Schweiz
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The Emosson dam in Finhaut-Emosson, in the canton of Valais, southwestern Switzerland, Thursday, August 15, 2019. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Der Emosson-Stausee im Wallis wurde ursprünglich gebaut, um die SBB mit Strom zu versorgen. Bild: KEYSTONE

Das grosse Ringen um die Zukunft der Schweizer Wasserkraft

Wasserkraft ist das Rückgrat der eidgenössischen Stromversorgung. Doch sie ist unter Druck: Die Linke will den Ausbau bremsen. Und Investitionen in heutige Anlagen sind aus mehreren Gründen gefährdet.

Lucien Fluri / ch media



Sie galt als Gold aus den Schweizer Alpen: Die Wasserkraft. Doch derzeit ist ihr Glanz am Verblassen: Alternative Energien, im Ausland subventioniert und damit günstig, drängen in den Markt. Das Geschäft mit dem Alpenstrom, gerade aus Pumpspeicherwerken, schwächelt.

Nun kommen noch politische Unwägbarkeiten hinzu: Derzeit wird in Bern darum gerungen, welche Rolle die Wasserkraft künftig in der Stromversorgung spielen soll. Linke Kreise und Umweltverbände wollen einen weiteren Ausbau bremsen – anders als Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

«Wenn man die letzten wertvollen Bäche nicht auch noch verbauen will, sollte man die Wasserkraft nicht ausbauen»

Patrick Hofstetter, Klima- und Energieexperte beim WWF

Die Energieministerin möchte die Wasserkraft bis 2050 zumindest leicht ausbauen, so sieht es die laufende Revision des Energiegesetzes vor. Doch dagegen sprechen sich nun SP, Grüne und Umweltverbände aus. Ökologische Bedenken treiben sie an.

«Wenn man die letzten wertvollen Bäche nicht auch noch verbauen will, sollte man die Wasserkraft nicht ausbauen», sagt Patrick Hofstetter, Klima- und Energieexperte beim WWF. Zwar seien Effizienzgewinne, Ausbauten und Erweiterungen möglich. Gleichzeitig aber müssen noch gesetzlich geforderte ökologische Sanierungen umgesetzt werden, die einen Teil davon wieder zunichte machen. Hofstetters Devise: «Maximal die bestehende Produktion zu halten ist realistisch.»

Es geht um die Frage, wer wie viel Geld erhält

Letztlich geht es um einen Verteilkampf und die Frage, welche Energieart gefördert wird. Zwar müsse man zur derzeitigen Wasserkraftproduktion Sorge tragen, sagt auch WWF-Mann Hofstetter. Sie nun auszubauen, wäre aus seiner Sicht aber «unverhältnismässig».

Der damit zu erzielende Produktionszuwachs sei nicht geeignet, um den Wegfall der Atomkraftwerke oder die Verbrauchszunahme durch Wärmepumpen und Elektroautos zu kompensieren. «Die Schweiz hat im Solar- und Effizienzbereich einen riesigen Nachholbedarf», sagt Hofstetter. Dort sei es sinnvoller und oft auch günstiger, neue Energie in grossem Mass zu gewinnen und einzusparen.

Weniger Wasserkraft, weniger Versorgungssicherheit?

Doch während die Linke den Ausbau bremsen will, fragt sich ein besorgter Beat Rieder, ob überhaupt die heutige Wasserkraftproduktion gehalten werden kann. Aus Sicht des Walliser CVP-Ständerates ist diese gefährdet – und damit die stabile Stromversorgung der Schweiz.

Denn zwischen 2030 und 2055 laufen in den Alpen viele Konzessionen von Wasserkraftwerken aus. Sie müssen erneuert werden. «Die Verhandlungen beginnen jetzt», sagt Rieder. Doch aufgrund der tiefen Strompreise hätten die Investoren keine Planungssicherheit. «Dies kann grosse Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit der Schweiz haben», warnt Rieder.

Er hat deshalb im Parlament eine Absicherung für Investitionen ins Spiel gebracht. Der Walliser sagt: Alleine die Konzessionserneuerungen machten 25000 Gigawattstunden aus. «Dies ist mehr, als das Ausbauziel 2050 für alle anderen erneuerbaren Energien zusammen.»

«Man sollte nicht die Karosserie des Autos polieren, sondern zuerst schauen, dass der Motor läuft»

Beat Rieder, CVP-Ständerat

Wenn die Schweiz die Energiewende schaffen wolle, «müssen wir also in erster Linie dafür sorgen, dass die auslaufenden Konzessionen für bestehende Wasserkraftwerke erneuert werden.» Rieder sieht es als grossen Fehler an, dass derzeit nur über den Ausbau der Erneuerbaren gesprochen wird. Vernachlässigt sieht er die Frage, wie die bestehende einheimische Wasserkraftproduktion gesichert werden kann.

«Man sollte nicht die Karosserie des Autos polieren, sondern zuerst schauen, dass der Motor läuft», verweist Rieder darauf, dass die Wasserkraft heute 60 Prozent des Stroms in der Schweiz liefert.

Zwar könnte man dem Walliser vorwerfen, sich vor allem auch für die Pfründe von Walliser Gemeinden einzusetzen, denn diese verdienen an Konzessionen und Wasserzinsen (noch) viel Geld. Rieder verweist aber darauf, dass das Winterhalbjahr vorwiegend mit Importstrom bestritten wird, der zukünftig nicht mehr gesichert sei.

Das Ausland dürfte ihn zunehmend selbst benötigen. Damit werde die Stromversorgungssicherheit der Schweiz in Frage gestellt. «Die Warnzeichen aus dem Ausland sind klar. Die Versorgung wird prekärer.» Ihm pflichtet die nationale Regulierungsbehörde Elcom bei, die vor einer Stromlücke im Winter warnt.

Sie fordert einen raschen Inland-Ausbau bei den Erneuerbaren, vor allem fürs Winterhalbjahr. Und da sorgen Pumpspeicherwerke für die Stabilität des Systems.

Elektrizitätsunternehmen staunen über linken Angriff

Umstritten ist zudem, welche Zuschüsse Wasserkraftwerke künftig vom Bund erhalten sollen. Bisher gab es auch für Grosswasserkraftwerke Beiträge bei Erneuerungen. Energieministerin Sommaruga aber will künftig nur noch den Neubau von Grosswasserkraftwerken unterstützen, dafür mit doppelt so viel Geld wie heute.

So könnten etwa Stauseen gebaut werden, wo sich Gletscher zurückziehen. Sowohl Rieder als auch der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen warnen allerdings, Erneuerungen nicht mehr zu finanzieren: «Bei ungenügender Rentabilität und fehlenden Mitteln werden keine echten Erneuerungen vorgenommen.» Statt Investitionen gebe es dann nur «Notreparaturen».

Beim Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen ist man erstaunt über den links-grünen Feldzug gegen die Wasserkraft. Man dürfe nicht einzelne Technologien gegeneinander ausspielen, heisst es. Denn man werde künftig für «jede Kilowattstunde» Strom dankbar sein, wenn man aus der Kernerenergie und den fossilen Energien aussteige.

Wasserkraft: Das Rückgrat der Schweizer Stromproduktion

Rund 36500 Gigawattstunden (GWh) Strom liefert die Schweizer Wasserkraft heute pro Jahr. Dies sind 60 Prozent der inländischen Produktion. Bis 2050 sollen es laut Plänen im Energiegesetz 38600 GwH sein.

Die Atomkraftwerke, die dereinst abgeschaltet werden sollen, liefern heute 25280 GWh (35 Prozent), die Erneuerbaren rund 4200 GWh, davon gehen 246 auf den Wind zurück, 2178 GWh auf Photovoltaik. Bis 2050 sollen es bei den Erneuerbaren (ohne Wasserkraft) 24 200 GWh werden. (cki/chmedia)

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56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bobby_B 16.09.2020 21:09
    Highlight Highlight Hat irgendwie schon was. Sind zurzeit einige interessante Alternativen in den Startlöchern. Luft in Seeen pumpen, Betontürme, ect.
  • sheimers 16.09.2020 15:56
    Highlight Highlight Rieder irrt sich. Das Winterhalbjahr wird keineswegs "vorwiegend mit Importstrom" versorgt. Es geht um etwa 10% Importstrom im Winter, im Sommer wird ähnlich viel, eher noch etwas mehr, exportiert. Und auch, dass das Ausland im Winter den Strom "zunehmend selbst benötigt" ist nicht ganz zutreffend. Das Ausland hat immer mehr Windkraft und somit im Winter eine stark schwankende Produktion.Es gibt also immer öfter Zeiten mit hohem Überschuss, der noch so gerne an die Schweiz verkauft wird, die wiederum über genügend Speicher verfügt um den Strom z.B. nachts zu importieren und am Tag zu brauchen.
  • tobler-max 16.09.2020 15:14
    Highlight Highlight Den letzten Platz der zivilisierten Länder im Aufbau der Photovoltaik verdanken wir den Atomköpfen der Nuklearlobby, die Milliarden in diese hochgefährliche und mit grossem Abstand teuerste Art der Energiegewinnung abgezweigt haben.

    Die Wasserkraft erfüllt selbstverständlich ihre Aufgabe.

    Jedoch die mit Abstand billigste und modernste Lösung ist der Ausbau der Solarzellen, im Winter über der Nebelgrenze , und dann die Speicherung mit Wasserstoff, der dank Brennstoffzelle jederzeit in Strom überführt werden kann. Dezentrale und zentrale Kraftwerke sind möglich.
  • Chääschueche 16.09.2020 11:30
    Highlight Highlight Die Grünen:

    Wasserkraft: Tötet Tiere und Lebensräume und zerstört das Landschaftsbild
    Wind: Zerstört Landschaftsbilder und Lebensräume
    Sonne: Herstellung nicht "grün" und "Parks" zerstören Lebensräume.

    Ja Liebe Schweizer. Die Atomkraft ist bald Geschichte. Die alternativen werden jetzt bekämpft. u.a. von denen die den Klimawandel aufhalten wollen.



    Bin ja immer noch gespannt wie wir die ganze Atomkraft kompensieren wollen. Vom Ausland und dem dreckigen Atomstrom / Kohlestrom sollte man ja auch nichts nehmen.

    • heitere_fahne 16.09.2020 15:49
      Highlight Highlight Du hast recht, aber die Leute ignorieren lieber die Realität. Mit momentanem Plan laufen wir auf Blackouts zu...
    • sheimers 16.09.2020 16:06
      Highlight Highlight Da hast du etwas verwechselt, die Windkraftgegner kommen meist aus der rechten Ecke. Atomfreaks, die Schein-Naturschutzvereine gründen, wo immer ein Windkraftwerk geplant ist.
  • kobL 16.09.2020 11:12
    Highlight Highlight Für alle die es nicht nachvollziehen kann, warum man gegen Wasserkraft sein kann, empfehle ich den Film DamNation (NICHT die Serie).

    Ich hatte mich auch lange gefragt warum man nicht die Wasserkraftwerke ausbaut. Die Auswirkungen mögen hoch oben im Gebirge kleiner sein, aber unsere Flüsse sind alle verbaut in Europa. Und dies hat extreme Auswirkungen auf die Natur. Mit ein paar halbpatzig umgesetzten Fischtreppen (falls sie überhaupt gebaut wurden) ist das Problem nicht gelöst. Energiegewinnung ohne Auswirkungen auf die Umwelt gibt es nicht, deshalb sollte man die schonenste Methode wählen.
    Play Icon
    • heitere_fahne 16.09.2020 15:50
      Highlight Highlight Das ist aber für die Schweiz eher irrelevant, weil wir ja keinen Meereszugang haben. Oder?
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 16.09.2020 15:59
      Highlight Highlight Mag sein, aber ich möchte nicht auf Strom verzichten und "die Linken" sind einfach gegen jede Stromproduktion. Es ist eben sehr einfach nein zu sagen, aber das hilft niemandem. Wie soll in Zukunft der Zug fahren? Gegen das Flugzeug sind diese Gruppen ja auch noch!
  • Beni ben 16.09.2020 10:00
    Highlight Highlight Todesfalle Kraftwerk - Wasserwerk-Turbinen zerfetzen ...
  • Altweibersommer 16.09.2020 09:54
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist sehr unreflektiert. Es werden Behauptungen aufgestellt die völlig aus der Luft gegriffen werden.

    Momentan geht ein Viertel der Gelder aus dem Netzzuschlagsfonds an die Wasserkraft. Vergleichbar viel Geld fliesst nur in die Photovoltaik, eine Technologie mit massiv höherem Ausbaupotential:
    https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/58704.pdf
    Zudem geht ein nicht unwesentlicher Teil der Einspeisevergütung an die Wasserkraft.

    Der Artikel suggeriert zudem, dass Linke die Wasserkraft zerstören wollen. Dies wird nur durch eine etwas schwache Aussage des WWF "belegt".
  • AFK 16.09.2020 09:52
    Highlight Highlight Heizungen und Verkehr elektrisieren, AKWs abbauen und Wasserkraft nicht ausbauen.. das geht schlicht nicht auf!! Der Stromverbrauch wird massiv zunehmen. (gerade die Wärmepumpe-Heizungen werden oft idealisiert, brauchen aber einiges an Strom). Dann kommen noch welche mit der genialen Zwischenlösung den Russen Gas abzukaufen für Gas-Kraftwerke.. da kann ich genauso gut meine Öl-Heizung und Benzinauto weiter benutzen.
    • sheimers 16.09.2020 16:10
      Highlight Highlight Doch, geht auf. Windkraft für den Winter heisst das Zauberwort. Und als kleines Land mit grossen Stauseen müssen wir die nicht mal selbst installieren, wir können einfach zeitweise vorhandene Überschüsse unserer Nachbarn aufkaufen und damit unsere bereits vorhandenen Speicher füllen.
  • R. Peter 16.09.2020 09:52
    Highlight Highlight Der ganz grosse Fehler ist der Ausstieg aus der Atomenergie.
    • heitere_fahne 16.09.2020 15:51
      Highlight Highlight Da bin ich bei dir; ich versuche schon länger, dafür zu lobbyieren, aber die Widerstände sind gross!
    • sheimers 16.09.2020 16:11
      Highlight Highlight Nein, der grosse Fehler war der Bau der Kernkraftwerke. Hätte man das Geld damals schon in Wind- und Solarenergie gesteckt, dann wäre die Energiewende bereits geschafft.
  • Nikl 16.09.2020 09:36
    Highlight Highlight Wenn die Schweizer Gletscher abgeschmolzen sind, was ja leider bei vielen in naher Zulunft der Fall sein wird. Kann man jede Menge neue Pumpspeicherkraftwerke bauen, was auch nötig sein wird weil wir sonst im Sommer leere Flüsse haben.
    • sheimers 16.09.2020 16:13
      Highlight Highlight Kann man. Damit erzeugt man aber keinen zusätzlichen Strom, sondern ersetzt nur die Gletscher, die bereits jetzt als Speicher dienen und die Wasserkraft und Wasserversorgung im Sommer antreiben.
    • Nikl 16.09.2020 23:37
      Highlight Highlight Doch klar wenn jetzt ein Pumpspeicherkraftwerk auf 2000m steht kann man in 30 Jahren solche auf 3000 machen. 1000m Sind eine ziemliche Energie. Dann hat man 2 😉
  • K1aerer 16.09.2020 09:21
    Highlight Highlight Was wollen die Linken denn? Kernfusion geht zurzeit nicht. Solarzellen verursachen genau so Umweltschäden vornehmlich beim Abbau. Windräder werden genau dort hingestellt, wo auch viel Wind weht und wo der Wind weht, sind die Vögel nicht weit weg. AKWs sind auch nicht recht, obwohl die neueste Generation massiv sicherer ist. Kohle- und erdölbasierte Kraftwerke sind reine CO2-Schleuderer. Irgendwo müssen wir leider Kollateralschaden annehmen, um unseren Stromhunger zu stillen.
    • mstuedel 16.09.2020 09:40
      Highlight Highlight Vielleicht wäre es auch eine gute Idee, den Stromhunger etwas herunter zu fahren, damit es zu etwas weniger Kollateralschäden kommt...
      Um einen gewissen Ausbau kommen wir aber sicher nicht herum zur Deckung der Atomenergie-Lücke.

      Solar/Windenergie im Verbund mit Wasserkraft ist für die Schweiz sicher ein praktikables Modell, welches auch bei Linken und Grünen breite Unterstützung geniesst.
      Wir sind es in der Schweiz zum Glück gewohnt, Kompromisse und gangbare Mittelwege zu finden. Tun wir es doch auch in diesem Bereich.
    • K1aerer 16.09.2020 10:15
      Highlight Highlight Mit stromsparenden Geräten kann man sicherlich, den Verbrauch reduzieren. Aber mit den neuen E-Autos wird der Stromverbrauch wieder nach oben schellen. Auch wenn es eine noble Idee ist, sollte man schon eher mit der Worst-Case-Scenario rechnen.
    • Eskimo 16.09.2020 10:26
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
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  • Fretless Guy 16.09.2020 09:04
    Highlight Highlight Auf der einen Seite soll die Elektromobilität etc. gefördert werden, auf der anderen Seite soll einer der wichtigsten und stabilsten Energieträger verhindert werden? Ihr wisst ja hoffentlich auch was passiert, wenn angenommen die Mehrheit in der CH dereinst elektrisch fährt, wenn nur schon ein paar Prozent der Fahrzeuge nach einer Schnellladung verlangt? Was geschieht wenn dereinst wieder der Winter zurückkommt?
    Zudem wächst die Bevölkerung in der CH wohl auch die nächsten Jahre immer mehr.

  • Körschgen 16.09.2020 08:53
    Highlight Highlight Wer Solar- und Windkraft möchte, braucht etwas, um die Spitzen abzufangen. In der Schweiz ist das die Wasserkraft. In Deutschland versucht man russisches Gas zu nehmen, aber ich habe gehört, die haben damit schlechte Erfahrungen gemacht.
    • sheimers 16.09.2020 16:20
      Highlight Highlight Deutschland tut alles mögliche um die Spitzen abzufangen. Bereits jetzt gibt es zahlreiche Leitungen nach Skandinavien und in die Alpenländer wo viel Speicherpotential vorhanden ist. Zusätzlich werden zwei neue Stromleitungen nach Norwegen gebaut. Auch grosse Batteriespeicher gibt es in Deutschland schon einige. Greenpeace Deutschland betreibt eine Elektrolyseanlage für grünen Wasserstoff. Hinzu kommt Biogas, das auch zunehmend mit Speichern kombiniert wird.
  • maylander 16.09.2020 08:42
    Highlight Highlight Solar- und Wasserkraft ergänzen sich.

    Die Wasserkraft kann als einzige erneuerbare Energie sehr gut reguliert werden.

    Man sollte zudem in der Nähe der Wasserkraftweke grosse Solarparks bauen.

    Die Hochspannungsleitungen sind schon dort.
    Das Wasserkraftwerk kann als Energiespeicher fürs Sokarkraftwerk dienen.
    Die Sonneneinstrahlung ist in den Alpen doppelt so hoch wie im Mittelland.
    • Eskimo 16.09.2020 09:08
      Highlight Highlight @Maylander Wasserkraft kann man nicht als erneuerbare Energie bezeichnen. Oder haben sich die Lachs, Aal und Bachforellenbestände erneuert? Ich würde sogar behaupten dass Wasserkraft eine der schädlichsten Wege ist, Strom zu erzeugen.
    • mstuedel 16.09.2020 09:11
      Highlight Highlight Das ist in der Tat ein gutes Modell für die Schweiz: Die Pump-Speicherkraftwerke wurden ja dereinst im Verbund mit den AKWs ausgebaut, um deren überschüssigen Nachtstrom zu vergolden.

      Mit dem Wegfall der AKWs können Solar- und Windenergie mit ihren unregelmässigen Spitzen in diese Bresche springen. Dies ist ein Win-Win für Solar/Wind und Wasserkraft.
    • sealeane 16.09.2020 09:15
      Highlight Highlight Ich persöhnlich bin für Solarenergie, aber viel mehr auf den 1000enden leeren Dächern... der Natur müsste n wir weiterhin sorge tragen, und einfach "alle" Berge mit Solarpanels zupflastern ist da definitiv nicht die Lösung... wenn es sich au doch gut in die Natur integrieren läst ohne zu stark zu Reflektieren ist es für mich auch OK.:)
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.09.2020 08:42
    Highlight Highlight Wäre spannend zu wissen, weshalb RotGrün nun gegen den Ausbau der Wasserkraft ist, das wird aus dem Artikel leider nicht ganz ersichtlich.
    Oder wurden die einfach von den Umweltverbänden gekapert, weil das Landschaftsbild nicht weiter verändert und 500 sm alpines Hochmoor geschützt werden sollen?
    • K1aerer 16.09.2020 09:15
      Highlight Highlight Wahrscheinlich weil Tiere sterben. 🤷‍♂️
    • smartash 16.09.2020 11:16
      Highlight Highlight Das Problem ist wohl eher, dass wegen Wasserkraftwerken unzählige Fische ihre Laichplätzen nicht mehr erreichen können. Was sich negativ auf die Population auswirkt, was sich wiederum negativ auf das Ökosystem auswirkt, usw

      Bevor du dich lustig machst, solltest du dich informieren. Was der Artikel leider auch versäumt
    • Fretless Guy 16.09.2020 13:13
      Highlight Highlight @smartash
      Fischtreppen?
      Wird in der CH auch schon gemacht.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fischtreppe
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rosskastanie 16.09.2020 08:33
    Highlight Highlight Einerseits schalten wir Mühleberg ab, andererseits fahren die umjubelten E-Autos, E-Bikes, E-Scooter etc. doch nicht nur mit Luft und Liebe....gemäss dem von den Grünen kürzlich veröffentlichen Klimaplan wird der Strombedarf in der Schweiz von 58 (Stand 2018) bis 2050 auf etwa 80 Terawattstunden steigen...wenn man dann einfach auf Import setzt, wäre das ein schwaches Zeichen. Mit Ideologie allein erzeugt man keine Energie. Weltweit sind 1.000 neue Kohleblöcke in Bau und Planung (Quelle:erneuerbareenergien.de), China allein plant 44 Atomreaktoren, die in den nächsten Jahren ans Netz gehen.🤷‍♂️
  • SD-Heiri 16.09.2020 08:26
    Highlight Highlight Der Wasserkraft muss ganz klar Sorge getragen werden. Der Angriff von Links sendet schlicht auch ein falsches Signal. Alle Atomkraftbefürworter*innen klatschen wohl gerade in die Hände.
    Ein Aspekt fehlt meiner Meinung nach: wenn die Grundlast gesichert werden soll und die variable Produktion (Wind und Sonne) massiv zunehmen soll, dann werden Stromspeichermöglichkeiten unglaublich wichtig werden. Batterien wie aber auch Pumpspeicherkraftwerke.
    • Beni ben 16.09.2020 12:10
      Highlight Highlight Solange das fisch Problem nicht gelöst ist keine neuen Kraftwerke
  • MacB 16.09.2020 08:06
    Highlight Highlight Die Aussagen des WWF sind leider etwas gar blauäugig. Man kann schon gegen Wasserkraft sein, muss sich dann aber nicht wundern, wenn bei Spitzen Kohlestrom importiert werden muss.

    Für mich ist Wasserkraft nach wie vor die intelligenteste Lösung für die Schweiz, abgesehen von der Solarförderung. Und ob eine Staumauer nun noch 30 Meter erhöht wird, stört nun echt niemanden.
    • Rosskastanie 16.09.2020 08:55
      Highlight Highlight Wie wir an der Grimsel gelernt haben, sind Staumauererhöhungen doch ein grosses Politikum, nach jahrzehntelangem Streit endete der Disput mit Umweltverbänden vor Bundesgericht. Seit 2019 ist man nun endlich daran, zwei Staumauern zu erhöhen....den Fünfer und das Weggli wirds nicht geben, auch wenn "Grün" auf der Fahne steht...
      Play Icon
    • mstuedel 16.09.2020 09:21
      Highlight Highlight 30 Meter sind nicht einmal nötig. Beim Grimselsee führt die Aufstockung um 23 Meter dazu, dass der See 75 Prozent mehr fasst.

      Der Unterhalt und Ausbau vorhandener Kraftwerke empfinde ich als sinnvoll.
    • kobL 16.09.2020 11:17
      Highlight Highlight Und woher kommen die 75% mehr Wasser? Nur weil man die Staumauer erhöht, regnet es nicht plötzlich mehr. Schlussendlich fliesst vereinfacht ausgedrückt im Sommer weniger Wasser im Fluss talabwärts. D.h. weniger Wasser für die Landwirtschaft, für die weiteren Kraftwerke Flussabwärts, für die Trinkwasseraufbereitung usw.
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