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Mamma mia, warum erst jetzt?

Italiener wollen Pizza zum UNESCO-Weltkulturerbe erklären lassen



Pizza ist in Italien nicht nur ein Gericht, sondern ein Stück nationaler Kultur. Aus Furcht vor EU-Direktiven und dem Einfluss US-amerikanischer Fast-Food-Giganten wurde eine Kampagne mit dem Ziel gestartet, Pizza zum UNESCO-Weltkulturerbe zu erklären.

epa03592021 An Italian chef presents a pizza called 'Grande Sud' (Big South) which contains toppings typical of the Italian southern regions, in Naples, Italy, 20 February 2013. The family-run restaurant 'La figlia del Presidente' is well-known and lies in the historical center of Naples.  EPA/CIRO FUSCO

Original italienisch: Die Pizza-Kreation «Grande Sud» des Restaurants «La figlia del Presidente» aus Neapel. bild: EPA

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Produkte wie der amerikanische Pizza-Kuchen verderben den Italienern den Appetit. bild: pillsbury

30'000 Unterschriften wurden für dieses Anliegen bereits gesammelt. Die Kampagne führt der aus Neapel stammende Ex-Landwirtschaftsminister Alfonso Pecoraro Scanio mit der Unterstützung namhafter Politiker, Künstler und Intellektueller. Zu den Unterstützern gehört auch der Gründer der internationalen «Slowfood»-Bewegung, Carlo Petrini. Die Petition kann auf der Plattform Change.org unterschrieben werden.

Patrick Miller, of the United States, performs with his dough during the freestyle event, part of the Pizza World Championships, in Salsomaggiore Terme, northern Italy, Wednesday, April 13, 2011. The 20th edition of the Championships took place from April 11 to April 13. (AP Photo/Marco Vasini)

Der Amerikaner Patrick Miller bei der Pizza in Salsomaggiore Terme anno 2011. Bild: AP

Bradley Johnson, of United States, performs with his dough during the freestyle event, part of the Pizza World Championships, in Parma, northern Italy, Wednesday, April 17, 2013. The 22th edition of the championships run from April 15 to April 17. (AP Photo/Marco Vasini)

Der Amerikaner Bradley Johnson bei der Pizza in Parma im Jahr 2013. Bild: AP

Zutaten, Herstellung und Eigenschaften des nationalen Gerichts sollen bis ins kleinste Detail definiert werden, um den Geschmack unverfälscht zu erhalten, verlangen die Initiatoren der Kampagne. Die Pizzaioli drängen auf rein italienische Zutaten. Dabei muss auf die Qualität von Hefe, Tomaten und frischem Mozzarella besonders geachtet werden.

Italien verputzt täglich sieben Millionen Pizzen

Bei genau 450 Grad im Ofen bekommt der Teigfladen seine einzigartige Konsistenz: In der Mitte weich und saftig, an den Rändern knusprig und braun, gerne auch ein bisschen angebrannt. «Der Holzofen ist fundamental», behaupten Mitglieder des Verbandes der neapolitanischen Pizzabäcker.

Sieben Millionen Pizzen werden jeden Tag in Italien konsumiert, 35'000 Pizzerien gibt es im Land. Vom Milliardengeschäft hängt eine Viertelmillion Arbeitsplätze ab. Neapel führt seit Jahren eine Kampagne zum Schutz der lokalen Pizza-Tradition. Seit 2010 geniesst die «Pizza Napoletana» EU-weiten Schutz. 

(sda/apa/phi)

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