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Wolkenbruch

Werden Schweizer Filme wie «Wolkenbruch» bald von Netflix subventioniert? Bild: dcm

Der Bundesrat will, dass Netflix Schweizer Filme subventioniert

Streaming-Anbieter wie Netflix und Amazon sollen vier Prozent ihres Umsatzes in Schweizer Filme investieren müssen. Die Quote finden nicht alle gut.

Raffael Schuppisser / ch media



Wer auf Netflix einen Schweizer Film schauen will, der sucht lange. Zwar hat sich der US-Streamingriese die Rechte an «Wolkenbruch» gesichert und auch «Der Bestatter» war einst auf dem Portal zu sehen. Derzeit können die Filme aus der Schweiz aber nicht abgespielt werden. Selber produziert Netflix keine Schweizer Serien, anders etwa als in Deutschland oder Frankreich.

Geht es nach dem Bundesrat, soll sich das bald ändern: Streaming-Anbieter wie Netflix sollen vier Prozent ihrer Bruttoeinkünfte in Schweizer Filme oder Fernsehserien investieren oder als Abgabe entrichten müssen. Ausserdem müssen 30 Prozent des eigenen Angebots aus Europa stammen. So steht es in der Kulturbotschaft, die der Bundesrat gestern präsentiert hat.

Der Bund rechnet mit Einnahmen von 6 Millionen Franken für den Film. Das sind zehn Prozent der derzeitigen Filmförderung.

Swisscom und Co. befürchten: Die Innovation in der Schweiz wird gebremst?

Dennoch wurden die Quoten im Vorfeld kontrovers diskutiert. Denn sie gelten nicht nur für Netflix, Amazon oder Apple, sondern auch für heimische Unternehmen mit einem Video-on-Demand-Angebot. Ein solches bieten etwa die Swisscom, UPC oder aber Teleboy ihren Nutzern an. «Es besteht die Gefahr, dass man die Innovation von Schweizer Unternehmen erstickt, weil man die grossen amerikanischen Unternehmen zur Filmförderung zwingen will», sagt Alexander Schmid, Geschäftsführer des Branchenverbands Swissstream, dem etwa die Swisscom und die Sunrise angehören.

934.5 Millionen Franken für die Kultur

Ausgeklügelt bis zum letzten Paragrafen und Franken: Wenn der Bundesrat seine Strategie und das Budget für die Kultur vorlegt, so ist das ein lange vorbereitetes und vernehmlasstes, ein austariertes und umfangreiches Papier. Die Kulturbotschaft 2021-2024 fasst auf 147 Seiten zusammen, wer, warum wie viel Geld bekommen soll. Das Papier ist ans Parlament adressiert, das wird es im Herbst beraten, und je nach Lobby-Arbeit von Verbänden und interessierten Kreisen noch verändern.

Das Wichtigste in Stichworten: Insgesamt will der Bundesrat in den kommenden vier Jahren 934.5 Millionen Franken für die Kultur ausgeben (plus 34.7 Millionen Franken). Das entspricht 0.3 Prozent des Bundesbudgets. Die grössten Posten: Film (209.1 Mio.), Kulturstiftung Pro Helvetia (180.4 Mio.), Nationalmuseum (134.5 Mio.), Baukultur inklusive Archäologie (103.9 Mio.) und Schweizerschulen im Ausland (89.5 Mio.). Für die Förderung von Italienisch und Rätoromanisch und vor allem für ein neues Schul-Austauschprogramm zwischen den Sprachregionen gibt es mehr Geld (neu 68.8 Mio.).

Die drei Schwerpunkte der aktuellen Kulturbotschaft werden weitergeführt: «Kulturelle Teilhabe», «gesellschaftlicher Zusammenhalt» sowie «Kreation und Innovation». «Kontinuität ist wichtig», sagte Alain Berset. Unter dem Stichwort «Kulturelle Teilhabe» unterstützt der Bund Kultur für möglichst Viele. Dazu gehört auch «Jugend und Musik», das erfolgreich gestartet sei, so Berset und wegen der grossen Nachfrage deutlich mehr Geld erhält (neu 25.3 Mio.). Neu dazu kommt die Schiene «Junge Talente». Sabine Altorfer

Anders als die US-Riesen Netflix, Disney oder Apple könnten Schweizer Anbieter allenfalls eine solche Gebühr nicht so leicht verschmerzen. Das könnte in letzter Konsequenz dazu führen, dass sie sich mit ihrem Video-on-Demand-Angebot zurückziehen und den Markt gänzlich den Amerikanern überlassen würden.

Die beliebtesten Filme und Serien von Netflix in der Schweiz

Wenn Netflix den besseren «Wilder» macht

Auch die Wirkung der 30-Prozent-Quote für europäische Angebote stellt Schmid in Frage: Um sie zu erfüllen, könnten die Portale nicht nur das europäische Angebot erhöhen, sondern auch das ausländische reduzieren. Zum Opfer würden dabei wohl nicht die massentauglichen Hollywoodproduktionen fallen, sondern Arthouse- und Independent-Filme aus Asien und den USA. Ausserdem zweifelt der Rechtsanwalt, ob eine Quote und eine Abgabe gegenüber Netflix und Co. aufgrund von deren ausländischen Sitzen überhaupt durchgesetzt werden können.

Hier sieht Ivo Kummer, Filmchef beim Bundesamt für Kultur, kein Problem. Er verweist auf Deutschland und Frankreich, wo bereits eine solche Abgabe besteht. «Die US-Anbieter haben ein grosses Interesse, in der Schweiz Abos zu verkaufen», sagt er. Ausserdem würde Netflix, wie er im persönlichen Gespräch mit dem Unternehmen erfahren habe, das Schweizer Modell gegenüber ausländischen bevorzugen, weil es liberaler sei. In Deutschland etwa müssen Anbieter vier Prozent des Umsatzes in die Filmförderung investieren. In der Schweiz können Netflix und Co. selber bestimmen, ob sie Schweizer Filme einkaufen oder eigene Serien drehen wollen.

Davon dürfte letztlich auch das Publikum profitieren. Denn derzeit hat das Schweizer Fernsehen SRF ein Quasi-Monopol auf Schweizer Serien. Wenn Netflix also plötzlich den besseren «Wilder» produzieren würde, könnte das spannend werden. (bzbasel.ch)

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59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hayek1902 01.03.2020 17:35
    Highlight Highlight Ich will aber nicht, dass der bund dämliche auflagen stellt, die meinen abopreis erhöhen für Dinge, die ich nicht will. Kann der Staat sich endlich aus der Wirtschaft raushalten? Dafür zahle ich schon die neo billag zwangsabgabe.
    • Franz v.A. 01.03.2020 22:21
      Highlight Highlight Das nennt sich nun Serafe, is aber der selbe Müll und unfair dazu!
      Arme zahlen gleichviel, wie Millionäre, und eine WG mit 15 Leuten zahlen gleichviel wie einer alleine im Haushalt. Ob man SRG konsumiert ist dabe völlig nebensächlich.
  • Unsinkbar 2 01.03.2020 14:30
    Highlight Highlight Bitte nicht 🥴, das wird nur peinlich für die Schweiz.
  • Yunnan 01.03.2020 14:13
    Highlight Highlight Eine solche Abgabe würde nur dazu führen, dass mehr Filme und Serien produziert würden, die mangels Qualität ohne diese Subventionen bei den Leuten nicht angekommen wären und sich nicht selbst hätten finanzieren können.

    Kultursubventionen sind nur dort sinnvoll, wo die betroffenen Angebote nicht mit der ganzen Welt konkurrieren; also Museen, Archäologie, Theater etc.
  • benn 01.03.2020 14:04
    Highlight Highlight Wie kommt die politik denn auf so eine abstruse idee, der schweizer film wird genügend gefördert, wenn man die steuergelder pro zuschauer rechnet, ist das mehr als genug geldverschwendung
  • YvesM 01.03.2020 13:44
    Highlight Highlight Wenn wir Pech haben, rechnet es sich für Netflix nicht mehr und wir Schweizer kucken in die SRG Röhre.
    • Silent_Revolution 01.03.2020 15:16
      Highlight Highlight Vielleicht genau das, was der Bundesrat will?!
  • Franz v.A. 01.03.2020 13:25
    Highlight Highlight Dachte die Serafe ist für solches zuständig. Oder fliesst alles nur zur SRG?
    Ich bezahle jedenfalls genug Serafe als alleinwohnender und nicht SRG Konsument.
  • Nora Flückiger 01.03.2020 13:11
    Highlight Highlight Wir haben bei der "No Billag" falsch abgestimmt! Wie länger, wie mehr zeigen sich die Auswirkungen.
  • Nora Flückiger 01.03.2020 13:05
    Highlight Highlight Ja es gibt wenig bis gar kein Material aus der Schweiz - und das ist gut so!
  • Zahlenheini 01.03.2020 11:41
    Highlight Highlight Serafe-Gebühr pro Monat, mit der man zahlreiche Inhalte nur auf Schweizer Boden konsumieren kann: 30 CHF.
    Netflix-Gebühr pro Monat, mit der man auch ausserhalb der Schweiz Inhalte konsumieren kann: 12 CHF.
    Selbst Ultra HD Qualität für 4 Nutzer*innen gleichzeitig ist mit 22 CHF günstiger. Teilen sich die 4 Nutzer*innen die Kosten, sprechen wir hier von 5.50 für Netflix vs 30 CHF für Serafe.
    Gleich lange Spiesse sollten auch die Kosten für Nutzern beinhalten👌
    • Eiswalzer 01.03.2020 12:07
      Highlight Highlight Eine sehr komische Milchmädchenrechnung. Sport live? News? Lokale Berichterstattung? Demokratische Bedeutung? Abdeckung aller Sprachminderheiten? Netflix bietet einen kleinen Teil der Versorgung. Wenn ich alles separat bezahlen müsste was ich heute konsumiere, dann käme ich massiv teurer. Und bräuchte wohl etwa 4-5 unterschiedliche Abos (MySports kann ich bei mir nicht mal empfangen).
    • Pafeld 01.03.2020 12:13
      Highlight Highlight Du zahlst mit der Serafe-Gebühr für mehr als nur ein Streamingangebo... ah, was solls. Bei den NoBillagern/Serafen redet man diesbezüglich eh an eine Wand.
    • Michael Heldner 01.03.2020 12:20
      Highlight Highlight Sprach Minderheiten 🤔 also Netflix gibts (bis auf romanisch) in allen Schweizer Landessprachen.

      Sport gehört zur Unterhaltung und sollte nicht kollektiv bezahlt werden 🤷🏻‍♂️
      Btw mit DAZN versucht ?
      Und für (lokale) Nachrichten braucht es keine 30chf pro Schweizer und Monat😅
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nonne 01.03.2020 11:38
    Highlight Highlight Kann man nicht Hollywood dazu zwingen, Oskars in der Kategorie bester Schweizer Film, Regisseur, Hauprolle, Nebenrolle etc. zu verteilen.
    • Knety 01.03.2020 12:55
      Highlight Highlight 😂🤣👍
    • Nora Flückiger 01.03.2020 13:08
      Highlight Highlight Und was sollten sie prämieren? Solchen Quatsch wie "The Ring thing"?
    • Chääschueche 01.03.2020 20:00
      Highlight Highlight @nora
      Nein aber andere sehr gute Schweizer Filme.
      Das du mit Schrott wie The Ring thing kommst zeigt aber weleches niveau du hier hast ;)
  • phasto 01.03.2020 11:21
    Highlight Highlight Der Hauptgrund warum ich für Netflix und Amazon bezahle ist, dass ich eben KEINE Schweizer Produktionen schauen will.

    Mit solchen Forderungen vom Bundesrat ... erreicht man nur, das sich die US Anbieter langfristig aus dem Schweizermarkt zurückziehen werden und das führt nur dazu, dass sich die Schweizer, Ihre Serien wieder illegal konsumieren müssen.

    Das kann doch nicht im Interesse des Bundesrats sein ? Oder etwa doch ?
  • Likos 01.03.2020 11:03
    Highlight Highlight Ich denke Netflix würde am liebsten alles überall auf der Welt anbieten. Leider muss ein Anbieter aber für jedes einzelne Land die Rechte neu aushandeln.
    30% sind trotzdem etwas hoch gegriffen, ich mein in Europa leben ja nicht mal 10% der Weltbevölkerung. Und Länder wie Frankreich (wo viele tolle europäische Filme herkommen), stehen mit Netflix ja eher auf Kriegsfuss.
  • Leider Geil 01.03.2020 09:59
    Highlight Highlight Völliger Schwachsinn ist das. Mir reicht es schon, 365.- an Serafe zu entrichten für einen riesen haufen Stuss, den ich mangels Interesse nie konsumiere. Dann bezahle ich auch schon MWSt für Netflix und das schon fast das doppelte von 4%. Und ich habe Netflix weiss Gott nicht wegen schweizer Quotenproduktionen abonniert, sondern weil ich mag, was Netflix anbietet. Der Bund soll sich doch da bitte raushalten und um richtige Probleme kümmern statt so absurde Ideen für neue Steuern und Abgaben auszubrühten.
    Müssen chinesische oder ital. Restaurants bald auch noch Raclette und Fondue anbieten?
  • K1aerer 01.03.2020 09:31
    Highlight Highlight Solche Quotenforderungen bringen einfach nichts.
    • Nocciolo 01.03.2020 09:59
      Highlight Highlight Könntest du das noch begründen?
    • Klaus07 01.03.2020 10:58
      Highlight Highlight @Nocciolo
      Ab dem Zeitpunkt als das gleiche bei den Radiostationen der Fall wahr und täglich die gleichen Schweizer Songs immer und immer wieder gespielt wurden, habe ich aufgehört Radio zu höheren. Eine Qualitätsverbesserung hat es definitiv nicht gegeben. Das Musikniveau am Radio ist eher dadurch gesunken.
    • Raffaele Merminod 01.03.2020 11:26
      Highlight Highlight Der Beweis ist SRF3 mit seinem CH Musik Förderung. Sobald man einen alternativen Sender hört, merkt man wie extrem einseitig die Musik auf SRF3 ist mir immer den gleichen Cervelat Prominenz. Es werden dort sehr selektiv immer die gleichen Schweizer Künstler gefördert.
      Das gesamte Niveau ist Mittelmass bis schlecht
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glatttaler 01.03.2020 09:23
    Highlight Highlight Ich kenne keinen einzigen guten CH-Film
    • Miikee 01.03.2020 14:22
      Highlight Highlight So spontan kommt mir nur "More Than Honey" in den Sinn. Gute Doku.
    • Chääschueche 01.03.2020 20:04
      Highlight Highlight @Glatt
      Allein unser SRF hat einige Serien und Filme die 100 mal besser sind als vieles was die Amis so raushauen.
      Kinofilme gibt es ebenso einige sehr gute Filme.

      Ur weil sie dir nicht gefallen, heisst es nicht, dass diese schlecht sind. Hast wohl einfach einen anderen geschmack.

      PS: und vergleich bitte keine Produktionen die Pro Staffel X Millionen kosten mit einer die vlt. pro Folge 100tausend kosten...
  • Nonne 01.03.2020 09:12
    Highlight Highlight Kultur ist das, was niemand sehen will und sich die Kulturschaffenden jedes Jahr gegenseitig mit Auszeichnungen und Preisen überhäufen. Je weniger Interessierte desto besser die Kultur.
    • exeswiss 01.03.2020 13:47
      Highlight Highlight das von der mutbürgerin, die sich gleichzeitig darüberbeschwert das unser "abendland" (kultur) zugrunde geht, wenn zuviele flüchtlinge kommen... grossartige satire.
  • Raffaele Merminod 01.03.2020 09:09
    Highlight Highlight Nein bitte nicht. Ich will mehr gute Filme und nicht mittelmässige bis schlechte nur weil aus der Schweiz.
    • erster 01.03.2020 11:26
      Highlight Highlight Wenn wir Schweizer Künstlern die Möglichkeit geben überhaupt Filme zu machen, auch wenn diese meist nicht super sind, werden sie auch nie die Übung haben gute Filme zu machen.
      Die Erwartung, dass nur Spitzenfilme rauskommen, wenn es nicht mal eine kleine Industrie gibt, ist meiner Meinung nach etwas naiv.
      Ich finde die Förderung deshalb wirklich gut.
    • DunkelMunkel 01.03.2020 11:38
      Highlight Highlight Okay dann 8%. Dann reichts für gute Filme aus der Schweiz.
    • Tooto 01.03.2020 12:17
      Highlight Highlight Zu wenig CGI?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Random Striker 01.03.2020 08:40
    Highlight Highlight Trump macht vor wie das mit den Abgaben auf ausländischen Erzeugnissen geht und der Bundesrat zieht mit Schweizer Bünzlipolitik nach. Das ist in etwa so als würde man Abgaben auf ausländischen Zeitungen und Mindestquoten für Regionale Berichterstattung einführen, weil es die hiesigen Medienhäuser nicht schaffen, die Nachfrage nach der gewünschten Berichterstattung zu befriedigen. Lieber schiessen die Grossen gegeneinander als mal an der Qualitätsschraube zu drehen. Zum Glück gibt es fast das ganze Spektrum bei Watson und das ist eine tolle Ergänzung zu meinen drei ausländischen Zeitungen.
  • Balabar 01.03.2020 08:37
    Highlight Highlight Höchste Zeit, dass die Anbieter auch hier ihrer Verantwortung gerecht werden können. Bislang konnten sie profitieren (das Ausland und die Firmen machten sich über die handzahme Schweiz geradezu lustig). Das CH-Modell ist liberal, keine Steuer, sondern eine Investitionschance. Davon profitieren am Ende alle - und es ist gerechter, auch für die Swisscom, die sich bislang als "Filmproduzent" aufspielte, ohne überhaupt Inhalte zu liefern - und bislang grosser Profiteur war. Und (noch) teurer wird es deswegen nicht (siehe Ausland).
    • Klaus07 01.03.2020 11:00
      Highlight Highlight @Balabar
      Arbeiten Sie zufälliger weise in der Schweizer Filmbranche? Oder werden Sie von dieser Finanziert?
    • AdiB 01.03.2020 11:14
      Highlight Highlight Also du weisst das du mit der serafe auch unsere filmeproduktion förderst. Irgendwo ist das doch ne steuer oder nicht?
    • Balabar 01.03.2020 17:54
      Highlight Highlight @ Klaus: klar, ich wiederhole mantramässig, was man mir einbläut, denn sonst kann ich ja gar keine Meinung haben.
      @ AdiB, ne Steuer und ne Abgabe ist nicht das gleiche, aus gutem Grund - und was hat jetzt Serafe damit zu tun?
  • Luthiena 01.03.2020 08:24
    Highlight Highlight Hallo Bundesrat

    Bitte fokussiert Euch auf wichtigere Sachen.

    Danke und Gruss.
    • Nocciolo 01.03.2020 08:36
      Highlight Highlight Kulturförderung ist wichtig!
    • Random Striker 01.03.2020 09:00
      Highlight Highlight Ganz recht! Aber mit den richtigen Mitteln. Es geht nicht an, dass bessere ausländische Anbieter abgestraft werden weil das bequem ist und zu wenig Wähler hinter diesen stehen, statt dass sich der Bundesrat der hiesigen Anbieter annehmen würde und sich zu fragen, warum die das Angebot nicht hinbekommen. Soll er doch dem Schweizer Fernsehen eine Mindestquote auferlegen - aber dann hat er halt die Wut der vielen Wähler und Serafe-Gebührenzahler auf sich.
    • ben_fliggo 01.03.2020 11:07
      Highlight Highlight Ja, aber nicht so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Echt jetzt? 01.03.2020 08:00
    Highlight Highlight Wen interessieren CH-Filme? Netflix schauen wir, um genau dem CH gedüns inkl. SRF zu entfliehen! Jetzt sollen wir neben der Billag auch noch indirekt via Netflix zusätzliche Abgaben zahlen? Echt jetzt? Glaubt ihr tatsächlich, dass Netflix diese Abgaben übernimmt und nicht der Konsument?!
    • Chääschueche 01.03.2020 20:10
      Highlight Highlight @Echt
      Das ist ja fast wie bei Abstimmungen:

      "Wählt nein sonst kommen keine Firmen mehr in die Schweiz"

      Ganz viel mimimi würd ich sagen. 👌


  • Süffu 01.03.2020 07:38
    Highlight Highlight Dann gäbe es zumindest mal einen Grund, warum Netflix bei uns teurer ist.
    • Balabar 01.03.2020 08:29
      Highlight Highlight Netflix wird deswegen nicht teurer (ist es schon, hat aber damit nix zu tun). Im Ausland werden Anbieter direkt besteuert, d.h. sie können nicht selber entscheiden, wohin das Geld geht. Das CH-Modell finden sie sogar toll, denn sie können hier über die Investitionen selber entscheiden. Und dass ein Unternehmen, das hier Kohle macht, auch ein bisschen davon investieren soll, ist mehr als gerecht. Und dass Swisscom als bislang grösster Profiteur der Sachlage auch in die Verantwortung gezogen wird, ist höchste Zeit. Zeit zum Jammern bleibt ihnen immer noch.

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