständnis von Rede- und Meinungsfreiheit sehr sympathisch. Dies gesagt, die Anti-Rassismus-Strafnorm wird zum Glück sehr restriktiv angewendet und ich sehe keinen Grund, weshalb nicht auch Homosexuelle "geschützt" werden sollen.
    Vor allem in Anbetracht der Köpfe hinter diesem Referendum, die homophobe Stossrichtung ist klar.
    Nochmal, biblische Wahrheit, nur schon deswegen gibts ein Nein!
    • kingeli 30.03.2019 17:26
      Highlight Highlight wär dann die grundsätzliche Ablehnung von biblischen Wahrheiten nicht auch eine Form von Diskriminierung bzw. Moralismus, weil hier aufgrund von Meinungen, die Ihrer wohl nicht entsprechen, verurteilt wird, indem es als Schwachsinn abgestempelt wird
    • Raphael Bühlmann 30.03.2019 19:26
      Highlight Highlight Die Ironie ... weisst du, was Tolkien über sein Meisterwerk gesagt hat?

      "The Lord of the Rings is of course a fundamentally religious and Catholic work; unconsciously so at first, but consciously in the revision."
    • kingeli 31.03.2019 20:14
      Highlight Highlight @Astrogator: Diese Geschichten enthalten doch manchmal durchaus wertvolle moralische Aussagen, die meiner Meinung nach nicht davon leben müssen, ob sie nun wirklich so passiert sind. Es muss nicht den Anspruch eines Geschichtsbuches haben, sondern zum Beispiel einen Weg aufzeigen wie der Mensch miteinander umgehen könnte. Ich finde der Streit um die historischen Fakten geht völlig an dem eigentlichen Kern des Buches vorbei. Der intelligente Mensch sieht also keinen Widerspruch zwischen solchen Büchern, weil sie scheinbar einen anderen historischen Ansatz haben, sondern eine Ergänzung.
  • Ale Ice 30.03.2019 15:13
    Highlight Highlight Welche der zahlreichen "Wahrheiten" möchten denn noch so geschützt werden?
    Bitte melden!
    Nicht dass wir plötzlich in einer Welt leben, in der es keine Möglichkeiten mehr gibt, legitim zu Hass und Diskriminierung aufzurufen.
    Das wäre je furchtbar!
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 30.03.2019 15:04
    Highlight Highlight Doppelmoral in ihrer reinsten Form.
    Christliche Werte predigen und mit der Bibel in der Hand gegen Homosexuelle hetzen.
    Ich hoffe, dass die Mehrheit der Schweiz intelligent genug ist, um der EDU nicht auf den Leim zu gehen.
  • Coffeetime ☕ 30.03.2019 14:44
    Highlight Highlight So kann man auch die Ämter beschäftigen 🤦‍♀️ - Das gilt dann auch für die Abstimmungsunterlagen etc. Wieviel kostet das überhaupt an Steuergeldern?
    • Froggr 30.03.2019 15:08
      Highlight Highlight Ich sag nur 1:12, mindestlohn und BGE
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 30.03.2019 18:15
      Highlight Highlight Und das hat was mit dem Thema zu tun?
    • Francis Begbie 30.03.2019 18:28
      Highlight Highlight @Froggr
      Sie verstehe den Unterschied zwischen Initiative und Referendum?
      Und würden Sie denn eine Initiative unterschreiben und unterstützen, welche das Initiativrecht abschaffen würde?
  • hansdampfinallengassen 30.03.2019 14:34
    Highlight Highlight Als diese Woche in Brunai die Todesstrafe für Homosexualität ausgesprochen wurde, konnten auch die Konservativen nicht ablassen, die Rückständigkeit dieser Rechtsprechung massiv zu kritisieren.

    Dieses Referendum hat bei uns nicht den Hauch einer Chance. Auch wenn jetzt die Freikirchenfraktion ihre Messer wetzt.
    • Froggr 30.03.2019 15:08
      Highlight Highlight Ja dann also kein Grund zur Sorge. Warum die Aufregung?
    • äti 30.03.2019 17:23
      Highlight Highlight Die Idee alleine ist schon krass.
  • Baruch de Spinoza 30.03.2019 14:24
    Highlight Highlight Das Argument der angeblich tangierten Meinungsfreiheit ist kompletter Unsinn. Das Diskriminierungsverbot verbietet weder Meinungen, noch geht es darum diese zu beeinflussen. Vielmehr gibt es den Menschen, die Unrecht erfahren haben, die Möglichkeit, sich zivilisiert und im Rahmen des Rechtsstaates zur Wehr zu setzen. Jeder Mensch hat das Recht, seine Würde zu verteidigen - Aufgabe des Rechtssystem ist es, dies nach Regeln zu ermöglichen. Rassismus und Diskriminierung sind Unrecht und betroffene Menschen sollen sich legal wehren können, denn wir wollen keine (ansonsten legitime) Selbstjustiz.
  • You will not be able to use your remote control. 30.03.2019 14:22
    Highlight Highlight Oder wir streichen einfach 'Religion' aus dem Artikel?

    Im Gegensatz zur sexuellen Orientierung, kann man die Religion jederzeit aufgeben.
    • Watson - die Weltwoche der SP 30.03.2019 14:41
      Highlight Highlight Ich wäre dafür, den gesamten Artikel ersatzlos zu streichen.
  • Out of Order 30.03.2019 14:20
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Electric Elefant 30.03.2019 14:14
    Highlight Highlight Die Hater mit Bibel unterm Arm wollen also weiterhin haten... Das wäre ja auch ganz schlimm, wenn man Homosexualität nicht mehr verteufeln könnte!
    Ich glaube für diese Partei wurde das Wort Bigotterie erfunden!
  • Jason84 30.03.2019 14:10
    Highlight Highlight Biblische Wahrheiten?
    Weil dann ein Vitus Hounder nicht mehr öffentlich die Todesstrafe für Homosexuelle fordern darf?
  • Raembe 30.03.2019 14:03
    Highlight Highlight Biblische Wahrheiten, das sagt schon alles über die Initianten aus.
    • Bijouxly 30.03.2019 15:26
      Highlight Highlight Es ist keine Initiative
    • Raembe 30.03.2019 16:05
      Highlight Highlight Das Wort hat auch noch ne andere Bedeutung. Siehe Duden:

      (bildungssprachlich) jemand, der die Initiative ergreift, etwas anregt, ins Leben ruft, gründet o. Ä.
  • Howard271 30.03.2019 14:00
    Highlight Highlight Wie gestern in der westschweizer Presse zu lesen war, wurde hier teilweise gravierend getäuscht:

    https://www.lenouvelliste.ch/articles/valais/canton/homophobie-droles-de-signatures-contre-la-loi-reynard-830544 oder https://www.20min.ch/ro/news/suisse/story/-Quelle-honte-pour-la-democratie-directe--10450712

    Die Leute, welche die Unterschriften sammelten, gaben sich als "gay-friendly" aus und behaupteten, es ginge um eine Initiative, die sich gegen die Diskriminierung von Homosexuellen im Militärstrafgesetz richte.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 30.03.2019 15:09
      Highlight Highlight Passt doch perfekt zur sonstigen Doppelmoral dieser Partei.
    • Bijouxly 30.03.2019 15:28
      Highlight Highlight Das ist keine Initiave, das kann man ja schon auf dem Bogen lesen. Also ein bisschen Eigeninitiative darf man erwarten. Klar ist das daneben, aber es steht ja drauf, also kann jeder lesen, bevor er unterschreibt.
    • Howard271 30.03.2019 15:39
      Highlight Highlight Bijouxly: schon klar, da bin ich deiner Meinung. Aber nur schon, dass man solche Methoden anwendet ist doch völlig daneben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 30.03.2019 13:54
    Highlight Highlight Was sind denn 'biblische Wahrheiten'?
    Gibt es nun ausser 'halbe Wahrheiten', 'alternative Wahrheiten', 'parteiliche Wahrheiten', 'gefälschte Wahrheiten', 'gekaufte Wahrheiten', 'überholte Wahrheiten', 'aufgezwängte Wahrheiten', etc etc nun auch noch 'biblische Wahrheiten', 'EDU Wahrheiten'? Oder definiert jeder selbst was 'Wahrheit' so ist und zwängt diese allen anderen auf!

    Für mich gilt nach wie vor: entweder 'Wahrheit' oder nicht.
    • kingeli 30.03.2019 17:23
      Highlight Highlight und wer entscheidet denn was Wahrheit ist?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 30.03.2019 18:16
      Highlight Highlight @Kingeli
      Die klaren und beweisbaren Fakten.
    • meerblau 30.03.2019 19:24
      Highlight Highlight Unter folgendem Link kannst du die Antworten auf deine Fragen nachlesen: http://www.jugendundfamilie.ch
      Diese „Arbeitsgruppe“ hat sich in meiner Geimeinde postalisch fürs Referendum eingesetzt. Die Webseite ist noch ausführlicher als ihr versandter Flyer und dokumentiert die krasse Haltung eindrücklich.
      Für mich klingt die Argumentation nach „Diese Erweiterung beschneidet unser Recht, Homosexuelle zu diskriminieren, wodurch wir Religiöse diskriminiert werden.“ 🤮
    Weitere Antworten anzeigen
  • miarkei 30.03.2019 13:45
    Highlight Highlight Das traurigste sind die Kommentar bei Blick unter dem Artikel zu diesem Thema.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 30.03.2019 15:01
      Highlight Highlight Ja, dort sammeln sich die homophoben Fundispinner auch sehr gerne.
      Der Blick ist eben eine gute Echokammer.
  • Absintenzler 30.03.2019 13:44
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • piatnik 30.03.2019 13:43
    Highlight Highlight es wird abgelehnt werden.

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